Ausgabe 
28.3.1938
 
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3d) wiederhole also noch einmal: Die Bewegung wird der Kirche jenen Schuh geben, den sie be­anspruchen darf; aber die Kirche darf sich nicht in Dinge hineinmischen, die sie nichts angehen und ihr nicht zukommen. Denn hier gibt es keine Kompro misse.

Eine andere lügenhafte Behauptung ist die, wartet nur den 10. April ab! Nach dem 10., da wird die Maske fallen, nach dem 10. wird sich zeigen, was sie eigentlich wollen, und dann wird die Rache einsetzen. Wahrscheinlich stellen solche Leute diese Behauptung auf, die sich in den ver­gangenen Jahren so miserabel aufgeführt haben, daß sie eine solche Rache für wahrscheinlich oder für möglich halten. (Heiterkeit und Zustimmung.) Das Recht auf Rache hätten viele alte Partei­genossen gehabt! Und viele von der anderen Seite hätten fürwahr den Tod verdient für das, was sie getan haben. Also am Verdienen läge es nicht! Aber zunächst eines: Möge jeder wissen, Freund oder Gegner, in Deutschland wird nur dann ein Mensch getötet, wenn das Gericht ihn zum Tode verurteilt und der Führer den Tod ver­hängt hat. In Deutschland entscheidet nur ein einziger Mensch über Leben und Tod: das ist der Führer! Kein anderer hat das Recht dazu. (Stürmische Beifallskundgebungen.) Jeder­mann, jede Stelle, ob Staat oder Partei, vergreift sich am heiligsten Recht des Führers, wenn sie hier eingreifen wollten, und das wird geahndet werden! Das mag sich jeder merken, der hier etwa Gedanken in falscher Richtung hat. Ich habe schon manchmal bei meinen Reden Warnungen gegeben, mögen meine Warnungen auch hier klar verstanden werden.

Zweitens möchte ich noch darauf Hinweisen, daß es gerade das Wunderbare dieser Revolution war, daß sie unblutig geschehen ist, daß sie im Ju­bel vollendet wurde, daß nicht ein Revolutionstribu­nal hier Todesurteile fällte. Aber ich muß auch ehrlich den Hut abnehmen vor der bewunderns­werten Haltung der österreichischen Nationalsozia­listen, vor ihrer Anständigkeit ihren Quälern gegen-, über. (Lebhafter Beifall und Heilrufe.) Jetzt möchte ich euch noch was sehr Ernstes sagen: Ich habe so­eben gesagt, wie wunderbar euere Revolution, oder besser gesägt, wie wunderbar euere Besreiung war. Groß wart ihr im Leiden und Erdulden, groß im Standhalten, groß im Kämpfen. Nun zeigt, daß ihr jetzt auch groß seid im Ver­zeihen und Verstehen! Zeigt, daß ihr auch groß in der Güte seid, und zwar gerade gegen- all die vielen, die irregeleitet waren. Diese müßt ihr gewinnen, diese müßt ihr von dem Gefühl befreien, daß sie nicht gleichwertig sind. V^vwärts den Blick! Wer vorwärts mitgeht, soll mitgehen dürfen in einer so großen und herrlichen Zeit. Es soll kein weiteres Bruderblut mehr flie­ßen, es sollen hier die Menschen froh werden nach all den Jahren der Qual. Wir sind nicht hier­her gekommen, um Metternichsche Methoden auszu­üben, sondern um sie abzuschaffen.

Dazu gehört aber auch, daß das Denun­ziantentum von Anfang an ausgerottet wird, dazu gehört weiter Gehorsam, Diszi­plin! Dazu gehört, daß man keine Sabo­tage an dem übt, was besohlen ist und keine Provokationen aus Stumpfsinn, Dummheit oder Schlechtigkeit ausübt. Der Führer hat den er­fahrenen und bewährten Gauleiter B ü r ck e l hier­hergesetzt, um in seinem Auftrage die Abstimmung durchzuführen. Eine große Verantwortung ist hier­mit wiederum auf seine Schultern gelegt. Ich weiß, er wird diese Aufgabe ebenso erfolgreich lösen, wie seiner Zeit an der Saar. (Heilrufe.) Aber meine Volksgenossen, und vor allem meine Parteigenossen, unserem alten Vorkämpfer Bürckel jetzt zu helfen, seine Anforderungen peinlichst genau durchzuführen, ist für Sie alle höchste Ehrenpflicht, besonders den nationalsozialistischen Gliederungen.

