Ausgabe 
27.6.1938
 
Einzelbild herunterladen

Itr.147 Erstes vlatt

188. Zahrgang

Montag, 2r.MilyZ8

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe

für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite bORpf.,Platzoorschrist nach vorh. Dereinbg. 25"/, mehr.

LrmStztgte Grundpreise:

Stellen-, Vereins», gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Lrschemr rügltch, autzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im BUd Die Scholle Monatz-vezugspreis:

Mil 4 Bettagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

Zrantfuri am Main 11688

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Drück und Verlag: vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Sieben. Schristlettvng und SeschSstrftelle: Schulstratze 7

Auf

und

;en, und zwar

all da, wo Menschen deutsch fühlen und deutsch

neben

und mit

für immer:

am Rand der

Alle deutschen S en b er bringen am heu­tigen Montag, 27. Juni, von 20 bis 20.10 Uhr, die Wiederholung der Eröffnungsansprache von Reichsrninister Dr. Goebbels zur Verkehrs­unfallverhütungswoche.

Rom, 25. Juni. Die Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-italienischen Rechtsbeziehungen beendete in einer Kundgebung das bearbeitete Aufgabengebiet. Dabei erklärte der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsrninister Dr. Frank: Wich­tige Grundfragen des Rechtslebens beider Völker seien durch die gemeinschaftlich erlassenen Schluß­thesen in die weitere Entwicklung der Rechts­politik Deutschlands und Italiens gestellt worden. Diese Thesen wurden bekanntgegeben.

Zu dem im Thema 1 behandelten Problem der Frage über die Rechtslage ausländischer juristischer Personen wurde festgestellt, daß in Uebereinstimmung mit den anerkannten Grund­sätzen des internationalen Rechts jeder Staat selbst über die Zugehörigkeit der juristischen Per­sonen bestimmen sott. Rechtsfähigkeit und Verfassung ausländischer juristischer Personen richten sich grund­sätzlich nach dem Heimatrecht, jedoch vorbe­haltlich' der Anwendung von Gesetzen des Staates, in dessen Gebiet sie sich betätigen.

Bei der Frage der Reform des Völker­rechts kam die Arbeitsgemeinschaft zu dem Er­gebnis, daß für das in schwerer Krise befindliche internationale Recht ein neues Prinzip des internationalen Zusammenlebens der Völker aufgefteUt werden muß, das ^uf der Grundlage der Anerkennung des Rechts der Staaten auf Entfaltung der eigenen kulturel- len und wirtschaftlichen Ansprüche aufgebaut ist. Zur Begriffsbestimmung des E i g e n- tumsrechts und Vereinheitlichung des Schuld­rechts wurde festgestellt, daß durch Reformarbeit auf diesen Gebieten die Angleichung an die gemein­samen politischen Grundprinzipien durchzuführen ist. Für die gesetzgeberische Begriffsbestimmung des Eigentumsrechts wird folgende Definition als Richt­linie gegeben: Der Eigentümer darf die Sache unter eigener Verantwortung voll nutzen und darüber verfügen im Einklang mit ben Gelangen der Gemeinschaft, wie sie sich aus der natio­nalen Wirtschafts- und Arbeitsordnung ergeben. Im übrigen wurde beschlossen, in Anbetracht der besonders zahlreichen Gleichheit auf diesem Gebiet eine deutsch-italienische Kommission

Erste Pflicht: Scharf rechts Fahrbahn fahren!

Um dem neuen Geist zum Durchbruch, zu verhel­fen, mußten Scheingrößen der Vergangenheit, Nichtskönner und Dilettanten weichen. Vor allem aber konnte es der Nationalsozialismus nicht wei­terhin dulden, daß Juden auf irgendeinem Gebiet des öffentlichen Lebens das deutsche Kulturbewußt­sein repräsentierten.

Deutlich rief der Minister die Gefahr in die Er- tnerung zurück, die darin gelegen hatte, daß sich nun auf die leer gewordenen Plätze Vertreter einer teils muffigen, teils reaktionären Anschauung setzten, die eine zeitlsng die Öffentlichkeit über ihre eigene Unzulänglichkeit hinwegzutäuschen vermochten. Mit aller Schärfe stellte Dr. Goebbels jene Reaktionäre bloß, die sich hinter Schlagworte verschanzten, die von den Gegnern des Nationalsozialismus immer wieder mit sturer und geistloser Eintönigkeit ange­führt worden sind, jene Schlagworte, daß eine auto­ritäre Staatsführung die geistige Frecheit des künst­lerischen Schaffens einengen müsse, daß eine sol­chermaßen geführte Kunst zur Tendenzkunst herab- geroürbigt werde, und ein Absinken jeglicher künst­lerischen Leistung und damit das Ende aller Kultur bedeute.

