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4. In den Außengebieten der Stadt muß die neue Achse Hauptaufschluß der weiternden Stadt, vor allem eines

Siedlungsmöglichkeiten zu verstärken. Ebenso werde ich mein Augenmerk auch der Frage des Nach­wuchses zuwenden und prüfen, ob im Rahmen einer Verbesserung der Altersversor­gung für das ganze deutsche Volk auch die Alters­versorgung für die Bergleute verbessert werden kann.

Nationalsozialistisches Denken formt die Wirtschaft.

Die Münchener Tagung der Kommission sür Wirtschaftspolitik.

Berlin, 27. Ian. (DNB.) Den vierten Tag des Lehrgangs der Kommission für Wirtschaftspolitik er­öffnete Stabsamtsführer Hauptamtsleiter R e i f ch l e mit einem Vortrag über die dringendsten Fragen der deutschen Ernährungswirtschaft. Er stellte dabei das Problem der Landflucht in den Vorder­grund. Die Hereinnahme ausländischer Arbeits­kräfte müsse zur Milderung des offenen Bedarfes weiter-verstärkt werden, doch bedeutet dies keine Lösung des Problems selbst. Vordringlich sei die Beschaffung von L a n d a r b e i t e r Woh­nungen. Der Reichskommissar für die Preis- bildung, Gauleiter Josef Wagner, bekannte sich zu dem Grundsatz: Der Mensch ist der Schöpfer aller Wirtschaft, die Wirtschaft soll dem Leben des Volkes dienen. Die Wirtschafts- und Preispolitik müsse beweglich bleiben und ein geschlossenes Gan­zes sein. Die Methoden zur Erreichung des preis­politischen Zieles seien so vielfältig wie die Er­scheinungen des Lebens auch. Unveränderlich sei allein der Grundsatz, daß wir über alles den Wil- len stellten, Herr aller wirtschaftlichen Vorgänge zu bleiben, um Gewähr dafür bieten zu können, daß sie allein dem Volke dienen. Reichsleiter Dr. Frank behandelte darauf drei Hauptgesichtspunkte der nationalsozialistischen Rechts­politik: 1. Für das wirtschaftliche Rechtsdenken des Nationalsozialismus gilt nicht mehr das Primat des Eigentums, sondern des Nutzens der Volksgemeinschaft. 2. Gerade im national-

Anlage dieses Wasserbeckens, durch das der Span­dauer Schiffahrtskanal führt, war durch eine Schlammmulde eiszeitlicher Ablagerungen von mehr als 25 Meter Tiefe bedingt, die eine Bebauung nicht ratsam erscheinen ließ. Dieser See gibt den Blick frei auf die große im Hintergrund liegende Versammlung shalle, während an seiner Westseite als weitere -öffentliche Bauten das P o - lizeipräsidium, das Haus der NSV. und an der Ostseite das Gaugebäude entstehen werden.

Gleichzeitig mit der Neuanlage der großen Achse werden in ihrem Raum dem Ost-West-Verkehr einige neue Wege erschlossen. Sq wird zunächst die Voßstraße, die durch den Erweiterungsbau der Reichskanzlei jetzt verbreitert wird, in geradem Zuge bis auf die Lennestraße durchgeführt. Ferner wird der. große Straßenzug HornstraßeBülow- straße, dem früher der Damm des Eisenbahngelän­des hindernd im Wege stand, durchgehend gerade verlaufen. Weiter südlich kreuzt eine der großen Ringstraßen unsere Achse auf der Höhe des Platzes vor dem neuen Flughafen und verbindet die­sen mit der Großen Straße und mit den übrigen Stadtteilen. Zur Entlastung der Nord-Süd-Straße selbst werden sowohl östlich als auch westlich von dieser weitere vorhandene nordsüdliche Straßen soweit notwendig korrigiert und ausgebaut.

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AationalsoziMsche Sozialpolitik im Bergbau

Reichsarbeitsminister Geldte spricht in Essen.

durch unbebautes Gebiet führen, um eine übermäßige Verteuerung des Straßenlandes und der Grundstücke zu vermeiden.

