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Das Ehrenkreuz der deutschen Mutter

Weihnachten mit dem Führer

Adolf Hitler bei seinen alten Kämpfern in München.

und unserer deutschen Jugend schenkte, danket alle Gott!

acht und mehr Kindern in Gold verliehen. Je­weils am Muttertage werden die Ortsgruppen­leiter der NSDAP, den kinderreichen Müttern diese Auszeichnung überreichen. Das Lhren- kreuz trägt die Inschrift:Das Kind adelt die

Mutter."

Meine Volksgenossen! Das deutsche Volk hat heute nicht nur Anlaß, Männern und Frauen gleichen Volkstums in Dankbarkeit sich zu erinnern. Das ver­gangene Jahr hat nicht nur das deutsche Volk selbst erprobt, es hat auch seine Freunde und Freundschaften in der Welt erprobt. Wir wissen, daß in schicksalsreichen Stunden der D u c e mit dem italienischen Volk sich in Entschlüssen, die für diesen großen Mann und für das italienische Imperium ebenfalls schwer gewesen sind, rückhaltlos an die Seite Deutschlands gestellt haben. Das deut­sche Volk wiederholt dafür Benito Mussolini und dem italienischen Volk an diesem unserem inner­lichsten Feiertag den Dank.

Was der Führer und der Duce mit ihren autori­tären Staaten für die Ordnung der Welt durch ihre einander verwandten Ideen bedeuten in der Abwehr des seelen- und völkerzerstörenden Bol­schewismus, das wird für alle Zeiten in die Welt­geschichte eingehen. Es ist unsere tiefe Ueberzeugung, daß die beiden Männer für unsere Generation und für kommende Generationen bestimmt sind, Sau­me i ft e r eines glücklicheren Weltge­bäude s zu fein und Völkern, die Kulturen schaffen, die Wege zu weisen. Wir dürfen uns glücklich preisen, als Zeitgenossen dieser großen Gestalter von Völker­schicksalen zu leben.

Am Ende des für uns Deutsche so bedeutungs­vollen Jahres sagen wir Dank dem Füh­rer, der uns Führer war zu den großen Er­eignissen, der uns Führer war in den großen Ereignissen, der uns den Erfolg gesichert hat. Wir wollen dem Führer danken, tagaus, tagein, durch unsere Haltung, durch unser handeln, durch unsere Arbeit. Indem wir uns würdig zeigen des Führers, danken wir dem, der uns den Führer gesandt, wir danken ihm, daß er den Führer uns gesund erhielt, daß er dem Führer zu neuen großen Taten die Kraft gab, daß er in diesen Tagen Adolf Hillers wirken segnete, daß er es segnete in der Gröhe und Stärke, die er unserem Volke gab und in dem Glück, das er uns

Wir wollen uns des Führers würdig zeigen!"

Rudolf Heß verkündet in seiner Weihnachtsansprache am Heiligen Abend die Stiftung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter.

damit der Darrt eines ganzen Volkes an die besten seiner. Mütter sichtbaren Ausdruck gefunden. 3 Millionen deutscher Mütter werden nunmehr am Tage der deutschen Mutter 1939 erst­malig in feierlicher Weise die neuen Ehren­zeichen durch die Hoheitsträger der Partei ver­liehen bekommen. Jahr um Jahr werden diese Feiern sich dann am Muttertag wiederholen. Das Kind adelt die Mutter!", so steht auf der Rückseite des Ehrenkreuzes geschrieben. So werden die Feiern am Muttertag aufs neue kün­den van jener Wandlung in der inneren Hal­tung des deutschen Menschen, von wiedererwachtem Willen zum Kind, den der Nationalsozialismus mit Recht als den größten seiner Erfolge bezeich­nen darf. Daneben gilt dieser Dank auch den Altmüttern, die unter den schwersten Ver­hältnissen in der Zeit während und nach dem Kriege ihrem Volk und seiner Zukunft dienten wie unsere Jungmütter von heute. Ohne die großen Hilfeleistungen, wie sie heute im Hilfswerk für Mutter und Kind der NSV. gegeben find, haben sie die Sorge um das tägliche Brot, die ganze Last der Kindererziehung auf den eigenen Schultern getragen.

