noch groß fei,
noch dort konzen-
Scharfer deutscher Protest in Prag gegen fortgesetzte Grenzverletzungen
Ueberschreitung respektive Ueberfliegung der tschechoslowakisch-deutschen Grenze eingeschritten. Alle diese Fälle sind Gegen st and der Unters u - chung der tschechoslowakischen Behörden. Die Militärverwaltung hat in dem Bestreben, eventuellen Mißverständnissen ähnlicher Art vorzubeugen, jedoch schon jetzt den übenden Militäreinheiten den Befehl gegeben, in dem Fliegen tschechoslowakischer Militärflugzeuge in einer 5 Kilometer breiten tschechoslowakischen Zone längs der Grenze verboten wird.
London, 27. Mal. (DHV. Funkspruch.) 3n einem Reisebericht über eine Autofahrt durch das sudetendeutsche Grenzgebiet kommt der Sonderberichterstatter der „Daily Mait" zu der Feststellung, daß die Gefahr ernster Zwischenfälle an der deutsch-tschechoslowakischen Grenze immer
Eine falsche Gegenrechnung.
Oie gefährlichen deutschen Verkehrsflugzeuge
Auch diesmal wurde dem deutschen Gesandten mit dem Ausdruck des Bedauerns für das Dorgefallene versichert, daß seitens der tschechoslowakischen Behörden alles Notwendige veranlaßt werde, um derartige Vorfälle jn Zukunft zu vermeiden.
Ueber den neuen deutschen Protestschritt berichtet das tschechoslowakische'Preßbüro: Der Gesandte des Deutschen Reiches in Prag, Dr. Eisenlohr, ist heute im Ministerium für Auswärttge Angelegenheiten in einigen Fällen betreffend die
In kaaden, wo die tschechischen Truppen bei ihrem Einrücken behauptet hätten, es herrsche „Kriegszustand", hätten die Soldaten den Dauern Maschinen und wagen beschlagnahmt und Bäume gefällt, um sämtliche Wege zu verbarrikadieren. Er selbst sei in seinem wagen von tschechischen Soldaten angehalten worden, nach dem Passieren zahlreicher Barrikaden habe er Truppenabteilungen bemerkt, die i n d e n w ä l - dern dicht an der deutschen Grenze versteckt waren. An mehreren Stellen fei er dicht an der deutschen Grenze gewesen, habe keine Anzeichen von militärischen Vorbereitungen auf der deutschen Seite bemerkt. In verschiedenen Orten hätten die Tschechen die sudetendeutschen Kommunisten bewaffnet. Diese Kommunisten hätten es mit geschultertem Gewehr plötzlich zu einer amtlichen Autorität gebracht, die sie über ihre Rachbarn mit größter Schadenfreude ausüben würden.
Truppen immer
weil die tschechischen
kaufen, der tut es ohnedies! Die breite Masse aber kann es nicht!
Für diese breite Masse nun ist dieser wagen geschaffen worden. Ihrem Verkehrsbedürfnis soll er entsprechen und ihr soll er Freude bereiten. Ich glaube, dieser wagen kann daher auch nur einen einzigen Hamen bekommen, den ich ihm bereits heute geben will. Er soll den Hamen der Organisation tragen, die sich am meisten bemüht, die breitesten Massen unseres Volkes mit Freude und damit mit Kraft zu erfüllen: Er soll „KdF.-wagen" heißen !
Wenn wit dieses gewaltigste deutsche Automobilwerk errichten, dann soll mit ihm zugleich auch eine vorbildliche deutsche Arbeiter st adt entstehen. Sie soll eine Lehrstätte sowohl der Stadtbaukunst wie der sozialen Siedlung werden. Wir wollen damit zeigen, wie der Nationalsozialismus solche Probleme sieht, wie er sie anfaßt, und wie er sie löst.
So möchte ich an dieser Stelle auch den Männern danken, die sich um die Vorarbeiten und damit um das Gelingen dieses Werkes bemühten: An der Spitze dem Manne der Auto- Mobilindustrie, der, seit vielen Jahren an meiner Seite stehend, meine Gedanken Überall zu vertreten und damit zu verwirklichen sich bemühte, unserem
triert seien. Ileberall habe er Proteste dagegen gehört, daß die tschechischen Truppen die s u d e - tendeutsche Bevölkerung mißhandelten als sei sie ein feindliches Volk in einem eroberten Gebiet. Man habe ihm erklärt, daß, wenn es so weiter gehe, einige leicht erregbare Deutsche zurückschlagen könnten. Man würde sie ohne weiteres erschießen, dentt die tschechischen Soldaten seien sehr aufgeregt und ihre Offiziere hätten sie anscheinend n i ch t i n der Kontrolle. Die Folgen würden unübersehbar sein.
