Nr.73 Drittes Blatt Gießener Anzeiger Oeneral-Anzeiaer für Oberbeffen)Montag, 28. Marz 1938
Der Kreis Wetterau geschloffen hinter dem Führer!
Eindrucksvolle Maffenkundgebung mit Reichsminister Rust in der Gießener Volkshalle.
Reicher Flaggenschmuck in den Straßen unserer Stadt brachte am gestrigen Sonntag dem Reichsminister R u st, der zur Eröffnung des Wahlkampfes zur Volksabstimmung am 10. April nach Gie- ßen kam, den Willkommengruß unserer Stadt dar. In zahlreichen Straßen trugen quer über die Fahrbahnen von Baum zu Baum gespannte Spruchbänder eindringliche Worte des Bekenntnisses zu Großdeutschland und der Treue zum Führer, zu Volk und Vaterland.
In den frühen Abendstunden wurde es in allen Stadtteilen besonders lebendig. Die Gliederungen der Partei versammelten sich, um geschlossen zur Volkshalle, der Stätte der gestrigen Eröffnungskundgebung des Wahlkampfes, zu marschieren. Daneben pilgerten Tausende von weiteren Volksgenossen hinauf zur Volkshalle. Schon lange vor Beginn der Kundgebung zeigte der weite Raum der Halle das Bild eines großen Ereignisses. Und als der Redner des Abends, Reichsminister Rust, in Begleitung des Kreisleiters Backhaus um 2Q Uhr die Volkshalle betrat, da war die Halle in allen Teilen bis zum letzten Platze von Tausenden von Volksgenossen besetzt; bis in den Vorraum hinaus standen die Menschen, während die verlängerten Sitzreihen beiderseits unter den Emporen ebenfalls völlig in Anspruch genommen waren.
Nach seiner Ankunft vor der Volkshalle schritt Reichsminister R u st in Begleitung des Kreisleiters Backhaus und anderer führender Männer der Parteigliederungen zunächst die Front der Fahnengruppe und der Ehrenformationen ab. Dann begab er sich, von der riesigen Menschenmenge mit starken Bekundungen der Freude begrüßt, in die Halle
Nach dem Einmarsch der Fahnengruppe und der Ehrenstürme brachte Kreisleiter Backhaus bei der Eröffnung der Kundgebung dem Reichsminister R u st den herzlichen Willkommengruß der Stadt Gießen dar, den die Versammlung durch lebhaften Beifall unterstrich. Dann betrat, von anhaltendem Jubel begrüßt,
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die Bühne zu seiner großangelegten, die Hörer immer wieder zu starkem Beifall mitreißenden Rede. Er erinnerte einleitend an die unvergeßliche Größe der jüngsten Wochen mit ihren weltgeschichtlichen Ereignissen in Oesterreich. Dann wies er auf das Wort des Führers in Linz hin, der dort davon sprach, daß er bei seinem Auszug aus dieser Stadt in seinen jungen Jahren bereits den festen Vorsatz gehabt hätte, an seiner Stelle immer alles zu tun, um seine Heimat in das große deutsche Vaterland zurückzuführen. Hierauf ließ der Redner vor dem geistigen Auge seiner Hörer in großen Zügen das Lebensbild der Jugendjahre des Führers entstehen; er erinnerte dabei an das schwere Schicksal, das der junge Hitler auf seinem Wege von Linz über Wien nach München, durch den Weltkrieg und in dem nachfolgenden innerdeutschen Kampf um die Freiheit Deutschlands auf sich nehmen mußte. Diesen Lebensweg nannte Minister R u st unter lebhafter Zustimmung seiner Hörer das wunderbare Walten der Vorsehung. Der junge Adolf Hitler habe schon in Linz ein ganz anderes Deutsches Reich vor seinen geistigen Augen gesehen, als irgendjemand von uns zu jener Zeit. In packenden Worten schilderte der Redner nun Adolf Hitlers Erleben während seiner Wiener Jahre, die für ihn grundlegend wurden für die Formung seines Begriffes von der deutschen Volksgemeinschaft und für die klare Erkenntnis der verhängnisvollen Aufspaltung des deutschen Volkes durch den vom internationalen Judentum geschürten Klassenhaß und Klassenkampf.
