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fett werden.

engagiert!

Was ein Fischnetz ans Licht bringt.

Schlesien stammen. Nach diesem Besuch erhielt die- ses Wort für mich eine neue Bedeutung. Wohl war ich in Berlin geblieben, und doch schien es mir, als hätte ich mit dem Dichter eine lange Wanderung, gemeinsam mit den von ihm geschaffenen Gestalten, durch seine schöne Heimat unternommen.

Bewertung:

1. unterschätze man leicht die Werte, die in der Landwirtschaft produziert- werden. So übertreffe der Wert der Milchproduktron Deutschlands mit 2,5 Milliarden auch noch heute um einige 100 Millionen den Wert der Steinkohlenproduktion. Die Fleischproduktion sei mit rund 4,5 Mil­liarden etwa gleich dem Durchschnittswert unse­rer gesamten.Ausfuhr von 1933 bis 1936 und dem Wert unserer gesamten Fertlg-

troh einer um 14 v. h. geringeren Fläche her- anreicht, die Ernte an Gerste den Durch­schnitt von 1911 bis 1913 um 40 v. h . an- enggetreibe um 140 v. h. übertrifft, die Kartoffelernte mit mehr als sechs Millionen Tonnen über der Rekordernte von 1913 und 21 v. h. über dem Durchschnitt 1928/32 liegt Die Zuckerrübenernte hat sich gegenüber dem Jahre 1932 beinahe ver­doppelt, die Heuernte liegt um eine Mil­lion Tonnen über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre vor der Machtübernahme, die Raps-ünd Rübenernte war 62 v.h. höher als im Vorjahre und um 107 v. h. höher als im Durchschnitt 1933 bis 1937, die h a n f e r n t e um 70 v. h. und 126 v. h. über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. Die Fleischversorgung überstieg mit 500 000 Tonnen den Durchschnitt 1928 bis 1932, die Butterversorgung, trotz der Maul- und Klauenseuche, bewegte sich noch auf dem Stand von 1936, der bis dahin in Deutschland un­erreicht war.

Energischer Kampf gegen die Landflucht.

Reichsbauernführer Darre gibt in Goslar die Parole zur 5. Erzeugungsschlacht

maßgebenden politischen und wirtschaftlichen Krei­sen der beiden Länder an der deutschen handelsoer- traaspraxis geübt worden ist, kommt zum Ausdruck, daß man es anders zu machen gedenkt. Man will auf die Freizügigkeit des Handels nicht verzichten und g r u n d f ä tz l i ch d o r t kaufen, wo e s am besten und billigsten ist. Deutschland da­gegen ist bestrebt, seine Lieferanten und Abneh­mer dazu zu erziehen, daß sie sich auf das ein st eilen, was Deutschland braucht und was es ihnen zu liefern vermag. Das bedeutet durchaus keine Autokratie in der Handhabung der Handelsverträge, sondern ein bewußtes Aufem- andereinspielen der Vertragspartner. Der britisch­amerikanische Wirtschaftsvertrag ist em o genau ausgewogenes Gebilde und ist dadurch so labil, daß er erhebliche Aenderungen nicht verträgt, wenn nicht uferlose Neuberatungen entfesselt werden sollen. Eine Dauer von drei Jahren gestattet zwar den Lieferanten hüben und drüben, sich auf weite Sicht den Bedürfnissen und Wünschen des Partners anzu­passen, ermangelt jedoch der Beweglichkeit, die Deutschland durch Einrichtung der Regierungsaus­schüsse mit ihrer periodischen Prüfungsbefugnis er- 313n den ersten Tagen nach Unterzeichnung der Washingtoner Verträge" war viel von den Opfern die Rede, welche die britischen Dominien und andere Teile des Weltreichs (Indien) bringen mußten, um den britischen Unterhändlern ausrei-

Ein ganz eigenartiges und seltenes Autogramm besitzt ein Berliner Schuhmacher. Adolf Menzel, der berühmte Maler, hielt streng darauf, daß seine Garderobe immer tadellos in Ordnung sein mutzte. Eines Tages besah sich Menzel seine Stiefel und fand, daß sie zum Schuhmacher mußten. Um eme Verwechslung zu vermeiden, schrieb er kurzerhand mit KreideAusbessern auf eine Sohle und setzte seinen Namen darunter. Sein Faktotum brachte die Stiefel zum Schuhmacher, und dieser fand das sei tene Autogramm des Altmeisters. Er lofte vorsichtig

