Ausgabe 
26.11.1938
 
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Nr.2?7 (Erftes Blatt

$amstag,26./$onntag, 21. November 1958

188. Jahrgang

Gieyener Familienblätter

Heimat im DUd Die Scholle

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Ser Besuch König Larols aus dem Obersalzberg

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b egründet, daß der Europäer im allgemeinen nicht ! a,;u kommt, tiefer in die Wesensart des japanischen Hnselvolkes einzudringen. Wer aber unter uns

antastbarkeit des Staatsgebietes der anderen ker achte und die politische und wirtschaftliche abhängigkeit der anderen Staaten anerkenne.

Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte

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Paris und Berchtesgaden jedesmal mit der gleichen Entschlossenheit erklärt, daß Rumänien Zusam­menarbeit mit jedem Volke wolle, das gleich den Rumänen den Frieden wünsche, die Un-

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.inieiDuiies einzuoringen.ziser aoei u,Ht Deutschen Gelegenheit gehabt hat, mit den Söhnen les fernen ostasiatischen Reiches nähere Bekannt­schaft zu machen sei es durch einen Aufenthalt m Nippon selbst, sei es durch Beschäftigung mit ja- samjcher Kunst und Literatur, der ist nicht nur

Es liegt in der Natur der Dinge, in der räum­lichen Trennung und in den rassischen Unterschieden

begeistert gewesen von der feinsinnigen Lebenskul­tur dieses Volkes, sondern hat auch seine nationale Kraft bewundern gelernt.

Nachdem die dunklen Wolken, die früher einmal vorübergehend die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan trüben konnten, gewichen sind und der Erkenntnis eines neuen gemeinsamen Ideals Platz gemacht haben, nämlich der Erkennt­nis der völkischen Höchstwerte im Gegensatz zum kommunistischen Internationalismus, ist diese Bin­dung immer fester geworden und hat schließlich vor nunmehr zwei Jahren im Antikominternpakt ihren welthistorischen und weltbewegenden Ausdruck ge­funden. Seitdem ist das deutsche Volk Zeuge ge­wesen, wie sich einerseits die Wirksamkeit dieses Vertrages in vielfacher Hinsicht glänzend bewährte und wie anderseits das japanische Volk besonders im chinesischen Konflikt seine moralische, militärische und wirtschaftliche Stärke, überhaupt seine Füh­rungseigenschaften bewies.

Die erste Voraussetzung für ein freundschaftliches Verhältnis ist das gegenseitige Verständ­nis in den weitesten Volkskreisen für die Lebens­art des anderen Volkes. Um diese Bedingung zu verbessern, wurde am 25. November 1938 das

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»ügiqe Pläne in bezug auf d-e Donau" so schreibt das Blatt,das sind die Gedanken, die uns an Deutschland annähern. An uns liegt es, diese Zu­sammenarbeit nicht nur auf wirtschaftlichem Gebiet geltend zu machen, sondern sie auch zur Stärkung unseres Landes und unserer Nation zu verwenden. In dieser Hinsicht kann dem rumänischen Volk die Opferwilligkeit der deutschen Nation als Beispiel dienen, die sie zu so großen Leistungen befähigt. Dieses beispielhafte deutsche Volk ist es, dem der König von Rumänien die freundschaftlichen Grüße seines Landes überbracht hat"

DerU n i v e r s u l" knüpft an den Besuch des Königs beim Führer einen kurzen Kommentar.in (iem es h-itzt. König Carol habe in London, Brunel,

Der Aufsatz beschäftigt sich dann mit der wirt­schaftlichen Rolle Deutschlands in Südo st - EuropaDie Verwertung unserer Er­zeugnisse, die Vervollkommnung unseres Eisenbahn-

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Der englische Besuch.

