der verlassen, um sich über Eberswalde nach der S ch o r f h e i d e zu begeben.
Auf der Fahrt durch die prächtig geschmückte Feststraße vom Schloß Charlottenburg bis zum Lehrter Bahnhof bildeten Abordnungen der Wehrmacht u?.d aller Parteigliederungen ein dichtes Spalier. Eine nach vielen Zehntausenden zählende Menschenmenge bereitete dem Reichsoerweser und dem Führer herzliche Kundgebungen.
Auf dem Vorplatz des Bahnhofes marschierten je eine Ehrenkompanie des Heeres, der Luftwaffe und der Kriegsmarine auf. Auf dem Bahnsteig fanden sich die Mitglieder des Reichskabinetts, die Reichsleiter, die Oberbefehlshaber des Heeres und der Kriegsmarine, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, der Stadtpräsident und viele andere führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht ein.
Kurz vor 15.30 Uhr traf die Wagenkolonne auf dem Bahnhofsvorplatz ein. Reichsoerweser von Horthy und der Führer schritten die Front der Ehrenkompanien ab und begaben sich mit Frau von Horthy, die von Reichsminister von Rib
bentrop begleitet wurde, in die Bahnhofshalle. Der ungarische Ministerpräsident, der ungarische Minister des Auswärtigen, der Chef der Kabinettskanzlei des Reichsverwesers, der ungarische Honved- minister, begleitet von den deutschen Reichsministern, sowie der ungarische Gesandte in Berlin, der Chef der Militärkanzlei des Reichsverwesers und die übrigen ungarischen Gäste sowie der Ehrendienst schlossen sich an. Auf dem Bahnsteig überreichten zwei kleine ungarische Mädchen in ihrer bunten Heimpttracht dem Reichsoerweser und Frau von Horthy Blumensträuße. Auf den beiden anderen Bahnsteigen des Bahnhofes hatten Jungvolk und BDM. Aufstellung genommen, die dem Reichsverweser und dem Führer freudig zujubelten.
Der Reichsverweser und Frau von Horthy verabschiedeten sich durch Handschlag von allen zur Verabschiedung erschienenen Persönlichkeiten Der Führer überreichte Frau von Horthy einen großen Blumenstrauß. Der Reichsverweser unterhielt sich noch minutenlang mit dem Führer und setzte dieses Gespräch auch noch von der offenen Tür des Salonwagens aus fort, als der Zug sich um 15.30 Uhr in Bewegung setzte.
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Hier sieht man die beiden Staatsoberhäupter wenige Minuten vor der Abfahrt des Zuges nach Eberswalde. Am Wagenfenster links der ungarische Ministerpräsident vonJmrädy. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
. nroye ^epvorileuung sur die ungarischen Gaste in der Berliner Staalsover.
Auf unserem Bilde sieht man in der Großen Ehrenloge (von links) Reichsminister Freiherr v o nR eu r a t h Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring, Frau von Horthy, den Führer und Reichskanzler, Admiral v o n H o r t h y und Frau Emmy Göring. -
. (Schecl'Bilderdienst-M.)
Sei Feldmarschall Göring in Karinhall.
Abreise nach Nürnberg.
K a r i n h a l l, 26. Aug. (DNB.) Kurz nach 16 Uhr trafen, von brausenden Heilrufen empfangen, der Generalfeldmarschall und Frau Göring auf dem Bahnhof Eberswalde ein. Pünktlich zur festgesetzten Zeit lief der Sonderzug ein, dem als erster der R e i ch s v e r w e s e r, der ebenso wie der Generalfeldmarschall das schlichte Grün des Weidmanns trug, und Frau von Horthy verließen. Die Gastgeber entboten ihnen den ersten Willkomm. Dabei überreichte Frau Göring Frau von Horthy einen prachtvollen Rosenstrauß.
Auf dem Wege zur Schorfheide bildeten die Formationen und Gliederungen der Bewegung, die Werkscharen, Gendavmerie, die Belegschaften der Betriebe und die Bevölkerung ein jubelndes Spalier. lieber die Autobahn und den Finow-Kanal ging es in die Schorfheide. Im Wisentgehege verließen die hohen Gäste die Wagen, da sich gerade einige der urigen. Tiere in der Nähe des Gatters zeigten. Unter den frohen Klängen der Waldhörner, die die Gäste mit dem Jägergruß empfingen, fuhren sie dann in den Wachhof Karinhall ein.
