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nit 151,50 (151,75).

Wie Vannsührer Mdetzktz den Schlesienflng gewann

Sie L Senische Sporianssiellung in Sreslan!

3m Prefsehotel treffen die Berufskameraden aus llen Teilen des Reiches ein. Sie haben vormittags en begeisterten Empfang den Sonderzüge mit olksdeutschen Gruppen aus der Tschecho-Slowakei Tlebt. Man sitzt nun zusammen und beratschlagt, ^as im weiteren Verlauf des Tages noch zu er­digen ist. Die ganz Schlauen fahren mit dem Sagen in Schlesiens Berge, wo sie in Talsperren Seen wundervolle Badegelegenheiten finden. Auch tiie Bäder an der Oder sind am Nachmittag ein willkommenes Ziel.

Man kann freie Stunden aber auch zu einem beschaulichen Besuch der 1. Deutschen Sportaus- s ellung verwerten, denn diese Ausstellung bringt tiiele Einzelheiten, über die nachzudenken sich lohnt. 'Salb stehen wir in der Ehrenhalle des Poelzig- Baues draußen neben der Jahrhunderthalle. Eine wohltuende Ruhe und eine unwahrscheinliche Kühle empfängt den Besucher. Man geht langsam und '«oller Spannung durch die vielen Räume der Aus- e Illing.

lauGleiwitzNeiße lösten sie ausgezeichnet. Sie hatten zuerst einmal festzustellen, ob die Längs­und Querbalken eines auf der Strecke ausgelegten weißen Kreuzes unterschiedlich oder gleich lang waren. Madetzki und Specht wußten sich zu helfen.- Während ihre Konkurrenz in großer Höhe kreuzt^

auf nahezu allen Wie. Die Haltung erholten'Mittags,

Madetzki,ich gab ganz wenig

Maschine sehr langsam flog, bann, auf die Sekunde pünktlich, gingen wir herunter".

Ihre Orteraufgaben auf dem Streckenflug Bres-

imieren", erzählt las, so daß die

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liegend behaupten, leichter mit 108,50,

Die dachten, wir würdenal

Beim Generalappell: Schmuck nahmen sich die sudetendeutschen Turnerinnen in ihren dunklen Mieder-Jäckchen aus. (Scherl-Bilderdienst.)

Wochen beendet. Man will mit diesen Kursen den Künstler aus dem Atelier herausführen und ihm Gelegenheit geben, alle Zweige der Leibesübungen kennenzulernen.

Die AusstellungSport und Kunst" will nur als erster Versuch gemerkt werden. Man kann ehrlich überzeugt behaupten, daß dieser Versuch auf der ganzen Linie gelungen ist.

Empfangsfeier im Breslauer Remter.

Im Remter des Breslauer Rathauses, dem Denk­mal deutschen Bürgerstolzes, begrüßte am Diens­tagmittag der Oberbürgermeister der Feststadt Bres­lau, Dr. Friedrich, die Vertreter der deutschen Turn- und Sportvereine im Auslande. Der Ober­bürgermeister schloß sich in seiner herzlichen An­sprache den Willkommensworten an, die der Reichs­sportführer, Staatssekretär v. Tschammer und O st e n , bereits bei einer anderen Gelegenheit an die volksdeutschen Gäste des Turn- und Sportfestes gerichtet hatte. Der Oberbürgermeister betonte, daß sich Breslau angesichts der geographischen Lage Schlesiens mit den Brüdern und Schwestern von jenseits der Grenzen besonders eng verbunden fühle. Das am Schluß der Ansprache auf den Füh­rer und Reichskanzler ausgebrachte Sieg-Heil hallte machtvoll und stark durch die festliche Halle des Remter.

Der Reichssportführer gab bei einem anschließen­den Beisammensein zur Kenntnis, daß es dem Reichsjuaendführer durch Erkrankung leider nicht möglich sei, nach Breslau zu kommen.

Gemeinschastsfest aller Deutschen."

Tagung der auslandsdeutschen Turn- und Sport- vereine.

In der Aula der schlesischen Friedrich-Wilhelm- Universität findet während des Turn- und Sport­festes eine Tagung der Führer der auslandsdeut- jchen Turn- und Sportvereine statt, die am Diens­tag mit einer Ansprache des Reichssportführers, Staatssekretär von Tschammer und Osten, eingeleitet wurde.