Es würde in Zukunft eine Frage der gesamten Volkswirtschaft sein, die absinkende Tendenz der Milchproduktion wieder in eine Steigerung zu verwandeln. Sie sei heute im wesentlichen eine Frage des Milch Preises und des ß e u t e- mangels, die wechselseitig verflochten sind mit dem Gefüge des gesamten Volkskörpers. Diese Fra­gen seien deshalb besonders schwierig, weil man z.B. nicht ungelernte Dichpfleger verwenden kann und die Einschulung von Vichpflegern besonders kostspielig ist. Der Reichsbauernführer schloß wesen Bericht mit der Erinnerung an die höchste 2lner- kennung, die der Führer dem Landvolk in der Pro­klamation auf dem Reichsparteitage ausgesprochen hatte:Den Gedanken an eine Blockade Deutsch­lands kann man schon jetzt als gänzlich unwirksame Waffe zu begraben."

Zu den an den Vortggen gemachten Angaben über die Mehrleistung seit dem BAinn der Erzeugungsschlacht und dem Beginn des Vier­jahresplanes gab der Reichsbauernführer Dorre drei grundsätzliche Gesichtspunkte zur sachgemäßen

Ist das Glück günstig gewesen, so hat das Netz auch einen meterlangen Tintenfisch mit heraufüesor- dert, der aus seinen ausdrucksvollen Augen unstete. Blicke sendet. Bleichrote Krebse lassen ihre langen Fühler spielen, und mit unsicheren Bewegungen tasten sich große, stachelbesetzte Seespinnen aus dem Gewühl hervor. Hat man in diesem Augenblick ge­eignete Gefäße und Konservierungsflüssigkeiten zur Hand, so kann man sich von einer Fangreise eine hübsche Naturaliensammlung mitbringen. Nur muß man sehr schnell zu Werke gehen, weil die Fischer, wie es mir selbst passierte, den ihnen lästigenBei­fang" ohne Gnade über Bord werfen, Dr. K. Kr.

Das Autogramm auf der Gtiefelkohle.

Ist dos Meinungsfreiheit?

Wenn man die ausländische demokratische Presss studiert dann möchte man meinen, daß in ihren Spalten die Wahrheit förmliche Triumphe ferern kann. Daß dem nicht so ist, wissen wir langst. Die geheimen Mächte in der Politik wissen stets sehr geschickt die Puppen tanzen zu lassen, wenn es gilt unangenehme Wahrheiten zu unterdrücken. Wir brauchen dabei doch nur an unsere eigenen Erfahrungen im Deutschland der Nachkriegszeit zu denken. So mancher Prozeß,-so manche parlamen­tarische Untersuchung führte statt zur Klärung zur weiteren Verschleierung des Tatbestandes. Immer kam von irgendwo her ein Wink, dein sofort ge­horcht wurde. Dieselben Kräfte, die damals bet uns ihr Unwesen trieben, beherrschen auch die öffent­liche Meinung des Auslandes. Sie sorgen für die Hervorkehrung der Lüg--über Deutschland sie sor­gen für die Unterdrückung der Wahrheit über Deutschland und über ihr eigenes Treibern Em typisches Beispiel dafür ist der ^all des arnerika- Nischen Paters Coughlm der im Rundfunk daran erinnnerte, daß sich keine.ReSlerung gefun­den habe, die wegen der Abschlachtung von 25 000 000 Russen durch die bolschewistiichen Juden- kommissare und deren Kreaturen protestierte, wah­rend man heute die deutsche Judengesetzgebung zum Ausgangspunkt eines wilden Kesseltreibens.macht. Damit hatte er bei den Juden ins Fettnapfchen getreten. Schon ist ihm der N e u y o r k e r R u n d - funk gesperrt worden, sofern er sich nicht )em jüdischen Terror beugt und seine.künsUgen Vor­träge zur Zensur vorlegt. Eine neue jüdische Kneve- lunq der Wahrheit, dazu in derfreiesten Demo- kratie der Welt", in der tatsächlich nichts unmöglich ist, auch nicht das fortgesetzte Belügen des ameri­kanischen Volkes. *

