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60 Jahre GesangvereinHeiterkeit" Gießen

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men 6er Uebungsftätten ist, daß der Teilnehmer bereits im Berus steht und berufliche Funktionen ausüben kann. Wir sprechen deshalb auch nicht von Kursen oder Berufsausbildung sondern vün für* dernden Berufserziehungsmahnahmen, d. h. Matz- nahmen, die den schaffenden Menschen in seinem Beruf fördern, also höher führen sollen.

Der beruflichen Förderung geht die Berufslaus- bahnberatung voraus, die den Zweck hat, den Schaffenden entsprechend seiner Fähigkeiten zu lenken und im Endziel die Verwirklichung des Prin­zipsDen richtigen Mann an den richtigen Platz" anstrebt. Der schaffende Mensch muß an den Ar­beitsplatz gestellt werden, den er vermöge seiner Kenntnisse und Fertigkeiten mit höchstmöglicher Lei­stungsfähigkeit und Arbeitsfreude voll und ganz zum Nutzen der Gemeinschaft ausfüllen kann.

Die Deutsche Arbeitsfront sieht in der Berufs- erziehung eine der positivsten sozialpolitischen Maß­nahmen für den schaffenden Menschen, die es ihm ermöglicht, sich im Lebenskampf zu behaupten und durch Höchstleistung im Beruf sich von der Vorstel­lung des Arbeitszwanges freizumachen und in der Arbeit die höchste Erfüllung und schönste Form des Lebens zu sehen, eines Lebens, welches wir nicht für uns selbst, sondern für unser Volk und Vater­land besitzen.

Finanzamt, ein v

Reihe von Mietwohnhäusern. Ein ganz neues Viertel wurde am Schießhorst und an der Karl- Weber-Straße eröffnet. Nach allen Seiten dehnte sich die Stadt aus. Die große geräumige Turnhalle war 1889 entstanden und 1926 durch den Anbau des großen Turn- und Sinasaals wesentlich erwei­tert worden. Die städtische Wasserleitung war 1898 mit einem Kostenaufwand von etwa 100 000 Mark erbaut und in späteren Fahren mehrfach ergänzt und erweitert worden. Schon 1910 war in der

Die musikalische Leitung ging infolge verkehrs­technischer Schwierigkeiten im Winter 1923/24 von dem damals in Großen-Linden wohnenden Musik­lehrer Heinrich Blaß an deffen Freund Musik­lehrer Wilhelm Schöttler in Gießen über, der seinem Vorgänger in würdigster Weise folgte und auch das große Konzert anläßlich des goldenen Vereinsjubiläums im Fahre 1928 in der Dolkshalle, das Sonderkonzert beim 2. Hessischen Sänger­bundesfest 1929 in Darmstadt und die Stunde des Ehorgesangs am 13. Funi 1937 im Reichssender Frankfurt dirigierte.

Seit Gründung des Sängerkreifes Gießen im Fahre 1930 wird an den jährlichen obligatorischen Wertungssingen selbstverständlich und stets mit Er­folg teilgenommen. Nicht nur die gesangliche, son­dern auch die gesellschaftliche Seite wurde jederzeit mit großer Sorgfalt gepflegt. Die wohlgelungenen Veranstaltungen dieser Art stehen noch in bester Erinnerung.

Die im Fahre 1933 erfolgte Vereinigung mit dem GesangvereinLiederkranz" erwies sich als nicht zweckmäßig und wurde nach fast zweijähriger Dauer wieder gelöst. Bedeutet es schon ein großes Glück für einen Verein, während einer Spanne von 60 Fahren nur vier Chormeister besessen zu haben und das beweist, daß es sich stets um bestens be­währte Männer gehandelt hat, so kommt noch hinzu, daß dieHeiterkeit" meist von tüchtigen und weitschauenden Dereinsführern geleitet und so über bedrohliche Klippen hinweggesteuert wurde. Heinrich Seidewand, Emll Noll, Josef Berber und Philipp Eise verdienen hier besonders ehrenvoll genannt zu werden. Als eine sonst seltene der­artige Tradition darf die seit 1895 bestehende Ver­bundenheit mit dem GaschausSchivkapaß" dem Dereinslokal erwähnt werden, dessen langjähriger Inhaber Jean Arnold noch heute im Alter von 82 Jahren aus den Reihen der Sänger gar nicht wegzudenken ist.