Alle autoritären Maßnahmen, alle Organisatio­nen des künstlerischen Schaffens hakten nur den einen Zweck, im Künstler ein gesundes Gefühl gegenüber den Interessen des Volkes und im Volke ein gesundes Gefühl gegenüber der Kunst zu erwecken.Denn das Volk", so stellte Reichsminister Dr. Goebbels unter starkem Bei­fall seiner Hörer fest,hat durchaus einen gesunden In stinkt für echte C ei- ff a n g ! Sein Geschmack leitet sich von gesunden und festen Anlagen ab: aber er muß richtig und planmäßig gelenkt werden. In seinen manchmal primitiven Aeußerungen ist er doch immer gerade und unver­bogen. Die wahre Bildung ist durchaus nicht an den Besitz gebunden, im Gegenteil: der Be­sitz macht oft blasiert und dekadent."

In den nun folgenden Ausführungen ging der Minister schonungslos mit jeder Art von Halb­bildung, geistigen Hochmut und dünkelhafter Arroganz ins Gericht. Mit treffenden Worten charakterisierte er den Snob als einen leeren und hohlen Bildungslakai, der in Frack und Claque ins Theater gehe, um Arme-Leute-Duft zu atmen,der Elend sehen müsse, um sich an ihm schaudernd und fröstelnd zu vergnügen. Das ist die letzte Ent­artung eines pöbelhaften Amüsierbetriebes", so rief der Minister unter der stürmischen Zustimmung feiner Zuhörer aus,wenn die Reichen im Theater zuschauen wollen, wie es bei armen Leuten zugeht. Welch eine Verrohung der Gesinnung! Aber auch welche Verbildung des Geschmacks und des ganzen ftunftemtfinöens. Dieser Dekadenz stellte Dr. Goeb­

bels das gesunde Empfinden des Vol­kes gegenüber, das in den Theatern, in den Kon­zerten, in Museen und Galerien das Schöne und Erhabene sehen und.genießen wolle, weil ihm diese Welt des Wunders und des holden Scheins vom Leben so oft und hartnäckig vorenthalten werde. Die nationalsozialistische Staatsführung habe den Mut gehabt, jene Produkte eines frechen und an­maßenden Snobismus zurückzuweisen.

Gegenüber dieserKunst", die dem Gestekn und Vorgestern angehöre, wies Dr. Goebbels auf die Anerkennung hin, die die große deutsche Kunstausstellung des vergangenen Jahres im Haus der Deutschen Kunst in München bei dem Publikum gefunden habe. Wie eine Erlösung sei es begrüßt worden, daß nun der Anbruch eines neuen und künstlerischen Schaffens verbunden fei mit der Beendigung einer Zeitpsychose, die wie ein drückender Alp noch auf unserer Seele gelegen habe. Niemals habe die politische Führung in die innere Funktion der Kunst eingreifen wollen, son­dern sie habe nur die Verpflichtung in sich gefühlt, den großen An- und Einsatz der Kunst zu regeln und zu ordnen. Die Gesetzlichkeitder Form sei die erste unabdingbare Forderung für jegliche Kunstbetätigung.Nur derjenige hat das Recht, auch in der künstlerischen Formgebung revoluttonär vorzustoßen, der die Form, die er überwinden will, souverän beherrscht." Die Kunst als der edelste

geistige Ausdruck einer Zeit habe die wunderbare Aufgabe, alle Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen des Volkes in eine über die Zeit hin­auswirkende Form zu gießen und der Nachzeit zu übermitteln. Solche Zeugen unserer Gegenwart seien die Bauten des Führers, unsere Feste, unsere Aufmärsche, die Reichsparteitage und die Gedichte unserer Jugend.

Die Kunst solle an klares Denken und form- gerechtes Sehen gewöhnen. Deshalb gehöre sie in das Volk, um an der Gesamtheit der Ration ihre Erziehungsarbeit durchzuführen,wenn die Kunst sich mitten in das Leben hineinstellt, um uns feine Geheimnisse zu offenbaren, so wird sie das Leben in feiner kraftvollsten Ver­körperung anfprechen, nämlich im Volk und vor allem in feiner Heranwachsenden Jugend." Der Künstler verkörpere die wahre Majestät des Volkes, mehr als Kaiser, Könige und Fürsten. Im Künstler und im Volke repräsen­tiere sich der Mythos der Ration.