Der Reichssportführer betonte einleitend, durch die Teilnahme von deutschen Turnern und Sport­lern aus aller Welt sei in Erfüllung gegangen, was von Anfang an sein Wunsch war, das Turn- und Sportfest zu einem Gemeinschaftsfest aller Deut­schen zu machen. Er schilderte sodann in umfassen­den Ausführungen, welche Aufgaben er sich als Reichssportführer gestellt habe. Höchster Zweck sei, die dem Reichsbund angehörenden Männer und Frauen .zu leistungsfähigen Gliedern, des Volkes zu erziehen. Anschließend nahm Konrad Henlein das Wort, um in längeren Ausführungen einen Ubeberblirf über die Geschichte der Turnbewegung in der österreichisch-ungarischen Monarchie und in der Tschecho-Slowakei zu geben.

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wagen in eine der unzähligen Einbahnstraßen hin­eingerät. Es herrscht Festesfreude in Breslau,, und durch nichts ist diese Freude zu stören. Es ist wich­tig, das zu wissen, denn wenn es dem Wettergott jetzt einfallen würde, einen Regenguß zu schicken, dann , könnte auch dieser Zwischenfall keinen Men- jchen aus der Ruhe bringen.

In der Innenstadt herrscht fieberhaftes Leben! Man will die volksdeutschen Brüder aus dem Aus- Vanbe würdig empfangen. Trotz Sonnenglut und Iulihitze macht man sich auf dem Weg zum Haupt­bahnhof und zum Freiburger Bahnhof, denn hier '.Nüssen im Laufe des Vormittags die Züge aus der Tschecho-Slowakei einfahren. Die Absperrmannschaf- ten haben alle Hände voll zu tun, um die begei­sterten Breslauer zurückzuhalten. Der Schweiß läuft den braven ^-Männern in Strömen von der Stirn, und ihre Uniform ist staubig van außen und I naß von innen. Wir haben uns mühsam zum Bahn- 'ieig durchgeschlagen und werden hier angesteckt von »er fieberhaften Erwartung, die über der ganzen Stadt liegt. Endlich kommt der Zug in Sicht.

Schon lange vor der Einfahrt des Zuges find i»ie Wagenfenster dicht belagert, ein Winken, Rufen aus allen Abteilen und brausende Begeisterung, als

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der Zielhafen in einer Fluggeraden von 4 Kilometer angeflogen werden; sie konnten also nicht, wie man sich das wohl als Laie vorstellt, wenn sie früher dort ankamen, noch ein wenig über dem Feld ihre Kreise ziehen. Jede Sekunde des zu frühen oder zu späten Ueberfliegens der Ziellinie (in einer Höhe von 50 bis 100 Meter) ergab einen Minuspunkt.

Sie bekamen 20 Minuspunkte! Das lag daran, daß in Görlitz, wo sie noch einmal Zeit genommen hatten, die Uhren falsch gingen. Dafür holten sie sich null Minuspunkte beim Regelmäßigkeit s- f I u g HirschbergSchweidnitz, der ihnen die 2Uif- gabe stellte, drei markante Punkte zu überflie^n, und zwar nicht höher als 300 Meter und nicht tiefer als 100 Meter. Das Ueberfüegen des Zielbandes auf dem Flugplatz Hirschberg mußte in einer Höhe von 50 bis 100 Meter erfolgen.

Geschafft Auf die Sekunde genau.

Sie schafften es auf die Sekunde! Sie saßen mit der Stoppuhr in der Hand in ihrer Kiste und mach­ten sich durch Zeichen verständlich, daß es noch einige Sekunden Zeit hat, um pünktlich zu kommen. Unten auf dem Platz liefen die Menschen zusammen.

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her Zug in die Bahnhofshalle rollt. Die Absperr­mannschaften leisten unmenschliche Arbeit und auf tien Bahnsteigen können sie gerade noch standhal- len. Unten aber, auf dem Vorplatz, werden die Sperrketten durchbrochen, als die sudetendeutschen Kameraden aus dem Bahnhof kommen. Sie sind Zunächst sprachlos über diesen Empfang. Sicherlich hatten sie mit einem freundlichen Willkommensaruß gerechnet, aber was sie erlebten, das war der Aus­guck herzlichster und blutsbrüderlicher Verbunden­heit. In dieser ersten Minute haben die volksdeut- chen Brüder erkannt, um was es uns in Breslau geht, und diese entscheidende Minute ist ihnen Richt­linie nicht nur für die Breslauer Festtage, sondern für ihr ganzes volksdeutsches Leben in fremden Landen.