Noch immer gespannte Lage.
Englischer Augenzeuge berichtet über seine Eindrücke im sudetendeutschen Grenzgebiet
Umbildung
des japanischen Kabinetts.
Entschlossene Durchführung des Chinakonflikts.
Tdtio, 26. Mai. (DND.) Die seit längerer Zeit angekündigte Umbildung des Kabinetts Konoye wurde bekanntgegeben. Außenminister Jp'irota wurde ersetzt durch General U g a ki, Kriegsminister Sugu- yama durch General T a g a k i, Erziehungsminister *■ Kido durch General A r a k i, Finanzminister Kaya und Handelsminister Poshino durch den Gouverneur der Bank Dort Japan, Ikeda, der beide Ministerien übernimmt. Die Umbildung des Kabinetts bedeutet den Entschluß zur strengsten Durchführung des Generalmobilisierungsgesetzes und ■ der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Ziele gegenüber China. Politische Kreise sprechen von dem heutigen Konoye - Kabinett als einem ausge-sproche-. nen Kriegskabinett, das die Aufgabe habe, die vollkommene Mobilisierung von Staat und Volk durchzusühren und militärisch die Ziele durchzusetzen, die in der Januar-Erklärung des Kabinetts Konoye klar herausgestellt wurden. Man hört ferner, daß der neue Kriegsminister.die Reorganisierung "der Armee vornehmen werde. Als stellvertre- tender Kriegsminister wird General To jo genannt. Der bisherige Erziehungsminister, Marquis Kido, wurde zum WohlfahrtsiNinister ernannt. Die Parteien sind im Kabinett nicht vertreten.
Zehn Fahre Zwangsarbeit für Codreanu.
Das Urteil im Prozeß gegen den Führer der rumänischen Legionäre.
B u k a r e st, 27. Mai. (DNB. Funkspruch.) Am Freitag, früh 3.15 Uhr, verkündete der Vorsitzende des Militärgerichts das Urteil im Codreanu-Prozeß. Sämtliche 40 Schuldfragen wurden mit Stimmenmehrheit bejaht. Codreanu wurde zu zehn Jahren Zwangsarbeit (der schwersten rumänischen Freiheitsstrafe) und sechs Jahren Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Außerdem verurteilte ihn das Gericht zu fünf Jahren Gefängnis und acht Jahren Festung, die durch die zehn Jahre Zwangsarbeit als erledigt gelten. Vor der Verkündung des Urteils war Codreanu bereits unter stärkster Bewachung in das Militärgefängnis Jilava zurückgebracht worden.
Codreanu ist der Führer der Eisernen Garde, der rumänischen Legionärsbewegung, die
einzige Partei kandidiert, ist eine Wahl nicht notwendig. Das letztere ist auch in zahlreichen s u d e t e n d e u t s ch e n O r t e n der Fall, wo ausschließlich die Sudetendeutsche Partei kandidiert. Von den 2480/Gemeinden liegen 1660 in Böhmen, 740 in Mähren-Schlesien, 22 in der Slo- wakei und' 48 in Karpathorußland. Die größeren deutschen Orte, in denen gewählt wird, sind Silin, der Geburtsort des.Reichsstatthalters Seyß-Jnquart, Stücken bei Jglau, Friedland, Ko m o t a u , G a - b l o n z, Tannwald, Weipert, Freiwaldau, Jauer- nigg und Eisgrub, in der Slowakei Schemnitz und Trentschin-Teplitz. In einigen Prager Bezirken fin- den Wahlen in die Ortsausschüsse statt.
Oer Pittsburger Vertrag auf dem Wege nach Prag. Empfang der slowakischen Abordnung
in Gdingen.
