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Hochbetrieb auf Eislaufbahnen.
Harte Hockey-Kämpfe. - Umjubelte Eis-Kunstläufer,
„Lis-Deihnacht" in Berlin.
Einer alten Tradition entsprechend, war das Eisport-Programm des Berliner Sportpalastes an den Feiertagen wieder ganz hervorragend und die Zu- chauer, die die Halle bis auf den letzten Platz be- ctzten, hielten mit Beifall nicht zurück. Im Eishockey siegten die kanadischen Smoke Eaters über eine Berliner Mannschaft mit 5:1 (2:1, 1:0, 2:0). Die Gäste vermochten jedoch keineswegs restlos zu überzeugen.
Im Mittelpunkt des kunstläuferischen Geschehens tand Cecilia Co Hedge, die nach ihrem Siege iber Megan Taylor in der britischen Meisterschaft einen stürmischen Empfang zu verzeichnen hatte. Die Londonerin zeigte eine schwierige Kür, in der vor allem die Sprünge gefielen. Unter vier Zugaben ließen sie die begeisterten Berliner nicht vom Eis. Eine Ueberraschunq war Herb. A l l w a r d, der die Abwesenheit Felix Kaspars fast vergessen machte. Der Wiener gab seinem Lauf eine bewußt männliche Note und erhielt dafür starken Beifall. Ilse und Erik P a u s i n wurden nicht minder stark gefeiert. Winkelmann-Löhner muhten chre Tänze mehrere Male zeigen.
SC. Riessersee — BSE. Budapest 5:2 (1:2, 2:1, 2:1).
Die Olympia-Eisbahn in Garmisch-Partenkirchen wurde am ersten Feiertag eröffnet. Im ersten Eishockey-Spiel um den Ritter-von-Halt-Pokal standen sich der deutsche und der ungarische Meister gegenüber. Der BKE. Budapest, der den Pokal bereits
Rundfunkprogramm
Mittwoch, 28. Dezember.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur
zweimal gewann, wurde vom SC. Riessersee überlegen 5:2 (1:0, 2:1, 2:1) geschlagen. Die Bayern hatten eine wundervoll ausgeglichene Mannschaft zur Stelle.
Die ausgezeichneten Kunstlauf-Darbietungen von Eva Pavlik, Eva Friemal (beide Wien), Gudrun Olbricht (Berlin), Gerda Grimminger (München) und Benno Faltermeier fanden lebhaften Beifall.
Im zweiten Spiel um den Ritter-von-Halt-Pokal standen sich am zweiten Weihnachtsfeiertag im Olympia-Eisstadion von Garmisch-Partenkirchen vor einigen tausend Zuschauern der ungarische Meister BKE. Budapest und die Zehlendorfer Wespen gegenüber. Die Ungarn spielten viel bester als gegen Rießersee und schlugen die Berliner klar mit 5:3 (2:0, 2:2, 1:1).
Unentschieden in Frankfurt <l 2IL
Auf der Natureisbahn des SC. Forsthausftraße in Frankfurt a. M. fand am zweiten Weihnachtstag ein Eishockey-Wettspiel statt. Trotz des Mangels an Trainingsgelegenheit zeigte sich die Mannschaft des Südwestmeisters SC. Forsthausstraße bereits gut in Schwung und nötigte dem 1. Nürnberger HTC. mit 3:3 (3:0, 0:3, 0:0) ein Unentschieden ab.
Schweizer Lishockeygäste in Schwenningen.
Der Eishockeyclub Basel stellte sich an Weihnachten vor 1000 Zuschauern beim württembergischen Meister SEC. Schwenningen vor. Die Schweizer gaben eine eindrucksvolle Vorstellung; sie schlugen die Schwenninger überlegen mit 1J;O (4:Q, 3;0, 4:Q).
Schispringen auf vielen Schanzen
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Üebungsurlaub und Erholungsurlaub
Sonderregelung für den Einsatz in Oesterreich und Sudetenland.
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Schwimmerinnen an Weltrekorden.
