Ausgabe 
27.9.1938
 
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es nicht anders

ein Ende zu machen.

praktische deutsche MedeuspolM

hier die gemeinsame weltanschauliche Basis die

Ich bin weiter gegangen. Ich habe Frank-

\m Din melier ueuuiiuen. sjuii uuut. u * u 11 * , o----- . ' - ' . ... m

ich sofort nach der Rückgabe des S a a r g e - s Voraussetzung für em eichteres gegenseitiges Ver- etes an Deutschland, die durch eine Abstirn- stehen bildet: Dem Verhältnis Deutsch-

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So bitter dies für den einzelnen sein mag: über nüchtern ausgesprochen:Den Staat brauchen wir. allem steht bei uns letzten Endes doch das G e sagte er,weil von diesem Staat aus die pcutmr samtinteresse unseres Volkes. Dieses Inter- Wirtschaft, die deutsche Industrie am leichtesten esse aber heißt: in Frieden arbeiten zu Bomben zu zerstören sind." Und dieses Staes . ngeüt Diese ganze Arbeit für den Frieden, 1 dient sich nun der Bolschewismus als 1

Knechtschaft und Sudetendeutscher F. W. L.

diese beiden Jahrzehnte hindurch seine Machtstellung gesichert, und es hat nicht den leisesten Anschein, daß dieser eitle und ehrgeizige Streber, der aus persön­licher Machtgier sich niemals gescheut hat, Volker aufeinanderzuhetzen, jetzt begriffen hätte, daß seine Stunde geschlagen hat. Dieser Herr Benesch ist noch niemals mit der Waffe in der Hand für das Schicksal seines Volkes eingetreten, zur gleichen Zeit, als der Führer des nationalsozialistischen Deutschland als Kriegsfreiwilliger im Schützengraben stand, spielte Herr Benesch in den Hauptstädten des Westens den eleganten Mann und ließ die anderen die Rech­nungen bezahlen, die seine hochverräterische und ver­logene Politik kostete. Wie damals, als er keines­wegs daran dachte, sich in die tschechische Legion ern- zureihen, so geht auch heute Herrn Benesch die.p e r - sönliche Sicherheit über alles. Wahrend er alle Anstalten trifft, um sein Volk in einen Kampf zu stürzen, in dem es sich verbluten muß, steht be­reits der fünfmotorige Doppeldecker bereit, um Herrn Benesch über die Grenzen in Sicherheit zu bringen, dorthin, wo auch sein auf höchst merkwürdige Weise zusammengerafftes Vermögen sicher angelegt ist. Das tschechische Volk, das von Herrn Benesch und seinem Klüngel auf die gewissenloseste Weise be­trogen und ausgebeutet worden ist, wird in dieser für seine Zukunft schicksalhaften Stunde sich die ernste Frage vorlegen müssen, ob dieser Hasardeur auf der

lands zu Italien. Gewiß, die Lösung dieses Problems ist nur zu einem Teil mein Verdienst, zum anderen Teil ist es das Verdienst des seltenen großen Mannes, den das italienische Volt das Glück hat, als seinen Führer besitzen zu können. (Orkan­

artiger Beifall.)

Dieses Verhältnis hat die Sphäre einer rein wirtschaftlichen oder politischen Zweckmäßigkeit längst verlassen und ist über Verträge und Bünd­nisse hinweg zu feinem wirklichen star k e n Herzensbund geworden. (Tosende Begeiste­rungskundgebungen.) Es hat sich hier eine Achse gebildet, die durch zwei Völker -dargestellt wird, di« sich beide weltanschaulich und politisch i n einer engen unlösbaren Freundschaft gefunden haben. (Eine Welle tötender Begeisterung begleitet die Worte des Führers.) Auch hier habe ich einen endgültigen und einmaligen Schritt vollzogen im Bewußtsein der Verant­wortung vor meinen Volksgenossen. Ich habe ein Problem aus der Welt geschafft, das für uns von jetzt ab überhaupt nicht mehr existiert.