Nun aber noch ein Wort gegen jene, die hier vielleicht Anständigkeit mit Schwäche verwechseln könnten. Ich möchte meinen heutigen Erklärungen noch eine hinzufügen und erwarte, daß sie ebenso klar und eindeutig verstanden wird. Habsburg und der Legitimismus sind ein für allemal vorbei. (Lang anhaltender stürmischer Beifall.) Ich weiß, viele hofften darauf, daß es viel­leicht unter einem König oder Kaiser der Habsbur­ger besser werden würde. Gut, sie haben gehofft. Vielleicht waren sie ehrlich davon überzeugt, jetzt aber müssen sie einsehen, daß es besser geworden ist unter dem Nationalsozialismus. Jetzt müssen sie wissen, daß ihre alten Hoffnungen zunichte gewor­den sind. Wenn sie jetzt noch in dieser Richtung ar­beiten, so ist das Landes-und Hochverrat unts das fällt unter die Schwere des Gesetzes (neuer­dings lebhaftester Beifall), ganz gleichgültig, ob es sich dabei um einen kleinen Arbeiter oder einen ehemaligen Erzherzog handelt. (Die Zustimmungs­kundgebungen wiederholen sich aufs neue.)

Wir wollen von nun an die Vergangenheit, fo schwer sie war, vergessen. Wir wollen in die Zukunft schauen, gläubigen herzens mit freudigen und strahlenden Augen. Wollen wirken und werken, wollen arbeiten und alles tun, damit wir das erreichen, was wir wollen: ein glückliches und freies Oe ft erreich im Deutschen Reich! Niemand trennt uns mehr. Es gibt kein österreichi- f ch e s Schicksal mehr, es gibt nur noch ein d e u t s ch e s , für das wir alle einstehen. (Freudige Sien-heil-Ruse.) Ein freies Volk von 75 Millionen Deutschen, eine n a - tionalsozialistische Bewegung, ein mächtiges in sich geeintes und gefestigtes Reich, eine stolze und starke Wehrmacht, das ist unser Großdeutschland. (Die Massen springen von ihren Sitzen auf und jubeln mi­nutenlang dem Ministerpräsidenten zu, tosende Heilrufe dröhnen durch die riesige Halle.)

Was Generationen vor nn's gearbeitet und er­sehnt haben, wofür viele gearbeitet, geblutet und gelitten haben und gestorben sind, die Einheit des Reiches, die Wiedervereinigung mit Deutschland, unserem Führer ist das in wenigen Tagen gelungen. Er folgte der Stimme seines Blu­tes, und diese Stimme seines Blutes anwortete in euren Herzen. Mit lautem Jubel kamt ihr ihm ent­gegen. Denn ihr empfandet es, dem Führer allein verdankt ihr alles, er rettete Deutschland, er einte das Volk, er schenkte uns seine Heimat. Sein Oester­reich ist jetzt auch unser Oesterreich geworden. Zwei­felt noch jemand an der Mission des Führers, zwei­felt noch jemand an dem Segen Gottes, zweifelt noch jemand daran, was der Führer für euch tat?

Und jetzt ruft er euch auf, uns alle ruft er. Er verpfändete der Welt gegenüber sein Wort, daß Deutschland einig ist. Heber den Jubel die­ser Tage hinweg müßt ihr jetzt der Welt beweisen, daß ihr dieses Wort Adolf Hitlers e i n l ö ft, müßt ihr beweisen, wo der Führer spricht, da spricht Deutschland. Die Einheit, das Reich, das Volk, der Führer: niemand kann sie trennen (brausender Jubel), niemand kann uns drohen. Am 10. April rufen wir, und das ganze Deutschland wird antworten. (Nicht endenwollende Sieg-Heil- und Heil-Hitler-Rufe, unbeschreiblicher Jubel und herzliche aufrichtige Huldigungen für den Minister- das Nahen des Generalfeldmarfchalls an. Die im

Generalfeldmarschall Göring ehrt die Gefallenen des Weltkrieges.

