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Heuer Schlag gegen deutsche Kulturarbeit

Den Sudetendeutschen soll wieder ein Theater entzogen werden.

fce durch ihre Haltung die Ausgleichsbemühungen her Prager Regierung mit den Sudetendeutschen Köre. Bei der sprichwörtlichen Fairneß der ^ng- iönbcr wäre der deutschen Presse dieser Dorwurf wahrscheinlich nicht gemacht worden, wenn man drü« 1 en in London auch die wirkliche tschechische Dresse und nicht nur die für die Täuschung des Luslanbes deutsch geschriebene Tschechenpresse lesen

[ würde.

zu dem kommunistischen Bürgerkriegsdokument, daß aus dem tschechischen Wort­

laut lediglich zwei

sie eine Beschimpfung Lord Runcimans darstellten. Das Dokument bedeute für die SDP. keinerlei

% ',o faßt« w Meinung 'dem TMr 'd, die hjndeo emer Norma- Osteuropa im

zu lenken.

Bisher hat unsere Anhängerschaft im Sinne un­serer Weisungen alle diese Angriffe duldend hinge- nommen und selbst auf das gesetzliche Recht der Notwehr verzichtet, um jede Mißdeutung derartiger Zwischenfälle auszuschließen. Die Partei­fühlung sieht sich mit Rücksicht auf die jüngste Ent­wicklung außerstande, die Verantwortung für Frei­heit und Vermögen ihrer Anhänger weiter,, zu tra­gen. Sie zieht deshalb die ergangenen Weisungen, sogar auf das Recht der Notwehr zu verzich­ten, zurück und stellt es den Anhängern frei, in allen Fällen, in denen sie angegriffen werden, von diesem Recht Gebrauch zu machen. Sie weist die Kameraden lediglich an, die gesetzlichen Voraussetzungen und Grenzen streng zu beachten. Die Rechtswahrer werden hiermit angewiesen, der Amtswalterschaft die erforderlichen Belehrungen zu erteilen.

(gez.) Dr. Fritz Zöllner, Karl Hermann Fran V

Tschechischer Gegenausruf.

Prag, 27. Aug. (Europapreß.) Zu dem von der Sudetendeutschen Partei im Laufe des Freitag ausgegebenen Aufruf, in dem diese ihre Angehörigen das bisher von ihr verweigerte Recht der Selbstverteidigung wieder freigibt, erließ die tfch echo-slowakische Regieruna am Freitagabend einen in schärfster Form gehaltenen Gegenaufruf, mit dem sie der Sudetendeut­schen Partei das Recht zu dieser Maßnahme ab­zusprechen versucht, ohne darüber hinaus in irgend­einer Form den berechtigten Forderungen der Su­detendeutschen gerecht zu werden.

Sudetendeutsche Abordnung bei Lord Runeinian.

Prag, 26. Aug. (DNB.) Das Presseamt der SDP. teilt mit: Am Freitagvormittag um 11 Uhr empfin­gen Lord R u n c i m a n und sein Stab eine Delega­tion, bestehend aus den Mitgliedern der V e r h a n d - lungsdelegation der SDP. Dr. Rosche, dem Hauptleiter für Sozialpolitik Abg. Birke, dem Verbandsleiter des Deutschen Industrie- und Han- delsangestelltenoerbandes Mölder, dem Vorsitzenden der Deutschen Arbeitergewerkschaft Josef Bude und dem Obmann der Deutschen Christlichen Gewerk­schaften Abg. Schütz. Don der Abordnung wurde die Lage der deutschen Arbeitnehmer, und Angestellten in Privat- und Staatsdienst vorgetragen. Die Be­sprechungen werden in der nächsten Woche fortgesetzt.

Frage an Hodza.

