Ausgabe 
28.7.1938
 
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Nr. 174 Erstes vlatt

Donnerstag. 28.ZM 1938

188. Jahrgang

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Sitzung vor Beginn der parlamentarischen Som- merfenen zusammen. Wie verlautet, sollen in dieser Sitzung in erster Linie die Handelsbeziehun­gen Englands mit den mittel- und südosteuropä­ischen Staaten erörtert werden, nachdem in der Mittwochsitzung der Regierung diese Frage bereits angeschnitten worden war. Die englischen Minister werden zum größten Teil bereits am Freitag London verlassen. DieTimes" meldet, Lord Halifax werde in ständiger Verbindung mit dem Foreign Office bleiben und voraussichtlich einmal wöchentlich von* seinem Landsitz in Yorkshire nach London kommen, da die internationale Lage nach allen vorliegenden Anzeichen die Anwesenheit des Außenministers in London nötig machen werde.

kennt. Wenn dagegen das neue Wollen in 6en beiden Führerstaaten wie aus einem Guß ist, wenn der Stil der Führerbesuche in Berlin und Rom keine Anleihen bei den Zeremonienmeistern der Vergangenheit zu machen braucht, dann nicht zuletzt, weil geschlossene Persönlichkei­ten dahinterstehen. Männer unserer Zeit sind es, die einer neuen Wirklichkeit das Gesicht ge­geben haben. Ein Mann unserer Zeit ist der Duce, so wie er vergangenes Jahr zu uns kam und dieses Frühjahr unfern Führer im Ewigen Rom empfing, ein nationaler Sozialist klassischer Prägung.

Max Clauss. ,

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London. 27. Juli. (DRV.) Wie der llnler- siaatesekrelär im Luftfahrtministerium Balfour am Wittwoch im Unterhaus mitteilte, bauen u. a. die h a vilt a nd -W e rke zur Zeit eine vier­motorige Verkehrsmaschine, weiter sei man an der Konstruktion eines viermotorigen Eindeckers, der ebenfalls bei einer Durch­schnittsgeschwindigkeit von 200 Meilen in der Stunde 40 Fluggäste in einem Non - Stop - Flug von London nach Berlin bringen könne.

Die Zwischenfrage des Labour - Abgeordneten M o n l a g u, ob die neue Maschine, die 40 Flug­gäste ohne Zwischenlandung nach Berlin bringen könne, ebenso auch 40 Bomben nach Berlin bringen könnte, rief lebhafte Entrüstungsrufe hervor. Die Entrüstung im Unterhaus über diese Bemerkung des Abgeordneten war so groß, daß nach einigen Minuten der Sprecher einfchreiten und die nächste Frage aufrufen mußte. Später entschuldigte sich dann Montagu beim Sprecher wegen dieser Zufahfrage.

bekümmert weiter und die Regierung, die eben erst durch den Mund des Premierminister den Wunsch nach einem guten Verhältnis zu Deutschland zum Ausdruck gebracht hat, läßt diese Kriegshetzer, deren Träger sich als Friedensapostel und Pazifisten aus­geben, widerspruchslos in das Land hinausgehen. Deutschland und mit ihm alle Völker, die aufrichtig den Frieden wünschen, haben die Pflicht, gegenüber diesem verbrecherischen Treiben aufs schärfste auf der Hut zu sein und die brutalen Kriegshetzer vor aller Welt bloßzustellen.

Vor der Vertagung des Unterhauses.

London, 28. Juli. (Europapreß.) Das eng­lische Kabinett tritt am Donnerstag zu seiner letzten

. Eröffnung der

AusstellungDeutscheBerufserziehung"

Die Frontkämpfer wollen den Frieden

Kameradschastsabend des List-Regiments in Paris.