Vier Rekorde in einer Woche.
Frankreich verfügt jetzt wieder über eine gute Brust- chwimmerin, die Pariser Meisterin Simone Cardet. 2m Laufe einer Woche stellte die. noch jugendl-iche Schwimmerin nicht weniger als vier neue Landesrekorde auf. Zuletzt verbesserte sie die Rekorde über 400 Meter und 500 Meter Brust auf 7:06,2 bzw. 9:01,6 Minuten.
Maria Lenk am Weltrekord.
Es hat nur ein Fahr gedauert, bis eine zweite Schwimmerin die 200-Meter-Bruststrecke in weniger ass drei Minuten zurücklegte. Bisher mar die Holländerin 2opie Walberg die einzige. Nun gelang dasselbe auch der deutschstämmigen Brasilianerin Maria Lenk in Rio de Zaneiro, wo sie mit 2:57,0 bis auf eine Zehntelsekunde an den allerdings noch nicht anerkannten Weltrekord der Holländerin her- ankam. Daß sie gleich auf Anhieb drei Sekunden unter der schweren Marke blieb, macht ihren neuen brasilianischen und südamerikanischen Rekord bemerkenswert.
Wiener Siege und Niederlagen.
Die führenden Wiener Fußballmannschaften gaben an den Weihnachtstagen Gastspiele in verschiedenen Gauen des Altreichs. 2n der Reichshauptstadt stellten sich mit Admira und Austria gleich zwei Vertreter der Ostmark-Spitzenklasse vor, aber lediglich Admira Wien wurde allen Erwartungen gerecht. Sie siegte im Poststadion vor 10 000 Zuschauern gegen Tennis-Borussiü Berlin mit 7:3 (5:1) Toren, wobei der Nationalspieler Hahnemann mit vier Treffern als erfolgreichster Torschütze in Erscheinung trat. Sehr gut war auch Torhüter Platzer, der zwei Elfmeterballe hielt!
2m Gegensatz zu Admira konnte die Austria im Treffen gegen Hertha-BSC., dem 7000 Zu- schauer, darunter auch Reichstrainer Herberger, beiwohnten, gerade nicht begeistern. Die Gäste spielten sehr ruppig, und kurz vor Schluß bekam Sesta Platzverweis. Das Spiel endete 2:2. Schon am Dortag hatte Austria in Planitz nicht nur mit 3:4 (1:3) verloren, sondern auch den Stürmer Safarik herausgestellt bekommen.
Rapid Wien, der Pokal-Endspielgegner des FSV. Frankfurt, errichte am ersten Festtag gegen Polizei Chemnitz nur ein 5:5, schlug aber tags darauf den VfB. Leipzig, dessen Torwart versage, mit 7:4 (3:2). Vienna Wien endlich siegte in Erfurt gegen die Spielvereinigung mit 7:1 und verlor in Dresden gegen den DSC. mit 3:4.
Der große westdeutsche Rivalenkampf zwischen Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 ' ah die ohne Szspan und Kuzorra spielenden Knappen mit 3:1 (2:0) siegreich.
Süddeutsche Fußball-Meisterschaftsspiele.
Gau Südwest: FSV. Frankfurt — Reichsbahn R/W. Frankfurt 3:1.
Gau Baden: SV. Waldhof — 1. FC, Pforzheim 5:1; Karlsruher FD. — FD. Offenburg 7:1; Phönix Karlsruhe — Freiburger FC. 1:1.
Gau Bayern: FC. 05 Schweinfurt — 1. FC. Nürnberg 6:3; TSV. 1860 München — 2ahn Regensburg 3:2; Spvg. Fürth—Bayern München 1:0.
Spvgg. 1900 — Lauterbach ausgefallen.
Das Gesellschaftsspiel der Blauweißen in Lauterbach kam infolge der Witterung nicht zum Austrag, lieber V* Meter Schneehöhe und 18 Grad unter Null gab den Lauterbachern Veranlassung, das Spiel auf einen anderen Termin zu verschieben. UmdieBaun-MeiflerschastimHandball.