So zieht sich durch das Leben der .Heiterkeit^ wie ein roter Fgden die stete Tatbereitschaft. Immer und zu jeder Zeit war ein strebsamer und opfer­williger Mitgliederstand vorhanden, der sich feiner großen Aufgabe in der Vermittlung wertvollsten deutschen Kulturgutes bewußt geblieben ist und so wesentlich mit dazu beigetragen hat, das Anlchen und den Ruhm seines Vereins zu mehren und sich einen großen und treuen Freundes- und Anhänger­kreis zu sichern.

So wie bisher mögen auch in aller Zukunft die ungezählten, meist schönsten Stunden des Lebens die Mitglieder zu einem glückhaften Fortbestand derHeiterkeit" verpflichten.

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In diesen Tagen konnte der Gesangverein Heiterkeit" auf sein 60jähriges Bestehen zu- ruckblicken. Von einem Kenner der Verhält­nisse wird uns über die Gründung und den Werdegang folgender Bericht übergeben.

Der GesangvereinHeiterkeit" verdankt seine Ent­stehung derFreiwilligen städtischen Feuerwehr". Junge Leute derselben schlossen sich zu einem Kränzchen zusammen, um dadurch einen Mittel­punkt für das gesellige und freundschaftliche Leben zu schaffen und einen engeren Zusammenschluß zu ermöglichen. DiesesFeuerwehrkränzchen" wurde als Zweigverein der Wehr nicht geduldet, so daß es am 7. 'September 1878 durch die Beteiligten zur Bildung eines selbständigen Vereins kam, dem man den NamenHeiterkeit" beilegte.

Schon bald nach der Gründung trat die rein ge­sangliche Betätigung mehr und mehr in den Vorder­grund, und unter Leitung von Musiklehrer Grö - ninger setzte eine zwar langsame, aber stetige Entwicklung ein. Ein um 1890 ins Leben gerufener gemischter Chor war leider nur von kurzer Dauer. Wenn auch der noch junge Verein in der Öffent­lichkeit erfolgreich wirkte, trat doch mit der im Jahre 1899 erfolgten Uebernahme des Dirigenten­stabes durch Lehrer Ludwia Becker ein grund­sätzlicher Wandel ein, der sich sehr zum Wohle der Heiterkeit" ausgewirkt hat. Neben alliährlichen, zum Teil mehrtägigen Ausflügen und Reisen bilden die mit Wertunassinaen verbundenen Feste des Lahntalsänaerdundes Marksteine in der Vereins­geschichte. Besonders Beachtung verdient aber die Teilnahm- derHeiterkeit" an den zu jener .'Reit üblichen Gesangswettstreiten.. U-berall, ob in Bad- Nauheim, in Lang-Göns, Villmar oder Nidda, murd»n die unter zielbewußter Leitung stehenden Darbietungen bei starker Konkurrenz mit zum Teil ersten und Ehrenoreiien gekrönt.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß schon im Jahre 1906 das Konrertpodium betretm wurde. Einer Einladung des Eisenbahnvereins Nidda fol­gend, übernahm dieHeiterkeit"' den gesanglichen Teil einer Wahltätigkeitsveranstaltung und erntete dafür reiche Anerkennung. Das Jahr 1909 zeigte den Jubslverein gemeinsam mit dem auch unter Leitung von Aerrn Becker stehend-n Gesangverein ..Germania" Lollar zum ersten Male in der für kulturelle V-ranstaltunaen historischen Neuen Aula der Unioerfitäf im wohlaelunaenen Konzert unter dem MottoKindheit und Heimat".

Das in aesanalicher und gesellschaftlicher Hinsicht blühende 93erein«feben w"rde durch den Ausbruch des Krieges im Jahre 1914 unterbrochen und fast noüftänbig zum Erlieaen gebracht. Ledialich die Sorae um die 'M Felde ftehenb»n Sanaesbrüder und um deren Lieben in der Heimat bildete nun­mehr den S'nn b»r V»r»instätigkeit. Mit allen nur Verfügung stehenden Mitteln war man bemr*bt, Not in ausreichend-rn Maße zu lindern. N"un Mit» alieder kehrten nicht mehr in irre Heimat zurück, unter ihnen der verehrte Dirigent Lehrer Becker.