Wie das Deutsche Nachrichtenbüro dazu aus Neu- york meldet, scheint dieser offene Versuch der Wall- : street-Juden, die Wahrheit totzumachen, einigen I Neuyorker Kreisen nun doch die Augen zu öftnen ' für das, was sich in Wirklichkeit hinter der ,Mnti- ' nazi-Liga" und ähnlichen Organisationen verbirgt. ' So tritt die große katholische ZeitungBrook­lyn Tablet" für Pater Coughlm und sein mutiges Verhalten ein. Sie schreibt u a.:Die Juden in Amerika haben s i ch übernom­men. Sie haben vom Präsidenten bis hinunter zum letzten Amerikaner jeden notigen wollen, für ihre Sache einzutreten." Das Blatt verweist dann darauf, daß sich in den Vereinigten Staaten Nie­mand gefunden habe, der sich auch nur rmt ähn­lichem Eifer für die Vorgänge in anderen Landern interessiert habe, wobei es den blutigen Terror in Sowjetspanien und Palästina, aber auch den fortdauernden Bonzenmord im Sowjetparadies im Auge hat. Die heuch­lerische Verlogenheit jener Kreise, die die Entlaß vunq des jüdisch-bolschewistischen Weltfemdes durch Dorhänqung eines Maulkorbs unterbinden zu kön­nen glauben, kennzeichnet Brooklyn Tablet dann durch den Hinweis, daß sich kein Rundfunkansager gefunden habe, sein Bedauern überEntstellungen auszusprechen, als im gleichen Neuyorker Sender rnoskauhörige Hetzer eine milde Agitation zur Unterstützung der rotspanischen Mord erb anden los­ließen; denn da ist ja das Judentum wesentlich mit

Binding erinnert, daß jede Generation die Land- < schäft ihrer Seele neu zu entdecken habe. Wie sehr 1 gerade Friedrich Bischofs dieses Wort Bindings wahrgemacht hat, bewies uns der überraschende Er­folg seines ersten großen RomansDie goldenen Schlösser", der 1936 erschien. Seitdem steht Fried­rich Bischoff in der ersten Reihe der neuen deut­schen Dichtung. Die große Tradition des aus schle­sischem Mutterboden genährten Schrifttums wird seit diesem Buch, neben Gerhart und Carl H a u p t - mann und Hermann Stehr, durch Friedrich Bi- choff repräsentiert.Die goldenen Schlosser waren der Anfang zu einer weitgespannten Trilogie schle- ischer Lanoschaftsromane, die, obwohl jeder m sich abgeschlossen und selbständig, bereits ahnen las­sen, was dem Dichter vorschwebt, nämlich über den Raum seiner Heimat hinaus, ein Gesamtbild deut- chen Wesens, deutschen Lebens zu geben.

Rach denGoldenen Schlössern", dem Roman des Riesengebirges, folgte das BuchDer Wassermann , der Roman der Ebene und des Vorgebirges, die wie ein Fluß selbst spannungsreich und elementar dahin­jagende Erzählung von den Wassergewalten, denen der Mensch in diesem Landstrich wie einer Himmels­und Höllengewalt ausgesetzt ist. Der abschließende dritte Band, an dem der Dichter zur Zeit arbei­tet, faßt das große Thema zusammen. Wenigstens so viel wurde verraten, daß eine große ostdeutsche Stadt der Schauplatz der vielfältig verwobenen Handlung sein wird, die bis in unsere Zeit mtt ihren Schicksalsmächten hineinreicht.

Ich ging von ihm in dem schönen Bewußtsein, daß hier in der Weltstadt ein Dichter mit den urtüm­lichen und ewigen Kräften seiner Heimat verbunden lebt und aus jenem großen Heimweh schafft, das auch sein neues, zu Weihnachten vorliegendes Buch H i m m e l u n d H ö l l e" hat entstehen lassen. Eine große illustrierte Zeitung bringt in diesen Tagen, wie mir Friedrich Bischoff beim Abschied noch sagte, jene Erzählung, die dem Buch seinen Titel gegeben hat, zum Vorabdruck. Alle Freunde der Bucher Friedrich Bischoffs werden es mit Genug­tuung begrüßen, daß dadurch einem großen Leser­kreise Gelegenheit geboten wird, die Darstelkungs- kunst des Dichters in einer für ihn wesentlichen und bezeichnenden Arbeit kennenzulernen.