Ten Engländern zur Beachtung empfohlen.

nur bis an die Schuhsohlen. Was das tsche­chische Blatt sich hier leistet, stammt aus den Archi- , oen der Greuelpropaganda unserer ehe­maligen Kriegsgegner. Es ist eines der übelsten Stücke jener vielleicht nicht wirkungslosen, immer aber zynischen und verlogenen Kriegshetze, mit der die Entente Deutschland während des Welt­krieges überschüttete. Wenn heute tschechische Blät­ter in immer zügelloserer Weise ihr wahres Gesicht enthüllen, so werden sie, ihre Leser und das ganze Tschechentum sich klar darüber sein müssen, daß ihnen die Folgen ihres Tuns nicht er­spart bleiben. Will Prag sich nicht mit diesen fri­volen Kriegshetzern identifizieren, so ist das Min­deste, was man erwarten kann, daß die Zensur gegen derartige, in ihrem Haß und in ihrer ab­grundtiefen Verlogenheit jedes Maß überschreitende Ergüsse tschechischer Blätter einschreitet.

Haßgemmschast mit den Kommunisten.

Schreiben an Benesch.

Prag, 27. Aug. (DNB.) Die kommunisti­schen Störungsaktionen gegen eine Re­gelung der sudetendeutschen Frage im allgemeinen und gegen die Mission Runcimans im besonde­ren werden mit offener Mitwirkung und Unter­stützung durch die tschechischen Parteien planmäßig weitergeführt. Die Agenten Moskaus ziehen weiterhin Hetzversammlungen auf und inszenieren eine Flut van Prvtestschriften an die Prager Regierung. So sandte jetzt die kommu­nistische Ortsorganisatton in Dimokur bei Podebrad an den Staatspräsidenten ein Schreiben, in dem vor jeglichen Zugeständnissen gewarnt undent­schiedenes Handeln" gefordert wird. Wie bei an­deren kommunistischen Aktionen ähnlicher Art ist auch dieses Schreiben an B e n e s ch von den O r t s« Organisationen der tschechischen Par­teien unterzeichnet. Unterschrieben haben in die- fern Falle neben der Kommunistischen Partei die Organisationen der Tschechischen Dolkssozialen, der Tschechischen Klerikalen Dolkspartei, der Agrar­partei und der Gewerbepartei.

Das kommunistische BlattRude Pravo" zählt heute noch zwölf weitere Gemeinden auf, in denen solche Aktionen gemeinsam von Tschechen und Kommunisten veranstaltet wurden. Auch in diesen Fällen sind an Benesch Schreiben ähn­lichen Inhalts abgesandt worden.

Das Recht der Aotwehr.

Aufruf au die Sudetendeutschen.

Prag, 26. Aug. (DNB.) Bisher hatte die abso­lute Zurückhaltung der Sudetendeutschen Partei und die große Disziplin der sudelendeutschen Bevölkerung die in ständiger Zunahme begriffenen Zwischenfälle ruhig über sich ergehen lassen, im Vertrauen darauf, daß der Staat endlich Mittel und Wege finden wird, dem Treiben der marxistischen und tschechischenun­verantwortlichen Elemente" ein Ende zu bereiten. Da dies bisher nicht geschehen ist oder noch nicht zu dem notwendigen Erfolge führte, hat sich Die fiel» tung der S D P. veranlaßt gesehen, den folgenden Aufruf zu erlassen, der sich zunächst einmal gegen jenen Teil der Wegelagerer wendet,.die dem mar- xi st i s ch e n M o b angehören:

Berlin, 27. Aug. (DNB.) Die unverschämten Zeleidigungen des deutschen Soldatentums durch schechische Hetzblätter haben, wie nicht anders zu i-Unarten war, in der deutschen Presse ein lebhaftes i5cho gefunden, das an Bestimmtheit nichts zu wün- chen übrig läßt.

