Ausgabe 
28.6.1938
 
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Handeln auf der Straße anzuhalten. Jegliches Dreh ist ohne Aufsicht von der Straße fernzuhalten. Auch auf dem Lande muß sich jetzt jeder zu Der« antwortungsbewußterem Handeln innerhalb des Straßenoerkehrs erziehen, dann wird auch der Volks­wagen, der ja zweifellos noch eine bedeutende Ver­kehrssteigerung bringt, die Verkehrsunfälle nicht vermehren.

Schwurgericht Gießen.

Am ersten Tag der laufenden Schwurgerichts­periode hatte sich der A. V. aus Gießen unter der Anklage der gewerbsmäßigen Abtreibung zu ver­antworten. Dem Angeklagten, der früher in Düdels­heim das Schmiedehandwerk betrieb, wurde zur Last gelegt, dort von 1927 bis 1934 insgesamt acht Abtreibungen vorgenommen au haben. In der Hauptoerhandlung, die unter Ausschluß der Öffent­lichkeit stattfand, war der Angeklagte restlos gestän­dig, bestritt jedoch entschieden, von einem seiner .Kunden" irgendwelche Bezahlung verlangt zu haben; es seien vielmehr immer freiwillige Zuwen­dungen gewesen;- anderseits gab er zu, die Ein­griffe in Erwartung eines Entgeltes vorgenommen zu haben. Zu seiner Entschuldigung führte er seine starke wirtschaftliche Notlage an, was sich auch als richtig herausstellte.

Der Vertreter der Anklaaebehörde vertrat den Standpunkt, daß für die größere Anzahl der Fälle, nämlich sechs, die aus der Zeit vor 1932 datieren, die Amnestie vom Dezember 1932 in Anwendung gebracht werden müßte, da für keine der» einzelnen Handlungen eine höhere Strafe als sechs Monate zu erwarten sei. Er empfahl daher insoweit Ein­stellung des Verfahrens. Für die zwei restlichen Fälle, die im Jahre 1934 spielten, beantragte er eine exemplare Strafe von je acht Monaten Ge­fängnis, aus denen eine Gesamtstrafe von einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis zu bilden sei. Er betonte dabei besonders, daß die Amnestie vom August 1934 (Hindenburgamnestie) nicht zur An­wendung kommen könne, da'mit dem Umbruch eine strengere Auffassung gerade auf dem Gebiete der Volkserhaltung und Vermehrung Platz greifen müßte. Die Gewerbsmäßigkeit halte er schon des­halb für erwiesen, da der Angeklagte selbst seine wirtschaftliche Not als Entschuldigung ins Treffen führte. Im Gegensatz hierzu vertrat der Verteidiger die Auffassung, daß wirtschaftliche Notlage nicht unbedingt eine auf Gewinn gerichtete Absicht, die Zum Begriff der Gewerbsmäßigkeit gehört, in sich schließe. Weiterhin bat er das Gericht, die Frage der Amnestie von 1934 doch ddr Prüfung zu unter­ziehen und den Angeklagten in eine wesentlich mil­dere Strafe zu nehmen. Außerdem beantragte er Aufhebung des Haftbefehls. Das Gericht verkündete in den späten Abendstunden folgendes Urteil:

Der Angeklagte wird wegen gewerbsmäßi­ger Abtreibung in zwei Fällen unter Zubil­ligung mildernder Umstände zu einer Gesamt­gefängnisstrafe von einem Jahr ver­urteilt. Im übrigen wurde das Verfahren auf Grund der Amnestie von Weihnachten 1932 einge­stellt. Fünf Monate gelten durch die Untersuchungs­haft als verbüßt. Der Haftbefehl wurde oufrecht- erhalten. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an.

Aus der engeren Heimat.

Ladenschluß

in den hessischen Landgemeinden.

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregie­rung hat den Ladenschluß für offene Verkaufs­stellen in Gemeinden mit vorwiegend landwirtschaft­treibender Bevölkerung bis Ende September 1938 widerruflich auf 20 Uhr festgesetzt. Der Kreisdirektor ist berechtigt, auf begründeten Antrag des Bürgermeisters für Gemeinden unter 3000 Ein­wohnern' eine Verkaufszeit bis 21 Uhr zuzulassen. Welche Orte als Gemeinden mit vorwiegend land­wirtschafttreibender Bevölkerung anzusehen sind, be­stimmt in Zweifelsfällen der Kreisdirektor. Arbeiter und Angestellte dürfen in der Zeit von 19 bis 21 ,Uhr nicht beschäftigt werden.

