Der Führer gibt die Parole.
Ganz Deutschland soll sich zum befreiten Oesterreich bekennen.
oes Führers erste Wahlrede.
Königsberg, 26. März. (DNB.) In seiner Rede auf der ersten Kundgebung der Deutschland- fahrt des Führers in der Schlageterhalle zu Königsberg führte der Führer u. a. folgendes aus:
Noch vor wenigen Tagen weilte ich in der südlichen Großstadt des nunmehr geeinten deutschen Volkes und Reiches und verkündete dort, daß h i n - ter diesem Zusammenschluß das ganze deutsche Volk stünde. Ich erwähnte dabei auch die nordöstlichste Provinz unseres Reiches, feilte bin ich hierher gekommen, um Sie zu mahnen, meinen Worten Geltung zu verschaffen und es am 10. April einzulösenl
In einem Zeitalter, in dem es als selbstverständlich gilt, daß allen Völkern der Erde das Selbstbestimmungsrecht zugebilligt wird, hat man den Angehörigen eines großen Kulturvolkes dieses Selbstbestimmungsrecht bestritten und geraubt. Wir kennen heute ein Gemeinschaftsgefühl, das weit stärker ist als dies politische oder wirtschaftliche Interessen je begründen können. Es ist das Gefühl einer Gemeinschaft, die blutsmäßig bedingt ist. Der Mensch kann und will sich heute nicht mehr entfernen von seinem Volkstum, er hängt mit zähhr Liebe an ihm. Selbst schwerste Not nimmt er lieber in Kauf, er erträgt Elend, aber er will bei seinem Volk sein! (Stürmische Kundgebungen der Zustimmung und Ergriffenheit.)
Sie leiden lieber jede Not und jedes Elend gemeinsam mit ihrem Volkstum. (Erneute gewaltige Kundgebungen.) Es gibt nichts, was sie so sehr über Nutzen und Gewinn erheben könnte, als diese edelste Empfindung und Gesinnung. Blut bindet fester als Geschäfte! (Tosender langanhaltender Beifall.) Wenn aber ein Volk außerdem noch von wirtschaftlicher Not gequält wird und nebenan die Blüte des eigenen Volkstums in einem großen Reich
sieht und miterlebt, dann soll sich niemand wundern, wenn die sehnsüchtigen Blicke über die Grenze immer stärker werden und der Wunsch immer größer wird, eines Tages sich mit dem großen arteigenen Volke zu vereinen! (Brausende Heilrufe donnern durch die riesige -alle.)
Der stärkste Ausdruck dieses Wunsches wurde in der nationalsozialistischen Bewegung, in der nationalsozialistischen Idee gefunden. Diese nationalsozialistische Idee geht weit über die Grenz en eines kleinen Deutschland hinaus. Gewiß, wir wollen keine Proselyten in fremden Völkern machen, aber niemand kann verhindern, daß die nationalsozialistische Lehre politisches Glaubensbekenntnis aller Deutschen wird! (Minutenlanger jubelnder Beifall der Massen.) Wir alle sind glücklich in dem gemeinsamen Erleben dieser gemeinsamen Idee, dieses gemeinsamen Glaubens an eine politische Auferstehung unseres Volkes, und waren vor allem glücklich in der Empfindung, daß wir nun auch rein äußerlich und symbolisch ohne Ansehen der Grenzen ein Zeichen besitzen, das uns alle eint. Es ist kein Zufall, daß dieses Hakenkreuz sich mit einer wunderbaren Schnelligkeit über alle deutschen Lande und über alle Grenzen hinaus verbreiten konnte, überall dort, wo Deutsche leben. Es war das Zeichen, das nicht von der Vergangenheit belastet erscheint, das daher jeder Deutsche annehmen konnte, und in dem jeder die Gewißheit hatte: wir überwinden damit die Vergangenheit und öffnen uns den Weg zu einer großen gemeinsamen deutschen Zukunft.
Einer tyrannischen Diktatur wurde ein Ende gemacht.
Je stärker aber der Glaube wurde, um so gemeiner wurden die Methoden der Unterdrückung, und um so fanatischer wurde erst recht der Widerstand dagegen! So erhärtete sich der Glaube immer mehr. So trieb ein Keil den anderen, und es war klar, daß eines Tages der Augenblick kommen mußte, in dem dieses gequälte Volk zur Selbsthilfe schreiten würde gegen seine Peiniger, und dies um so mehr, als die Peiniger nur eine verschwindende lächerliche Minderheit im österreichischen Lande verkörperten. Wie gering sie ist, das werden die nächsten Tage zeigen! Es blieb nur eine Frage übrig: Wann werden mir endlich befreit!? Wann schlägt auch für uns die Stunde der Freiheit!