Die Septemberkrisis hat bei Völkern und Regie­rungen des europäischen Westens einen beträcht­lichen Schock hinterlassen. Soweit sich darin eine tiefe Friedenssehnsucht äußert, hat man bei uns in Deutschland dafür volles Verständnis. Denn, wenn das Reich und sein Führer auch entschlossen waren, die sudetendeutsche Frage unter allen Um­ständen zu lösen und wenn es nicht'anders sein sollte, für die Befreiung des Sudetenlandes auch an die Waffen zu appellieren, so teilen wir doch die Befriedigung der Völker des Westens, daß ange­sichts dieser Entschlossenheit des Führers, dem Selbstbestimmungsrecht des Sudetenlandes zum Siegs zu verhelfen, die Einsicht der verantwortlichen Staatsmänner durch das Abkommen von München den Weg einer friedlichen Lösung ermöglicht hat. Freilich schwer zu begreifen ist für uns, daß in London nach dem ersten erleichterten Aufatmen über den geretteten Frieden das Gefühl vorherr­schend wurde, als ob man in München eine Schlappe erlitten habe, vor deren Wiederholung sich England durch eine gewaltige Kraftanstrengung zur Steigerung seiner Rüstung auf allen Gebieten sichern müsse. Ohne die höchst unkonventionelle, großzügige und vorurteilsfreie Mitwirkung Cham­berlains, die den britischen Premier als Staats­mann von Format gezeigt hat und die auch in Deutschland, wie es der Führer mehrfach ausge­sprochen hat, warm anerkannt worden ist, wäre ja das Münchener Abkommen nicht zustande gekom­men. Und die am folgenden Tage von Chamberlain und dem Führer unterzeichnete Erklärung, daß Deutschland und England niemals wieder gegenein­ander 3U den Waffen greifen wollen und etwa zwi­schen ihnen auftauchende Schwierigkeiten durch Be­ratungen untereinander aus dem Wege räumen wollen, hätte auch den mißtrauischsten Engländern die Augen darüber öffnen sollen, daß der Geist des Münchener Abkommens, das Gefühl gemeinsamer Verantwortung für den europäischen Frieden und der allseitige Wunsch nach einem neuen Start für eine Neuordnung der Beziehungen der vier großen europäischen Nationen jeden Gedanken an diplo­matischen Sieg oder Niederlage von vornherein aus­schloß.

Trotzdem hat die Opposition im englischen Unter­haus, die sich aus den verschiedensten Elementen von der äußersten Rechten, wo der alte Churchill unent­wegt fein Streitroß gegen Chamberlain tummelt und der aus dem Kabinett ausgeschiedene Erste Lord der Admiralität Duff Cooper ihm heftig sekun­diert, über den linken Flügel der Konservativen, wo Eden einen unermüdlichen Redefeldzug eröffnet hat, bis zu den Oppositionsliberalen Samuels und der Labourpartei Attlees es an den heftigsten Angriffen auf den Premier und feine Münchener Politik nicht fehlen lassen, wobei die Vorwürfe nicht ausblieben, daß nur die Rückständigkeit der englischen Rüstung an dieserdiplomatischen Niederlage" Englands Schuld trüge. Die Regierung hat zwar ihre Außen­politik mit Entschiedenheit verteidigt, aber gleich­zeitig den Feldzug der Opposition als Antrieb für ihre eigenen Rüstungspläne so kräftig ausgenützt, daß der Sinn des Münchener Friedenswerkes dar­über fast in Vergessenheit geriet, wenn auch von der Regierungsbank oft genug betont worden ist, daß die mit äußerster Anstrengung vorangetriebene Aufrüstung Englands den Premier lediglich in die Lage versetzen solle, seine außenpolitische Linie un­verändert fortzusetzen, denn nur ein starkes Eng­land könne bei der gemeinsamen Sicherung des Friedens die ihm zufallende Rolle ganz ausfüllen. Das würde an sich durchaus der deutschen Auf­fassung entsprechen, wenn nicht die Begleitmusik, die die Opposition dazu macht, sehr kriegerische Tone Horen läßt und Parlamentarier und Presse bis weit in das Regierungslager hinein jede Gelegenheit er­greifen, um wie jetzt eben erst aus Anlaß der Losung der Judenfrage in Deutschland eine maß­lose Hetze gegen das Reich zu entfesseln. Daß Cham­berlain sich dadurch nicht beirren läßt in seinem Entschluß, die Fühlung mit den autoritären Staa­ten aufrechtzuerhalten, zeigt trotz mancher nicht un­bedenklicher Zugeständnisse an die Stimmungsmache der Opposition doch die Ratifizierung des englisch- italienischen Osterakkords und die in der Neubeglau­bigung des britischen Botschafters in Rom beim .Kaiser von Aethiopien" liegende Anerkennung des ostafrikanischen Imperiums.

