London, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.)
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über das die Franzosen nachdenken müßten. Man werde sich nicht durch einfache Verneinungen aus der Sache ziehen können; und noch weniger, wenn man durch andere Erwägungen, wie etwa durch die Judenfrage, die Frage der deutsch- französischen Beziehungen verfälschen lasse.
Die Franzosen hätten die Pflicht, in erster Linie an sich s e l b st zu denken. Sie seien nicht dazu geschaffen, eine Art Kreuzzug, der von gefühlsmäßigen weltanschaulichen Gründen diktiert sei, gegen Maßnahmen zu unternehmen, die die Nachbarländer für gut empfunden hätten, bei sich einzuführen. Das sei deren Angelegenheit und nicht diejenige Frankreichs. Würde eine wirtschaftliche Ausdehnung Deutschlands in Mittel- und Südosteuropa längs der Donau, die die Unabhängigkeit der anliegenden Staaten bestehen lasse, geeignet sein, die großen französischen Interessen ernstlich zu behindern? Frankreich sei zwar auch eine Festlanüs- macht, aber vor allem ein großes Kolonial- land, dessen Besitzungen in der ganzen Welt verstreut liegen. Was würde nun gefährlicher für Frankreich sein? Zuzusehen, daß Deutschland seine Tätigkeit in Mittel- und Osteuropa entwickele, oder im Gegenteil, daß es sich über den Erdball, besonders im Mittelmeer, ausbreite und danach trach/e, Frankreich und England diesen oder jenen Punkt ihrer Weltreiche streitig zu machen? Man müsse zwischen diesen Unannehmlichkeiten wählen. Flandin schloß: „Meine Wahl ist getroffen. England und Frankreich sind sich durch ihre gemeinsamen Interessen nahegekommen. In voller Ueber-
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Ibdr um wesentliche Teile des Wortlautes jenes Vorschlages der Regierung,
der Mission Runcimans schreibt die „Times", die Tätigkeit Runcimans werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Außer seinem Sekretär werde er noch eiben Wirtschaftssachver- kündigen des britischen Außenamtes mitnehmen, der jedoch während seiner Tätigkeit in der Tscheche! nicht vom Foreign Office bezahlt würde, da es sich um eine persönliche Mission handele. „Daily cherald" rechnet damit, daß Runcr- man am Dienstag abreist. Er sei bereits eifrig dabei, das Unterlagenmaterial, soweit es in London erhältlich sei, zu sammeln und zu studieren. Auch „Daily Mail" erwartet die Abreise Runcimans am nächsten Dienstag. Beamte des Foreign Office, die
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wistifchen Krieges eine für die Sowjets glückliche Stellung annahm, warfen die Tschechen ihre Maske vollends ab und traten als offene Feinde Polens hervor. Auch auf dem Internationalen Forum hätten sich dann die Intrigen der Tschechen durchgesetzt. Der Botschafterrat sanktionierte die tschechischen Gewaltmaßnahmen, und das Teschener schlesische Land wurde der Tschecho-Slowakei einverleibt. Die polnische Delegation mußte diesen Beschluß annehmen, der Polen in einem Augenblick aufgenötigt wurde, in dem es alle seine Kräfte auf den Schlachtfeldern anspannen mußte, um der Lage Herr zu werden.
„Expreß Poranny" schreibt, die Polen vor achtzehn Jahren zugefügte Wunde habe sich bis heute nicht geschlossen. Dies könne nur dann geschehen, wenn die Tschechen der polnischen Minderheit alle Rechte für eine autonome nationale Entwicklung gewähren. Aber die Tschechen betrieben eine entgegengesetzte Politik, au ihnen laste der Fluch der bösen Tat. Ihre verräterischen Gewaltmaßnahmen vor 20 Jahren versuchten sie jetzt dadurch zu rechtfertigen, daß sie durch eine brutale Tschechisierungspolitik den polnischen Charakter dieses Landes auszulöschen versuchten. „Kurjer Poranny" weist schließlich darauf hin, daß die Nationalitätenfrage in der Tschecho-Slowakei heute nicht nur den tschecho-slowakischen Staat, sondern auch den Frieden Europas bedrohe. Don Moskau erhalte Prag die Anweisungen für seine verfehlte Politik der Verschärfung seiner Beziehungen mit den Volksgruppen, deren berechtigten und begründeten Forderungen gegenüber es taub sei. Der tschecho-slowakische Staatsorganismus sei bis ins Mark hinein krank.
