Ausgabe 
27.9.1938
 
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Aus der engeren Heimat.

Nistkästen müssen gereinigt werden.

LPD. Die Erfahrung Hot gezeigt, daß bewohnt gewesene Nistkasten im folgenden Jahre sehr häufig leer bleiben. Der Grund ist darin zu suchen, daß sich in ihrem Innern etwas Störendes befindet, das die Vögel nicht selbst entfernen können. Die Spatzen überbauen mitunter Gelege und Nesthocker der Mei­sen. Das gleiche tun Wespen und Hornissen. Ein­gegangene Brut sowie Läuse, Flöhe und Milben, die der Vogel selbst in die Brutstätten verpflanzt, oder auch nur ^ine zu große Menge alten Gonistes, können ebenfalls die Ursache sein, daß Nistkästen leer bleiben. Ein Vogel benützt nämlich nur in feite» nen Ausnahmefällen zum zweitenmal ein altes Nest. Dieses wird aber von den Meisen nicht entfernt, son­dern in der Regel überbaut. Dadurch füllt sich all­mählich der ganze Raum aus, und das letzte Nest rückt schon sehr hoch herauf zum Flugloch. Da auf diese Weise das Licht in den Brutraum fällt und dieser zugleich einem räuberischen Eingriff mehr aus- gesetzt rst, als in größerer Tiefe, unterbleiben wei­tere Bruten so langem bis der Nistkasten wieder aus- geraumt ist. Ein solches Gerät wird auch während des Winters kaum als Unterschlupf- und Uebernach- tunasgeleaenheit benützt.

Wer also auf die Erhaltung und Vermehrung der nützlichen Meisen im Obstgarten und im Wold Wert legt, um sich ihre Mithilfe bei der Bekämpfung tie­rischer Schädlinge zu sichern, tut gut daran, aus den dort Hangenden Nistkästen jährlich im Oktober das alte Genist zu entfernen. Sollten hierbei Fledermäuse angetroffen werden, so hüte man sich, sie zu ver­treiben. Sie sind genau so nützlich wie die meisten kerbtiervertilgenden Vögel. Das jährliche Aus­räumen gewährleistet gleichzeitig eine längere Le­bensdauer des Nistgerötes.

Diphtherie-Schutzimpfung im Kreis Schotten.

* Schotten, 26. Sept. In der Stadt und in einem Orte des Kreises Schotten sind in jüngster Zeit wieder Fälle von Diphtherie auf- getreten. Der Amtsarzt des Staatlichen Gesund­heitsamtes des Kreises Schotten fordert daher in einem dringenden Appell an die Eltern auf, ihre Kinder vom e r ft e n Lebensjahre ob, so­weit sie die Schutzimpfung gegen Diphtherie noch nicht erhalten haben, schutzimpfen zu lassen, um so mehr es den Anschein habe, daß die Seuche wieder im Zunehmen begriffen fei. Der Amtsarzt betont, daß diese Impfung völlig gefahrlos ist unb weder Narben, noch sonstige Schädigungen hinterläßt, aber den Kindern wirksamen Schutz vor

^l^,schlimmen Krankheit bietet. Er bezeichnet es bnr Volksgesundheit als selbstverständ- zulasten^ ern' ^re Binder schutzimpfen

Vorn 3ug überfahren und getötet.

5 r i e b b e r g , 26. Sept. Der Bahnarbeiter Gg. L) l e n l l n n aus Schwalheim wurde am Sonntaq- vormittag, als er sich dienstlich auf dem Bahnkörper der Strecke FriedbergHanau in der Nähe des Stellwerkes Friedberg befand, von einem Per - J~D*n überfahren und auf der «t e l l e getötet. Der bedauernswerte Monn hatte bei ferner Arbeit den herankommenden Zug nicht ge­hört und auch nicht gesehen. Um den Verunglückten trauern seine Frau und vier Kinder.

Landkreis Gießen.

= l einbach , 26. Sept. Am Samstag fanden hier die diesjährigen O b st v e r st e i g e r u n g e n statt. Da sowohl die Gemeinde Steinbach als auch die Pfarrei Steinbach nur eine geringe Ernte an lhren Baumen hatte, konnten nicht alle Obstliebhaber befriedigt werden. Die Preise waren erträglich. Die Pfarrei, die vergangenes Jahr 1600 RM. erlöste, hatte dieses Jahr eine Einnahme von 135 RM. aus 30 Losen, in die die Bäume eingeteilt waren.