Die Kriegs- und die nachfolgende Notzeit ver­mochten iedoch nicht, die öiebe zum deutschen Lied zu vernichten. Mit all"m Ernst samm»sten sich sofort nach Kriegsende die Mstalieder der ,.H»it^rkeit" um ihre Fahne. In M"sfklebrer Heinrich Blaß war es gelungen, einen Chormeister zu finden, der be= fohiat war. den von seinem Vorgänger einae- lchlaaen-'n Weg erfolgreich w»tter zu beschreiten. G»wiß hatten die Gesanasm»ttstr»ite in materiali­stischer Hinsicht zum T"il üble Folgeerscheinungen gezeitiat: außerordentlich segensreich allerdings tu ar en sie in der Erziehung zu einer geradezu hohen Gesanaskultur. So hat denn dieHeiterkeit" aus di"s-m Erfghrikna-m heraus sich für die

nffintt-f;*« Abhaltung eines Männerchor-Konzertes entschieden.

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Die Stadt erbaute das Dienstaebäude für das Finanzbeamtenwohnhaus und eine

Stadt durch die Tatkraft weitsichtiger Bürger ein schönes, modernes Schwimmbad entstanden.

Das alte, um 1500 erbaute Rathaus, ein herr­licher Fachwerkbau, wurde 1902 von Grund auf renoviert. Auch eine umfassende Herstellung des Aeußeren und Inneren der altehrwürdigen Stadt­kirche wurde 1861, 1911 und 1929 durchgeführt. 1928 ging die Stadtverwaltung an den Bau eines modernen Krankenhauses, das sich zu einem reichen Segen für die Stadt und die umliegenden Gemein­den ausgewirkt hat. Groß war das Opfer (etwa 250 000 Mark), das die Stadt damit für die All­gemeinheit brachte. Das alljährlich stattfindends MotorradrennenRund um Schotten" hat den Namen der Stadt weithin in der Sportwelt bekannt gemacht.

So hat die Kreisstadt Schotten sich von Anbeginn an auf allen Gebieten fortschrittlich betätigt, sie ist mit dem Geist der Zeit gegangen und hat dabei viele Opfer auf sich genommen, um den Ruf und das Ansehen einer Kreis- und Beamtenstadt zu wahren.

Das Ende des Kreises Schotten ist nun getom« men. Es besteht aber die begründete Aussicht und feste Hoffnung, daß man der Stadt Schotten, die auf eine über 1000jährige Geschichte zurückblickt, einer alten Kämpferstadt, die als erste Kreisstadt den Führer schon im Mai 1932 zu ihrem Ehrenbür- ' ger ernannte, einen ausreichenden Ersatz für dis Ovfer gewährt, die sie im allgemeinen Staatsinter­esse hat bringen müssen.

Möge dieser alten Kreisstadt und allen bisherigen kreisangehörigen Gemeinden in ihren neuen Kreis- verbänden im wiedererstarkten, vom Führer neu geschaffenen Großdeutschen Reich ein neuer, glück­hafter Aufschwung beschieden sein!

86 Jahre Kreis Schotten.

Rückschau am Ende der Arbeit dieses Kreises für das Gemeinwohl.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7; Nachrich- ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher K'ang zur Werk- pause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland Kinderland.Die Mutter als Erzieherin." 10: Schul­funk. Andreas Hofer. 11.45: Ruf ins Land 12: Mit» tagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskon- zert II. 14: Nachrichten. 14.10:Lach doch e bisserl, sing doch e bisserl." 15: Aus der Arbeit der NSV. 15.30: Was uns allen Freude macht-, Frohsinn und Heiterkeit mit unseren Jungen und Mädeln. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Im Kampf mit Fels und Kar- Mit dem Funkwagen zum Neubau der Flexenstraße. 18.30: Platzkonzert. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Unser kleines Orchester bringt heute: 1. Meister der deutschen Unttrhaltunasmusik 2. Nur einmal recht glücklich sein. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 3: Nacht­musik.

Aus Versehen erhängt, aber rechtzeitig gerettet.

