Ausgabe 
29.3.1938
 
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Wir alle gehören dem Führer

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nur 3,- RM ie Klaffe in der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie spielte, hat den Haupttreffer gemacht. Wer wünschte sich nicht das gleiche Glück - em Glück, das jedem offenfteht. Die neue Lotterie beginnt am 22.April 1938 mit der Ziehung zur !.Klaffe Wieder werden in 5 Klaffen 343 000 Gewinne im Gesamtbetrags von 67.660.180,- RM auf800000 Lose auögespielt. Sichern Sie sich rechtzeitig ein Los!

Als armes Mädchen ist sie heute feine Frau gewor- den. Der schönste Tag ihres Lebens ist es-und doch weiß sie es noch nicht, daß das Glück noch eine ganz besondere Gabe für sie bereit halt. In wenigen Stun­den wird sie es erfahren. Das AchtelloS, das sie für

ist ja Frontsoldat: er war ja Meldegänger, und das war ich auch, und da weiß ich, was

13. März 1936

11. September 1936

15. März 1937 .

10. September 1937

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Ser Oesterreich-Tag aus der 1000-Mier-Sohle Oberschlesische Kumpels erleben den Anschluß. Vom Haldenfriedhof zum blühenden Bergbaugebiet.

Von unserem auf eine Oeutschlandreise entsandten Sonderberichterstatter Heinz Otto.

reit sind, um bei Gefahren und Katastrophen die Grube einzufahren und ihre Kameraden , retten. Seit 1913 ist der Bergmann Wientzek schon im Werk. Fast 25 harte Berufsjahre, die nur durch vier Frontjahre während des Krieges unterbrochen wurden, hat dieser Mann schon hinter sich. Die Un­terhaltung ist nicht einfach; denn diese Männer sind gewohnt, zu arbeiten, aber nicht gewohnt, zu reden. Aber dann löst sich plötzlich die Zunge, als er von dem größten Erlebnis seines Lebens pricht, das er erst jüngst gehabt hat. In jener Nacht, als der deutsche Rundfunk verkündete, daß Oesterreich zum Deutschen Reich zu­rückgekommen sei, war er unter Tag. In jener Nacht war er stolz und glücklich, einer der

Wir haben viel Geld in unseren Betrieb hinein­gesteckt. Drei Jahre hindurch haben wir an dem Ausbau unter Tage gearbeitet und weitere drei Jahre werden wir noch brauchen, um das Werk über Tag zu modernisieren und auszubauen. Jede Mark, die wir verdienen, wird wieder in den Betrieb hineingesteckt. Insgesamt haben wir ein Bauprogramm von 15 Millionen Reichs­mark durchzuführen. Dort unten sehen Sie die fünf Neubauten, das sind Arbeiterwohnungen, die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben. 500 000 RM. haben wir in diese Werkwohnungen hineingesteckt, 120 Arbeiterwohnungen konnten so geschaffen werden, in denen heute unsere Arbeits­kameraden für 10 bis 25 RM. im Monat geräumige und gesunde Wohnungen finden. Feierschichten gibt es heute überhaupt nicht mehr. Noch 1934 haben wir bis zu 20 Feierschichten machen müssen. Heute ist es so, daß wir mit 20 Ueberschichten kaum ausko mm e n. Arbeiter haben wir längst nicht mehr. Wir müssen sie aus dem heute polni­schen Teil Oberschlesiens herüberholen und bei uns einstellen." *

Als wir mit dem kleinen Fahrstuhl im Förder­turme herunter fahren, erzählt uns der F ö r d e r - Maschinist, der abgelöst wurde und mit uns herunterfährt, welche Freude das Gesetz über die Bildung der Knappschaftssätze bei seinen Kameraden hervorgerufen habe.Diese Senkung der Beiträge macht bei dem erhöhten Verdienst so viel aus, daß die Miete für die Wohnung dabei schon herauskommt. Die Arbeit macht wirklich wie­der Freude."

