überflogen
3m Zeichen der Kämpfe
auf dem ersten Teil
Bei
Deuische Turnfeste
am die
Kanufabrer im Kampf um die Meisterschaft.
dem Belgier Masson _ . ,
einen Vorsprung von fast drei Minuten auf bas.
Elsaß nach Straßburg. Ausgerechnet hier, im ehemals deutschen Gebiet, konnte sich der kleine Magdeburger W e ck e r l i n g auszeichnen. Er war
München) den Titel.
Kurzsirecken-Rennen.
Am Sonntag wurden die deutschen Kurzstrecken- Kanu-Meisterschaften entschieden. Es herrschte schönstes Sommerwetter, und der Besuch ließ nichts zu wünschen übrig. Ueberaus erfolgreich kämpften die Vertreter der Ostmark, die im Einer-Kajak dprch Olympiasieger Gregor Hradetzky (Wien), im Einer-Kanadier durch O. Neumüller (Wien), im Zweier-Kajak durch Kainz -Maurer (Linz) und im Zweier-Kanadier durch die Olympia-Sieger Weinstabl-Proisl (Wien) zu Meisterehren kamen und auch in den Rabmenwettbewerben tonangebend waren. Alle Meisterschaftsrennen waren überaus hart umstritten, und oft entschieden nur Zentimeter über Sieg und Niederlage.
Der einzige erfolgreiche Titelverteidiger war der KE. Wanderfalke Essen, der im Kajak-Vierer einen harterkämpften Sieg über Schnecke Linz und PSV. Berlin davontrug.
Die beiden Frauenwettbewerbe, bei denen die Titel „Reichssieger" vergeben wurden, fielen an den BSC. Lippstadt.
Weckerling und Masson Etappensieger
Die 17. Etappe der „Tour" war wieder unterteilt. Das erste Stück führte von Besan^on nach Belfort, und von hier ging dann die Fahrt weiter durch das
mir vor kurzem . ' - -Ziehen, einen. bc
Hauptfeld heraus. Das zweite Teilstück sah dann eine größere Gruppe im Endspurt, wobei Weckerling diesmal hinter Masson einkam und dadurch den Tagessieg mit dem Belgier teilen mußte. Das Hauptfeld lag auf beiden Etappen stets beisammen, alle Favoriten und auch die drei übrigen Deutschen Hauswald, Wendel und Arents wurden gemeinsam auf den 13. Rang gesetzt.*
Bei der Tour steht bereits das Bergpreis- Schlußergebnis fest. Der Italiener Gino B a r t a l i, der mit größter Wahrscheinlichkeit als Tour-Sieger in Paris einziehen wird, erwies sich als bester Bergsteiger und gewann den Wettbewerb mit 107 Punkten vor den Belgiern Verwaecke (79) und Vissers (76).
Unterkreisschießen Wetzlar-Nord.
Unter Leitung von Unterkreisschützenführer Christ fand am Sonntag in Fellingshausen das Unterkreisschießen statt. Der kleine ländliche Unterkreis erzielte ausgezeichnete Ergebnisse. Es wurde nur im militärischen Anschlag geschossen. Bei den Jungschützen gewann die erste Mannschaft von Launsbach mit 501 Ringen vor Launsbach zweiter Mannschaft mit 361 Ringen. Bester Jungschütze war Franz B e ch t o l d mit 147 Ringen.
Sieger der Schützenklasse C: Bieber mit 582 R. vor Fellingshausen (548 R.) und Launsbach (524 R). Die besten Schützen dieser Klasse waren: Herbert Metzler, Bieber, 158 R. und Otto Wagner, Fellingshausen, 158 R. Schützenklasse D: Krofdorf 535 R., Krumbach 1. Mannschaft 504 R., Bieber 2. Mannschaft 496 R. Die besten Schützen der Klasse D: Wilh. Frieß sen., Krofdorf, 145 R., und Otto C h r i st, Bieber, 144 R.
Kurze Sportnoiizen.