So schreibt derVölkische Beobachter" m (einer Samstagmorgenausgabe im Anschluß an die Reibung aus Prag mit der Notiz aus demMo- :.avsposlezski Denik" u. a.: Am gleichen Tage, an dem der tschechische Ministerpräsident Hodza im Paris Soir" erklärt, daß die Gegensätze zwischen ' Deutschen und Tschechen mehr formaler, als sach- icher Natur seien und auch einer Verständigung 3rags mit Deutschland nichts im Wege stehe, ver- sfentlicht das tschechischen Wirtschafte r e i en nahestehende mährisch-schlesische Tagblatt i diese Unverschämtheiten. Derartige Gemeinhei- ... 'traft man am besten mit Verachtung. CÖenn wir trotzdem auf diese üblen Ausfälle ein- ehen, so nur deshalb, weil aus ihnen in g e « a b e 3 u klassischer Form ber tschechi­sche Geist des Deutschenhasses unb ber Unversöhnlichkeit weht, ber vom amtlichen 3rag stets bestritten wirb; Herr Hob za selbst hat erklärt:Wir kennen keinen Haß gegen Deutsch- \ tanb." Wir fragen ihn heute vor aller Welt, was :ir eigentlich unter Deutschenhaß versteht, roenn ber» rüge Ausbrüche haßerfüllter tschechischer Leiben- chaft nicht nur möglich sind, fonbern auch amt« ! icherseits gebulbet werben. In ber eng- eschen Oesfentlichkeit ist erst vor wenigen Tagen ber deutschen Presse ber Vorwurf gemacht worben, baß

gration streng vertraulich geliefert würden. Mit ber weiteren Bemerkung, baßFuttermittel" (!) zugeteilt würben, wirb lediglich umschrieben, baß die in der Tschecho-Slowakei betriebenen Vor- Bereitungen der Moskauer Filiale sich auch auf den offenen Umsturz erstrecken.

Besonders interessant ist die hervorragende Rolle, die ber ausländischen Emigration vor allem als Trägerin ber in ber vierten Gruppe ber Sturmsektion ber kommunistischen Aktionsaus­schüsse zusammengefaßtenKampfabteilungen" zu­gewiesen wirb. Aus bem Dokument geht hervor, bas sich unter bem NamenKurzweil, Roge, Zeibert" usw. unter benSturmtrupplern" barunter eine ganze Reihe 3üben befinben. Als einer ber ober­sten Befehlsgeber wirb ber Prager Stabtrat Egon Erwin Kisch genannt, ber burch sein berüchtig­tes Wirken alsfliegenber Reporter" und als un­mittelbar Beauftragter der Moskauer Zentrale hin­reichend bekannt ist.

DieSudetendeutsche Bauernzeitung" bemerkt

P r a g, 26. August. (DNB.) Wie die tschechischen Blätter gegen bas Deutschtum unter Dulbuna Der Behörden hetzen, zeigt ein imMoravskoslezski Denik" unter bem TitelD a s waren nicht Solbaten, fonbern Dieh" erschienene Notiz, welche von Seleibigungen gegen beut» fche Solbaten trieft. Die Notiz lautet:

,211s bie Deutschen bie französische Stabt Lille erobert hatten, begannen sie zu plunbern. Als sie sich gründlich bereichert hatten, ordnete ber Befehlshaber bie Musterung ber Frauen von 18 bis 30 Jahren an. Diese unglücklichen Frauen fanbte er in bie Schützengraben als Prostituierte. Diese Schandtat des 20. Jahrhunderts bleibt Eigentum der preußischen Kultur, denn bis zu dieser Zeit war sie nicht einmal durch die Men- schenfresser in Afrika und Australien nachgeahmt worden Wir werden nach und nach Proben der deutschen Kultur veröffentlichen, damit die Oesfentlichkeit sie sich ins Gedächtnis schreibe."

Dieses Produkt tschechischer Dölkerverhet- ,ung spricht für sich. Unverständlich ist aber, daß Die gegen die sudetendeutsche Blätter so streng ge­handhabte Zensur gegen diese unerhörten Beleidigungen des deutschen Volkes und des Deutschen Soldaten nicht einschreitet, noch dazu, wenn mgekündigt wird, daß weitere derartige Unverschämtheiten folgen werden, die nur Den Zweck Haden, die tschechische Psychose gegen das Deutschtum weiter aufzureizen und zu, ver- tärten.

