Am Himmelfahrtstag hat der Führer in Fallersleben den Grundstein zu der Dolkskraftwagenfabrik gelegt, und der Leiter der deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat vor wenigen Tagen auf dem lOjähri- gen Jubiläumsparteitag der NSDAP, zu Königsberg feine Ueberzeugung dahin ausgesprochen, daß nach zehn Jahren jeder tüchtige und sparsame Qualitätsarbeiter seinen eigenen Kraftwagen haben werde. Ende 1937 ist der 2000. Kilometer der Reichsautobahnen, der „Straßen des Führers", fertiggestellt worden. Immer neue Strecken des 10 000 Kilometer umfassenden Autobahnprojekts wachsen zusammen. Auch in anderen Großstädten lockern sich die Stadtkerne und schaffen freie Bahn' für das modernste Straßenverkehrsmittel, den Kraftwagen.
Unsere Jugend wird zur Motorisierung erzogen. Eine große Gliederung der Partei, das nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK.) unterweist die Jugend in Motorkunde und veranstaltete jene motorsportlichen Wettbewerbe, die in der ganzen Welt zunehmende Beachtung finden. Wir stehen also vor einem großen Aufschwung der Motorisierung. Der planmäßigen Erziehungsarbeit der Verkehrspolizei und des NSKK. ist es bereits gelungen, in einer Zeit schnell zunehmender Kraftwagenhalturrg die Unfallziffern erfreulich herabzudrücken. Es wäre aber unerträglich, wenn ein irgendwie erheblicher Hundertsatz unseres Volkes auch künftig noch die Verkehrsvorschrift'en weniger ernst nähme als andere Vorschriften des Staates. Wenn aber auf einem Gebiet die Belehrung und das gute Beispiel der Einsichtigen und der Disziplinierten wirksam werden kann, so ist es auf dem der Verkehrsordnung.
Und die Eiligen? — Wer zu plötzlich und zu schnell morgens von Haufe zur Arbeit aufbricht, läuft Gefahr, Wichtiges vergessen zu habey und dann mit mehrstündigem Zeitverlust zu büßen, was er morgens durch Gewinnung einer halben Minute zu profitieren hoffte. Zeit ist Geld! — heißt es. Gewiß! Aber ob der Zeitgewinn bei unbefugter Kreuzung des Straßendammes mehr wert ist als die Ordnungsstrafe, die künftig mit sehr diel größerer Regelmäßigkeit gegen den Verkehrssünder, verhängt werden dürfte, wird für mindestens 99 v. H. aller Eiligen zu verneinen sein. Und wenn der Eilige und Unvorsichtige Opfer eines Verkehrsunfalls wird? Dann büßt er mit wochenlangem Krankenhausaufenthalt und etwa gar mit lebenslänglichem Siechtum jenen törichten und verantwortungslosen Entschluß, den Derkehrsbestim- mungen ein Schnippchen zu schlagen.
In diesen Tagen werden für Kraftfahrer Probefahrten veranstaltet: zwei Wagen verlassen zu gleicher Zeit in einer verkehrsreichen Stadt einen gleichen Startplatz und streben auf dem gleichen Wege dem gleichen Ziele zu. Der erste Wagen beachtet gewissenyäft alle Verkehrsvorschriften und übt darüber hinaus jeyes Maß zusätzlicher Rücksicht, das sich nun einmal nicht in Paragraphen kleiden läßt. Der andere Wagen läßt — ohne gerade den Verkehr grob zu gefährden — 5 gerade sein und sucht sein Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Was ist wohl — und das hat man bereits^ vielfach erprobt — der Zeitgewinn eines solchen rücksichtslosen Fahrers gegenüber seinem rücksichtsvollen Derkehrskameraden? Auf einer Strecke von 20 Minuten Fahrt vielleicht 2 Minuten, oft sogar nur 1 Minute und weniger! Und dann soll es sich lohnen, sich und andere Menschen in Gefahr zu bringen?