Ich habe in^ diesen Tagen in einer ausländischen Zeitung die Frage gelesen, warum ich denn zur Gewalt geschritten sei? Ich hätte das doch auch „friedlich" machen können. (Gelächter.) Die Welt sei doch bereit gewesen, uns alles zuzubilligen? Das hätte man doch durch Besprechungen und Abmachungen auch ganz normal erreichen können. Wir kennen das und haben das oft m der Praxis fennengelernt: Das Weltgewissen, die Weltgerechtig- keit, die leuchtete aus den Friedensverträ- sien zum ersten Male zu uns herüber! Wann sind jemals Völker schamloser vergewaltigt worden, als feit der Zeit, da man von Weltgewissen und Weltgerechtigkeit spricht!? Wann hat man jemals Wirtschaftsgebiete gewissenloser zerrissen, als seit dieser Zeit, Da ein „Völkerbund" gegründet wurde, um angeblich den Interessen der Völker zu dienen?! Ohne Barmherzigkeit, aber auch ohne Vernunft hat man deutsches Land und deutsches Volkstum zerreißen und vergewaltigen lassen. Und seit dem war man taub gege n alle Bitten und alle Vorstellungen, gegen alle Einwände, Warnungen und Ermahnungen.
Und da kommt bann eines Tages die Stunde, in der man sich entscheiden muh vor seinem Gewissen, vor seinem eigenen Volk und vor einem ewigen Gott, der die Völker geschaffen hat. Und ich habe diefeEntscheidung vor 1 4 Tagen nun getroffen und sie konnte nicht anders lauten! (Minu- tentange Beifallsstürme.) Denn wenn die Menschen taub sind gegen jedes Gebot der Gerechtigkeit, dann muß der einzelne sich das Recht selber nehmen! (Brausende Zustimmung.) Dann muß er zu dem alten Glaubenssatz zurückkehren: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott! Und Gott hat uns geholfen! (Bei jedem dieser Satze brandet der Jubel der Massen dem Führer entgegen.)
Wie war denn die Lage in Oesterreich? Seit sich die nationalsozialistische Bewegung dort anschickte, auf legalem Wege die Macht zu erobern, haben die Hüter der Demokratie die legalen Wege selbst verlassen und eine nackte tyrannische Diktatur aufgerichtet. Dort herrschte wirklich eine Diktatur, weil hinter ihr nicht die Mehrheit des Volkes stand. Wenn man es im Auslande immer so hinstellt, als ob Deutschland unter einer Diktatur leiden würde, während dort ein demokratisches Regime gewesen wäre, so kann ich nur sagen: I ch stehe mitten unter meinem Volk. (Minutenlange jubelnde begeisterte Beifallskundgebungen.) Wo aber sind die Männer gestanden, die als die demokratischen Sach- und Jdeenwalter das Volk in 0 e ft e rr e i ch mißhandelten und unterdrückten? Seit vielen Jahren wagten sie nicht mehr, an das Volk zu appellieren Ich glaube nicht, daß es einen Staat gibt, dessen Regime so gefestigt ist wie das unsere, das aber trotzdem so oft den Weg zum Volke eingeschlagen und sich von ihm sein Mandat hat b e ft ä t i g e n lassen. Jahrelang ist dies i n Oesterreich nicht gesck>ehen. Man konnte es auch nicht, denn jede Volksbefragung würde diese Männer sofort beseitigt haben.
Man hat erst eine tyrannische Gruppe, die ’m Besitz der Machtmittel war, zum Herrn des Staates erhoben, durch diese Gruppe eine neue Verfassung niederlegen lassen und seitdem dem Volke jede Einspruchsmöglichkeit, jede Beurteilungs und Be gutachtungsmöglichkeit entzogen. Der Mann, der nun Sachwalter dieser kleinen herrschenden Gruppe war, hieß Schuschnigg. (Stürmische Pfuirufe.)