Landkreis Gießen.

Mainzlar, 27. Juni. Unser hiesiger Ein­wohner Joh. H o r m a n n wird am kommenden Donnerstag, 30. d. M., bei geistiger Frische 8 0 Jahre alt. Wir gratulieren.

K Steinbach, 28. Juni. Am morgigen Mitt­woch feiern die Eheleute Karl Friedrich, Land­wirt und Waldarbeiter, und Charlotte, geb. Vogt, das Fest der s i l b e r n.e n Hochzeit.

ch Leihgestern, 27.Juni. Ihre silberne Hoch­zeit können am nächsten Mittwoch, dem 29. Juni, der Landwirt und Rechner der bäuerlichen Bezugs- und AbsatzgenBssenschaft Heinrich Dern und seine Ehefrau Christine, geb. Keßler, Rathausstraße 1, begehen.

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 27. Juni. Nachdem der seit­herige Kursus in Säuglingspflege fein Ende erreicht hat, begann am Montagabend unter der Leitung der Säuglingsschwester Tiergarten im Dienst­raume der Ortsgruppe der NSDAP, ein zweiter Kursus. Junge Frauen und Mütter wurden auf- gefordert, sich daran zahlreich zu beteiligen.. Der Bauer Balthasar Müller von hier fuhr in der verflossenen Woche mit zwei aneinanderhängenden leeren Leiterwagen auf die Wiese, um Heu zu holen. Beim Absteigen trat er auf die Waage. Er glitt dabei so unglücklich aus, daß er zu Fall kam und einen Knöchelbruch erlitt.

Rundsunkprogrämm

Mittwoch. 29. Juni.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. Freut euch des Lebens. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Däderkon- zert. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schul­funk. Johannes Brahms und das deutsche Volkslied''. 11.45: Volk und Wirtschaft. Großwasserstraße RheinMainDonau. 12: Werkskonzert. 13: Nach­richten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Orchesterfantasien. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: In stiller Stunde. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 18.45: Fliegendes Deutsch­land. 19: Nachrichten. 19.10: Unterhaltungskonzert. 21: Stunde der jungen Nation. 21.30: . . und zwi­schendurch ein Tänzchen! 22: Nachrichten. 22.30: Abendmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert.

Wirtschaft

Schüler.

Nodheim hatte zunächst etwas mehr vom Spiel.

Ergebnisse der hessischen Ganmeisterschasten

Durch einen schön getretenen Strafstoß folgte bald der zweite Erfolg. Nach dem Wechsel wurde die Ueberlegenheit der Platzbesitzer immer eindeutiger. Rodheim verteidigte zeitweise mit elf Spielern. So

war es verständlich, daß Klein-Linden noch zu vier weiteren Treffern kam.

Vorher spielte Klein-Lindens Jugend gegen Gro- ßen-Lindens Jugend und unterlag mit 0:6 Toren. 19001. Sugenä siegt über Lauterbach!

Drei Jugendmannschaften der Blauweißen tum- melten sich am Sonntag auf dem grünen Rasen. Zlvei überaus schöne Kämpfe lieferte die 1. und 2. Jugend. Leider blieb die 3. Jugendmannschaft der Blauweißen ohne Spiel, da in letzter Minute Vetz­berg noch absagte. Nach dem Spiel der zweiten Jugend lieferten sich die 3. und 2. Jugendmannschaft noch einen Kampf, der mit 4:4 unentschieden aus» 9>ng.

1900 1. 3gb. VfL. Lauterbach 1. Jgd. 8:0 (3:0).

Die 1. Jugend der Blauweißen zeigte wieder ein «Piel, das restlos begeisterte. Man geht nicht fehl, wenn man sagt: Diese Jugend gehört bestimmt zu den besten Jugendmannschaften des Kreises. Die Abwehrmauer der 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 ließ den Gegner nicht zum Schuß kommen. Meist blieben die Angriffe schon in der Läuferreihe der Blauweißen hängen. Gestern bewies der «türm, daß man ihm doch etwas Unrecht in der Vorschau gegeben hatte; denn acht Tore gegen DsL. Lauterbach zu schießen, das will schon etwas heißen!