Der Führer hat einige Tage vor Beginn der Unfall-Derhütungswoche den Korpsführer Hühnlein des NSKK. beauftragt, Vorschläge dafür auszuarbeiten, wie die Kraftomnibus-Unfälle vermindert werden können. Die bald darauf vom Korpsführer Hühnlein herausgegebenen Richtlinien behandeln den Menschen und das Fahrzeug. Zur Einschränkung der Verkehrsunsälle ist die zielbewußte Arbeit auf drei Gebieten notwendig: bei den Menschen, den Fahrzeugen und den Verkehrswegen. Seit vielen Jahren wird in Deutschland zielbewußt an der Verbesserung der Verkehrswege gearbeitet. Auch bei der Kontrolle der Fahrzeuge bezüglich ihrer Betriebssicherheit sind in den letzten Jahren außerordentliche Fortschritte erzielt worden. Am weitesten zurück ist noch — obwohl auch hier beachtliche Anfangserfolge zu verzeichnen sind — die Gewöhnung des Menschen an den verstärkten Verkehr von heute und den gewaltig ansteigenden Verkehr späterer Jahre. Die Verkehrsunfallverhütungswoche darf und wird keine Anwandlung oder Aufwallung sein, die wir nach einiger Zeit vergessen können. Sie ist e i n A p p e l l zu grundsätzlich anderem Verhalten, als es viele von uns bisher gezeigt haben. Der Führer will durch die Motorisierung des deutschen Volkes die Arbeitskraft stärken und den Lebensgenuß vermehren. Das ist nur möglich, wenn wir die Fortschritte nicht mit einer wachsenden Verlustliste des Verkehrs erkaufen müssen! C. W.
Der III. Wettkonareß „Arbeit und Freude".
Dr. Ley spricht bei der Eröffnung in Rom.
Rom, 26. Juni. (DNB.) Der III. Weltkongreß „Arbeit und Freude" wurde am Sonntagvormittag unter dem Vorsitz M u s s o l i - n i 5 auf dem Kapitol eröffnet.
Die Kongreßteilnehmer von 72 Staaten begrüßten den Duce mit begeistertem Beifall. Zu seiner Rechten nahmen Parteisekretär Minister Sta- r a c e als Präsident des Dritten und der Amerikaner Kirby als Präsident des Ersten Kongresses in Los Angeles Platz, zur Linken der Gouverneur von Rom, Für st Colonna, und Dr. Ley als Präsident des Zweiten Weltkongresses. Der Gouverneur von Rom hieß anschließend die Gäste aus aller Welt auf das herzlichste willkommen, worauf Kirby Aufgaben und - Ziele der Freizeitbewegung darlegte, wobei er besonders die vorbildliche Förderung dieser Bestrebungen in Italien und Deutschland durch den Duce und den Führer unterstrich.
Dr. Ley betonte den Willen zur Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland und zur gemeinsamen Bekämpfung des Marxismus , von dessen Ideen sich dieses große soziale Werk der Freizeitgestaltung himmelweit unterscheide. Während überall die vom Marxismus ausgerichteten Veranstaltungen und internationalen Kartelle an Bedeutung verlören, gewinne die unter der Parole „Freuoe und Arbeit" zusammengefaßte Tätigkeit der Völker ständig an Boden. Es sei zwar völlig unmöglich, die Völker der Erde hinsichtlich tyrer' sozialen Belange über einen Leisten zu behandeln, jedoch stände nichts im Wege, sich untereinander zu helfen, zu beraten und Erfahrungen au^zutauschen. Italien und Deutschland unternähmen es zum ersten Male, die Freude und die in ihr schlummernden Kräfte den Völkern der Erde zugänglich zu machen. „Wir glauben an eine göttliche Schöpfung, an eine sittliche und göttliche Ordnung
Dreiste Herausforderung Barcelonas.