Unter dem Jubel der Massen formieren sich die udetendeutschen Turner und Sportler zu einem Zug, der durch die Hauptstraßen nach dem Fest- olatz zieht. Schmuck sehen die Burschen in der Tracht »er Ascher Turnschule aus, einem grauen Jackett nit schwarzem Schlips, grauer Hose und großem «rauen Hut. Auch die Mädel tragen die einheitlich iraugrüne Kleidung des Deutschen Turnerbundes, »ährend die Jungen in der Wanderkleidung im Bug marschieren. Der kurze Marsch durch die Stra- len der Stadt wird zu einem Triumphzug ohne­

gleichen. Die Sperrketten wurden durchbrochen, und Arm in Arm zog man jubelnd und singend durch Breslau. Das ist der Empfang der deutschen Brü­der und Schwestern aus der Tschecho-Slowakei. Und dann entrollten sie ihre Fahnen und Banner, die sie bis dahin in Koffern und Rucksäcken säuber­lich verschnürt mit sich getragen haben. Voller Stolz tragen sie ihre Fahnen und freuen fich ehrlich an der Achtung, die man diesen so oft geschmähten und geschändeten Symbolen erweist. Die deutschen Tur-' ner und Sportler aus den deutschen Gebieten Nord- böhmens haben einen mustergültigen Eindruck ge­macht.

Sie sprechen nicht über sich selbst, diese jungen deutschen Männer und Frauen, und wir können an­gesichts der Feststimmung in Breslau verstehen, daß sie im Augenblick noch nicht über das sprechen wol­len, was hinter ihnen liegt, sondern daß sie mit vollen Zügen die Tage des deutschen Sportes er­leben wollen, die noch vor ihnen liegen. Aus Bo­denbach sind sie gekommen, aus Warnsdorf, Haida und aus Deutsch-Gabel, aus dem Land um den Jeschken sind sie herbeigeeilt, aus den deutschen Orten Gablonz, Tiefenbach und Groftau fuhren sie im Sonderzug nach Breslau, um hier neue Kräfte zu sammeln für den Kampf, den sie freudig und stolz für ihr Deutschtum kämpfen. Auch aus der Reichenberger Gegend, aus Mähren und aus dem Egerland trafen im Laufe des Tages Sonderzüge ein. Stets der gleiche, jubelnde Empfang!

Nachdem sich nun die volksdeutschen Gruppen nach uyd nach alle in Breslau versammelt haben, lag nichts näher als ein Besuch in ihren QUar- tieren. Es ist naturgemäß schwer, in diesen Tagen jemanden ,^u Hause" anzutreffen, und Glück hat der Besucher meist nur unter Mittag, wenn sich alles hungrig in den Quartieren einfindet. In der Mäd­chenberufsschule in der Clausewitzstraße sind die su­detendeutschen Kameraden und Kameradinnen un­tergebracht. Auf den Korridoren sind lange weiß­gedeckte Tafeln aufgestellt, und im Nu hat jeder, fröhlich schwatzend, seinen Platz eingenommen. Es gibt Gulasch mit Reis. Die Mengen, die von den Jungen und Mädeln vertilgt werden, sind der beste Beweis für die Kochkunst der Männer vom Hilfs­zug Baiern.

In der Posener Straße sind die Männer aus Sie­benbürgen, aus dem Banat und aus Bessarabien untergebracht. Hier herrschte bereits Aufbruchstim- mung, als wir ganz zufällig hereinschneiten. Koffer werden gepackt, Rucksäcke verschnürt und Mäntel werden zusammengerollt. Diese deutschen Kamera­den unternehmen eine Fahrt ins Reich. Sie wollen Dresden besuchen, die Stadt der Reichsparteitage besichtigen und selbstverständlich einige Stunden auf dem deutschen Rhein fahren. Aber am Wochenende find sie wieder in Breslau, denn den Höhepunkt des Festes wollen sie sich nicht entgehen lassen. Sie haben sich ein ganzes Jahr lang auf diese Deutschlandfahrt gefreut.

