Ausgabe 
27.9.1938
 
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Eingangspforte. Nicht mir haben die Berührung mit dem Bolschewismus gesucht, sondern der Bol­schewismus benutzt diesen Staat, um einen Kanal nach Mitteleuropa zu besitzen.

Nun setzt das Schamlose ein. Dieser Staat, der nur eine Minderheit als Regierung besitzt, zwingt die Nationalitäten, eine Politik mitzumachen, die sie eines Tages dazu verpflichtet, auf die eigenen Brüder zu schießen. (Anhaltende Pfuirufe.) Herr Benesch verlangt vom Deutschen:Wenn ich gegen Deutschland Krieg führe, hast du gegen die Deutschen zu schießenn. Und wenn du das nicht willst, bist du ein Staatsveräter, dann lasse ich dich selbst erschießen." Und dasselbe for­dert er auch vom Ungarn, vom Polen. Er fordert von Slowaken, daß er für Ziele eintritt, die dem slowakischen Volk gänzlich gleichgültig sind. Denn das slowakische Volk will Frieden haben und keine Abenteuer.

Herr Benesch aber bringt es fertig, diese Men­schen zu Landesverrätern oder zu Volksverrätern zu machen. Entweder sie verraten ihr Volk, sind bereit, gegen ihre Volks­genossen zu schießen, oder Herr Benesch sagt: Ihr seid Landesverräter und ihr werdet dafür von mir erschossen." . Gibt es eine größere Schamlosigkeit, als fremde Menschen zu zwin­gen, unter Umständen gegen ihre eigenen Volksgenossen schießen zu müssen, nur weil ein verderbliches, schlechtes und verbrecherisches Staatsregime das so verlangt? Ich kann hier versichern: Als wir Oesterreich beseht hatten, war mein erster Befehl, kein Tscheche braucht, ja darf im deutschen Heere Dienst tun. Ich habe ihn nicht vor einen Gewissenskonflikt gestellt.

Wer sich aber Herrn Benesch widersetzt, der wird vor allem auch wirtschaftlich tot gemacht. Diese Tatsache können die demokratischen Weltapostel nicht weglügen. In diesem Staat des Herrn Benesch sind die Folgen für die Nationalitäten g.r a u e n h a f t gewesen. Ich spreche nur für die Deutschen. Sie haben die größte Sterblichkeit aller deut­schen Dolksstämme, ihre K i n d e r a r m u t ist die größte, ihre Arbeitslosigkeit die furchtbarste. Wie lange soll so etwas andauern? 20 Jahre lang haben die Deutschen in der Tschecho-Slowakei und hat das deutsche Volk im Reiche dem .zusehen müs­sen, nicht weil es das jemals hinnahm, sondern weil es einfach ohnmächtig war und sich in der Welt der Demokratie nicht helfen konnte vor dieseb Pei­nigern. (Tosende Pfuirufe.) Ja, wenn irgendwo ein Landesverräter nur eingesperrt wird, wenn ein Mann, der meinetwegen von der Kanzel herunter­schimpft, in Sicherheit genommen wird dann gibt es Aufregung in England und Empörung in Amerika. Wenn aber Hundert tauf ende von Menschen vertrieben werden, wenn Zehn­tausende ins Gefängnis kommen und T a u * sende niedergemetzelt werden, dann rührt das diese Patentweltdemokraten nicht im geringsten. (Tosende Pfuirufe.) Wir haben in diesen Jahren vieles gelernt. Wir empfinden tiefe Verachtung für sie. (Wieder minutenlange Pfuirufe.)

Line einzige Großmacht sehen wir in Europa und einen Mann an der Spitze, die Verständnis besitzen für die Notlage unseres Volkes. Es ist, ich darf es wohl aussprechen, mein großer Freund Benito Mussolini. (Donnernder Beifallssturm.) Was er in dieser Zeit getan hat, und die Haltung, die das italienische Volk ein­nimmt, werden wir nicht vergessen! And wenn einmal die Stunde einer gleichen Not für Italien kommt, dann werde ich vor dem deutschen Volke stehen und es auffordern, die gleiche Haltung einzunehmen. (Eine Kundgebung ungeheurer Begeisterung schlägt dem Führer entgegen.) Auch dann werden nicht zwei Staaten sich verteidigen, sondern ein Block.