Ich habe in diesen Jahren wirklich eine praktische Friedenspolitik betrieben. Ich bin an alle scheinbar unmöglichen Probleme herangegangen mit dem festen Willen, sie fried­lich zu lösen, selbst aus die Gefahr mehr oder weniger schwerer deutscher Verzichte hin. Ich bin selbst Frontsoldat und weiß, wie schwer der Krieg ist. Ich wollte ihn dem deutschen Volke ersparen. Ich habe daher Problem um Problem ungefaßt mit dem festen Vorsatz, alles zu ver­suchen, um eine friedliche Lösung zu ermöglichen. Das schwierigste Problem, das ich vorfand, war das deutsch-polnische Verhältnis. Es bestand die Gefahr, daß die Vorstellung einerErb­feindschaft" von unserem wie auch vom polnischen Volk Besitz ergreifen würde. Dem wollte ich vor­beugen. Ich weiß genau, daß es mir nicht gelungen wäre, wenn damals Polen eine demokratische Ver­fassung gehabt hätte. Denn diese Demokratien, die von Friedensphasen triefen, sind die blut- gierigsten Kriegshetzer. In Polen herrschte nun keine Demokratie, sondern ein Mann! Mit ihm gelang es in knapp einem Jahr ein Ueberem- kommen zu erzielen, das zunächst auf die Dauer von 10 Jahren grundsätzlich die Gefahr eines Zusammen­stoßes beseitigte. Wir alle sind überzeugt, daß dieses Abkommen eine dauernde Befriedung mit sich bringen wird. Wir sehen ein, daß hier zwei Völker sind, die nebeneinander leben muf­fen, und von denen keines das andere beseitigen kann. Ein Staat von 33 Millionen Menschen wird immer nach einem Zugang zum Meere stre­ben. Es mußte daher ein W e g d e r D e r st a n d l - gung gefunden werden. (Die Worte des Führers finden ein stürmisches Echo.) Er ist gefunden wor­den und wird immer weiter ausgebaut. Das Ent­scheidende ist, daß die beiden Staatsführungen und alle vernünftigen und einsichtigen Menschen in bei­den Völkern und Ländern den festen Willen haben, das Verhältnis immer mehr zu bessern. Es war eine wirkliche Friedenstat, die mehr wert ist als das ganze Geschwätz im Genfer Völker­bundspalast. (Minutenlanger Beifall.)

Ich habe in dieser Zeit nun versucht, auch mit den anderen Nationen allmählich gute und

sie werden dann am besten leben, wenn sie z u - sammenarbeiten! (Abermals minutenlange Beifallskundgebungen.)

Nach diesem einmaligen und unwiderruflichen Verzicht habe ich mich einem weiteren Problem zu- gewandt. das leichter zu lösen war als andere, weil

Prager Burg, dieser unbelehrbare ^Katastrophen- Politiker nicht das schwer st e Hindernis auf dem Wege zu einer Verständigung mit dem großen deutschen Nachbarn ist.

allerdings eineAufrüstung vollzogen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. (Stürmischer Beifall braust dem Führer ent­gegen.) Ich habe wassenlosigkeit angeboten, so­lange es ging. Nachdem man das aber ab- lehnte, habe ich dann allerdings keinen halben Entschluß mehr gefaßt. Ich bin Nationalsozialist und alter deutscher Frontsoldat! (Begeisterung und stürmische Heil-Rufe.) Wenn sie die Welt ahne Waffen nicht wollen, gut; dann deutsches Volk trage auch du jetzt deine Waffe. (Stür­

mischer Beifall.)

Ich habe in diesen fünf Jahren tatsächlich ausgerüstet. Ich habe Milliarden dafür verwendet. Das muß das deutsche Volk jetzt wissen. (Minutenlange brausende Heilrufe.) Ich habe dafür gesorgt, daß ein neues Heer mit d e n mo-

(Fortsehung von der ersten Seite.)

Ich will Ihnen, meine Volksgenossen, ganz kurz noch Einmal Wesen und Ziele der deut­schen Außenpolitik wiederholen.