Die Spanienbolschewisten haben als Auftakt zur Durchführung der Beschlüsse des Londoner Nicht- einmischungsausschusses durch ihren Vertreter dem britischen Außenminister erklären lassen, sie wurden die Bombenangriffe nationaler Flugzeuge durch Gegenmaßnahmen beantworten, „die nicht nur gegen Städte im nationalen Spanien, sondern auch gegen entfernter liegende Ziele gerichtet sein könnten". Das ist die unmißver- tändliche Drohung mit einer Neuauflage des ver- irecherischen Angriffs auf Has deutsche Panzer- chiff „Deutschland". Denn mit den „entfernter liegenden Zielen" können nur nichtspanische Objekte gemeint sein. Die Drohung kommt, darüber kann es keinen Zweifel geben, von der Sowjetunion her, die in Rotspanien den Ton angibt, die Rotspanien mit Kriegsgerät und Ofsi- zieren ausrüstet und die fortgesetzt die Barcelonabolschewisten außenpolitisch ",berät". Da das Ja des Sowjetbotschasters im Nichteinnüschungsausschuß alles andere als eine ehrliche Zustimmung war, die Moskauer Quertreiberei auch sogleich einsetzt, haben wir es hier mit einem neuen Sabotageakt der Sowjetrussen zu tun, mit der Ankündigung von Ereignissen, die getreu der bisherigen Sowjetpolitik neueKonfliktsstoffe schaffen sollen. Diese Konflikte hat man in Moskau heute bitter nötig, um die Durchführung des Londoner Beschlusses, die Zurückrufung der Freiwilligen und die Unterbindung der Zufuhr von Kriegsmaterial nach Rot- panien zu Hintertreiben. Wir trauen im übrigen )en Roten zu, daß sie sich tatsächlich auf „ent- ernter liegende Ziele" stürzen werden. Wir wissen aber auch, daß die Hüter dieser Objekte auf jede Herausforderung gebührend zu antworten wissen.
D. S.
Pans warnt den Sarcelona-Ausschuß.
Frankreich und England lassen sich nicht in ein Abenteuer hineinziehen.
Paris, 26. Juni. (Europapreß.) Von franzö- ischer Seite wird bestätigt, daß der Barcelona-Aus- chuß die französische Regierung habe wissen lassen, als „Vergeltung" für die nationalspanischen Luftangriffe unter Umständen „Maßnahmen zu ergrei- en, die weiter gingen als bis zu den von den Nationalen kontrollierten Städten". Die französische Regierung habe daraufhin dem Barcelona- Ausschuß sofort die „energischsten Rat- chläge zur Mäßigung und Vorsicht" gegeben. Die englische Regierung sei von der fron-, zösischen Regierung über die Angelegenheit in Kenntnis gesetzt worden. Außerdem hat Außenminister Bonnet durch den italienischen Geschäftsträger in Paris, Prunas, eine Mitteilung der italienischen Regierung erhalten, in der diese auf die ungeheure Tragweite einer etwaigen Durchführung der sowjetspanischen Drohungen hin- wies. Italien werde in diesem Falle zu Gegenmaßnahmen schreiten. Außenminister Bonnet habe dem italienischen Geschäftsträger von seinem Schritt in Barcelona Kenntnis gegeben.
In den Pariser Sonntagsblättern wird die sowjetspanische Drohung ausführlich besprochen und mit Ausnahme der kommunistischen „Human:t6" aufs schärfste verurteilt. Die Blätter betonen erneut mit Nachdruck, 'Frankreich werde sich nicht in das von Barcelona beabsichtigte Abenteuer
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- würd.en sich die Herren in Barcelona darin schwer - * täuschen.
hineinziehen lassen. Die meisten Zeitungen erklären auch, hinter Barcelona stehe wiederum Moskau, das unter allen Umständen einen intern a tio-
nutzen. Das „Oeuvre" erklärt, die sowjetspanische Drohung sei sehr ernst. Barcelona verscherze damit
seine letzten Chancen.