* Ober-Bessingen, 26. September. Der 26 Jahre alte Maurer Karl Schiefer st ein von hier üer unglürf te bet d e r A r b e i t. Der be­dauernswerte Mann mußte mit einem Unter­schenkelbruch nach Gießen in die Klinik gebracht werden.

Kreis Büdingen.

* Berstadt, 26. Sept. Die 12 Jahre alte Schülerin Korola Koch erlitt bei einem schweren Sturz einen Bruch des linken Oberarms. Das Kind wurde in die Gießener Klinik eingeliefert.

* BadSalzhaufen,26. Sept. Hier ist gegen­wärtig eine große Bohranlage geschaffen worden, mit deren Hilfe die Erschließung einer Solquelle zur Speisung für das g e= plante Sol-Freibad erfolgen soll, lieber das bisherige Ergebnis und den Zeitpunkt des Abschlusses der Bohrarbeiten ist bisher noch nichts bekannt ge­worden.

Kreis Alsfeld.

* Deckenbach, 27. Sept. Am morgigen Mitt­woch, 28. Sept., kann unser Mitbürger, Heinrich Muller VII. seinen 8 2. Geburtstag bege­hen. Der alte Herr ist in unserer Gemeinde der einzige Mann, der bei der Marine feiner Militär­pflicht genügt hat; er diente in Wilhelmshaven. Dem Jubilar herzliche Glückwünsche.

Wirtschaft.

Zollfreie Einfuhr deutscher Waren nach Oesterreich.

DNB. Der wirtschaftliche Zusammenschluß des Landes Oesterreich unb des Altreichs ist planmäßig fortgeschritten. Die Zollregelung zwischen den beiden Wirtschaftsgebieten hat dieser Entwicklung Rechnung getragen. Die deutschen Zölle für österreichische Wa­ren sind schon am 26. März 1938 fortgefallen. Bei dem Warenverkehr in der anderen Richtung war wegen der wirtschaftlichen Lage Oesterreichs zu­nächst noch Vorsicht geboten. Der Abbau der öfter* reichischen Zölle gegenüber dem Altreich konnte da­her erst später beginnen und nur schrittweise vor sich gehen. Er erstreckte sich fürs erste nur auf einen, wenn auch erheblichen Teil verschiedener Jnduftrie- unb landwirtschaftlicher Erzeugnisse, insgesamt auf etwa ein Fünftel des früheren Warenverkehrs aus Deutschland nach Oesterreich. Diese Teilregelung trat am 1. Juli 1938 in Kraft.

Mit Wirkuna vom 1. Oktober 1938 hat nunmehr her Reichsminister der Finanzen auch für crfe übri­gen Waren deutschen Ursprungs, die aus dem Alt­reich nach Oesterreich eingeführt werden, die öster­reichischen Zölle aufgehoben. Der Schutz der öfter» reichischen Wirtschaft, soweit es noch eines solchen bedarf, ist durch geeignete Maßnahmen sichergestellt.

Rhein-Mainische Börse.

rMkkagsbörse: Detter schwach.

Frankfurt a. M., 26. Sept. Die Börse war am Aktienmarkt weiter schwach. Seitens der Kundschaft setzten sich mäßige Verkäufe fort, und auch aus Börsenkreisen erfolgten kleine Abgaben. Diesen stand nur schwache Aufnahmebereitschaft ge­genüber, so daß bei sehr ruhigem Geschäft die ersten Kurse erneut durchschnittliche Einbußen von 1,50 bis 2,50 v. H. aufwiesen. Später kam es auf Teil­gebieten bei kleinen Rückkäufen zu mäßigen Erho­lungen, im ganzen hielt aber die Zurückhaltung und die lustlose Stimmung an. Stark ermäßigt waren Schuckert mit 171,40 (175,50), Daimler mit 125 (129), Buderus Eisen mit 102,50 (107) und Demag mit 138 (141,50). Von Bergwerkswerten verloren Verein. Stahl 2,50 v. H., Rheinstahl 2,25 v. H., Mannesmann 2,50 v. H. unb Hoesch 1,75 v. H., Klöckner mit 113,50 (114,25) unh Harpener mit 145,50 (146) konnten sich besser behaupten. Am Elektromarkt gingen AEG. auf 109 (110,75), Lah- meyer auf 117 (119) und Gesfürel auf 131,50 bis 130,50 (133) zurück. JG.-Farben ermäßigten sich auf 147,50 bis 147 (149), ferner Reichsbank auf 177,50 (179,50), Berger Tiefbau auf 144 (146,25), Deutsche Linoleum auf 148,25 (150,50), Bemberg auf 126 (127,50) u. a. Eßlinger Maschinen auf 98 (99,75).