Die deutsche Außenpolitik Iff zum Unterschied zu vielen demokratischen Staaten weltan­schaulich f e st gelegt und bedingt. Die Weltanschauung dieses neuen Reiches ist ausgerichtet auf Er Haltung und Da­sein ssicherung unseres deutschen Volkes. Wir haben kein Interesse, andere Völker zu unterdrücken. Dir wollen nach un­serer Fasson selig werden; die anderen sollen es nach der ihren! Diese in unserer Weltanschauung rassisch bedingte Auffassung führt zu einer Begrenzung unserer Außen­politik, d. h. unsere außenpolitischen Ziele sind keine unbeschränkten, sie sind nicht vom Zu­fall bestimmt, sondern festgetegt in dem Ent­schluß, alle in dem deutsch en Volk zu bienen, es auf dieser Welt zu erhalten und sein Dasein zu sichern.

Wie ist nun heute die Lage? Sie wissen, daß man einst unter dem Motto:Selbstbestim­mungsrecht der Völker" auch das deutsche Volk mit einem Glauben an überstaatliche Hilfe er­füllte und es damit auf die Anwendung seiner eige­nen Kraft bis zum allerletzten verzichten ließ. Sie wissen, daß dieses Vertrauen von damals au f d as schmählichste hintergangen wurde! Das Ergebnis war der Vertrag von Versailles! Sie alle kennen die furchtbaren Folgen dieses Ver­trages! Sie alle erinnern sich noch, wie man un­serem Volk erst die Waffen stahl und wie man das dann waffenlose Volk später mißhandelte! Sie ken­nen das furchtbare Schicksal, das uns anderthalb Jahrzehnte lang getroffen und verfolgt hat. Und Sie wissen: Wenn Deutschland heute trotzdem wie­der groß, frei und stark geworden ist, dann hat es dies ausschließlich feiner eigenen Kraft zu verdanken! Die Umwelt hat nicht dazu beigetragen.

Sie hat in diesem Fall versucht, uns zu erpressen und zu unterdrücken, solange es ging, bis endlich aus dem deutschen Volke selbst die Kraft erwuchs, dieses unwürdige Dasein zu beenden und wieder den Weg zu gehen, der einer großen und freien Nation würdig ist. (Die Menge bereitet dem Führer eine begeisterte Ovation.)

Obwohl wir nun heute aus eigener Kraft wieder frei und stark geworden sind, bewegt uns doch kein Haß gegen andere Nationen. Wir wollen nichts nachtragen. Was auch war; wir wissen: Die Völker sind nicht dafür verantwortlich zu machen, sondern nur ein kleiner gewissenloser Klüngel in­ternationaler Profit- und Geschäftemacher, die nicht davor zurückschrecken, wenn notwendige ganze Völ­ker für ihre gemeinen Interessen zugrunde gehen zu lassen. Wir hegen deshalb keinen Haß gegen die Völker um uns und haben das auch bewiesen. Die deutsche Friedensliebe ist durch Tatsachen erhärtet: Kaum hatten wir die Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung begonnen, da schlug ich als sichtbarstes Zeichen des Verzichts aufRevanche" der anderen Welt eine Reihe von Abkommen vor, die in der Linie einer Begrenzung der Rüstun gen lagen.

Mein er ft er Vorschlag war: Deutschland ver-

Keine Differenzen mehr zwischen uns und Frankreich

Wir haben nichts gegen das tschechische Volk, das hat der Führer in seiner Sportpalast-Rede noch ein­mal ausdrücklich erklärt, wenn das sudetendeutsche Problem gelöst ist. Hierzu allerdings hat der Führer Deutschlands letztes Wort gesprochen und in vollem Begreifen des Ernstes der Stunde, aber hart und stark, in selbstbewußter Entschlossenheit tritt das deutsche Volk einmütig hinter den Führer, bereit, alles auf sich zu nehmen, was die Entscheidung des Führers von ihm verlangt, denn es weiß, daß feine Entschlüsse auch diesmal nur einem einzigen Ziel dienen, dem Wohl, der Größe und Zukunft Deutschlands, der Sicherung seiner Lebensrechte und Daseins­grundlagen. So ist das deutsche 23olf, das bereit­willig Opfer gebracht hat, wenn sie der Erhaltung und Sicherung eines Friedens der nationalen Ehre und Gleichberechtigung unter den Völkern dienen konnten und gedient haben, nunmehr ebenso eiftrn entschlossen, wenn Herr Benesch " '1*L