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Mgerkriegsvorbereiiimgen der Kommunisten

,,Mobi;isierungsplan" nach den Richtlinien von Moskau.

Prag, 26. Aug. (DNB.) Die Kreis-, Bezirks- und Ortsleitung ber Subetenbeutfchen Partei, bie Deutsche Theaterbaugerneinbe unb bie Deutsche Theatergerneinbe in Brünn haben an ßorb Run - ciman unb Ministerpräsibent Dr. Hobza Protest­telegramme gegen ben heutigen Beschluß bes Brünner Stabtrates gerichtet, in bem ber Deutschen Theatergerneinbe bas bisher ihr zur Verfügung ftehenbe Reboutentheater entzogen wirb.

Die Depesche an ßorbRunciman lautet:Die unterzeichneten Parteistellen unb Körperschaften bes Brünner Deutschtums erheben vor ber gesamten europäischen Oesfentlichkeit schärfsten Ein­spruch gegen ben heutigen Beschluß ber Brün­ner tschechischen Rathausmehrheit, burch welche das Redoutentheatergebäude dem deutschen Theater zugunsten einer fremd- völkischen Mehrheit entzogen werden soll. Das Brünner Deutschtum verliert damit das ein­zige von der Brünner Gemeinde für deutsche Thea­terzwecke bisher zur Verfügung gestellte Gebäude. Damit wird das dem deutschen Theaterleben in Brünn im Jahre 1919 durch Wegnahme des v o n den Deutschen gebauten Stadtthea-

Kameraden! Die letzten U e b e r f ä 11 e auf unsere Kameraden unb Angehörigen ber Volksgruppe burch marxistische Terroristen beweisen, baß es sich hierbei nicht um zufällige Einzelaktionen, fonbern um ein planmäßiges Vorgehen ber marjifti« j cf) e n Gegner hanbelt. Es soll baburch bei ben auslänbischen Beobachtern unserer Verhältnisse zwei­fellos ber Einbruck erweckt werben, als ob es hierzu- lanbe noch ernst zu nehmenbe Gegner unserer Be­wegung gäbe, bie bereit unb fähig wären, sich burch Anwendung von Gewaltmitteln als politischer Faktor zu behaupten. Es geht somit ben marxistischen Geg­nern barum, ihre tatsächliche Bedeutungs­losigkeit im subetenbeutfchen Gebiet zu ver­schleiern unb burch berartige lleberfälle unb vor­bereitete Zwischenfälle bie Aufmerksamkeit auf sich

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Ueberrafdjung, benn sie sei immer schon baoon über­zeugt gewesen, baß bielegale ßinie" bes tschecho­slowakischen Ablegers ber Moskauer Internationale boch nur eine plumpe Täuschung ber unoeränberten Weltrevolutionspläne war. Das Dokument sei jeboch geeignet, ben vom Kommunismus unterhöhlten tschechischen bürgerlichen Volksfrontparteien bie Augen zu öffnen.

Englische Anleihe für Prag?

ß o n b o n , 27. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der marxistischeDaily Heralb" bringt zahlreiche Berichte zu bem tschechischen Problem. Hierbei findet sich auch eine Information, daß man die Möglichkeit einer englischen Anleihe für bie tschecho-slowakische Republik er­wäge, angeblich, um ben subetenbeutfchen Notstandsgebieten zu helfen. Mit dieser Meldung des Blattes erhalten jene früheren Mit­teilungen der englischen Presse über die bedeutsame wirtschaftliche Seite Der Tätigkeit ßorb Runcimans klareres ßicht.

rcn jebe ein befonberer ßeiter ernannt wirb, bie sogenannte revolutionäre Gruppe, bie Pressegruppe, die Gruppe der Propaaandasektion und die Gruppe der Sturmsektion. Diese, so heißt es in dem Do­kument wörtlich, wird sich aus den Kampfabtei- lungen und der Auslandsemigration zusammensetzen. Die Einteilung der Bereitschaft er­folgt nach den Richtlinien des Moskauer Politbüros, unb zwar werben jeber Gruppe Mitarbeiter ber sogenannten proletarischen Vertei­digung zugeteilt.