1900 2. 3gb. Spv. Querfbom 1. 3gd. 0:1 (0:0).

Die 2 Jugend der Blauweißen schlug sich über­raschend gut gegen einen Gegner, der an sich viel kräftiger und tampfesreifer war. Hier konnte man der 2. Jugend von vornherein keine Gewinnchance einräumen. Jedoch gaben sich die Blauweißen nicht so leicht geschlagen. Erst gegen Schluß glückte den Gasten aus Queckborn im Anschluß an eine Ecke das einzige Id**

Zum fälligen Rückspiel standen sich die genannten Mannschaften in Klein-Linden gegenüber. Für Klein-Linden galt es, die 3:2-Dorspiel-Niederlage

Teutonia Watzenborn-Steinberg in Alsfeld.

Sportverein Alsfeld I gegen Teutonia" Wahenborn-Steinberg I 2:6 (1:4).

Nachdem die Dereinsführung des FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg die Fahrt zum Tschammer- Pokalspiel nach Fulda bis ins kleinste vorbereitet hatte, traf am Samstag von Gruppensportwart Dr. Hagemiller, Nürnberg, die Nachricht ein, daß das genannte Spiel wegen dem in Fulda stattfindenden Kreisparteitage abgefetzt worden fei. Sofort wurden noch am Samstag Verhandlungen wegen eines Ge­sellschaftsspieles ausgenommen, die auch noch von Erfolg waren. So ging bann die Fahrt am Sonntag statt nach Fulda zum SpV. Alsfeld, der in der letz­ten Tabelle den zweiten Platz hinter Lauterbach ent­nimmt.

- Da O. Haas nicht zur Verfügung stand, gab man dem jungen Nachwuchsspieler Hirz Gelegenheit, in der ersten Mannschaft sein Können unter Beweis zu stellen. Er nahm den Halbrechten Posten ein, wäh­rend Däublin für O. Haas diesmal halblinks stürmte. Hirz paßte sich sehr gut dem Mannschaftsgefüge an und war sogar mit drei Treffern der erfolgreichste Stürmer. Auch in diesem Gesellschaftsspiel legte die Teutonenelf ein vorbildliches Kombinationsspiel an den Tag, und so kam es zu einem wahren Lehrspiel, das die Zuschauer denn auch restlos begeisterte, be­dingt durch die überaus faire Kampfweise beider Mannschaften.

Der Schiedsrichter hatte ein leichtes Amt.

Die zweite Mannschaft der Teutonen fuhr zum Gesellschaftsspiel nach Grüningen und mußte sich durch die dortige erste Mannschaft mit 21 geschlagen bekennen.

Sufrfco*! jttt Tv. 1889 Klein-Linden.

Klein-Linden I Rodheim I 6:0 (2:0).

Strack Winter . Brenner Rieft Huffmann Schmidt Schlaffe Pfeifer Raschack Fehrenbach

Auf den ersten Blick muß man die Mannschaft als spielstark bezeichnen, wenn auch hier und da noch kleinere Mängel auftauchten. Die Hintermann- schäft war, abgesehen von Kleinigkeiten, in Ord­nung. Es ist allerdings nicht angängig, wenn bei­spielsweise ein Verteidiger im Sturm aushilft und so dem Gegner die Möglichkeit gibt, durch schnelle Durchbrüche zu Erfolgen zu kommen. Die Läufer­reihe ließ kaum einen Wunsch offen. Sie war schnell, wendig und vor allen Dingen auch im Ste^lungsspiel gut. Was man allerdings auch hier vermißte, war das unbedingt erforderliche sichere

Hochsprung: 1. Jakobs, ETHPr. Kastel, 1,80 Meter; 2. Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 1,80 Meter; 3. Petermann, Mil.-SpV. Hanau, 1,70 Meter. Weitsprung: 1. Stahlhut, Tv. Heuchelheim, 6,59 Meter; 2. Petermann, Mil. Hanau, 6:48 Meter; 3. Scheller, Tgde. Fulda, 6 32 Meter. Drei- fprung: 1. Jacobs, CTHPr. Kassel, 13,36 Meter; 2 de Elarque, AeCT. Kassel, 12,93 Meter; 3. Michel, SV. Korbach 12,52 Meter. Stabhochsprung: 1. Völpel, Tv. Weilmünster, 3,20 Meter; 2. Peter­mann, Mil.-SpV. Hanau, 3,10 Meter; 3. Jakobs, CTHPr. Kassel, 3,00 Meter.

