Ausgabe 
26.10.1938
 
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Nr. 25l Erstes Blatt

Mittwoch, 26.(Dttobcrt938

188. Jahrgang

Die deutschen Reservisten haben sich voll bewährt

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Es liegt auf der Hand, daß eine eingehende, peinlich st genaue Vorbereitung die Grundlage bildete. Sehr genaue General- stabsarbeit war notwendig. Daß sie in allem Umfange richtig und gut geleistet war, hat her Ver­lauf des Einmarsches gezeigt. Im. letzten Augenblick noch war es notwendig, die kriegsmäßig vor­gesehene Aktion in friedensmäßigen Ein­marsch umzuwandeln, womit sich natürlich die Ziele, die Wege usw. änderten. In wenigen Stunden (!) ist das alles geschafft worden, ohne daß sich Reibungen ergaben. Besonders anzuerken­nen ist hierbei auch die Tätigkeit der N a ch rich­te n t r u p p e. Ein neuzeitliches Heer läßt sich nur mit guten Nachrichtenverbindungen schnell, gut und beweglich führen. Fernsprech- und Funksprechoerbin­dungen müssen rechtzeitig und störungsfrei zur Ver­fügung stehen, sonst kann die Führung nicht Happen. Beim Einmarsch ins Sudetenland hat diese Orga­nisation v o r b i l d li ch funktioniert. Auch die, Führung der zahlreichen motorisierten Trup­pen ist reibungslos verlaufen. Ich bin selbst im Besetzungsabschnitt III im Kraftwagen nach vorn, nach rückwärts und kreuz und quer durch das Gebiet gefahren. Trotz der Zehntausende von Kraftfahr­zeugen, die dort auf den keineswegs immer erstklassig gen Straßen marschierten oder hielten, habe ich k^ine ernstliche St raßen Verstopfung gesehen, lieber all herrschte eine ausgezeichnete Fahr- und Straßendisziplin,, angesichts der vielen Reser­visten als Fahrer besonders anerkennenswert. Die fortschreitende Motorisierung des deutschen Volkes hat hier bereits gute Früchte getragen. Auch die Versorgung der Truppe mit Verpfle­gung und Betriebsstoffen usw. hat rei­bungslos funktioniert. Den besten Beweis hierfür liefert die Tatsache, daß nicht nur die Truppe selbst rechtzeitig und gut verpflegt wurde, sondern daß auch die notleidende Zivilbevölkerung schon in den ersten Stunden in größerem Umfange mit Le­bensmitteln o»rforat werden konnte.

Es ist fesizusiellen, daß sich die R e f e r v i - st en und Referveverbäude in aus­gezeichneter weise in den Gesamlrahmm ein­gefügt haben. Die Reserveübungen, besonders im letzten Sommer, die sicherlich meist einem als starke Belastung erschienen und die das ganze Volk trotzdem willig und verantwor­tungsbewußt auf sich genommen hat, haben wesentlich dazu beigetragen, daß die gesamte Aktion in diesem Umfange und so reibungslos hat durchgeführt werden können.

Das deutsche Volk hat selbst den Ruhen aus dieser Anstrengung ziehen können. Es unter­liegt keinem Zweifel, daß gerade hierdurch mit die ganze Stärke der deutschen Rü­stung in Erscheinung treten konnte. Rur das Vorhandensein dieser Rüstung und besonders das Einfügen des gesamten für jeden Einsatz bereiten Volkes in diese Rüstung hat es dem Führer ermög­licht, Großdeutschland zu schaffen, ohne einen Schuß abzugeben.

QUm Schluß des Gesprächs stellte Oberregierungs- rat Fritzsche fest: Jeder deutsche Volksgenosse sieht heute in der Wehrmacht den Schutz für all das, was erreicht und ausgebaut wurde, für die neuen Teile des Reiches, für die neuen Straßen, die neuen Wohnungen, die bester bearbeiteten Felder der frei« mat. für die Städte im Reick,. die ein neues Gesicht erhalten, für die neuen Fabriken, die im eige­nen Land Herstellen, was früher draußen aekauft werden mußte, kurz fürdieHeimatderDeut-

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durch die mannhaften Entschlüsse der vier Staats­männer in München behoben wurde. Selbstver­ständlich war auch für diesen Fall Vor­sorge getroffen. Der Führer selbst hat dem deut­schen Volk von dem gigantischen Werk der deutschen Westbefestigungen Kenntnis gegeben. Diese Befestigungen waren und sind in der Lage, das deutsche Land gegen jeden Angriff zu Lande zu schützen. Selbstverständlich waren die erforderlichen starken Truppenverbände zum Einsatz in und hinter diesen Befesttgungen vorhan­den, ohne daß die tschechische Aktion irgendwie in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Daß auch in der Luftabwehr entsprechende Maßnahmen ge­troffen waren, sagte ich schon.