Flandin fordert Verständigung mit Deutschland
Paris, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der ehemalige Ministerpräsident und frühere Außenminister Flandin sprach sich einem Journalisten gegenüber über die Möglichkeit und Notwendigkeit einer Verständigung mit Deutschland aus. Würden die großen europäischen Mächte es nicht fertig bringen, den Frieden zu organisieren, dann würden sie allesamt und Frankreich an der Spitze in einem großen Zusammenbruch unter g e h e n , falls sie sich nicht vorher in einen Krieg hineinreißen ließen, der ihre Lage im übrigen nicht verbessern, sondern nur noch erschweren würde. Kein Staat sei in der Lage, noch lange die ständig wachsenden Lasten der Rüstungen zu ertragen. Werde es gelingen, die Beziehungen Frankreichs zu Deutschland zu verbessern und werde man zu einer Verständigung zwischen beiden Ländern gelangen? Nicht dadurch, daß man sich weigert, an dieses Problem heranzugehen, würde man ein befriedigendes Ergebnis erzielen. Jeder Franzose müßte, ganz gleich welcher Partei oder politischen Meinung er angehore, sich bemühen, auf die Frage eine Antwort zu finden.
Die Franzosen seien gezwungen, Deutschland in seiner augenblicklichen Form anzunehmen und seft- zustellen, daß es militärisch, industriell, durch selve Bevölkerung, durch sein wirtschaftliches Potemell, durch seinen Zusammenhalt und seine -Dt|3iplin eine der größten Mächte, ja die größte Macht Europas ist. Natürlich strebe Deutschland danach, sich auszudehnen. Unter den verschiedenen Formen der Ausdehnung, zu denen es sich hingezogen
in Minderheitenfragen besondere Erfahrungen hätten, seien ihm zur Verfügung gestellt worden.
Die Ansichten der englischen Presse über die Erfolgsaussichten der Reise Lord Runcimans nach Prag sind nach der Veröffentlichung des Prager Nationalitätenstatuts offensichtlich gedämpft worden. Jedenfalls finden sich am Freitag in den Prager Berichten englischer Korrespondenten Stellen, die mehr auf zurückhaltende Beurteilung als auf eine betonte Zuversicht schließen lassen. „Daily Expreß" schreibt: „Lord Runcimans Auftrag als Vermittler zwischen der tschecho-slowakischen Regierung und ihren drei Millionen sudetendeutschen Staatsbürgern ist am Donnerstagabend schwieriger gemacht worden, nachdem sich die Kluft zwischen den beiden Parteien erweitert hat."
Um die Selbstverwaltung der Volksgruppen.
Prag, 28. Juli. (Europapreß.) Am Donnerstag wurde der Sudetendeutschen Partei im Auftrag der Regierung von dem Präsidenten des Derfassungs- qerichtshofes, Dr. K r e j c i, der Entwurf eines Gesetzes über die Grundlagen der Organisation der territorialen Selb st Verwaltung s- verbände überreicht. Von der Sudetendeutschen Partei wurde der Gesetzentwurf, zu dem auch mündliche juristische Erläuterungen gegeben wurden, ohne Stellungnahme entgegengenommen.
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mal auf den Zahn zu fühlen, ob die hier gemachten Zugeständnisse wohl ausreichen würden, um an der udetendeutschen Frage vorbeizukommen. Daß so eine Taktik bei den Sudetendeutschen nicht mehr verfängt, sollte man eigentlich in Prag ein gesehen haben. Das Sudetendeutschtum fordert sein Recht. Es ist eines der Staatsvölker der Tschecho- Slowakei und keine Minderheit. Nur auf diesem Grundsatz kann sich eine Neuorganisation des tschecho-slowakischen Staates aufbauen, die den Frieden im Innern sichert und die Tschecho-Slowakei als europäischen Kriegsherd ausschaltet.
Runcimans Mssion.
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tt(ren, wurden nicht abgeschlossen. Darum können Nblikationen einzelner Teile der Nationalitäten- v^lagen und auch journalistische Erwägungen über djien Inhalt keine vollkommene Uebersicht über dis gesetzgeberische Werk gewährleisten, das die Grundlage einer neuen Nationalitätenregelung in bir Tschecho-Slowakei sein soll.