Termine der Rückrunde.
Staffel 1: 22.1. VfB.-R. Gießen — 1900 Gießen I, Mtv. Gießen I — Heuchelheim. — 12. 2. Heuchelheim — 1900 Gießen I, VfB.-R. Gießen gegen Mtv. Gießen I. — 26.2. Mtv. Gießen I gegen 1900 Gießen I, Heuchelheim — VfB.-R. Gießen.
Staffel 2: 22. 1. Klein-Linden — 1900 Gie* ßen II, Mtv. Gießen II — Großen-Buseck. — 12. 2. Klein-Linden —. Mtv. Gießen II, 1900 Gießen II gegen Großen-Buseck. — 26. 2. Mtv. Gießen II gegen 1900 Gießen II, Großen-Buseck gegen Klein- Linden.
S t a f f e I 3: 22.1. Lang-Göns — Hausen, Holzheim — Grüningen. — 12. 2. Hausen — Holzheim. Grüningen — Lang-Göns. — 26. 2. Grüningen gegen Hausen, Lang-Göns — Holzheim.
Staffel 4: 22.1. Nieder-Weisel — Kirch-Göns, Butzbach — Gambach. — 12.2. Kirch-Göns — Butzbach, Gambach — Nieder-Weisel. — 26.2. Gambach — Kirch-Göns, Butzbach — Nieder-Weisel.
Staffel 5: 22.1. Södel — Murnenberq, Obbornhofen — Wohnbacb 1? > ^- -nzenberg gegen Obbornhofen, Wodu' .? CuuJ. — 26.2. Wphnüach Münzend"'Z, Sodcl — Obbornhofen
(13./42.1.-R. Bayreuth) mit 27 und 32 Meter und 145 Punkten einen Soldatensieg. Gute Leistungen zeigte auch der Nachwuchs, brachte es doch der Sieger der Jugendklasse Karl Wunderlich (Bischofsgrün) auf 29 Meter.
Eröffnungsspringen in Reit im Winkel.
Mit dem Schispringen am ersten Weihnachtsfeiertag weihte der Wintersportverein Reit im Winkel die neue Steibachschanze ein. Unter den 80 Springern, die sich infolge der günstigen Schneelage zum Start gemeldet hatten, befand sich auch der tüchtige Salzburger Jungmanne Bradl, der erstmals nach seinem Beinbruch wieder mitmachte und durch einen feinen Sieg in feiner Klasse verriet, daß er von seinem alten großen Können nichts eingebüßt hat. In der Gesamtwertung belegte er den dritten Platz. Sieger wurde der in München lebende Norweger Randmod Sörensen, der zwar nicht die größten Weiten erreichte, dafür aber am besten bewertet wurde und so knapp zum Erfolg vor dem Partenkirchener Eisgruber kam, der mit 65 Meter im zweiten Durchgang den ersten Schanzenrekord aufstellte.
Weitere Wiutersporkkampfe.
Die Schisportler hatten an den Weihnachtstagen nicht überall Wetterglück. In den Hochgebirgen fiel zwar verschiedentlich Neuschnee, aber die Schneedecke blieb doch so schwach, daß man sich hier und da zu Absagen der schisportlichen Veranstaltungen entschließen mußte. So mußten die Wettbewerbe im Riesengebirge abgesagt werden. Das für den zweiten Feiertag vorgesehene Springen aus der Himmelsgrundschanze in O b e r sch r e i b e r- hau mußte ebenfalls gestrichen werden. Auch der Harz blieb ohne schisportliche Veranstaltungen, da das Springen in Braunlage abgesagt und auf den Neujahrstag verlegt werden mußte.
70 Springer gingen über die C.-A.-Seydel- Schanze am Aschberg. Der Sudetendeutsche Steinmüller aus Schwaderbach siegte mit Note 218,4 (48 und 50 Meter) vor Paul Krauß I. (Iohann-Georgenstadt) mit Note 214,9 (zweimal 47 Meter) und Schneidenbach (Aschberg).