Die rechtsstehende „E p o q u e" schreibt, die Rotspanier sähen die Niederlage mit schnellen Schritten herannahen und versuchen wieder einmal, Europa in einen allgemeinen Krieg hineinzureißen. Wollten die Roten etwa italienische und deutsche Schiffe versenken oder gar einige italienische Häfen bombardieren? Diete letzte Annahme sei nicht ausgeschlossen und gebe der Forderung Barcelonas einen besonders schwerwiegenden Charakter. Italien und Deutschland würden keinesfalls gegenüber den gegen sie verübten Kriegshandlungen untätig bleiben. Vielleicht wolle aber Barcelona gerade dies. Es wisse, daß seine Karte verloren sei und hege vielleicht die Hoffnung, daß dann Frankreich und England ebenfalls intervenieren würden. Doch
nalen Konflikt herbeiführen wolle.
Der „Matin" schreibt, Moskau vexiere seine Kriegsziele und seine revolutionären Absichten nicht aus dem Auge, aber diesmal müßte es mit den Regierungen von London und Paris rechnen, die sich nicht in ein Abenteuer Hine in- ziehen lassen würden. — Der halbamtliche „Petit Parisien" gibt der Befürchtung Ausdruck, Barcelona habe den Ernst der Lage immer noch nicht voll begriffen. Trotz der Warnung Englands und Frankreichs sei Barcelona noch nicht von der Todesgefahr überzeugt, der es sich durch seine Drohungen ausgesetzt habe. Der „Jour" ''betont vor allem, daß wieder einmal die Pläne Moskaus klar zutage getreten seien, den Bürgerkrieg in Spanien zum Ausgangspunkt für die Weltrevolution zu be-> täuschen.
Moskau provoziert einen allgemeinen Konflikt.
Das Echo in Stallen.
Rom, 26. Juni. (Eurbpapreß.) Wie die italienischen Blätter aus Paris erfahren, hat Außenminister Bonnet dem italienischen Geschäftsträger gegenüber die Erklärung abgegeben, Frankreich werde in enger Zusammenarbeit mit England alles aufbieten, um neue Verwicklungen zu vermeiden, die im Zusammenhang mit dem spanischen Bürgerkrieg entstehen könnten.
Gayda schreibt im „G i o r n a l e d' I t a l i a", es sei klar, daß die autoritären Staaten, wenn ihre Besitztümer oder Städte von den spanischen Bolschewisten angegriffen würden, sofort und unerbittlich reagieren würden, und zwar nicht mit diplomatischen Protestnoten, sondern mit Kanonen. Das sei aber gerade die ungeheuerliche Berechnung, die Moskau und Barcelona angestellt hätten, indem sie einsähen, daß sie an einen siegreichen Widerstand nicht mehr denken könnten. Besonders seit in London die ersten Anzeichen für eine entschlossenere und wahrhaftigere Nichteinmischungspolitik bemerkbar geworden seien, hätte sich diese bolschewistische Haltung herausgebildet. Es bestehe auch kein Zweifel darüber, daß der Augenblick ernst und gefährlich, und daß in den europäischen Linkskreisen eine neue Bewegung im Gange sei, den Widerstand der verantwortlichen Regierungen und Nationen zu überwinden. Italien werde sich nicht in das Getümmel und die Beunruhigung einmischen.' Seine klar umrissene Politik verfolge mit Ruhe und Gradlinigkeit ihren Kurs. Italiens Derteidigungsmacht sei aber mehr als stark gegenüber jeder Bedrohung. — Die „Stampa" schreibt: „Sind die Bolschewisten Spaniens verrückt geworden? Das ist der erste Eindruck, wenn man von dem diplomatischen Schritt liest, den Barcelona in London und Paris unternommen hat. In Wirklichkeit ist der kommunistische Plan von einer zynischen Logik. Er bezweckt, einen allgemeinen Konflikt hervorzurufen. Unter der gegenwärtigen militärischen Lage, im Zeichen des unerbittlichen Vormarsches der Nationalspanier, lassen sich die Bolschewisten von einer Verzweiflungspolitik leiten." — Der „Corriere della Sera" meint, durch diesen sowjetspanischen Schritt werde in Wirklichkeit
die Aufmerksamkeit der Welt auf die Gefahr gelenkt, die die spanische Frage für die Ruhe Europas und der Welt därstelle. Diese Gefahr komme nur von Sowjetspanien. Um der verdienten Strafe der unvermeidlichen Niederlage zu ent» aehen, ariffen die spanischen Bolschewisten zu verbrecherischen und tollen Mitteln, um dadurch den spanischen Streitfall zu einem Weltkrieg zu erweitern.