Dann rief Minister R u st seinen Hörern die schwere Zeit des deutschen Niederbruches nach dem Weltkriege und die Hohlheit der Schlagworte jener Zeit in die Erinnerung zurück. Der Führer warnte damals schon vor diesen Täuschungen und verkündete das ewige Gesetz, daß nur durch Kampf und Einsatz aller Kräfte unter einer weitsichtigen Führung das deutsche Schicksal gemeistert werden könne, nicht aber durch die trügerischen Versprechungen und Illusionen von Genf. Unter immer wieder lebhaftem Beifall, der sich von Satz zu Satz steigerte, erinnerte Reichsminister R u st daran, daß der Führer damals schon den Weg der deutschen Arbeit und des deutschen Kampfes als den besten für unsere Zukunft bezeichnete, daß er in jenen Jahren bereits die heute das ganze deutsche Volk umschließende Volksgemeinschaft verkündete, daß der Führer damals schon voraussagte, der Weg werde lang sein, aber an seinem Ende das große und herrliche Ziel stehen: ein geeintes deutsches Volk! Unter jubelnder Zustimmung der Massen rief der Redner aus-
Linen Führer wie Adolf Hiller gibt es für das deutsche Volk nicht in jedem Jahrhundert. W i r wollen froh u nd dankbar sein, daß Adolf Hitler unserem deutsch en Volke in schwer st er Zeit geschenkt wurde. Mit diesem Führer an der Spitze wird das durch Rot und Kampf hart gewordene deutsche Volk seinen Weg kraftvoll in die Zukunft gehen und dabei immer voll Vertrauen und in Treue den Weg des Führers als das Schicksal des Volkes betrachten.
Sodann lenkte Minister R u st die Blicke der gespannt lauschenden Menge auf die Zeit des Weltkrieg-Endes, bei dem klar zutage trat, daß Deutschland damals zwar Soldaten hatte, aber keine politische Führung besaß. Daher denn auch der Wille des Führers darauf gerichtet war, e i n geeintes deutsches Volk mit einer zielsicheren politischen Führung zu schaffen, beide engmiteinander verbunden in dem Bewußtsein des Blutes und des deutschen Volkstums. Heute sehen wir alle, wie wunderbar der Führer dieses Ziel erreicht hat. Begleitet von dem starken Jubel der Versammlung erinnerte der Redner an die herrlichen Früchte dieser Arbeit, die wir in der Wiederauflichtung der deutschen Souve-
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Reichsminister R u st bei seiner Rede in der Vo
ränität im Rheinland, in der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, im Aufbau unserer herrlichen Wehrmacht und in den vielfältigen Maßnahmen unseres wirtschaftlichen Wiederaufbaues zur Sicherung von Arbeit und Brot für alle Volksgenoffen vor uns sehen. Gewaltig war der Jubel, als der Redner erklärte, daß die Fahne Adolf Hitlers in Deutschland nicht wieder eingezogen und das deutsche Volk unter ihr immer weiter marschieren werde
Diesem großartigen Werk des Führers sei es auch zu verdanken, daß jetzt 6'/- Millionen deutsche Menschen in Oesterreich wieder in den Blut ström des großen Deutschen Reiches und Volkes zurückgeführt werden konnten, ohne dabei einen Tropfen dieses Blutes zu opfern.