Kugelstoßen: 1. Luh, VfB.-R. Gießen, 13,91 Meter; 2. Hartung, Tuspo., Kassel-Bettenhausen, 13,13 Meter; 3. Kilo, Spvgg. 1900 Gießen. 12,61 Meter. Diskus: 1. Luh, DfB.-R. Gießen, 42,35 Meter; 2. Kilo, Spvgg. 1900 Gießen, 40,20 Meter; 3. Taumel, Mil. Hanau, 38,85 Meter. Speer: 1. Schmidt, Tg. Fulda, 51,63 Meter; 2. Busch, SpG. Arolsen, 50,20 Meter; 3. Jakob, SA. Gießen, 49,37 Meter. Hammer: 1. Storch, TFCl. Fulda, 51,33 Meter; 2. Herrmann, 1860 Mar­burg,. 45,15 Meter; 3. Hink, Tgd. Friedberg, 38,83 Meter.

4 X 100-Meter-Staffel: 1. DfB.-R. Gie­ßen, 45,2 Sek.; 2. CTHPr. Kassel, 45,3 Sek.; 3. Jahn- Ges. Oberursel, 45,4 Sek. 4X400« Meter- Staffel: 1. CTHPr. Kassel, 3:31,0 Min.; 2. ff. Sportgem. Arolsen 3:47,3 Min. 4 X 1 50 0 - Meter: 1. Mil. Svortv. Hanau 17:31,0 Min.* 2 CTHPr. Kassel 17:34,0 Min.; 3. DfB.-R. Gießen 18:54,6 Min.

Meisterschaften der grauen.

100-Meter-Lauf: 1. Rother, lab. Hanau. 12,6 Sek.; 2. Diehl, DfB.-R. Gießen, "13,4 Sek.;

Rhein-Masnische Börse.

NNttagsbörse zum Teil freundlicher.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Zum Wochenbe- gmn hatten sich zwar die Umsätze an der Börse nicht wesentlich belebt, immerhin war die Gesamt- Haltung recht gut gehalten, zum Teil sogar freund­licher. Zwar lagen immer noch Abwicklungsverkäufe vor, so daß auch verschiedentlich noch Kursrückgänge zu verzeichnen waren. Der Börse fehlten aber nach mic vor besondere Anregungen und auch Sonder- bemegungen. Von Spitzenwerten eröffneten JG.° Farbenindustrie noch 0,50 v. H. unter Samstags- !chluß. In gleichem Ausmaß gebessert waren.Me­tallgesellschaft. Die übrigen Chemiewerte konnten mangels Umsatzes zunächst nicht notiert werden. Schwächer waren auf eine Zufallsoerkaufsorder PH. Holzmann um 1,25 v. H. genannt. Am Elektro- markte blieben die Umsätze in kleinstem Rahmen, unverändert lagen Mainkraft, Licht und Kraft, Accumulatoren gegen die letzte Notiz aber 2,90 v. H. niedriger Der Montanmarkt zeigte einen festeren Grundton, wobei die Kursbefestigungen 'allerdings sehr gering waren, nur Hoesch 1 v. H. fester. Ver­einigte Stahlwerke noch 0,25 v. H. leichter, Mo- torenwerte, erholten sich mäßig, Adlerwerke um 0,25 v. H., Daimler um 0,75 v. H. Maschinenwerte zumeist sehr gut gehalten. Im einzelnen machten AG. Verkehrswesen einen stärkeren Sprung um 2,50 v. H. nach oben, Conti Gummi waren um 2, Westdeutsche Kaufhof um 0,25 v. H. gebessert.

Der Rentenmarkt hatte nur kleinste Umsätze aber gut gehaltene Kurse aufzuweisen. So gingen Kommunal-Umschuldung mit 95,95, also unver­ändert um

Im weiteren Verlaufe wurden einige Werte wesentlich niedriger festgesetzt, so verloren Scheide- anftalt bei einem Angebot von 15 000 Mark 4 v. H., Feldmühle waren 1,50, Aschaffenburger Zellstoff 0,50 v. H. .niedriger, Ph. Holzmann schließlich mit 149, also 1,50 v. H. niedriger notiert. Rheinstahl verzeichneten eine Besserung um 1,75 v. H.

