Ausgabe 
29.3.1938
 
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gemerkt! Von 9500 untersuchten Kindern in Kindergärten der Stadt Wien waren 4429 mäßig und 1481 als ausgesprochen schlecht nährt festgestellt.

Der Reichsjugendsährer stellte mit Recht

Essen, 29. März. (DNB.) Der Iugendführer des Deutschen Reiches, Baldur v. Schirach, sprach in einer Kundgebung der Essener Arbeiterschaft über die Lage der österreichischen Jugend vor der Machtübernahme durch den Führer, wobei er sich auf amtliches österreichisches Material von Behör­den Schuschniggs, insbesondere der Wiener Arbei­terkammer und des Gewerkschaftsbundes stützte.

Im Sommer 1933 hat der damalige Bundes­kanzler Dollfuß das Gebiet 22 der Hitler-Jugend Deutsch-Oesterreichs verboten. Bon ihm und seinem Nachfolger wurde vom grünen Tisch aus eine staatliche Zwangsorganisation für

Hilfe in höhe der tatsächlich aufgewendelen Lehr­gebühren gewährt. Muß das Kind außerhalb des elterlichen Haushalts uutergebracht werden, so kann daneben eine Beihilfe für die Lebens­haltungskosten von 300 Mark für das Halbjahr gewährt werden.

Vordrucke für die Anträge auf die Gewährung von Kinderbeihilfen und Ausbildungsbeihilfen wer­den von den Finanzämtern unentgeltlich abgegeben. Die Finanzämter erteile»: auch jede Auskunft. Die Ausbildungsbeihilfe kann für das Schuljahr 19 38 noch gewährt werden, wenn der Antrag spätestens Mitte April gestellt wird. Ausbildungsbeihilfen für den Besuch von Hochschulen werden erstmalig für das Wintersemester 1938/39 gewährt werden.

Eine weitere Neuregelung gilt für die E h e - standsbeihilfen. Wer den Nachweis er­bringt. daß er seit seiner Schulzeit ununter­brochen in der Landwirtstchaft oder Forstwirtschaft oder in einem länd­lichen Handwerk tätig war, kann die Ehestaudsbeihilfe erhalten und fünf Jahre lang oder bis zum 30. Lebensjahr von ihrer Tilgung befreit fein. Wenn der Empfänger des Darlehens alsdann nach­weist, daß er auch während dieser 5 Jahre in seinem ländlichen Berufe geblieben ist. dann ist er von der Rückzahlung be­freit. Aus dem Darlehen wird dann eine Schenkung. Der Zweck dieser Vergünstigung ist, der Landflucht'zu begegnen. Ehestandsdarlehen betragen jetzt im Durchschnitt 800 Mark.

Wenige Zahlen, die aber deutlich sprechen: Im Jahre 1937 wurden für Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen 250 Millionen Mark ausgezahlt, im Jahre 1938 wird diese Summe auf 520 Millio­nen anwachsen. Trotzdem hat Staatssekretär Rein-« Hardt betont, daß diese Bevölkerungspolitik noch nicht ihr Ziel erreicht hat. Im Jahre 1943 soll die Reichsfamilienkasse geschaffen werden, die dazu dienen wird, den kinderreichen Familien einen ausreichenden Ausgleich für diejenigen Kosten jju verschaffen, die sie im -Interesse der Erhaltung oes Volkes auf sich nahmen, gleichzeitig aber auch die Mittel bereitstellen, um für die Ausbildung des jungen Nachwuchses in geeigneter Weise zu sorgen. Alle diese staatliche Fürsorge geht von dem Ge­danken aus, daß erbgesunde Kinder das wertvollste Vermögen der Nation dar­stellen und daß ihre Erhaltung und Ausbildung, die so oft dem Familienvater schwere Sorgen ge­macht hat, wenigstens zum Teil vom Staat mit getragen werden muß, der sich gerade auf einer intelligenten, körperlich und geistig hervor­ragenden Bevölkerung aufbauen soll. Im national­sozialistischen Staat wird schon jetzt das Fun­dament für die nächste Generation gelegt und zugleich werden die Familien­väter entlastet, die bisher schon nach guter deutscher Art ihren Kindern die bestmögliche Aus­bildung selbst unter schweren Opfern gaben, also selbstlos ihrer Pflicht dem Lcmde gegenüber ge­nügten.

sozialistischen Formen nachzumachen und an jedem Abend im Rundfunk nach der Bundeshymne ein Lied der Jugend zu spielen! Wie-das Lied der Jugend in Oesterreich bis heute geklungen hat, da­von sprechen diese Zahlen eine ehrlichere Sprache. Baldur v. Schirach forderte die Volksge­nossen auf, dieser Jugend Oesterreichs, die trotz ihrer verzweifelten Lage schon lange mit ihrem Herzen dem Führer gehörte, und in unerschütterlichem Glauben durch all die Jahre bittersten Elends zu ihm gehalten hat, am 10. April durch ihr Jawort den Weg zum Arbeitsplatz, zur Wehrfreiheit, zur Lebensfreude und zu einem Zukunftsglauben end­gültig frei zu machen.