Die nationalen erwarten bolschewistischen Generalangriff.
Salamanca, 26. Juni. (Europapreß.) Wie das nationalspanische Hauptquartier meldet, haben die nationalen Truppen an der Front von Teruel ihren Vormarsch fortgesetzte. Feindliche Gegenangriffe wurden unter schweren Verlusten für den Angreifer zurückgeschlagen. An der Front von Castellon wurden von den nationalen Truppen im Kampfabschnitt von Bechi und südlich des Flusses S e c o mehrere befestigte feindliche Stellungen genommen. Eine andere nationale Abteilung hat den Fluß Donella überschritten und wichtige Stellungen besetzt. Bei den Kämpfen in Onda wurde das Fabrikviertel von den sowjeffpanischen Milizen gesäubert. Im Kampfabschnitt von P e n a r» roya wurden mehrere feindliche Gegenangriffe abgeschlagen.
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In Sarragossa erklärte der Oberbefehlshaber der Teruel-Front, General D a r e l a, den Frontberichterstattern, daß die Bolschewisten im Abschnitt Sar - rion den Nationalen eine entscheidende Schlacht z u liefern beabsichtigen, um den nationalen Durchbruch an der Hauptstraße in Richtung Sagunt zu verhindern. Der Feind habe in den letzten Tagen bei Sarrion große Truppe n m e n gen zusammengezogen, worunter sich auch Polizeibrigaden als- Sturmtrupp en befinden würden. Die Nationalen be- äßen alle Sarrion beherrschenden Hohen, deren Ort» chaften bereits von den Bolschewisten geräumt eien. Die Roten hätten bei ihren Gegenangriffen n der letzten Zeit nicht -eine Handbreit Boden zurückerobert.
in der Welt. Wir glauben an das Gute, wir glauben nicht an den Untergang der Welt, sondern an eine glückliche Menschheit, an ein glückliches Europa, an eine glückliche Welt!", schloß Dr. Ley unter stürmischem Beifall..
Parteisekretär Minister 61 a r a c e zeigte die großen Leistungen der italienischen Freizeitbewegung. Abschließend sprach Mussolini die Hoffnung aus, daß dieser Dritte Weltkongreß „Arbeit und Freude" zu einem immer größeren Sichoerstehen der Völker beitragen möge.
13 Kreistage
im Gau Hessen-Nassau.
NSG. In dreizehn Kreisen des Gaues Hessen-Nassau wurden am Sonntag Kreistage der NSDAP, abgehalten. In vier Kundgebungen, i n Worms, Alzey, Erbach und Hanau sprach der Stellvertretende Gauleiter Linder zu den politischen Soldaten und der Bevölkerung, um die Richtlinien für die Arbeit des kommenden Jahres zu geben. Damit stehen nur noch in einigen Kreisen die festlichen Tage aus.