Unter den stürmischen Zustimmungserklärungen seiner Hörer huldigte Dr. Goebbels dem Führer

Uraufführung des Carl-Zröhlich-Films Heimat".

DerTag des Films" im Rahmen der Dan­ziger Gaukulturwoche brachte die Urauffüh­rung des Carl-Fröhlich-FilmsHei­mat" nach dem gleichnamigen Bühnenstück Her­mann Sudermann. Frau Zarah Leander und Frau Ruth H e l l b e r g , die die beiden tragen­den weiblichen Hauptrollen dieses Films spielen, waren selbst erschienen und wurden begeistert ge­feiert.

Der Film, mit Heinrich George, Paul Hör­biger und Hans Nielsen wirkt vor allem durch seine vorzügliche Besetzung. Er lehnt sich an den Sudermannschen Vorwurf an, weiß dem un­versöhnlichen Ausgang des Dramas jedoch ein glück­liches Ende zu verschaffen.

sprechen. So wollen auch wir hier den Führer _____

mit ihm unser Volk und Reich grüßen. Minuten­lange Sieg-Heil-Rufe waren das Echo dieses Ap­pells, unterbrochen durch die immer aufs neue im Sprechchor oorgetragene Bifte:Grüße unseren Führer!"

als der nationalen Hoffnung aller Deutschen. Seine Rede klang aus in einem Gelöbnis zur Fahne zu Adolf Hitler, das von allen Teilnehmern tiefer Bewegung aufgenommen wurde.

Verkehr und Unfall

Schlagzeilen in den Zeitungen und Klebezettel an allen öffentlichen Verkehrsmitteln mahnen an die 10 Pflichten, die jede Gruppe von Verkehrs­teilnehmern zu erfüllen hat. Welches die 10 Pflich­ten des Kraftfahrers, des Fußgängers, des Rad­fahrers und des Kutschers sind, hat Reichspropa- ganbaminifter Dr. Goebbels in seiner Rund­funkrede vom Freitagabend, mit der er die U n - fallverhütungswoche einleitete, gesagt. Sie unterscheiden sich untereinander erheblich,' wie ja auch die Geschwindigkeit und die Richtung, in denen sich die verschiedenen Gruppen von Verkehrsteilneh­mern bewegen. Kraftfahrer, Radfahrer und Kutscher teilen sich in die Fahrbahn, der Fußgänger

Zweite Pflicht: Grundsätzlich nicht anderen Radfahrern fahren!

Dritte Pflicht! Immer die Radwege benutzen'

Vierte Pflicht: Die Lenkstange stets festhalten und die Füße auf den Pedalen lassen!

Fünfte Pflicht: Nur dann überholen, wenn genügend Platz ist und keine Gefahr besteht; nach links in weitem und nach rechts in engem Bogen einbiegen!

Recht unv Gemeinschaft.

Oie Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-italienischen Rechtsbeziehunqen.

Zehn pflichten siir Radfahrer

verkehrsgemeinschaft ist ein Stück Volks-

. einer Kundgebung der Hiller-Jugend über­brachte am Nachmittag Reichsminister Dr. Goeb­bels der Jugend Danzigs die Grüße des Führers und des Reiches. Er wies sie darauf hin, wie glück- 'lich sie sich schätzen könne und wie gut sie es habe, in einer Zeit zu leben, in der als Verwirklichung des nationalsozialistischen Ideals das Reich Adolf Hitlers errichtet worden fei. Ihr erlebt heute schon das Jdealgut eines großen, das ganze deutsche Volk umfassenden Reiches, dessen Kinder wir alle sind. Auch diese Stadt und diese Menschen gehören zum deutschen Volkstum. Sie sind deutsch und sie bleiben deutsch! Und daß die Stadt Danzig den deutschen Charakter bewahrt, dafür seid ihr in aller Zukunft die Garanten! Dafür seid ihr die lebendigen Zeu­gen, dafür müßt ihr siegen und kämpfen. So grüße ich euch denn im Namen des Reiches, zu dem eure Sehnsucht geht, im Namen des deutschen Volks­tums, zu dem ihr gehört, und im Namen des Füh­rers, dem auch ihr gehorcht. In ihm sehen wir das Symbol unserer nationalen Hoffnung und unseres nationalen Zukunftsglaubens. Für ihn seid auch ihr angetreten so wie überall im Reich und wie über-

Mmeinschaft! vergiß das nie! präge dir ein und behalte gut und

kreuzt sie nur, aber natürlich in viel größerer Zahl als alle anderen drei Gruppen zusammen. Sie alle haben einRecht auf die Straße". Wo meh­rere an einer gleichen Sache ein Recht haben, muß genau festgestellt werden, wie weit die Rechte des einzelnen reichen, und wo sie zugunsten anderer eingeschränkt werden müssen. Das ist der Inhalt der Straßenverkehrsordnung, die feit einigen Monaten im gesamten Reichsgebiet einheit­lich ist.