Wir kommen gerade zum Schichtwechsel zu­recht. Jeder Förderkorb, der von unter Tage her­aufkommt, bringt eine Schar kohlenstaubbedeckter Männer herauf, die müde zur Waschkaue hinüber­gehen, um sich umzukleiden. Mit einem der Berg- männer sitze ich wenige Minuten später in der Hel­len sauberen Werkkantine bei einem Glas Bier und lasse mir von dem harten, aber schönen Beruf der Bergmänner erzählen. Es ist ein G r u b e n w e h r - mann, einer jener Kumpels, die unter Einsatz des Lebens neben ihrer harten Tagesarbeit ständig be-

100.000 RM gewonnen:

und sie wißen noch nichts von ihrem Glück

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75 Millionen Deutscher zu sein. Aber wir wollen ihn selbst erzählen lassen. ,

Wir haben es gar nicht glauben wollen, als ein Steiger, der später eingefahren war, uns erzählte, was in Oesterreich in diesen Stunden geschieht. Wir haben unsere Hämmer beiseitegelegt und unten, vor Ort beim Schein der Lampen zusammengestanden und darauf gewartet, daß uns über die Telephon­anlage, die unsere Sohle mit dem Maschinenhaus über Tag verbindet, diese ersten Nachrichten be­tätigt würden. Es war eine lähmende Stille; keiner von uns wagte zu sprechen, bis dann der An- chläger, der am Telephon stand, sich zu uns um­drehte und mit dem Kopf nickte. Dann haben wir von Viertelstunde zu Viertelstunde von oben die Nachrichten bekommen, was dort in Oesterreich ge­schah. Einer von uns, vielleicht waren es auch meh­rere, ich weiß es nicht mehr, nahm zuerst seine Lederkappe ab. Dann haben wir unten im Stollen das Horst-Wessel-Lied und das Deutschlandlied gelungen unb bie deutschen Kameraden, die von Polen drüben zu uns kommen, um hier bei uns zu arbeiten, haben Trä­nen in den Augen gehabt unb haben uns, die wir Reichsdeutsche sind, die Hände gebrückt. Wir waren stolz, Deutsche zu sein."

Der Kumpel macht eine lange Pause unb schaut vor sich hin auf ben Tisch auf seine schwarzen, ver­arbeiteten Hände. Schließlich blickt er mich schüch­tern von der Seite an.Schreiben Sie boch auf, daß wir alle nureinenWunsch haben: Wir wollen einmal diesem Mann, unserem'Führer, in die Augen sehen, um ihm zu danken. Die Hand wollen wir chm gar nicht drücken." Und dabei blickt er wieder auf die schwieligen, kohlege­schwärzten Fäuste, die vor ihm auf dem Tisch lie­gen, so als wäre es Handwerkszeug, so als gehör­ten sie gar nicht zu ihm.In dieser Nacht haben wir damals mit jedem Schlag auf die Kohle, mit jeder Schaufel, die wir in die Förderwagen warfen, unserem Führer gedankt."

Rührend ist es zu hören, wie diese wortkargen Männer ihrem Glück Ausdruck gaben. Jeder der kleinen Förderwagen, mit denen die Kohle ans Tageslicht gebracht wird, trug gleichsam als Send­bote der Männer unter Tage Kreideauf­schriften:W ir danken unserem Füh­rer",Hell Adolf Hitler",Heil unseren Karne-, raben in Oesterreich".

