fortzusetzen, indem sie mit Deutschland die Verhandlungen wiederaufnimmt.
„Epoque" stellt es so hin, als ob das britische Imperium an drei lebenswichtigen Punkten zu Wasser und in der Luft bedroht sei: Im Fernen Osten, im Mittelmeer und in der Nordsee. Das Blatt kommt dann natürlich zu dem Schluß, daß Frankreich die einzige Macht sei, die an diesen drei Punkten gleichzeitig eine wirksame Hilfe leisten könne. — „Figaro" glaubt Mitteilen zu können, daß seit Kündigung des Locarnovertrages über die Militärattaches der französischen und englischen Botschaften in Paris und London von Zeit zu Zeit Generalstabsbesprechungen stattgefunden hätten. Am Donnerstag sei in London ein ins einzelne gehender Plan in Hinsicht auf eine Zusammenarbeit zwischen den Generalstäblern Englands und Frankreichs untersucht worden.
Englands Ernährung im Kriegsfall.
Ein Regierungsplan
für die Verteilung von Lebensmitteln.
London, 28. April. (Europapreß.) Ein umfassender Plan für die Verteilung von Lebensmitteln an die Bevölkerung im Falle eines Krieges ist soeben vom Wirtsckastsministerium veröffentlicht worden. Die Möglichkeit, diesen Plan in wenigen Stunden in Kraft zu setzen, wurde von dem Wirt- schaftsministerium als Grundbedingung hingestellt. Die Verteilung der Lebensmittel soll möglichst von den bisherigen Händlern durchgeführt werden, jedoch sollen sie unter Staatsaufsicht stehen. Durch den Plan soll garantiert werden, daß im Falle eines Krieges in allen Teilen Englands die notwendigen Nahrungsmittel zur Verfügung stehen und in jedem Ort jeder Einwohner genügens Nahrungsmittel erhält. Sollte eine Rationierung der Lebensmittelvorräte notwendig werden, so wurdeü Lebens- m i t t e l k a r t en ausgegeben. Nach den Erfahrun- gen des Weltkrieges könnte sowohl das Angebot als auch die Nachfrage geregelt werden, wenn die Preise fe st gelegt und beobachtet würden. In dem Plan wird vorgesehen, daß jeder Staatsange- hörige einem bestimmten Lebensmittelverteiler zugewiesen wird.
Die Stapelung von Lebensmittelvorräten bei solchen Verteilern könnte leicht geregelt werden. Die
NSG. Auf einer festlichen Sitzung der Arbeitskammer Hessen-Nassau verlieh Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger 51 Betrieben des Gaues Hessen-Nassau, die am Leistungskampf der deutschen Betriebe teilgenommen hatten, das Gaudiplom für hervorragende Lei st ungen. Nach der Eröffnung durch Dr. Brunne, dem Beauftragten für den Leistungswettkampf im Gau Hessen-Nassau, sprach Gauobmann Becker über die Auszeichnung „Nationalsozialistische Musterbetriebe", die am 29. August 1936 vom Führer verfügt worden sei. Grundlage für die Auszeichnung sei die Erfüllung nationalsozialistischer Betriebsgestaltung, in deren Mittelpunkt der deutsche Mensch stehe. Aus der nationalsozialistischen Haltung erwachse die vorbildliche Betriebsgestaltung. Vorbildliche Sorge für Betrieb und Volksgenossen, höasite Verantwortung für den deutschen Menschen seien die Wesensmerkmale dieses Kampfes, durch den die Lebens- und Schaffensfreude des schaffenden Deutschen erhalten werden solle. Diese Freude finde ihren Niederschlag in der höchsten Hingabe an die Arbeit.