LPD. Frankfurt a. M., 27. Oft Ein aufregen­der Vorfall spielte sich am Mittwoch in einem Hause in Frankfurt a. M.- Höchst ab. Die Hausfrau hatte ihren erwachsenen Sohn beauftragt, auf dem Dachboden die Wäscheleine anjubringen. Als nach kurzer Zeit die Mutter mit der Wäsche auf den Trockenboden kam, fand sie den Sohn an Der Wäsche­leine erhängt auf. Sie loste sofort die Seine und nahm an dem bereits Bewußtlosen Wiederbelebungs­versuche vor. Die Versuche hatten auch Erfolg. Wie sich herausstellte, hatte sich die Wäscheleine um den Kopf des jungen Mannes geschlungen, ohne daß er es bemerkte. Als er vom Stuhl springen wollte, blieb er in dem verwirrten Sell hängen und verlest sofort das Bewußtsein.

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nannt, der vom 16. Dezember 1887 bis 1. Oktober 1911 als treusorgender Leiter seinem Kreis Vor­stand. Mancher notleidenden Gemeinde hat er beim Bau der Wasserleitung oder des Schulhauses durch Hergabe eines privaten Darlehens geholfen, wie er sich auch um das Kriegervereinswesen im Kreise sehr verdient gemacht hat. Er wurde Ehrenbürger der Stadt Schotten. Auch der großen Verdienste des leider so früh verstorbenen Kreisrats Dr. Kranzbühler und des jetzt in Darmstadt im Ruhestand lebenden Geh. Regierungsrats B o e ck - mann fei hier dankbar gedacht. Kreisdirektor Dr. Fann hat besondere Verdienste um den Kreis dadurch, daß er die Uebernahme durch das Reich der vom Kreis während des Wellkriegs aufgenom­menen Schulden für Kriegerfamilienunterstützungen in Höhe von etwa 100 000 Mark erreichte.

Ein gutes Zeichen der Kameradschaft und Volks­verbundenheit liegt im Bestand der Freiwilligen Feuerwehren. Heute gibt es keine Gemeinde im Kreis Schotten mehr, in der sich nicht eine Frei­willige Feuerwehr befindet. Besondere Verdienste erwarben sich hierbei Regierungsrat Schwan und der langjährige Kreisfeuerwehrinspektor Eberheim.

Vielen Bauluftigen wurden vom Kreis Baudar­lehen bewilligt. Die Baulust wurde damit sehr ge­fördert, das Bauhandwerk unterstützt. Der frühere Kreis-Obst- und -Gartenbauverein hat außerordent^ lich anregend auf dem Gebiet der Obstbaum- und Gartenpflege gewirkt. Den Fafelhaltern wurden vom Kreis Prämien für gute Haltung der anver- trauten Tiere bewilligt. Die nach dem Weltkrieg eingerichtete Kreisfürsorgestelle hatte einen von Jahr zu Jahr steigenden Etat, und damit hat sie auf den verschiedensten Wohlfahrtszweigen segens­reich gewirkt, wie Jugendfürsorge, Sozial- und Klemrentnerhilfe, Anstaltspflege, Z6äegsbeschädigten- fürsorge u. a. m. Im Kraftfahrzeug- und Paßver-- kehr wuchs die Arbeit ständig.

So hatte sich das Aufgabengebiet des Kreises von feiner Gründung ab bis heute in den langen Entwicklungsjahren ungemein erweitert und ver­mehrt. Der Auftrieb im Kreis blieb gegen die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht aus.

Besonderen Aufschwung hatte die Kreisstadt Schotten feit dieser Zeit genommen. Die Schul- Verhältnisse lagen hier bei der Schaffung des Kreises sehr darnieder. Die Stadt ging damals an den Bau des alten Schulhauses (heutige Adolf- Hiller-Straße). In den 90er Jahren folgte der Neubau des neuen Schulhauses in der Friedhof­straße.

Im alten Schulhaus war das sog.Institut", die höhere Schule untergebracht. Die Räume waren un­zureichend geworden, so entschloß sich die Stadt im Jahre 1907 zum Bau eines modernen Realschul-

gebäudes. Weitere Schulen, eine landwirtschaftliche und gewerbliche Berufsschule, die hessische Förster­schule (1920) folgten. Die Post erhielt ihr eigenes Gebäude. Noch bis zur Nachkriegszeit fuhr die alte, gemütliche Postkutsche nach Ulrichstein, aber bald folgte die Einrichtung der Postkraftfahrlinien (Bau der Autohalle).

Oer Weihnachtsmarkt des Deutschen Frauenwecks.

