Unter Prinz Karnevals Szepter.
Kleine deutsche Faschingskunde.
Von Franz $. Schwarzenstein.
Vor einigen Jahren hatte ich in Mainz während des Karnevals — hier sagt man allerdings meist „Fassenacht" — ein merkwürdiges Erlebnis: Wir saßen in einer der vielen gemütlichen, kleinen Weinkneipen der Altstadt, in die selbst während des Karnevals nur selten Fremde kommen, mit einer übermütig-lustigen Gesellschaft Mainzer Bürger zusammen. Es wurde gelacht und gescherzt, der urwüchsige Humor des hessischen Volkes schlug wahre Purzelbäume, und am lustigsten und witzigsten war ein schmalwangiger, dunkelhaariger Mann, der am Schmalende des Tisches gewissermaßen „präsidierte". Immer neue Spässe sprudelte er hervor. Dann und wann tätschelte er seinen prächtigen Schäferhund, und plötzlich sah ich, daß sein linkes Auge mit einer schwarzen Tuchklappe bedeckt war. Die Erklärung folgte bald: Dieser Mann, der als Inbegriff rheinischer Karnevalsfröhlichkeit erschien, er war blind! Und lächelnd gestand er mir später, daß er in der Faschingszeit keinen Abend ausläßt, um das schönste Fest seiner Heimat begeistert mitzufeiern.
Kann es ein packenderes Zeugnis für die enge Volksverbundenheit des deutschen Faschings geben, als dieses kleine, aber tiefe Erlebnis mitten im buntesten Trubel der Fastnacht? Alle reißt es mit magischer Gewalt mit, jung und alt, reich und arm. An den Haupttagen des Karnevals schließen in den rheinischen Städten Büros und Läden und Schulen. Niemand soll von der Festfreude ausgeschlossen sein. Wochenlang wurden von den Talenten aus allen Kreisen der Bürgerschaft witzige Reden und Reime zusammengebastelt. Nun steigen Männlein und Weiblein in die „Bütt", die als Faß gestaltete Rednertribüne der Karnevalssitzungen, und attackieren mit ihren Pointen die Lachmuskeln der Zuhörer. Viele holen ihre farbigen Kostüme aus den Truhen, schmücken sich mit Papierblumen und lustigen Hüten, nehmen die „Pritsche" zur Hand, jenes lärmörzeugende Instrument aus Holz oder Pappe, ohne das nun einmal ein rechter Karneval nicht vorstellbar ist, und hinaus geht's auf die Straße! Wer nicht gleich erkannt sein will, wenn er einem lieben Mitbürger — oder besser einer hübschen Mitbürgerin — mit der „Pritsche" ordentlich eins auf den Rücken gebrannt hat, der legt dazu eine Gesichtsmaske an. Hei, was gibt das manchmal für „Schlachten" in den Straßen! Ganze Berge zerschlagener Pritschen liegen hinterher auf dem Pflaster, und die Straßenfeger freuen sich sogar beim Auskehren darüber; denn je mehr Pritschentrümmer, desto besser die Stimmung. Schon die Kinder tun dabei in hübschen Kostümen mit: allerliebste kleine Biedermeierdämchen oder Rokokoherrchen, Pierrots und Pierretten trippeln einher
und wetteifern mit den süßen Miniatur-Marketenderinnen, kleinen Mädchen, die sich in hohen Schaftstiefelchen unter kurzen, bauschigen Röckchen im Lager der Karnevalsgarden tummeln!
Karnevalsgarden! Das ist wieder eine jener Erscheinungen, die den Karneval in Düsseldorf und Köln, in Mainz und Mannheim und München so reizvoll machen. Ganze Bataillone in ihren Absichten durchaus friedlicher Soldaten marschieren in prächtigen Rokokouniformen auf, angeführt von kecken Offizieren hoch zu Pferd, die mit blankem Degen vor den Schönen der Stadt salutieren und dabei sanft den federgeschmückten Dreispitz neigen. Sie haben sogar ihren General, diese Faschingssoldaten. Er wird jedes Jahr neu bestimmt; er hat eine märchenhaft schöne Filmprinzenuniform an und wohnt im besten Hotel, selbstverständlich umgeben von einem nicht weniger prunkvoll gekleideten Generalstab. Vor dem Hauptquartier steht unbeweglich die Wache mit einem Gewehr, das niemals schießen wird, weil es nur aus Holz ist... Und das Schilderhaus sieht aus wie eine riesige Sektflasche ...