Der Kreistag im Kreise Biedenkopf- Dillenburg nahm mit der Eröffnung einer großen Leistungsschau in der Reithalle des Landes- Gestüts in Dillenburg feinen Auftakt. Eine Führertagung vereinigte die Politischen Leiter, Führer und Führerinnen der Gliederungen und angeschlossenen Verbände im Adolf-Hitler-Haus, wo Staatssekretär Reiner über die Aufgaben und Ziele der Partei sprach, die für sich die politische Führung und Erziehung der deutschen Menschen in Anspruch nehme. In zwei Sondertaaungen sprachen noch Gauamtsleiter Haug und Gauamtsleiter Krem- m e r. Dann wurde in Anwesenheit des Stabsleiters vom Gebiet der HI., Bannführer Dettmar, das neu errichtete Heim der HI. seiner Bestimmung übergeben. Zum Generalappell waren rund 4500 Männer und Frauen angetreten, zu denen Gauinspekteur Hvlzkämper sprach. Nach dem Appell marschierten die Teilnehmer zur Weihe des Adolf-Hitler-Hauses, in dem die Kreisleitung sowie die Gliederungen und Verbände untergebrocht sind. Sportliche Vorführungen und ein großes Dalksfest erfreuten sich starker Teilnahme.
Der Kreistag in Wetzlar begann mit feierlicher Flaggenhissung vor dem Schützengarten und Führertagung unter Leitung von Gauamtsleiter Bickendorf und Kreisleiter Haus. Der Sonntag brachte sportliche Veranstaltungen auf der Ochsen- miese. Bei einer Kundgebung auf dem Domplatz am Sonntagnachmittag sprach Gaupropagandaleiter S t ö h r über die Kraft und Stärke der Partei und die tiefe Bedeutung der Kreistage. Kampf dem Bolschewismus, dem Judentum und allen der Volks- gemeinschaft entgegenstrebenden Mächten sei die Parole auch für die Zukunft. Den Abschluß des Kreistages bildeten ein Abendkonzert auf dem Kornmarkt unter Mitwirkung italienischer Künstler und ein Feuerwerk auf dem Kalsmunt.
Die Siedlungspolitik der DAF.
Der Reichsorganisationsleiter tut den ersten Spatenstich zur „Dr. Robert-Ley- Siedlung" in Gelsenkirchen.
Gelsenkirchen, 25. Juni. (DNB.) Jrn Rahmen des Gautreffens des Gaues Westfalen- Nord der NSDAP, in Gelsenkirchen tat Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. den ersten Spatenstich zu einem Siedlungsvorhaben, das die Schaffung von 2000 Arbeiterwbhnungen im Waldgebiet der Resser-Mark vorsieht.
Gauleiter Dr. Meyer stellte fest, daß die dem Gauheitnstättenamt vorliegenden Pläne mit einem Kostenaufwand von 44 Millionen Reichsmark die Errichtung von 1500 Volkswohnungen, 700 Eigenheimen und 5000 .Kleinsiedlerstellen vorsähen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wandte sich gegen die Auffassungen, daß jeder Deutsche eigenen Grund und Boden haben müsse. Der deutsche Raum sei zu kostbar, als daß jeder siedeln könne. Siedeln solle nur der, der die erforderlichen Vorbedingungen dazu mitbringe. Darum sei es allein schon aus bevölkerungspolitischen Gründen erforderlich, viele gesunde Mietwohnungen mit Bad und genügend Raum und Licht zu bauen und nicht sogenannte Klein st Wohnungen. Die DAF. werde für die großen Wohnungs-Bau- und Siedlungsaufgaben, die sie sich oorgenommen habe, auch die finanziellen Voraussetzungen schaffen. Die großen Gebietsplanungen seisn der Ausgangspunkt zu einer Neugestaltung auch des gesamten rheinisch-westfälischen Industriegebiets unter Berücksichtigung vor allem auch einer grundsätzlichen verkehrspolitischen Umstellung.
Oie Neutralität der Schweiz.
Der Bundesrat dankt für das Verständnis in Berlin und 9tom.
Bem, 25. Juni. (DNB.) Der Austausch der Neutralitätserklärungen zwischen der Schweiz und Deutschland sowie der Schweiz und Italien hat in der Schweiz große Befriedigung ausgelost, die in einer amtlichen Verlautbarung folgenden Ausdruck findet: „Der Bundesrat hat von dem auf diplomatischem Wege abgegebenen Erklärungen der deutschen und italienischen Negierung mit lebhafter Befriedigung Kenntnis genommen und hat feine Vertreter in Berlin und Rom beauftragt, seinen Dank adzu st alten für das freundschaftliche Verständnis, das in diesen Erklärungen zum Ausdruck kommt sowie auch die wertvolle Zusicherung, die sie enchalten."