Zu ihrem er st en Sieg kamen die deutsch- chilenischen Hockeyspieler, die am Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau teilnehmen, in der Reichs- Hauptstadt, wo sie gegen die Zehlendorfer Wespen mit 7:1 (3:0) gewannen.
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Hessens Fußball-Gauelf trug am Sonntag in Kassel ein Probespiel gegen eine Nachwuchsmannschaft aus, daß sie mit 5:2 (2:1) siegreich gestalten konnte.
GuteStrelken-undHöhensIügebeider„ls.Mn"
Auferstehn ... das war das Zeichen, in dem das 15. deutsche Turnfest, vom 21. bis 30. Juli in Stuttgart, stand, das erste Turnfest int Dritten Reich. Viele Tausende der deutschen Turner waren ja seit langen Jahren in den Reihen der Bewegung marschiert, hatten mitgekämpft und mitgeopfert, und so wurde dieses Fest zu einer überwältigenden Siegesfeier. Nun steht zum zweitenmal im neuen Deutschland ein Turnfest bevor. Diesmal ist Breslau dafür ausersehen, die Stadt, in der vor 125 Jahren die deutsche Erhebung gegen die napoleonische Fremdherrschaft ihren-Ausgangspunkt nahm. Und auch diesmal wird sich, vielleicht großartiger denn je, die alte Turnergesinnung, die seit 1Z4 Jahrhundert immer mit in vorderster Linie im Kampf für Deutschtum und Freiheit gestanden hat, freudig erneuern. C. K.
Ein Schnappschuß von der „19. Rhön". Korpsführer^ Christiansen begrüßt nach seiner Ankunft (an? gestrigen Dienstagnachmittag) auf dem Motorslugplatz den „Rhönvater" Ursinus, indem er ihm die Hand drückt und ihm wie väterlich auf die Schultern klopft. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anz.)
Gpäthe flog 199 Kilometer.
Die Tagesbestleistung bei der „19. Rhön" schaffte am Dienstag, wie aus den letzten Landemeldungen hervorging, Wolfgang S p ä t h e von der Deutschen | Versuchsanstalt Darmstadt mit 199 Kilometer. Er flog bis zum Flugplatz in Braunschweig.
den Start ging. Ihr Rivale war ein „Kiebitz . Da dessen Maschine schneller war, durften sie früher aufsteigen. Sechs Minuten später startete der „Kiebitz". Das große Rennen ging los! Als sie den Kirchturm auf dem Zopptener Berg überflogen hatten, wandten sie sich um: Hinter ihnen lag eine „Klemm", von dem .Kiebitz" war nichts, zu sehen. Jetzt wußten sie: wenn nichts danebengeht, haben wir den Sieg in der Tasche!
Madetzki erzählt: „Specht grölte vor Freude vorne los ,Wenn ich ein Cowboy wär' (unser Leib- und Bauchlied vom Deutschlandflug her) — un^ T” gibt es eigentlich nichts mehr zu erzählen. Großer Beifall in Breslau. Nachher im Remter wurden wir groß gefeiert, und da bekamen wir auch die Goldene Plakette, den ersten Preis des Korpsführers, und ein silbernes Etui wurde uns mit Widmung und Namenszug vom Reichssportführer überreicht." *"*•
und als sie wieder auseinandergingen, da war wohl jeder von ihnen entschlossen, den Kampf gegen die Unterdrückung von außen und die Zersetzung im Innern mit erneuter Kraft zu führen. Es war die Zeit der Ruhrbesetzung und der Rheinlandsperre, den rheinischen Turnefn war die Ausreisegenehmigung verweigert worden. Viele aber hatten sich nicht abschrecken lassen, bei Nacht und Nebel waren sie ausgezogen, in steter Gefahr, von „Grenzposten" entdeckt zu werden, auf Schleichwegen oder über das Wasser schwimmend, so waren sie gekommen. Ihre Gegenwart gab dem Fest eine besondere Note, und es war fast eine Selbstverständlichkeit, daß das 14. deutsche Turn»fest in Köln stattfinden mußte. 200 000 Turner erneuerten in jenen Julitagen in Köln das Gelöbnis, für die deutsche Freiheit zu kämpfen. Was alle, fühlten, war vielleicht am ergreifendsten ausgedrückt in der Inschrift einer der vier Weihglocken, die für das Fest neu gegossen und dem Andenken der Gefallenen gewidmet waren:
„Was ich melde Volkesnot — was ich klage Heldentod Was ich mahne Dank und Flehn — was ich frohlocke Auferstehn."