Renten zeigten keine Veränderung mehr. Ange- bpten und bis 3 v. H. niedriger taxiert waren auf das Sächsische Umtauschvvrhaben die sogenannten Hollandpfandbriefe der verschiedenen Institute, ein Umsatz fand mangels Nachfrage noch nicht statt.

Jrn Freiverkehr waren Bürbach bis 78,50, also erneut 0,75 v. H. höher gehandelt. Katz & Klurnpp ausschließlich Dividende gut gehalten.

Tagesgeld weiterhin sehr flüssig und wieder 2,25 v. H.

Abendbörse etwas freundlich.

Wenn sich auch die Umsätze au der Abendbörse nur in bescheidenem Rahmen bewegten, so war die Grundhaltung ganz überwiegend auf einen festeren Ton gestimmt. Die Spitzenwerte waren bis auf ganz wenige Ausnahmen, so Demag und Deuche Lino- Icum mit einem Rückgang von je 0,50 v. H., zu-

Die Gaumeisterschaften, die am vergangenen Sonn­tag die besten Leichtathleten in unserer.Stadt, auf dem Universitäts-Sportplatz, vereinigten^ (wir be­richteten gestern kurz darüber), brachten im einzel­nen folgende Ergebnisse:

Meisterschaften der Männer.

100-Meter-Lauf: 1. Knappe, CTHPr.Kas­sel, 11,1 Sek.; 2. Kiel, Uni. Marburg, 11,2 Sek.; 3. Müller, Tgd. Hanau, 11,3 Sek. 2 Ö 0-Meter - Lauf: 1. Kiel, Uni. Marburg, 23*9 Sek.; 2. Go- grefe, CTHPr. Kassel, 24,0 Sek.; 3. Jung, VfB. Diez, 24,0 Sek. 400-Meter-Lauf: 1. Schaurnlöfel, HPr. Kassel, 52,4 e;C.; 2. Rampold, HPr. Kassel, 55,5 Sek. 800-M-'ter-Lauf: 1. Mennickhcim, Pol. Kassel, 1:57,8 Min.; 2. Bott, CTHPr. Kassel, 1:58,0 Min.; 3. Zehnter, CTHPr. Kassel, 1:58,3 Min. 1 5 0 0 - M e t e r - L a u f: 1. Roch, CGHPr7 Kassel, 4:09,5 Min.; 2. Seibert, CTHPr. Kassel, 4:15,0 Min.; 3. Kleemann, Spvgg. 1900 Gießen, 4:15,2 Min. 5 00 0 -Mete'r- Lauf: 1. Escherich, CTHPr. Kassel, 16:03,0 Min.; 2. Knobloch, CTHPr. Kassel, 16:10,2 Min.; 3. Cres- celius, VfB. Diez, 16:18,2 Min. 1 0 000 -Me- ter = 2 auf: 1. Fr. Neide!, Tv. Heuchelheim, 34:51,3 Min.; 2. Schrankei, Rchd. Limburg, 35:27,2 Min.; 3. Jftland, Tv. Hersfeld, 36:18,0 Min. 110- Meter-Hürden: 1. Knappe, CTHPr. Kassel, 16,2 Sek.; 2. Jensen, VfB. 1860 Marburg, 16,2 Sek. (Brustbreite). 400-Meter-Hürden: 1. Seibert, CTHPr. Kassel, 58,7 Sek.; 2. Anqer- mann, JR. 36 Friedberg, 61,3 Sek.; 3. Bepperling, Spvgg. 1900 Gießen, 63,3 Sek. 1 0 = k m @ e - hen: 1. Ditzel, Sportv. Wolfgang, 55:21 Min.; 2. Wenninger, Groß-Auheim, 56:43 Min. (Wennin­ger ist noch als 59-Jähriger aktiv.)

3. Hinck, Tgd. Friedberg, 13,6 Sekunden. 4 X 100-Meter-Staffel: 1. VfB.-R. Gießen, 55,0 Sek.; 2. CTHPr. Kassel, 55,0 Sek. (Brust- breite); 3. Mio. Gießen, 55,3 Sekunden.

Hochsprung: 1. Staudt, DfB.-R. Limburg, 1,47 Meter; 2. Röhmig, Mtv. Gießen, 1,43 Meter; 3. Stiegel, CTHPr. Kastel, 1,40 Meter. Weit- fprung: 1. Röhmig, Mtv. Gießen, 5,06 Meter; 2. Hinck, Tgd. Friedberg, 5,02 Meter; 3. Rother, Tgd. 37 Hanau, 4,96 Meter.