Nach der Geheimanweisung soll die Tätigkeit sich insbesondere auf das ß a n b konzentrieren, wodie Polizei nicht genügend Kräfte zur äugen- blicklichsn Vernichtung der umstürzlerischen Arbeiten hat". In der Anweisung werden als erstes große Flugblattaktionen vorgesehen, die insbesonderebem Programm ber SDP. anzupassen" (!) seien. Es wirb weiter barauf hingewiesen, daß innerhalb drei Tagen ein genaues Verzeichnis ber unterstützten unb untergebrachten Emigranten angefertigt wirb und Verbindungen mit ben Aus­landsemigranten angeknüpft werden. Es heißt in dem Dokument, bas nach bem ßefen ver­nichtet werden soll, baß man auf jebe Akti c> n (i) vorbereitet sein müsse und bie Befehle für bie revolutionären Avantgarbe-Gruppen der Emr-

6er Regierung keine Schwierigkeiten in ben Weg legen mürbe. Was bie 4O-Stunben- woche anbelange, so sei festzustellen, baß bereits in verschiebenen Werken ber Rüstungsinbustrie Aen- berungen vorgesehen ober durchgeführt seien. Die Gesamtarbeitszeit in der Woche könne in "'n Werken noch weiter gesteigert wer- Auch in der Privatindustrie konnten im Rah- von Kollektivverträgen Aenderungen in Arbeitszeit zugebilligt werden.

t e r s begangene Unrecht durch einen weiteren solchen Akt vermehrt. Wir machen Eure Durch­laucht auf diese schwere Schädigung des deutschen Kulturlebens in Brünn auf- merksam und bitten Sie, sich durch Entsendung eines Beauftragten Ihrer Mission über dieses typische Beispiel aus der großen Zahl ber Schädigungen ber beutschen Volksbelange in der Gemeinde mit der größten deutschen Einwohnerzahl näher zu in­formieren."

Die Depesche an Ministerpräsident Dr. Hodza hat folgenden Wortlaut:Nachdem wir uns be­reits vor Monaten an Sie, Herr Ministerpräsident, in der Brünner Theaterangelegenheit gewendet haben, rufen wir Sie wegen des uns endgültig durch die Brünner tschechische Rathausmehrheit zu« gefügten Unrechts an. Der Brünner Stadtrat hat heute beschlossen, das von der Gemeinde dem deutschen Theater bisher zur Verfügung gestellte Redoutengebäude zu entziehen und dieses einer kleinen, gar nicht deutschen Jnteressentengruppe zu übergeben. Bevor dieser Beschluß von der Gemeindevertretung sank­tioniert wird, bitten wir Sie um Ihr Einschreiten."

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Prag, 26. Aug. (DNB.) DieSudetendeutsche Bauernzeitung", ein Zweigblatt derRundschau Konrad Henleins, veröffentlicht im vollen Wortlaut ein Dokument, das geeignet ist, die Arbeit der Komintern in ber Tschecho-Slowakei unb ihre wahren Hintergründe von neuem aufzu­decken unb zu unterstreichen. Es hanbelt sich derbem Dokument um einen Beschluß ber U V K S B., Sektion Prag, zur Herausgabe einesM o - bilisierungsplane s", ber analle Führer ber Sturmorganisationen unb Propaganbatruppen der Kommunistischen Partei in ber Tschecho-Slowa­kei" geheim gerichtet ist. Der Beschluß ist unter­zeichnet von bem Führer ber Ortssektion ber Kom­intern, Klement Gottwalb.