Als sich der Himmel kurz nach der Ankunst aufgeklärt hatte- führte der Feldmarschall Admiral Horthy im Jagdwagen in das Elchgehege. Dabei hatte der Admiral Gelegenheit, aus dem Bestände neben mehreren Stangenelchen auch dem stärksten Elch, einen kapitalen vierjährigen Schaufler, zu sehen. Begeistert gab der hohe Gast seiner Freude über das Erleben des deutschen Waldes und Wildes Ausdruck. Frau Göring hatte unterdessen Ihrer Durchlaucht die unmittelbare Umgebung des Waldhofes gezeigt.
Nach der Rückkehr nach Karinhall führten der Feldmarschall und Frau Göring ihre Gäste durch
den Waldhof. Auf Wunsch und zur besonderen Freude I. D. wurde die kleine Edda Göring gebracht. Eine besondere Ueberraschung bereitete der Ministerpräsident seinen Gästen, indem er ihnen die neueste Filmwochenschau vorführen ließ, die bereits einen vorzüglichen Bildbericht über den Besuch der hohen Gäste in Deutschland zeigte.
Nach bem Abendessen geleiteten der Generalfeldmarschall und Frau Göring die hohen Gäste zum Bahnhof Friedrichswalde-Schorfheide, wo der Sonderzug des Reichsverwesers abgestellt war. Die Bevölkerung begrüßte Admiral von Horthy und Frau von Horthy noch einmal mit stürmischen Beifallskundgebungen und ließ ihre Gefühle herzlicher Zuneigung in einem Fackelzug ausklingen, mit dem sie die hohen ungarischen Gäste ehrte. Die Gliederungen der Partei waren dazu angetreten und zogen an ihnen vorbei.
Nach herzlichem Abschied von den Gastgebern setzte das Reichsoerweserpaar mit seiner Begleitung die Reise nach Nürnberg fort.
3n Nürnberg.
Nürnberg, 27. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsverweser des Königreiches Ungarn, S. D. Admiral van Horthy, und I. D. Frau von Horthy trafen, von Berlin kommend, am heutigen Samstagvormittag, 9.15 Uhr, im Sonderzug i n Nürnberg ein. Auf dem Hauptbahnhof wurden die hohen Gäste vom Stellvertreter des Führers und Frau Heß empfangen. Mit Gauleiter Julius Streicher, dem bayerischen Ministerpräsidenten Siebert und dem Kommandierenden General des 13. Armeekorps, General der Kavallerie Freiherr von W e i ch s, waren zahlreiche weitere führende Persönlichkeiten von Partei, (Staat und Wehrmacht anwesend.
Die Stadt der Reichsparteitage, die sich aus Anlaß des Besuches des ungarischen Reichsverwesers in festlichem Schmuck zeigt, bereitete den Gästen einen jubelnden Empfang.
Unterredung mit Zmredy und Kanya.
Die ungarischen Minister über ihre Erlebnisse auf der Reise und über politische Tagesfragen.
Berlin, 27. Aug. (DNB.) Ungarns Ministerpräsident Dr. von Jmredy hat, bevor er am Freitagnachmittag Berlin verließ, den außenpolitischen Schriftleiter des „D. B.", Dr. Theodor Sei- b e r t zu einer Unterredung empfangen, an der auch der ungarische Außenminister von Kanya teilnahm und bei der Ungarns Regierungschef zum ersten Male für die internationale Öffentlichkeit zu der Konferenz der Kleinen Entente und der Verlautbarung von B l e b Stellung nahm.