Gdingen, 26. Mai. (DNB.) Die Abordnung der Amerika-Slowaken, die anläßlich des 20jährigen Bestehens des Pittsburger Vertrages dieses Dokument, das von Masaryk als dem Vertreter der Tschechen in der Emigration mit den Slowaken in den Vereinigten Staaten geschlossen wurde und den Slowaken die volle S e l b st v e r w a l t u n g in der Tschechoslowakei verheißt, zur Einsichtnahme von Amerika nach Prag bringt, traf am Himmelfahrtstag in Gdingen ein. Die Polen bereiteten den mit einem polnischen Dampfer aus Amerika kommenden Slowaken einen herzlichen Empfang. Die Bevölkerung schwenkte Fähnchen mit den slowakischen Farben, eine Kapelle des Sportverban- • des spielte die slowakische Hymne. In Warschau hat sich ein Empfangsausschuß gebildet, an dessen Spitze Senator Gwizdz steht; in Gdingen hatte der Kombattantenoerband die Begrüßungsfeierlichkeiten unter Leitung von Major Ruszczyk vorbereitet. Um ihre amerikanischen Brüder zu empfangen, hatte Pater Hlinka, der Führer der autonomen Volks- Partei, eine Abordnung nach Gdingen gesandt, an deren Spitze Senator' Dr. Buday stand. Auch eine slowakische Volksgruppe in Tracht war erschienen. Einiges Erstaunen rief es hervor, als nun auch d i e tschechoslowakische Regierung ein Empfangskortlitee aufrichtete, um es den „Stammesbrüdern" aus Amerika entgegenzuschicken und der Slowakischen Volkspartei den Wind aus den Segeln zu nehmen. An der Spitze stand der tschechoslowakische Gesandte in Warschau, Slawik. Die Abordnung statte es so eingerichtet, daß sie bereits vor der Abordnung der Slowakischen Volkspartei in. Gdingen erschien. '
Beim Eintreffen des Motorschiffes „Batory" begaben sich nun drei Begrüßungsabordnungen auf das Schiff, die Polen, die Abordnung der Slowakischen Dolkspartei und die Prager. Regierungsabordnung. An Bord gelang es dem' polnischen Empfangsausschuß, eine einheitliche Begrüßungsfeier zu gestalten. Zunächst sprach Senator Gwizdz aus Warschau. Der Vertreter der tsche- , choslowakischen Regierung Gesandter S l a w i k erkannte die Rolle an, die die Slowaken bei der Geburt des Staates gespielt hätten, forderte aber, nicht zu verkennen, daß die Slowaken es nicht zu einem selbständigen Staat gebracht hätten, wenn sie sich nicht mit den Tschechen verbunden hätten. Er versicherte, daß die Slowaken, die in diesem schweren Augenblick den Pittsburger Vertrag in das Heimatland brächten, „auf der freien slowakischen Erde mit den Tschechen auf ewig verbunden im Rahmen der 'tschechoslowakischen Republik leben" wurden. Senator B u d a y als Führer der Abordnung der Slowakischen Volkspartei wies dann un«' mißverständlich auf die große Rolle hiy, bie Polen unter den slawischen Völkern zu spieT?ss habe. Er sprach den Wunsch aus, daß Polen diese Rolle immer machtvoll spielen könne, denn wenn die Polen stark seien, dann seien auch, die Slowaken stark. Sein Hoch galt zwar der tschechoslowakischen Republik, ihm folgte aber die Hymne der Slowaken.
flog an der Eisenbahnstrecke bis Retz, der deutschen Zollstation, entlang, offenbar um in dem hügeligen Gelände festzustellen, ob besondere Bewegung auf dem Zollbahnhof und auf dem Gelände zu bemerken seien. Das Flugzeug, wurde von der Grenzwache einwandfrei als tschechisches Militärflugzeug erkannt.
Größte Beunruhigung im deutschen Grenzgebiet.