Die Kriege des nächsten Jahrzehntes machten die Abhaltung von Festen unmöglich, und so fand das 4. deutsche Turnfest erst 1872 in Bonn statt. Es stand aber unter keinem glücklichen Stern. Anhaltende Regengüsse überschwemmten den Festplatz, und der Siegesgeist, der nach der endlichen Erringung der deutschen Einheit in der Turnerschaft herrschte, fand hier keinen angemessenen -Ausdruck. Dieser ungünstige Verlauf war wohl auch der Grund, weswalb diesmal acht Jahre vergingen, bis 1880 in Frankfurt a. M. das 5. Turn- f e st gefeiert wurde. Dies nahm unter großer Beteiligung namentlich auch aus dem Ausland einen glänzenden Verlauf, und von nun an fanden die Turnfeste regelmäßig alle vier bis fünf Jahre statt, und zwar 1885 in Dresden, 1889 in München, 1893 in Breslau, 1898 in Hamburg, 1903 in Nürnberg, 1908 in Frankfurt a. M., 1913 in Leipzig. Entsprechend dem ständigen Anwachsen der Turnerschaft war auch die Beteiligung von Mal zu Mal stärker, besonders für die Turnvereine Oester- r e i ch s waren die Feste immer wieder ein Bekenntnis zum deutschen Gedanken, ebenso für die auslandsdeutschen Turner. Ein Höhepunkt war das 12. Turnfest, das vom 12. bis 16. Juli 1913 in Leipzig gefeiert wurde und ganz im Zeichen der Jahrhunderterinnerung an die Befreiungskriege stand. Ahnten die vielen Tausende deutsche Turner, die hier in festlicher Begeisterung versammelt waren, vielleicht auch, daß sie bald ihre Gesinnung durch die Tat besiegeln sollten? Wenig über ein Jahr war vergangen, da standen die meisten von ihnen schon für Deutschland im Felde.
Der Weltkrieg und die furchtbaren Jahre danach machten auf ein Jahrzehnt hinaus alle Feste unmöglich, und erst 1923 lud München zum 13. deutschen Turnfest. Wie in alten Zeiten wurde auch dieses Turnfest zu einem Fanal deutschen Freiheitswillens. Es war eine der ersten Gelegenheiten nach dem Kriege, zu der Hunderttausende von deutschen Männern und Jünglingen zusammenströmten,
Bayern bezwang den Gau Niederrhein mit 5:4 (3:0) und Sachsen war mit 2:0 (1:0) über O st preußen erfolgreich.
Sonderzug ab Gießen: 1100 Teilnehmer 20 Wagen.