In bem Dokument, bas alsBefehl Nr. 81" herausgegeben ist, wird zunächst auf bie Notwenbig- feit ber Äenberung ber kommunistischen Taktik, die bekanntlich zunächst unter bem Deckmantel ber De­mokratie ihre bunflen Ziele verfolgte, hingewiesen unb Anweisung zur Vorbereitung illega - (er Arbeit" gegeben. Hierzu wirb m demBe­schluß" zunächst von der Ortssektion ber Komintern proletarisch^ Parteibereitschaft" (!) angeorbnet unb bie Ernennung von Aktionsausschüssen vor- qenommen. Diese Aktionsausschüsse zerfallen nach der geheimen Anweisung in vier Gruppen, für de-

Oaladier bleibt fest.

Paris, 26. Aug. (DNB.) Die Aussprache zwi­schen bem Ministerpräsibenten und der Abordnung des ß i n k s a u s s ch u ss e s ber Kam­mer hat kein endgültiges Ergebnis gebracht. Wie aus ben Wandelgängen ber Kammer hierzu verlau­tet, habe D a I a b I e r feine bekannte Stellungnahme bei behalten. Er habe nicht im geringsten die Absicht, so habe er erklärt, bas Gesetz über bie Dierzigstunbenwoche anzutasten, jeboch habe er ben festen Willen, bie Bebürfnisse ber ßanbes» oerteibigung ficherzustellen. Der Mini­sterpräsibent habe ebenfalls bie Vermutung von sich gewiesen, die Regierungsmehrheit änbern zu wol­len. Gegenüber bem Wunsch der Sozialdemokraten und Kommunisten auf eine frühere Einberu­fung der Kammer habe er schließlich erklärt, baß im Notfälle ben Umftänben entsprechens ber Ministerrat eine solche Entscheidung treffen würde.

Slum Unff ein.

Paris, 26. Aug. (DNB.) Wie aus ben Wanbel- gängen ber Kammer verlautet, hat die sozialbemo- kratische Parlamentsgruppe bis in ben späten Nachmittag hinein getagt. Dor ben Abgeordneten und Senatoren sowie Den Mitgliedern des Ver­waltungsausschusses der Partei ging ßeon Blum insbesondere auf die außenpolitische ßage ein. Er schloß feine Ausführungen mit der Erklärung, daß angesichts der augenblicklichen Umstände die So­zialdemokratische Partei den Ausgaben

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TschechischeDeleidigung des deutschen Gowaieniums

präg enthüllt sein wahres Gesicht. Llnd die ^Regierung Hodza sieht duldsam zu.

Unfall bei litauischen Seeübungen. TNilitärflugzeug abgestürzt.

Das litauische SchulschiffPräsident Srnetona" hielt zusammen mit einem Militärflugzeug auf See unweit des Badeortes Polanaen Uebungen ab. Aus unbekannter Ursache stürzte das Flugzeug ab. Die aus zwei Mann bestehende Besatzung versuchte sich durch Fallschirmabsprung zu retten. Während ein Mann noch lebend aus den Wellen aufgefischt wer­ben konnte, trieb ber zweite weit in bie offene See ab, wo er ertrank. Das Flugzeug versank spurlos.

Wetterbericht

Das Schlechtwettergebiet, bas seit Tagen in Mit- telbeutschlanb zu anhaltenben Regenfällen führte, nahm am Freitag auch stärkeren Einfluß auf West­deutschland, so daß es hier bei starker Bewölkung ebenfalls zu Niederschlägen kam. Die Belebung der Wirbeltätigkeit über England, die wieder eine leb­hafte Luftströmung in Gang bringen wird, läßt vorübergehend eine leichte Besserung des Wetters in Westdeutschland erwarten. Beständigkeit ist aber nicht wahrscheinlich.