Kugel st otzen: 1. Staudt, DfB.-R. Limburg, 11,61 Meter; 2. Hähnert, CTHPr. Kassel, 11,49 Me- ter; 3. Röhmig, Mtv. Gießen, 11,37 Meter. Diskus: 1. Hagemann, CTHPr. Kastel, 38,46 Meter; 2. Hähnert, CTHPr. Kastel, 33,80 Meter; 3. Strey, CTHPr. Kastel, 31,68 Meter. Speer: 1. Duffer, CTHPr. Kastel, 33,68 Meter; 2. Hähnert, CTHPr. Kastel, 33,62 Meter; 3. Stiegel, CTHPr. Kastel, 31,59 Meter.

Lunioren-Kämpfe.

100.Meter.Lauf': 1. Möll, DfB.-R. Gie- ßen, 11,5 Sekunden; 2. Graf, Tv. 1850 Korbach, 11,6 Sek.; 3. Kley, VfB.-R. Gießen, 11,6 Sekunden. 200-Meter-Lauf: 1. Möll, VfB.-R. Gie­ßen, 23,8 Sek.; 2. Fifchmann, CTHPr. Kastel, 24,0 Sek.; 3. Kaiser, Sportv. Wolfgong, 24,4 Sekunden. 80 0-Meter-Lauf: 1. Hemmling, CTHPr. Kassel, 2:03,3 Min.; 2. Himmelseher, Tv. Kesselstadt, 2:10,2 Minuten. 1500-Meter-Lauf: 1. George, SV. 09, Korbach, 4:29,2 Min.; 2. Hofmann, Tgd. Bad-Nauheim, 4:29,6 Min.; 3. Mefserschmidt, Tgd. Friedberg, 4:29,6 Minuten. 4 00 -Ufte- ter.ßauf: 1. Fischmann, CTHPr. Kassel, 54,2 Sek.; 2. Himmelseher, Tv. Kesselstadt, 57,5 Sekun­den. 50 00 -Meter-Lauf: 1. Zörnsch, DfB.- Reichsb. Gießen, 17:23,2 Min.; 2. Hau, Dunlop Ha­nau, 17:47,0 Minuten.

Hochsprung: 1. Kalonkowitz, CTHPr. Kassel, 1,65 Meter; 2. Schmidt, CTHPr. Kassel, 1,65 Meter; 3. Menzel, VfB.-R. Gießen, 1,55 Meter. Weit- fprung: 1. Menzel, DfB.-R. Gießen, 6,48 Me­ter; 2. Schedler, ff-SpG. Arolsen, 6,32 Meter; 3. Kalankewitz, CTHPr. Kassel, 6,31 Meter. Drei­sprung: 1. Möll, VfB.-R. Gießen, 12,23 Meter; 2. Dets, To. Hersfeld, 11,81 Meter; 3. Graf, Tv. 1850 Korbach, 11,72 Meter. Kugel st oßen: 1. Rosenthal, CTHPr. Kassel, 11,81 Meter; 2. Kley, DfB.-R. Gießen, 11,38 Meter; 3. Menzel, DfB.-R. Gießen, 10,45 Meter. Speer: 1. Rosenthal, CTHPr. Kassel, 47,36 Meter.

4X100-Meter-Staffel: 1. VfB.-R. Gie- ßen, 46,6 Sekunden; 2. CTHPr. Kassel, 46,7 Sek.

Fangoermögen. Im Sturm klappte es besonders zu Beginn des Spieles ausgezeichnet und er gab der gegnerischen Hintermannschaft manches Rätsel auf. So witterte man schon vier Minuten nach Anfang eine haushohe Niederlage des Gegners, als Gießen bereits mit drei Toren führte. Gegen Schluß der ersten und zweiten Halbzeit hatte es den Anschein, als ob sich die Stürme etwas veraus­gabt hatten. Denn alle ihre Aktionen hatten lange nicht mehr die Durchschlagskraft, wie zu Beginn.

