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denburg übertragt. Dieses gewinnt insgesamt 423 000 Einwohner und überschreitet (ohne Berlin) die Dreimillionengrenze. Die Neuordnung für die Provinzen Pommern und Brandenburg tritt am 1. Oktober d. I. in Kraft, da naturgemäß die lieber- leitung manche Umstellungen nötig macht.

Oer Vormarsch an der Aragon-Front. Unbeschreibliche Greueltaten der Bolschewisten in Barbastra.

San S e b a st i a n , 29. März. (DNB. Funk- spruch.) Die spanischen Nationaltruppen setzten am Montag ihren Siegeszug an der Aragon-Front fort. Nach den letzten Gebietgewinnen verläuft die Front von Teruel bis westlich Lerida auf einer Länge von etwa 200 Kilometer ungefähr 60 bis 70 Kilometer parallel zum Mittelmeer. Der

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Heeresbericht meldet, daß die Truppen auf dem rech­ten Flügel den Ort Z o r i t a und nach Ueberwin- dung von drei strategisch wichtigen Höhen die Orte Baldesa, Crucjta und Managren besetzten. Die Le­gionär-Formationen besetzten das Miralbueno- Gebirge in seiner ganzen Ausdehnung. Aus dem mittleren Abschnitt nahmen die Truppen Bar- bastra. Hier wütete der Bolschewismus schreck­licher als in den bisher befreiten Ortschaften der Aragon-Front. Heber 500 Personen wurden von den Bolschewisten ermordet. Unter ihnen der Bi­schof und 47 Pfarrer, der Bürgermeister so­wie die Angehörigen zahlreicher nationaler Män­ner, die selbst von den Bolschewisten als Kanonen­futter zwangsweise an die Front geschickt wurden. Zahlreiche Gebäude, darunter auch die Kathe­drale, waren angezündet oder in die Luft ge­sprengt worden. Unter ihren Trümmern fand man zahllose verkohlte Leichen. Aus dem Bi­schosspalast waren wie üblich die wertvollen Stücke sämtlich gestohlen worden.

Neue Massenhinrichtungen in Gowjetruß and.

Moskau, 28. März. (DNB.) Das amtliche br= gan der mittelasiatischen Sowjetrepublik Kasakftan Kasakskja Prawda" vom 22. März berichtet, daß dort vor dem Obersten Militärgericht der Sowjet­union unter Ausschluß der Oeffentlichkeit e i n neuer Massenprozeß stattgefunden hat, bei dem 19 frühere S p i tz e n f u n k ti o n ä r e'der Republik, darunter der ehemalige Staatspräsident Kasakstans, Kulumbetow, ferner maßgebliche frü­here Volkskommissare und Parteigewaltige wegen nationalistischer Bestrebungen, die aus die Los- reißung Kasakstans von der Sowjetunion abgezielt hätten, zum Tode verurteilt wurden. Das Urteil ist bereits vollstreckt.

In Prokopjewsk (im Gebiet von Nowo­sibirsk) standen sieben Ingenieure und Bergleute vor Gericht, die beschuldigt wurden, in den Berg­werken des Kusnetzker Kohlengebietes auf direkten Befehl Trotzkis (!) sowie des erschossenen Bucha­rins Sabotageakte ausgeführt zu haben. Den Angeklagten wurde u. a. böswillige Zerstörung der Förderungsanlagen, nicht weniger als 345 Gruben­unglücke, Ermordung von Stachanow-Antreibern, sowie die absichtliche Inbrandsetzung der Kohlen­flöze zur Last gelegt. Die Angeklagten hätten außer­demgestanden", ihre Verbrechen auf Anstiftung ausländischer Spionagedienste begangen zu haben, so daß auch dieser Prozeß in jeder Hinsicht als eine genaue Kopie der großen Moskauer Vorbilder in lokalem Maßstabe erscheint. Fünf der Angeklag­ten sind zum Tode verurteilt worden, zwei zu je 20 Jahren Zwangsarbeit.

Kunst und Wissenschaft.

OeutscheSesellschast fürinnere Medizin

Die Bedeutung der in Wiesbaden eröffneten 5 0. Jubiläumstagung der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin zeigte sich schon äußerlich in dem starken Besuch in- und ausländischer Aerzte. Der Vorsitzende, Professor Dr. A ßm a n n (Königsberg) befaßte sich mit den Auf­gaben der ältlichen Forschung, deren Ziel es sei, der Erhaltung der gesamten Volkskraft zu dienen. Der Stellvertreter des Reichsärzteführers, Dr. Blome, wies auf die große Wandlung hin, der sich die deutsche Heilkunde in den letzten Jahren unterzogen habe. Mit Entschiedenheit wandte er sich gegen die jüdische Arroganz, die behaupte, die deut­sche Heilkunde sei seit dem Abgang jüdischer Profes­soren und Aerzte unter das Niveau der durMchnitt- listen Leistung in der Welt herabgesunken. Auf den verschiedenen Gebieten der Heilkunde seien in den letzten Jahren wertvolle wissenschaftliche Arbeiten vollendet worden. Zum Schluß teilte der Redner die Maßnahmen mit, die von Partei und Staat zur Förderung des Nachwuchses durchgeführt wür­den. Im Vordergrund dieser Bestrebungen stehe, eine Studien- und Ausbildungsreform.