haben will, mit allen Mitteln der Unterdrückung von 3V2 Millionen

meine Volksgenossen, ist nicht eine leere Phrase, sondern dieses Werk wird erhärtet durch Tatsachen, die kein Lügenmaul beseitigen kann! (Abermals brauste Minuten lang Ovation auf Ovation dem Führer entgegen.)

Zwei Probleme waren übrig geblieben. Hier mufete ich einen Vorbehalt machen. 10 Millio­nen Deutsche befanden sich außerhalb der Reichsgrenze in zwei großen geschlosse- nen Siedlungsgebieten: Deutsche, die zum Reich als ihre Heimat zurückwollten! (Stür- mischer Beifall' bestätigt diese Worte.) Diese Zahl von 10 Millionen stellt keine Kleinigkeit dar. Es handelt sich um ein Viertel jener Zahl, die Frank- reich als Einwohner besitzt. Und wenn Frankreich über 40 Jahre hindurch seinen Anspruch auf die wenigen Millionen Franzosen in Elsaß-Lothringen nie aufgegeben hat, dann hatten wir bei Gott und der Welt ein Recht, unseren Anspruch auf diese 10 Millionen Deutsche aufrecht zu erhalten. (Neu em- setzende Beifallsstürme.)

meine Volksgenossen! Cs gibt eine Grenze, an der die Nachgiebigkeit a u f h ö - ren muß, weil sie sonst zur verderblichen Schwäche würde. Ich hätte kein Recht, vor der deutschen Geschichte zu bestehen, wenn ich die 10 Millionen einfach gleichmütig preisgeben wollte. Ich hätte dann auch kein moralisches Recht, der Führer dieses Volkes zu sein. Ich habe genug Opfer des Verzichts auf mich genommen. Hier war die Grenze, über die

Vernichtende Abrechnung mit Benesch

Oes Führers große Rede im Berliner Sportpalast.

langt unter allen Umständen die Gleichberechtigung, ist aber bereit, auf jede weitere Wehr und Waffe zu verzichten, wenn die anderen Völker dasselbe tun, also allgemeine Abrüstung, wenn notwendig, bis zum letzten Maschinengewehr. Die­ser Vorschlag wurde nicht einmal zum An­laß einer Diskussion genommen.

Ich machte einen zweiten Vorschlag: Deutsch­land ist bereit, seine Armee auf 200 000 Mann zu begrenzen, unter der Voraussetzung, daß auch die anderen Staaten auf den gleichen Stand abrüsten. Auch das wurde abgelehnt.

Ich machte n o'ch einen Vorschlag: Deutschland ist bereit, wenn es die anderen wollen, auf alle schweren Waffen, auf die sogenannten Angriffs­waffen zu verzichten, auf Tanks, auf Bombenflug­zeuge, ja wenn notwendig überhaupt auf Flug­zeug«, auf schwere und schwerste Artillerie. Man hat das wieder abgelehnt. Ich ging weiter und schlug nun für alle europäischen Staaten eine in­ternationale Regelung mit einem 300 000-Mann- Heer vor. Auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt.

Ich brachte noch weitere Vorschläge: Be­schränkung der Luftflotten, Beseitigung des Bom­benabwurfes, absolute Beseitigung des Giftgas­krieges, Sicherung der nicht in der Kampflinie lie­genden Gebiete, Beseitigung wenigstens der schwer­sten Artillerie, Beseitigung schwerster Tanks. Auch das wurde abgelehnt Es war alles umsonst!