Die ersten Teilnehmer am Sonderzug waren schon am Nachmittag eingetroffen und hatten noch der Stadt einen Besuch abgestattet. Durch das heraufziehende Unwetter waren sie rechtzeitig zur Bahn gegangen, so daß der Sonderzug lange vor dex Abfahrt besetzt war. Da im letzten Augenblick mehr Fahrtteilnehmer vorhanden waren, als Plätze bestellt wurden, gab es sehr viel Arbeit für den Transportleiter, Staffelführer Dr. Schäfer, Reichsbundkrsisführer. Anstatt der vorgesehenen 960 waren es schließlich mehr (fls 1100 Turner und Schlachtenbummler, die die Fahri mitmachen wollten, und so mußte die Reichsbahn noch einen, den 20. Wagen anhängen lassen, wodurch sich die Abfahrt um einige Zeit verzögerte. Das war den vielen Turnern und Angehörigen, die zu Hause bleiben mußten, ganz angenehm; denn auf diese Weise konnten sie in Ruhe am Zug auf und ab pendeln und ihren Bekannten und Freunden noch manche Erfahrung von früheren Festen mit auf den Weg geben. Hugo Henkel gab seinen jugendlichen Fußballern, auf" die er besonders stolz ist, noch manchen Tip für die Stadt, die er bei den Vorbereitungen des Festes kennengelernt hat. Vereinsführer Müller rauchte vergnügt feine Zigarre; denn er hatte feine Probleme gelöst, seine Leute waren gut untergebracht, so daß sie sich jetzt ihrem „Anhang" widmen konnten, der sehr zahlreich war. Louis Vogt, der überall dabei ist, wo Turner und Schützen zusammenkommen, konnte sich vor lauter Zurufen nicht mehr helfen, so pendelte er zwischen Turnern und Schützen einher. Der Führer der Gießener Schützen, Willi Georg, tröstete ihn. In der Zwischenzeit hatte Bäckermeister Schilling die Büchsen im Wagen des Transportführers untergebracht. Die Wetzlarer Turner benutzten die Gelegenheit und zogen noch schnell um. Als der Zug ins Rollen kam, Hub ein großes Winken und Rufen an. Mit den besten Wünschen für einen guten Erfolg wurde Dr. Schäfer mit seinen Schutzbefohlenen verabschiedet zur großen Fahrt nach dem Land im Osten.
Oie „letzten Bier" im Fußballtnrnier.
In der Zwischenrunde des Breslauer Fußballturniers blieben die Gaumannschaften von Süd- west, Württemberg, Niedersachsen und Ostmark siegreich, also jene Mannschaften, denen man nach den Ergebnissen der Dorunde auch die besten Aussichten für die weiteren Kämpfe gegeben hatte. Süd west bezwang Baden, in einem bis zum Schluß aufregenden Kampf mit 4:3 (3:2), und Württemberg war in prächtigem Stil mit 5:1 (2:1) über Mitte erfolgreich. Niedersachsen bezwang Brandenburg dank besserer Stürmerleistungen mit 3:1 (1:0), und der große Favorit des Turniers, Ostmark, überspielte die Elf Schlesiens mit 8:2 (5:0) Toren.
Die Trostrunde.
Das Fußball-Trosttumier, an dem die Unterlegenen der Dorrundenkämpfe beteiligt sind, brachte am Dienstagvormittag in Breslau zwei von den vier angesetzten Spielen. M i 11 e l r h e i n spielte in der Schlesier-Kampfbahn gegen Pommern und gewann überlegen mit 6:0 (2:0) Toren, während Westfalen den vorjährigen Reichsbundpokalsieger Nordmark mit- 4:2 (3:1) besiegte. Dieses Treffen fand in der Jahnkampfbahn statt.
Die unterlegenen Mannschaften der Zwischenrunde nehmen nun zusammen mit den Siegern der viep Trostrundenspiele vom Dienstag, das sind Bayern, Westfalen, Mittelrhein und Sachsen, an den weiteren Kämpfen des Trostturniers teil.
Es "SxSS
_ herrlichstem Sommerwetter wurden Samstag auf dem Baldeney-See bei Esten 1. Großdeutschen Kanu-Meisterschaften in Angriff genommen. Zur Entscheidung standen die Titel über die lange Strecke (10 km) in fünf Bootsarten. Von den vorjährigen Meistern konnte sich lediglich der Düsseldorfer E. K l e ck e r s im Einer-Kajak behaupten, während die übrigen Titel neue Besitzer fanden. Sehr erfolgreich kämpften die Kameraden aus der Ostmark. Olympiasieger Gregor Hradetzky (Wien) sicherte sich die Meisterschaft im Einer-Faltboot nach einem unerhört harten Kamps über die ganze Strecke gegen Nowatzki (Breslau), der im Ziel nur eine halbe Bootslänge (!) zurücklag, und dem Vorjahrssieger Rein (Düsseldorf). Einen zweiten Wiener Erfolg gab es im Zweier-Kanadier, wo die Olympioniken Weinstabl-Proisl gewannen. Eine untergeordnete Rolle spielten dagegen die Berliner Olympiasieger Horn-Hanisch im Faltboot-Zweier; Kreh - Fuchs vom Mtv. München tarnen hier zu Meisterehren. Im Zweier-Kajak endlich sicherten sich T r i e b e - E b e r l e (Tgd.