Auf die weitere Frage nach den tschechischen Befestigungsanlagen antwortete Major von Wedel: Die tschechische Befestigungslinie ist in ihrer Planung sicherlich gründlich und sachgemäß angelegt gewesen. Das Urteil aller Fachleute hat aber bestätigt, daß das gesamte Befestigungswerk völlig unvollendet war, daß die einzelnen Anlagen größtenteils noch im Bau begriffen und unbewaffnet oder wenigstens nur be­helfsmäßig bewaffnet waren.

Die zum Einmarsch bestimmten deutschen ver­bände waren in umfassender Weise mit A n -

griffsmitteln gegen die Befesti­gungen ausgestattet. Eine große Zahl von Geschützen bis zu den schwersten Kalibern war bereitgefteöt worden. Geschwader von Panzerkampfwagen aller Größen waren ange- jehl. Außerdem aber waren zur schnellen Be­zwingung der Befestigungen auch noch an­dere Mittel b e r e i t g e ft e 111, bie in kürzester Zeit in der Lage gewesen wären, die feindliche Waffenwirkung lahmzulegen und die Besatzungen zu zermürben. Schon seit län­gerer Zeit wird im gesamten Heer dieser Kampf um Befestigungen als besonderes Ausbildungsgebiet betrieben. Alle Waffen, besonders Infanterie, Pioniere und Panzerkampfwagen sind zusammen mit der Ar­tillerie bis in alle Einzelheiten mit dieser Kampfweise vertraut gemacht worden. Durch die vortreffliche Ausstattung und Ausbildung un­serer Truppen und besonders auch angesichts des tatsächlich mangelhaften Zustandes der Be- feffigungen wäre ein schneller und durchschla­gender Erfolg absolut sicher gewesen.

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22.15: Kamerad, ien. 24: Nachtkon.

Wahlkampagne inLugoslawien

Von unserem v. M.-Korrespondenien.

Belgrad, im Oktober.

Wahlfieber herrscht in Jugoslawien. Für den 11. Dezember wurden Neuwahlen für das jugoslawische Palament ausgeschrieben. Kaum zehn Tage sind seit der Ausschreibung der Wahlen vergangen, und schon hat das Fieber des Wahlkampfes das ganze. Land ergriffen. Den be­vorstehenden Palamentswahlen wird in allen jugo­slawischen politischen Kreisen große politische Be­deutung beigemessen-, denn im Mittelpunkt des Wahlkampfes steht die kroatische Frage, die seit zwanzig Jahren, seit der Begründung des jugo­slawischen Staates, das wichtigste Problem der jugoslawischen Innenpolitik gewesen ist. Die Lösung der kroatischen Frage ist nach Meinung aller poli­tischen Kreise in Jugoslawien, des Regierungslagers wie auch der Opposition, die notwendige Voraus­setzung für die volle innerpolitische Konsolidierung des Landes. Man nimmt an, daß gerade die jetzt bevorstehenden Palamentswahlen von ausschlag­gebender Bedeutung für die Lösung der kroatischen Frage sein werden, und deshalb ist es verständlich, daß die Wahlen mit großer Spannung erwartet werden und der Wahlkampf hohe Wogen schlägt.

Das jugoslawische Wahlgesetz ist sehr kompliziert. Es ist eine Zusammenziehung von zwei Wahl­systemen, dem System der L a n d e s l i st e n und dem System der Wahlbezirke. Die Wähler geben gleichzeitig ihre Stimme für eine Wahlliste und einen Bezirkskandidaten ab. Deshalb muß jeder Bezirkskandidat an eine Landesliste gebunden sein, und keine Landesliste kann zur Wcchl zugelassen werden, falls nicht in mindestens zwei Dritteln der üyahlbe.zirke des Landes Bezirkskandidaten an eine solche Landesliste gebnden sind. In Jugoslawien gibt es 371 Wahlbezirke. Demnach werden 371 Ab­geordnete in Bezirken gewählt. Außerdem werden als gewählt alle Träger von Landeslisten erklärt, die im ganzen Lande mindestens 50 000 Stimmen auf sich vereinigt haben. In Jugoslawien sind- nur Männer wahlberechtigt; Frauen haben weder aktives noch passives Wahlrecht. Die Landesliste, die eine relative Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhalten hat, erhält automatisch zwei Drittel der Sitze im Parlament zugespro- chem Das restliche Drittel wird auf Grund einer komplizierten Rechnung nach proportionellem Sy­stem unter alle Landeslisten, die zumindest 50 000 Stimmen im ganzen Lande erhalten haben, verteilt. Der Grundgedanke dieser komplizierten Wahlord­nung war, eine starke und arbeitsfähige Mehrheit im Parlament zu sichern und gleich­zeitig den Wählern die Möglichkeit zu bieten, lokal bekannte und verdienstvolle Persönlichkeiten wählen zu können.