Nachdem ich so zwei Iahre lang der Well A n - gebot um Angebot gemacht hatte, nur Ablehnung und immer wieder Ablehnung er­fuhr, gab ich den Befehl, die deutsche Wehrmacht auf den Stand zu bringen, der zu erreichen überhaupt möglich wäre, und jetzt kann ich es offen gestehen: Wir haben dann

ich nicht hinweg konnte.

Wie richtig das war, ist durch die Abstim­mung in Oe st erreich bewiesen worden. Da^ mals wurde ein glühendes Bekenntnis abgelegt, ein Bekenntnis, wie die andere Welt sich das f*er nicht erhofft hatte. Allein wir haben es ja erlebt: für Demokratien ist eine Volksabstimmung in dem Augenblick überflüssig oder sogar verderblich, in. dem sie nicht zu dem Resultat.führt, das sie sich s e l b st erhoffen. (Brausende Zustimmung.) Trotzdem wurde dieses Problem gelöst zum Glück des ganzen proben deutschen Volkes.

Und nun stehl vor uns das lehke Pro­blem, das gelöst werden muß und gelöst werden wird! (Tosender Beifallssturm.) Es ist die letzte territoriale Forde­rung, die ich Europa zu stellen habe, aber es ist die Forderung, von der ich nicht abgehe, und die ich, so Gott will, erfüllen werde. (Stürmische Begeisterung der Dassen.)

Die Geschichte dieses Problems: 1918 wurde un­ter dem MottoS e l b st b e st i m m u n g s - recht der Völker" Mitteleuropa zer­rissen und von einigen wahnwitzigen sogenannten Staatsmännern neu gestaltet. Ohne Rücksicht auf die Herkunft der Völker, auf ihr nationales Wollen, auf die wirtschaftlichen Notwendigkeiten hat man ' damals Mitteleuropa atomisiert und willkürlich so­genannte neue Staaten gebildet. (Pfui-Rufe.) Die­sem Vorgang verdankt dieTschecho-Slowakei ihre Existenz. (Neue stürmische Entrüstungsrufe.) Dieser tschechische Staat begann mit einer einzigen Lüge. Der Vater dieser damaligen Lüge hieß Benesch. (Wieder gellen die Pfui-Rufe minutenlang.) Dieser Herr Benesch trat damals in Versailles auf und versicherte zunächst, daß es eine tschecho - slowakische N a - t i o n gebe. (Mit Lachen quittiert der Sportpalast diese Behauptung.) Er mußte diese Lüge erfinden, um der dürftigen Zahl seiner eigenen Volksgenossen einen etwas größeren und damit berechtigteren Um­fang zu geben. Und die in geographischen und volk- lichen Hinsichten stets nicht lehr ausreichend be­wanderten angelsächsischen Staatsmänner haben es damals nicht für notwendig befunden, diese Be­hauptungen des Herrn Benesch nachzuprüfen. Denn sonst hätten sie gleich feststellen können, daß es eine tschecho-slowakische Nation nicht gibt, sondern nur Tschechen und Slowaken und daß die Slowa­ken von den Tschechen nicht wissen wollen, fon- dem... (die Schlußworte dieses Satzes gehen in tosenden Beifallsdemonstrationen der Zehntausende verloren.) So haben nun diese Tschechen zuletzt durch Herrn Benesch die Slowakei annektiert.

Da dieser Staat nicht lebensfähig schien, nahm man kurzerhand dreieinhalb Millionen Deutsche entgegen ihrem Selbstbestimmungsrecht und ihrem Selbstbestimmungswillen. (Psui-Ruse.) Da auch das nicht genügte, mußte noch über eine Million Magyaren hinzu kommen, dann Karpatho-Russen und endlich noch mehrdere hunderttausend Polen.

Das ist dieser Staat, der sich später dann Tsche- cho-Slowakei nannte entgegen dem Selbstbestim- mungsrecht der Völker, entgegen dem klaren Wunsch und Willen der vergewaltigten Nationen. Wenn ich hier zu Ihnen spreche, dann empfinde ich selbstver­ständlich das Schicksal aller dieser Unterdrückten. Ich empfinde mit dem Schicksal der Slowaken, der Po­len, Ungarn und Ukrainer. Sprecher bin ich natürlich nur für das Schicksal meiner Deut­schen. (Tosende Begeisterung.)