Den ersten Abfahrtslauf über 1800 Meter auf der Sachsenabfahrt am Sestenberg gewann der deutsche Wehrmachtmeister im 50-Kilometer- Dauerlauf, Oberjäger Kurt Poppa (I. R. Dresden), in der ausgezeichneten Zeit von 1,49 Minuten. Den zweiten Platz belegte Fxicke (Luftwaffe Dresden) in 1,52.
Schlesiens Rodelsportzeit wurde am zweiten Feiertag mit dem Rennen in Bad Flinsberg ein geleitet. Der einheimische Europameister Walter Feist siegte in 8,14 vor seinem Landsmann Walter Kluge, der 8:54,5 Minuten benötigte.
Schispringen in Seefeld.
Da im bayerischen Alpengebiet die Schneedecke an den Feiertagen noch zu dünn und schwach war, statteten zahlreiche der bekanntesten Springer kleineren Schanzen einen Besuch ab. So hatte auch das Springen in Seefeld mit 45 Mann eine gute Besetzung gefunden. Zwar konnte hier die Iahnschanze nicht benutzt werden, dafür aber hielt die kleine Seefelder Sprungbahn alle Erwartungen. Es gab sehr gute Leistungen und für den Iungmannen 9 en ne» mein (Ordensburg Sonthofen) einen Sonderpreis ür den schönsten Sprung des Tages. Der Sieger der Klaffe I, Hubert Hammerschmidt (ff Innsbruck) erhielt den Sonderpreis für den weitesten Sprung des Tages.
Springen auch im SfubaifaL
Ein großer Teil der gleichen Springer ging am zweiten Weihnachtstag in Fulpmes (Stubaital) an den Start. Die 28 Teilnehmer erreichten auf der Schanze, die sich in glanzendem Zustand befand, gute Leistungen. Sieger in Klaffe I wurde Helmut Lantsch- ner mit Sprüngen von 39,50 und 40 Meter (Note 111,9) vor Walter Dellkarth (Innsbruck) mit 36 und 25 Meter (102,5) und Siegfried Hafelwanter (Sonthofen) mit Note 101,9. Paul Hafelwanter (Sonthofen) gewann in Klaffe II (36,40 Meter - 105,5) und bei den Jungmannen errang wieder Beppi Iennewein (Sonthofen) mit Sprüngen von 35 und 36 Meter (Note 106) den ersten Platz.
Erster Sieg von Paul Krauß IL
Beim Weihnachtsspringen in Johann-Georgenstadt errang der Olympiaspringer Paul K r a u ß II. seinen ersten Sieg in diesem Winter. Paul Krauß, der beim I.-R.Plauen dient, erzielte Weiten von 59, 63 und 54 Meter und wurde mit der Note 338,1 überlegener Sieger der Klasse I vor dem Sudetendeutschen Max Meichsner (Bärringen) mit 50, 53 und 56 Meter (Note 290,3). Der zweitbeste Springer war der Iung- mannenfieger Hans Remer (Bärringen) mit der Note 295,6 für Sprünge von 49,5, 59 und 58 Meter. Der tiefe Schnee ließ größere Weiten nicht zu.
Dinkersporlauftakk im Fichtelgebirge.
Ein Weihnachts- und Wintersportwetter, wie man es sich nicht besser denken kann, begünstigte die erste Schisportveranstaltung dieses Winters im Fichtelgebirge. Deshalb hatten sich zu dem Sprungwettbewerb auf der Ochsenkopfschanze bei Bischofsgrün zahlreiche Springer eingefunden, und ebenso tummelten sich viele Tourenläufer auf den Höhen ringsum. Die Schneelage auf der Ochsenkopffchanze war gut, doch mußte der Anlauf wegen Vereisung im oberen Viertel etwas verkürzt werden. So lagen die weitesten Sprünge bei 32 Meter. In der Haupt- klasse gab es durch Unteroffizier Hans Wehrmannj
Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittaaskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: O holde Frau Musical 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Was braute uns das Jahr Neues in Technik und Wirtschaft. 15.30: Frauenschaffen der Gegenwart. „Die Kornponisttn Philippine Schick." 16: Kaffee verkehrt aus Wien. 18: Ein Wort an alle. 18.10: „Brennende" Weihnachtsbäume. 18.30: Alte Schlager und Volksmusik. 19: Fliegendes Deutschland. Kreuz und quer durch das Fliegerjahr 1938. 19.15: Tages- spiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Orchesterkonzert. 21.20: Kammermusik. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30: Musik aus Wien. 24 bis 2: Nachtkonzert.