Zu dem Spielverlauf selbst ist zu sagen: Kassel trat in stärkster Besetzung an, kam aber anfänglich stark ins Hintertreffen, weil die einzelnen Mann- schaftsteile im Gegensatz zu dem Gegner gar nicht zusammen harmonieren wollten. Das aber hatte Gießen geschickt ausgenutzt und bald stand die Par- tie 3:0. Eine schwache Leistung des Gießener Tor­hüters (übrigens die einzige während des Spieles) ließ die Gäste zu einem billigen Erfolg kommen, dem sich bald danach durch Deckungsfehler noch weitere anreihten und den Gastgebern den Aus- gleich einbrachten. In der Folge fielen dann die Tore abwechselnd, bis schließlich durch eine Schwäche­periode der Gießener der Halbzeitstand von 8:5 für Kassel zustandekam.

mindest sehr gut gehalten, z. T. etwas freundlicher. Dabei zogen Bemberg um 0,75, Rheinstahl um 0,50, Licht und Kraft um 0,50 v. H. an. JG.-Farben- inbuftrie unverändert 155,50, zur Einheit 155,25. Der Rentenmarkt lag still, Altbesitz 131,65, Kom­munal-Umschuldung 95,95. JG 'Farvenbonds waren gesucht und erhöhten sich um 0,50 v. H. auf 131,50. Im einzelnen notierten: Altbesitz 131,65, 5proz. Gelsenberg Obi. 101,75, Farbenbonds 131,50, Ad- lerwerke 113,25, MAN 132,25, BMW. 146,50, Bemberg 136, Bekula 161,25, Buderus 113, Conti Gummi 205, Daimler 136,50, Demag 146,50, Deut­sche Erdöl 137, Scheideanstalt 240, Deutsche Lino­leum 156, Elektr. Licht und Kraft 138, IG.-Farben 155,50, E 155,25, Feinmechanik Jetter 95, Gesfürel 144, Hoesch 112, Junghans 115, Mainkraft 92, Mannesmann 111,75, Metallgefellfchaft 128,50, Rheinmetall 140, E 140, Rheinstahl 141,50, Schramm Lack 144, Stempel 104, Verein. Stahlwerke 106,25, Westdeutsche Kaufhof 99, Adca 103, Commerzbank 113,75, Deutsche Bank 120,75, Dresdner Bank 111,50 Reichsbahn-Vorzüge 124,25, Franken a 100er 127.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Der Verkehr an den Getreidemärkten ruht völlig. In Kürze wird jedoch neue Wintergerste erwartet. Weizenmehl hat ruhiges Geschäft, für Juli steigen die Anforderun­gen. Auch Roggenmehl war sehr wenig gefragt. Don Futtermitteln wird nur Kleie und Oelkuchen Gerne bezogen. Neues Heu ist angeboten, die Stroh- beschaffung bleibt schwierig. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, R 19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer; Wei­zenmehl Tvpe 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W2Ö 29,95, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R 15 2280, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 2O 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlen- ffation. Sojaschrot, Palmkuchen, Erdnuß­kuchen; Treber getrocknet 14, Höchstpreis av Erzeugerstation. Trockenschnitzel, Heu gut ge­sund, trocken 5,50, do. dkahtgepreßt, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3, Erzeugerfestpreis frei Erzeugerverladestation. Ten­denz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb.* 703 Kalber, 77 Härnrnel, 26 Schafe, 3344 Schweine. Es kosteten: Kälber 36 bis 65 Mark, Hämrnel 33 bis 52, Schafe 28 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Häm- mel und Schafe mittelmäßig.

Gießener Handballmannschast in Kassel unterlegen.

Die Gießener^Stadtmannschaft war nach Kassel beordert worden, um im Rahmen der vom Fachamt Handball durchgeführten Groß-Veranstaltung ein Ausscheidungsspiel gegen die Elk der Stadt Fulda auszutragen. Die ursprüngliche Absicht konnte aber nicht in die Tat umgesetzt werden, weil Fulda kurz vorher absagte. So war nur einDergleichskampf" gegen Kassel möglich, der aber keinenamtlichen" Charakter trug.

Die Elf der Stadt Gießen, die am Sonntag mit ihrem Leiter Becker und dem Fachwort für Hand­ball Luh nach Kassel fuhr, hatte folgendes Aus­sehen:

Nach der Pause war Gießen wieder im Angriff, konnte aber durch Schußpech (es wurden in dieser yuu uie

Seit aüein oier Lattenschüsse gezählt) zu keinem wett zu machen. Es gelang! rei»errC6r T 'ft 3?obbeim 1Gtle ^Nächst -1w°- mehr Dom Spiel,

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