Gauleiter Sprenger
führte dann folgendes aus: „Es ist ein stolzer Augenblick, schon nach fünf Jahren zu sehen, wie tief sich die nationalsozialistische Wirtschaftsgestaltung verwirklicht hat. Wie lange ist es her, daß der Liberalismus predigte, die Wirtschaft müsse die Politik führen. Im Gegensatz hierzu hat der Na- tionalsozialismus von vornherein die Anschauung vertreten, daß die Politik die Wirtschaft führe und die Wirtschaft im Dienst der Politik, im Dienst des Volkes stehen müsse. Der nationalsozialistische Staat hat bewiesen, daß die wirt- schaftliche Blüte aufs engste mit der politischen Freiheit verbunden ist. Vom Anfang des nationalsozialistischen Kampfes an standen wir im Kampf um die nunmehr Wirklichkeit werdende wunderbare Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Ohne den Nationalsozialismus wären wir heute nicht frei und hätten wir auch keine politische Führung in Deutschland. Die politische Führung aber lag immer, liegt und wird immer in den Händen der Nationalsozialistischen Deutschen A'-beiterparte iliegen
Durch die nationalsozialistische Wirtschaftsführung haben wir aus allen Gebieten einen großen Fortschritt erreicht. In der kurzen Zeitspanne konnte jedoch noch keine totale Umstellung erreicht werden. Wir stehen mitten im Beginn der natio- nalsozialistischen Wirtschaftsgestaltung! Diese ist nicht mit der Entjudung erfüllt, sondern die Entjudung ist nur eine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine Voraussetzung für d.enBeginn der nationalsozialistischen Wirtschaftsgestaltung, die zunächst und immer eine Frage der Führung ist. Unter begeisterter Zustimmung führte der Gauleiter dazu aus:
Ich protestiere dagegen, daß einer Führer e^nes Unternehmens wird, nur weil er dazu bestimml wird. Er muß von TI a tut aus dazu bestimmt sein, und das erweist sich durch seine eigene Leistung und Fähigkeit. Die Gesetze und Anordnungen müssen im nationatsoztalistischen Gel st erfüllt und durchgeführt werden. ftur bewährte Nationalsozialisten können nationalsozialistisch gestalten. Der gute Dille allein genügt nicht! Dafür aber, was naflonal- sozialistische Wirtschaftsgestaltung ist. hot nur ein Gremium zu befinden: die Partei, die vom Führer und feinem Stellvertreter und den . von ihm dazu bestimmten Männern geführt wird.
Sonst hat niemand zu urteilen, was nationalsozialistisch ist!
Die breite Masse hat schon erfaßt, um was es geht. Wenn Gefolgschaftsmitglieder und Bettnebs- führer auf diese nationalsozialistische Basis treten, werden wir Erfolge erreichen, für die wir heute
Lebensmittelgroßhändler sollen fortlaufend Nahrungsmittel im Auslande aufkaufen, die Lebensmittel-Importeure werden mit der Verteilung der eingesiihrten Waren betraut werden. Die Einfuhr von Lebensmitteln auf private Rechnung wird verboten. Mühlen und Zuckerraffinerien sollen ihre Betriebe im Auftrage der Regierung weiterführen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Frage der Ge
fährdung der Nahrungsmittelversorgung durch Luftangriffe gewidmet. Um die Durchführung des Planes zu gewährleisten, ist England in fünfzehn Verpflegungsgebiete aufgeteilt worden, wobei Groß-London nicht mitgerechnet worden ist. Für jedes Gebiet sind Ueberwachungsbeamte vorgesehen, die im Ernstfälle sofort ihre Tätigkeit aufnehmen können.
opferbereite Los all die Sonne zu leiten, die roh? dorthin lenken können. Dort, wo die härteste Arbeit ist, muß am meisten Sonne hingeleitet werden.
Der Schönheitsbegriff des Deutschlands Adolf Hitlers hat sich heute bereits überall durch- gesetzt, ob wir nun die Architektur, die Malerei, die Musik ober überhaupt ein Kunstgebiet betrachten. Es sind bereits genügend Vorbilder da, die nach unseren Begriffen das Häßliche abgrenzen. Ich sehe, wie unser Wollen sich nun als allein richtig erweist. Die Arbeiter sind heute die besten Vorkämpfer dafür. Die Unternehmer sind es aber ebenso. Das ist das Große gewesen: Daß wir das alles nicht haben selber machen wollen, sondern nur als Berater auftraten, daß wir die schöpferische Kraft in den Menschen geweckt haben. Die Unternehmer, und das sind heute Tausende, haben allein beim Leistungswettkampf 7 0 0 Millionen Mark mobil gemacht, in einem Jahr. Was das bedeutet, ist ungeheuerlich! Dabei ist das Ganze erst ein Anfang. Aber ich habe Betriebe gesehen, in denen man bereits Pläne - für zehn Jahre gefaßt bat. Das ist der einzige Weg. Es gibt keinen anderen.