Ereignis, auf dem leidenschaftliche Reden über die kommende deutsche Einheit gehalten wurden. Unter den 113 Vereinen mit ihren 52Fahnen erregten besondere Begeisterung die S ch l e s w i g - H o l st ei- ii e r, die ihre Fahne in tiefe Trauer gehüllt hatten. Beim Abschied ließen sie das schwarz umflorte Abzeichen den Turnern von Koburg zurück und schwuren, wenn Schleswig-Holstein einst frei wäre, die Fahne als Siegeszeicken heimzuholen. Herzog Ernst von Kourg, der als fürstlicher Beschützer dieser nationalen Bestrebungen erschien, wurde wegen dieser Haltung von Gegnern vielfach angegriffen und als „Schützenherzog" verspottet. Dennoch fand bereits ein Jahr später das zweite deutsche Turn- f e ft in Berlin statt. Aus der Hasenheide wurde hier das Andenken an die Anfänge des deutschen Turnens gefeiert und der Grundstein zum Jahn- Denkmal gelegt. Maßmann, der Veteran der Turn- bcroegung und die Einheitsbestrebungen, sprach zur Begrüßung ein Gedicht, in dem die Verse:
„So kehret heim und sagt, was ihr gesehen, Daß an der Spree auch deutsche Lüfte wehen" tosende Beifallsstürme hervorriefen.
Das 3. iurnfeft, 186 3 in Leipzig, war dem Gedenken der Schlacht von Leipzig gewidmet. Zahlreiche österreichische und auslandsdeutsche Vereine waren vertreten. Ihnen allen sprach der damals noch jugendliche Professor von Treitschke aus der Seele, als er feine Festrede schloß: „An uns ist es, auf dem von unseren Vätern befreiten Boden das von ihnen begonnene Werk zu vollenden, jenes einige Reich zu gründen, das vor ihrer Seele nur als ein blasses Band der Sehnsucht schwebte... Ihr werdet helfen, das Volk unserer Väter nicht zuschande werden zu lassen. Deutsche, geliebte Landsleute, ihr alle, wes Stammes, wes Gaues ihr seid, stimmt ein in den Ruf: Es lebe Deutschland!"
gingen sie so tief wie nur eben möglich, flogen die weißen Balken nach der Reihe in gleicher Geschwindigkeit ab. Madetzki visierte sie über das Flügelprofil an und stoppte die Zeit des Längs- fliegens ab. Specht tat dasselbe. Und sie stellten auf diese Weise fest, daß beide Balken gleich lang waren.
Dann die nächste Ausgabe: Sie hatten die Zahl der Segelflugzeuge feftzustellen, die in einem angegebenen Gelände ausgelegt worden waren. Auch das gelang ihnen. Dann ging es ab nach Gleiwitz, unterwegs wurde der Meldebeutel mit den Lösungen fertiggemacht, den sie dann, wie es vorgeschrieben war, in einem Zielkreis von 15 Meter abwerfen mußten.
Zuletzt das Luftrennen.