Als ich später mit einem anderen Kumpel zu­sammen hinaus in die Siedlung fahre, da er­zählt er mir von der Stimmung, die sie alle be­wegt.Ich will es Ihnen aus offenem Herzen sagen unb Ihnen feine Operetten erzählen. W i r alle, wenn wir auch manchmal knurren unb in ben letzten Jahren auch nicht immer viel verdient haben, aber wir sind dabei. Wir verspüren es ja am eigenen Leibe, was der Adolf leistet. Unb auch unsere deutschen Kameraden jenseits der Grenze sind mit uns stolz auf diesen Männ. Wenn sie auch polnischer Nationalität sind, sie fühlen doch deutsch. Die haben mit am meisten gespendet, als wir für die österreichischen Kameraden sammelten. Und eine Bitte haben wir alle: Wir wollen mal nach Wien. Das soll ja so schön sein unb das wird die KdF.-Gemeinschaft schon irgendwie machen. Wir wollen doch auch sehen, was für ein schönes Deutschland wir jetzt haben. Und noch was. Es hat natürlich Leute gegeben, die noch nicht ganz dabei waren. Die denken jetzt aber auch anders. Denn was der Hitler da geleistet hat, das ist schon die Arbeit eines ganzen Kerls. Daß er da, wie wir in den Woche ns chauetl gesehen haben, im offenen Auto als erster nach Oesterreich hinein­fuhr, wo da noch vor wenigen Tagen /bie Roten putschen wollten, dazu gehört schon Mut. Aber e r

Beuthen O. S., im März 1938.

Ueber eine Stunde schon rollt der v-Zug durch das oberschlesische Industriegebiet. Gespenstisch ra- 'qcn die Fördertürme und Schlote der Kohlengruben iind Erzbergwerke aus dem dichten Bodennebel, der in dieser frühen Morgenstunde das ganze Industrie­gebiet mit Schleiern verhängt. Vor uns liegt B e u - then, die deutsche Stadt im südöstlichsten Zipfel des Reiches. Massig ragt der große, ummauerte Förderturm derH o h e n z o l l e r n g r u bj?" über das Dächergewirr der Jnbustriestadt.

Sechs Jahre sind vergangen, seitdem ich das erste Mal zusammen mit einem arbeitslosen Kumpel auf eine der grasüberwucherten Halden stand und nach Südosten blickte, hinüber zu den Gruben, die frühex einmal diesem Kumpel und Tau­senden seiner Kameraden Arbeit gaben. Wie ein Albdruck lag damals die entsetzliche Not auf ben Menschen bieses schwer heimgesuchten Stückes deut­scher Erde. Es war eine lange Leidensgeschichte, die mir jener junge Bergmann, der zum Feiern ver­urteilt war, erzählte. Tag um Tag stieg er auf ben Halben herum, um noch ein paar Stück brennbarer Kohle zu finden unb um.nicht in jenem Baracken­loch sein zu müssen, daß man in jener ZeitA r - deiterwohnung" nannte. Drei Familien in einem Raum, so hausten damals deutsche Arbeiter, die nicht arbeiten, sondern nur hungern durften. In jenem Jahr sprach der Führer das erste Mal in Beuchen. Noch waren es nicht viele, die auf Adolf Hitler schworen, aber alle hofften auf ihn und er hat diese Hoffnung nicht ent­täuscht.

Sechs Jahre sind vergangen. Ich stehe zusammen mit dem Direktor der Hohenzollemgrube hoch oben auf dem Förderturm. Unter uns liegt das Gewirr der Gleise und Dächer der mannigfaltigen Anlagen dieses Werkes. Waggon um Waggon rollt, von em« . jigen Lokomotiven geschoben, leer heran, um auf der anderen Seite der Werkanlagen beladen mit dem schwarzen Edelstein Oberschlesiens hinaus ins Reich und zu den Kokereien der Grube zu fahren.