Ich habe am 20. Februar dieses Jahres im Reichs­tage erklärt, daß im Leben der 10 Millionen Deut­schen außerhalb unserer Grenzen eine A e n d e - r u n g eintreten muß. Herr Benesch hat es nun auch anders gemacht. Er setzte mit einer noch radi­kaleren Unterdrückung ein. Es begann ein noch größerer Terror. Es begann die Ze non Auf­lösungen, von Verboten, Konfiskationen und so wei­ter. Dies ging so fort, bis endlich der 21. Mai kam. Und Sie können es nicht bestreiten, meine Volksgenossen, daß wir eine wirklich beispiel­lose Geduld an den Tag gelegt haben (Stür­mische Zustimmung der Massen.) Dieser 21. Mai war unerträglich. Ich habe auf dem Reichs­porteitag seine Geschichte dargestellt. In der Tschecho- Slowakei sollte endlich eine Wahl stattfipden, die nicht mehr hinauszuschieben war. Da erfänd Herr Benesch ein Mittel, um die Deutschen dort einzu­schüchtern: Die militärische Besetzung der Gebiete. (Entrüstungsschreie der Massen.) Diese militärische Besetzung will er auch jetzt weiter aufrechterhalten, in der Hoffnung, daß es keiner wagen wird, gegen ihn aufzutreten, solange seine Schergen im Lande sind.

Es war jene freche Lüge des 21. Mai, daß Deutsch­land mobil gemacht hätte, die nun herhalten mußte, um die tschechische Mobilmachung zu bemänteln,

nehmen, daß aber in dem damlt

wieder geduldig etwas hinzu­einmal der Augenblick kommt, Schluß ist! (Ein Beifalls-

Eigenart unserer deutschen Mentalität ist, lange und immer

zu beschönigen und zu motivieren. Was dann kam wissen Sie: Eine infame internationale Welthetze. Deutschland hatte nicht einen Mann einberufen. Es dachte überhaupt nicht daran, oie es Problem milU-irisch zu lofen. Ich hatte immer nach die Hossnung, die Tschechen würden in letzter Mi- $bieLc Tyrannei nicht länger auf­rechtzuerhalten wäre. Aber Herr Benesch stand auf daß man sich mit Deutschland ge­deckt durch Frankreich und durch England alles e r 1 ab..e n rfönne! Es kann ihm ja nichts pasfie- r,en- (stürmische Pfuirufe.) Und vor allem: Hinter ihm steht, wenn alle Stricke.reißen, Sowjetrußland. (Erneute stürmische Pfui-Ruse.) So war die Ant­wort dieses Mannes dann erst recht: Nieder- Ichießen, verhaften, einkerkern, für aUe jene, die ihm irgendwie nicht passen. So kam dann meine Forderung in Nürnberg Dle,e Forderung war ganz klar: Ich habe es dort dpm ersten Male ausgesprochen, daß jetzt das ^>.e l b st b e st i m m u n g s r e ch t für diese 3V2 Mil- honen endlich fast 20 Jahre nach den Erklärun­gen des Präsidenten Wilson in Kraft tre­ten muß. Und wieder hat Herr Benesch feine Ant­wort gegeben: neue Tote, neue Eingekerkerte, neue Verhaftungen! Die Deutschen mußten zu fliehen beginnen.

Und dann kam England. Ich habe Herrn Ehamberlain gegenüber eindeutig erklärt, was wir jetzt als einzige Möglichkeit einer Lö­sung ansehen. Es ist die natürlichste, die es überhaupt gibt. Ich weiß, daß alle Nationali­täten nicht mehr bei diesem Herrn Benesch bleiben wollen. (Stürmisch stimmen die Massen zu.) Allein ich bin in erster Linie Sprecher der Deutschen und für diese Deutschen habe ich nun geredet und versichert, daß ich nicht mehr gewillt bin, tatenlos und ruhig zuzusehen, wie dieser Wahnsinnige in Prag glaubt, 3V2 Millionen Menschen einfach mißhandeln zu kön­nen. (Minutenlange, stürmische Zustimmung.) Und ich habe keinen Zweifel darüber gelassen, daß nunmehr die deutsche Geduld endlich doch ein Ende hat. Ich habe kei­nen Zweifel darüber gelassen, daß es zwar eine

sturm läßt den Sportpalast bei dieser Erklärung des Führers erdröhnen.) Und nun haben end­lich England und Frankreich an die Tschecho­slowakei die einzig mögliche Forde­rung gerichtet: das deutsche Gebiet freizu­geben und an dos Reich abzutreten. (Stür­

mische Zustimmung der Zehntausende.)