Das Luftrennen Neiße—Breslau beschloß den Sternslug. Sie lagen an zweiter Stelle, als es an
Der dritte Wettbewerbstag der „19. Rhön" auf der Wasserkuppe gestaltete sich ereignisooll und leistungsreich. Von 9 Uhr bis in die Nachmittagstunden hinein herrschte, begünstigt durch schöne ommerkiche Witterung, ein sehr reger Wettbewerbsbetrieb. Insgesamt wurden 129 Starts durch Motor- chlepp- und Gummiseilstart durchgeführt. Die Ge- amtstreckenleistung des Tages dürfte weit über 5000 Kilometer betragen. Die Tages-Preisaus- chrei'bung verlangte am Dienstag Zielftreckenfegel- liige und bevorzugte Meldungen nach Göttingen, das um 17 Uhr bereits von acht Wettbewerbs-Teilnehmern erreicht war. Sowohl in Einzel- wie auch Doppelsitzern hatten sich die Piloten auf die 118 Kilometer lange Tagesstrecke gemacht, und eine ganze Reihe kam im Laufe des Spätnachmittags am Ziel an. Andere Segelflieger landeten im Harz. Die weiteste Strecke flog Kurt Schmidt von der NSFK.-Gruppe Baden, der nach 190 Kilometer Hildesheim erreichte. Ludwig Hofmann (Berlin) setzte nach 163 Kilometer bei Goslar auf. Opitz von der NSFK.-Gruppe Hefsen-Westmark kam mit einer Leistung von 183 Kilometer in der Nähe von Gronau im Kreise Hildesheim an. Der württem- bergische NSFK.-Pilot Kraft kam mit 175 Kilometer bis nach Bodenwerder. Die beste Leistung mit einem schwanzlosen Segelflugzeug erzielte der Obergefreite Scheid Hauer mit 148 Kilometer, die er bis nach Einbeck (Provinz Hannover) zurück- legte.
In der bisherigen Gesamtwertung steht Peters von der NSFK.-Gruppe Mitte mit 425,7 Punkten an der Spitze; Peters hat übrigens auch mit 4200 Meter die bisher größte Startüberhöhung erzielt. An zweiter Stelle in der Wertung steht Boy von der NSFK.-Gruppe Hannover mit 425 Punkten von Treuter (NSFK.-Gruppe Mitte) mit 423 Punkten.
Der Korpsführer des NSFK., Christiansen, traf am Dienstag mit einer zweimotorigen Focke-Wulf „Weihe" auf der Wasserkuppe ein, wo er einige Tage unter feinen Segelflieger-Kameraden weilen wird.
Der „Turnvater" Jahn galt in den Jahren der Reaktion nach den Freiheitskriegen als „der Erfinder des höchst gefährlichen Gedankens der deutschen Einheit", und in der Tat hat er selbst bekannt, daß diese Einheit „der Traum seines erwachenden Lebens, das Morgenrot seiner Jugend, der Sonnenschein seiner Manneskraft und der Abendstern, der ihm zur ewigen Ruhe winkte", gewesen sei. Immer ist die deutsche Turnerschaft Geist von seinem Geist gewesen, das heißt immer war sie Träger des vaterländischen Gedankens. So konnte es nicht ausbleiben, daß die Turnerschaft an den jeweiligen Zeitereignissen und dem politischen Leben stärksten Anteil nahm und ihr Schicksal davop mitbestimmt wurde. So kam es zur Unterdrückung des Tutens im Zuge der „Demagogenverfolgungen" nach 1819, zur sogenannten „T u r n s p e r r e". Mit Recht sahen die damaligen Regierungen in den Turnern Vorkämpfer des Gedankens der deutschen Einheit, aber so wenig sich der nationale Gedanke in Deutschland ausrotten ließ, so wenig ließ sich auf die Dauer das Turnen unterdrücken. Erst heimlich, dann offen wurde es immer mehr gepflegt, und in den vierziger Jahren war es in den meisten deutschen Bundesstaaten an den Schulen wieder eingeführt. Längst war der Wunsch nach einem allgemeinen deutschen Turnfest, das alle deutschen Stämme in Bekenntnis zum großen Daterlande vereinen sollte, laut geworden. Aber das Jahr 1848, das viele Turner im Kampf für diese Einheit auf die Barrikaden führte, brachte den Turnern neue Verfemung, und keine Landesregierung wollte ihnen die Tore öffnen, bis Herzog Ernst von Koburg- Gotha das Eis brach.