Die Partei wird niemals müde werden in ihrer Erziehungsarbeit, die der Achtung der Mutter gilt. So wird sich die Ehrung der deutschen Mutter nicht nur auf den Muttertag und auf die Ver­leihung des Ehrenkreuzes beschranken. Auch im öffentlichen Leben wird die kinderreiche Mutter in Zukunft den Platz einnehmen, der ihr zukommt. Sämtliche Mitglieder der Jugendforma­tionen der Partei werden ihr die Achtung erweisen. Darüber hinaus aber werden die' Trägerinnen des Mutterehrenkreuzes in Zukunft alle jene Bevor­zugungen genießen, die uns gegenüber den ver­dienten Volksgenossen, gegenüber Kriegsbeschä­digten und Opfern der nationalsozialistischen Er­hebung bereits Selbstverständlichkeit geworden find. Ehrenplätze bei Veranstaltungen der Partei und des Staates, Vortrittsrecht an Behördenschaltern^ Verpflichtung der Schaffner zu bevorzugter Platz­anweisung in Eisen- und Straßenbahn. Dazu kommt eine Altersversorgung mit bevorzugter Auf­nahme in Altersheimen für alleinstehende Mütter

München, 24. Dez. (DNB.) Die alten Mün­chener Parteigenossen begingen auch in diesem Jahre das Weihnachtsfest als Gäste des Führers, der wie in all den vorausgegan­genen Jahren in den* Mittagsstunden des Heilig­abend wieder in ihrer Mitte weilte, wieder zu ihnen sprach. Dem großen Saal des Löwenbräu­kellers gaben Tannengrün und Weihnachtsbäume ein festliches Gepräge. Weihnachtlicher Schmuck zierte die vielen langen weiß gedeckten Tische, und davor saßen nahezu 1300 Männer im Braunhemd. Mit der Bescherung war in diesem Jahre zum ersten Male eine Verlosung verbunden. Wert­volle Säch- und Geldpreise kamen zur Verteilung. Dor etwa sechs Wochen hatte der Adjutant des Führers, SA.-Obergruppenführer Brückner, Spen­denmobilisiert" bei Reichs- und Gauleitern, Reichsministern, Parteidienststellen und Behörden, Wirtschaft und Industrie. Die lachenden Augen der Beschenkten an diesem Weihnachtstage bestätigten, daß die Mühe und Arbeit von Erfolg gekrönt waren. Der Haupttreffer, ein KdF. - Wagen, gestiftet von den Volkswageniperken, fiel auf einen Münchener S2l.-Scharsichrer« dex hoch­

beglückt den Gutschein entgegennahm. Rundfunk­apparate, Zuschüsse zur Beschaffung von Motor­rädern, KdF.-Fahrten, Lebensmittel und viele an­dere Spenden bildeten die nächsten Preise.

Als gegen 13 Uhr der Führer mit Gau­leiter Adolf Wagner und Obergruppenführer Brückner den Saal betrat, grüßte ihn herzlicher und dankbarer Jubel. Nach dem gemeinsamen Mit­tagsmahl, bei dem die Kapelle der Leibstandarte festliche Musik vortrug, machte sich Gauleiter Adolf Wagner zum Sprecher der alten Garde und gab mit wenigen Sätzen den Gefühlen Ausdruck, die in dieser unvergeßlichen Stunde die 1300 Männer im braunen Hemd beseelten.Es gibt wohl keinen Menschen", so rief Gauleiter Wagner aus,der mit größerem Recht und froher nach getaner Arbeit Weihnachten feiern kann als Sie, mein Führer. Es ist aber auch kein glücklicheres Volk auf dieser Erde als Ihr deutsches Volk! Sie sind uns in unserem deutschen Vaterhaus unser Vater. Und so wünschen wir Ihnen von Herzen frohe Weih­nachten!

Dann sprach derFührer. Er brachte einleitend zum Ausdruck, daß er Heuer mit ganz besonders

Das Ehrenkreuz für die deutsche Mutter wird in Bronze, Silber und Gold für kinderreiche Mütter verliehen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

des deutschen Volkstums darstellt, sind im Reichs­gesetzblatt vom 24. Dezember 1938 eine Satzung und Durchführungsvorschriften erschienen.

Hiernach können Mütter das Ehrenkreuz erhalten, falls

a) die Eltern der Kinder deutschblutig und erbtüchtig sind,

b) die Mutter der Auszeichnung wür­dig ist,

c) die Kinder lebendgeboren find.