Zu dieser Meldung erfahren wir aus dem Kreise der sudetendeutschen Delegation: Die Mitteilung Wß außerordentliche Verwunderung erregen. Es handelt sich bei der Veröffentlichung des Nationa- ftititenstatuts durch Prager Blätter un bestreit-
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Prag, 28. Juli. (DNB.) Das Tschecho-slowakische Peßbüro erklärt, in den letzten Tagen brachten enge Blätter Artikel, in denen einzelne Teile o s dem Gesamtwert der Nationalitätenoorlagcn al geführt oder kommentiert wurden, an denen die tzjgierung soeben arbeitet Von amtlichen Stellen wird auf die Tatsache aufmerksam gemacht, daß olle derartigen Auszüge aus den Regierungsvor- lazen kein wirklich erschöpfendes Bild bitten, weil es sich nicht um Werke handelt, deren Rtdaktion bereits definitiv abgeschlossen wäre. So- Iffige das Programm der Uebertragung der Kompetenz von höheren Organen an iie Selbstverwaltungsor g ane nicht genau festgesetzt sein wird, ist es nicht möglich, über düse Reform ein endgültiges Urteil auszusprechen.
Blutende Olsa-Grenze.
Die polnisch-tschechische Spannung im Teschener Land.
Don unserem X.H.-Korrespondenien.
Warschau, 28. Juli.
Dor dem Schloß in Teschen, das von dem ehrwürdigen Piastenturm überragt wird, steht ein Denkmal, das mehr als die Grenzposten an der nahen Olsabrücke die polnisch-tschechische Spannung widerspiegelt. Auf einem hohen Sockel erhebt sich eine feurige Polin, die zu einem Schwerthieb nach dem Westen ausholt. Es ist so aufgestellt, daß es die tschechischen Gendarmen jenseits der Brücke täglich vor Augen haben. Die Inschrift erinnert an die in den Kämpfen um das Teschener Ländchen nach dem Weltkrieg gefallenen Polen, und die frischen Kränze an einen Stufen verraten, daß dieses Gedenken heute o frisch ist wie zuvor.
Jeder Fremde, der einmal mit wachen Augen durch diese zwischen zwei Staaten aufgeteilte Stadt gewandert ist, wird hier von jener eigentümlichen Spannung eingefangen, die zur Problematik dieses Raumes gehört und eben in diesen Tagen neuer» dings zu schweren Belastungsproben der Beziehungen zwischen Warschau und Prag geführt I)aL Weder der schönste Sonnenschein über diesem fruchtbaren Hügelland noch das friedliche Geplätscher der Olsa, seit 1920 die Schicksalslinie zwischen Polen und Tschechen, können darüber Hinwegtäuschen, daß hier hinter jedem Stein und jeder , Mauer ein fanatischer Wille lauert, der jeden Fußbreit des Bodens mit einer Glut zu verteidigen bereit ist, wie sie dem Völkerringen im Osten eigen ist. Hier ist jede Position abgesteckt, jedes Straßenschild, ob es diesseits der Olsa von König Sobieski verkündet oder jenseits die tschechische Geschichte verherrlicht, ist Ausdruck und Zeichen dafür, daß der jahrhundertealte Krieg der Dölker von nüchternen und modernen Strategen mit den typischen Mitteln des Grenzländers dort fortgesetzt wurde, wo 1920 die Maschinengewehre nach dem Spruch der Botschafterkonferenz schweigen mußten.
Als diese Entscheidung dem Blutvergießen um Teschen ein Ende machte, war die aufstrebende Stadt in zwei ungleiche Hälften geschnitten und damit in ihrem Lebensnerv getroffen worden. Nicht nur Feindschaft wurde zwischen den Völkern aufrechterhalten, sondern auch wirtschaftlich bereitete dieser Spruch der Stadt schwere Sorgen, denn sowohl der tschecho-slowakische als auch der der polnischen Republik zugesprochene Teil sank in Umfang und Bedeutung zur mittelmäßigen Kleinstadt herab, der auch die Aufpfropfung zahlloser Aemter nicht mehr helfen konnte. War die Stadt vordem der Mittelpunkt des Ländchens mit feinem Jnduftriereichtum zwischen Bielitz und Ostrau gewesen, so erdrosselte die Teilung ihren Aufstieg infolge des Fehlens des Hinterlandes.
Um so tiefer aber hat sich der Haß in ihre alten Mauern eingefressen. Man muß nur einmal einen Gang durch das Museum von Polnisch-Teschen gemalt haben, um sich einen Begriff von der zähen Verbissenheit der Menschen in ihren Vorstellungen und Träumen zu machen. Wenn anderswo die Museen eine versöhnliche Atmosphäre der Wissenschaft verbreiten, hier wird selbst hinter dem Glas der Vitrinen um Anspruch und Geltung gekämpft. Mögen es nun farbig leuchtende Trachten der Bergbewohner, vergilbte Urkunden oder gar- Phantasiebilder von der Abstimmung sein, die zwar vorgesehen war, jedoch nie stattgefunden hat. Eine eindrucksvolle Mahnung dafür, wie frisch im Gedächtnis der Lebenden sich die stürmischen und blutigen Szenen aus dem Bürgerkrieg nach 1918 erhalten haben, sind die zahlreichen Aufnahmen aus den Kämpfen, darunter Bilder von Gefallenen, deren noch im Tode verbissene Gesichter Zeugnis von der erbarmungslosen Härte jener Begebnisse ablegen.