Dann befaßte sich die Versammlung mit der Frage der Herzfunktionsprüsung. Pro­fessor Straub (Göttingen) gab eine Darstellung der Methoden zur Feststellung einer Herzschwäche. Als aufschlußreichste Funktionsprüfung bezeichnete er die Anforderungen des täglichen Lebens. Pro­fessor Hochrein (Leipzig) behandelte die Herz- funktionsprüfung in der Praxis. Er kam zu der Erkenntnis, daß eine genaue Bewertung der Herz­leistung der Klinik vorbehalten bleiben müsse. Dr. R e i n d e l l (Freiburg) zeigte, daß bei erstklassigen Wettkampfsportlern, die über zwei Jahre fortlaufend kontrolliert wurden, wechselnde Leistungssteigerung und verminderte Leistungsfähigkeit beobachtet ^wur­den. Bei höchster körperlicher Leistung fei auch beste sportärztliche Beratung erforderlich.

Kampf der Rachitis!

In Wiesbaden wurde die 46. ordentliche Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder­heilkunde in Anwesenheit von Kinderärzten aus allen Teilen des Reichs und aus der Ostmark eröff­net. Der Vorsitzende, Professor Dr. Hamburger

(Wien) unterstrich die Aenderungen, die seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus auch auf dem Gebiete der Heilkunde in Erscheinung treten. Auch die deutsche Kinderheilkunde werde ihre Arbeiten nicht nur um ihrer selbst willen durchfüh­ren, sondern sie auf das große Ziel abstellen, dem ganzen Volk zu dienen. Mit der Tagung ist eine reich beschickte pharmazeutische Ausstellung ver­bunden. /

Die Tagung befaßte sich besonders mit einer der schwersten Volkskrankheiten, der Rachitis. Abge­sehen von sonstigen Ursachen kann die Entstehung der Rachitis in unseren Breiten durch die winter­liche Sonnenarmut und die Armut an Vitaminen in der kalten Jahreszeit bedingt sein. Der bekannte Kinderarzt Professor Dr. B e s s a u, Berlin, stellte die Forderung, daß jedes deutsche Kind vorbeugend gegen die Rachitis geschützt werden muß. Wirksame Hilfe biete das Vitamin D 2, das heute in hervor­ragender chemischer Reinheit hergestellt werde. Wei­ter forderte Bessau bi? Schaffung einer Zentrale für Rachitisbekämpfung. Staatsrat Dr. Conte, Berlin, betonte, daß durch Aufklärung aller deut­schen Mütter die natürlichen Hilfsmittel so gut wie möglich nutzbar gemacht werden müßten. Ebenso trat her Vertreter des Reichsgesundheitsamts, Prof. Dr. Rott, für den allgemeinen Rachitisschutz ein. Nach Ansicht des Redners muß es erreicht werden, daß wenigstens allen Kindern, die nicht durch gün­stige Lebensbedingungen vor der Rachitis ^bewahrt blieben, ständige ärztliche Aufsicht und die schützende Vitamingabe zur Verfügung steht. Dann müsse es möglich sein, die gefährliche Krankheit ganz zum Schwinden zu bringen.

Reichsarbeilslagung der deutschen Chemiker.

Das diesjährige Reichstreffen der deut­schen Chemiker findet in Gestalt einer Arbeits­tagung in der Nachpfing st woche in Bay­reuth statt. Den Kern der Tagung bildet wieder die Hauptversammlung des Vereins Deutscher Che­miker, in diesem Jahre die 51., die sich in eine all­gemeine Sitzung und eine Anzahl von Fachsitzungen gliedern wird. Die fachlichen Beratungen werden von geselligen Veranstaltungen umrahmt, in denen den Teilnehmern Gelegenheit gegeben wird, die Um­gebung des Tagungsortes und die Bayrische Ost­mark näher kennenzulernen.

Oie Dolksabstimmungs-Marke.

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Die Deutsche Reichspost gibt am 10. April ein Son- derpostwertzeichen zu 6 Rpf. (dunkelgrün) heraus. Das Markenbild versinnbildlicht die Vereinigung des deutschen Volkes. Es wurde von Professor Pu­ch tnger in Wien entworfen. (Scherl-M.)

Wetterbericht

Die Westwindwetterlage ist in vollem' Gange. Infolge der Zufuhr milderer Luftmassen von Westen kommt es bei weiter starker Bewölkung immer wieder zu Regenfällen, und auch im Mittelgebirge liegen die Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Eine Aenderung des regnerischen Wetters mit den für die Jahreszeit normalen Temperaturen ist zu­meist nicht wahrscheinlich.

Aussichten für Mittwoch: Bei starker Bewölkung zeitweise Regen, Tagestemperatur um 10 Grad, westliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Bei an­haltender kräftiger Luftzufuhr weiterhin unbe­ständig.

Lufttemperaturen am 28. März: mittags 10,9 Grad Celsius, abends 8,8 Grad; am 29. März: morgens 5,7 Grad. Maximum 11,2 Grad, Minimum heute nacht 5,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. März: abends 8 Grad; am 29. März: mor­gens 6,7 Grad. Niederschläge 2,8 mm. Sgn- nenscheindauer 5,3 Stunden. *

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Sange, Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriöt; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Todes-Anzeige.

im Alter von 82 Jahren.

Gießen, den 28. März 1938.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

2050D

Gießen (Krofdorfer Straße 5), den 29. März 1938.

01494

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die trost­reichen Worte des Herrn Pfarrers und die vielen Kranz­spenden bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 31. März, nachmittags 3% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Frau Elisabethe Dierlamm, geb. Rein sagen wir unseren innigsten Dank.

Bäcker­gehilfe |

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An den Folgen eines erlittenen Unfalls starb am 28. März 1938 in der Chirurgischen Universitätsklinik zu Gießen unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Ururgroßvater und Onkel

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