Da die große Zahl der Grenzverletzungen durch ischechische Militärflugzeuge innerhalb kurzer Zeit mit Verfliegen nicht erklärt werden kann, handelt es sich hier um ein S y st e m von befohlenen Erkundungsflügen über das deutsche Grenzgebiet. 3m deutschen Grenzgebiet, das von Militär völlig entblößt ist, weil sich in den Grenzstädten keine deutschen Garnisonen befinden, ist die Bevölkerung durch die täglichen tschechischen Provokationen, insbesondere durch die umfangreichen militärischen Vorgänge jenseits der Grenze, außerordentlich beunruhigt und evregt. Ost kommen große Truppenabteitungen bis auf wenige Meter an die Grenze heran. Die A n - läge von Befesligungswerken unmittelbar an der Grenze aus sudetendeulschem Gebiet trägt ebenfalls nicht zur Beruhigung der Bevölkerung bei, zumal auf deutscher Seite ähnliche Vorbereitungen nicht getroffen worden sind. Der Reichsaußenminister hat den deutschen Gesandten in Prag angewiesen, gegen die neuen Grenzverletzungen durch tschechische Militärflugzeuge scharfen Protest zu erheben.
Der deutsche Gesandte wiederholt bei Minister Krosta
Prag, 25. Mai. (DNB) Der Prager deutsche Gesandte Dr. E i s e n l o h r sprach am Dienstag, 24. Mai, beim tschechoslowakischen Außenminister Dr. Krofta vor und brachte die Grenzzwi- s ch e n f ä l l e, die sich in den letzten Tagen ereignet hatten, zur Sprache. Außenminister Dr. Krofta sprach sein Bedauern über die Vorfälle aus und erklärte, es sei alles veranlaßt worden, um solche Zwischenfälle i A Zukunft zu vermei- den. Am 25. Mai wurde ein neuer Protest- schritt des Gesandten unternommen, d-a sich neue Grenzzwischen fälle ereignet hatten.
andere Richtungen hinlenken. Das find Probleme, über die sich allerdings unsere früheren Nationalökonomen den Kopf nicht zerbrochen haben.
Wir aber müssen diese Gegebenheiten begreifen und die daraus entstehenden Ausgaben lösen Und unter die vielen anderen derartigen Maßnahmen, die dazu dienen, der Kaufkraft des deutschen Volkes ein gleichwertiges Kaufobjekt zu sichern, wird auch der Volkswagen eingereiht! hier werden jährlich Hunderte von Millionen Mark ihre Anlage finden; und die Erfüllung dieser Bedürfnisse kennen wir befriedigen aus unserer Arbeit und unseren eigenen Roh- {(offen, aus unseren Erzen, aus unserer Kohle usw.
Die Bedeutung dieses. Werkes in seiner weiteren Auswirkung wird heute noch von den wenigsten erkannt. Der Volkswagen wird für die übrige Automobilerzeugung keine Konkurrenz fein! Wer diesen Wagen kauft und keinen Mercedes, der tut es nicht, weil er etwa ein Feind der Daimler-Fabrik ist, sondern weil er sich z. B. einen Mercedes nicht kaufen kann. Es sind sehr einfache, nüchterne Erwägungen, die die Menschen zwingen, sich den billigeren Produkten zuzuwenden. Wem es möglich ist, sich das Teuere zu
Berlin, 25. Mai. (DNB.) Am Dienstag überflog gegen 12.15 Uhr westlich von Eger in einer Höhe von etwa 80 bis 100 Meter bei guter Sicht ein tschechisches Militärflugzeug, Las mit zwei Piloten besetzt und mit einem Maschinengewehr bewaffnet war, die deutsche Grenze bei Schirnding, etwa 3 Kilometer von der Grenze entfernt. Kurze Zeit darauf erschien das Flugzeug über dem Ort Waldsassen, etwa 7 Kilometer von der Grenze entfernt. Auch hier flog die Maschine sehr niedrig, und die Insassen waren offenbar mit genauen Geländefeststellungen beschäftigt. —Südwestlich von Zittau überflog ein tschechisches Militärflugzeug, das ebenfalls mit einem Maschinengewehr ausgerüstet war, die deutsche Reichsgrenze am Galgenberg und dann den Ort Groß-Schönau. — Bei Hinter-Hermsdorf in d e r Nähe von Bad Schandau im Elb- janbfteingebirge überflog ebenfalls ein tschechisches Militärflugzeug etwa 20 Minuten lang deutsches Gebiet und den deutschen Ort, offenbar in enger Verbindung mit umfangreichen militärischen Hebungen, die die Tschechen am Durchbruch des Elbsandsteingebirges unmittelbar an der deutschen Grenze