Es heißt bekanntlich, daß die besten Berliner aus

Die volle Bedeutung dieses Rückganges ergebe sich daraus, daß die Erzeugungsschlacht und ihre Verstärkung im Vierjahresplan einen zusätz­lichen Aufwand an Arbeit erforderlich macht, vor allem eine erhöhte Produktion bei solchen Erzeug- nissen erforderlich ist, die einen besonders hohen Arbeitsaufwand benötigen. Der Zeitpunkt rüde immer näher, wo eine grundsätzliche Lösung des Problems unaufschiebbar wird, weil der Rückgang der Arbeitskräfte auf dem Land das Gespenst des Rückganges der landwirtschaftlichen Produktion her­aufbeschwört. Hatte die Landwirtschaft nach der Machtübernahme einen entscheidenden Beitrag an der Arbeitsschlacht gehabt, man kann das daraus ersehen, daß die erste Provinz, die sich frei von Arbeitslosen melden konnte, die Bauernpro- vinz Ostpreußen gewesen ist. Diele, die heute aus Unkenntnis der Landwirtschaft den Vorwurf machen, daß sie sich nicht frühzeitig genug auf Ma- schinen umgestellt habe, vergessen, daß es damals auf die Beschäftigung vieler Menschen durch Hand­arbeit angekommen war. Dazu kam noch die Schul­denlast aus der Systemzeit mit ihr§n hohen Zms- leistungen. Daß die Landwirtschaft trotzdem unse­rer Parole zur Erzeugungsschlacht ohne Rücksicht auf die betriebswirtschaftlichen Verluste gefolgt ist, beweisen die Steigerung der Ausgaben

Völlig fehlen in den Vertrügest vom 17. Novem­ber Abmachungen ü b e r W ä h r u n g u n d S Dul­den Die vielfach erwartete und von Frankreich so­gar erhoffte Herabsetzung des Pfundkurfts gegen­über dem Dollarkurs ist ausgeblieben. Dabei hat sich in den letzten vier Monaten der Pfundkurs am Londoner Devisenmarkt in Dollar gerechnet von rruna 4,92 Dollar auf rund 4,71 Dollar ermäßigt also um immerhin 4 bis 5 v. H. UeberraJdjenb kommt vielen auch der Verzicht auf legliche ed)ul- denabmachungen. Seit 5 Jahren zahlt Großbritan­nien keineSchuldzinsen oder Tilg u n g s- betrage mehr an Amerika. Bereits vor Jahren erwartete man von der Londoner Regierung, als der Wortführerin des wichtigsten Schuldnerlandes, eine Initiative auf diesem Gebiete; sie ist auch letzt bei dem bedeutenden Anlaß des Vertragsabschlus­ses ausgeblieben. Amerika schleppt Forderungen mit sich herum, die von Jahr zu Jahr wertloser werden. Es mag sein, daß die Regierung Roosevelt ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen Bedenken trägt, dem amerikanischen Volk reinen Wem emzu- schenken. Aber es ist doch wieder schwer zu ver­stehen, daß die Washingtoner Regierung diesen Trumpf nicht ausspielt, solange er smch nicht jeöen Wert verloren hat. Deutschland hat sich bereit er­klärt, sich an jeder aussichtsvollen und ernsten Be­ratung der Schuldenfrage zu beteiligen, sieht aber die angelsächsischen Mächte als die Meistinteressier-

für Maschinen und Geräte von 138! Mil­lionen 1932 bis 1933 auf 460 Millionen 1937 bis 1938, die Erhöhung der Gärfutterbehälter von 650 000 Kubikmeter 1932 auf 7,4 Millionen Kubik- meter, die Steigerung der Ausgaben für Gebäude- reparaturen und Neubauten von 363 Millionen 1932/33 auf 517 Millionen 1937/28 und für die Unterhaltung des Inventars vori 475 auf 848 Mil­lionen, für Barlohn von 1,37 Milliarden 1^3/34 auf 1,74 Milliarden 1937/38. Der Gesamtwirtschafts- aufwand hat sich von 4,1 Milliarden 1932 auf 58 Milliarden 1937/38 erhöht. Insgesamt hat die Land­wirtschaft von 1933 bis 1938 4,5 Milliarden mehr für Betriebsmittel ausgegeben, als wenn ;ber ffitrt- schaftsaufwand auf dem Stand von 1932/33 geblieben n)töenn diese Leistungen unter diesen erschweren­den Verhältnissen möglich waren, so deshalb wett alle Maßnahmen, die zu diesem Erfolge geführt haben, bestimmt waren vom Begriff der Ord­nung, in der Erzeugung, gesteuert durch die Erzeugungsschlacht und der Ordnung in der Versorgung, gesteuert durch die Marktordnung. Ohne die geordnete Wirtschaft im Agrar­sektor wäre Deutschland vier Jahre nach 1933 genau