Fast sämtliche Pariser Morgenblätter berichten von dem Gelingen der Atlantik-Ueber- querung durch die Junkers-Maschine.Epoque" schreibt, die Deutschen, die sich feit langen Jahren schon mit dem schwierigen Problem der Schwer- ölmotoren befaßt haben und die als erste einen solchen Motor in technischer Vollkommenheit her­gestellt haben, stünden jetzt kurz davor, die Früchte ihrer geduldigen Arbeit zu ernten. Das Gelingen dieser Atlantik-Ueberquerung habe den Wert der neuen Schweröltechnik bestätigt, die in der Luft­fahrttechnik wahrscheinlich bald andere Motoren- arten ausschalten werden. Abgesehen von der Zu­verlässigkeit, die sich auch bei der letzten Ueberquerung mit Schwerölmotoren ergeben habe, müsse man auch noch die Tatsache hervorheben, daß mit diesem Motor alle Feuersgefahr aus- oefckaltet fei, die bisher noch bestanden habe.

Deutscher Langstreckenflug nach Südamerika.

Großer Erfolg deutscher Schwerölmotoren.

London, 29. März. (DNB. Funkspruch.) Am Sonntagnachmittag ist an der englischen Küste etwa auf der höhe von Dartmouth (Deoon) ein deutsches Flugzeug der Lufthansa von dem Flugzeugstühpunkt Westfalen" aus katapultiert worden, das zu einem Langstreckenflug nach Südamerika startete. Die Maschine ist mit vier Personen beseht. Dieses Flugzeug, es handelt sich um eine Jun­kers-Maschine mit S chwerölmotoren, wurde am Montag 11.15 Uhr dortiger Zeit über Maceio in Brasilien gesichtet.

Eine Hermann-Göring-Stistung für Oesterreich.

Wien, 28. März. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring hat eine Hermann-Göring-Stif­tung im Betrage von 100 000 RM. der Natio- nalsozialistischen Volkswohlfahrt O e st e r r e i ch gestiftet. Nach dem Willen des Stif­ters sind hiervon 15 000 RM. fürin Not geratene Arbeiterfamilien in Wien-Floridsdorf und 15 000 RM. für bedürftige SA.-Kamera­den Wiens bestimmt. Je 10 000 RM. sollen in den Landern Niederöfterreich, Oberösterreich, der Steier­mark, in Kärnten und Tirol an Arbeiterfamilien und SA.-Kameraden zur Verteilung gelangen. Mit der Verteilung hat Generalfeldmarschall Göring den Leiter der NSV. Oesterreichs Franz Langoth be­traut. Die Verfügung über den restlichen Betrag von 20 000 RM. hat sich der Generalfeldmarfchall persönlich vorbehalten und wird damit den Lungau des Landes Salzburg besonders berücksichtigen

Lon unserer Berliner Schristleiiung.

finden oder dauernd erwerbsunfähig sind, und wenn sie nicht eigenes Einkommen von mindestens 30 RM. monatlich haben. Die Sozialversicherten werden ab 1. April 1938 laufend Kinderbeihilfen bereits erhalten, wenn mindestens drei mitzuzäh­lende K i n d e r vorhanden sind, und zwar monatlich je 10 RM. für das dritte und für das inerte und je 20 RM. monatlich für das fünfte und jedes weitere Kind. Bei Arbeitern und Angestellten, die sich im öffentlichen Dienst befinden, werden die Kinderzuschläge, die sie als Gefolgschaftsmitglieder in öffentlichen Ver­waltungen und Betrieben erhalten, angerech­net werden.