Vorhersage für Sonntag: Veränder­liche Bewölkung, zeitweise auch aufheiternd, trocken. Bei schwachen vorübergehenden westlichen Winden Temperaturen wenig geändert.

Vorhersage für Montag: Bei auf- frischenden westlichen Winden freundlicheres, aber nicht beständiges Wetter.

ßufttemperaturen am 26. August: mittags 15,6 Grad Celsius, abends 15,1 Grad; am 27. August: morgens 14,6 Grad. Maximum 16,4 Grad, Minimum heute nacht 14,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. August: abends 15,8 Grad; am 27. August: morgens 15,2 Grad.

Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm ßange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. ßange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blum­schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. ßange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mvnatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkausspreks 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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Die von uns roiebergegebenen Aeußerungen aus her tschechischen Presse stellen keine Einzeler^- Meinung oberbedauerliche Entgleisungen" ! ar. Derartige Haßergüsse finden sich täglich in rieten tschechischen Blättern. Ein Prager Minister hat einmal den Ausspruch getan, daß es ein Glück itir die Tschechen sei, daß die Welt ihre Tresse nicht lesen kann, denn es würden rjnen dadurch viele -Unannehmlichkeiten erspart. Das i't ein wahres und offenes Wort. Wir glauben richt, daß die Engländer mit Engelszungen zu ben Tschechen reben würben, wenn sie von ihnen bau- arnb mit ben gleichen Unverschämtheiten bebadjt würben, wie bas Deutschtum. Vor ein paar Tagen wagte es die Prager Journaille, ben allen Deutschen heiligen Soldatenkönig Friedrich in der ! schamlosesten Weise zu beschimpfen und damit bas '«eutsche Volk zu verletzen. Heute wirb bie Ehre 1 e r deutschen Wehrmacht bespritzt. IZleichzeitig aber hat man die freche Stirn, weitere sulche Schmähartikel anzukündigen. Der englische Vorwurf war also an bie falsche Abresse gerichtet. Die Zurückhaltung ber beutschen Presse angesichts ter seit Jahr unb Tag erfolgenben ununterbrochenen i chechischen Anpöbelungen ist beispiellos. Ueber bie i chechischen Frechheiten schweigenb hinwegzugehen bas wäre freilich zuviel verlangt! Was man hoffentlich auch in ßonbon einfehen wirb.

DieBerliner B o r s e n z e i tu n g" schreibt: Dir empfehlen diese charakteristische Aeußerung 'schechi scher Verlogenheit unb 23er» ^or fenbeit genauester Beachtung. Das tschechi- che Blatt produziert, um zu beleidigen und zu ' etzen, ein Greuelmärchen von besonders c em ein er Ar t. Die Veröffentlichung ist ein un­gewöhnlich herausfordernder Versuch, ben beutschen solbaten des Weltkrieges und in ihm bas deut­sche Volk zu beleidigen. Wir empfehlen die leufjerung des tschechischen Blattes der allgemeinen Aufmerksamkeit, besonders auch militärischer Beobach- i?r, die neuerdings die Auffassung propagieren, die Tschechen seien versönlich, aber die deutsche Presse °i aufgeregt und wirke störend. Was würden eng» sche Blätter sagen wenn etwa Tschechen versuchen würden, den Ehrens'child des britischen Frontsoldaten in so gemeiner Weise zu beschmutzen? Das tschechi- iche Blatt kündigt weitere Unverschämtheiten an. Die tschechische Regierung duldet ein solches '.Betragen und macht sich dadurch, wie schon so oft, mitschuldig an der durch die tschechischen Hetzer > letriebenen Verbreiterung der Kluft zwischen Berlin tnb Prag.

DerBerliner Lokalanzeiger" hebt her- ivr, daß bie unerhörten Ausfälle unter D u l - tung der Behörden erfolgten, und schreibt iann u. a.: Die Sudeleien des tschechischen Blattes reichen weder den deutschen Soldaten des Weltkrie­ges, noch ben deutschen Solbaten vop heute auch