3. Die Straße muß in nord-südlicher Richtung liegend die garue ^eichshauptstadt durchqueren und dem Autoverkehr a n sreichende Fahrdämme und Parkplätze auf lange

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dieses Wohnungsbaprogramms kann mit einer groß­zügigen Sanierung der Altstadt begon­nen werden. Noch in diesem Jahre wird mit dem Bau von 15 0 0 0 zusätzlichen W o h - nun gen begonnen, und da diese Zahlen in eini­gen Jahren auf 2 0 0 0 0 jährlich erhöht werden fallen, ist es nötig, frühzeitig solche Wohn­baugelände zur Verfügung zu stellen, die heute noch unerschlossen in der Nähe des Stadtzentrums liegen.

Gebietes werden, das in den kommenden 20 Jahren die Wohnungsnot der Stadt ein für allemal beseitigt.

5. Gleichzeitig mit dem Bau dieser neuen Nord- Süd-Achse muß der Keil des Eisenbahn­geländes beseitigt werden, das sich vom Süden Berlins bis in den Kern der Stadt beim Anhalter und Potsdamer Bahnhof wie ein Damm trennend zwischen die östlichen und westlichen Stadt­gebiete geschoben hat.

6. Damit muß endlich auch eine grundlegende Erneuerung des gesamten Eisenbahn­netzes in Berlin Wirklichkeit werden.

0er plan des Generalbauinspettors.

Um alle. Fehlerquellen des bisherigen Bauens zu beseitigen und die oben angeführten Forderun­gen durchzuführen, hat der Generalbauinspektor angeordnet:

1. Alle wichtigen Neubauten der Reichshauptstadt werden in Zukunft an einer neuen Straße zu einer einzigartigen gewaltigen Gesamtwirkung zusammengefaht. Die Straße wird eine Breite erhalten, die dem zukünftigen Verkehr der Welt­stadt angemessen sein wird. Sie geht von Nor­den nach Süden mitten durch das Zentrum des heutigen Berlins.

2. Ein neuer Südbahnhof, westlich vom jetzigen Tempelhofer Ringbahnhof, nimmt den Verkehr des Anhalter und Potsdamer Bahnhofs auf. Damit wird inmitten der Stadt ein Gleisgelände von einer Mllion Quadratmeter, das bisher für den Betrieb der beiden Fernbahn- höse notwendig war, zur Bebauung frei. Die neue Nord-Süd-Straße durchzieht dieses srei- werdende Reichsbahngelände und schließt es damit für zahlreiche Neubauten auf.

Z. EinneuerNordbahnhof zwischen Bahn­hof Putnihstraße und Bahnhof Wedding über­nimmt den Fernverkehr des Lehrter, des Stettiner Bahnhofs und der Stadtbahn. Mithin steht das Bahngelände des Lehrter Bahnhofs mit 600 000 Quadratmeter zur Verfügung.

4. Die neue Straße verbindet die beiden neuen Berliner Zentralbahnhöfe miteinander. Sie geht vom Südbahnhof in gerader Richtung westlich an der Tempelhoser Siedlung vorbei, über die Kolonnenbrücke, der Bautzener Straße folgend bei der Göbenstrahe in das Reichsbahngelände, durch­stößt von der Lühowstrahe bis zum Skagerrak- Platz bebautes Gebiet, um dann der Siegesallee bis zur Lharlottenburger Chaussee zu folgen. Von hier bis zum hindenburgplatz geht die Straße kurz in Ostrichtung, folgt darauf an der Rückseite des Reichstags vorbei der Hermann-Göring-Straße, überquert die Spree, durchschneidet das freiwerdende Charite-Gelände und gelangt an der Rückseite des Jnvalidenhaufes und des Jnvalidenfriedhofes vor­bei an der Fennsirahe zum Nordbahnhof. Baulicher Endpunkt der neuen Straße find die gewaltigen Bauwerke des Nord- und Südbahnhofs.