Die Aufgaben dieser „närrischen Armee" sind leicht; sie bestehen im wesentlichen darin, gut auszusehen, hin und wieder einen tüchtigen Schluck aus der Feld (Wein-) flasche zu nehmen und den Prinzen Karneval oder die Prinzessin samt dem zugehörigen Hofstaat zu schützen. Vor wem, das hat sich bisher noch nicht herausgestellt, es sei denn vor allzu stürmischen und zahlreichen Verehrerinnen und Verehrern .. Dieweilen so ein richtiger Faschingsprinz meist ein hübscher, lieblich anzuschauender Sohn seiner Stadt sein soll... Was von einer Prinzessin als selbstverständlich vorauszusetzen ist! Die Münchener sind sogar auf den Einfall gekommen, ihrem Prinzen eine weibliche Gapde mitzugeben; 24 ausgesucht hübschen Münchener Mädels ist der Beherrscher des Faschings anvertraut, und in einem prächtigen Thronsaal wird er die Besucher aus aller Welt zur Audienz empfangen.
Im „Rosenmontagszug", diesmal am 28. Februar, ersteht in allen Karnevalsstädten — nach zahllosen Faschingsbällen, Redouten, Balpares, Kappensitzungen, Fremdensitzungen, Kreppelkaffees, Damensitzungen, Haubensitzungen, Maskenbällen unter der Leitung des „Elferrats" — der Höhepunkt des Karnevals. Witz und übermütige Laune, aber auch Humor und derbe Kritik werden bei der Ausstattung der Wagen und Kostümgruppen freigebig verspritzt; die Garden marschieren mit Musik und Troß auf, und die Luft ist erfüllt vom Jauchzen der oft mehr als hunderttausend Köpfe zählenden Menge: ein herrliches, packendes, unvergeßliches Bild!
Neben diesem eigentlichen Karneval, der Formen der altrömischen „Saturnalien" mit Resten der altgermanischen Feier der Wintersonnenwende und mancherlei Traditionen der Neuzeit vermischt, lebt in Deutschland noch eine zweite Art des Faschings. Für sie paßt eigentlich der Name „Karneval" nicht, weil sie durchaus eigene Gesetze und Formen hat. In bestimmten Teilen Südwestdeutschlands, besonders in Baden, Württemberg und der Bodenseegegend, hier und da auch in den Bayerischen Alpen, erhielt sich aus grauer Vorzeit die Narrentradition. Um die „Fastnacht" oder „Fasenacht", d. h. die Fasel- oder Schwärmnacht, weil „Faseln" nichts anderes als Possentreiben bedeutet, gehen die nach bestimmten Regeln kostümierten und maskierten „Narros" auf die Straßen. Etliche schlagen mit riesigen Glocken Lärm, andere singen althergebrachte Lieder, necken die Zuschauer, verlesen ©ünöenregi« [ter, verteilen Zuckerwerk an die Kinder und treiben mancherlei Allotria. Eine solche „Fasnet" in den schon durch ihre mittelalterliche Architektur äußerst reizvollen Städtchen — Rottweil, Villingen oder Offenburg im Schwarzwald, in Stockach oder in UeberUngen am Bodensee ist für immer unvergeßlich. Bei den großen Umzügen der Narrenzünfte oder beim „Narrentreffen", das alle zwei Jahre in einer anderen Stadt des alten Alemannengaues stattfindet, tragen die zünftigen Narren ihre bunten Kleider und holzgeschnitzte, handbemalte Larven. Hinzu kommen allerlei symbolische Attribute wie gewaltige mit Holzmehl gefüllte Würste zum Necken der Zuschauer, Fuchsschwänze als Zeichen der Schalkheit, Glocken, Holzschwerter, Stäbe mit Kuhschwänzen, Holzklappern usw. Besonders künstlerisch im Ausdruck sind die Holzlarven der Dillinger „Narros", die dazu weiße, mit Tierfiguren bemalte Anzüge und bis 60 Pfund schwere Glocken tragen. Aehnlich sehen in Konstanz die „Hemdglonker" aus, deren Name schon darauf hindeutet, daß sie zu bembartigen Gewändern große Schellen tragen, mit denen ein toller Lärm, vollführt wird. In einer anderen Bodenseestadt, dem altertümlichen Ueberlingen, treiben die „Karbatschenkneller" ihr Wesen, indem sie wahre Peitschenknallkonzerte vollführen. In Elzach treten „Schuddige" mit Teufelsmasken und „Taganrufer" auf und hänseln mit langen hölzernen Scheren die Menschen am Wege. Bersihmt ist endlich der Rottweiler „Narrensprung", ein Fast- nachtsumzug von mehr als 300 maskierten Narren in farbenprächtigen, originell geschmückten Gewändern, bei dem alle Teilnehmer sich in bestimmtem Takt tanzend und springend durch die Stadt bewegen. Schellen erklingen, Pritschen klappern, und die traditionellen Narrenreime und Narrenrufe erfüllen die Luft. Dazu tritt das „Juchzgen", der ohrenbetäubende Narrengruß, der in nichts anderem als der in verschiedenem Tonfall wiederholten Silbe „Hu" besteht...