Auch am Rentenmarkt kam eher Angebot heraus. Reichsaltbesitz fielen auf 128,25 (129), Reichsbahn-VA auf 123,90 (124,25). Im Freiver­kehr gingen Kommunal-Umschuldung auf 93,65 (93,75), späte Schuldbuchforderungen auf 98 (98,40), 4proz. Rentenbank-Ablösung auf 91,13 (91,50) zu­rück. Liquidationspfandbriefe bröckelten zumeist 0,13

S). ab, auch Industrie-Obligationen ermäßigten pch bis 0,25 v. H., und verschiedene Stadtanleihen logen 0,13 bis 0,40 v. H. schwächer. Goldpfandbriefe und Staatsanleihen notierten unverändert.

Der Freiverkehr brachte ebenfalls zumeist Rückgänge. Katz & Klumpp 91 bis 93 (94 bis 96), Rastatter Waggon 42 bis 44 (44 bis 46), Verem. Fränk. Schuh 70 bis 72 (73 bis 75), Ufa 71 (72), andererseits wurden Growag mit 74 (73) gesucht und Dingler blieben mit 84 bis 86 behauptet. Ta­gesgeld unverändert 2,25 v. H.

Abendbörse freundlich.

Im Nachgang zu der erholten Mittagsschlußten- denz war die Haltung an der Absndborse weiter freundlich. Es lag etwas Saufintereffe vor, während Abgaben kaum noch erfolgten. Die llmfä" '»rreicb= ten kein besdüdetes Ausmaß, da eine gewisse Zu­

rückhaltung Derblieb. Im allgemeinen ergaben sich Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H., doch waren eine Reihe von Werten darüber hinaus fest. Schuckert fliegen noch um 2,25 v. H. über Berlin auf 174,75 (171,40). ferner sprangen Gebr. Junghans auf 104,75 (101,25) und AG. für Verkehr zogen auf 118,50 (116) an. Fest lagen außerdem Buderus mit 105 (103), Hoesch mit 105,50 (104), Bemberg mit 127,50 (125,50), Gesfürel mit 132,75 (131,50), West- deutsche Kaufhof mit 93 (91,75), Metallgefellfchaft mit 122 (120,25) und je 1 v. H. gewannen Daim­ler mit 127, Demag mit 139, Rheinmetall mit 125,50. Von den führenden Werten hatten Verein. Stahl mit 97,50 (97) mehr Geschäft, Farben er- höhten sich auf 149 (148,75), Mannesmann auf 104 (J 03,75) und Rheinstahl auf 136,50 (136). Etwas schwacher lagen Deutsche Linoleum mit 147 (148,25). 2lm Rentenmarkt erholten sich Reichsaltbesitz auf 128,65 (128,25), Reichsbahn-VA. und 6 v. JG.- Farben um je 0,13 v. H. auf 124,25 bzw. 120,25, hingegen gaben 5 v. H. Gelsenkirchen Berg 0,75 d. H. nach auf 99,25 und im gleichen Ausmaß niedriger notierten nach Pause 5 v. H. Mühlheimer Berg mit 99,75. Im Freiverkehr nannte man Kom- munal-Unschuldung mit 93,65.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 26. <5ept. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 198, W 11 200, W 12 201, W 13 202, W 16 205, W 18 207, W 19 209, W 20 211; Rog­gen R 11 183, R 12 184, R 14 186, R 15 187, R 16 189, R 17 190, R 18 191, R 19 193 Groß­handelspreise der Mühlen der genannten Preisge­biete; Weizenmehl Type 812 W 13 28,85, W 16 28,85, W 18 28,85, W 19 28,85, W 20 (Kreis Alzey) 28,85, W 20 (Kreis Worms) 29,20; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtaus­gleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation; Wiesenheu mit Besatz (bis %) 5,00, Wiesenheu mit unerheblichem Besatz (etwa Vto) 5,80 bis 6,00, Weizenstroh 2,80, Roggenstroh 2,90 bis 3,00, Hafer- und Gerstenstroh 2,40 bis 2,50, Klee­heu 7,00 bis 7,50 ab Erzeuger-Verladestation.