Das Ehrenkreuz wird an Mütter mit min­destens vier Kindern und in drei Stu- f e n verliehen. Die Vorschläge auf Verleihung des Ehren kreuzes der deutschen Mutter werden vom Bürgermeister von Amtswegen oder auf Antrag des Ortsgruppenleiters der NSDAP, oder des Kreiswarts des Reichsbundes der Kinderreichen ausgestellt. Die Aushändigung des Ehren­kreuzes, dem ein den Namen des Führers ent­haltendes Besitzzeugnis beigefügt ist, erfolgt im ganzen Reich einheitlich am Muttertag durch die Ortsgruppenleiter der NSDAP.

Zu der Stiftung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter schreibt die NSK. u. a -Die deutsche kinderreiche Mutter soll den gleichen Ehren- P l atz in der deutschen Volksgemeinschaft erhalten wie der Frontsoldat, denn der Einsatz von Leib und Leben für Volk und Vaterland war der gleiche wie der des Frontsoldaten im Donner der Schlachten." Mit diesen Worten hat der Haupt- dkenstleiter der NSDAP. Dr. W a o n e r bereits in Nürnberg im Auftrage des Führers die Schaffung eines Ehrenzeichens für die kinderreiche deutsche Mutter angekündigt. Mit der Weihnachtsbotschast des Stellvertreters des Führers ist diese Ehrung Wirklichkeit geworden. In einem schlichten, wür­digen Ehrenkreuz hat der Dank des Führers und

ihrer Nation aufopfernd und hingebend mitgewirkt. Wir Männer stehen im Banne eines großen Schaf­fens, wir sind leidenschaftlich tätig in unserer täg­lichen Arbeit, uns steht oft in unseren Aufgaben das Ziel sichtbar vor Augen. Sie, die Frauen aber, haben so häufig die schweren Pflichten, die schwei­gend ertragenen Lasten. Sie nehmen uns so hun­dertfältig die täglichen Sorgen ab, sie umgeben unserem eigensten Leben die Wärme. Sie haben vor allem in ihren Händen das Schicksal der Jüngsten einer kommenden Gene­ration, für die wir uns mühen, ein schönes Erbe zu hinterlassen. Und oft sind die Forderungen, die an auslandsdeutsche Frauen gestellt werden, besonders hart die Frauen, die an der Seite ihrer Männer, manchesmal fern von allem, was das Leben leichter zu gestalten vermag, aus- harren müssen.

Den deutschen Frauen gerade zu dieser Weih­nacht am Ende eines Jahres, das vielen von ihnen schwere Sorgen um das Liebste auf der Welt gebracht hat. Dank z n s a g e n, ist mir ein Bedürfnis. Zugleich kann ich der kin­derreichen deutschen Mutter auf den Weihnachtstisch eine Gabe legen, die der Führer für sie bestimmt hat. Eine Gabe, die er in einer Verordnung mit folgendem Sah der Oeffentlichkeit übergibt:Als sichtbares Zeichen des Dankes des deutschen Volkes an kinderreiche Mütter stifte ich das Ehren­kreuz der deutschen Mutter." Dieses Lhrenkreuz wird an Mütter mit vier bis fünf Kindern in Bronze, an Müttern mit sechs bis sieben Kindern in Silber und an Mütter mit

Gülle Feieriagsfiunde.

Weihnachten ist sicher das privateste Fest. Für jeden, er mag in der Kampffront einer aufbauen« den Nation stehen, wo er will, bringt der Dezem­ber mo not eine aufs äußerste gesteigerte Tätigkeit. Je näher die Feiertage heranrückten, desto mehr Abend- und Nachtstunden mußte man der Tages­arbeit hinzufügen. Neben der beruflichen Arbeit lief eine frohbeschwingte Geschäftigkeit im Sprinter­tempo einher, manchmal schwer miteinander zu vereinen: schließlich hat jeder den alljährlich wieder­kehrenden Ehrgeiz, die Seinen mit hübschen Ge­schenkeinfällen zu Überraschen, nachdem man vor­sorglich sein Weih nachts paket für die NSV. schon vor Wochen abgeliefert hat. Wer es mit feiner Arbeit im großen Rahmen der Volksgemeinschaft ernst nimmt, dem wurde die Zeit für die privaten Besorgungen vielleicht beängstigend knapp: aber in verzweifelten Fällen half der Silberne und der Goldene Sonntag oder eine hastig erübrigte Abendstunde vor Ladenschluß.