Welche Wirkungen sich aus dieser großzügigen Maßnahme ergeben, zeigte Staatssekretär Rein­hardt an einem Beispiel. Ein Arbeiter mit sechs Kindern, der 150 RM. Monatsverdienst hat, durfte nach allen Abzügen 135 RM. Barlohn erhalten. Er erhält für Vas dritte und vierte Kind je 10 RM., für das fünfte und sechste Kind je 20 RM., insge­samt also 60 RM. vom Finanzamt ausgezahlt, so daß sich sein Einkommen von 135 auf 195 RM. im Monat gesteigert hat.

Es ist klar, daß sich daraus eine große Erweite­rung der Zahl der unterstützten Kinder ergeben wird. Im alten Reichsgebiet wird die Ziffer aus zwei Millionen steigen. Da auch Oesterreich sofort einbezogen wird, ist damit zu rechnen, daß für mindestens 2,2 Millionen Kinder laufende Reichsbeihilfen gezahlt werden. Die Mittel fließen aus Zuschüssen der Arbeitslosen­versicherung und aus den Rückflüssen von Ehe­standsdarlehen, die als Sondervermögen des Reiches verwaltet werden.

Eine weitere freudig zu begrüßende Bestimmung geht dahin, daß an alle Familien, ohne Unterschied des Berufes und des Einkommens, Ausbildungsbeihilfen gewährt wer­den können, wenn mindestens vier lebende Kinder vorhanden sind. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob einige dieser vier Kinder schon im Erwerbsleben stehen. An solche Familien, sofern sie erbgesund und der Nach­wuchsförderung würdig sind, können Gelder bewilligt werden, die zur Ausbildung eines Kindes notwendig sind. Beim Besuch von mittleren und höheren Schulen werden Beihilfen für das Schulgeld, für die Kosten der Lebenshaltung und für die Beschaf­fung von Lehrmitteln gewährt. Wird die Unterbringung eines Kindes in einer Natio­nalpolitischen Erziehungsanstalt gewünscht, so wird, wenn das Kind aus einer Familie mit mindestens vier Kindern stammt und förderungswürdig ist, eine Ausbildungshilfe gewährt, die jegliche Kosten umfaßt, die mit dem Besuch der Anstalt verbunden sind. Beim Besuch von Fachschulen, Berufsfach­schulen und Hochschulen wird eine Bei-

die Jugend eingerichtet, die sich Oesterreichisches Jungvolk nannte und am Tage des Abganges Schuschniggs ganze 2000 eingetragene Mitglieder zählte. Am gleichen Tage aber hatte allein die illegale nationalsozialistische Jugendbewegung 400 00 Mitglieder. Von den HJ.-Führern in Oesterreich ist kaum einer' der nicht mehrmonatige Kerker st rasen hinter sich hat. 49 v. H. aller Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren waren arbeitslos, von den übrigen 51 v. H. waren nur 2 0 v. H. Lehr­linge. In einer Erhebung, die 67 522 Kinder be­traf, wurde festgestellt, daß nur 3 6 8 6 2 eine

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Kleine politische Nachrichten.

Oberst Edward House, der engste außenpoli­tische Berater des Präsidenten Wilson während des Weltkrieges, ist im Alter von 79 Jahren ge­storben.

Berlin, 28. März. (DNB.) Lawinengleich sind die Massen der Reichsh auptstM in die historische Stätte der größten Berliner Hitlersiege eingezogen. Jetzt schreiten durch das Spalier der Leidstandarte im Mittelgang die Mitglieder der Reichsregierung auf das weite Viereck zu, das in strahlender Helle die Gerechtigkeit des Ideals symbolisiert, das der goldene Adler darüber schirmt. Darunter in Parade­aufstellung der Spielmannszug der SA. mit spie­gelnden Brustschildern und roten Mützenüberzügen und davor sechsfach die Reihen der Ehrengäste, die die Führerkanzel abschließen. Alle Augen find auf den Eingang gerichtet, wo eben die Standarten der nationalsozialistischen Bewegung Großdeutschlands erscheinen. Der Badenweiler Marsch setzt plötzlich ein. Die Fahnen und Standarten sind erhoben. Der Führer schreitet in die Halle. An seiner Seite Reichsminister Dr. Goebbels, der als Gauleiter von Berlin unter atemloser Spannung der 25 000, die den Sportpalast bis in die letzten Ränge hinaus dicht gedrängt füllen, die Massenkundgebung er­öffnet.

Es dauert Minuten, bis der Führer, von überwältigendem Jubel begrüßt, das Wort er­greifen kann.