Frankfurter Schlachtoiehmarkt

Frankfurt a. M-. 27. Sept. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 318 Kälber, 176 Hämmel, 171 Schafe, 3200 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 32 bis 52, Schafe 22 bis 42, Schweine 52 bis 59 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe und Hämmel mittelmäßig.

Rundfunkprogramm

Mittwoch. 28. September.

5 Uhr: Don Breslau: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Von Köln: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.05: Wetterbericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus Bad Ber­trich: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunach­richten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Von München: Schulfunk. 11.45: Volk und Wirt­schaft: Aus Holz wird Seide. 12: Aus den Butz­bacher Werken in Butzbach: Werkskonzert. 13.15: Don Stuttgart: Mittagskonzert. Deutsche und italie­nische Unterhaltungsmusik. 14: Nachrichten. 14.10: 100 Prozent Stimmung!" 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Politischer Scheinwerfer. 16: Aus Bad Bertrich: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Fliegendes Deutschland. 19.15: Unterhaltungskonzert. 20: Nach­richten. 20.15:Schneider Wibbel". Komödie von Hans Müller-Schlösser. 21.30: Johann Strauß spielt Ehopin. 22: Nachrichten. 22.30: Von Wien: Musik aus Wien 24: Von Stuttgart: Nachtkonzert I. 2 bis 3: Don München: Nachtkonzert IL

SJ.Jporf

Leichtathletik-Meisterschaften der HZ.

Die HJ.-Mannschaftskämpfe haben nunmehr ihren Höhepunkt erreicht. Der vergangene Sonntag bot den HI.-Mannschaften abermals Gelegenheit, in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen. Die Stelle für Leibeserziehung der Hitlerjugend im Dann 116 hatte zur Durchführung der leichtathle­tischen Wettbewerbe die Sportanlage der Univer­sität Gießen zur Verfügung gestellt bekommen. Die HI.-Mannschaften der Vereine: Tv. Heuchelheim, Sprelvereinigung 1900 Gießen, VfB.-Reichsbahn Gießen und Männerturnverein Gießen nahmen den Kampf miteinander auf. Noch selten sind in den letzten Jahren derart schone leichtathletische Kämpfe durchgeführt worden, wie an diesem Sonntag. In den Cinzelwettdewerben, bei denen jeweils drei Junggenossen für eine Mannschaft gewertet wer­den und die aus: 100 Meter, 1200 Meter, Kugel­stoßen (6,25 kg), Diskuswerfen (1,75 kg), Keulen- mettmerfen, Hochsprung, Weitsprung und der 4mal 100-Meter-Staffel bestanden, wurden, wie den Ein­zelergebnissen zu entnehmen ist, sehr beachtenswerte Leistungen erzielt. Sie sind insbesondere deshalb erfreulich, weil den HI.-Mannschaften auch Jugend­liche der Jahrgänge 1922/23 angehörten. Alle Wett- bewerbe wickelten sich reibungslos ab. Mit der 4X100-Meter°Staffel fanden die HJ.- Mannschaftskämpfe ihren Abschluß.

Die erzielten Einzelergebnisse:

100 Meter. Tv. Heuck)elheim: Erich Rinn 11,5, W. Lang 12,1, Freitag 12,4, Ludwig 12,6, W. Rinn 12,8 Sek.; Mtv.: Berkenhoff 11,6, Göbel 11,6, Becht 11,7, Rau 12,1 Sek. ; DfB.-R.: Menzel 11,7, Pletsch 11,8, Dietrich 12,2, Marquardt 12,3 Sek.; 1900: Adolph 11,7, Hinrichs 12,0, Adam 12,5, Wolf 12,7 Sek.

1200 Meter. Tv. Heuchelheim: Beppler 3:41,9, Kreiling 3:43,3, Steinmüller 3:57,0, Rinn 4:01, Herr 4:02 Min.; Mtv.: Engelbach 3:43,8,

Weigand 3:52,3, Wagner 3:56,7 Min.; DfB.-R.t Gemmer 3:32,0, Heller 3:33/4, Cawein 3:42,4, Klee 3:46,0, Kuhl 3:46,9 Min.; 1960: Deibel 3:33,1, Schmidt 3:42,8, Schmück 3:51,3, Döll 4:01,0 Min.