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Gießener Schlachlviehmarkt erst Mittwoch.
Der Schlachtviehmarkt in Gießen ist vom heutigen Dienstag, 27. Dezember, auf den morgigen Mittwoch, 28. Dezember verlegt worden.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
D. TU. in 21. Da in Ihrer Anfrage jegliche nähere Anaaben über tatsächliche und übermäßige, oder solche Beeinträchtigungen durch die Anlagen auf dem Nachbargrundstück, die nach den örtlichen Verhältnissen als ungewöhnlich zu bezeichnen sind, fehlen, kann ich Ihnen nur eine ganz allgemeine Auskunft geben. Zu Punkt 1 und 2 Ihrer Anfrage: Es besteht feine gesetzliche Handhabe, dem Eigentümer des Nachbargrundstücks die Errichtung der in Ihrer Anfrage näher bezeichneten Anlagen zu verbieten, selbst wenn die Bauten nahe an der Grenze zu Ihrem Grundstück aufgeführt werden. Auch ein Recht darauf, daß Licht und Aussicht nicht verbaut werden, steht niemand kraft Gesetzes zu. Ich emp- fehle Ihnen daher, im Wege gütlicher Vereinbarung mit Ihrem Nachbar zu einem Ausgleich zu kommen Notfalls können Sie sich mit Ihren Beschwerden an das Gericht ober an das Kreisamt wenden. Zu Punkt 3 Ihrer Anfrage weise ich Sie darauf tyn, daß es Sache der Ortspolizeibehörde ist, für Abhilfe zu sorgen, wenn verbotswidrig Spülwasser usw. in die Straßenrinne gegossen wird. Sie können natürlich die Polizei auf diesen Mißstand aufmerksam machen.
L. f). Für einen Mieter, der während seiner längeren Abwesenheit nicht für die ihm obliegende Reini
gung der Treppen seines Stockwerks sorgt, kann der Hausbesitzer die Vornahme der Reinigung veranlassen und ihm die Kosten hierfür berechnen. Im übrigen bleibt es gewöhnlich der Vereinbarung von Hausherrn und Mietern Vorbehalten, wie oft die Treppen zu reinigen sind. Hierbei ist vor allem darauf zu achten, daß andere durch den Zustand der Treppen keinen Schaden nehmen, da Dann unter Umständen Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.
gestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes erhalten ihre Dienstbezüge auch dann wetter, wenn sie keinen eigenen Hausstand haben und die Uebung nicht länger als vier Wochen gedauert hat. Eine etwa erhaltene Familienunterstützung (Mietbeihilfe) ist anzurechnen.
Da es sich um außerordentliche Maßnahmen gehandelt hat, wird in Uebereinstimmung mit dem RAM. den Betrieben der freien Wirtschaft empfohlen, in Würdigung der besonderen Umstände sich dieser Regelung, wie sie für die Angehörigen des öffentlichen Dienstes getroffen ist, anzuschließen und von einer Anrechnung des Uebungsurlaubes auf den Erholungsurlaub bei Angestellten und 21 rw beitern, die in dieser Zeit einberufen waren, auch dann abzusehen, wenn Lohn oder Gehalt ganz oder teilweise weitergezahlt worden sind.