Und siehe da, wir machten wie immer die Er­fahrung, daß wir manchen Wunsch, mit dem mir Freude verschenken wollten, zwar streichen mußten, weil der Geldbeutel ja auch ein gewichtiges Wort mitzureden hat aber im Grunde genommen war dann schließlich doch dem redlichen Bemühen um weise Einteilung der verfügbaren Mittel Er­folg beschieden. Jeder für sich spürte es von neuem, daß Geben seliger ist denn Nehmen und daß ein sorgsam, ja vielleicht gar mühsam zusammengespartes Geschenk um so mehr beiderseitige Freude macht, je mehr der Schenkende sich sagen darf, daß es nicht ohne diesen und jenen Verzicht möglich wurde.

Dann kam am Heiligen Abend der (snbfpurt, die letzte große Anspannung, hinter der man die sichere, friedvolle Versponnenheit der beiden Feier­tage wußte. Für manchen wurde es spät und später, bis er sich endlich aufatmend unter den strahlenden Lichterbaum setzen konnte. Aber nun waren sie doch da, diese beiden Tage der heiteren inneren Einkehr, der bescheidenen Genüsse, des Ausruhens und des stillen, aber innigen Dankes an alle, die uns den gesicherten Frieden und die Behaglichkeit dieses Festes bereiteten.

Und da Weihnachten das Feft der Familie ist, so gingen die geruhsam sinnenden Gedanken natur­gemäß zunächst in den unmittelbaren Umkreis. Seien wir gerecht: Die Hauptlast der weihnacht­lichen Vorbereitungen und Sorgen lag doch wieder wie immer auf den Schultern unserer Frauen, und Mütter, die ohnehin den Tag meistens als erste beginnen und als letzte enden. Weder die Vielfältigkeit noch die Umsicht und Sorglichkeit ihres langen Arbeitstages wird uns meistens be­wußt, weil wir fast immer nur die Ergebnisse ihrer Arbeit sehen und genießen, nicht aber den Anlauf, die Planung, die Vorbereitung, die Einteilung und die Verarbeitung der Rohwerte. Und da fällt uns zur rechten Stunde wieder einmal ein, daß ja 80 v. H. des deutschen Volkseinkommens eben durch die Hand unserer Frauen und Mütter gehen, dis also mit Verwaltung, Einteilung und Verwertung ihren wohlgemessenen Anteil an diesem Einkommen selbst mitverdienen. Und gerade, weil sie es nicht gewöhnt sind, von ihrer stillen Präzisions­arbeit viel herzumachen, die selbst unter Schwierig­keiten immer alles in Ordnung und zur rechten Zeit bereit hält, deshalb haben wir ihnen unter dem Tannenbaum recht herzhaft Dank gesagt, schon deshalb, weil die Feiertage ihnen eher mehr als weniger Arbeit brachten.

Vom warmen Weihnachtszimmer, vom Umkreis der Familie gleiten die Gedanken des Ruhenden hinaus zu den Nachbarn, erfassen den ganzen Ort und durcheilen schließlich das ganze große deutsche Vaterland. Ueberall hatten sie jetzt ihre Weih­nachtsbäume, auch dort, wo bis zum Frühjahr oder gar bis zum Herbst Deutsche zu Millionen in verzweifeltem Abwehrkampf standen, im Lande Oesterreich und im Sudetengebiet. Wie hätte ihr Weihnachten wohl ohne die großen Befreiungs­taten unseres Führers ausgesehen? Wieviel Tau­sende hätten in den Gefängnissen geschmachtet, wieviel Hunderttausende hätten gehungert und ge­froren? Selbst im Sudetenland hat die bitterste Not in diesen wenigen Wochen gelindert werden können und das Heer der Erwerbslosen ist dezi­miert. Mit welchem Stolz hat der Führer die deutsche Einsatzbereitschaft der deutschen Volksge­meinschaft besonders nach der Rückkehr des Sude­tenlandes anerkannt!

Wir hatten ein wenig Urlaub genommen und waren unter den Weihnachtsbaum gegangen, um geruhsam den stillen Frieden der Feiertage zu ge­nießen, fern vom Getriebe der Welt, einmal ganz privat. Und siehe da, selbst in solchen Stunden lassen sich die Gedanken nicht ganz auf den kleinen Kreis des eigenen, persönlichen Bereichs bannen. Sie weiten sich von selbst in die große deutsche Welt um uns herum. Denken wir rasch einmal zurück an die Weihnachtstage der Inflationszeit, der künstlichen Scheinblüte, der Millionenheere der Arbeitslosen, der völligen Machtlosigkeit und wir wissen, welchen mitarbeitenden Dank wir alle miteinander dem neuen Deutschland und seinem Führer schulden. Machen wir noch einen schnellen Gedankenausflug von unserem Wechnachtszimmer nach Berchtesgaden auf den Obersalzberg und legen wir dem Mann, der Deutschlands Geschicke lenkt, still und unsichtbar ein dankbares Gelübde unter seinen Tannenbaum!