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Der skandalöse Zwischenfall im englischen Unter­haus enthüllt mit aller Deutlichkeit die wahre Ge­sinnung eines großen Teils der englischen Opposi­tion, die keine Gelegenheit vorübergehen läßt, in schamlosester Weise gegen das nationalsozialistische Deutschland zu Hetzen und. die Politik der autori­tären Staaten zu verdächtigen, um damit systema­tisch das englische Volk und die Weltöffentlichkeit zu beunruhigen. So kommt es, daß während in Deutschland sich Führung und Volk in einer Reihe alter Kulturzentren zu großartigen Festspielen ver­einigen, während in Breslau Deutsche aller Stämme, in Leibesübungen gestählt, ein wahres Fest des Friedens feiern, in England eine gewisse Presse und ein Haufe verantwortungsloser Parlamentarier kei­nen Tag vorübergehen lassen, ohne die Welt mit ihrem Kriegsgeschrei zu erfüllen und durch ihre systematische Hetze jene gefährliche Stimmung schaf­fen, in der der Krieg als unvermeidlich betrachtet wird. Wenn der britische Premierminister auch vor kurzem erst diese Einstellung entschieden abgelehnt hat und noch in seiner letzten Rede von einer spür­baren Entspannung sprach, so läßt diese Feststellung die verantwortungslosen Hetzer der englischen Oppo­sition ganz unberührt. Sie treiben im Zeichen der demokratischen Freiheiten" des parlamentarischen Englands ihr verbrecherisches Handwerk ganz un-

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Zwanzig Jahre nach dem Ende des Weltkrieges zeigt Europa ein verändertes Gesicht. Gewiß sind es nicht durchweg neue Züge, ja der britische Königsbesuch in Paris hat erst dieser Tage wieder betont konservativen Charakter getragen. Doch sollte der Westen nicht gerade deshalb auf Staatsge­bräuche vergangener Jahrhunderte zurückgreifen, weil in Wirklichkeit der Bruch feit der Französischen Revolution noch immer nicht überwunden ist? Königsempfang durch eine Volksfrontregierung, Entente^cordiale als Ablösung für den Sowjetpakt, das alles sind Widersprüche, die der gewissenhafte Beobachter in England wie in Frankreich sehr wohl

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Kriegshetzer im englischen Llnierhaus

Llnerhörie Zwischenfrage eines Labour-Abgeordneien.

Berlin, 27. Juli. (DRB.) Am Mittwochvormit­tag fand die Eröffnung der im Rahmen des inter­nationalen Kongresses für berufliches Bildungs­wesen veranstalteten AusstellungDeutsche Berufs­erziehung" statt. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley kennzeichnete einerseits die Raumnot des deut­schen Volkes und andererseits die Tatsache, daß uns heute auf vielen Gebieten die Menschen fehlten, um alle vorliegende Arbeit zu meistern. Eine der Reserven, um diesen Mangel herabzumin­dern, sei die Berufserziehung. Die Leistungen der einzelnen Menschen, ihre Fähigkeiten und Kräfte könnten noch mehr gesteigert werden, wenn man, wie es heute der Fall sei, um ihre Gesundheitsför­derung, ihre Arbeitsfreudigkeit u. a. m. besorgt ist. Ein großer Fehler der alten Gewerk­schaften sei es gewesen, daß sie wenn schon außerstande, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen auch fast nichts für die berufliche Weiter­bildung der feiernden Arbeitskräfte taten. Es genüge nicht, den Menschen einen Beruf erlernen zu lassen, sondern man müsse ihn dauernd auf der Höhe des Erlernten halten und dieses noch zu steigern suchen. Der Mensch werde mit Sem Lernen nie fertig, und das sei gut so, denn sonst verlöre das Leben seinen Sinn. Mit diesen Auffassungen sei vor Jahren, die Deutsche Arbeits­front an die Berufsbildungsarbeit herangegangen. Bei der Machtübernahme waren 80 Lehrwerkstätten vorhanden, heute seien es bereits 2400. Allein 5000 Ingenieure wurden herangebildet, die von Betrieb zu Betrieb gehen, um die Arbeitsordnung neu zu formen und durch Verwirklichung der neuen ar­beitspolitischen Grundsätze an der notwendigen Pro­duktionssteigerung mitzuhelfen. Weiter wurden 90 Fachschulen für die verschiedensten Gebiete errichtet,

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Em Mann unserer Zeit.

Zum 55. Geburtstag Benito Mussolinis.