Stürmisch stimmte die Versammlung auch hier wieder dem Redner zu, ebenso seiner Feststellung, daß durch diese Tat des Führers den Volksgenossen in Oesterreich viel Unglück erspart worden sei. Der Redner kennzeichnete dann in markanten Worten den Volksverrat Schuschniggs und die dahinterstehenden Kräfte, ebenso die großen Gefahren, die bei dieser Sachlage bestanden. Neuer Jubel der Massen brach los, als der Redner in diesem Zusammenhänge erklärte, der Führer habe das alles sofort klar erkannt, und er habe zur Rettung der deutschen Brüder in Oesterreich unverzüglich gehandelt und dört eine verhängnisvolle Entwicklung aufgehalten, ohne sich dabei um das Geschwätz der internationalen Demokraten zu kümmern. Nunmehr rufe der Führer fein ganzes deutsches Volk zu einem erneuten Bekenntnis auf in der Gewißheit, daß alle deutschen Volksgenossen bereit sind, ihm voll gläubigen Vertrauens zu folgen bei seiner Hilfe für die deutschen Brüder in Oesterreich. Langanhaltender Jubel durchbrauste wieder die Halle, als Minister Rust als Ausdruck der einheitlichen Volksmeinung feststellte:
Es ist schön, unter Adolf Hitler Deutscher zu sein! Das deutsche Volk dankt dem Herrgott, daß er ihm diesen Mann als Führer geschenkt hat.
In packenden Worten schilderte Minister R u st dann die unendlichen Sorgen und Mühen des Führers um sein geliebtes deutsches Volk, ebenso auch den unbegrenzten Glauben des Führers an die Treue und an den guten Willen der deutschen Volksgenossen, ihm auch weiterhin bei seinem Werke zu helfen. Nunmehr handelt es sich für alle deutschen Volksgenossen darum, dem Führer am 10. April die freudige Antwort des I a zu geben. Der Redner ließ noch einmal in einem kurzen, stichwortartigen Rückblick den Gang der deutschen Geschichte vor dem geistigen Auge seiner Hörer entstehen, dabei besonders auf die früheren Wünsche einer großdeutschen Einigung aller deutschen Menschen hinweisend, um abschließend unter dem jubelnden Beifall der ganzen Versammlung zu erklären:
Run ist das große Deutsche Reich da! Richt ein Bund von Fürsten und Parteien, sondern ein Volk von 75 Millionen Menschen, die Adolf Hitler gehören! Und am 10. April legt dieses große deutsche Volk mit feinem Führer Adolf Hitler für die kommenden Jahrhunderte, ja vielleicht Jahr-
(Aufn.: Neuner, Gießener Anzeiger.)
tausende, das erste freie Bekenntnis ab ;um großen Deutschen Reich!
Nachdem die langanhaltende stürmische Zustimmung der Versammlung als äußerer Dank an Minister Rust verklungen war, betonte Kreisleiter Backhaus in seinem Schlußwort, Minister R u st habe allen aus der Seele gesprochen. Der Kreisleiter bat den Minister, die Ueberzeuhung von Gießen mitzunehmen, daß der ganze Kreis Wetterau geschlossen und treu zum Führer steht! Stürmisch brachte auch hierbei die Versammlung ihre Zustimmung zum Ausdruck.
Die Kundgebung wurde sodann in üblicher Weise geschlossen. Minister Rust wurden beim Verlassen der Volkshalle noch einmal herzliche Bekundungen der treuen Verbundenheit dargebracht.
Die ff und Kamekaden von der SA. unter dem Kommando des Führers der 83. ff-Standarte, ff-Sturmbannführer Müller, versahen den Sicherungsdienst, die Polizei in Gemeinschaft mit einer Anzahl Kameraden vom NSKK. unter dem Kommando des Polizeihauptmanns Förster den Dienst der Verkehrsregelung und Absperrung. Bei dem riesigen Massenandrang hatten alle Einheiten dieses Dienstes eine verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, die in der gewohnten vortrefflichen Art ihre Erledigung fand.
Spenden
auf das Sonderkonto Oesterreich.
NSG. Die Eingliederung Oesterreichs in das Deutsche Reich löste bei allen Volksgenossen große Begeisterung aus. Die entschlossene Hilfe, die der Führer dem Brudervolk dadurch hat zuteil werden lassen, daß er es durch den Einmarsch der deutschen Truppen vor inneren Unruhen bewahrt und dem wahren Volkswillen Oesterreichs zum Anschluß an das Deutsche Reich verhalfen hat, fand ungeteilten Beifall aller Deutschen des In- und Auslandes.