erinnernde rosafarbige Weichkorallen und Seerosen, die außerhalb des Wassers zwar einem unansehn- lichen Fleischklumpen gleichen, im Aquarium aber sich blütengleich entfalten. Die Stachelhäuter sind reich vertreten durch kugelige Seeigel, zinnoberrote Seegurken, Seesterne verschiedener Form und Farbe und Schlangensterne, Kunstwerke der Natur an Zartheit und Geschmeidigkeit ihrer seinen, kalk- durchsetzten Arme7Von Würmern finden mir präch­tig irisierende Seemäuse und spannlange, zartge- gliederte, lebhaft rotgefärbte Nereiden. Muscheln aller Art, darunter die alsRagout-km"-Schalen bekannten Pekten-Gehäuse, zerbrechen unter den schweren Sohlen der Matrosen, und Schneckenge- häuse fast bis Fußlänge, teils von der Schnecke selbst, teils von einem Einsiedlerkrebs bewohnt, rollen über das Deck.

einander verflochten sind, und daß von diesem Platz im Grünewald der Weg in die Landschaft und zu den Menschen seiner Heimat viel näher ist, als ich es zuerst wahrhaben wollte.

Allein viele Dinge in seinem Arbeitszimmer, schlesisch- Stiche, alte Josephinenhütter Leuchter, ver­raten auch dem fremdesten Besucher sofort, daß nicht hier im großen Berlin ein Dichter seine zufällige Wohnstatt auftchlug, sondern von hier aus em steti­ger Kräftestrom im Wechselspiel mit der schlesischen Heimat mit an seinem dichterischen Werk webt. Ich wurde bei meinem Besuch bei Friedrich Bischoff an jenes schöne Wort des verstorbenen Rudolf G.

Besuch bei einem Dichter.

Von Hanns Arens.

Im alten Grünewald, dort, wo es noch beinahe ländlich zugeht, am Rande der großen Stadt Ber­lin, wo neben Villenhäusern herbstlich die letzten Schrebergärten verblühen, glaubt man auf einmal mitten in Schlesien zu sein. Denn die Planung der Stadtväter oder eine Fügung hat es gewollt, daß die Straßen und Plätze dieses geruhsamen Bezirks schlesische Bäder- und Bergnamen tragen, ja, em Stück weiter hinein zwischen den alten Kiefern klingt es sogar sudetendeutsch auf, und Franzensbad be­grüßt uns zum mindesten auf dem Namensschild einer stillen Gartenstraße.

Von hier aus ist es nicht mehr weit zu jenem Platz mit dem schlesischen Namen, der hier verschwie­gen sei, weil der Dichter Friedrich Bischoff, der dort wohnt, ohnedies freundliche Briefe genug erhält. So wichtig er jeden dieser Briefe aufnimmt, weil sie ihm, wie er mir sagte, ein Vertrauensbe­weis der Leserschaft sind, so freundschaftlich wurde ich auch von ihm empfangen. Es lag nahe, das Ge­spräch mit ihm darüber zu beginnen, ob ihn, den Dichter schlesischer Herkunft, der Zufall in dieses Wohnviertel verschlagen habe, dessen Oertlichkeit so sehr mit seinen großen RomanenDie golde­nen Schlösser" undDer Wassermann" verbunden ist. Aber schon nach wenigen Worten, ob Zufall ober nicht, empfand ich, wie bisher in allen seinen Dichtungen, daß äußere Umstände, Le­ben und Werk in der Stille dieser Wohnung mit-