Alles, was wir tun, ist aus dem Wollen und Willen des Führers gewachsen. Schönheit, Wahrhaftigkeit, Zweckmäßigkeit, Raffe und Blut, Raum und Boden, Ehre, Leistung und Gehorsam, gehören dazu. Es ist für uns das Schönste, Menschen zu führen. Der Führer hat mir einmal gesagt: Der Politiker ist der höchste Künstler, denn er formt und bildet die Menschen. Deutschland muß schöner werden von Tag zu Tag, und das wird nie ein Ende haben. All die Führer und die Leiter der Betriebe haben mir erklärt, das alles ist kein Luxus und kein Geschenk, sondern setzt sich in eine Steigerung der Produktion, in Mehrwerte um. So wird denn auch Deutschland wirtschaftlich blühen, technisch wird es Fortschritte machen, immer mehr werden die Menschen erfinden und wir werden diese Erfindungen des menschlichen Geistes mit der Schönheit verbinden. So werden wir eine vernünftige Betriebsgemeinschaft bauen, in der jeder richtig eingesetzt wird und an seinem Platze steht und wo er auch sein Recht hat, so daß wir ihm damit auch die notwendige Würde geben.
Dieses 3af>r 102 NS.-Musterbetriebe.
Berlin, 28. April. (DNB.) Auf der feierlichen Tagung der Reichsarbeitskammer in der Berliner Staatsoper am 30. April um 10.30 Uhr wird der Stellvertreter des Führers zu den Bettiebsführern und den Obmännern jener Betriebe sprechen, die vom Führer zu „National- s o z i a l i st i s'ch e n 9Jtu ft erbetrieben" für das Arbeitsjahr 1938'39 erklärt worden sind. Reichs- organifator Dr. Ley hat dem Führer 102 B e - triebe zur Auszeichnung vorgeschlagen. In diesem Jahre bildet die Auszeichnung der NS-Muster« betriebe ermalig den Abschluß des Leistungskampfes der deutschen Betriebe, der in jedem Jahre vom 1. August bis 1. Mai ausgetragen wird. An der ersten Durchführung dieses Leistungskampfes b e - teiligten sich 84 000 Betriebe. Aus dieser gewaltigen Zahl wurden nach eingehender Prüfung und Sichtung von Dr. Ley die 102 zur Auszeichnung vorgeschlagen. Unter diesen 102 Betrieben befinden sich auch die 30 Betriebe, dis bereits im Vorjahr die goldene Fahne erhielten. Sie haben im Leistungskampf noch weiterhin ihre Leistungen verbessert und die Gemeinschaft vertieft.
Ka;>itän Lübbes letzte Fahrt.
Eine riesige Trauergemeinde geleitete in Hamburg den so plötzlich aus dem Leben geschiedenen Kapltän des,KdF.-Flaggschiffes „Wilhelm Gustloff" Karl Lübbe auf dem Ohlsdorfer Friedhof wr letzten Ruhe. Nach einer weihevollen Feier in der großen Kapelle wurde der Sarg zur Familiengruft gebracht. An der Spitze des endlosen Trauerzuges schritten Werkscharen und Politische Leiter. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley widmete dem Dahingeschiedenen einen herzlichen Nachruf und legte einen prachtvollen Lilienkranz des Führers nieder. Der Gauinspektor Seeschiffahrt SA.-Brigade- führex Schormann legte Kränze des Stellvertreters des Führers und des Leiters der Auslandsorganisation Gauleiter Staatssekretär Bohle, nieder. Nach Abschiedswarten des stellvertretenden Gauleiters Staatsrat Henningsen zog die riesige Schar der vielen teilnehmenden Volksgenossen zum letzten Gruß an der Ruhestätte des toten Kämpfers und Seemannes vorüber.
Heue Spannung in Palästina.
Die englische Palästina-Kommission
in Jerusalem eingetroffen.
Jerusalem, 28. April. (Europapreß.) Der Technische Ausschuß zur Untersuchung des Aufteil u n g s p l a n s für Palästina ist in Jerusalem eingetroffen, nachdem er den Weg von Port Said nach Lydda in einem Sonderzug zurückgelegt hatte und von dort unter polizeilicher und militärischer Bedeckung nach Jerusalem geleitet worden war. Die Lage in Palästina hat sich in den letzten Tagen nicht gebessert, nachdem wieder vier Araber erschossen und mehrere verwundet worden sind. Auch haben sich in den letzten Tagen wieder ernstere Unruhen in dem Gebiet zwischen Jerusalem und Hebron ereignet, wo die Polizei wiederholt eingreifen mußte. Der Palästina- Ausschuß, der unter der Leitung des Kolonialsach- Derftänbigen Woodhead steht, hat im Regie- rungsgebäube als Gast bes Ober-Kommissars Wohnung genommen.