5. Die neue Straße wird nach Norden und nach Süden bis zum Berliner Autobahnring verlängert. Sie schließt damit umfangreiche neue Wohngebiete auf, die durch eine vier­gleisige llntergrundfchnellbahn mit dem Zentrum der Stadt verbunden find. Diese voll­ständig neue nord-südliche Straße hat eine Gesamt­länge von 38,5 Kilometer.

6. Die heute vom Lustgarten bis nach Staaken bestehende O st - W e st - A ch s e wird vom Stadt- schloh aus, der Kaiser-Wilhelm-Straße folgend, nach Offen durchgebrochen und nach beiden Seilen bis zum Autobahnring verlängert. Eine neue Unter­grundbahn folgt im wesentlichen diesem Stra- henzug, der auch im Osten Berlins neue Wohn­gebiete erschließt. Die Ost-West-Straße wird eine Gesamtlänge von 50 Kilometer aufweisen.

7. VierbreiteRingstrahen werden, unter weitgehender Verwendung heule bereits bestehender Teilabschnitte, das neue Berliner Achsenkreuz er­gänzen.

Damib ist das Straßennetz, das System der neuen Bahnhöfe und Untergrundbahnen endgültig festge­legt und so der Rahmen zur baulichen Entwicklung der Reichshauptstadt für die nächsten Jahrhunderte gegeben. Durch die beiden Erlasse des Führers und Reichskanzlers vom 20. Januar 1938 ist es er­möglicht, große Einzelbauten auch der freien Wirt­schaft an den neuen Straßen zusammenzufassen und gleichzeitig Wohngebiete und Grünflächen der Zu­kunft auch außerhalb der jetzigen Stadtgrenzen für ihre spätere Verwendung oorzubereiten und frei­zuhalten.

Die Durchführung der gesamten Aufgabe ist be­reits in Angriff genommen. Der Aus­bau der Ost-West-Achse vom Brandenburger Tor bis zum Adolf-Hitler-Platz ist seit längerer Zeit be­gonnen. Grunderwerb und Planung sind für den Neubau des Hauses des Deutschen Frem­denverkehrs beendet, so daß mit dem Bau am Runden Platz am 1. Juni begonnen werden kann. Für die Gebäude der Allianz, der AEG., des Kriegsministeriums und der Hochfchulstadt ist mit der Planung begonnen; die Stadt Berlin hat nut dem Erwerb neuen Straßenlandes bereits ange­fangen. Die Stadt hat große Arbeitsgebiete über­nommen. So werden von ihr der gesamte Straßen­bau, das Wohnungsbauprogramm und der Kauf aller Grundstücke d'urchgeführt. Die Bahnanla­gen, die von Min.-Dir. Leibbrand tm Leichsver- ehrsminifterium entworfen und von der Reichs- bahnbaudirektion ausgeführt werden, sind prin­zipiell festgelegt; der Grunderwerb hat begonnen.

Für die Beendigung der weilen Planung sind folgende Termine vom Führer grundsätzlich seslgelegl worden: 3 m 3 ahre 19 5 0 sollen die Hauptaufgaben bis auf die Ringstraße a b - geschlossen sein. Um die Bebauung der bisherigen Reichsbahngelände zu diesem Termin zu ermöglichen, muß im 3ahre 1945 der Süd- bahnhof und im 3ahre 1948 der Nord- b a h n h o f dem Verkehr übergeben sein. Noch 1945 wird die neue Straße einerseits bis zur Charlottenburger Chaussee und andererseits bis zum südlichen Autobahnring dem Verkehr übergeben. Da die Freimachung des jetzt bebau­ten Geländes längere Zeit in Anspruch nehmen wird, beginnt die Errichtung der meisten hier erwähnten Großbauten erst im 3ahre 1939, wo­bei bereits heute feststeht, daß die h o ch s ch u t- stadt 1 945 fertiggeftettt sein muß. Vis zum 3ahre 1945 sollen auch die Rand­bauten an der großen Straße vom Tier­garten bis zum Reichsbahngelände beendet fein.