Kameraden!" durchschnitt die rauhe und doch merkwürdig warme Stimme Mussolinis das er­wartungsvolle Schweigen der anderthalb Millionen Deutschen, die auf dem abendlichen Maifeld vor drm Berliner Olympia-Stadion standen und eben guhrer und Duce jubelnd begrüßt hatten. Jeder Muskel im gebräunten Gesicht des untersetzten Mannes in der grauen Uniform des faschistischen Hrenkorporate war gespannt, kräftig unterstützte der nieüersausende rechte Arm markante Sätze, stolz md freudig sah der Gast des deutschen Volkes diesem Volk ins Auge, und jeder fühlte sofort: Der Huce ist kein Fremder unter uns, er ist wirklich Mser Kamerad.

Auf dem Erntefeld vor den Toren Aprilias, einer der drei von ihm gegründeten blühenden Städte in den einstigen Pontimschen Sümpfen,

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die auch der Erwachsenenbetreuung dienen, um die sich früher niemand kümmerte. 3% Millionen Menschen wurden allein im letzten Jahre in Abend- und Fortbildungskursen ge­schult. Von einer Lehrmittelzentrale gehen regel­mäßig 2 4 0 0 verschiedene Lehrmittel in millionenfacher Auflage in das Land hinaus: Zehntausende von Betrieben gehören zu den laufenden Abnehmern dieser Lehrmittel. Um den Betriebsführer auf den neuen Staat auszu­zurichten, wurden Betriebsführerschulen errichtet. Der Reichsberufswettkampf, der früher nur 500 000 Teilnehmer umfaßte, weist heute bereits drei Millionen Teilneh­mer auf. Dos Ganze mündet ein in den großen Leistungskampf der deutschen Betriebe.

Reichsminister Rust wies darauf hin, daß die Entwicklung der Fach- und Berufsschule im Dritten Reich aus der Erneuerung des völkischen Lebens und der nationalen Kräfte entstanden fei. Die Harmonie zwischen Schule, Le­ben und Wirtschaft sei natürlich erwachsen aus der neuen deutschen Lebensgestaltung. Die deutsche Fach- und Berufsschule wäre isoliert und ohne nahe Verbindung mit den lebendigen Zeitkräf­ten gar nicht in der Lage, alle Aufgaben zu meistern, die an sie gestellt werden. Auch hier drückte die un­geheure Dynamik und Arbeitsintensität der Partei und ihrer Organisationen ihren Stempel auf. Mit dem Wunsch an die Gäste, daß ihnen die Ausstel­lung gute Eindrücke vom beruflichen Bildungswesen in Deutschland vermitteln möge, erklärte Reichs­minister Rust die Ausstellung für eröffnet.

an die Vertreter der französischen Frontkämpfer. Er unterstrich in zu Herzen gehenden Worten alles das, was die französischen und die deutschen Frontkämp­fer in ihren Gefühlen einige. Der zweite Teil war in deutscher Sprache an die Kameraden des List-Regiments gerichtet. Graf Welczeck schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler. Der Kameradschaftsführer des List-Regi­ments, Raufe, faßte alles zusammen, was die Angehörigen des Lift-Regiments auf ihrer Fahrt durch Nordfrankreich erlebt hatten und versicherte die Unterstützung der Kameraden des List-Regi- mente für die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Der stellvertretende Präsident der Föderalen Union der ehemaligen Frontkämpfer, B r o u s s e - mich, sagte:Die Frontkämpfer sind am besten geeignet, zur gegenseitigen Verständigung beizutra­gen, denn sie sind auf beiden Seiten von den gleichen Gefühlen beseelt. Auf der' Fahne Frankreichs stehen zwei Worte eingeschrie­ben: Vaterland und Ehre. Wenn wir auf beiden Seiten mit den gleichen Tugenden und Ge­fühlen gekämpft haben, ist das kein Grund für un­auslöschlichen Haß. Ich bin davon überzeugt, daß die Streitfälle, wie sie sozusagen in jeder Familie einmal vorkommen, nicht mit den Waffen ausgetragen werden brauchen, sondern daß im Gegenteil im Frieden die Beziehungen, die vor einigen Jahren durch die deutschen Besucher einge­leitet worden sind, die jetzt in dem Besuch des List- Regiments in Nordfrankreich eine weitere Frucht tragen, vertieft werden können. Ein neuer