Die Araber haben zu einem Generalstreik für ganz Palästina aufgeforbert. Ein Manifest bes Arabischen Großrates würbe im ganzen Lanbe verteilt. Die arabischen Nationalisten fordern den Boykott des englischen Ausschusses, wodurch dessen Arbeiten sehr erschwert werden Dürften. Mit Rücksicht auf die Zuspitzung der Lage in Palästina ist für das gesamte Gebiet der Irak- Oe l-L ei tun g der Ausnahmezustand verhängt worden. Offensichtlich befürchtet man neue Attentate. Die Engländer haben über die arabische Stadt I e • nin, die in der letzten Zeit immer wieder im Mittelpunkt der Kämpfe zwischen den Freischärlern und dem Militär stand, ein Ausgehverbot verhängt. Die Bevölkerung darf nur zwischen 8 und 10 Uhr morgens das Haus verlassen und die dringendsten Besorgungen erledigen. In der Nähe von Jenin durchsuchte ein englisches Bataillon ein Dorf und dessen Umgebung. Da mehrere Gewehre und Munition sowie auch einige Granaten gesunden wurden, haben die Engländer 31 Araber verhaftet.
Die Wahrheit Über die Tschechoslowakei
Lord Isothermere für schnelle Lösung der tschechoslowakischen Frage.
London, 29. April. (DNB. Funkspruch.) Lord Rothermere setzt sich in seinem Blatt „Daily Mail" aufs neue für eine Verständigung zwischen England und Deutschland ein. Chamberlain sei ein Realist mit dem unfehlbaren Instinkt für die richtige Tat im rechten Augenblick. Man könne nur hoffen, daß er seine Bemühungen um eine Annäherung an Deutschland fortsetzen werde, und daß er es nicht gestatten werde, daß Fragen, wie die der deutschen Kolonien, die auf alle Fälle nickt englisch seien, im Wege ständen. Er, Rotyermere, zweifle kaum daran, daß ein 2 0- jähriger Friedenspakt zwischen den beiden Ländern zustande kommen könne.
Unter der Ueberschrist „Die Wahrheit über d i e Tschechoslowakei" schreibt Lord Rothermere dann weiter, zahlreiche streitsüchtige englische Pazisisten sagten heute, England solle sich für die Tschechoslowakei einsetzen. Wüßten diese denn, daß fast die halbe Bevölkerung der Tschechoslowakei die Prager Regierung als eine Tyrannei ansehe? Wüßten sie überhaupt, daß das Land 3,5 Millionen Deutsche, das heißt 24 o. H. der gesamten Bevölkerung enthalte, die der Regierung todfeindlich gegenüber ständen. Außer dieser deutschen Minderheit gebe es große Minderheiten von Ungarn, Polen, Slowaken und Ruthenen, die ebenfalls oie Tyrannei von Prag haßten. Augenblicklich sähen 1300 Bürger in der Tschechoslowakei ihrer Aburteilung unter der Anklage des Verrates militärischer Geheimnisse entgegen. Das sei ein bezeichnendes Symbol für den Terror und die Unruhen in diesem Lande, das unter seinen tschechischen Führern fast nichts als Dummheiten begangen habe. Entgegen dem Geiste jenes Vertrages, auf dem die Verfassung dieses Landes beruhe, habe die Tschechoslowakei
jene Minderheiten terrorisiert, die der Gnade der Tschechen ausgeliefert worden seien, ohne daß man f i e überhaupt gefragt habe. Die 3,5 Millionen Deutsche in der Tschechoslowakei bildeten eine größere Gemeinschaft als die Bevölkerung Südirlands, der die britische Regierung Unabhängigkeit zugestanden habe.
3n der Londoner City Erklärten Leute, die für die Wohlfahrt des englischen Volkes verantwortlich seien, daß bas tschechoslowakische Problem w i e eine Wolke über ihren Zukunftsplanen plahe. Sie wurden es a l s eine Erleichterung begrüßen, wenn eine blutlose Einverleibung, ähnlich wie diejenige Oesterreichs in das Reich, die unterdrückte deutsche Minderheit in der Tschechoslowakei in das Vaterland zurück- führen könnte, zu dem diese Minderheit gehören wolle. Die britische Regierung sollte Frankreich warnen, daß der französische Vertrag mit der Tschechoslowakei, die so weit von der französischen Grenze entfernt sei, praktisch eine Herausforderung gegenüber Deutschland darslelle. Für das Problem der Tschechoslowakei sei Frankreich nicht zuständig.