In fesselnden Worten legt der Führer die Urge- fchichte des Nationalsozialismus dar, die tausend­fach bewährte und mit heiligem Opferblut besiegette Lehre von der Synthese des glühendsten Nationalis­mus und des reinsten Sozialismus. Alle, die hier versammelt sind, Arbeiter und Soldaten, Hand­werker und Schaffende aus allen Berufen, verstehen den Führer, als er ausrief: Bürgertum und Prole­tariat sind beide auf der Strecke geblieben und Sieger ist die deutsche Nation,! Dann zeigt der Führer in ergreifenden Worten die Schwere des Kampfes der nationalsozialistischen Kameraden im benachbarten Oesterreich. Im tiefsten Schmerz gedenkt der Führer der ermordeten Nationalsozia­listen, der verfolgten Frauen und Kinder. Die Tausende ermessen die ganze Schwere des Kampfes

1000 deutsche Familien in Wien mit 3 bis 10 Kin­dern waren dem Wohnungsamt als obdachlos

Der größte Sieg einer Idee.

Oer Führer spricht zu begeisterten Zehntausenden der Neichshauptstadt

, . . . , fest:

Welche Skrupellosigkeit gehört dazu, die national-

eigene Schlafstelle besaßen! Von 100 Kin­dern mußten 45 mit einer ober mehreren Personen die Schlafstelle teilen. Von den Kindern, die man als mit Schlafstelle versehen aufführte, hatten nur 49 v. H. ein eigenes Bett. Die übrigen Schlafstätten waren Wäschekörbe , Bänke, zusammengesetzte Stühle, Strohdecken und Matratzen. Mehr als 12 v. H. der durch die Statistik erfaßten Kinder schliefen im Ehebett; mehr als 10 v. H. der Kinder bis zum Alter von 16 Jahren teilten ihre Schlafstelle mit familienfremdenPer- sonen!! Von 100 Kindern, die mit anderen Per­sonen die Schlafstelle teilten, schliefen 72 mit Per­sonen des gleichen Geschlechtes, 28 mit. Personen des anderen Geschlechtes zusammen. Im amtlichen Bericht der Wiener Arbeiterkammer von 1937 wird gesagt, daß von 27 000 Zimmern nur 5155 als ge­eignete Unterkunftsräume betrachtet werden konn­ten. Wie sehr die sittliche Haltung der Jugend durch diese Zustände in Gefahr geriet, beweist die Ueber- nahme von 3272 Jugendlichen als Fürsorge­zöglinge durch das Wiener Jugendamt. Ue&er

Weitere Schritte zum Ausgleich -er Familienlasieu

Erweiterungen der Kinderbeihilfen, Ausbildungsbeihilfen und Ehestandsdarlehen.

Verelendete Ägend im Schuschnigg-Oesterreich

Ein erschütternder Bericht des Reichsjugendführerö.

Der letzte Internationale bevölkerungspolitische Kongreß in Paris hat vor aller Welt den Beweis erbracht, daß in keinem Staate in einer fo unpassen­den Weise für die Familien gesorgt wird, wie in Deutschland. Reichsminister Dr. Goeb­bels hat in feiner großen Rede im Sportpalast dar­auf hingewiesen, daß in den vier Jahren von 1934 bis 1937 im Deutschen Reich 460 000 Ehen mehr qe schloffen wurden als in der gleichen Zeit vorher und daß in derselben Frist insgesamt 1;2 Millionen Kinder mehr geboren wurden. Das ist zweifellos der Erfolg der bevölke­rungspolitischen Maßnahmen des Dritten Reiches, die eine weitere Verstärkung und Ausdeh­nung erfahren sollen. Darüber hat Staatssekretär Reinhardt der Presse eingehende Ausführungen gemacht.