lich er es ausführte, das erläutert eine kleine Ge­schichte aus der Zeit, als der soziale Aufbau des Faschismus geschaffen wurde. Damals wurde ihm ein Plan vorgelegt, wo die verschiedenen Berufs­organisationen zusammengefaßt waren in der Spitze eines Ständerates. Mit einer ungeduldigen Be­wegung strich er die Spitze der so in der Theorie gebauten ständischen Pyramide weg und sagte:D a stehe i ch!" Freilich hatte ein solcher Ausspruch wenig zu tun mit demIch bin der Staat" des Königs von Gottes Gnaden, dem weltanschauliche Gegner dieDiktatoren" des modernen Führer­staates immer wieder vergleichen wollten. Nicht als Herrscher, sondern nach dem frideriziani- schen Wort als dererste Diener seines Staates" stand Mussolinis Ich immer da, wo bie Entscheidung zu fällen war. Mit zähester Ar­beitskraft hat er oft ein halbes Dutzend Ministerien selbst verwaltet und sich eingearbeitet in die ver­schiedensten Zweige der öffentlichen Verwaltung. Nie hat einer, Beamter oder Militär, ihn des Dilettantismus überführt, aber oft hat feine eisern durchgehaltene Meinung gegen die Fachmänner recht behalten, weil er sein Volk und dessen Zu­kunftswillen am besten kannte. Auch hier wieder das schöpferische Geheimnis des Fuhrerprinzips, nämlich die unlösbare menschliche Verbunden­heit von Führer und Volk.

. Die Welt hatte lange genug mit spöttischen Zweifeln die neue Renaissance in Italien mit an­gesehen, deren Ergebnis dieses Mal nicht ein üppig wuchernder Individualismus wie zur Zeit der Medici war, sondern die straffste Konzentra­tion aller Kräfte auf den Kampf um den völkischen Lebensraum. Als dann dieser Kampf selbst in Afrika begann, da schloß sich der gleiche feindliche Ring des internationalen Mißtrauens um Mussolini und fein faschistisches Italien, der zwei Jahre vorher sich um Hitler und das gegen Ver­sailles aufgeftanöene nationalsozialistische Deutsch­land gelegt hatte. Es war im Herbst 1935 jene be­rühmteStunde der Sanktionen" zu Be­ginn des Abessinienkriegs. Doch wie die deutsche Gleichberechtigung sich aus dem Unverständnis der Umwelt mit elementarer Kraft losrang, so schweißte der Genfer Versuch eines Weltboykotte den Duce und seine Italiener nur um so enger zusammen. Aus Jahren der Prüfung erstand das neue Römische Reich auf afrikanischem Boden und gleichzeitig wuchs die Achse BerlinRom mitten durch den europäischen Kontinent. Selten sind spitz­findige Rechnungen von dritter Seite so zuschanden geworden wie seit 1933 um Deutschland, seit 1935 um Italien. Das Ergebnis ist schließlich der Freun­desbund der beiden Führer und ihrer Völker ge­worden, und sein säkularer Ausdruck ist bie neue Nachbarschaft zwischen dem Großdeutschen Reich und dem Neurömischen Reich südlich der Alpen.

Paris, 27. Juli. (Europapreß.) 200 ehemalige Angehörige des bayerischen Reserve-Jnfanterie-Re- giments Nr. 16, d e s List-Regiments, dem der Führer während des Weltkrieges angehört hat, sind auf einer Fahrt durch Nordfrankreich zum Be­such der Kriegerfriedhöfe und der Schlachtfelder in Paris eingetroffen. Sie haben, nachdem sie die Gegend südlich von Lille besucht hatten, eine Reihe von Kriegerfriedhöfen in der Gegend von Douai, Arras und Cambrai, Peronne und Mondidier auf- gesucht. UeberaU konnten sie feststellen, daß die Friedhöfe sich in bester Verfassung befinden und die Arbeiten zu einer noch würdigeren Ausge­staltung gute Fortschritte machten. U. a. wurden die Loretto-Höhe und die Vimy-Höhe besucht, sowie der deutsche Kriegerfriedhof Targette am Fuße der Loretto-Höhe, der mit über 40 000 dort beigesetzten deutschen Soldaten der größte deutsche Heldenfried­hof aus französischem Boden ist. Wiederum wurden die Frontkämpfer von den französischen Frontkämp­fern und den Stadtverwaltungen einer Reihe nord- französischer Städte herzlich ausgenommen, so in A r r a s , in dem prächtigen Festsaal des wie­derhergestellten Rathauses.