abhielten. — Ueber Klingenthal im Vogtland erschien aus südwestlicher Richtung ein tschechisches Militärflugzeug. Es beschrieb über der Stadt Klingenthal ganz niedrig einige Kreise und flog dann in Richtung auf den sudetendeutschen Ort Graslitz weiter. — Nach Mitteilung der Zollwache in Jedenspeigen nord- östlich von Wien an der March hat am 24. Mai um 9.30 Uhr ein tschechisches Militärflugzeug, ein einmotoriger mit einem Maschinengewehr ausgerüsteter Doppeldecker, in etwa 200 Meter Höhe d i e Greyze überflogen, die hier auf viele Kilometer hin durch das breite Flußbett der March unverkennbar ist. In der Nähe von Jedenspeigen werden auf reichsdeutschem Gebiet Deich- ■bauten vorgenommen, um die Niederung vor den dauernden Ueberschwemmungen durch die March zu schützen. Das Flugzeug kreiste sehr niedrig über Len Baustellen, und die Insassen photographierten die Baustellen. Das Flugzeug kehrte dann über den Fluß auf tschechisches Gebiet zurück. Es trug die Kennzeichen Bl. — Am Mittwoch 6.55 Uhr erschien über der Eisenbahnstatton Unterretzbach an der Eisenbahnstrecke Wien— Unterrehbach—Znaim ein tschechischer Doppeldecker in etwa 300 bis 400 Meter Höhe. Das Flugzeug
alten Parteigenofien Jakob Merlin. Und weiter jenen Herren, die dieses Werk nun mit ihm zur praktischen Ausführung bringen: Unserem großen Idealisten Pg. Ley, dem genialen Konstrukteur Porsche und schließlich Herrn Laffe- rentz. Das sind die Männer, denen im wesentlichen die Verwirklichung dieser gewaltigen Aufgabe zu danken sein wird. So schreite ich zur Grundstem- legung eines Werkes, von dem ich überzeugt bin, daß es ein Symbol ber nationalsozialistischen deutschen Volksgemeinschaft sein wird!"-
Immer wieder wurde die Rede des Führers von stürmischen Kundgebungen unterbrochen. Reichsamtsleiter Dr. Lafferentz verlas dann die Urkunde der Grundsteinlegung und legte sie in den Grundstein. Dann traten die Maurer und Steinsetzer in ihren Trachten herzu urrb fügten Stein und Mörtel. Der Polier überreichte dem Führer den Hammer, und bann vollzog, während die Zehntausende ihre Arme zum deutschen Gruß erhoben, der Führer den Akt mit den Worten:
„Ich vollziehe die Grundsteinlegung im Namen des deutschen Volkes! Das Werk soll entstehen aus der Kraft des ganzen deutschen Volkes, und es soll dienen der Freude des deutschen Volkes!"
Mit den Liedern der Nation, die von den Zehn- taujenben freudigen Herzens mitgesungen werden, schließt der Staatsakt.
Zu diesen unglaublichen Behauptungen schreibt der „D e u t s ch e Dien ft": Das Prager Preßbüro hat es für nötig befunden, am 26. Mai, nachdem ber beutsche Gesandte in Prag mehrmals schärfsten Protest gegen zahlreiche Grenzverletzungen durch tschechisches Militär und Militärflugzeuge und das Photographieren deutschen Gebietes erhoben hatte, eine sog. Gegenrechnung aufzustellen. Plötz-- lich, nachdem durch hunderte von Zeugen zahlreiche tschechische Grenzverletzungen der Pelt zur Kenntnis gekommen sind, will man in Prag ebenfalls Grenzverletzungen durch deutsche Flugzeuge festgestellt haben, die größtenteils bereits eine Woche zurückliegen. Man hat offenbar vorsichtshalber diese weit zurückliegenden Termine gewählt, um eine Nachprüfung dieser Angaben zu erschweren. Es ist kaum anzunehmen, daß bie tschechischen Stellen auch nur einen Tag gezögert haben würben, wirkliche deutsche Grenzverletzungen zu diplomatischen Schritten zu benutzen und die ganze Welt um Hilfe anzurufen. Man hat es sich am Schreibtisch in Prag bei der Zusammenstellung der Liste sehr bequem gemacht, dabei aber übersehen, auch die Wetterberichte mit heranzuziehen. Man hätte bann nämlich in einem Teil ber angegebenen Fälle sofort erfahren, baß bie Grenzverletzungen unmöglich stattgefunden haben können, weil durch Nebel und niedrige Wolken bei der schlechten Wetterlage in den Tagen vom 20. bis 23. Mai die Flugmöglichkeit außerordentlich stark beschränkt war.