Reiches lebend sich neuerdings so einmütig zu ihrem Volkstum bekannt und damit sowohl eine symbolische, wie auch eine praktische Entscheidung vollzogen haben: der Memel­deutschen. In den vergangenen Weihnachtsreden habe ich immer der leidenden deutsckbewußten Volksgenossen im Gebiete des ehemali­gen Oesterreich gedacht. Wie glücklich bin ich, daß cs diesesmal und ab nun für immer dieses Gedenkens nicht mehr bedarf. Jetzt dürft ihr offen diese Rede hören als freie Deutsche im freien gemeinsamen Deutschland. ,

Meine Volksgenossen! Führen wir Männer im Zeichen einer solchen geschichtlichen Größe, wie wir sie jetzt erleben, ein Dasein, das mehr Anspannung erfordert als gemeinhin ein ruhiges oder behag­liches Leben, so haben nicht minder die Frauen des deutschen Volkes am großen Schicksal

Berlin, 24. Dez. (DNB.) Am Weihnachtsabend sprach der Stellvertreter des Führers wieder zu den Deutschen in aller Welt. Er führte u. a. aus:

Meine lieben deutschen Volksgenossinnen und Volksgenossen im Ausland und in der Heimat! Es ist nun zum 6. Mal Weihnacht in Deutschland einge­zogen, seitdem Adolf Hitler das Deutsche Reich und das deutsche Volk führt. Und es ist zugleich das 6. Mal, daß die gesamte deutsche Nation, die Heimat und das Auslandsdeutschtum gemeinsam, in einer kurzen halben Stunde vereint sind am Abend des gemütstiefften aller deutschen Feste. Eine deutsche Stimme trägt das Gedenken der Heimat zu euch Deutschen dort draußen in aller Welt. Und sie bringt uns in die Heimat zugleich das Bekenntnis eurer Sehnsucht nach unser aller einzigen und geliebten Heimstatt, nach Deutschland.

Für das Geschenk eines an großen und wunder­baren Erlebnissen übervollen Daseins haben wir der Allmacht zu danken versucht in den Freuden, die wir unseren Kindern machten, die wir unseren Brü­dern und Schwestern, unseren Eltern und Freunden darbrachten. Und die wir vor allem darbrachten denen, die der Hilfe bedürfen. Gerade in dieser Weihnacht haben wir besonderen Anlaß, unserem Herrgott zutiefst dankbar zu fein. Dankbar zu sein, daß er den Weg, den Adolf Hitler durch den Nati- nalsozialismus mit dem deutschen Volke einschlug, so sichtbar gesegnet hat. Daß er ihn so sicht­bar gesegnet hat in den Taten, die der Führer mit der Deutschen Nation besonders im letzten Jahre vollbringen konnte.

Die Größe dieser gewaltigen Ereignisse sie wird uns erst dann so recht klar, wenn wir bedenken, daß es gerade er st 2 0 Jahre her sind, seit jener Weihnacht, die wohl die unglücklich st e gewesen ist, die das deutsche Volk überhaupt erlebte. Diesen Aufstieg aus tiefstem, seelischem, materiellem und politischem Elend zu einem Volke, das nie größer und nie entschlossener und damit stärker war als heute, das nie zuvor das Glück innerer Ein­heit und gemeinsamer votkticher Festesfreude fo erlebte wie heute; das ist das deutsche Wunder das deutsche Wunder, vor dem wir immer wieder überwäl­tigt und dankbar stehen. So ist diese Stunde eine der glücklichsten Stunden, die das deutsche Volk überhaupt zu erleben vermag.