Und wenn wir sie fragen, was ihnen bis jetzt in Breslau gefallen hat, dann geben uns alle die gleiche Antwort: das FestspielVolk in Leibesübun­gen" in der Schlesierkampfbahn. Damit haben sie nicht zu viel gesagt, denn dieses 'Festspiel ist die schönste lebendige Bilderfolge aus der Geschichte der deutschen Leibesübungen, die jemals zusammen­gestellt wurde.

heit der deutschen Leibesübungen mit allen ihren schlechten Begleitumständen.

Der Besucher wird dann weiter geführt in die Hallen, die von der Geschlossenheit der deutschen Leibeserziehung im Deutschen Reichsbund für Lei­besübungen ein deutliches Bild geben unibin diesen Darstellungen liegt dann wieder der anWre Ruhe­punkt. Vom Pferd zum Deutschen Reichsbund, eine Linie, die schaffende Künstlerhand meisterlich gestal­ten könnte. Man hat mit einfachsten Mitteln propa­gandistisch wirksam diesen Weg gezeichnet. Es wird auf die Ausbildungsarbeit im DRL. hingewiesen, die hauptsächlich in der Deutschen Reichsakademie für Leibesübungen vor sich geht, man sieht den klaren Aufbau des Reichssportamtes, wird infor­miert über die Arbeit der Presse, des Funks und des Films und bewundert die Bauten deutscher Städte für die sporttreibende Jugend. Wir glauben allerdings, daß man diese Wirkungen auch dann er­zielt hätte, wenn man dem Besucher weniger stati­stische Darstellungen vorgeführt hätte.

Selbstverständlich nimmt die Darstellung von dem Stand der Ausgrabungen in Olympia einen breiten Raum ein.

Mit besonderen Erwartungen betreten mir den Raum, der der Kunst im Sport vorbehalten ist. Die Einbeziehung des Kunstwettbewerbes für Werke lebender deutscher Künstler auf dem Gebiet der Baukunst, Malerei und Graphik, Bildhauerkunst, Literatur und Musik bedeutet einen ersten Versuch, diesen Wetbewerb nach olympischem Vorbild in das Programm großer sportlicher Veranstaltungen ein­zugliedern. Die Ausstellung bietet besonders dem Sportsmann viel, der in den Bildwerken sehen will, wie der Künstler den Menschen im Kamps oder in der Bewegung erkennt. Alle Bildwerke und Schöp­fungen der Bildhauerkunst zeigen einmütig natura­listisch, daß der Künstler die Schönheiten des mensch­lichen Körpers in Augenblicken höchster Konzen­tration und Anspannung sehen gelernt hat. Deut­licher als jede Zeitlupe zeigt der Maler die Har­monie der menschlichen Bewegung und mit Mei­sterhand wissen Männer Schönheiten in höchster Vollkommenheit zu malen. Welche beherrschte. Be­wegung liegt in der Figur des Abfahrtsläufers, der auf seinem BildwerkSlalom" dargeftellt wurde. Welches Tempo kommt anderseits aber auch auf dem BildeEishockey" zum Ausdruck. Von be­stechender Schönheit ist ein Oelgemälde von Hans Hähnel-OederauDer Kampf". Zwei Säbelfechter kämpfen mit letztem Einsatz um Treffer und Sieg. Die vielen Bilder zeigen deutlich, daß sich hier Künstler mit dem ThemaSport" bereits ernst und erfolgreich auseinandergesetzt haben.

In diesem Zusammenhang findet eine Ausstellung von Zeichnungen und Entwürfen Interesse, die vom 1..Künstlerlehrgang der Reichskammer der bildenden Künste an der Reichsakademie für Leibesübungen gezeigt werden. Dieser Lehrgang wurde als zwei­monatiger Kursus durchgeführt und in diesen

Raschinenaktien er- MM. 125 (127), i (126,50), Rhein. 144,50 (145), Mer ertön u. a. Scheide- 130, Gessürel H. mit 167, Rekck 26,25 (126,75) und 35,25). Bankaktm Der festverzinslich« ruhig. M.-Farben- ofama II unoem ft Sommimablh1

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Breslau, 26. Juli 1938.