Heute sind wir genau im Bilde über die Unter­haltungen, die damals Herr Benesch geführt hat. Angesichts der Erklärung Englands und Frank- reichs, sich nicht mehr für die Tschecho-Slowakei j einzusetzen, wenn nicht endlich das Schicksal dieser Völker anders gestaltet würde und die Gebiete frci- geben würden, fand Herr Benesch einen Ausweg. Er gab an, daß diese Gebiete abgetreten wer­den müssen. Das war seine Erklärung! Aber was tat er? Nicht das Gbiet trat er ab, sondern die Deutschen treibt er jetzt aus! (Stürm. Pfui-Rufe.) Und das ist jetzt der Punkt, an dem das Spiel aufhört! (Brausender Beifall.) Herr Benesch hatte kaum ausgesprochen, da begann seine militärische Unterjochung nur noch ver­schärft aufs neue. Wir sehen die grauenhaften Ziffern: an einem Tage 10 000 Flüchtlinge, am nächsten 20 000, einen Tag später schon 37 000, wieder zwei Tage später 41 ÖOO, dann 62 000, bann 78 000, jetzt sind es 90 000, 107 000. 137 000 und heute 214 000. (Stürm. Pfui-Rufe.) Ganze Landstriche werden entvölkert, Ortschaften werden niedergebrannt, mit Granaten und Gas versucht man die Deutschen auszuräuchern. (Stürm. Pfui- Rufe.) Benesch aber sitzt in Prag und ist über­zeugt:Mir kann nichts passieren/am Ende stehen hinter mir England und Frankreich."

And nun, meine Volksgenossen, glaube ich, daß der Zeitpunkt gekommen ist, an dem nun Fraktur geredet werden muß. (Eine Doge überschäumender Begeisterung begleitet diese Feststellung des Führers.) Wenn jemand 20 Iahre lang eine solche Schande, eine solche Schmach und so ein Anglück erduldet, wie wir es getan haben, dann kann man wirklich nichk bestreiten, daß er f r i e d e n s l i e b e n d ist. Wenn jemand diese Geduld besitzt, wie wir sie an den Tag gelegt haben, kann man wirklich nicht sagen, daß er kriegslüstern sei. Denn schließlich Hal Benesch 7 Millionen Tsche­chen, hier aber steht ein Volk von über 75 Millionen.

Das deutsche Memorandum.

Ich habe nunmehr ein Memorandum mit einem letzten und endgültigen deutschen Vorschlag der britischen Regierung zur Verfügung gestellt. Die­ses Memorandum enthält nichts anderes als die Realisierung dessen, was Herr Benesch bereits versprochen hat. Der Inhalt dieses Vorschlages ist sehr einfach: Jenes Gebiet, das dem Volke nach deutsch ist und seinem Willen nach zu Deutschland will, kommt zu Deutschland (donnernder Beifall der Massen), und zwar nicht erst dann, wenn es'Herrn Benesch gelungen sein wird, vielleicht ein ober zwei Millionen Deutsche ausge- trieben zu haben, sonbern jetzt, und zwar so­fort! (Ungeheure Begeisterung. Sieg-HeilMufe und Sprechchöre.) Ich habe hier jene Grenze ge­wählt, die auf Grund des seit Jahrzehnten vorhan­denen Materials über die Volks- und Sprach- aufteilung in der Tschecho-Slowakei gerecht ist. Trotzdem aber bin ich gerechter als Herr Be­nesch und will nicht die Macht, die wir besitzen, aus­nützen. Ich habe daher von vornherein festgelegt: Dieses Gebiet wird unter die deutsche Oberhoheit ge­stellt, weil es im wesentlichen von Deutschen besiedelt ist, die endgültige Grenzziehung jedoch überlasse ich dann dem Votum der dort be­findlichen Volksgenossen selb st! Ich habe also festgelegt, daß in diesem Gebiet dann eine Abstimmung stattfinden soll. Und damit niemand sagen kann, es könnte nicht gerecht zugehen, habe ich das Statut der Saarabstimmung als Grundlage für diese Abstimmung gewählt. (Brau­sender Beifall.)