Auch „Daily Expreß" schlägt heute im Leitarttkel in die gleiche Kerbe und rät England an, die Finger von der Tschechoslowakei zu lassen. Es sei unmöglich, daß die britische Regierung die Engländer verpflichte, in den Krieg zu ziehen, um den zusammengewürfelten Staat der Tschechoslowakei zusammenzuhalten. Nicht einmal die Tschechoslowakei selbst werde dafür kämpfen.
54 Betriebe Hessen-Nassaus erhalten Gaudiplome für hervorragende Leistungen.
noch keine Vorstellung haben. Nationalsozialistische Wirtschaftsgestaltung heißt: Sorge für das Woyl des Betriebes und seine Angehörigen. Dazu gehört in erster Linie die Sicherung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze, ebenso wichtig ist aber die Erhaltung des Betriebes und die Verwertung neuer Erfindungen. Jeder Betrieb aber, der nicht so fest ist, daß er eine einmal mögliche Krise nicht übersteht, bedeutet für uns nichts, er ist nur eine Seifenblase. Die Kameradschaft im Betrieb, in der jeder für den anderen ein- trttt, ist der wahre Sozialismus. In ihm haben alle gemeinsam am Erfolg teil, und alle stehen auch in schweren Stunden zusammen."
Der Gauleiter fuhr fort: „Ich will diesen Anlaß benutzen, um Ihnen zu sagen, daß ich seit Januar in der Gauleitung eine Stelle für nationalsozialistische Wirtschaftsge- staltung geschaffen habe. Sie soll im national- sozialistischen Sinne gestalten Helsen. Die Betriebe hatten fünf Jahre Zeit, sich in unserem Sinne zu gestalten. Wer es bis jetzt nicht getan hat, der muß nun die Initiative der NSDAP, hin- nehmen und folgen. Wir werden Mittel und Wege finden, jeden Betrieb so weit zu bringen, wie wir ihn haben wollen!
Wir im Gau Hessen-Nassau können stvlz sein! Im vorigen Jahr wurden zwei Betriebe vom Füh
rer als Nationalsozialistische Musterbetriebe ausgezeichnet. In diesem Jahre erhalten wir zwei weitere Nattonalsozialisttsche Musterbetriebe dazu. Diese Auszeichnungen haben der gesamten Wirtschaft viel zu sagen. Höchstes Ziel jedes Betriebes muß es sein, vom Führer die goldene DAF.-Fahne zu erhalten. Nicht jeder kann eine beste Leistung vollbringen. Aus diesem Grunde sind die Auszeichnungen abgestuft. Die Auszeichnungen sind die Höhepunkte, mehr und wichtiger ist, die Gesamtleistung der Wirtschaft zu heben! Als Erfolg der Arbeit im Gau Hessen-Nassau kann ich heute 51 Betrieben die Gaudiplome überreichen. In diesem schönen Augenblick aber wollen wir zurückblicken, um dankbar zu erkennen, daß wir alles, was bisher in Deutschland geschehen ist, dem Führer zu verdanken haben."
Nach dieser wiederholt von starkem Beifall unterbrochenen Rede überreichte der Gauleiter den Be- triebssührern und Betriebszellenobmännern der 51 ausgezeichneten Betriebe die Diplome, die für die gesamte Wirtschaft im Gau Hessen-Nassau ein Ansporn sind. Bevor Gauobmann Becker die Tagung der Arbeitskammer schloß, gab er bekannt, daß den Hedderyheimer Kuvferwerken und dem I. G. Hochhaus das Leistungszeichen für vorbildliche Förderung von „K r a f t d u r ch Freude" verliehen worden sei.
Die ausgezeichneten Vetriehe.
Folgende Betriebe des Gaues Hessen-Nassau, die am Leistungskampf der deutschen Betriebe teilnah- men, wurden mit dem Gaudiplom durch den Gauleiter ausgezeichnet:
Nahrung und Genuß: Hofbrauhaus Hanau vorm. G. Ph. Nicolay AG., Hanau (Main); Molkereigenossenschaft e. G. m. b. H., Schaafheim (Kreis Dieburg); Brauerei Jhring-Melchior KG., Lich (Oberhessen), Kreis Wetterau.
Textil, Bekleidung, Leder: Konrad Fuhr G. m. b. H., Mechanische Juteweberei und Säckefabrik, Altenburg bei Alsfeld; Rockel & Co., Haar- und Velourhutfabrik, Alsfeld (Hess.); Heinrich Buckow, Fabrik für Sport- und Berufskleidung Frankfurt (Main); R. Ihm AG., Fabrik gefärbter Leder, Raunheim (Main), Groß-Gerau.