Sehen Sie dort unten den weiten Platz. Dort lagen noch im Jahre 1934, als ich mit dem Reichs- minifter D r. Goebbels hier auf dem Turm stand, 200 000 Tonnen Kohle, die wir nicht ab« setzen konnten. Heute ist kaum noch der Staub vorhanden. Jedes Stück der 7000 Tonnen, die wir täglich fördern, geht noch am selben Tage gus dem Werk. Wir haben Arbeit, wie nie zuvor. 1000 Arbeiter haben wir zuzüglich einstellen müssen, um ben SInforberungen ge­recht werben zu können. Unb unsere Arbeiter, bas darf ich wohl sagen, sind zufrieden.

am 14. Mär, 1938

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Dann sitzen wir draußen in einer Wohnküche in der Siedlung Stillersfeld. Diese Siedlung ist die kinderreichste Gemeindeganz Deutsch­lands. Ueberall auf ben Straßen zwischen ben hellen, kleinen Häusern, wimmelt es von Blonb- köpfen. Die fünf Kinber bes Bergarbeiters, mit dem ich zusammengekommen bin, stehen mit runden Augen um uns herum und hören zu, wie der Vater mit dem fremden Mann, der sich mit einem Stückchen Schokolade die Freundschaft dieser kleinen Kerle ge­wonnen hat, spricht.

Man könnte noch viel Schönes von dem berichten, was dieser Besuch, bei ben am härtesten arbeitenben Männern des oberschlesischen Kohlengebietes brachte. Man könnte viele Sätze schreiben über bie erschüt- ternbe unb rührenbe Treue dieser Männer, die in der äußersten Grenzecke des Deutschen Reiches ihrem harten Lebensberuf nachgehen. Man könnte viele Zeitungsseiten füllen mit der Aufzählung allein der Erfolge, bie bie Partei in ihrer Aufbauarbeit gerabe hier geleistet hat. Aber wir wollen uns auf ben Versuch beschränken, mit Worten ben Gefühlen Aus­druck zu geben, die diese schlichten unb harten Men­schen erfüllen.

Keiner von biesen Männern, mit denen ich sprach, rebete von bem Führer anbers als von einem Vater, als von einem nahen Freunde, auf den er all feine Liebe und all fein Vertrauen gesetzt hat. Ich habe aus dieser hart umtämpften Ecke des Deutschen Reiches die felsenfeste Ueberzeugung mit­genommen, daß es hier niemanden mehr gibt, gleich­viel, wie er früher einmal gedacht oder gesprochen hat, der nach dieser letzten Großtat Adolf Hitlers nicht stolz wäre, Deutscher zu sein, nicht glücklich wäre, ein unverbrüchlicher G e - folgsmanndes Führers fein zu dürfen. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, bie Treue unb ben Glauben in ihrer schlichtesten unb echtesten Form aus biesen Menschen sprechen zu hören.

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1100 km Reichsautobahnen für Oesterreich.

Mit denBauarbeiten wird sofort begonnen.

Wien, 28. März. (DNB.) Generalinspektor Dr. Tobt erklärte bei der (Eröffnung der Ausstellung Die Straßen Adolf Hitlers", für die Instand­haltung und Verbesserung der bereits bestehenden Straßen stelle das Reich 15 Millionen Schilling zur Verfügung. Ferner erstrebe man die Eraän- zung der bestehenden Straßenzüge mit dem Ziel, Oesterreich zu einem bevorzugten Reise­land von Europa zu machen, unb endlich ben Bau der Reichs autobahn en. Um Oesterreich streckenmäßig ebenso aufzuschließen wie das Reich, müßte innerhalb der alten Grenzen das Reichs- autobahnnetz um 1100 Kilometer neuer Strecken erweitert werden. Dabei seien folgende neue Verbindungen vorgesehen:

1. Salzburg (bzw. Schärding) Linz Wien. Als Teilstrecke der großen Durchgangsver­bindung LondonIstanbul, die von Aachen bis zur früheren Reichsgrenze mit insgesamt rund 1000 Kilometer Länge als Reichsautobahn auf deutschem Boden verlaufen wird.

2. Wien Wiener-Neu stabt Rad - statt Salzburg mit Stichbahn nach Graz.

3. Junta l - Linie: Kus st ein Schwaz Innsbruck mit Anschluß an die Reichsauto­bahn München Salzburg bei Rosenheim. Als durchgeheiÄe Autobahnverbinbung von Wien über Rosenheim nach Innsbruck, die den Vorteil hat, daß sie größere Höhen vermeidet und somit auch während des ganzen Winters betriebssicher ist.