Wien, 27. März. (DNB.). Der Heldenplatz in Wien lag im strahlenden Sonnenschein, als der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmar­schall Göring, am Sonntagvormittag zur Ehrung der im Weltkrieg gefallenen deutsch-österreichischen Soldaten am Heldendenkmal erschien. Jubel­rufe der Spalier bildenden Bevölkerung kündeten das Nahen des Generalfeldmarschalls an. Die im offenen Viereck angetretenen Ehrenformatio­nen des Heeres, der Luftwaffe und des NS.-Fliegerkorps präsentierten; der Stadtkommandant erstattete Meldung. Während die Musikkorps das Deutschland- und das Horst-Wessel­

Lied spielten, schritt der Generalfeldmarschall die Front der Ehrenformationen ab. Bei dieser Gele­genheit wurde dem Generalfeldmarschall der beson­ders verdiente Ingenieur Zechner von der NSKK.-Standarte Kärnten-Steiermark, der unter dem Schuschnigg-System zu lebenslänglichem Kerker verurteilt worden war, vorgestellt. Während sich nun Generalfeldmarschall Göring zur Kranznieder­legung in die Krypta des Heldenmals begab, spielte das Musikkorps das Lied vom guten Kameraden. Den Abschluß der würdigen Feier bildete ein Vor­beimarsch der Ehrenformationen. Unter den jubeln­denSieg-Heil!"-Rufen der Menge begab sich der Generalfeldmarschall bann, im Wagen stehend und nach allem Seiten grüßend, in das Hotel zurück.

Zu Ehren des Generalfeldmarschalls fand am Sonntagabend im Operntheater eine F e ft- aufführung von BeethovensFidelio" statt. Als der Ministerpräsident, begleitet von Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart die große Mit­telloge betrat, brandete der Beifall auf. Die Sänger und Sängerinnen sowie das Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor K n a p p e r t s b u r s ch gaben ihr Bestes, sichtlich erfüllt von der Mission dieser Stunde. Nach der Vorstellung gab Bürger­meister Dr. Jng. Neubacher dem Generalfeld­marschall einen Empfang im festlich geschmückten Festsaal des Rathauses. Vor dem Empfang über­reichte der, Wiener Bürgermeister dem Generalfeld­marschall als Gastgeschenk ein Jagdgewehr des Prinzen Eugen.

Der Zweikampf zwischen Hai nnd Teuselsffch.

Aufregendes Erlebnis eines australischen Fischers.

An der australischen Küste sind menschenfressende Haie zu einer starken Gefahr und Beunruhigung geworden, und die Regierung vön Neu-Süd-Wales hat kürzlich für 20 000 Pfund Verträge für Hai­fi s ch j a g d e n in großem Maßstab abge­schlossen. Vierzig Seemeilen der Bucht wurden zu diesem Zweck abgesperrt, und schon in der ersten Woche wurden über 50 große Tiere gefangen. Die Jagd ist oft voller Abenteuer und Aufregungen, wie die Erzählungen des berufsmäßigen Haifischfängers Norman Caidwell erkennen lassen. Einmal be­obachtete er auch den Zweikampf eines Haifisches mit dem sogenannten Teufelsfisch, demManta Berostris.

Den Blick aufs Wasser geheftet", so erzählt er, fuhr ich langsam dahin, als ich einen riesigen dunk­len Schatten mich umkreuzen sah. Beim Näherkom­men erkannte ich einen Manta. Er war mindestens drei Meter lang und wog gewiß nicht viel unter 20 Zentner. Da ich noch nie einen solchen Teufels­fisch gefangen hatte, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, mein Glück zu versuchen. Doch konnte ich nichts tun, bis die Bestie nach dem Riff zu schwamm. Hier in der Bucht war das Wasser tief, und solange der Manta sich darin hielt, konnte die Harpune nicht wirksam arbeiten. Aber zu meiner Freude wandte er sich allmählich nach dem flacheren Wasser. Er schwamm langsam, und vor der Meer­enge, die die Inseln teilt, zauderte er wie in Un= schlüssigkeit, was zu tun sei. Rasch und leise brachte ich das Boot dicht hinter das fast regungslose Tier. Ich zitterte an allen Gliedern vor Aufregung. Und dann, als das Boot gerade über ihm war, schleu­derte ich die Harpune tief in sein Fleisch.