Die Teilnahme von Wehrpflichtigen d. B. an dem Einsatz der Wehrmacht anläßlich der Wiedervereinigung Oesterreichs und der sudetendeuffchen Gebiete mit dem Deutschen Reich hat außergewöhnliche Anforderungen an alle Beteiligten gestellt. Infolgedessen hat der Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem OKW. und den beteiligten Reichsministern in einer Sonderregelung für die Teilnahme an dem Einsatz in Oesterreich und Sudetenland folgendes beftimmt:
Bei Beamten, Angestellten und Arbeitern des öffentlichen Dienstes, die aus Anlaß oder in Zusammenhang mit der Wiedervereinigung Oesterreichs und der sudetendeutschen Gebiete mit dem Deutschen Reich zum Wehrdienst eingezogen worden sind, findet eine Anrechnung des Uebungs- urlaubs auf den Erholungsurlaub nicht statt. An-
Llufang 'm Sl. Moritz.
Das internationale Eisbockeyturnier um den Po» kal von St. Moritz brachte am ersten Tag zwei Spiele. CS. d'Hiver Brüssel war über Göta Stockholm 4:2 (0:1, 2:0, 2:1) und Mailands Schwarze Teufel triumphierten 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) über die verjüngte Mannschaft von St. Moritz.
Ein Lehrspiel der Smofe Lockers.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag waren beim Eis- fest im Berliner Sportpalast die kanadischen Vertreter für die Eishockey-Weltmeisterschaft, die Smoke Eaters, in ihrem Kampf gegen eine deutsche Auswahl gegenüber dem Vortage kaum wieDerzuer- fennen. Sie wollten dem Reichssportführer und den Berlinern zeigen was wirklich in chnen steckt. Ihre Schnelligkeit, unerhörte Stockführung, blitzschnelles Reagieren beim Stellungsspiel und Schußsicherheit aus allen Lagen schufen eine Klassenüberlegenheit und führten zum verdienten Sieg von 9:1 (3:0, 4 0, 2:1) Toren. Die deutsche Auswahl erhielt eine Lehrstunde.
Die Kunstläufe brachten die Wiederaufnahme der sportlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Tschecho-Slowakei durch den Start der Landesmeisterin Eva N y k n o v a. Die erst 14jährige zeigte ein Programm, welches das Talent einer wahren Meisterin verriet. Zu Heller Begeisterung riß dis Zuschauer die Weltmeisterin und neue britische Meisterin Cecilia C o l l e d g e hin. Die Geschwister P a u s i n bestachen abermals mit ihren Eistänzen.
VI. Akademische Winterspiele.
Für die vom 19. bis 26. Februar in der norwegischen Stadt Drontheim stattfindenden VI. Akademi» schen Winterspiele haben bisher 12 Nationen ihre Teilnahme zugesagt. Es sind dies: Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Holland, Lettland, Portugal, Polen, Schweden, die Schweiz, Ungarn und Norwegen. Die Durchführung ist gesichert, da Stadt und Staat ihre finanzielle Unterstützung beschlossen I) oben*
Eisenbahnzug fährt in eine Schafherde.
18 Tiere getötet.
LPD. Büdingen, 26. Dez. Auf der Strecke B i I b e l — S t o ck h e i m, in der Nähe von A l t e n- stadt, fuhr ein Eisenbahnzug an einem schrankenlosen Bahnübergang in eine Schaf- Herde, die gerade über den Bahnübergang au die andere Seite des Weges hinüberwechseln wollte. Dabei wurden 18 Schafe getötet. Die Tirre gehörten einer Wanderschafherde an.
Landkreis Gießen.
§ Watzenborn-Steinberg, 26. Dez. Am ersten Weihnachtsfeiertag veranstaltete das Musik- korps des Infanterie-Regiments 36 Friedberg in der Volkshalle ein M i l i t ä r k o n z e r t. Unter Leitung von Musikmeister Harzmann brachte die Kapelle Musikstücke der Komponisten Keil, Rixner, C. M. v. Weber, Robrecht, Oliveri, Heinitz, Reindel, H. Löhr, P. Prager, C. Raht und Köthel. Die zahlreichen Besucher dankten der Kapelle mit reichem Beifall.