Das Reich hat mit der Zahlung einmaliger und laufender Kinderbeihilfen zum Aus­gleich der Familienlasten am 1. Oktober 1935 begonnen. Während die einmaligen Beihilfen zur Beseitigung akuter Notstände dienen sollten, wurden vom genannten Zeitpunkt an laufende Mo­natsbeträge von je 10 RM. für das fünfte und jedes weitere Kind unter 16 Jahren ausbezahlt, so- ern der Lohn des Ernährers nicht mehr als 185 Reichsmark den Monat betrug. Am 1. Oktober 1937 begann der Ausbau dieses Systems, und zwar iw der Weise, daß auch Gewerbetreibende und Landwirte, also solche Kreise, die nicht sozialversicherungspflich­tig sind, in den Genuß von Kinderbeihilfen kamen, wobei die Grenze des rohen Einkommens auf 2100 Reichsmark im Jahre festgelegt wurde. Bei Lohn- und Gehaltsempfängern wurde das Jahreseinkom­men auf 2400 RM. angesetzt. Wer weniger ver­diente, erhielt die Kinderbeihilfen in der bisherigen Weife weiter. Während im Jahre 1935 300 000 Kinder unterstützt wurden, stieg nunmehr die Zahl auf 500 000. Ein entscheidender Fortschritt ist durch das Reichsgesetz vom 13. März 1938 geschaffen wor­den, nach dem für alle Lohn- und Gehaltsempfän­ger, die sozialversicherungspflichtig ind, die Höch st grenze von 8000 RM. im Jahr zulässig ist, wenn sie Kinderbeihilfen in An­spruch nehmen. Von nun an wird an diese Ar­beitnehmer schon für das dritte und vierte Kind der Monatsbetrag von 10 RM. be­willigt, für das fünfte und sechste und jedes weitere Kind beträgt der Zuschuß 20 RM. im Monat. Bei selbständigen Gewerbetreibenden, Landwirten usw. bleiben die bisherigen Bestimmungen in Geltung, doch wird in naher Zukunft auch hier eine Anglei­chung erfolgen.

Ab 1.April 1938 werden alle diejeni­gen kinderreichen Familien lau­fende Kinderbeihilfen erhallen, deren Einkommen im abgelaufenen Kalender­jahr 8000 RM. nicht überschritten hat. Diese Einkommenshöchstgrenze gilt für Sozialversicherte und für Nicht­sozialversicherte. Es werden auch Kin­der berücksichtigt werden, die zwar das 16. Le­bensjahr, aber nicht das 21. Lebensjahr voll­endet haben: wenn sie sich in Schulaus- b l l d u n g oder in Ausbildung für encn künf­tigen, gegen Entgelt auszuübenden Beruf be-

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petermann denkt sich was.

WPD. Der Volksgenosse Petermann ist einer von den 50 Millionen Deutschen, die in diesen Wochen einen Wahlkampf in dem Bewußtsein er­leben» daß das Reich Adolf Hitlers ein wirk­liches Volksreich ist. Petermann wird am 10. April in sein Wahllokal gehen unb seiner Wahl­pflicht genügen. Er nimmt diese Aufgabe ernst unb sieht in der Abgabe seiner Stimme mehr als eine Formsache. Das Bekenntnis zum Führer kommt ihm aus heißem Herzen. Seit dem 11. März hat ihn die Welle der Begeisterung so oft mitge- ri(|en, daß es ihm fast zu lange erscheint, bis er am Wahltag beweisen kann, daß er einer von den Millionen Deutschen ist, die durch den National­sozialismus zu einem gereimteren politischen Ver­ständnis gekommen sind. Ihn kann so leicht keiner dumm machen, und wenn er sich auch keinesfalls zu denen rechnet, die ganz durchschauen, so weiß er doch genug, um aus wirklicher Ueber- zeugung sich zu b^r Arbeit im Dritten Reich zu bekennen.

Petermann gehört zu denen, die von der Statistik nicht viel verstehen. Er rechnet nicht in Millionen und Taufenden. Auf seiner Arbeitsstelle sind kaum dreißig, und in seiner Lohntüte schaut er nach den Pfennigen ebenso wie nach den Groschen und Fünf­zigern, in denen er rechnet. Aber Petermann, der die politische Welt in seinem Alltag zu sehen ge­lernt hat, und zwar so, daß er sich aus dem, was er in den Zeitungen liest oder in Reden hört, einen Vers für fein tägliches Leben zu machen versucht, kam auch dahinter, daß ja gerade im Alltag die politischen Zusammenhänge viel anschaulicher werden. So hat er sich vor genommen, die Augen jetzt besonders aufzumachen und sich bei dem, was er so tagaus, fagein sieht,etwas zu denke n".