Was folgte, war wie ein Erdbeben vom Grunde des Meeres. Mit einer mächtigen Welle kamen 20 Zentner um sich schlagende Masse an die Ober­fläche und hoben das Vorderteil des Bootes steil aus dem Wasser. Ich wurde gegen den Mast ge­worfen, und bei einer zweiten Erschütterung verlor ich das Gleichgewicht und fiel ins Wasser. Mit ra­sender Schnelligkeit rollte die Harpuneleine ab. Zum Glück hatte ich sie vorher festgemacht. Ich hatte ge­rade nod)' Zeit, mich an die Reling zu klammern und wieder an Bord zu schwingen, ehe das Boot Fahrt aufnahm. Uber das Riff jagten wir im Kielwasser der Bestie, und bald schlugen mir die Richtung nach der offenen See ein. Ich stand am Bug, ein scharfes Messer in der Hand, bereit, die Leine durchzuschneiden, falls es notwendig werden sollte.

Wir hatten den größten Teil einer Seemeile zu- rückgelegt, als der Teufelsfisch plötzlich in die Tiefe tauchte, mit solcher Wucht, daß das Gewicht fast den Bug des Bootes unter Wasser zog. Meine Fin­ger schmerzten von der Anstrengung, die Leine um die Belegpflöcke zu lockern. Eine Aufwärtsbe­wegung des Manta gab mir eine Elle Spielraum, und als ich mehr Leine auslaufen ließ, hob der Bug sich wieder. Fast eine Stunde lang wurden wir hin und her gezerrt, bis der Teufelsfisch ebenso plötzlich, wie er getaucht war, zur Oberfläche kam. Er wechselte mehrmals den Kurs, stoppte und zap­pelte. Die Leine lockerte sich und versteifte sich mit einem jähen Ruck. Wie rasend schoß der Manta

erst rechts, dann links, als suchte er eine Zuflucht. Ich war so in Anspruch genommen, ihn zu beobach­ten, daß mir fast ein riesiger schwarzer Schatten entging, der rasch hinter dem Boot herkam und wild auf meinen Gefangenen zuschwamm, Eine große Rückenflosse sagte mir genug. Hier war wirk­lich ein Riesenhai, vielleicht der, hinter dem ich schon so lange her war, und ich war unvorbereitet auf zwei solche Ungeheuer. Mein Gewehr war an Land, ebenso meine Kamera. Es war die Chance eines Lebens, und ich konnte nur dabeistehen und zu­sehen.

Ich verließ meinen Platz am Mast, um im Kiel­wasser des Manta zu steuern. Es war der wildeste Zickzack-Kurs, den ich je gesehen, und trotzdem dauerte es nicht lange, bevor der Hai angriff, indem er sich auf eine der Schwingen stürzte. Der Teufels­fisch entgegnete mit einem mächtigen Hieb der star­ken Schwinge, der den Hai seitwärts warf. Betäubt machte er kehrt und tauchte. Erste Runde für den Manta. Wir jagten weiter, den Teufelsfisch spornte die Angst, der Hai hinterher, seine Rückenflosse pflügte das Wasser. Plötzlich tauchte der Manta in die Tiefe. Ich sprang nach vorn, das Messer in der Hand, um die Leine zu entlasten. Noch tiefer ging der Manta, aber wo war der Hai? Gewiß auch in der Tiefe, auf der Spur des Opfers. Jetzt kam die Leine wieder hoch, und dann tauchte auch der Manta auf, ein von Entsetzen gejagtes Untier. Auch der Hai war wieder an der Oberfläche, wenige Meter von dem Teufelsfisch, den er zu umkreisen begann. Plötzlich hielt er inne und landete mit einer Welle fast unmittelbar vor dem Manta. Der warf in Panik seinen ganzen Rumpf aus dem Wasser, hoch in die Luft, und dann siel der mächtige Leib zurück, gerade auf die emporragende Rückenflosse des Gegners. Der Stoß, mit dem die zwei Körper aufeinanderprallten, war furchtbar. Die Rückenflosse des Haies war gebrochen. Hilflos lag der Angreifer auf einer Seite, Blut strömte aus feinem Leibe. Zweite Runde für den Teufelsfisch!