Es sei jetzt schon auf den Weihnachtsmarkt des Deutschen Frauenwerks am 3. und 4. Dezember in den Räumen des Klubs hingewiesen. Alle Frauen der grauenhaften, des Frauenwerkes und der Jugend­gruppen des Kreises Wetterau arbeiten feit Wochen schöne und wertvolle Handarbeiten, reizendes Spiel­zeug für alt und jung. Durch Verlosung kommen diese Gegenstände zum Verkauf; sie stellen sehr hübsche Weihnachtsgeschenke dar. Der Erlös kommt dem WHW. und dem Deutschen Frauenwerk zu- gute. Zks.

Girßen wirbt für bas deutsche Buch.

Die Stadt Gießen hat sich auch in diesem Jahre wieder in den Dienst der deutschen Buchwerbung gestellt. Sie wird in Verbindung mit dem Goethe- Bund, dem Kaufmännischen Verein und dem ört­lichen Arbeitsausschuß für die Buchwoche am Mitt­woch, 2. November, 20 Uhr, in der Neuen Aula eine Kundgebung veranstalten. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, die durch eine Ansprache des Ober­bürgermeisters eröffnet, und die von Musikvorträgen der Spielschar des BDM., Bann 116 Gießen, um­rahmt wird, wird eine Lesung der Dichterin Agnes M i e g e l stehen.

500 Mark

für bas sudetendeutiche Hilfstverk.

Anläßlich der jüngsten milttärischen Maßnahmen wurde in Gießen die Pferdebeschaffungskommission IX/18 gebildet. Dieser Kommission oblag nun nach der Heimkehr der Truppen die Rückgabe der Pferde ' an ihre Besitzer. Dabei machte ein Mitglied der Kom­mission den Pferdebesitzern den Vorschlag, von der ausgezahltLn Entschädigungssumme für die Dienst­leistung der Pferde einen Teil an das Hilfswerk für unsere sudetendeutschen Volksgenossen abzuführen. Der Vorschlag fand allenthalben freudige Ausncchme, und so rollten denn auch neben allerlei Kleingeld noch viele 2-RM.- und 5-RM.-Stücke, zweimal sogar je ein 20-RM.-Schein, in die als Sammelbüchse be­nutzte Zigarrenkiste. Insgesamt kam dadurch der schöne Betrag von 500,58 RM. zusammen, der bei der Bezirkssparkasse Gießen für das Sudetendeutsche Hilfswerk eingezahlt wurde. Diese Spende stellt dem Gemeinschaftsgeist und dem Opfersinn aller Spender und der Tatkraft im Kreise der Pferdebeschaffungs­kommission ein ehrenvolles Zeugnis aus. Spender und Helfer verdienen daher Dank und Anerkennung.

Zehn Merkmale über den Krebs.

1. Wer ein Geschwür oder eine Wucherung der Haut ober der Schleimhaut der Körperöffnungen hat, muß sich sofort Dort einem Arzt untersuchen lassen.

2. Wer in den tieferen Geweben, namentlich am Halse ober in der Brust eine Verhärtung fühlt, muß sich ohne Zögern von einem Arzt untersuchen lasten.

3. Wer den Abgang von Blut oder anormaler Ab­sonderung bemerkt, muß sich ohne Zögern von einem Arzt untersuchen lassen.

4. Jeder Erwachsene, der ohne erkennbaren Grund an Gewicht verliert und an Verdauungsstörungen leidet, muß sich ohne Zögern von einem Arzt unter­suchen lassen.

5. Der Krebs ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht ansteckend.

6. Ein Krebskranker, der sich in die Hand des Kur­pfuschers begibt, ist verloren.

7. Verloste dich nicht auf Salben, Tropfen ufw.l Sie bewirken Zeitverlust, der verhängnisvoll werden kann!

8. Radium, Röntgenstrahlen ober Operationen sind heute die einzigen Heilmittel.

9. Der beginnende Krebs macht keine Schmerzen.

10. Der rechtzeitig behandelte Krebskranke hat Aussicht, vollständig geheilt zu werden. Frühzeittge Erkennung der Erkrankung bietet Aussicht auf völlige Genesung. Lpd.

Slaalsschauspielprin Hermine Körner im Stabllhealer.

Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat die bekannte Staatsschauspielerin Hermine Körner für ein einmaliges Gastspiel am Samstag, 5. No­vember, verpflichtet. Hermine Körner gastiert in Frau Warrens Gewerbe" von Bernard Shaw. Das Gastspiel findet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.