Ich bin nun bereit und war bereit, meinetwegen im ganzen Gebiet abstimmen zu lassen. Allein da­gegen wandten sich Herr Benesch und seine Freunde. Sie wollten nur in einzelnen Teilen abstimmen las­sen. Gut, ich habe hier nachgegeben. Ich war sogar einverstanden, die Abstimmung durch internationale Kontrollkommissionen überprüfen zu lassen.

Ich ging noch weiter und stimmte zu, die Grenz­ziehung einer deutsch-tschechischen Kommission zu überlassen. Herr Chamberlain meinte, ob es nicht eine internationale Kommission fein könnte. Ich war auch dazu bereit. Ich wollte sogar während dieser Abstimmungszeit die Truppen wieder zurück ziehen, und ich habe mich heute bereit erklärt, für diese Zeit die britische Legion einzuladen, die mir das Angebot machte, in diese Gebiete zu gehen und dort die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. (Stärkster Beifall der Massen.) Und ich war dann fernerhin bereit, d i e endgültige Grenze durch eine interna­tionale Kommission festfetzen zu lassen und

alle Modalitäten einer Kommission zu übergeben, die sich aus Deutschen und Tschechen zusammensetzt.

Der Inhalt dieses Dernorandurns ist nichts anderes als die praktische Ausführung dessen, was Herr Benesch bereits verspro­chen hat, und zwar unter größt en inter­national en Garantien. Herr Benesch sagt nun, dieses Memorandum sei eineneue Lage". Und worin besteht in Wirklichkeit die «neue Lage"? Sie besteht darin, daß das, was Herr Benesch versprochen hat, dieses Dal ausnahmsweise auch gehalten werden soll! (Stürmischer, langanhalkender Beifall.) Das ist dieneue Lage" für Herrn Benesch. (Lachen.) Was hat der Dann in seinem Leben nicht alles versprochen! Und nichts hat er gehalten! (Pfui-Rufe.) Jetzt soll zum ersten Dale von ihm etwas gehalten werden.

Herr Benesch sagt: Wir können aus dem Gebiet nicht zurück. Herr Benesch hat also die Uebergabe dieses Gebietes so verstanden, daß es dem Deut­schen Reich als Rechtstitel gutgeschrieben, aber von den Tschechen vergewaltigt wird. (Zurufe.) Das ist jetzt vorbei! (Brausender Beifall.)

Ich habe jetzt verlangt, daß nun nach 20 Jahren Herr Benesch endlich zur Wahrheit gezwun­gen wird. Er wird am 1. Oktober uns dieses Ge­biet übergeben müssen. (Donnernder Beifall.) Herr Benesch setzt seine Hoffnungen nun auf die Welt, und er und seine Diplomaten machen kein Hehl daraus. Sie erklären: Es ist unsere Hoffnung, daß Chamberlain gestürzt wird, daß Daladier be- seittgt wird, daß überall Umstürze kommen. Sie setzen ihre Hoffnung auf Sowsetrußland. Er glaubt dann noch immer, sich der Erfüllung seiner Ver­pflichtungen entziehen zu können.

Und da kann ich jetzt nur eines sagen: Nun tre­ten zwei Männer gegeneinander auf: Dort ist Herr Benesch! Und hier st e h e ich! (Die Zehntausende springen von ihren Plätzen auf und bereiten dem Führer eine großartige Kundgebung.) Wir sind zwei Menschen verschiedener Art. Als Herr Benesch sich in dem großen Völker- ringen in der Welt herumdrückte, da habe ich als anständiger deutscher Soldat meine Pflicht erfüllt. (Stürmische Heilrufe.) Und heute stehe ich nun diesem Mann gegenüber a l s der Soldat meines Volkes. (<£in Ju­bel ohnegleichen, unaufhörlich danken die Massen dem Führer mit stürmischen Heilrufen.)

Ich habe nur weniges zu erklären: Ich bin Herrn Chamberlain dankbar für alle feine Bemühungen. Ich habe ihm versichert, daß das deutsche Volk nichts anderes will als Frieden. Allein, ich habe ihm auch erklärt, daß ich nicht hinter die Grenzen unserer Geduld zurückgehen kann. Ich habe ihm weiter versichert und wieder­hole es hier, daß es wenn dieses Problem gelöst ist für Deutschland in Europa kein territoriales Problem mehr gibt!