Nichts spricht deutlicher für die wechselvollen Völkerschicksale in diesem Raume als die deutschgeschriebenen Urkunden aus der Gründungszeit von Tje- schen. Deutsche haben die gemütlichen Laubengänge am Ring erbaut, die in jeder anderen deutschen Stadt stehen könnten. Aber so wie in Kuttenberg und Prag und Budweis haben die Wellen der Zeit auch hier Symbole und Fahnen verändert, die deutschen Bauten aber sind geblieben und dauern in die kommenden Jahrhunderte hinein als Zeugnisse deutscher Kulturleistungen. So umfängt den Besucher die Geschichte eines Landes, das von allen Seiten den Kultureinflüssen ausgesetzt war und eine wahrhaftige Dreivölkerecke Europas geworden ist. Die letzte große Veränderung hat der Weltkrieg ausgelöst, an den heute noch im Teschener Museum ein Wehrschild erinnert, der mit Opfernägeln beschlagen ist. Auf drei talergroßen Nägeln kann man die Namen des Zaren Ferdinand von Bulgarien, des Kaisers Wilhelm II. und des Kaisers Franz Josef I. lesen, die damals in Schloß Teschen, dem Hauptguartier des österreichischen Heeres weilten und über jene Stufen geschritten sind, vor denen heute die nach Westen drohende Polin aus Bronze steht.
Diese Erinnerungen, die auf der tschechischen ; Seite mit der gleichen Inbrunst gepflegt werden, , bilden gleichsam den bunten Hintergrund zu den : unaufhörlichen Zwischenfällen an der Olsa, die das polnisch-tschechische Verhältnis so : schwer belasten. Die Beschwerden der jenseits der Grenze lebenden Polen über die planmäßige Ver- ‘ tschechung ihres Siedlungsbodens sind nie abgerissen, - und zeitweise hat die Verbitterung Formen ange- i nommen, die sogar zu diplomatischen Verwicklungen ° führte. Gerade 'jetzt hat die Verhaftung zahlreicher Polen durch die tschechische Polizei und das gegen
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Warschau, 28. Juli. (DNB.) Alle der Regierung nahestehenden Blätter gedenken heute des 28. Juli 1920, an dem die Vertreter der Großmächte die Abtrennung der jenseits des Olsa-Flusses gelegenen polnischen Siedlungsgebiete von Polen und ihre Einverleibung in die Tschecho-Slowakei beschlossen. „Gazeta Polska" stellt fest, daß die Vertreter der Großmächte damit eine Gewaltaktion beglaubigt haben, die von tschechischen Truppen gegen dieses Gebiet ergriffen wurde, als sich der polnische Staat in einer beispiellos schweren Lage befand, als er nämlich seine eben gewonnene Freiheit gegen den bolschewistischen Ansturm, der bis vor die Tore Warschaus vor- geörungen war, verteidigte und die Zivilisation Europas rettete.'In dieser Zeit seien die Tschechen den Polen in den Rücken gefallen.
Als am 5. November 1918 zwischen der Vertretung der polnischen Parteien und dem tschechischen Nationalrat in Mährisch-Ostrau ein Vertrag über die tschechisch-polnische Grenze geschlossen worden war, habe Prag von der slawischen Brüderschaft und der tschechischen Solidarität deklamiert. Polen habe diesen Deklamationen Vertrauen geschenkt, und die polnischen Truppen seien aus dem Teschener schlesischen Gebiet zur Verteidigung Lembergs aus- gerückt. Prag habe auf diesen Augenblick nur gewartet. Es gab den tschechischen Regimentern den Befehl, den Ülsa-Fluß zu überschreiten und in dieses polnische Gebiet einzurücken. In dieser Zeit, als das an der Olsa gelegene schlesische Gebiet von den Tschechen okkupiert war, sei man mit Gewaltmaßnahmen zur Terrorisierung dieses Landes und zur Zerschlagung Polens übergegangen, das um feine Unabhängigkeit kämpfte.