Emst erklärte er, daß Deutschlands Geduld nun ihre Grenze gesunden habe, daß er als Sprecher seiner sudetendeutschen Landsleute ihren Anspruch auf Selbstbestimmung ihres Schicksals betreten werde und er es nicht zulassen werde, daß Herr Benesch wieder auf Ausflüchte sänne, uifl sich der Durchführung eines bereits angenommenen Abkom­mens über die Abtretung der sudetende-utschen Ge­biete an das Reich zu widersetzen oder durch Ver­schärfung des Terrorsystems ein entvölkertes, nieder- getretenes Land zu hinterlassen. Das in Prag über­reichte Memorandum, unser letzter und end­gültiger Vorschlag, enthält nichts anderes, als die Realisierung dessen, was Herr Benesch bereits an­genommen hat. Die Modalitäten entsprechen den Bestimmungen des Saarstatuts; den englisch-fran­zösischen Anregungen auf internationale Kontrolle der Grenzziehung und Volksabstimmung in den strit­tigen Gebietsteilen, hat Deutschland weitgehend ent­sprochen. Benesch bleibt also kein Ausweg, er wird uns am 1. Oktober das sudetendeutsche Gebiet über­geben müssen.

Benesch hat die WahlzwischenKrieg und Frieden in seiner Hand. Wir wissen, daß das t s ch e ch i s ch e V o l k den Frieden wünscht. Aber der Mann, der es in den letzten zwanzig Jahren in eine so schiefe politische Lage hineinmanöveriert hat, will keinen Frieden. Mit Strömen von Blut hat er sich

b i e t e s an Deutschland, die durch eine Abstim­mung entschieden wurde, erklärt, daß es nun überhaupt keine Differenzen mehr zwischen uns gebe. Ich sagte, daß die elsaß- lothringische Frage für uns nicht mehr exi­stiert. Es ist ein Grenzgebiet. Das Volk dieses Lan­des ist eigentlich in den letzten Jahrzehnten niemals um seine eigene Meinung gefragt worden. Wir haben die Empfindung, daß die Bewohner dieser Provinz am glücklichsten sind, wenn um sie nicht wieder gekämpft wird. Wir alle wollen kein en Krieg mit Frankreich. Wir wollen nichts von Frankreich! Gar nichts! (Minutenlange stürmische Ovation.) Und als das Saargebiet dank der loyalen Auslegung der Verträge durch > Frankreich das muß ich hier bestätigen ins Reich zurückgekehrt war, habe ich feierlich ver­sichert: Nunmehr sind alle territorialen Differenzen zwischen Frankreich und Deutsch­land beseitigt. Ich sehe heute überhaupt keine Differenzen mehr zwischen uns. Es sind zwei große Völker, die beide arbeiten und leben wollen. Und

Als Herr Benesck damals diesen Staat zusam­men l o g, da versprach er feierlich, ihn nach, Schweizer System in Kantone einzuteilen, denn: es waren unter den demokratischen Staatsmännern einige, die doch Gewissensbisse empfanden. Wir' wissen alle, wie Herr Benesch dieses Kantonalsystem gelöst hat. Er begann ein Terrorregime? Schon damals versuchten die Deutschen, gegen diese: willkürliche Vergewaltigung zu protestieren. Sie- wurden zusammengeschossen (stürmische Pfuirufe) und seitdem setzte nun ein Ausrot' t u n g s f r i e g ein. In diesen Jahren derfried' lichen" Entwicklung der Tschecho-Slowakei mußten nahezu 600 000 Deutsche die Tschecho-Slowakei ver­lassen. Dies geschah aus einem sehr einfachen Grunde. Sie hätten sonst verhungern müssen- Die gesamte Entwicklung seit dem Jahre 1918 bis 1938 zeigt eines klar: Herr Benesch war entschloß sen, das Deutschtum langsam auszurotten. (Immer stürmischer werden die Pfuirufe der Zehn- tausende.) Und er hat dies auch bis zu einem