Goslar, 27. Nov. (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft und Reichs- bauernführer Darr6 schloß Sonntag mittag den 6 Reichsbauerntag in Goslar mit einer Rede m der er, die Ergebnisse der Haupttagungen zusam­menfassend, noch einmal die Leistungen in den bisherigen vier Jahren der Erzeugungsschlacht her- ausstellte uni> die Parole für das fünfte Jahr der Erzeugungsschlacht an das Landvolk des Großdeut­schen Reiches ausgab. Er stellte die künftigen Auf­gaben des Landvolkes unter das verpflichtende Ge­löbnis:Unter Adolf Hitler an vorderster Front für Deutschland". Wie sehr der nervenaufreibende Kräfteeinsatz der Bauernführer und des Landvolkes sichtlich einem großen Ziele gedient hat, zeige die stolze Wirklichkeit: Zum ersten Male sind hier unter uns versammelt die Bauernführer aus der ms Reich zurückgekehrten Ostmark und a u s den su d e- t e n d e u t s ch e n G e b i e t e n. Es ist kern Zweifel, daß die hingebungsvolle Arbeit in der Ernährungs­politik der letzten Jahre dem Führer ganz wesent- liche Voraussetzungen hat schaffen helfen, auf denen er seine geniale Politik aufbauen und zu einem erfolgreichen Ende durchführen konnte. Der Reichsbauernführer erinnerte an die Meisterung der Verpflegungsschwierigkeiten in Oesterreich, bei der Befreiung der sudetendeutsche Gebiete und gleich- Öbei der beschleunigten Durchführung des

s der Westbefestigungen. Dabei hätten sich ' auch schon die drei Landesbauernschaften m Oester­reich, die in kaum sechs Wochen aus dem Nichts auf hie Beine gestellt waren, bewährt. Der Aufbau der Landesbauernschaft Sudetenland sei heute bereits im wesentlichen abgeschlossen. Daran schloß Darrö den Dank für die hingebungsvolle Arbeit der Be­amten und Sachbearbeiter des Reichsernahrungs- ministeriums und des Reichsnährstandes. Er fuhr dann fort: ,Zch will diese Gelegenheit ergreifen und einmal mitteilen, daß der Reichsnährstand im ge- samten Reichsgebiet Großdeutschlands noch keine 20 800 Beamte und hauptamtlich an- gestellte Sachbearbeiter besitzt. Dem­gegenüber zeigte der Reichsbauernführer am Bei­spiel einer Großstadt, daß diese in ihrem Ver- waltunqs- und Hoheitsdienst etwa doppelt so viel Beamte und Angestellte beschäftigt. Dabei fei 3U bedenken, daß der Reichsnährstand mit seinen Beamten und Angestellten über 5 Millionen land­wirtschaftliche Beliebe mit rund 16 Millionen Men­schen betreut. _

Auf die Ergebnisse der Erzeugungsschlacht uber- gehend, bestätigte der Reichsbauernsührer die in seiner Nürnberger Rede gegebenen vor- schähungen durch die inzwischen vorliegenden amtlichen Ermittlungen die größte Ge­treideernte.die Deutschland jezu verzeichnen hatte, wobei die Vrot- getreideernte an das Ergebnis von 1913

Warenausfuhr 1937. Die W e i z e n p r o d u k t i o n entspreche dem Wert der Erzeugung der Kokereien;

2 sei in der Landwirtschaft öer Grund und Boden die Voraussetzung aller Produk­tion. Das in Deutschland gegebene knappe Maß habe noch von Jahr zu Jahr abgenom- m e n. Dieser knappe Raum zwinge zu einer i n - t e n f i ü e n Bearbeitung, die heute m der Welt beispiellos dastünde.

Stünden genügend Arbeitskräfte für die Intensivierung zur Verfügung, dann wäre eine Erweiterung der Ernährungsbasis viel leichter durchzuführen. Tatsächlich werden nach der Arbeitsbuchstatistik jetzt gegenüber 1933, wo wir nicht diese Jntensitätshöhe hatten, rund 165 000 Landarbeiter weniger gezählt. Dar­über hinaus wurden 230 000 landwirtschaftliche Arbeiter in anderen Berufen beschäf­tigt. Rund 400 000 arbeitsbuchpflichtige Ar- beitskräfte standen also weniger zur Verfügung als 1933. Der Verlust beträgt rund ein Fünftel der Gesamtzahl. Dazu kommt noch die Ab­wanderung der von der Statistik nicht er­faßten Familienangehörigen und die Tatsache, daß nach der Bevölkerungsentwicklung eigentlich eine Zunahme um etwa 300 000 Per­sonen hätte erfolgen müssen. Der Gesamtver­lust könnte also auf 700 000 bis 800 000 bezi­