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Die „Neue Basler Zeitung" schreibt u. a.: „An unserer frei gewählten Haltung ändert diese Anerkennung nichts, aber sie erfüllt uns doch mit einem Gefühl der Sicherheit und erweckt daher freudige Genugtuung. Die neuesten Anerkennungen
von Rom und Berlin sind um so erfreulicher, als sie ohne jeglichen Vorbehalt gemacht wer» Den. Was völkerrechtlich und diplomatisch für un» fer£ Neutralitätsstellung unternommen werden konnte, ist von den Bundesbehörden getan worden. Sache des Volkes, .feiner Parteien und insbesondere der Presse ist es nun, die offizielle Neutralitätspolitik zu unterstützen durch eine neutrale Haltung, die jeden Zweifel' an unserem Neutralitätswillen überhaupt ausschließt." Die Stärke der italienischen Wehrmacht
Rom, 25. Juni. (DNB.) In einer Betrachtung über die Stärke des italienischen Heeres betont der Staatssekretär im Kriegsministerium General Pa» riani in der Zeitschrift „Rassegna Jtaliana", daß das italienische Heer auf das modern st e aus» gerüstet fei. Nach ständigem Ausbau der italienischen Wehrmacht könne Italien insgesamt 9,8 Millionen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren oder 23 v. H. seiner Bevölkerung mobilisieren, wozu noch 2,3 Millionen Wehrfähiger aus dem Imperium und den nordafrikanischen Provinzen hinzukommen. Diesen gewaltigen Aufstieg verdanke das faschistische Italien dem Duce und seiner Ueberzeugung, daß, wer stehen bleibe, schon vor dem Beginn des Kampfe? besiegt fei. Die italienischen Abendblätter weisen vor allem darauf hin, daß man mit diesem ungeheuren Aufgebot in der Lage sei, im Konfliktsfalle gewaltige strategische Formationen zu bilden, die sich entscheidend auswirken können, wenn es gelungen sei, die erste gegnerische Linie zu durchbrechen.
Maffenprozeß gegen die Eiserne Garde in Rumänien.
Bukarest, 25. Juni. (DNB.) Vor dem Bukarester Militärgericht begann ein Prozeß gegen 21 führende Mitglieder der Eisernen Garde. Gegen zwei, die beim Transport vorn Konzentrationslager Mercurea Ciuculai nach dem-Militärgefängnis Jilava entflohen find, wird in Abwesenheit verhandelt. Der eine von ihnen ist Fürst Alexander Cantacuzino, der in S p a n’i e n gegen die Bolschewisten mitgekämpft hat, Chef des Ordens „Motze-Marin", der von Codreanu zur Erinnerung an diese beiden in Spanien gefallenen rumänischen Helden begründet worden ist. Drei weitere Spanienkämpfer sitzen auf der Anklagebank, darunter der Vorsitzende der aufgelösten Partei „Alles für das Land", Slime. Auch der Hauptschriftleiter der verbotenen nationalen Zeitung „Bunavestire", Polihroniade, befindet sich unter den Angeklagten. Die Anklage stützt sich auf Artikel 209 des Strafgesetzbuches, der dis Aufwiegelung gegen d i e soziale Ordnung mit 3 bis 7 Jahren Gefängnis bestraft. Im besonderen wird die Aufwiegelung in der Verbindung mit einer ausländischen Organisation internationalen Charakters erklickt, von der Weisungen und Unterstützungen für die Vorbereitung einer sozialen Revolution in Rumänien entgegengenommen worden sein sollen. Einer der Verteidiger ist der langjährige Generalstaatsanwalt am Kassations- Hof, 23 i f o r e a n u, der bisherige höchste Staats-