Bei der großen Sportpalastrebe von Dr. Goeb­bels hat er z. B. wieder allerlei Zahlen gehört. Heute morgen, als er zur Arbeit ging, dachte er, daß es doch allerhanb ist, daß seit der Einrichtung der Kraft-durch-Freude-Reisen im Jahre 1934 schon über eine halbe Million deut­scher Arbeiter ihren Urlaub auf See ver­bracht haben. Er ist zwar noch nicht dabei gewesen, aber er hat seinen bezahlten Urlaub im letzten Jahr in einem kleinen bayerischen Dorf verbracht. Als er zurückkam und begeistert davon erzählte, wußte er noch nicht, was er jetzt weiß, daß nämlich über 20 Millionen deutsche Arb eiter schon solche Reisen mitgemacht haben. Petermann denkt, daß allein durch Kraft durch Freude das Leben des deutschen Arbeiters doch verdammt anders gewor­den ist. Wenn jetzt so viel über das schöne D e ft e r = reich geschrieben wird, ja hätte er früher einmal hoffen können, etwas selbst davon sehen zu können? 1

Unb was Dr. Goebbels vonMutter und Kind" erzählte, auch das hat er am eigenen Leibe verspürt. Sein Junge hat im vorigen Jahr eine Reise gemacht", zwar nicht weit, aber die Zeit in dem Kindergarten der NSV. hat dem Jungen gutgetan. Na, und überhaupt wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, ob er wohl sonst heute schon verheiratet wäre, wenn er damals nicht das Ehestandsdarlehen be­kommen hätte? 8 7 8 0 00 Volksgenossen haben genau wie er Geld bekommen, das nach den Jahren der Arbeitslosigkeit, wo auch der letzte Sparpfennig aufgebraucht wär, eine unentbehr­liche Hilfe war, wenn geheiratet werden sollte.

Petermann denkt sich was, und wenn er alle die ganzen Zahlen nicht behält, so hat er bestimmt das nicht vergessen, was er selbst in den letzten fünf Jahren erlebte. Arbeit hat er mehr als genug, und bei seiner Arbeit, oder wenn er sich sonst auch nur Umsicht, kann er immer nur wieder feststellen, daß es ganz anders in Deutschland aus­sieht als in den Jahren, die viele so schnell ver­gessen haben. Wir wollen uns von Petermann ruhig etwas mehr erzählen lassen, es lohnt sich und nebenbei zeigt es, daß, wenn man nur richtig hinschaut, die großen Zählen der Statistik, die ja einen Gesamtüberblick über das Leben des Volkes geben, im kleinen unmittelbar wiederzufinden find. Zahlen des Erfolges, Ergebnisse, die uns alle stolz machen und den einzelnen glücklich gemacht haben.

in Oesterreich bei den Worten des Führers:Allein das kleine Land Oesterreich hat mehr ermordete Nationalsozialisten als ganz Deutschland!" In atem­loser Spannung folgen die Massen sodann der dramatischen Schilderung des Führers über die Entwicklung in Oesterreich. In Worten, aus denen noch das Erleben der letzten drei Wochen spricht, schildert der Führer die glückliche Wendung.

Was sich in diesen letzten drei Wochen abge­spielt hat, ist ein Wunder, ein Wunder unserer Geschichte. In drei Tagen er­hebt sich ein Volk, in zwei Tagen zerbricht es eine Regime und in einem Tag begrüßt es feinen Befreier! Das ist der größte Sieg einer

Idee!"

Als der Führer bann am Schluß feiner gewal­tigen Rede die Gründe darlegt, warum das ganze große Deutschland am 10. April geschlossen antreten soll, als er das Volk von Berlin aufruft, an diesem Schicksalstage feine Pflicht zu tun, da sprengt die Begeisterung alle Grenzen und Vorstellungen. Sprechchöre reißen immer wieder dem Führer das Wort vom Munde, und er antwortet in gleicher Leidenschaft mit dem Bekenntnis seines eigenen Einsatzes:

Ich selbst habe meine Schuldigkeit getan. And jetzt verlange ich, daß aber auch jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau an diesem 10. April ebenfalls sich einseht. Am 13. März ist Großdeutschland geschaffen worden und am

10. April wird es bestätigt."

Bis ins Tiefste mitgerissen unb gepackt stimmen die Massen spontan die Lieber der Nation an. Reichsminister Dr. Goebbels legt für die Haupt­stadt Großdeutschlands das Bekenntnis ab: Mein Führer! Am 10. April wird ganz Berlin an­treten und Ja sagen! Adolf Hitler! Sieg- Heil! Minutenlang geben die Berliner mit tosen­den Heilrufen ihre Antwort. Die Reichshauptstadt wird am 10. April ihre Pflicht erfüllen.

Der Wiener Korrespondent desDaily Ex­preß" berichtet, daß OttovonHabsburg alle monarchistischen Vertreter Oesterreichs aus ihren Verpflichtungen entlassen habe, da nach der Vereinigung von Deutschland unb Oesterreich die monarchistische Sache hoffnungslos und völlig aussichtslos fei.