Mögen die äußeren Formen beim rheinischen und Münchener Karneval und bei der südwestdeutschen Fastnacht auch verschieden fein, innerlich besteht doch ein inniger Zusammenhang; das fühlt der
Besucher gerade dann deutlich, wenn er nach Schluß des Maskentreibens sich in den alten Schenken zu den Menschen setzt: Es gilt hier wie dort des Alltags Griesgram zu vergessen und der Lebens- bejahung eine Hekatombe der Fröhlichkeit zu opfern!
Dritter Film-Volkstag.
Im ganzen Reich hatten sich über 2200 Lichtspielhäuser in den Dienst des Film-Volks« t a g e 5 gestellt und verhalfen dieser von der Volksverbundenheit des neuen deutschen Filmschaffens zeugenden großzügigen Werbeveranstaltung zu einem vollen Erfolge. Der Besitz der Film-Fibel, die für 10 Pf. zu erwerben war, gab vielen Gelegenheit, Spitzenwerte der deutschen Filmindustrie zu sehen. In jedem Kino gab es ein volles Programm mit Wochenschau, Kultur- und Hauptfilm, die von den Verleihern bereitwillig für den guten Zweck zur Verfügung gestellt worden waren. Die große Beteiligung aus allen Kreisen der werktättgen Bevölkerung ließ den Tag zu einem schönen Auftakt für die in den nächsten Tagen in Berlin stattfindende Jahrestagung der Reichsftlmkamrner werden.
Wetterbericht
Die Umgestaltung zu einer Westwindwetterlage hat über das Wochenende rasche Fortschritte gemacht, so daß bereits der Sonntagvormittag einen Durchzug der ersten Störungsfront, aber noch keine nachhaltige Verschlechterung brachte. Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit setzt sich fort und wird auch bei uns wechselhaftes, unbeständiges Wetter bringen.
Aussichten für Dienstag: Wechselnd bewölkt und zeitweise auch Regen. Bei lebhaften Winden aus Süd bis West mild.
Lufttemperaturen am 27. Februar: mittags 9 Grad Celsius, abends 6,7 Grad; am 28. Februar: morgens 4,9 Grad. Maximum 9,9 Grad, Minimum heute nacht 3,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. Februar: abends 0,2 Grad; am 28. Februar: morgens 0,7 Grad. — Niederschläge 2,5 mm. — Sonnenscheindauer 2,8 Stunden.
Wintersportberichl.
Schwarzwald. Feldberg: heiter, —4 Grad Celsius, Gesamtschneehöhe 180 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum, schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt dec Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11000, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K °G., sämtlich in Gießen. Manatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
im 60. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen
Mathilde Stracke und Kinder
Gießen (Bergwerk), den 28. Februar 1938,
I310D
Statt jeder besonderen Anzeige.
1307 V
Minna Weigel und Kinder.
Gießen (Schillerstraße 19), den 28. Februar 1938.
0889
Die Beerdigung findet auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt.