Das große Wohnungsbauprogramm.

Ebenso wichtig wie der Bau der Großen Straße ist der Wohnungsbau für die Reichshauptstadt. Die längst notwendige Altstadtsanierung wird zum Ziele haben, die Dichte der Bevölkerung in der Innenstadt auszulockern. Während in Bezirken wie Wedding, Prenzlauer Berg oder Kreuzberg heute noch rund 400 Menschen auf den Hektar kommen, werden es in Zukunft nach Mög- likeit nicht mehr als 150 sein dürfen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Verwaltung der Stadt Berlin es sich zur ersten Aufgabe gemacht, ein großes, zusätzliches Wohnungsbau­programm zu verwirklichen. Erft nach Abschluß

ordnung herausbilden. Die heute gültige Bau­ordnung geht im allgemeinen davon aus, daß vom hoch und dicht bebauten Mittelpunkt der Stadt die Bebauung in konzentrischen Ringen nach außen flacher und lockerer werden soll. Das neue Achsenkreuz aber wird diese Art der Bebau­ung ändern, d. h. die höheren Bauten werden sich nicht nur in der Innenstadt massieren, sondern sie werden sich entlang den vier Armen des Hauptverkehrskreuzes fortsetzen und so der weiteren Entwicklung des Zentrums der Reichshauptstadt jede Möglichkeit offenlassen. Die Höhe der Bebauung wird zu beiden Seiten der großen Achsen abnehmen und schließlich in Klein- gärten und Grünflächen übergehen. Die radiale Anordnung der Grün-, Wohn- und Jndu- ffrieftreifen soll oder nicht so zum Schema werden, daß natürlich Vorhandenes zerstört wird. So wird z. B. die Spree eine weitaus größere Bedeu­tung für Berlin bekommen, als sie bisher besaß. Es soll zu beiden Seiten das Ufer freigelegt und mit grünen Uferpromenaden und Neuen Bauten gesäumt werden. U. a. wird das Ufer von der Schloßbrücke bis zur Friedrichstraße gänzlich neugestaltet und das Gelände für weitere neue Mu f eumsbauten vorgesehen. An einigen Stellen wird das Flußbett selbst verbreitert. Auf Anordnung des Führers sollen ferner die ödesten Teile der Kiefernschonungen des Grunewaldes später parkartiger Mischwald werden. Sport-, Spiel-, Bade- und andere Echvlungsplätze werden neu angelegt.

Der Führer, der sich aus der Sorge um bas Schicksal der Reichshauptstadt schon seit Jahr­zehnten mit den städtebaulichen Problemen Ber­lins besaßt hat, erkannte bereits vor vielen Jahren die notwendigen Grundzüge der Lösung. Das Kernstück der heutigen Planung, die Nord-Süd- Achse mit ihrer Bebauung und die Neuordnung der Bahnanlagen wurde durch seine Ideen be­stimmt. Die vielseitigen Untersuchungen, die dar­auf bei der Planung angestellt wurden, haben be­stätigt, daß der vom Führer vorgezeich­nete Weg der einzig richtige war.

Oie großen Bauten.

Wer später die große Halle des neuen Südbahn­hofes verläßt, sieht am anderen Ende der gewal­tigen, neuen Hauptstraße Berlins, in einer Ent­fernung von 5,5 Kilometer, auf dem Gebiet der heutigen Alfenstraße, mitten im Zentrum der Stadt, einen Dersammlungsbau sich er­heben, der in feinen Abmessungen dem ausgedehn­ten Weichbild und der Bedeutung Berlins als Reichshauptstadt entspricht. Vor diesem Großbau gestattet der K ö n i g s p l a tz mit einer Fläche von über 220 000 Quadratmeter die Veranstaltung der Großkundgebungen des Reiches mit etwa einer Million Teilnehmer. Etwas weiter südlich, an der Charlottenburger Chaussee, wird durch das Zu­sammentreffen der beiden Straßenachsen der Brennpunkt des Berliner Verkehrs sich bilden. Hier müssen unterirdische Stra­ßenkreuzungen für eine reibungslose Der- kehrsabwicklung sorgen, durch die aber gleichzeitig bei einem Aufmarsch der Ostwestverkehr unter der von Süden kommenden Aufmarschstraße weiter­geleitet werden kann.