Es kommt nun hinzu, daß die Tschechen in ihrer Großzügigkeit auch alle planmäßigen deutschen Verkehrsflugzeuge der Strecke Berlin—Prag—Wien und Breslau—Wien in ihre Aufstellung mit hineinbezogen haben und harmlose drei- motorige Junkersflugzeuge, deren angegebenen Kennzeichen auch auf dem Prager Flughafen genau bekannt sind, plötzlich zu gefährlichen deutschen Militäreinbeckern würben. 11. a. wird von tschechischer Seite angegeben, daß am Freitag, 20. Mai, bei Friedland ein zweimotoriger Eindecker gesichtet worden sei, der als Kennzeichnung die Zahl 2511 getragen habe. Es gibt in ber ganzen deutschen Luftwaffe wie in ber Verkehrsluftfahrt kein Flugzeug mit biefer Kennzeichnung. Sämtliche Flugzeuge ber Luftwaffe tragen sechs
Prag, 26. Mai. (DNB.) Das P r a g e r P r e ß- b üro veröffentlicht eine Aufzählung, nach ber angeblich in ber Zeit vom 20. bis 25. Mai, hauptsächlich am 20. unb 21. Mai, in 17 Fällen beutsche Militärflugzeuge tschechoslowakisches Gebiet verletzt und 16 Flugzeuge bie tschechoslowakisch-beutsche Grenze ,ch e - rührt" hätten.
Kennzeichen, und zwar vier Zahlen, stas Balkenkreuz und einen Buchstaben. Die genannten Zahlen kommen als Kennzeichnung eines Flugzeuges nicht vor.
Am Schluß der Liste wird ein angeblicher deutscher Militäreindecker D-ANAD genannt, der über Pilsen, also 8 0 Kilometer von der tschechoslowakisch - deutschen Grenze, gesichtet worden sei. Lin Flugzeug D-ANAD gibt es nicht, dagegen ein deutsches Verkehrsflugzeug D-ANAO. Bei der Ähnlichkeit der Buchstaben D und O dürfte es sich hier um einen Lesefehler handeln. Das Flugzeug D-ANAO ist das Streckenflugzeug Berlin— W i e n, das vertragsmäßig über tschechisches Gebiet fliegt und am 25. von Wien »nach Berlin und von Berlin nach Wien geflogen ist. Es hat dabei einer Schlechtwetterzone westlich ausweichen müssen und wohl auch die Stadl Pilsen berührt. DasZeichen D-ANAO ist allen tschechischen Luftbehörden bekannt, da die Streckenmaschinen bei lieber- , fliegung tschechischen Gebietes im funkentelegraphischen Verkehr auch mit tschechischen Funkstellen zu stehen pflegen und auch diese ihr Rufzeichen kennen.
Es bleibt also von ber tschechischen Liste angeblicher Grenzverletzungen nichts übrig als ber peinliche Nachgeschmack, baß man hier, um sich aus ber unhaltbaren Lage herauszumanövrieren, in bie bie Tschechoslowakei burch bie Erkunbungsflüge ihrer Militärflugzeuge auf beutsches Gebiet gebracht worben ist, unb um gegenüber den westeuropäischen Mächten bas Gesicht zu wahren, einfach wahllos eine Liste a n g e b l i ch e r G r e n z v e r l e tz u n- g c n zur Kompensation aufstellte. Man spekulierte babei folgerichtig auf bas Sensationsbebürfnis gewisser westeuropäischer Blätter, bei denen nicht bie Richtigkeit einer Melbung bie Hauptrolle spielt, sonbern nur bie Frage, ob sie interessant ist unb sensationell.
Die zweite Etappe der Gemeindewahlen.
P r a g , 27. Mai. (DNB.) Für den k o m m e n d e n Sonntag sind in 2480 Gemeinden, davon 697 sudetendeutschen Orten, Gemeindewahlen ausgeschrieben. In solchen Orten, vor ollem in kleineren Gemeinden, in denen sich die Parteien auf eine g e • meinfame Liste geeinigt haben ober, nur eine