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vergibt Gen.-Vertrieb für gef. gesch. Haushaltschlager. Umwälz., vrakt. Ernndg. Schon ansängl. 70-80 Mk. Wochenverdienst nachweisbar. Berus gleich, a. Nebenberuf (Handwerker). Mit 100—200 Mk. Betriebskapital sol. Eristenz.
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______________________________1305 V
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Gestern abend entschlief sanft nach langem Leiden
unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmut
ter und Schwester
Dr. Auguste Haase, geb. Weicker
Dr. Elisabeth Hoffmann, geb. Weicker
Dr. Karl Weicker
Georg Haase, Studienrat
Dr. Wilhelm Hoffmann
Else Weicker, geb. Sauer
und vier Enkel.
Darmstadt, Karlstraße 97. den 26. Februar 1938.
Bochum, Frankfurt a. M.-Höchst, Mainr
Heute morgen um B1/» Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden
mein lieber Mann, unser unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Groß
vater, Bruder, Schwager und Onkel
Die Beerdigung findet am Montag, dem 28. Februar,
nachmittags um 3 Uhr, auf dem Friedhof an der
Nlederramstädter Straße statt.
Beileidsbesuche dankend abgelehnt
Frau Auguste Weidcer
geb. Schoedler
Witwe des Oberregierungsrates Friedrich Weicker.
Hugo Stracke
Fahrsteiger i. R.
Gewinnauszug
5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klasseu-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden
Abteilungen I und II
17. Ziehungstag • 26. Februar 1938
In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen
4 Gewinne -u 10000 RM. 144959 226819
6 Gewinne zu 5000 RM. 121023 265196 282741
16 Gewinne zu 3000 RM. 21956 49680 58766 159222 231365 247344 248531 320270
10 Gewinne zu 2000 RM. 19852 57450 100368 338497 397977
48 Gewinne zu 1000 RM 3304 31717 67436
84951 91736 127592 133958 158719 184292
203374 227098 252719 260196 261005 264594 277023 307469 315016 327356 337246 342443 346795 354283 381729
100 Gewinne zu 500 RM 4137 13075 29360 35446 36692 45193 45941 64756 65714 70577 74757 75458 82264 88319 88500 105193 133797 154956 156830 159978 160013 162709 166416 169947
174630 176108 182341 189418 210944 228053
228693 231892 257672 278758 278875 284031
287125 292774 294337 296632 307874 311469
315566 331225 357171 357313 358655 364199
365504 393412
2150 3932 5241
110687 137082 160273 178133 192907 208708 222857 237722 262467 271104 305147
322683 352721 367084 390922
108965 134653 159069 175318 189963 203976 222202 234944 254942 270856 290016 320616 348605 366997 388595
112886 149199 163296 180385 194478
209191 226217 241434 264914 276308 305198 326126 355498 374313 391251
114473 152272 164540 181281 197155 214067
228567 243187 266808 277425 305281 331729
359319 375496 395328
153889 165859 181977 198875 217082 230674 244303 267866 283085 305930 332389 362738 378837 397274
214 Gewinne zu 300 RM ----------
22884 25066 28720 33172 36033 42424 55696 62556 64403 71889 79953 91053 ------ ------ ------ . - 115416
21247
54583 94385
125886 158948 167222 187345
200155 222118 233116 254443 270350 287648 312783 343555 366878
387379
Vn der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen
2 Gewinne zu 30000 RM. 150640
2 Gewinne zu 10000 RM. 227150
4 Gewinne zu 5000 RM. 185824 240111
2 Gewinne zu 3000 RM. 166215
12 Gewinne zu 2000 RM. 75375 170208 218874 273913 324458 391284
46 Gewinne zu 1000 RM. 8384 34822 54703
69894 118946 171836 199952 208556 220448 227690 238372 256525 263916 265224 277981 311437 337586 339753 345237 352269 368287 369022 397624
72 Gewinne zu 500 RM 6235 16703 19588 20012 57028 58108 77941 83742 89020 100345 136735 165226 191699 195957 217908 218357 223128
232271 259888 264750 265856 280875 282496
285250 288830 297673 305230 3'3128 339040
339717 349231 353630 354062 372643 374253
381615
1977 4133 8476 14889
113031 119714 130641 172012 200282
219272
254372 276322 311573 345492 387243
121335 138236
179273 202507 220359 260924 276950 320321
346939
123011
148386
182753
203564
223725
267318
278646
321977
363896
105252 119561 126272 165411 194154 214357 249544 269574 298220 344832 379941
116702 124520 150282
187252
205035
224413
268518
282368
332788
365982
162 Gewinne zu 300 RM ---- ------ ----
20215 28103 36582 39320 41602 45444 46136 49661 55799 67601 81444 96507 97801 99290 101322 117301 125100 154471 190246 209707 232941 269230 294626 339357 379248
55799 67601 81444 96507 97801 ----- ------ 113687 115078
3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 500000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 2 zu je 30000, 10 zu je 20000, 40 zu je 10000, 74 zu je 5000, 148 zu je 3000, 464 zu je 2000. 1158 zu je 1000, 2038 zu je 500, 4134 zu je 300, 97922 zu je 150 NM.