Und warum jetzt 10 Vorschriften und eine acht Tage dauernde Aktion gegen Verkehrsunfalloer­hütung? Übergangszeiten find G e - f a h r e n z e i t e n. Erst wenn eine neue Ordnung allen in Fleisch und Blut übergegangen ist, kann sie wirklich funktionieren. Man denkt noch zu viel daran, was die früher geltenden Verkehrsbestim­mungen besagten. Aber darüber hinaus muß ganz allgemein hie Autorität der Verkehrsordnung gehoben werden. Diele Menschen unterscheiden bewußt ober unbewußt zwischen Vorschriften, die sie sehr ernst nehmen müssen, und anderen, bei denen es nicht so genau darauf ankommt. Zu die­ser letzgenannten Gruppe rechneten viele die Ver­kehrsbestimmungen. Wer es eilig hatte ober zu haben glaubte, versuchte als Kraftfahrer schnell noch vor bem anderen Wagen vorbeizufahren, ob­wohl dieser bas Vorfahrtrecht besaß, ober er hastete als Fußgänger über ben Fahrbamm, wenn bie Ver­kehrsampel ober ber Arm bes Verkehrsschutzmannes ihm ben Weg versperrte. Nicht selten konnte man aus bem Munbe eines solchen unbisziplinierten Ver­kehrsteilnehmers bie brummigen Worte hören, es gehe schließlich nur ihn an, ob er sich in Gefahr begebe ober nicht.

Wir im nationalsozialistischen Deutschland denken darüber heute anders. Keiner gehört ausschließlich sich selbst; er gehört seiner Volksgemein­schaft, seiner Nation. Die Nation kann es sich nicht leisten, daß alljährlich 8000 ihrer Glieder durch Verkehrsunfälle zu Tode kommen und weitere 160 000 verletzt, zum Teil sogar bis zur Arbeits­unfähigkeit verkrüppelt werden. Aber selbst wenn jeder sein eigener Herr wäre, darf er Verkehrs- geböte nicht überschreiten. Er gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere, die entweder mit Rücksicht auf sich selbst ober sogar mit Rücksicht auf den unbisziplinierten Verkehrssünder von den Vorschriften abweichen müssen und sich dadurch in Gefahr begeben.

Ende Mai und Anfang Juni sind große Umbau­arbeiten in München und Berlin eingeleitet worden.

Oie Kunst gehört mitten in das Volk.

Reichsrninister Dr. Goebbels spricht auf ber Danziger Gaukulturwoche

Danzig, 26. Juni. (DNB.) Die Gaukultur­woche des Gaues Danzig der NSDAP, erreichte am Sonntag in Anwesenheit des Reichsministers für Volksaufklarung und Propaganda Dr. Goebbels mit einer kulturpolitischen Tagung und einer Kund- der gesamten Danziger Hitler-Jugend ihren Abschluß. Im Theater hatten sich bas politische Füh­rerkorps der Bewegung und die leitenden Männer des künstlerischen Lebens ber Stabt versammelt. Weihevolle Klange von Brahms leiteten zu ber Be­grüßungsansprache des Gauleiters Forster über, ber mitteilte, baß künftig im Gau Danzig 1 0 0 0 0 Gulben für bie besten künstlerischen Sei ft ungen bes Jahres zur Verteilung kom­men werden. Als Zeichen des Dankes für das stete Interesse an allen Lebensfragen der Stadt über­reichte der Gauleiter dem Minister 20 seltene alte Bilder mit prächtigen Stadtrnotiven. Dann sprach

Reichsmimster Dr. Goebbels.

Der Minister führte aus, daß unter der Fülle ber Aufgaben, die der Nationalsozialismus bei der Machtübernahme vorgefunden habe, derKultur- aufbau das schwierigste Problem ge­wesen sei, da die Fragen der Kultur so überaus empfindlich seien. Der Nationalsozialismus war sich bewußt, einen ungeheueren kulturellen Besitz in Verwaltung zu nehmen.Vier Aufgaben waren uns bei der Uebernahme der Verantwortung auf bem Gebiete der kulturellen Neugestaltung aufge­geben. Wir mußten erstens die kultur schaf­fenden deutschen Menschen in einer fest­gefügten Organisation zusammenfassen, um sie einheitlich und diszipliniert zum Wahle von Volk und Staat zum Einsatz zu bringen. Wir mußten Zweitens dem deutschen Kulturschaffen bie innere Verbindung zu den neuen Werten und In­halten ber beutschen Politik vermitteln und