Der Ministerpräsident, so entnehmen wir dem „23. B", eröffnete die Unterhaltung mit einer warmherzigen Schilderung der großen Eindrücke, die er und seine Reisekameraden schon in den ersten Tragen ihres Deutschlandbesuches empfangen haben. Es fei schwer, diese Eindrücke in Worte zu kleiden, aber eines wünsche er hervorzuheben:
„Wir Huben in kiel, auf der Fahrt durch die Jlorbmarf und nach Helgoland, vor allem aber angesichts des brausenden Arbeitslebens im Hamburger Hafen die Ueberzeugung gewonnen, daß das neue Deutschland große plane nicht nur schmiedet, sondern auch verwirklicht. Dir haben die Erfolge gesehen, nicht nur die
Absicht!"
Die Frage, ob sich bisher bereits Gelegenheit zu politischen Besprechungen eraeben habe, beantwortete Exz. von Jmredy bejahend. Besonders der Tag von Helgoland und die gemeinsame Fahrt auf der „Patria" habe Gelegenheit zu wertvollen Unterhaltungen der unaarischen Staatsmänner mit dem Führer und dessen Mitarbeitern gebracht. Das ganze Feld der aktuellen politischen Fragen sei dabei berührt worden und habe ihm ein umfassendes Bild der deutschen Ansichten gegeben; dabei sei es ihm möglich gewesen, auch Ungarns Gedanken vor den deutschen Gesprächspartnern zu entwickeln.
Das Gespräch wandte sich bann der Verlautbarung von B l e d zu, die das Verhältnis zwischen Ungarn und den Staaten der Kleinen Entente betrifft und die durch die verschiedenartigen Berichte der internationalen Presse ein Rätselraten verursacht hatte. Herr von Jmredy erklärte die unbestimmte Art des (Kommuniques von Bled mit der Tatsache, daß in Bled noch kein festes Abkommen geschlossen, sondern nur die Absichten und die rohen Grundlinien einer solchen Verständigung bekanntgegeben würben.
Die Wehrfreiheit Ungarns sei zwar an sich vom ungarischen Standpunkt einf Selbstverständlichkeit, bisher aber von den Landern der kleinen Entente noch nicht formell anerkannt worden. Der Verzicht auf die Anwendung von Waffengewalt sei übrigens nichts anderes als eine nochmalige ungarische Bestätigung der bekannten Verpflichtung aus dem kellogg pakt. Das ganze Abkommen aber stehe und falle mit der Haltung der Länder der Kleinen Entente gegenüber den Teilen des ungarischen Volkes, die feit dem Vertrag von Trianon innerhalb dieser Länder leben.
Außenminister von Kanya erläuterte diesen wichtigen Punkt auf folgende Weise: Es handele sich um ein klares Junktim (Verbindung) zwischen Wehr- freiheit und Verzicht auf Waffenanwendung einerseits
und dem Minderheitenschutz auf der anderen Seite. Und zwar könne 1. das Abkommen erst in Kraft treten, wenn auch über die von der Tschecho-Slo- wakei abzugebende Minderheitenerklärnug vollständige Uebereinstimmung erzielt worden ist, und 2. werde Ungarn fein Verhalten selbstverständlich danach einrichten, in welcher Weise die in dieser Minderheitenerklärung gegebenen Versprechungen einge» halten werden.
Dr. von Jmredy fügte hinzu, daß eine Verständigung mit Jugoslawien und Rumänien bereits erfolgt und auch schon — einschl. der Minderheitsverabredungen — formuliert worden ift. Diese beiden Abkommen konnten nur deshalb noch nicht in Kraft gesetzt werden, weil Rumänien und Jugoslawien die Haltung der Tschecho-Slowakei abzuwarten wünschen. x
Sowohl der Ministerpräsident als auch der Außenminister erklärten hierauf die Gründe, die Ungarn zwingen, für die Behandlung der ungarischen Volksaruppe in der Tschecho-Slowakei besondere und weiter- gehende Bedingungen zu stellen, als das gegenüber den beiden anderen Ländern notwendig erscheine. Sie wiesen in diesem Zusammenhang auf den Charakter dieses Landes als eines Nationalitätenstaates hin. Bisher aber hat die Prager Regierung ihre Zustimmung zu dem Plan von Bled noch nicht erteilt, weshalb auch noch keine enbgirltiqe Verständigung getroffen werden konnte.