In Frankreich ist die Entwicklung seit den Tagen von München ähnlich verlaufen, aber die innerpolitischen Schwierigkeiten haben hier so sehr die Vorhand bekommen, daß die Opposition nur mit halbem Herzen ihre Aufm-rksamkeit der auf die Ausnützung der durch das Münchener Abkommen geschaffenen Atmosphäre gerichteten außenpolitischen Linie Bonnets zuwenden kann. Frankreich sieht sich ia, nachdem sein Militärbündnis mit der Tschecho- Slowakei durch die Bereinigung der Nationalitäten­frage und den völligen Umbau der tschecho-slowa- kischen Staates hinfällig geworden ist, zu einer völligen Neuorientierung seiner Außenpolitik ge­zwungen. Weder der Versuch einer Einkreisung Deutschlands, noch der einer Mobilmachung der Demokratien aegen die autoritären Staaten der Achse BerlinRom haben nach den das ganze Welt­bild von Grund auf umgestalteten Ereignissen dieses Herbstes noch irgendeinen Sinn. Das hat man am Quai d'Orsay sehr wohl erkannt und vermutlich im stillen auch schon den Sowjetpakt abgeschrieben, 'wenn auch die Rücksicht auf die Gefühle der Linken noch keine offene Aeußerung darüber erlaubt. Aber die Tatsache, daß eine Beteiligung Moskaus an den Münchener Verhandlungen nicht einmal zur Dis­kussion gestellt worden war, spricht dafür, daß man sich in Paris über eine Ausschaltung der Sowjets von stder Reorganisation d^s europäischen Friedens keinen Illusionen hingibt. Moskaus Störungsjeuer

Wie wir schon meldeten, empfing der Führer und Reichskanzler König Carol II. von Rumänien auf dem Obersalzberg. (Presse-Illustrationen Hoffmann-M.)

vertrag ist mit sofortiger Wirkung vor Kauf­abschluß dem zuständigen Kreiswirt­schaftsberater der NSDAP, einzureichen. Ich betone ausdrücklich, daß für die Begutachtung dieser Kaufverträge, wie überhaupt für alle wirt­schaftlichen und wirtschaftspolitischen Angelegen­heiten innerhalb der Partei, einzig und allein die Kreiswirtschaftsberater und der Gauwirtschafts­berater zuständig sind. Zuwiderhandlungen werden strengstens geahndet.

Frankfurt am Main, den 25. November 1938. gej. Sprenger, Gauleiter.

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Zusammenarbeit auf der Grundlage völkischer Kultur.

Deutsch-japanisches Abkommen über die Förderung der geistigen Beziehungen

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verkauf jüdischen Vermögens

Ein Erlaß des Gauleiters

NSG Dem Judentum kann es nicht überlassen bleiben, seine Vermögensstücke planlos oder absichtlich noch besonderen Methoden abzusloßen Partei und Staat müssen darüber wachen, daß sich jeder Besihwechsel dieser Art i n ordnungsmäßigem Rahmen vollzieht. Um im Gau Hessen-Nassau, so wie dies zum Teil bereits in anderen Gauen geschehen ist, den Uebergang jüdischen Eigentums in deutsche Hände streng nach den Grundsätzen, die der deut­schen Wirtschaft dienlich sind, zu vollziehen, ordne ich hierdurch bis zu einer gesetzlichen Regelung folgendes an:

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Das Echo in Bukarest.