Rundfunkprogramm

Samstag, 29. Oktober.

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Das K»-»iqvetorinär^n,t M'hrnata ff* in N»rh'n, hlinq mit hem <T'ier>nrf'fnmf unb h»m wn+mpb:m*h n»rhnnb befernhers her Rtt-a» ttnh A"s»ucht des »inheimUchen 'Nanel-beraer Ratmehe«. bas »in-n b»fnnheren Ansamung Genommen hm G^ciß-» Mi-h» markt» es f»i nur cm den weitberühmt»n t-ner Sommermarkt erinnert ahnen von weither Käufer an unb beMrten die einheimif*e Viehmirt- schaft unöemein. Schlachtvieh- und Fleischbeschau wurden bureboeführt, eine Kadanerverwertunas- anstalt bei Rainrod errichtet. Die Gemeinbm nah­men den Bau eianer Wasterleitnnaen in Angriff. Heute ist feine Gemeinde des Kreises mehr ohne eine eigne Wast-rleitung.

Ans der Zahl her K>°isrgts sei besonders G°b. Rrgierungsrat Karl Theobald Schönfeld ge-

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Am 1. November 1938 tritt nach der Bekannt- machung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen Landesregierung vom 8. Oktober 1938 das Ge­setz über die Auflösung der Kreise Bens­heim, Oppenheim, Schotten in Kraft. Damit hot der seitherige KreisSchotten nach einer86jahrigen Geschichte sein Ende erreicht.

Nach einem Edikt vorn 12. Mai 1852, ,chie dem Ministerium des Innern untergeordneten Regie­rungsbehörden betreffend" war das frühere Groß­herzogtum Hessen in Verwaltungsbezirke, Kreise mit einem Kreisrat an der Spitze, eingeteilt. Der Vo- gclsberg war in die drei sog. Hochlandkreise Als­feld-Lauterbach-Schotten unterteilt worden. Beson­ders eng und freundschaftlich hatten sich, bei der Wesensgleichheit der Vogelsberger, gerade die Be­ziehungen der drei Hochlandkreise gestaltet. Es sei nur an den früheren gemeinschaftlichen Reichstags­wahlkreis erinnert. Ein noch engerer Zusammen­hang verband von Anbeginn an die Gemeinden des Kreises Schotten mit ihrer Kreisstadt, deren Gesicht sich seit ihrer Bestimmung als Kreisstadt sehr vor­teilhaft umgestaltet hat. Aus einer ursvrünglich ländlichen Vogelsberggemeinde mit regem Gewerbe, bodenständigem Handwerk (Tuchmacherzunft, Win- termetzgerei u. a.) und Landwirtschaft entwickelte sich mehr eine Beamtenstadt.

Ursprünglich zählten 36 Gemeinden zum neuen Kreis Schotten, der nach einer Verwoltungsreform im Jahre 1874 noch weitere 18 Gemeinden dazu er­hielt. Erster Kreisrat des Kreises Schotten war Herr Melior; es folgten die weiteren Kreisräte Frhr. v. Starck, R. Hoffmann. Dr. Jaup, Dr. Die­fenbach, Frhr. v. Rgder. Dr. Di"tzlch. Dr. Wolf, Geh. Regierungsrat Schönfeld (1887 bis 1911), Dr. Kranzbühler (1911 bis 1913), Dr. Merck (1913 bis 1920). Muhl, Geh. Reg'erungsrat Boeckmann (1920 bis 1929), Dr. Jann (1929 bis 1934). Zuletzt leitete Regierungsrat Schwan bis zur Auflösung das Amt.

Das Kreisamtsgebäube befand st-b von 1852. d. t her Errichtung des Kreises, bis 1889 in dem jetzigen Gaschaus hessisches Haus". 1888/89 würbe das neue, heute noch bestehende Kreisamtsgeböude auf dem sog. Pfarrwieschen nahe dem neuen Bahnhof erbaut. Die Stadt stellte den Bauplatz. Am 29. No­vember 1889 fand eine würdige (Vinmeihungsfeier statt. Mit der Vermehrung der Verwaltungsauf­gaben in der Nachkriegszeit muhten neue Dienst­räume (Fürsorgestelle. Naßst"lle. Verstcherungsamt) außerhalb des eigentlichen Amtsgebäudes in der Nähe beschafft werden.