Am Mittwochabend nahmen die deutschen Front­kämpfer an einem Kameradschaftsabend im Deutschen Haus in Paris teil, zu dem sich außer dem deutschen Botschafter und Vertretern der französischen Frontkämpfer-Verbände zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie eingefunden hat­ten. Botschafter Graf Welczeck richtete den ersten Teil seiner Ansprache in französischer Sprache

hoben wir vor kurzem den Kameraden Mussolini w edergesehen, einen bäuerlichen Arbeiter unter jenen italienischen Volksgenossen. Den nackten berförper vom Schweiß der Arbeit in der Sonne nch, lachend über das ganze Gesicht ob der glücklich ck gebrachten Ernte und im Bewußtsein der un- mttelbarften Verbundenheit mit seinen Bauern der Fiontkärnpfersiedlungen, die einst seine Kameraden im Schützengraben gewesen sind. Dieser Mann, der Hute Italien verkörpert wie Adolf Hitler Groß dutschland, wird am 29. Juli 55 Jahre alt, ein Mann in der Vollkraft seiner Jahre, ein Mann nii| erer Zeit.

Lin deutscher Dichter, der im Osten fiel, hat fclr-em jungen Offizier einst das schöne Wort in den .Mund gelegt:Vorleben muß man seinen Stuten können, das Vorsterben ist dann wohl ein- M l ein Teil davon". Was Walter F l e x so vom Mitärischen Führer sagte, haben die beiden großen politischen Führer und Freunde zu beiden Seiten

Alpen verwirklicht: Führerturn durch persönliches Beispiel. Sind doch beide Dinner des Volkes und wo ihr Volk stand in Lr eg und Frieden, da standen auch sie. Der Sohn ®e- Schmiedes aus der Romagna ist in der Vor- Inegszeit einen anderen Weg gegangen als der junge Hitler, den Weg des Parteipolitikers im Laaer ki damaligen italienischen Sozialisten. Als freilich ler Krieg kam, zu einer Zeit, wo der Gefreite f)i1er an der Westfront kämpfte, da schieden sich cllch zwischen dem sieben Jahre älteren Mussolini lirö seinen marxistischen Freunden die Wege. Von onnb an war es ein nationaler Sozialist, br den Eintritt seines Vaterlandes in den Krieg iMenschaftlich forderte und als Kriegsfreiwilliger -ich er den Blutzoll seiner Ueberzeugung gab. Sir Sozialist wurde zum Faschisten über das Er- Icknis der Frontbrüderschaft, und seineFasci di Combattimento formierten sich in Jahren bolsche- viitischer Verwirrung zum neuen Kampf, zum Narsch auf Rom Ende Oktober 1922. Damals icoann Benito Mussolini, derDuce" des jungen Acliens, im Handstreich den Staat, das Volk und jäten König. Damals horchte eine müde und zer- ptyagene Welt auf, denn die Mächte der Zu­lun ft pochten zum erstenmal an die Tore der Aochkriegszeit. .

Sechzehn Jahre lang hat er seitdem den Staat italienischen Volksgemeinschaft gebaut, das ! Römische Reich im Mittelmeer wieder erkämpft. Es lar, wie später im nationalsozialistischen Deutsch­es, eine Wiedergeburt d e r Ration nn Kreißenden Schwung der Führerpersönlichkett. Ost man im übrigen Ausland versucht, die Unter- I i shi?de zwischen den Männern Hitler und Mussolini, \ Pichen Nationalsozialismus und Faschismus her- «ifßuarbeiten. Dennoch mußte man schließlich er- !iimen, daß zwar der natürliche Unterschied zwi- sun Deutschland und Italien besteht, darüber hm- <u* aber eine tiefe Gemeinsamkeit des leiu en Wollens in einem altgewordenen (i: opa. Mussolini hat nicht wie der Führer zehn 1 re lang um das Volk und seine Seele ge- tJTgen, ehe er die Macht übernahm. Doch wenn er ' it)im Staat ausging nach klassischer italienischer . -hre, so war es von Anfang an derstato cor- nativo, der Ständestaat als Volks- \ aia t. Kampf und Arbeit wurden die Ehrenzeichen r Nation unter dem Liktorenbündel des alten oms.

Die lebendig der Duce all dies sah, wie persön-

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhesfen

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