5 Albach, 26. Dez. Am heutigen Tage feierten die Eheleute Philipp Schmidt II. und Marie, geborene Hahn, das Fest der Silbernen Hochzeit. Unseren Glückwunsch.
△ Hungen, 26. Dez. Infolge der starken Schneefälle vor dem Weihnachtsfeste und der dann folgenden Schneewehen waren in der Umgegend die Straßen so stark verschneit, daß es am ersten Feiertage des Einsatzes der Feuer* wehr bedurfte, um die Fahrbahnen sreizu- legen. Besonders die zahlreichen Milchfuhrwerke der hiesigen Molkerei hatten stark unter dem Schneefall zu leiden und benötigten die doppelte Zahl der Gespanntiere gegen sonst, um die Milch nach der Molkerei zu schaffen.
Kreis Lauterbach.
£ Ulrichstein, 27. Dez. Unser Mitbürger Adolf Keil und Frau Anna, geb. Jäckel, konnten am zweiten Weihnachtsfeiertag das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Wir gratulieren.
Kreis Alsfeld.
> Deckenbach, 25. Dez. In der Nacht zum Samstag, 24. Dezember, ist der a l t e st e E i n w o h - n e r unseres Dorfes, Ludwig Scholl II., der am 30.August d.I. sein 9 3. Lebensjahr vollendet hatte, g e st o r b e n.
Professor Or. Otto Schmjedtgen f.
LPD. Mainz, 24. Dez. Im Aller oomiS Jahren ft a r b am Donnerstag Professor Dr. Otto Schmiedtgen, der Direktor des durch Hine prähistorischen Sammlungen in der wissenschaftlichen Welt weichin bekannten Mainzer Naturhisto- rischen Museums. Er wurde kurz vor dem Weltkrieg als Nachfolger von Professor von Reichenau, dessen Assistent er vorher gewesen war, Direktor des Museums. Schmiedtgens Name hat in der wissenschaftlichen Welt einen guten Klang durch seine Erforschung der Geschichte des Mainzer Beckens, der Wallertheimer Funde und der Mosbacher Sande.
Feuerwehr und Rettungswache hatten zu tun.
Lpd. Frankfurt a. M., 26. Dez. Die Witterung an den Weihnachtsfeiertagen brachte ziemlich viel Unfälle mit sich, so daß die Rettungswache zahlreiche gestürzte Personen in die Krankenhäuser bringen mußte. Die Feuerwehr mußte bei insgesamt 18 Wasserrohrbrüchen eingreifen und außer einigen kleinen Bränden auch das Feuer löschen, das an einer Tankstelle am Platz der SA. ausgebrochen war.
Zugunfall im Bahnhof Erdbach.
5 Reisende verletzt.
Lpd. Frankfurt a. M., 26. Dez. Die Reichsbahndirektion teilt mit: Am 26. Dezember, 15.22 Uhr, entgleiste int Bahnhof Erdbach auf der Ne- । benbahnstrecke Westerburg—Herborn bei Ausfahrt : eines Personenzuges der zweite Wagen hinter der Lokomotive, jedenfalls infolge vorzeitiger Um- : stellung der Weiche. Der Wagen fiel um. Vier i Reisende erlitten Schnittwunden, einer i einen Oberschenkelbruch. Der Verletzte kam nach \ Herborn ins Krankenhaus. Der Zugverkehr wird durch diesen Unfall nicht gestört.
Aus der engeren Heimat.
Weihnachtsmann beschenkt Kriegspferde.
* Alsfeld, rs. Dez. Ein- sinnige Weih- nachtsehrung bereitete die hiesige Tierschutzgruppe drei Kriegspferden, die als Veteranen des Weltkrieges heute noch in unserer Stadt bei einigen Fuhrunternehmern tätig sind. Jedes der drei Pferde erhielt als Weihnachtsgeschenk je ein Kommißbrot und ein Paket mit Würfel- zucker. Die Besitzer der Tiere wurden mit einer Auszeichnung belohnt.