Bau: Philipp Holzmann AG., Frankfurt (Main); Christ. Bödicker, Frankfurt (Main); Franz Marburger, Frankfurt (Main); Karl Bossert, Frankfurt (Main); Wayß & Freytag AG., Frankfurt (Main); Heinrich Feiger jun., Roßdorf bei Darmstadt; Carl Freitag, Gießen; Karl Hofmann II., Ortenberg (Kreis Büdingen).
Holz: Ernst Lust, Möbelfabrik, Lampertheim (Kreis Bensheim), Karl Schroebel, Küchenmöbelfabrik, Oberramstadt (Kreis Darmstadt); Wilhelm Wesner, Möbelfabrik Ffm.-Höchst, Holzwerke Karl Nickel, Holzwollefabrik, Dorlar (Kreis Wetzlar), Inhaber: Dr. Wilhelm!, Gießen.
Eisen und Metall: Dr.-Jng. Hans Hey- mann, Darmstadt; Humboldt Deutz-Motoren AG., Werk Oberursel; Wipla Laboratorium, Dr. August
Schönheit
Berlin, 28. April. (DNB.) Auf der Tagung des Amtes Schönheit der Arbeit im nationalsozialistischen Gemeinschaftshaus Kraft durch Freude erklärte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley: Die Menschen müssen an Schönheit gewöhnt werden, wieder Würde in ihr Leben bekommen und damit begreifen, daß das Höchste die Ehre ist und das sich die Ehre eben aus der Würde des Menschen, aus dem Recht, aus der Schönheit und der Leistung zusammensetzt. Der Marxismus hatte nicht an Boden gewonnen, weil Deutschland am Hunger-
Elbreckt, Neu-Isenburg; Collet & Engelhard, Offenbach; Rowley & Kiefer, G. m. b. H., Spezialmaschinen, Ffm.-Rödelheim; Heddernheimer Kupferwerke, Ffm.-Heddernheim; Bleiwerk Höchst G. m. b. H., Ffm.-Höchst; Herborner Pumpenfabrik, J.K. Hofmann, Herborn; Karl Schmidt, Schmitten (Taunus); Lochanstalt Butzbach, Burkard, Mayer & Co., Butzbach.
Chemie: Deutsche Gold- und Silberscheideanstalt, vorm. Roeßler, Frankfurt (Main); Ehern.- Pharmazeutische AG., Bad Homburg, Werk Frank- furt (M ); Druckfarbenfabrik A. Haller G. m. b. H., Ffm.-Rödelheim; Chemische Fabrik Budenheim AG., Mainz-Budenheim; I. G. Mouson G. m. b. H., Frankfurt (Main).
Druck und Papier: Staffelwerke, Ober- schmitten; Winklers Verlag, Gebr. Grimm, Darmstadt; Fritz Hausmann, Darmstadt; Karl Ritter, Wiesbaden; Frankfurter Dolksblatt, Frankfurt (Main).
Energie, Verkehr, Verwaltung: Postamt Groß-Gerau; Postamt Niederlahnstein; Postamt Lauterbach; Postamt Alsfeld; Hess. Eisenbahn AG., Darmstadt; Hess. Ueberlandzentrale G. m. b. H., Oberscheld (Kreis Dillenburg).
Bergbau, Stein und Erde: Dyckerhofs Portland Zementwerke AG., Mainz-Amöneburg; H. Lürges, Stockum (Oberwesterwald); Steinwerke Meys & Co., Luckenbach (Luckenbacher Lay); Dümmler 8c ©reiben, Höhr-Grenzhausen, Braunkohlengrube Alexandria, Höhn.
Handel: E. Hees, Feinkost, Wiesbaden.
der Arbeit.
tuch nagte, sondern weil seine Agitatoren — und das waren die Juden — den Menschen systematisch die Schönheit aus ihrem Leben und damit die Würde wegnahmen. Wir waren durch Generationen dazu erzogen worden, daß das „Bequeme" schön, daß das „Faule" lebenswert und daß das Satte das „Ziel" sei. Man kann der Arbeit nicht das Harte nehmen, nicht den Kampf. Das muß man den Menschen klar machen. Ebenso muß man ihnen aber auch sagen, daß wir versuchen wollen, in dieses an sich harte und einsatzbereite, aber auck