Ich habe im Laufe dieses Winters aus vielen Anzeichen gesehen, daß auf die Dauer dieser Zustand nun nicht mehr zu halten war, und daß es nur Zwei Möglichkeiten gab: Entweder eine geregelte Lösung oder einen ungeregelten revolutionären Ausbruch Ich wollte das letztere vermeiden, und ich habe diesen Mann, der mir gegenüber überhaupt kein Mandat besaß, dieses Gebiet zu vertreten, trotzdem zu mir eingeladen und ich habe ihm mit vollem Ernst auseinandergesetzt, was die Folge einer weiteren Aufrechterhaltung dieser Tyrannei sein müsse.
Ich habe ihm gesagt: „Herr Schuschnigg, Sie unterdrücken ein Land! Sie haben kein Recht dazu! Dieses Land ist auch meine Heimat, genau so wie die ihre! (Tosende Beifallsstürme.) Wie kommen Sie dazu, dieses Land fortgesetzt zu vergewaltigen! Ich bin bereit, mich mit Ihnen dem Volke zur Abstimmung zu stellen. Wir treten beide als Kandidaten auf. Das Volk soll entscheiden!^ (Die Massen erheben sich bei diesen Worten zu minutenlangen unvorstellbaren Begeisterungsstürmen.)
Er meinte, das ginge nicht aus verfassungsrechtlichen Gründen. (Stürmische Heiterkeit' geht durch die Versammlung.) Allein, ich ermahnte ihn, einen Weg der friedlichen Entspannung zu suchen, da im anderen Falle niemand Gewähr übernehmen könnte, daß nicht die gequälte Volksseele aufschreien würde. Und darüber konnte ich keinen Zweifel lassen: An den deutschen Grenzen wird nicht mehr gegen deutsche V o Iksgenossen geschossen! Ich habe ihm wirklich in allem Ernst klar zu machen versucht, daß es der letzte Weg ist, der vielleicht friedlich zu einer Lösung dieser Krise führen kann. Ich habe ihm keinen Zweifel gelassen, daß, wenn dieser Weg fehlschlägt, so oder so die Entwicklung weitergehen wird. Und ich bat ihn, nicht an meinem Ernst, d i e Hilfe des Reiches den unterdrückten Volksgenossen zur Verfügung zu stellen, zu zweifeln und nicht zu zweifeln an meiner Entschlossenheit, wenn aus einem Verlassen dieses Weges eine Krise entstehen sollte. Er hat nicht an den Ernst meiner Versicherungen geglaubt, und er hat deshalb wohl auch das Abkommen gebrochen. (Stürmische Pfui-Rufe.)
Wir haben heute die Unterlagen dafür, wir haben die Briese gefunden, in denen er am 19. Februar, noch einen Tag vor meiner Rede im Reichstag, schreibt, daß das ganze von ihm nur ein rein taktischer Schachzug sein würde, dazu bestimmt, Zeit zu gewinnen, um abzuwarten, bis die außenpolitische Situation günstiger wäre. Er rechnete also damit, in einer glückhafteren Stunde das Ausland gegen Deutschland auf ruf en ZU können. (Empörte Pfuirufe.) Um diesem seinem Vorhaben eine moralischere Grundlage zu geben, hat dieser Mann nun jene lächerliche Abstimmungskomödie erfunden, die ihre schärfste Beleuchtung durch die Tatsache erfährt, daß wir seht Flugblätter und Plakate beschlagnahmen konnten, in denen bereits acht Tage vorher die Ziffern der Abstimmung bekanntgegeben wurden! Es war ein unerhörter Betrug in einem Lande, das seit vielen Jahren feine Wahl mehr batte und nicht mehr abstimmen konnte. Es war klar, daß, wenn bieler Betrug gelingen würde, die Welt eiskalt erklärt hätte: „jetzt ist dieses Regime legfllifierf!“
Dagegen aber begann nun das deutsche Volk in Oesterreich sich endlich selbst aufzubäumen da wendete es sich gegen feine Peiniger Es rtanb auf! Und nun mußte i ch für dieses Volk eintreten Da gab ich den Befehl. dem Wunsche dieses Volkes zu entsprechen. Ich ließ marschieren! (Wie ein Mann erheben sich jubelnd die Zehntausende und bereiteten dem Führer unbeschreibliche Ovationen.) Ich tat es erstens, um derWelt zu zeigen, daß es nun bitte r ernft ist und mich nichts uirütfhalten kann, diesen Schritt zu tun (Stürmische Beifallskundgebungen ) Sie hatte jahrelang Gelegenheit genug gehabt, sich um diese Probleme zu kümmern. Sie
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