Dritte Runde: beide Ungeheuer rauchten in ver­schiedenen Richtungen, der Hai schien geschlagen, als er langsam im Wasser verschwand. Der furchtbare Kampf und der Blutverlust durch die Harpune hatten den Teuselsfisch fast erschöpft. Doch noch immer arbeitete er hart. Ich saß am Ruder und steuerte. Der Hai, eine Bestie von gewiß fast sechs Meter, war nicht wieder erschienen. Ich freute mich. So war noch Aussicht für mich, ihn später zu fangen, vorausgesetzt, daß er noch lebte. Ja, er lebte! Ich fühlte mehr als ich sah, was vorging. Der Teufelsfisch krümmte sich und sackte ab. Der Hai mußte den großen flachen Körper von unten angegriffen haben, wahrscheinlich ihm dabei den Brustpanzer zerbrechend, der die Kiemen schützt. Es war ein Knockout-Schlag, und er brachte den Tod im Gefolge. Rasch lockerte ich die Leine. Als der Leib des Teufelsfisches im Wasser nach oben trieb, folgte der Hai dem Blutgeruch. Er kam zur Oberfläche und schlug seine Zähne in das Hinter­teil. Damit begann das grausigste Festmahl, das ich je mit angesehen habe. Stück um Stück riß der Hai von dem Körper. Mit Fischen war ich für den Tag fertig."

Die Stadt Salzburg, von der behauptet wird, sie sei die schönst gelegene Stadt Deutsch- lanös, ist der Geburtsort Mozarts. Unsere Zeichnung zeigt einen Blick über die Stadt, die von der alten Festung Hohensalzberg überragt wird. (Zeichnung Reimesch. Scherl-M.)

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Bedeutend ermäßigte Postgebühren für Oesterreich.

Berlin, 26. März. (DNB.) Nach einer Ver­ordnung des Reichspostministers gelten vom 4. April 1938 ab für Briefe und Postkarten in Oester­reich die innerdeutschen Po st gebühren. Gleichzeitig werden für die Versendung von Briefen und Postkarten innerhalb eines Ortes Ortsge- bühren eingeführt. Die Gebühren für Briefe und Postkarten werden gegenüber den bisherigen Sätzen erheblicht verbilligt. So ermäßigt sich die Postgebühr für einen Brief bis 20 Gramm von 24 Groschen auf 12 Reichspfennige, gleich 18 Gro­schen, für eine Postkarte von 12 Groschen auf 6 Reichspfennige, gleich 9 Groschen. Während bis­her auch der Ortsbrief bis 20 Gramm 24 Groschen, die Ortspostkarte 12 Groschen kostete, werden die Gebühren für einen Ortsbrief bis 20 Gramm 8 Reich^pfennige, gleich 12 Groschen, für eine Orts­postkarte 5 Reichspfennige, gleich 8 Groschen, be­tragen. Ortspostkarten werden demnach um 33Vs v. H., Ortsbriefe sogar um 50. v. H. verbilligt. Auch die Gebühren für Briese und Postkarten aus Oester­reich nach dem Ausland ermäßigen sich beträchtlich.

Dank einer Mutier.

NSG. Ueberall, auch in den kleinsten Dingen, fühlt man des Führers starke fürsorgliche Hand. Es gibt kaum ein Dorf, kaum eine Familie im großen deutschen Vaterland, wo sich nicht Irgendwie der Wille des Mannes zeigt, der Deutschland in einer erstaunlich kurzen Frist aus tiefster Erniedri­gung befreit und zu Ansehen und Wohlstand ge­bracht hat. Aus Einern Brief einer Mutter, die für einige Wochen mit ihrem Kind in dem Mütter- und Säuglingsheim der NS.- Volkswohlfahrt in Lindenfels zu ihrer Stär­kung Aufnahme gefunden hatte, spricht deutlich die Bewunderung für die weit umfassende Wohlfahrts­pflege der NSDAP, und der Dank an den Führer, der diese segensreichen Einrichtungen schuf.