Große und schwierige Aufgaben sind aber sofort zu ergreifen, um den solange geknechteten Volksgenossen Oesterreichs durchgreifend helfen zu können. Es sollen deshalb durch eine Sonderaktion d i e Mittel beschafft werden, um sofort alle notwendigen Hilfsmaßnahmen in die Wege leiten zu können. Gleich nach den historischen Ereignissen des 12., 13. und 14. März wurden großzügige Maßnahmen für die hilfsbedürftigen österreichischen Volksgenossen eingeleitet. Aber noch weitere M i t- t e l werden benötigt. Die NSV. ruft deshalb alle Volksgenossen auf, soweit sie dazu in der Lage sind, mit ihrem Scherflein dazu beizutragen, den großen Anforderungen, die besonders auch auf sozialem Gebiete notwendig sind, gerecht zu werden. Einzahlungen der Spenden erbeten auf die Konten „Der ©aübeauftragte des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes, Sonderkonto Oesterreich, Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 6655" und „'Der Gaubeauftragte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes, Nassauische Landesbank, Wiesbaden 211610".
Heute ob 15 Uhr Sirenenprobe.
Wie wir bereits in der vergangenen Woche berichten konnten, werden am heutigen Montag ab 15 Uhr die neuaufgestellten Sirenen für Luftschutz und Feueralarm ausprobiert. Es sei nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß zu irgendwelcher Beunruhigung kein Anlaß besteht.
Warum macht der Frühling müde?
Allenthalben hört man die Klage, daß man sich müde und unlustig fühlt, trotzdem das Wetter schön ist und die Sonne scheint. Was hat es mit dieser „Frühjahrsmüdigkeit" auf sich? Ein norwegischer Arzt hat über diese Erscheinung jahrelang Forschungen angestellt und gibt den Wirkungen des Sonnenlichts schuld an ihrem Auftreten. Allerdings bringen mir die Voraussetzungen für diese Müdigkeit mit Sie hat ihre Ursache in jenem Zustand der Erschlaffung, in dem sich unser Organismus am Ausgang des Winters befindet. Arbeit, Vergnügungen, Erkältungskrankheiten und andere Infektionen haben den Körper den Winter über mitgenommen. Viele Menschen sind wenig an die frische Luft gekommen. Nun lockt plötzlich das Frühjahr mit seinem tagelangen Sonnenschein, seiner hellen, klaren Luft die Stubenhocker ins Freie. So wird oft zu plötzlich dem erschöpften Organismus zu viel zugemutet. Man überschätzt seine Kräfte und unternimmt lange Spaziergänge, man setzt eine mehrstündige Wanderung an, man wird in den Frühlingsrausch ringsumher, wie er sich in Sonne, Luft und jungem Grün auswirkt, mit hineingerissen. Das natürliche Müdigkeits- aefühl, das einen packt, läßt man nicht gelten, man sucht es durch energische Leistungen zu Überwinden, aber man zieht dabei den Kürzeren und fällt der „Früjahrsmüdigkeit", die sich bis zum Gefühl der Krankheit steigern kann, zum Opfer. Das Sonnenlicht, das so belebend wirkt und alle Eindrücke verschärft, wirkt auch auf die Haut, besonders die Gesichtshaut und ruft eine Erhöhung der Körperwärme hervor mit der Folge, daß der Körper mehr Wärme als sonst ausstrahlt. Um diese Wärme zu ersetzen, erhöhen wir unsere Marschleistung, verbrauchen zu viel Kraft und ermüden dabei.
Doch diese Feststellung soll nicht bedeuten, daß man der Sonne und der Frühjahrsluft ausweichen soll. Im Gegenteil: man darf nur beides im Anfang nicht gleich in allzu großer Menge genießen, wenn man der Frühjahrsmüdigkeit und ihren Folgen, die für schwache und blutarme Personen und Menschen mit schwachem Herzen recht unangenehm werden können, entgehen will. In den ersten vierzehn Tagen etwas Maß halten, dann hat der Körper seine Umstellung vollzogen.