„Der Grundgedanke des Abkommens", so faßte der Außenminister zusammen, „ist die Anbahnung aller Maßnahmen — vor allem auf dem Gebiete der Minderheiten —, die geeignet sind, die Hindernisse aus dem Wege zu räumen, die einer Normalisierung der Beziehungen in Südosteuropa im Wege stehen."
Aus die Frage nach dem Stande der deutschungarischen Wirtschaftsbeziehungen anlwortete Exzellenz von Imredy, daß er Unterhaltungen mit Reichsminister Funk und Staatssekretär Brinkmann gehabt habe, die sich aber im Rahmen einer allgemeinen Behandlung der einschlägigen Probleme hielten. Diese Dinge würden nach Abschluß der Deutschlandreise von den zuständigen Fachleuten beider Länder weiterverfolgt werden. Der Ministerpräsident hob jedoch anerkennend hervor, daß dank dem beiderseitigen guten Willen die durch den Anschluß Oesterreichs verursachten Uebergangs- schwierigkeiten technischer Art auf diesem Felde* im allgemeinen leicht und rasch überwunden' werden konnten. Line schwierigere Frage sei die Holzversorgung Westungarns, die bisher wesentlich aus österreichischen Daldbeständen gedeckt worden war. Ein weiteres aktuelles Problem sei die Angleichung des beiderseitigen Warenaustausches, der gegenwärtig durch die starke ungarische Exportspihe für die ungarische Seite schwierig geworden sei.
Ministerpräsident und Außenminister schlossen die einstündige Unterhaltung mit der nochmaligen Versicherung, welch starken Eindruck die herzliche Gastfreundschaft des Führers und des deutschen Volkes auf sie gemacht hat.
Noch kein Rückgang des Hochwassers.
Schwere Schäden in Schlesien.
fronten ft ein, 27. Aug. (DNB.) Während die erste Hochwasserwelle der Neiße und ihrer Nebenflüsse im Kreise Frankenstein glimpflicher verlief als im Glatzer Bergland, brachte die zweite Welle empfindliche Schäden. In Frankenberg ragten zum Teil nur noch die Wipfel der Obstbäume aus den Fluten heraus. Lehrgangsteilnehmer der Motorsportschule Kreischwitz des NSKK., die sich auf einer Fahrt nach Wünschelburg befanden, mußten zu Hilfe gerufen werden. Ein Trupp der NSKK.-Mannschaft half unter Lebensgefahr der von den Wassermassen eingeschlossenen kleinen Gemeinde Pilz. In Görlitz steigt das Hochwasser der Neiße weiter. Um 16 Uhr verzeichnete der Pegel einen Stand von 3,34 Meter über dem normalen Wasserspiegel. S^hr schlimm haben die Fluten in Hagenwerder gewütet. Der Verkehr wird dort durch Kähne aufrechterhalten. In Laub an wurden die Ortswehren, die Technische Nothilfe und die SA. und ff alarmiert. Aus Marklissa wird gemeldet, daß die Talsperre Goldentraum überläuft. In Glatz begann nach vorübergehendem Nachlassen des Neiße-Hochwassers durch neue Regengüsse die Flut erneut 3 u {teigen. Die Straßen um den Glatzer Stadtbahnhof bildeten eine zusammenhängende Seefläche. Diele Stunden war der Verkehr von der Ebene nach der oberen Grafschaft gesperrt. Auch die große Neißebrücke bei Kamenz wurde unpassierbar. .
Die Hochwasserwelle der Oder hat, wie aus Breslau gemeldet wird, im Laufe des Freitag vormittag Kofel passiert und strömt auf Breslau zu. Man rechnet damit, daß die Welle bis Sonntag früh Breslau passiert haben wird. Durch den anhaltenden Regen führt auch der Bober Hochwasser. Unterhalb des Bunzlauer Wehres ist er schon über die Ufer getreten. Der Queis hat bei Aschitzau Wiesen und Felder überschwemmt. Die Ueberschwemmung ist größer als die letzte im Mai dieses Jahres.
In Waldenburg mußte infolge des Hochwassers die Förderung der Fürstensteiner Grube auf einer Sohle eingestellt werden. In F e l l h a m m e r brachte der Lässigbach eine große Sturzwelle mit sich, die fast den ganzen Ort überschwemmte. In Bad Salzbrunn sind fast alle über den Salzbach führenden Holzbrücken von den Fluten weggerissen worden. In Nieder-Salzbrunn wurde fast das ganze Getreide von den Feldern weggeschwemmt.