Drückende Hitze lastet über der Feststadt Breslau. Unbarmherzig schickt die Sonne ihre sengenden Strahlen vom blauen Himmel herab, die Hitze glost förmlich im Häusermeer Breslaus, sie läßt den Äsphalt weich werden, auf dem der Verkehr müh­sam geregelt ohne Unterbrechung brandet. In den festlick geschmückten Straßen hängen die Haken- kreuzoanner, mit goldenen Bändern verziert, lang und unbewegt. Alles lechzt nach frischer Luft. Aber kein Windhauch schafft Kühlung! Und doch kriechen die Menschen nicht schwitzend und schlecht gelaunt durch die Straßen, sondern sie hasten quicklebendig durcheinander und tun ganz so, als ob diese Hitze in Breslau etwas. Alltägliches wäre. Man lacht und freut sich, nimmt niemandem etwas krumm, wenn er falsch über die Straße geht oder wenn ein Kraft-

Gleich im ersten Raum steht ein Pferd. Etwas dünn sind seine Beine, seine Lederhaut ist reichlich abgenutzt und sein Roßschweif baumelt zerschlissen herab. Dieses Pferd kauften Turner ihrem Meister Friedrich Ludwig Jahn für blanke 150 Taler. Fast 130 Jahre ist es her, als dieses Pferd als Turn­gerät auf der Hasenheide vor den Toren Berlins seinen Zweck erfüllte, 130 Jahre ist es her, seit dick­bäuchige, säbelrasselnde, schnauzbärtige Hüter der Ordnung dieses Turngerät mißtrauisch betrachteten, weil sie darin ein staatsfeindliches Instrument sahen. Nicht die Wandgemälde über die Entwicklung der Leibesübungen vermögen uns aufzurütteln, nicht das Gewehr Ludwig Jahns, mit dem er in die Freiheitskriege zog, sondern ganz allein dieses schlichte hölzerne Pferd packt uns, weil wir hier unmittelbar den Fortschritt spüren, den die deutschen Leibesübungen in der kurzen Spanne von 125 Jah­ren gemacht haben. Dieses Pferd ist der Anfang dieser Sportausstellung, es ist gleichsam Symbol. Dann kommen die Darstellungen von der Zerrissen-

Sudetendeutsche Turner zum Appell auf dem Schloßplatz angetreten. (Scherl-Bilderdienst.)

Volksdeutsche Vrüder begeistert empfangen.

Von unserem Sonderberichterstatter Dr. Stabenow.

Erst seit einem Jahr in derKiste"^

Bannführer Madetzki ist 25 Jahre alt, er war wohl einer der jüngsten Flugzeugführer, die an dem Schlesien-Sternflug teilnahmen, der vom NS.- Fliegerkorps in Breslau veranstaltet wurde. 60 Mann schärfste Konkurrenz standen neben ihm, dar­unter Flieger, die einen Nomen hatten. Sie traten dennoch an, Madetzki und sein Orter Specht. Um ihre Leistung ermessen zu können, muß man wissen, daß Madetzki erst seit dem Februar vergangenen Jahres fliegen kann, daß er nach ein paar kleinen Uebungs- und Trainingsflügen erstmalig mit der Mannschaft der Flieger-HI. an zwei Wettbewerben teilnahm, daß er fein berufsmäßiger Flieger ist, sondern nur höchst selten in eineKiste" steigen kann, die ihm und seinen Kameraden das NSFK. zur Verfügung stellt.

DieKlemm 25" sahen sie an dem bewußten Samstag zum erstenmal auf dem Rangsdorfer Sportflughafen bei Berlin. Es ist ganz klar, daß sie erregt waren, hinzu kam noch, daß Q B I war, also Startverbot wegen des Nebels, der über dem weiten Platz lag. Seit 8 Uhr warteten sie, endlich um 9.30 Uhr konnten sie aufsteigen.

Bannführer Madetzki, der als Hauptreferent im Personalamt der Reichsjugendführung Dienst tut, und Stammführer Specht vorn Gebiet 20, Stutt­gart, kannten sich vom Deutschlandflug her, sie waren ganz und gar aufeinandereinoespielt". Und nun ging's los, mit Rückenwind. Ihre Maschine leistete 140 Kilometer in der Stunde.

Ihre erste Aufgabe bestand aus einem Pünkt- l i ch k e i t s w e 11 b e w e r b. Sie mußten um Punkt 11.50 Uhr in Hirschberg eintreffen, und zwar mußte

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