Mit dieser einfachen Vorsichtsmaßregel bekämpfen mir am besten die leidige Frühjahrsmüdigkeit und unterstützen diese Vorsicht durch „zeitgemäße" Ernährung, d. h. durch Verzicht auf Fleisch und Fett zugunsten der jungen, grünen Kräuter und Salate, die uns der Frühling verlockend anbietet.
Vornotizen.
Tageskalender für Montag.
Stadttheater: 15 dis 17.45 Uhr: „Wilhelm Teil", Schülervorstellung. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Mädchen mit dem guten Ruf". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Schüsse in Kabine 7". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Frühjahrsmesse auf Oswaldsgarten.
HI., Bann und Iungbann 116.
Im Interesse des Vierjahresplanes wurden dieser Tage die Bürgermeister und Schulleitungen vom Arbeitsamt gebeten,
1. Jugendliche, die nach dem 14. März 1938 aus einer Volks-, Mittel- oder höheren Schule abgehen, und
2. alle erwerbslosen Jugendlichen, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet und zwischen dem 1. Januar 1934 und dem 14. März 1938 die Schule verlassen haben,
zu melden. In Anbetracht der Wichtigkeit haben sofort alle Einheitsführer darauf hingewiesen und zu veranlassen, daß sich j e d e r in Frage kommende Jg. meldet.
BOM.- u. ZM.-ilniergau 116, Gießen.
Betr.: Gesundheitsstelle.
Sämtliche Koppeltaschen der Mädel- und Jungmädelgruppen des Untergaues 116 haben bis spätestens Freitag, 1. April, auf der Dienststelle des Untergaues zu sein. Auf der Innenseite der Koppel- tasche muß deutlich der Name der Einheit stehen zwecks Kontrolle.
Betr.: Arbeitsbesprechung.
Am Montag, 28. März, um 20 Uhr, findet in der Dienststelle des Untergaues eine Arbeitsbespre- sprechung mit der Obergauführerin statt. Die Mädelgruppenführerinnen sind nach Möglichkeit schon um 19 Uhr auf der Dienststelle.
Oie hessische Ferienordnung für das Schuljahr 1938/39.
LPD. Die Schulferien für das Schuljahr 1938/39 im Lande Hessen wurden wie folgt festgesetzt: Osterferien 1938 = 18 Tage, und zwar vom 3. April bis einschließlich 20. April. Die P fing.st- ferien dauern 7 Tage; sie beginnen mit dem 2. Juni und enden am 8. Juni einschließlich. Die Sommerferien haben eine Dauer von 40 Tagen, beginnen am 8. Juli als erstem Ferientag und enden am 16. August als letztem Ferientag. Die Herb st ferien sind mit 5 Tagen die kürzesten Ferien; sie beginnen am 14. Oktober und enden am 18. Oktober, dem letzten Ferientag. Die Weihnachtsferien beginnen am 23. Dezember und enden am 6. Januar 1939, dem letzten Ferientag der IStägigen Weihnachtsferien. Die Osterferien 1939 dauern wieder 18 Tage, vom 26. März bis 12. April 1939.
Diese Festsetzung gilt für alle Schulen in den Städten Darmstadt, Mainz, Gießen, Offenbach und Worms. Für alle übrigen Orte des Landes find die Sommer- und die Herbstferien nach dem Stand der Erntearbeiten im Einvernehmen mit den Schulämtern festzusetzen. Sie dürfen die Zeitdauer von 45 Tagen nicht übersteigen.
Zwei Bremsen an jedes Fahrrad!
Der Reichsverkehrsminister gibt im Reichs-Ver- kehrs-Blatt bekannt: Vom 1. Jan. d.J. ab müssen Fahrräder zwei voneinander unabhängige Bremsen haben. Es ist nun genehmigt worden,' daß die vor dem 1. Januar d.J. in Verkehr gebrachten Fahr-
Bei gleitbbleibenber Qualität