Groß und umfangreich waren die vrelseitraen Aus- rraben. bre bas neue Kreisamt Schotten nach feiner Errichtung zu erfüll»n hatte. Die wirttchöstlichen Verhältnisse, bas Straßenw'sen. bas Schulwesen u. a. faoen sehr stn argen. D»r Vaaelsherg mustte hem Fuhr- und Fremh-im'mkehr erschlossen werden. Neue Sttaßen, neue Schulhäuser marm zu erbauen. Auf die schwach- Steuerkrast war hier im Not­standsgebiet Reckstcht zu nehmen. U»heraus svar« sam, ansvruchslas, fleißig, treu imb bieder mären von jeher die Doaelsberaer. ,.S»lbst"»web, Selbst, aelninn hnnaet zustiednen S'nn", h»ißt es im Bo- gelsberatt»b. Der tarne, st^'nme 23 oh en unh das rauhe Klima maihn die M»nlch»n kantig, die in harter Arhstt der hürta^n Schalle die Nahrung ab» ringen Muffen.Viel Steine aahs und menia B^ot."

Was die maa-re Landwirtschast nicht zu ein»m ausr»i(f}»nh»n L»bensunterhalt einbrachte, sollte irgenh»in N"benhetri»b imb -v»rhienst einhrinaen: der Holzwald, Hcr"s'nd"strie, H"imarb»it. Winter- meha»rei u. a. m Nach h°ute h»stehen di» gleichen wirtsch^tstichen Verh-ältu'^e. Die S'nbiritrie hat m»nig E'maana in d»n Voa»l'--b»ra a»stmi'»n. wenn sich auch manche gröbere inb"ltr'"'sl»n Werk» im Kr»is anst»^»lt»n. sNaviarsf'brik Mouf^na. Oher- ^chmstt»n. füriih» Sllnitz^iktzbors Ehe>M'sch» ffgh-t ^»»hrichshsttte, Wallw»b''rei»n schütz und W»ih.G»- brüber W»'h. Säaem»rke W Neirmann. Schotten, u. a. m.) So kam mit den Jahren m»nn auch lanas"m eine Besserung der wirtschaftlichen Lage hn Kreis.

An bas Nrsblem der Hittw»id»r'-M»liaratton. an h*n ioa. G»rter^lknlturr>l^n im Naa^saher" ^Nor- kämvfer der n»rfiorb»n» ^aatsT1^ Dr. Karl W»h»r) mna man »i^ria h»ran. W"^rere R^s'n-fini»n rmtrhen hn-rfh den N'>"»lsb»ra geführt: hi» Sttecke N'-dha ~chntf»n. 1RR8 »ina»m»iht. Stackh»im^»d-rn ^Av^annshainLa"t»i>bach. Hun"»nP^uhn/h

Das n)»it»r Nra'"kt ein»r Alsielh

Schotten kam l»iber nicht »'m Ansfuhruna. Die W^rheno.ft rich^»ts mohvaro dl^it^i,ti-,h"4li7i'^n, V a.

Ufr* AfternsN-'kk»Ena»lrod, ein. D;e Schönheit urfT»rA G»d''ra»s lackte imm»r 'm»hr ^mmhe an. belanh»,-«; nachh-»m her ira Ischl-» 1RR1 m n-ftof«herner ^aharirs'ch mt

s»in»n rw»l»n ,'9wi»i'*r>»r»*4i»n eine grn^»ji/TAo 7kr»m» h»nm»rbra vnh Rarscha^o^i'^a Hnfrr»^ Ha^nta», biraes ^'-ti-'rung, Elubhäuser, B'smarckturm 'l. a. n» )

SXu hon Kr»istaa»n unh ®'*oisgU5f*üff»n stnnb-n h«rn Ärp»«A*nt erfahren» Män^sr nn S«sts hie parth imh unh hi» 7^'"-ts^,^s»r;ch"n B»lanae »»nashonh t-^ur«t»n nrnb h;»s» frnfrnnff r»»rrn4«u. ryas^uänit»»- b»s ©'»oi^nvn^e; s'»k»»n sich ihre sohr nrt«'^''novi f»»n. Das ^rntnmt battg hnmr'fs noch hi» (^roie:pr''tiennermnfhina zu b», t«-en»n r*»itrh»n er^ai,t (fn u g. hie

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