Am südlichen Rand des Tiergartens entstehen die umfangreichen Bauten des neuen Kriegsministeri­ums. Kurz danach wird an der neuen Kreuzungs­stelle der neuen Straße mit der Potsdamer Straße der gerade Zug der Ackfe durch einen runden Platz unterbrochen. Dieser Platz mit einem Durch­messer von 210 Meter wird von dem neuen Haus des Deutschen Fremdenverkehrs, einem Verwaltungsgebäude der Allianz-Versicherungs-

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sicherzustellen.

Oie Verwaltungsreform. Einheitlicher und übersichtlicher Behörden- apparat im nationalsozialistischen Geist. Königsberg, 28. Jan. (DNB.) Der Staats­sekretär im Reichs- und preußischen Ministerium des Innern, Pfundtner, hielt vor der Vermal- tungsakademie in Königsberg einen Vortrag über den staats- und verwaltungsrechtlichen Neuaufbau des nationalsozialistischen Staates. Das Ziel des Neuaufbaues der nationalsozialistischen Staatsver­waltung sei nach dem Willen des Führers dis Schaffung eines einheitlichen, übersicht­lichen und billigen Behördenappa­rats, der von nationalsozialistischem Geist durch­drungen sei und mit der Bewegung, ihren Gliede­rungen und angeschlossenen Verbänden in leben­diger und sich gegenseitig befruchtender Verbindung stehe.

Die Partei als eineöffentlich-rechtliche Kör­perschaft besonderer Art", als eine Körperschaft des Staatsrechts, stehe auf eigener Rechtsgrundlage neben der staatlichen Behördenorganisation, beide einige der gemeinsame Zweck, dem Volk zu dienen.

Ausgehend von dem Problem der Errichtung einer einheitlichen Reichsmittelin- stanz, führte Staatssekretär Pfundtner aus, daß man über den Neuaufbau des Staates und der Verwaltung nicht sprechen könne, ohne immer und immer wieder die Forderung der Wiederher­stellung der Einheit der Verwaltung zu erheben. Die Nichtbeachtung dieses Gesetzes führe zur Unübersichtlichkeit der Verwaltung, zu einer Behördeninflation und einem Zentralis­mus, der den einzelnen Volksgenossen der Verwal­tung entfremde. Die weiteren Reformmaßnahmen in der mittleren und unteren Behördeninstanz muß- ten daher unter dem Gesichtspunkt her Einheit­lichkeit der Verwaltung getroffen werden. Das einheitliche deutsche Volk brauche eine einheit­liche deutsche Verwaltung, die einfach unÖ übersichtlich aufgebaut fei, mit möglichst geringem Aufwand die ihr zufallenden Aus­gaben erledige und mit dem Volke und seinen Auf­fassungen auf das eng ft e verbunden sei. Die Hindenburg-Spende 1937.

3,1 Millionen Reichsmark zum 9tt. Geburtstag des Feldmarschalls.

Berlin, 27. Jan. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Landesdirektors a. D. Dr. von Winter - feldt-Menkin trat das Kuratorium ber Hindenburgspende zu seiner Jahressitzuntz im Hause des Reichspräsidenten zusammen. Der von Ministerialrat Dr. Karstadt erstattete Bericht ergibt, daß im Jahre 1937 in rund 4 00 0 Fäl - l e n Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Veteranen mit 633 595 RM. unterstützt wurden. Insgesamt hat die Stiftung seit ihrer Begründung durch Hindenburg im Jahre 1927 in 60 851 Fällen 10,5 Millionen Reichsmark verausgabt. Die anläß­lich des 90. Geburtstages Hindenburgs in der Zeit vom 11. August bis 30. September veranstaltete Werbung hat dank der Förderung des Führers und Reichskanzlers und der Unterstützung weiter Kreise von Wirtschaft und Finanz sowie ungezählter Ein­zelpersonen und Organisationen 3,1 Millionen Reichsmark erbracht. Die Unkosten der Werbung betragen 61043 RM. gleich nicht ganz 2 v. H. des Aufkommens. Der Geschäftsführer teilte u. a. mit, daß d i e Deutschen in National­spanien 4669 RM. zur Sammlung ausgebracht haben und damit an der Spitze aller deutschen Aus­landkolonien stehen, lieber die Verwendung der Mit­tel der Hindenburg-Spende im Jahre 1938 ergehen erst demnächst nähere Mitteilungen an die mit der Fürsorge für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterblie­bene betrauten Behörden usw. Die Geschäftsstelle der Sitzung bittet deshalb, von unmittelbaren An­trägen an sie Abstand zu nehmen.