B u k a r e st, 25. Nov. (Europapreß.) Der ehema­lige Staatssekretär des Aeußeren, G a f e n c u , schreibt in seinem BlatteTimpul", der Besuch des Königs Carol in Berchtesgaden sei um so bedeut­samer, als hinter den beiden Staatsoberhäuptern disziplinierte, arbeitsfreudige und verständnisbereite Völker ständen, für die die friedliche Zusammenarbeit eine alte lieber» lieferung darstelle König Carol habe mit dieser Reise nach dem Obersalzberg die Klärung der Interessen und Ziele seines Landes vollendet. Dies Werk habe er mit dem Staatsbesuch in London begonnen und mit den freundschaftlichen Besuchen in Brüssel und Paris fortgeführt Das rumänische Volk habe seinem König auch in die bayrischen Berge feine Sympathie mitgegeben Es wisse, daß dieser Besuch seines Herrschers d e r Ausdruck der Achtung vor dem Führer der Deutschen sei, um den sich die große Masse seines Volkes schare Das Rumänenkum warte ver­trauensvoll auf die Ergebnisse der Reise seines Königs ,

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Gietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Lchulstrahe 7

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deutsch-japanische Kulturabkommen in Tokio unterzeichnet. Es ist im Gegensatz zum deutsch-italienischen Kulturabkommen ein Rahmen­vertrag, der in kurzen Artikeln die Grundsätze der künftigen Zusammenarbeit auf geistigem und künst­lerischem Gebiet enthält. Die zwölf Punkte in der anhängenden amtlichen Verlautbarung zeigen den Weg an, auf dem der praktische Ausbau der gegenseitigen Beziehungen erfolgen soll. Die Grund­gedanken, die diesem Abkommen zugrunde liegen, entsprechen dem Geist, von dem auch der Austausch kultureller Güter zwischen dem nationalsozialisti­schen Deutschland und dem faschistischen Italien be­herrscht ist: Achtung vor der Eigenstän­digkeit der Kultur des anderen Volkes bei gleichzeitiger Ablehnung eines unwirklichen inter­nationalen Kulturkollektivismus, wie ihn Moskau und Judentum predigen. Deshalb wurde auch in diesem Falle die Methode der zweiseitigen Ver- tragsschließuntz beibehalten. Daß dieser Vertrag der e r ft e feiner Art ist, den Japan abschließt, ge­reicht auch uns Deutschen zur Ehre. Um so mehr fühlen wir das aufrichtige Bedürfnis, Nippon zu verstehen ... H. Evers.

Monatr-vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

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oms.uir, -- ' ------------- Kaufe von bisher udischen Eigentums aller Art

wefens der Ausbau un erer Straßennetze, groß- a ' ,

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Tokio. 25. Nov. (DNB.) heute, am zweiten lahrestag des deutsch-japanischen Antikomintern- «bkommens ist in Tokio durch den deutschen Bot- chasler Ott und den japanischen Außenminister Urita ein deutsch-japanisches Kultur- ibkommen unterzeichnet worden. Das Abkommen ieht eine eugeZujammeuarbeit und plan­mäßige Förderung der Beziehungen ruf den verschiedensten Gebieten des kulturellen Le­bens vor. Die beiden Regierungen bringen hierdurch hreu Willen zum Ausdruck, im Bereiche des Kultur- ebens in engster Verbundenheit zu artet­en und die Weltgefahr des Bolschewismus auch in­nerhalb dieses bedeutsamen und wichtigen Ge­biets zu bekämpfen.

Das Abkommen.