Oeffentliche Mahnung.
Das 4. Ziel Gewerbesteuer 1937 einschließlich der infolge endgültiger Veranlagung bis Ende d. M. fälligen Beträge und die 1. Rate Bürgersteuer 1938 werden hierdurch zur umgehenden Zahlung gemahnt, andernfalls muß die Beitreibung emgeleitet werden. Säumniszuschläge sind ab 1. März 1938 zu zahlen.
Gießen, den 26. Februar 1938. 1315C
Sladtkasse Gietzen.
Faschingstrubel im Saalbau Waldtust Anfang 8.11 Uhr Alten-BUSeCk 1309D
m.K./52v37b Zwangsversteigerung.
Am Montag, dem 4. April 1938, vormittags 9 Ahr. wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das dem verstorbenen
Bergwerksdirektor Wilhelm Hermann Meyer in Gietzen
zugeschriebene Grundstück versteigert: 1300D
Grundbuch für Gießen, Band 18, Blatt 794:
Kr. 1, Flur IV, Nr. 157, hofreite Betrag am kleinen Steinweg, rechts der Schätzung (Gartenstrahe 28), 653 qm 25 000,— RM.
Einheitswert (1.1.35) beträgt 24 000,— RM Gießen, den 24. Februar 1938.
Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.
K 54/37- Zwangsversteigerung.
Am Montag, dem 28. März 1938, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude zu Gießen, Zimmer 204, die der
Appel, Marie, geb. Moll, Witwe des Georg Appel des Dritten zugeschriebenen Grundstücke versteigert: 1301D
Grundbuch für Gießen, Band 66, Blatt 3954:
Ar. 2, Flur VII, Ar. 91, Bauplatz am untersten Weiher, 1244 qm
Ar. 3, Flur VII, Ar. 179, Acker auf dem Aulweg hinter dem Weiher, 137 qm
Ar. 4, Flur VII, Ar. 180, Acker daselbst, 2483 qm
Ar. 5, Flur IX, Ar. 85, Acker am Schlangenzahl auf dem Aulweg. 262 qm
Ar. 6, Flur IX, Ar. 86, Acker daselbst, 4863 qm
Ar. 7, Flur IX, Ar. 132, Acker am Schlangenzahl beim Zollstock, 2075 qm
Betrag der Schätzung 4354,— RM.
411,— w
4345,25 „
393,— „
5835,60 „
1556,25 „
Zusammen 16895,10 RM.
Einheitswert (1.1.35) des Grundstücks zu Nr. 2 als Bauplatz = 4980,— RM., der Grundstücke zu Nr. 3 — 7 als landwirtschaftliche Grundstücke = 1450,— RM.
Die Wirksamkeit von Geboten ist, soweit landwirtschaftliche Grundstücke in Frage stehen, aus Grunh der Grundstücksverkehrsbekanntmachung vom 26.1.37 i. Derb, mit der Ausf.-DO. vom 22.4.37 von der durch die Bieter im Versteigerungstermin bei Gebotsabgabe vorzulegenden Genehmigung des Kreisamtes Gietzen abhängig.
Gieeßn, den 10. Februar 1938.
Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.
eibwarmerWHasdien
BORRMANN5:
Gießen - Neustadt 5 - Ruf 4165 ■ _________________________________1313 A