Das erste allgemeine deutsche Turnfest vom 16. bis 19. Juli in Koburg wurde, ob gewollt ober nicht, zu einem bedeutenden politischen
Immer näher rückt der Beginn der Wettkämpfe. Noch werden zwar die fahnenübersäten Straßen, die herrlichen Plätze mit den wundervollen historischen Bauten und die aus Anlaß des Festes veranstalteten Ausstellungen gebührend besucht und bewundert, aber die Aktiven zieht es auch schon hinaus auf die Kampfplätze, um die Stätten der kommenden Kämpfe in Augenschein zu nehmen. Voll des Lobes ist man über die herrlichen Anlagen des Hermann-Göring-Sportfeldes, die ohne Zweifel zu den besten und schönsten Europas gehören. Daß bei einem Sportfest, das aus nicht weniger als 61 Groß- • Veranstaltungen mit rund 30 000 Wettkämpfern besteht, selbst bei derartigen Anlagen Dorkämpfe auch außerhalb der Feftstadt notwendig sind, ist verständlich. So mußten die Fußballer ihre Vorrunden- und einen Teil der Zwischenrundenkämpfe am Sonntag und Dienstag in der „Provinz" ausgetragen, ebenso starteten die Boxer ihre Kämpfe um die Gau-Meisterschaft am Dienstag außerhalb Breslaus.
Heute: Großkampftag der Jugend.
In den beiden Zeltlagern der Hitler-Jugend in der Nähe der Kampfstätten ist die Spannung bereits auf 6en Höhepunkt gestiegen, denn der Jugend ist ja der erste Großkampftag am Mittwoch, der Tag der festlichen Eröffnung der Wettbewerbe, Vorbehalten. 6000 Jungen und Mädel sind es, die ihrem Tag entgegenfiebern. Die Jungen sind am Leerbeuteler Berg in 102 Langzelten untergebracht, während die Mädel auf der Herthawiese in 170 etwas kleineren Zelten wohnen. Kaum eine Viertelstunde beträgt der längste Anmarschweg zu den Kampfstätten. Beide Lager sind mit Lautsprecheranlagen, besonderen Verpflegungszelten, Fernsprecher, Postamt, Feuerlöscheinrichtungen und vorbild- - lichen hygienischen Einrichtungen versehen. Aerzte und Aerztinnen stehen in genügender Anzahl zur Verfügung, und für die Verpflegung ist die Gau- küche der NSV. des Gaues Schlesien verantwortlich.
Oie Borrunde des Aoxturniers.
Im Freiluftring des Hermann - Göring - Sportfeldes wurde am Dienstagnachmittag bei brütender Hitze das Boxturnier der Gaumannschaften mit zwei Dorrundenbegegnungen eingeleitet. Die 16 Kämpfe, denen etwa 1500 Besucher" beiwohnten, wurden in stark drei Stunden abgewickelt. Nordmark, das ohne den deutschen Meister Baumgarten antrat, hatte gegen Württemberg einen schweren Stand und gewann nur knapp mit 9:7 Punkten. — Westfalen dagegen, in dessen Staffel überraschend Schnarre im Halbschwergewicht boxte, gab der Vertretung der Ostmark mit 12:4 das Nachsehen, obwohl die Ostmärker wesentlich bessere Kämpfe lieferten, als bei den deutschen Meisterschaften in Frankfurt. Nordmark und Westfalen haben sich damit für die Zwischenrundenkämpfe am 28. Juli qualifiziert. Der Gau Niedersachsen erreichte kampflos die Zwischenrunde, da Pommern feine Meldung in letzter Stunde zurückzog.
In Liegnitz unterlag Südwest den Schlesiern mit 8:10, und anschließend trennten sich Mitte und Ostreußen 8:8 unentschieden. In Görlitz behielt Brandenburg sicher über Bayern mit 10:6 die Oberhand, und Dann ging Hessen gegen den starken Niederrhein 2:14 ein. In Hirschberg trug Niedersachsen (da Pommern zurückgezogen hatte, einen Freundschaftskampf in sechs Gewichtsklassen gegen eine verstärkte Hirschberger Staffel aus und gewann klar mit 12:0 Punkten. Anschließend landete der Mittelrhein einen eindrucksvollen 12:4- Sieg über Sachsen. Die Zwischenrunde bestreiten nunmehr: Westfalen — Nordmark; Mittelrhein gegen Niedersachsen; Brandenburg — Niederrhein; Schlesien — Mitte oder Ostpreußen.
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