Das Abkommen über die kulturelle Zufammen- irbeit zwischen dem Deutschen Reich und Japan lat folgenden Wortlaut:

Die Deutsche Regierung und die Kaiserlich-japa- iische Regierung, durchdrungen von der Erkenntnis, die deutsche und japanische Kultur in dem deut- chen völkischen und nationalen Leben einerseits ind in dem ureigenen japanischen Geist anderseits yre wahren Grundlagen habe und daß die Kultur ind Beziehungen beider Länder hierauf aufbauen, mb in dem Wunsche, die Bande der Freundschaft ind des gegenseitigen Vertrauens, die beide Länder icreits in glücklicher Weise verbinden, durch V e r- iefung ihrer vielfältigen kulturel- c n Beziehungen und durch die Forderung er gegenseitigen Kenntnis beider Völker und ihres Zerständnisies für einander immer mehr zu be- estigen, in folgendem übereingekommen:

Art. 1: Die Hohen Vertragschließenden Staaten «erden danach streben, ihre Kulturbeziehungen auf «ine feste Grundlage zu stellen und werden hierbei iruieinanöer aufs engste zusammen-- arbeiten.

Art. 2: Um das in dem vorstehenden Artikel (eftecfte Ziel zu erreichen, werden die Hohen Ver- 7agjchließenden Staaten ihre Kulturbeziehungen auf km Gebieten der Wissenschaft und Kunst, der Musik inb Literatur, des Films und des Funks, der Jugendbewegung und des Sports usw. plan­mäßig fordern.

Art. 3: Die Durchführung des vorstehenden Ar- tkels wird im Einzelnen durch die zuständigen Behörden der Hohen Vertragschließenden Staaten m beiderseitigen Einvernehmen geregelt.

Art. 4: Dieses Abkommen tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft. Jeder der Hohen Ver­tragschließenden Staaten kann das Abkommen durch Kündigung unter Einhaltung einer Frist von zwölf Monaten beendigen.

Von amtlicherSeite wird hierzu erklärt:

Seit jeher haben zwischen Deutschland und Japan enge geistige Beziehungen, vor allem auf dem Ge­biete der Medizin, der Literatur, der Musik, des Rechts usw. bestanden. In den letzten Jahren sind iie Beziehungen beider Länder ganz allgemein, insbesondere feit dem Abschluß des Antikomintern-Abkommens, immer enger geworden. Als im September d. I. die kutsche Regierung der japanischen Regierung den Vorschlag machte, für die weitere Festigung und Ausgestaltung auch der kulturellen Beziehungen eine vertragliche Grundlage zu schaffen, stimmte tie japanische Regierung freudig zu. So konnte nach burzen Verhandlungen das nun unterzeichnete und 1 in Kraft gesetzte Abkommen über die kulturelle Zu­sammenarbeit abgeschlossen werden. Diese Tatsache ft als ein erneutes Zeichen der deutsch- japanischen F r e u n d s ch a f t s b e z i e h u n cen aufrichtig zu begrüßen. Das Abkommen ist das erste feiner Art für Japan. Es bringt in feiner Präambel klar zum Ausdruck, daß die Zufammen- crbeit beider Regierungen bei der Förderung der geistigen Beziehungen beider Länder auf den wah­ren Grundlagen der Kultur beider Völker beruhen oll. Das Abkommen gibt die allgemeinen Grund- ätze, nach denen vorzugehen ist, an. Im Rahmen es Abkommens werden die zuständigen Behörden leider Staaten zunächst folgende Punkte im beiderseitigen Einvernehmen regeln: Die Einrich­tung von kulturellen Arbeitsausschüssen, die Erhal­tung und Erweiterung der Kultureinrichtungen, die Empfehlung von Lehrkräften, Erleichterungen für c mtli che Studienreisen, Austausch ton Studenten und Professoren, die liörberung des freundschaftlichen Verkehrs zwischen kn Jugendorganisationen beider Länder, wohlwollende Behandlung der Schulen, Austausch ton Büchern und Zeitschriften, Austausch auf den Gebieten der Kunst, des Films, des Funks, des Sports und der Volksgesundheit.

Kulturelles Verständnis.

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