dem ft en Waffen ausgerüstet wurde, die es gibt. Ich habe meinem Freund Göring den Befehl gegeben: Schaffen Sie mir jetzt eine Luftwaffe, die Deutschland vor jedem deutbaren Angriff schützt. (Kaum kann der Führer diesen Satz beenden, so brausen Jubel, Beifall und Zustimmung empor.) So haben wir eine Wehrmacht aufgebaut, auf die heute das deutsche Volk stolz sein kann, und die die Welt respe ktieren wird, wenn sie je­mals in Erscheinung tritt. Wir haben uns die b e st e Luftabwehr und die befte Tankabwehr geschaffen, die es auf der Erde gibt. (Wieder bricht der Beifallssturm minutenlang los.) Es ist in diesen fünf Jahren nun Tag und Nacht gearbeitet morden. Auf einem einzigen Gebiet ist es mir gelungen, eine Verständigung herbeizuführen. Ich werde darauf noch zu sprechen kommen. Trotzdem aber habe ich die Gedanken der Rüstungsbeschränkung und Abru- stungspolitik weiter verfolgt.

wissen Grade erreicht. (Die Pfuirufe dauern m>- nutelang.) Er hat unzählige Menschen in tieft' st es Unglück gestürzt. Er hat es fertig gebracht, Millionen Menschen scheu und ängstlich zu machen- Unter der fortwährenden Anwendung seines Teta rors ist es ihm gelungen, diese Millionen mund­tot zu machen, und in derselben Zeit entstan^ dann auch Klarheit über diei n t e r n a t i o n°" len" Aufgaben dieses Staates. Man nun gar kein Hehl mehr daraus, daß dieser ötaan dazu bestimmt war, wenn notwendig, gegen Dem land eingesetzt zu werden. Ein französischer MH1; fahrtminister, Pierre Eot, hat diesen Wunsch

dauerhafte Verhältnisse herbeizuführen. Wir haben, Garantien gegeben für die Staaten im Westen und allen unseren Anrainern die Unversehrtheit ihres Gebietes von Deutschland aus zugesichert. Das ist keine Phrase. Es ist das unser heiliger Wille. Wir haben gar kein Interesse daran, den Frieden zu brechen. Diese deutschen Angebote stießen auch auf wachsendes Verständnis.

Allmählich lösen sich immer mehr Völker von jener wahnsinnigen Genfer Verblendung, die ich möchte sagen nicht einer Politik der Friedensver­pflichtung, sondern einer Politik der Kriegsver- pflichtung bient. Sie lösen sich und beginnen, die Probleme nüchtern zu sehen, sie sind verständigungs­bereit und friedenswillig.

Ich bin weiter gegangen und habe Eng­land die Hand geboten! Ich habe freiwillig darauf verzichtet, jemals wieder in eine Flot­tenkonkurrenz einzutreten, um dem Britischen Reich das Gefühl der Sicherheit zu geben. Ich habe das nicht etwa getan, weil ich nicht mehr würde bauen können darüber soll man sich keiner Täuschung hingeben, sondern aus­schließlich aus dem Grund, um zwischen den beiden Völkern einen dauerhaften Frie­de n zu sichern. Freilich eines ist hier Vor­aussetzung: Ls geht nicht an, daß der eine Teil sagt:Ich will nie wieder Krieg führen, und zu diesem Zwecke biete ich dir eine freiwillige Begrenzung meiner Waffen auf 35 v. h. an , der andere Teil aber erklärt.Wenn es mir paßt, werde ich von Zeit zu Zeit schon wieder Krieg führen. Das geht nicht! (Lebhafte Pfui-Rufe.) Lin solches Abkommen ist nur dann moralisch berechtigt, wenn beide Böl­ter sich in die Hand versprechen, niemals wieder miteinander Krieg führen zu wollen. (Begeisterter Beifall.) Deutschland hat diesen Willen! Wir alle wollen hoffen, daß im englischen Volk diejenigen die Ueber- hand bekommen, die des gleichen Willens sind! (Tosende Beifallsstürme.)