Oie Umgestaltung des Reichsehrenmals in Tannenberg.

Unter dem Vorsitz des Staatssekretärs im Reichs­und Preußischen Ministerium des Innern, Pfundtner, fand in Tannenberg eine Sitzung des Kuratoriums für dasReichsehren- mal Tannenberg statt, an der neben dem Oberpräsidenten Gauleiter Koch, der Ministerial­direktor im Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern, Dr. Vollert, Vertreter des Komman­dierenden Generals des I. Armeekorps und der son­stigen beteiligten Behörden teilnahmen. Nach Vor­nahme einer eingehenden örtlichen Besichtigung des Reichsehrenmals und der in die Umgestaltung em- bezogenen Umgebung wurden nach den Vorträgen der Architekten Gebr. Krüger und von Professor Wiepking - Jürgensmann die zur Weiter­führung der Arbeiten erforderlichen Beschlüsse ge­faßt. Es ist damit zu rechnen, daß die Arbeiten am Reichsehrenmal im Laufe des Jahres 1938 abge­schlossen werden.

Oie Wehrmacht übernimmt das große Militär-Waisenhaus Potsdam.

Der Führer und Reichskanzler hat den Reichskriegsminister zum Chef des Großen Militär- Waisenhauses ernannt. Am 28. Januar wird die feierliche Uebernahme in die Obhut der Wehrmacht in Potsdam erfolgen. Das Waisenhaus ist eine Stiftung des Preußenkönigs Friedrich Wil­helms I. aus dem Jahre 1724 und unterstand bis zum Weltkrieg dem preußischen Kriegsministe- rium. Infolge des Versailler Diktats wurde es in die Zivilverwaltung übernommen und unterstand zuletzt als nationalpolitische Erziehungsanstalt dem Reichserziehungsminister. In Zukunft soll das Waisenhaus wieder unter der früheren Bezeichnung Großes Militär-Waisenhaus Pots­dam" vornehmlich seinen alten Aufgaben dienen und Waisen und Kinder (Jungmannen und Mäd­chen) von Soldaten und Wehrmachtsbeamten auf­nehmen, um ihnen Elternhaus und Erziehungs­anstalt zugleich zu sein. In erster Linie soll es für die Waisen bestimmt sein, deren Vater ihr Leben im Wehrdienst für Volk und Vaterland geopfert haben.- Die bisher im Hause untergebrachten Jung' mannen und Mädchen bleiben weiter in der An­stalt. Für den Schulunterricht stehen eine Volks­schule, eine Mittelschule und eine Oberschule zur Verfügung, so daß jedes Kind entsprechend feiner charakterlichen Veranlagung, seiner Begabung und seinen Leistungen bei Eignung bis zur Hoch" schulreife gefördert werden kann.