Die anhaltenden Regenfälle im Lausitzer und im Jfergebirge haben auch im sächsischen Gebiet der Neiße schwere Hochwasserschäden verursacht. An der Küpper, einem Nebenfluß der Neiße, brach der Damm des neuen Flußbettes Die Fluten ergossen sich durch eine 40 bis 50 Meter breite Durchbruchstelle gegen das Dorf Türchau hin und überschwemmten es. Im Gebirgskreis Landeshut ist der Landwirtschaft großer Schaden bei der Halmfruchternte erwachsen.
Auch in der Tschecho-Slowakei
Prag, 26. Aug. (DNB.) Diele Flüsse in der Tschecho-Slowakei sind außerordentlich ange-
schwollen. Die Elbe ist bereits um drei Meter über ihren Normalstand gestiegen. Durch Hochwasser ist stellenweise auch die Bahnverbindung Halbstadt—Braunau—Delberg in Nordwest-Böhmen un» terbrochen. Die Reichenberger Talsperre ist übergelaufen. Die K a m n i tz, die seit gestern wiederum um einen halben Meter gestiegen ift, "hat in Josefsthal weite Gebiete überschwemmt. Im Riesengebirge sind viele Stege und Brücken abgerissen worden. Alle Nebenflüsse der Elbe sind aus den Ufern getreten. In Reichenau stehen alle Straßen unter Wasser. Der Sturmwind hat im böhmischen Jser- und Riesengebirge große Windbruchschäden gebracht. Große Schäden sind auch im Brüxer und Komotauer Gebiet zu verzeichnen. Aus dem Erzgebirge wird ebenfalls bedeutender Waldschaden gemeldet.
Zn Drei Tagen bis 242 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter. Breslau, 27. Aug. (DNB." Funkspruch.) Wie die Reichswetterdienststelle in Breslau meldet, wurden in Schlesien von Mittwoch früh 7 Uhr bis Samstag früh 7 Uhr im Gebirge vielfach mehr als 2 0 0 Liter pro Quadratmeter gemessen. Die Messungen ergaben z. B. im Jsergebirge: Heufuder 242 Liter pro Quadratmeter, Flinsberg 203; im Riesengebirge: Schneekoppe 225, Oberschrei- berhau 186; im Wilenburger Bergland: Seilbrunn 131; im Glatzer Gebirge: Haselschwerbt 170. Wenn das Regenwasser nicht ablaufen würde, hätten sich an allen diesen Stellen riesige Seen bis zu 20 Zentimeter Tiefe gebildet.
Japanischer Generalangriff auf Hankau.
Einsatz stärkster Kräfte.
Tokio, 27. Aug. (DNB. Funkspruch. Ostasien- bienft.) Nach einer amtlichen Meldung hat der japanische Generalangriff auf Hanta u am Samstagmorgen um 6 Uhr begonnen. Ausaehend von der Brückenkopfstellung westlich von Tuishiang und dem Poyang-See erreichten die Angriffstruppen bereits eine strategisch wichtige vorgeschobene chinesische Verteidigungslinie westlich des Poyang-See. Gleichzeitig griffen japanische Ein- beiten nördlich des Jangtse in der Nähe von Lu- chau in südwestlicher Richtung Hankau an.
Der Großanariff auf Hankau zu beiden Seiten des Jangtse erfolgt mit Einsatz ft ä r f ft e r Kräfte in zwei Gruppen, die tfnter dem Oberbefehl des Generals Hata stehen.
23 Todesopfer
des jüdischen Bombenanschlags.
I e r u s a l e m, 27. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Zahl der bei dem jüdischen Bombenanschlag in Jaffa zu beklagenden Todesopfer hat sich nach dem zweiten amtlichen Bericht auf 2 3 21 r a b e r erhöht. Die T e 1 e p h o n v e r b i n d u n g e n zwi" schen Beirut, Damaskus und Kairo sind unter- brochen.