Nachdem bereits drei Wochen nach meiner Rück­kehr aus dem schönen Lindenfels verflossen sind, möchte ich nun nicht versäumen, den gesamten, für mich tätig gewesenen Helfern und Helferinnen der NSV. besonders-der Gauamtsleitung für ihre zahl--

Das Erholungswerk des deutschen Volkes rechnet auf deine Mitarbeit. 3eder, der dazu in der ; Lage ist, stellt einen Freiplah für Hiller-Frei-X plah-Spende und kinderlandverfchickung zur \ Verfügung.

losen Bemühungen und nicht zuletzt den edlen Spen­dern meinen herzlichsten Dank zu übermitteln. Be- ' sonderen Dank dafür, daß mein Kind, das in der " Zeit erkrankt und der NSV. so viele Sorgen, Mühe und Umstände bereitete, i n s o vorbilhlicher Weise umsorgt und behütet wurde. Ebenso meinen warmen Dank für die Betreu­ung durchMutter und Kind", da mein Mann magenleidend und die Wirtschaftskasse durch die Diätküche enorm belastet äst. Nunmehr mein Junge inzwischen schon ein halbes Jahr geworden ist und die herrliche Erholung in Lindenfels ihre gute Wirkung ausübt, kann ich getrost sagen, wie­der über dem Berg zu sein und mit fri­schem Mut der Arbeit und somit dem Alltag zu Leibe rücken zu können. Auch möchte ich nochmals meiner Bewunderung Ausdruck geben für die erst­klassige Unterbringung, Verpflegung und Versorgung von Mutter und Kind in dem schönen Heim der NSV. in Lindenfels.

Als der Stellvertretende Gauleiter Linder die Worte sagte:Ihr sollt's vier Wochen so gut haben wie Fürsten!", hat er nicht zu viel gesagt, denn schö­ner kann's ein Mensch nicht haben. Längst schon hat uns das unerbittliche Leben wieder mit seinen Sor­gen und Nöten, mit seinen Kämpfen und Streben in seine Arme ausgenommen, fast schon schwebt uns Lindenfels als eine Fata Morgana vor, mir jeden­falls wird es eine unvergeßliche Erinnerung an ein Stückchen Paradies fein. Ich schließe in tiefer Dank­barkeit, in ehrlicher Bewunderung all' dessen, was im Sinne des Führers geschaffen wurde und wird, mit einem dreifachenSieg-Heil" auf unseren Führer." E. B.

Einlagenzustrom bei den Banken.

Die Abwicklung bet im Januar aufgelegten gro­ßen Reichsanleihe über 1200 Millionen Mark hatte in den Bankbilanzen per Ende Januar deutliche Spuren hinterlassen: die Einlagen waren durch die Einzahlungen scharf zurückgegangen, und entspre­chend hatten sich die Bestände der Banken an Wechseln und liquiden Guthaben beträchtlich ver­mindert.

Diese Verlagerungen haben sich inzwischen, wie die Februar-Bilanzen zeigen, weiter weitgehend zurückgebildet. Die Einlagen haben wieder kräftig zugenommen, und zwar stiegen die Bankengelder um 58 Millionen, die Spareinlagen der Kredit­banken um 26 Millionen und die sonstigen Kredi­toren um 143 Millionen Mark. Zugleich konnten die Banken von den' Anleihebeständen, die sie zu­nächst selbst übernommen hatten, im Februar einen weiteren Teil abstoßen, so daß sich das Anleihe­konto um 60 Millionen Mark verminderte. Der Kreditspielraum der Banken hat sich so im Februar ansehnlich ausgeweitet. Damit fiel glücklich ein wachsender Kreditbedarf der Wirtschaft zusammen. Die Warenvarschüsse der Banken erhöhten sich um 16 Millionen, die sonstigen Ausleihungen um 106 Millionen Mark. Daneben erfuhren die Wechsel­anlagen nach der scharfen Schrumpfung im Januar eine Wiederausdehnung um 70 Millionen Mark. Zugleich konnten die Jndossamentverpflichtungen um 152 Millionen Mark vermindert werden, ein deut­liches Zeichen für die erreichte Auflockerung.

Ein Vergleich der Bankbilanzen der lebten beiden Monate zeigt treffend das ständige Wechselsviel zwischen Staats- und Privatkonjunktur, das den stürmischen Aufschwung unserer Wirtschaft erst ermöglicht hat: Im Januar vermittelten die Banken dem Staat die für den jüngsten Konsolidierungs­schritt erforderlichen gewaltigen Mittel; im Februar dagegen stellten sie die neu zufließenden Einlagen der Privatwirtschaft für den Frühjahrsauftrieb zur Verfügung.

Dein Bekenntnis znm Werk -es Führers: Dein Ja am 10. April.