es mit ber tiefen weltanschaulichen Klarheit bes Nationalsozialismus erfüllen. Wir mußten brittens bie Rolle, die der Staat dabei zu spielen hatte, genau und unmißverständlich umgrenzen, und zwar dahingehend, daß er selbst weder Kunst schaffen konnte, noch ihre geistigen Wachstumsgesetze und Ent­wicklungsmöglichkeiten einengen, dagegen aber ihr großmütiger und weitherziger Auftraggeber, Anregerund Förderer fein wollte und mußten viertens dem künstlerischen Schassen selbst von der Politik her jenen heißen und leidenschaftlichen I m- p u l s geben, der immer am Anfang großer kul­tureller Blüteperioden stand, sie gewissermaßen ein­leitete, antrieb, ihnen die Richtung und bas Ziel Zeigte."

Sechste Pflicht: Vor bem Einbiegen nach links die entgegenkommenden Fahrzeuge vorbeilassen! Rechtzeitig abwinken; vergiß nicht daß deine Zeichen bei Dunkelheit ober Nebel schwer Zu erkennen sinb!

Siebente Pflicht: Kraftfahrzeuge und Straßen- bahnen vorfahren lassen, wenn bu nicht auf gekennzeichneter Hauptstraße fährst!

Achte Pflicht: Dich nicht an hängen, kein Vieh führen* und andere Fahrzeuge nur bann ziehen, wenn sie mit beinern Rade fest verbunden sind!

Neunte Pflicht: Nur ein Erwachsener darf e i n Kinb bis zu sieben Jahren auf einem befonberen Sitz mitnehmen!

Zehnte Pflicht: Dein Fahrrab stets in Verkehrs- sicherem Zustand halten!

Halte dich streng an diese Gebote! Wer sie übertritt, versündigt sich an der Gesund­heit und am Wohlstand seines Volkes!

zur Aufstellung eines Entwurfs ber allgemeinen Grunbsätze des Schuldrechts einzusetzen.

Das letzte Thema stellte das Verhältnis zwischen öffentlichem Amt und pri­vater A n st e l l u n g. Als Ergebnis wurde ver­kündet, daß durch die faschistische und national­sozialistische Rechtsauffassung die Unterscheidung von öffentlichem und Privatrecht, soweit sie sich im Ge­gensatz von Gemeinschaft und Individuum und von Staat und Gesellschaft ausbrütfte, durch die Einheit des Rechts ber Volksgemeinschaft überwunden worden ist. Auf die Unterscheidung bes Beamten­verhältnisses vom Arbeitsverhältnis kann in beiben Ländern nicht verzichtet werden. Die großen Auf­gaben ber öffentlichen Verwaltung für ben Schutz und die Entfaltung ber Volksgemeinschaft können nur burch einen Beamtenkörper erhöht werben, besten Amtsführung burch befonbere Pflich­ten u n b Rechte und burch eine öffentliche Verantwortung ausgezeichnet ist.

Stabschef Luhe in Rom.

Rom, 26. Juni. (DNB.) Der Stabschef ber SA. Lutze würbe im Generalkommanbo ber Miliz von Generalstabschef ber faschistischen Miliz Russo empfangen. In der Gebetshalle für die Gefallenen ber Miliz legte Stabschef Lutze einen mit ben beut- schen Farben geschmückten Lorbeerkranz nieber und hob hervor, daß die faschistische Miliz und die SA. ber gleiche Geist beseele, wenn sie auch in manchem äußerlich verschieben seien. Gerabe ber opferbereite Einsatz sei eines ber charakte­ristischen Merkmale biefer beiden Formationen. Ge­neral Russo überreichte dem Stabschef zur Erinne­rung an seinen Besuch eine Bronzeplastik, währenb Stabschef Lutze General Russo als Gegengabe ein mit dem Hakenkreuz und Fascio geschmücktes Zi­garettenetui überreichte. Am Nachmittag gab ber Gouverneur von Rom zu Ehren ber beutschen Gäste einen Empfang auf bem Kapitol. Stabschef Lutze besuchte Sonntag mittag bie festlich geschmückte Milizkaserne .Mussolini", an deren Toren er vom Duce, Außenminister Graf Ciano und Parteisekretär Starace empfangen wurde.

Appell an die lugend.

Ihr seid die Garanten für das Deutschtum dieser Stadt."