Und ich habe ihm weiter versichert, daß in dem Augenblick, in dem die Tschecho-Slowakei ihre Probleme löst, das heißt, in dem die Tschechen mit ihren anderen Dinderheiten sich auseinandergeseht haben, und zwar friedlich und nicht durch Unterdrückung, daß ich dann am tschechischen Staat nicht mehr interes­siert bin. And das wird ihm garantiert! Dir wollen gar keine Tschechen! (Starker Beifall.) Allein, ebenso will ich nun vor dem deutschen Volke erklären, daß in bezug auf das sudelendeutsche Problem meine Ge­duld jetzt zu Ende ist! (Dit jubelnder Be­geisterung nehmen die Zehntausende diese Worte des Führers auf.) Ich habe Herrn Benesch ein Angebot gemacht, das nichts anderes ist als die Realisierung dessen, was er selbst schon zugesichert hat. Er hat jetzt die Entscheidung in seiner Hand! Frieden oder Krieg! (Ein rasen­der Jubelsturm bedingungsloser Zustimmung.) Er wird entweder dieses Angebot a k z e v t i e - ren und den Deutschen jetzt endlich die Frei­heit geben, oder wir werden diese Freiheit uns s e l b st h o le n! (Die Begeisterung reiht die Denge zu immer neuen Stürmen des Bei­falls hin.)

Das muß die Welt zur Kenntnis nehmen: In viereinhalb Jahren Krieg und in den langen Jah­ren meines politischen Lebens hat man mir eines nie vorwerfen können: Ich bin niemals feige gewesen! (Grenzenloser Jubel.) Ich gehe meinem Volk jetzt voran als fein e r ft e r Soldat, und hinter mir, (Ununterbrochen branden die jubelnden Heil-Rufe zum Führer em­por) das mag die Welt wissen, marschiert jetzt ein Volk, und zwar ein anderes als das vom Jahre 1918! (Jeder Satz findet lauten und an­haltenden Widerhall bei den begeisterten Massen.) Wenn es damals einem wandernden Scholaren ge­lang, in unser Volk das Gift demokratischer Phra­sen hineinzuträufeln das Volk von heute ist nicht mehr das Volk von damals! Solche Phrasen wirken auf uns wie Wespenstiche, wie sind dagegen jetzt gefeit. (Beifall.)

In dieser Stunde wird sich das ganze deutsche Volk mit mir verbinden! Es wird meinen Dillen als feinen Dillen empfinden, genau so wie ich seine Zukunft und sein Schicksal als den Auftraggeber meines handelns ansehe! And wir wollen diesen gemeinsamen Dillen jetzt so stärken, (bei diesen Worten erheben sich die Zuhörer) wie wir ihn in der Kampfzeit be­sahen, in der Zeit, in der ich als einfacher unbekannter Soldat auszog, um ein Reich zu erobern und niemals zweifelte an dem Erfolg und an dem endgültigen Sieg. Da hat sich um mich geschlossen eine Schar von tapferen Dan­nern und tapferen Frauen. And sie sind mit mir gegangen. And so bitte ich dich, mein deutsches Volk: Tritt jetzt hinter mich. Dann für Dann, Frau um Frau. (Der Jubel steigert sich zum Orkan. Die Dassen springen auf, sie rufen minutenlang dem Führer zu.) In dieser Stunde wollen wir alle einen ge­meinsamen Willen fassen. Er soll stär­ker sein als jede Not undGefahr. Und wenn dieser Wille stärker ist als Not und Gefahr, dann wird er Not und Gefahr einst brechen. Wir sind entschlossen! Herr

Benesch mag jetzt wählen!

(Ein unbeschreiblicher Sturm äußerster Begeiste­rung dankt dem Führer für diese Rede Immer wieder erstickt das donnernde Heil-Rufen der Zehn- tausende das Händeklatschen, bis es wieder von neuen Begeisterungsstürmen abgelöst wird. Denn bilden sich Sprechchöre: Führer befiehl wir fol­gen. Die Kundgebung endet in unbeschreiblichem Jubel.

Noch einmal brandet der Jubel ungestüm dem Führer entgegen, als er den Sportpalast verließ. Da sprangen die Menschen auf die Stühle und Bänke, und wie eine Selbstverständlichkeit erklang plötzlich aus ihrer Mitte das alte Kampflied: ;,2)er Gott, der Eifen wachsen ließ, der wollte keine Knechte."

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