Als die Entwicklung Polens infolge des bolsche-
Klang zur M elt mit dem Kind, hulturnens. 12: j if1 ®eiler das politische" Mi'nisterkomitee, noch der sechsgliedrige Parlamentsausschuß haben ihre Ar- 14 in- ’ n bisher beendet, und auch die sachlichen 23er»
rmiifi/ 1 r. ffld Hastdiungen mit den Vertretern der politischen Par- Mdungen Das' roeId)e einzelnen Nationalitäten repräsen- frhe von Breslau.
mnalitätenstatuts und des Sprachengesetzes zu- ntndest durch das politische Minister- Irmite e bereits gebilligt war, und mtzte sodann als die am 15. Juni offiziell ange- .finbigte Verhandlungsgrundlage neben kn Memorandum der Sudetendeutschen Partei Stiertet werden. Die heutige amtliche Mitteilung inte nur den Sinn haben, daß nunmehr die Re- rung die bereits der Sudetendeutschen Partei vergebenen Vorschläge nicht mehr als gültig betrachtet unb neue Vorschläge üyierbreiten will. Hiervon ist der Delegation der Sidetendeutschen Partei aber bis jetzt nichts be» ■ BÄ-nt.
Es bedarf keiner weiteren Ausführung, daß vor be: Öffentlichkeit falsche V o r st e 11 u n g e n fikr ben gegenwärtigen Stand der Gespräche zwischen der Regierung und dem Sudetendeutschtum erveckt werden. Diese falschen Vorstellungen werden Nülh dadurch verstärkt, daß von sachlichen Verhand- lurgen mit den Vertretern der politischen Parteien, Mche die einzelnen Nationalitäten repräsentieren I kit) die „noch nicht abgeschlossen seien", gesprochen hirb. Es ist demgegenüber richtig, daß solche sach- Mchen Verhandlungen überhaupt noch nicht
. HÖte Erklärung des amtlichen tschechischen Nach- lithtenbüros muß nach verschiedenen Seiten hin außerordentliches Erstaunen erregen. Schon kurz dem 21. Mai versuchte die Tschecho-Slowakei bet um einen Ausgleich in der sudetendeutschen 5'age bemühten Westmächten dadurch Sand in me itgen zu ftreuen, daß überaus eilfertig und den ü tsachen vollkommen widersprechend die Erklärung nirbreitet wurde, der Regierungsentwurf eines den Vertretern der fudeten-
wltcher der Delegation der Sudetendeutschen Partei am 30.Juni 1938 offiziell überreicht toirbe. Das gleiche gilt für ben Entwurf eines Teien Sprachengesetzes. Daraus mußte geschlossen Mrben, baß ber Entwurf ber Grundsätze des Na-
__v v w tts übergeben worden. 9r Wirklichkeit war damals das Statut ü b e r = 'hupt noch nicht abgefaßt worden. Die IMifdie Regierung hat vielmehr nichts unver ucht I fassen, die Verhandlungen mit den mchttschechischen liftsgruppen zu verschleppen, offensichtlich in der Öffnung, sich um die Erfüllung der entscheidenden i'ijtcberungen überhaupt Herumdrücken zu Ehnnen.
2tn die Sudetendeutschen in der Weltoffentnch- feit zu diskreditieren, wurde von Prager Regie- Mgsblättern und einer von Prag aus bedienten Mnzösischen Agentur ein Auszug aus der Denk- ^fift ber Subetenbeutschen Partei veröffentlicht, ber so lückenhaft unb verstümmelt war, daß er em
nz falsches Bild von den sudetendeutschen occberungen erwecken mußte. Die Sudetendeutsche hrtei hat damals durch die sofortige ^.^hnt- idimq des vollen Wortlautes ihrer Denkschrift die- V tschechischen Anschlag pariert Darauf brachte M- ber tschechischen Regierung nahestehende „P r a pr Tagblatt" einen langen Auszug aus Dem h gierunase.ntmurf des Nationalitaten- ■ |fo: uts. Drei Tage lang hat die Regierung dazu
: schwiegen, daß auch in tschechischer Sprache ge- h'iebene Regierungsblätter diesen Auszug ver- 81 sfintlichten. Nun plötzlich, als man in Pray er= innen muß, daß der veröffentlichte Entwurf auch N der öffentlichen Meinung Frankreichs und Eng- ? Ihribs als völlig ungenügend empfunden
I >i"b, will man es in Prag nicht wahrhaben, daß ic er Auszug dem tatsächlichen Regierungsentwurs iripricht und dement ie r t das eigene R e - j citrungsorgan.
über mit solchen Mätzchen kann man Nicht verbuchen, daß die Absicht vorlag, durch die Der- Irfsnftichung des Prager Tagblatts im Ausland ein-
Lin neues Täuschungsmanöver der Prager Regierung.
Helisame Stellung des amtlichen Pressebüros zur Veröffentlichung des Nationalitätenstatuts
lkr.l75 Erster vlatt
5rettag,29.Zulil9Z8
188. Jahrgang
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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