ehende Zugeständnisse an ihre amerikanischen Der- Handlungspartner zu ermöglichen. Der kanadisch- amerikanische Vertrag ist eine .Art Mustervertrag dafür, wie Amerika den Dominien Südafrika, Au­stralien und Neuseeland für die abnehmenden Lie- ferungsmöglichkeiten an das britische Mutterland Ersatz bieten soll. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben neben einer Atlantischen auch noch eine Pazifische Küste, - Großbritannien nicht. Wenn man in London den Zufuhrweg durch den Atlantischen Ozean um das Kap der Guten Hoffnung herum nach den drei Dominien auf der südlichen Erdhalbkugel und erst recht den Weg durch das Mittelmeer und den Suezkanal nach Indien als bedroht ansieht, liegt es nahe, eine Kombi­nation zu suchen, bei der di» Lieferungen über den weniger gefährdeten Pazifischen Ozean vorgenom­men werden. Die Wirtschaftsverträge, die Wafhmg- ton in den nächsten Monaten mit Öen genannten anderen Dominien abschließen will, werden m die­ser wichtigen Frage recht aufschlußreich sein., Emen Teil der entlegenen Märkte hat Großbritannien be­reits soweit den Amerikanern zur Verfügung ge­stellt, daß man fast von einer gemeinsamen britisch- amerikanischen Patronage gegenüber diesem Teil des Weltreichs sprechen kann: der hinterindftche Besitz Großbritanniens Malaya darf Zinn unmit­telbar an die Vereinigten Staaten liefern, wird da­gegen für den Absatz amerikanischer Kraftwagen,-.. , ... . .

bessere Möglichkeiten bieten als bisher. 4ten und Nachstbeteiligten an.

Wenn man auf den Wochenmärkten die Fisch­stände besucht und dort die etwas nüchtern an­mutenden Seefische sieht, kann man sich schwerlich eine Vorstellung machen von dem Gewühl und Ge­dränge, von der Mannigfaltigkeit der Formen und Farben, die ein einziger Netzzug in der See zutage fördert. Hier peitscht ein tischgroßer Glattrochen mit einem Schwanz das Deck, dort grinst ein Seeteufel, das ganze Tier fast ein riesiger Kopf, aus tückischen Augen, und dort beißt sich ein Seewolf mit scharfen Zähnen in der Holzstange fest, die ein Matrose ihm hinhält. Aber neben diesen merkwürdigen Formen finden wir auch andere, die durch ihre Regelmähia- keit auffallen. Schlanke, schieferblaue Dornhaie winden sich elegant aus dem Gewimmel der Fisch­leiber hervor, und daneben sperrt ein an den Sei­ten herrlich rotgoldener Knurrhahn seine großen, schwarzgrünen, blauumsäumten Brustflossen, die an Pracht den Flügeln eines tropischen Riesenfalters nicht nachstehen. Vereinzelt finden wir auch die wegen ihres Farbenspieles berühmten Seebarben und vor allem die hochroten Rotbarsche, den-en die steil abfallende Stirn ein eigentümliches Aussehen verleiht Die Hauptmenge des Fanges bilden schell­fischartige Fische, vom ungeschlachten Kabeljau bis zum zierlichen, silberglänzenden Wittling und Platt­fisch, vom fast zwei Meter langen Heilbutt bis zur handgroßen Zwergzunge herab.

Wie im Kornfeld Cyanen, Kornraden, Wicken und Nelken blühen, so stattet die Natur auch ihre unter- seeischen Erntefelder mit bunten, reizenden Gebil­den aus, die, wie jene dem Landmann, dem Fischer ein unwillkommene Beigabe sind. Wie auch das Erntegut des Meeres tierischer Art ist, so ist auch lein Beisana" tierisch. Das große Reich der Pflan- teneZiutogramm ues -

°nti°r- st-ll? ttumN-, oft grell orange gefärbte die b-fchri-bene S°hle °b und hob sie s'ch zum^n > Schwämme, zierlich geformte, an Straußenfedern > denken an Menzel auf.