Essen, 27. Jan. (DNB.) Vor Vertretern der Wirtschaft und Arbeit, besonders des Bergbaues, machte Reichsarbeitsminister Seldte Ausführun­gen über die Sozialpolitik im nationalsozialistischen Staat. Das. Lohneinkommen der Bergarbeiterschaft ist von 835 Millionen Mark im Jahre 1932 auf 1226 000 Millionen Mark im Jahre 1936 angestie­gen und hat sich inzwischen weiter erhöht. Der Ar­beitsfrieden ist wiederhergestellt, denn Streiks und Aussperrungen, die dem Bergbau Millionen von Mark an Schäden verursacht hatten, sind verschwun­den. Verbesserungen des Urlaubs gestalten die Ar­beitsbedingungen günstiger. Im Ruhrkohlenberg­baubezirk sind allein in Öen beiden letzten Jahren 5000 Volkswohnungen fertiggestellt bzw. begonnen worden Auch die B e z a h l u n g der Feiertage bedeutet eine wesentliche Verbesserung des Einkommens. Für den schwer arbeitenden Berg­mann sind besondere Maßnahmen zur - Sicherstel­lung des verbilligten Fettbedarfs durchgeführt wor­den. Auf 1000 Versicherte entfallen nur mehr noch 8,2 Betriebsunfälle. Ebenso ist auch die Zahl der tödlichen Betriebsunfälle erheblich zurückgegangen. Die Berufsversicherung der Bergarbeiter unter allen Umständen zu erhalten, war für die Reichs­regierung ein selbstverständliches soziales Gebot. Ohne die Arbeitslosenversicherung hat die Sozial­versicherung im Bergbau im Jahre 1933 380 Mil­lionen Mark, 1935 420 Millionen Mark, 1936 sogar 434 Millionen Mark aufwenden können. Für 1937 sind die Aufwendungen noch größer geworden. Zu­sammen mit den Aufgaben der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung zugunsten des Bergbaues sind jährlich beinahe eine halbe Milliarde Mark aufgewendet worden. Das Aufbaugesetz vom 21. Dezember 1937 brachte eine so weitgehende Er­leichterung, daß der Bergmann heute trotz höherer Leistungen nicht mehr an Beiträgen zu entrichten brauche als sein Arbeitskamerad außerhalb des Bergbaues. Für den Bergmann ist die beste soziale Versorgung gerade gut genug, nach den letzten Maß­nahmen weist der deutsche Bergbau eine soziale Be­treuung auf, wie sie in der ganzen Welt ohne Vorbild und Beispiel ist.Ich werde alles tun", so schloß der Minister,um namentlich die Gesundheitsfürsorge. Wohnungsverhältnisse und

e i g e n t u m als _ .

schastsdienftes rechtlich sicherzustellen. 3. Der wirt» schäftende Volksgenosse ist nach dem Grundsatz der geschützten Unternehmerbetätigung auch rechtlich

gesellschast, einem Kinotheater, dem neuenThü- rsngen-Haus" und anderen Gebäuden in gleich­mäßiger Bebauung und einer Höhe von 25 Meter umschlossen. Von hier ab geht die Straße, leicht an­steigend, an beiden Seiten mit Geschäftshäusern, Läden, Hotels, Restaurants und Vergnügungs­stätten bebaut, weiter bis zu dem freige­machten Reichsbahngelände, wo sich reichswichtige, öffentliche Gebäude mit einer Folge von Plätzen weiträumig angliedern, um dann am, Südbahnhof, mit feinen gedeckten Verkehrsvorsahr-' ten, ihr räumliches Ende zu finden. Großzügige Lichtreklame der Privatbauten, Beleuchtung und Anstrahlung der öffentlichen Gebäude werden dem hier zu erwartenden starken Verkehr ein glänzen­der Rahmen fein, so daß die Straße hier ein außer­gewöhnlich lebendiges, großstädtisches Bild zeigen wird. An beiden Seiten des Bahnhofes vor­bei führt das Verkehrsband weiter nach dem Sü­den, bis es von der Autobahn ausgenommen wird.

Wasserfläche vor dem Nordbahnhof.

Vor dem Nordbahnhof, räumlich das nördliche Ende der großen Straße, wird zwischen Bahnhofs­vorplatz, der neuen Straße, Jnvalidenftraße und den Militärbauten auf dem bisherigen Eisenbahn­gelände eine große Wasserfläche von 1200 Meter Länge und 500 Meter Breite entstehen. Die