Hochsprung. Tv. Heuchelheim: Schmidt 1,49, A. Rinn 1,44, Sock 1,44, Krieger 1,44, W. Rinn 1,49 Meter; Mtv.: Berkenhoff 1,64, Rau 1,49, Mök- fei 1,44 Meter; DfB.-R.: Schwarz 1,64, Marquardt 1,59, E. Oehler 1:54,5 Min.; 1900: Adolph 1,59, Hin­richs 1,49, Jox 1,39, Schmück 1,39 Meter.

Weitsprung : Tv. Heuchelheim: E. Rinn 6,50 W. Rinn 5,29, Hahn 5,20, Schmidt 4,97, Ludwig 4,84, Lang 4,78 Meter; Mtv.: Berkenhoff 6,14, Rau 5,76, Göbel 5,18, Becht 5,07 Meter; DfB.-R.: Men- zel 6,45, Schäfer 5,79, E. Oehler 5,78, Kronauer 5,62, Büdenbender 5,41, Klee 4,73 Meter; 1900: Hinrichs 5,24, Hengst 5,21, Engel 5,19, Schmucker 5,19, Korell 5,04 Meter.

Kugel st oßen (6,2 kg). Tv. Heuchelheim: E. Rinn 10,89, W. Rinn 10,86, Sack 10,51 Meter; Mtv.: Jughardt 11,29, Ekkardt 9,33, Rau 8,76 Tie­fer; DfB.-R. Menzel 12,00, Schmuck 10,75, Schie- ferftein 9,72, Schmidt 9,72 Meter; 1900: Adolph 10.48, Schneucker 8,79, Adam 8,74, Korell 8,73, Wißner 8,03 Meter.

Diskuswerfen (1,75 kg). To. Heuchelheim: Rinn 63,35, Lang 55,25, Ludwig 52,10 Meter; Mtv.: Jughardt 66,30, Ekkardt 57,20, Möckel 53,00, 21,39 Meter; DfB.-R. Schmuck 29,69, Büdenbender 28,91, Pletsch 27,58, Kronauer 27,30 Meter; 1900: Schneucker 25,56, Aham 21,19, Deibel 21,01 Meter.

Keulenweitwurf Tv. Heuchelheim: E. Einn 63,35, Lang 55,25, Ludwig 52,10 Meter; Mtv.: Jugwardt 66,30, Ekkardt 57,20, Möckel 53,00, Weigand 55,70 Meter; DfB.-R.: Schäfer 62,30, Döll 59,20, Gemmer 59,10 Meter; 1900: Eckel 65,65, Engel 59,15, Hallstein 56,75, Hengst 50,80 Meter.

4 X 100-Meter-Staffel: 1. Mtv. Gießen 45,8, 2. DfB.-R. Gießen 46,8, 3. Tv. Heuchelheim 46,9, 4. Spielvereinigung 1900 Gießen 48,6 Sek.

Die ersten punktekämpse der Kreiskiaffen.

lleberraschende Ergebnisse. - 11 Spiele ausgefallen.

I. Kreisklasse: Lollar Großen-Buseck 1:3; Heuchelheim Klein-Linden 4:1; Rüddingshausen gegen Wißymr 3:0.

II. Kreisklasse: Grünberg Niederohmen 1:4; Harbach Saasen 1:1; Londorf Treis 8:0.

Der erste Spielsonntag begann wenig verheißungs­voll; nicht weniger wie elf Spiele fielen aus. Ader auch die ausgetragenen Spiele ergaben zum Teil irreguläre Ergebnisse, da verschiedene Mannschaf­ten besonders stark unter Spielermangel zu leiden hatten. Großen-Buseck brachte es fertig, die gefürch­teten Lollarer auszupunkten. Heuchelheim über­raschte durch einen klaren Sieg. Daß der Platz in Rüddingshausen für fremde Mannschaften sehr ge­fährlich ist, mußte Wißmar erfahren, das trotz Feldüberlegenheit verlor.

Nieder-Ohmen weilte in Grünberg und konnte erwartungsgemäß einen sicheren Sieg landen, doch hätte man den Grünbergern etwas mehr Widerstand zugetraut. Saasen hatte in Harbach einen Gegner vorgefunden, der zur Hergabe der ganzen Kraft zwang. Londorf zeigte sich von der besten Seite und siegte haushoch über seinen Widersacher Treis.

SB. 1920 Heuchelheim I Tv. Klein-Linden I 4:1 (4:0).