Zunächst werde mit den Bauarbeiten auf den Strecken Salzburg (bzw. Schärding) Linz Wien begonnen, da diese Strecken 1941 dem Ver­kehr zur Verfügung stehen sollen. Noch in diesem Jahre werde auch die Verbindung von Wien nach Wiener-Neustadt in Angriff genommen. Großen Jubel löste die Ankündigung aus, daß 15 000 Arbeiter auf den Baustrecken selbst eingesetzt unb weitere 10 000 in ben Ne beuindu st rie zweigen in Dienst gestellt würden.

Görings Fahrt nach Steiermark.

Wiener Neustadt, 28. März. (DNB.) Nach begeisterten Kundgebungen in Wien trat General- felbrnarschall Hermann Göring feine Reise an, bie tfjn an bie Stätten ber Arbeit in 0 e ft e r» reich führen wirb. Sein erstes Ziel war Wiener N e u ft a b t. Der Zug durchfuhr bie einzelnen Sta­tionen in langsamem Tempo. Ueberall wurden Her­mann Göring Blumen ins Abteil gereicht. Trans­parente waren an ben Bahnhöfen angebracht, au denen man u. a. las:Hermann wird es schaffen!" In Mödling heulten die Sirenen aller Fabriken, übertönt von den brausenden Heil-Rufen ber Men­schenmassen. In Wiener Neustadt hatte sich bie ge­samte Bevölkerung zum Empfange eingefunben. Der Generalfeldmarschall besichtigte ben dortigen Flie­

gerhorst, wo außer einer österreichischen Jagd­gruppe unb ber Kampfgruppe 11/155 3mei Abtei­lungen bes RegimentsGeneral Göring unb öster­reichische Fliegereinheiten angetreten waren. Die österreichische Jagbgruppe führte mit ihren Jagd- einsitzern ein Kunstflugprogramm vor, bas bie volle Anerkennung des Generalfeldmarschalls fand. An- chließenb verlieh ber Oberbefehlshaber ber Luft­waffe ber österreichischen Jagbgruppe eine Fahne mit bem Fahnenspruch:(Ein Volk, ein Reich, ein Führer!"

Von Wiener Neustabt ging bie Fahrt im Sonder- zug vorbei an Dörfern, bie im Flaggenschmuck prangten, burch Bahnhöfe, bie all^ festlich mit Tannengrün geschmückt waren unb burch Menschen­mauern, bie seit Stunben nicht wankten. Hinter Gloggnitz begann die Strecke zu steigen unb ben Semmering zu erklimmen. Die Lanbschaft zeigt sich hier noch im winterlichen Gewanb. In Semmering, der Grenzstation zwischen Steiermark unb Nieder­österreich, drängen sich die Menschen stürmisch on ben Wagen Garings heran. Der Generalfeldmar- chall plauderte lachend mit den Bewohnern, denen br zum Abschied zurief:Lebt wohl, Kinder, und daß Ihr Euch am 10. April genau so drängelt wie heute! In Leoben begab sich ber Rektor ber mon­tanistischen Hochschule in ben Wagen des Minister­präsidenten, um ihm über die österreichischen Erz­vorkommen Bericht zu erstatten.

Gebietsresorm im preußischen Osten.

Das Gesetz über die Bildung lebensfähiger Pro­vinzen im östlichen Raum bringt einige Verände­rungen, die zum Teil schon eingeleitet sind. Die Teilung Schlesiens in Nieder- und Ober­schlesien, bie nach 1918 erfolgt war, wird rück­gängig gemacht. Beide Provinzen hatten sich eine besondere Verwaltung schaffen müssen, bie aber dadurch vereinfacht wurde, baß seit ber national­sozialistischen Machtergreifung ihre Leitung in bie Hänbe eines gemeinsamen Dberpräfibenten gelegt würbe. DiesePersonalunion" wirb nun burch bie Wiedervereinigung von Nieder- unb Oberschlesien zu einer einheitlichen Provinz ersetzt. Nieberschlesien zählte bisher rund 3,2 Millionen Einwohner, Ober­schlesien 1,4 Millionen. Die neue Regelung tritt am 1. April in Kraft.

