Ausgabe 
28.3.1938
 
Einzelbild herunterladen

Nr.7Z Erste? Blaff

188. Zahrgang

Montag, 28. Mär) 1038

krschetm tftg ltd), autzer Sonntags und Feiertags Beilagen. Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

Monatr-Vezugrpreis:

Mit 4 BeUagen RM.l.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernfprechanschlüffe

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Sietzen

Postscheckkonto:

Zrankfurt am Main 11686

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitrmg und Geschäftsstelle: Schulftratze 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags

6nntöprei|e für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text­anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrifl nach vorh Dereinbg. 25u/ mehr.

LrmStzigte Grundpreise:

Stellen-, Derems-, gemeine nützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Oie österreichischen Bischöfe bekennen sich feierlich zur Einigung des deutschen Volkes imGroßdeutschenNeich

Freudige Anerkennung der völkischen, wirischastlichen und sozialen Leistungen des Nationalsozialismus.

Wien, em 18.März 1938

Sehr geehrter Herr Gauleiter,

* Der Srzbisclrof von Wien

Beigeschlossene Erklärung der Bischöfe übersende ich hie- alt.Sie ersehen daraus,dass wir Bischöfe freiwillig und ohne Zwang unsere nationale Pflicht erfüllt haben»Ich weise,dass dieser Erklärung eine gute Zusammenarbeit folgen wird.

Mit dem Ausdruck ausgezeichneter Hochachtung

KM

F

I

Wien, 27. März. (DNB.) Die österreichischen Bischöfe haben eine feierliche Erklärung erlassen, in der sie aus inner st er Ueberzeugung und mit freiem Willen, anläßlich der gro­ßen geschichtlichen Ereignisse in Deutsch-Oesterreich erklären, daß sie die Lei st ungen der natio- nalsozialistischen Bewegung freudig anerkennen und ihr Wirken mit den besten Segenswünschen begleiten. Die Bischöfe bekennen sich ausdrücklich als Deutsche zum Deutschen Reich und fordern die­ses Bekenntnis von allen gläubigen Christen.

Die feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe wurde dem Beauftragten des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gauleiter Bürckel, mit folgendem Schreiben übersandt:

Der Erzbischof von Wien.

Wien, am 18. März 1938.

Sehr geehrter Herr Gauleiter!

Beigeschlossene Erklärung der Bischöfe übersende ich hiermit. Sie ersehen daraus, daß wir Bischöfe freiwillig und ohne Zwang unsere nationale Pflicht erfüllt haben. Ich weiß, daß dieser Erklärung eine gute Zusammenarbeit folgen wird.

Mit dem Ausdruck ausgezeichneter Hochachtung und heil Hiller!

Th. kard. Jnniher

Eb.

Der feierlichen Erklärung ist folgendes Vor­wort vorangesetzt:

Nach eingehender Beratung haben wir Bi­schöfe von Oesterreich angesichts der großen geschichtlichen Stunden, die Oesterreichs Volk erlebt, und in dem Bewußtsein, daß in unseren Tagen die tausendjährige Sehnsucht unseres Volkes nach Einigung in einem großen Reich der D e u t sch e n ihre Erfüllung findet, uns entschlossen, nachfolgenden Aufruf an alle unsere Gläubigen zu richten. Wir können das um so unbesorgter tun, als uns der Beauftragte des Füh­

rers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gau­leiter Bürckel, die aufrichtige Linie seiner Politik bekanntgab, die unter dem Motto stehen soll: Gebt Gott, was Gckttes ist und dem Kaiser, was des Kaisers ist."

Wien, am 21. März 1938.

Für die Wiener Kirchenproomz: Th. Kard. I n n i tz e r

Eb.

Für die Salzburger Kirchenprooinz: S. W a i tz Fürst-Erzbischof.

Die feierliche SrMiM

hat folgenden Wortlaut: Aus innerster Ueber­zeugung und mit freiem Willen erklären wir unterzeichneten Bischöfe der öfter- reichifchen Kirchenprovinz anläßlich der großen geschichtlichen Geschehnisse in Deutsch-Oester­reich: Dir erkennen freudig an. daß die natio- nalfozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozial-Politik für das Deutsche Reich und Volk und namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes hervorragendes geleistet hak und leistet. Wir sind auch der Ueberzeugung, daß durch das Wirken der nationalsozialistischen Bewegung die Gefahr des alles zer- siörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde.

Die Bischöfe begleiten dieses Wirken für die Zu­kunft mit den besten Segenswünschen und werden auch die Gläubigen in diesem Sinne ermahnen.

Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständliche natio­nale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen, und wir erwarten auch von allen gläubigen

- -r.-- -- ....... " '

Vorwort zur feierlichen .Erklärung der österreichi­

schen Bieohöfe in Sachen der Volksabstimmung

K&ch eingehenden Beratungen haben wir Bischöfe von Oester*

i

für die Wieder Kirohenprovinei

Für die Salzburger KircheaproviMt

V

V

b ..rel'ch angeslehtB der greisen geaohichtlfchen Stunden,die Oeater-

vWy *

redoha Volk erlebt, uad Im Bewusstsein, daee In unseren Tagen

; ' die tausendjährige Sehnejioht unseres Volke® nach Einigung

in einem grossen Reich der Deutschen ihre Erfüllung findet, . uns entschlossen,nachfolgenden Aufruf an alle unsere Gläubi- t gen zu richten. Wir können das umso unbesorgter tun,als uns der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich,GaulHter

; . ? -

; Bürckel^ die aufrichtige Linie seiner Politik bekanntgab,die unter dem Motto stehen solltGebet Gott,was Gottes l*t und dem

, Kaiser,was des Kaisers ist/

' ...

Wien,am Ll.Märr 1933.

Feierliche Erklärung !

Aus innerster Überzeugung und mit freies killen erklären wir unterzeichneten Bischöfe der österreichischen Kirchen- r Provinz anlässlich der grossen geschichtlichen Geschehnisse

P in Deutsch-Österreich:

hir erkennen freudig an, dass die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozial-Politik für das Deutsche Reich und Volk und namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und leistet. Wir sind auch der Überzeugung, dass durch das Wirken der nationalsozialistie sehen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewdhrt wurde.

Die Bischöfe begleiten dieses Wirken für die Zukunft mit ihren besten Segenswünschen und werden auch die Gläubigen in diesem Sinne ermahnen.

!

Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbst­verständliche nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deut­schen Keich zu bekennen,und wir erwarten auch von allen gläubigen*Christen, dass sie wissen, was sie ihrem Volke schuldig sind.

Wien» am 18. März 1938