Die Heuchelheimer fertigten die Klein-Lindener mit einer einwandfreien Niederlage ab. Die Ein­heimischen spielten in der ersten Halbzeit durchweg eine Klasse besser als die Gäste. Die Gäste fielen dem flüssigen Kombinationsspiel und verwirrenden Vorstößen der Blauweißen zum Opfer. Hinzu kam noch der vorbildliche Eifer und Einsatzbereitschaft der Mannen Heuchelheims.

Klein-Linden hatte Anstoß, Heuchelheim spielte mit der Sonne gegen den Wind. Bald nach Spiel­beginn mackste sich die technische Ueberlegenheit der Blauweißen bemerkbar. Christ wurde in aussichts- reicher Stellung gelegt, der gegebene Elfmeter wurde von ihm unhaltbar verwandelt. Durch wunderschö­nes Zusammenspiel kam der Halbrechte Heuchel- heims zu einem präzisen Schuß und es hieß 2:0. Die gute Deckung der Heuchelheimer Schlußmänner ließ den Gegnern keine Chance zum Torschuß. Wie­der lag der blaue Sturm im Angriff, der Mittel­

stürmer wandte sich an zwei Verteidigern und dem Tormann vorbei und sandte zum dritten Male ein. Ein für die Einheimischen an der 16-Meter-Grenze gegebener Strafstoß wurde verschossen. Kurz dar­auf wurde der blaue Rechtsaußen mit einer weiten Vorlage bedacht. Er setzte nach und schoß mit schar­fem Flachschuß den 4. Treffer für seine Farben.

Nach der Pause ließ das Tempo des Kampfes nach. Heuchelheim verschoß noch einen Elfmeter, während Klein-Linden durch Strafstoß zum Ehren­tore kam. Klein-Linden hatte sich ganz auf Verteidi­gung eingestellt, oft befanden sich 21 Mann in der Spielhälfte der Gäste. Zahlreiche Schüsse der Heu­chelheimer Stürmer verfehlten knapp das Ziel ober landeten in den Händen des gegnerischen Torwarts.

Harbach I Saasen I 1:1.

Am Sonntag begegneten sich die ersten Mann­schaften von Harbach und Saasen. Das Spiel wurde auf dem neuen Sportplatz, der an der Straße zwi­schen Harbach und Hattenrod liegt, ausgetragen. Harbach mußte mit Ersatz antreten. Es entwickelte sich ein sehr flottes und temperamentvolles Spiel. Saasen zeigte sich erst technisch etwas besser, und konnte in Führung gehen. Die Harbacher Mann- schäft fand sich aber dann zusammen und ging zum Angriff über. Die Saaseyer sahen sich bei einem Angriff des Harbacher Sturms gezwungen, einen Elfmeter zu veranlassen, der dann den Ausgleich brachte.

1900 II Sportverein 1926 Steinbach 11:0 (3:0).

Die Gäste waren nicht vollzählig zur Stelle unb mußten eine hohe Niederlage hinnehmen. Bis zur Pause konnten sie noch einigermaßen mithalten, aber in der zweiten Hälfte war ihr Schicksal be» siegelt. Das Spiel begann mit schön vorgetragenen Angriffen der Gäste. Doch bald spielten sich die Blauweißen eine Ueberlegenheit heraus, die bis zur Pause anhielt. Aber es dauerte lange bis der erste Treffer fiel. Gegen Ende der ersten Halbzeit erst war der Bann gebrochen und kurz hintereinander fielen drei Tore. In der zweiten Spielhälfte konn­ten doch die jungen Spieler von Steinbach nicht mehr mithalten und der Sturm der Blauweihen kam noch achtmal zum Torschuß.

Heimische Leichtachieten in Weilburg erfolgreich

SA.-Sampsspielgemewschafl: 2 erste. 4 zweite. 2 dritte Siege!

Am Sonntag beschickte die SA.-Kampflpielgemein- schäft Gießen die anläßlich des großen Marathon- lauses in Weilburg stattfindenden nationalen leicht­athletischen Wettkämpfe. Die aus 6 Männern be­stehende Mannschaft errang mit 2 ersten, 4 zweiten und 2 dritten Siegen einen guten Erfolg.

1 0 0 Meter, Klasse I: 1. Jung, VfB. Diez, 11,3 Sek.; 2. Mayer, SA.-Kampfspielg., 11,4; 3. Fr. Koch, SA.-K., 11,5; 4. Stahlhut, Heuchelheim, 11,6 Sekunden. Ein äußerst scharfes Rennen, vom Start bis zum Ziel, bei dem die Teilnehmer noch keine 2 Meter auseinanderlagen.