Es sind drei geschichtliche Vorgänge, auf die das wiedererstarkte Deutschland als historisch entschei­dende Ereignisse in diesem Jahre zurückblicken kann: die Heimkehr Oesterreichs, die Heimkehr des Sude­tenlandes und die Entstehung des Walles im We­sten. Jede einzelne Tat ist so groß, daß viele Gene­rationen vor uns stolz darauf gewesen wären, we­nigstens eine erlebt zu haben. Und es wäre dieses Erlebnis dann auch der Lebensinhalt dieser einen Generation gewesen. Es waren schwerste Ent­scheidungen, die Adolf Hitler ganz allein auf sich nahm, die er in Einsamkeit gefällt unb die auch nur er allein vor dem Schicksal und vor seinem Volk trug Entscheidungen, die nur Segen ge­bracht und Leiden geendet. Ist eine Nation nicht glücklich zu nennen, die solches von ihrem Führer sagen kann? Gewiß wir sind stolz, daß Deutsch­land um zehn Millionen Seelen und um das Land, das ihnen gehört, reicher geworden ist. Noch stolzer aber empfinden wir, daß damit zehn Millionen das Erhabenste wiederfanden, das eine höhere Macht uns auf dieser Erde gegeben hat: d ie Freiheit. Bei dem Ringen um die Freiheit dieser Millionen wurde das deutsche Volk auf die Probe gestellt. Und das deutsche Volk hat diese Probe bestanden! Es zeigte sich zweimal innerhalb weniger Monate der unerhörten Nervenanspannungen gewachsen, die diese Tage der österreichischen und der sudetendeutschen Entscheidung bedeuteten. Die Kraft dazu gab ihm der unerschütter­liche Glaube an den Führer, der wie stets als leuchtendes Beispiel vor seinem Volke stand. Die Kraft gab den Deutschen im alten Reich, in der Ost­mark, im Sudetenland und im Ausland der Glaube an die unbedingte Richtigkeit des Handelns Adolf Hitlers. Die Kraft des Glaubens gab ihnen d i e segnende Hand des Schicksals, die sie über Adolf Hitler fühl­ten.

Die Voraussetzung für die unerhörten Erfolge des vergangenen Jahres war die unermüd­liche Arbeit, die das deutsche Volk seit der Machtergreifung geleistet hat. Bis an die Grenze feiner Kraft hat es gearbeitet. Mit höchster Energie und härtester Entschlossenheit. Immer wieder gaben Führuna und Gefolgschaft drinnen und drau­ßen Das Letzte an Einsatzbereitschaft her. So wurde aufgebaut, wie nicht zuvor nach einem Zusammenbruch aufgebaut wurde, so erstand eine Wirtschaft, die schweren Stürmen ge­wachsen ist. So wurde das Leben unseres Volkes gesichert. Eine Rüstung wurde buchstäblich aus dem Boden gestampft, die stärkste Luftwaffe der Welt, das H e er , würdig des vergangenen, eine neue Marine, würdig der vergangenen. Un­zählige junge deutsche Männer wurden zu Solda­ten herangebildet. Hunderttausende deut­scher Arbeiter sind aus ihren Heimatdörfern und Heimatstädten gezogen als eine kleine, neuzeit­liche Völkerwanderung, den WallimWesten zu schassen diesen Wall, der eine unbezwingbare Fe­stungskette des Schutzes für uns alle, für unsere Frauen, für unsere Kinder und zugleich für unsere Kulturwerte geworden ist. Eine Armee von Arbei­tern hat die Armee der Soldaten kraftvoll ergänzt. Hervorragend haben sich all die Organisationen be­währt, die Adolf Hitler schuf und die ihm dienen, ihm, seiner Weltanschauung und der Sicherung und Gestaltung des Lebens seines Volkes.

In der Rückschau dieser stillen Stunde wollen wir auch die Größe der Verpflichtun­gen uns vor Augen führen, die die Größe der Ereignifse der letzten Monate von uns fordert, lieber allem steht: Arbeit und Pflichttreue bis zum letzten. Ich weiß, daß ihr, meine Ausländsdeutschen, auch hier nicht zurück­stehen werdet, so wenig wie chr zurückstandet gegen­über den anderen Deutschen, als ihr in entscheiden­den Stunden durch euere aufrechte Haltung halset: Ihr habt unseren Gegnern draußen das sichtbare Beispiel des Glaubens an unser Recht, des Glau­bens an den Führer und des felsenfesten Ver­trauens an den Erfolg feines Handelns gegeben! Wir gedenken der Deutschen, die außerhalb des

Berlin, 26.Dez. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers hat in feiner Weihnachtsansprache ver­kündet, daß der Führer als sichtbares Zeichen des Dankes des deutschen Volkes an kinderreiche Mütter einEhrenkreuz der deutschen Mütter" gestiftet hat. In Verfolg dieser Stiftung, die eine Auszeichnung der deutschen Mutter als Trägerin der Familie und Erhaltung