Ebenfalls eine Folge der Ostgrenzziehung seit dem Kriege war die Bildung einer ProvinzGrenz­mark Posen - We st preußen". Der östlich bes Korribors gelegene Teil Westpreußens ist 1922 an Ostpreußen angeschlossen worden. Dagegen bil­dete der westlich des Weichselkorridors liegende Teil der beiden alten Provinzen eine eigene Provinz mit dem Sitze in Schneidemühl. Diese Restprovinz zählte nur 332 000 Einwohner. Auch hier war seit 1933 eine Vereinfachung eingetreten, als der Oberpräsi­dent von Brandenburg gleichzeitig Inhaber dieses Amtes für die Provinz Grenzmark Posen - West- preußen wurde. Dafür erhielt Schneidemühl einen Regierungspräsidenten als seinen ständigen Ver­treter. Die DerkehrSlage dieser kleinsten Provinz war aber recht ungünstig. Sie umfaßte in ihrem südlichen Teil die Kreise B o m st und F r au« ft a b t, bie getrennt von ber nördlichen Hälfte mit Schneidemühl unb Deutsch-Krone liegen

Nun verschwindet die Grenzmark als eigene Pro­vinz, sie fuhrt aber den geschichtlichen Namen Posen-West preußen als Bezeichnung des Regierungsbezirks Schneidemühl weiter. Das Gebiet verändert sich insofern, als die Provinz mit Brandenburg vereinigt wird, bis auf die beiden genannten südlichen Kreise, bie mit runb 33 000 Einwohnern z u Schlesien (Regierungsbezirk Liegnitz) kommen. Der Regie­rungsbezirk Frankfurt a. d. O. erhält von ber Grenz­mark die Kreise Meseritz unb Schwerin a. d. W., boch wirb ber nunmehrige Regierungsbezirk Posen- Westpreußen (Sitz Schneibemühl) bafür durch die Zuteilung der bisher pommerschen Kreise Dram­burg und Neustettin vergrößert. Ebenso treten aus der Neumark bie Kreise Arnswalde, Soldin unb Friebeberg an ben Bezirk Posen-Westpreußen. An Stelle der 332 000 Einwohner, die bisher von Schneidemühl aus in einer zersplitterten Provinz verwaltet wurden, werden künftig runb 400 000 Einwohner treten, die in einen gut abgerundeten Regierungsbezirk zusammengefaßt sind. In P o m - m e r n ergibt sich durch bie Abtrennung ber Kreise Dramburg unb NeUstettin eine Verminderung von i 123 000 Einwohnern, ferner eine Umbildung da­durch, daß die Kreise Greifenberg und Regenwalde : zum Regierungsbezirk Köslin übertreten.

Der Sitz des Oberpräsidenten der Pro- vinz Brandenburg wird von Berlin nach Frank- : furt a. d.O. verhegt, wo ein Regierungsviertel > neu errichtet wird. Durch seine neue Verfassung - ist Berlin aus der Provinz Brandenburg aus- geschieben unb eigeneProvinz" geworden. ' Ziffernmäßig ergibt sich aus ber neuen Reginal- , form, daß die Provinz Grenzmark Posen - West- : preußen mit 77 000 Quadratkilometer aufgelöst unb - in ber Hauptsache Brcmbenburg zugeteilt wird, daß 33 000 Einwohner an Schlesien abgegeben werden > und daß Pommern 123 000 Einwohner an Brau-

Auf diese Tlummern fiel das Große

Los von 2 Millionen Mark:

Am 14 März 1935 .... am 11 September 1935

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