2 00 Meter, Klaffe I: l. Juna. Diez, 23,7 Sek.; 2. Koch, SA.-K., 24; 3. Horn, SA. J 33, 24,4 Se- künden. Jung oenxmn sicher gegen den sich gut hal­tenden Fr. Koch, während Maner durch nicht ein­wandfreie Zeitnahme um die Teilnahme am End­lauf kam.

Die 4X100-Meter-Staffel wurde in zwei Dorläufen ausgetragen und ohne Endlauf nur nach der erzielten Zeit entschieden. Auch hier wurde die Gießener SA.-Kampfspielgemeinschaft benachtei- ligt. In der Aufstellung: Butz, Kochi, Koch II, Mayer laufend, gewann sie ihren Dorlauf gegen die SA.-Standarte J 33 überlegen in 47,4 Sekunden, während DfB. Diez, durch Einstellung eines Ju­gendlichen verstärkt, im anderen Lauf eine Zeit von 46.9 erzielte und damit Sieger war.

Die wohl beste Leistung bot Willi Koch im 100- Meter-Lauf, Klasse II. Er siegte nach gewon­nenem Dorlauf mit persönlicher Bestleistung in un­gemein hartem Kamps auf der ganzen Strecke. Mit dieser Leistung erntete er den verdienten Erfolg für ein fleißiges Training.

100 Meter, Klasse II: 1. W. Koch, SA.-K., 11,6 Sek.; 2. Schwarzbach, Diez, 11,7; 3. Peter, J 33, 11,9 Sekunden.

Im 3000-Meter-Lauf, Klasse II, hielt sich Stürmer ganz ausgezeichnet. Das Feld blieb die ersten 1000 Meter dicht beisammen, aber bald konn­ten die Läufer das von dem bekannten Diezer Lang­

streckler Crecelius vorgelegte Tempo nicht mehr hol- ten. Nur Stürmer blieb dabei, konnte aber den Sieg bes Diezers, der mit 15 Meter Vorsprung gewann, nicht gefährden.

Das Speerwerfen, Klasse I, gewann Jacob mit 48,50 Meter und belegte außerdem noch den 3. Platz im Kugelstoßen der Klasse II.

Mit den in Weilburg errungenen Erfolgen schloß die Leichtathletikabteilung der Gießener.-Kampf- spielgemeinschaft voraussichtlich die diesjährige Wett, kampfsaison ab. die der jungen Abteilung schone Er-, folge eingebracht hat. Durch vorbildlichen Kampf- gelst und größte Einsatzbereitschaft konnte die Mann- schäft von allen von ihr beschickten Iportlichen Ver­anstaltungen der näheren und weiteren Umgebung mit Siegen oder guten Plätzen heimkehren und so die . Gießener SA. würdig vertreten.

Schleenbecker und Stahlhut in großer Form.

Nachdem der Heuchelheimer S t a h l h u t schon am Vorsonntag bei leichtathletischen Wettkämpfen in Höhr-Grenzhausen a. Rhein, an denen er auf Der- anlaffung des Gaues teilnahm, feine beständige Form unter Beweis stellen konnte (gewann er* doch den Dreikampf sowohl als auch den Weitfprung), gelang es ihm auch am letzten Sonntag bei den 11. nativ- nalen Wettkämpfen in dem wunderschön gelegenen Städtchen Weilburg gute Erfolge zu erzielen. Er wurde überlegener 1. Sieger im Fünfkampf (100 m, Weitfprung, Kugelstoßen, Keulenwerfen und 3000-m- Lauf) sowie außerdem 1. Sieger im Weitsprung mit der guten Leistung von 6,70 m. Im Hochsprung mußte er allerdings dem talentierten Schleen- b e ck e r vom To. Ruttershausen, der mit 1,84 m einen neuen Gaurekord aufstellte, und der noch zu den schönsten Hoffnungen berechtigt, den Vortritt lassen.

Bei den B e r v f s b o x k ä m p f e n in Düs­seldorf, die überaus schwach besucht waren, ver­lor der deutsche Schwergewichtsmeister Kölblin ge­gen den Kanadier D elaneg nach Punkten. Adolf Heuser, unser Halbschwergewichts-Europameister, schlug den Engländer; Seallr Y hoch nach ^unfiegC