Es ist sicher, daß der Wahlkampf sich hauptsäch­lich zwischen zwei großen politischen Gruppen ab­spielen wird: der Regierungspartei und der geeinten Opposition. Die Regierungspartei, die Jugoslawische Radikale Union, wird an der Spitze ihrer Landesliste den suaoslawischen Ministerpräsi-* deuten und' Außenminister 5)r. Stoiadino» witsch haben. Der Träger der Landesliste der ge­einten Opposition wird der Ftthrer der kroatischen Bauernpartei und der kroatischen Volksbewegung, Dr. Wladimir Matschet, sein. Die Regierungs­partei kann aber keinesfalls als Gegnerin der Kroa­ten oder einer Lösung der kroatischen Frage be­zeichnet werden, weil an der entgegengesetzten S'ite kroatische Parteien steben. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Grunven ist nicht die Frage, ob die kroatische Frage gelöst werden soll, sondern die Frage, wie urtb in welchem Umfang sie aelöst werden kann. Die Kroaten und die geeinte Oppo­sition fordern die Abschaffung der bestehenden Ver­fassung, die Einberufung einer gesetzgebenden Ver­fassung und die Umgestaltung des jugoslawischen Staates in eine Föderation. Die Regieruna und die Regierungspartei vertreten bingeaen den Stand­punkt, daß die Aenderung der Verfassung während einer Regentschaft, also bis lur Großicihriakeit des heute 15jährigen jugoslawischen Königs Peter II., verfassungsrechtlich nicht zulässig sei, und daß die kroatische Fraae auch im Rahmen der bestehenden Verfassung gelöst werden könne, die durchaus Mög­lichkeiten^e, alle kroatischen Wünsche zu enüU len und Beschwerden zu beseitigen. Ministernräsi- dent Stojadinowitsch erklärte dies in einer Rede, mit der er die Wahlkampagne in Jugoslawien er­öffnete. In gut unterrichteten politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß Stojadinowitsch, der die schwierigsten wirtschaitlichen und außenpolitischen Fragen des iugoslawischen Staates für das Land denkbar giinftig zu regeln verstanden bat, auch der geeianete Mann fei, dieses innerpolitische Problem zu lösen. Deshalb wäre es für unterrichtete poli­tische Kreise in Juaoslawien keine U-berraschung, wenn nach den Wahlen eine Verständigung zwischen Stoiadinowitsch und dem Führer der Kroa­ten. Matschet, zustande kommen würde.

Es ist noch nicht sicher, ob außer diesen zwei aro= ßen Gruvven noch andere politische Organisationen bei den Wahlen Landeslisten aufstellen werden. Die Aufstellung solcher La^deslisten ist ziemlich schwie­rig, so daß kleinere politische Organisationen danach brachten, sich wahltechnisch mit einer der zwei aroßen Gruppen zu verbünden. So verbanden sich die Jugoslawische Volkspartei und der Bund der serbischen Landwirte mit der Regierungspartei, und die Jugoslawische Nationale Partei, die einft Trä­gerin der Diktatur und des unitaristischen Gedan­kens in Jugoslawien gewesen ift. mit b°r Oppo­sition. Solche politisch oft unnatürlichen Bündnisse werden verursacht durch die fchroieriae Technik der iuaoflawischen Wahlordnung. Deshalb ist es auch menia wabrsch-inlich. daß nach eine dritte Gruvpe eine Landesliste aufstellen könnte, obwohl die jugo*

Die Schlagkraft der deutschen Wehrmacht sicherte den Erfolg.

Ein aufschlußreiches Rundfunkgespräch über den Einsatz der deutschen Truppen im sudetendeutschen Raum.

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Berlin, 26. Oft. (DNB. Funkspruch.) Der Deutschlandsender verbreitete am Dienstagabend ein Zwiegespräch zwischen dem Leiter der Pressegruppe des Oberkommandos der Wehrmacht, Major von Wedel, und dem Leiter des Drahtlosen Dienstes, Oberregierungsrat Fritzsche, über Fragen des Einsatzes der Wehrmacht bei der Besetzung des fudetendeutschen Gebietes.

Die Wehrmacht ist stolz darauf, daß sie bei den beiden großen Ereignissen dieses Jahres, der Wie^erverernigung Deuftchosie^eichs mit dem Reich und der Befreiung des deutschen Sude­tenlandes, von ihrem Führer und Obersten Be­fehlshaber angefetzl wurde, um das klare deutsche Recht und damit den Willen des Führers zu vollstrecken. Sie ist glücklich gewesen, daß sie dies in beiden Fällen in friedlicher Form tun und damit den deutschen Volks- genoffen in den Gebietsteilen reines Glück und ungetrübte Freude bringen konnte. Wir sind uns aber auch alle völlig darüber im klaren, daß es neben der Willens- und Tatkraft des Führers zwei Tatsachen sind, die den Er­folg brachten. Die eine Tatsache ist, dajz wir jetzt im Jahre 1938 im umfassenden Sinn gerüstet sind, und die zweite, daß der Führer bereit war, diese Rüstung zur Verfechtung des deutschen Rechtes auch voll einzusehen und daß das deutsche Volk innerlich und äußerlich bereit war zum Einsatz auch im äußersten, im Kriegsfälle. Rur diesen beiden Tatsachen verdanken die 10 Millionen großdeulschen Volks­genossen ihre Befreiung.

Das deutsche Volk wird Verständnis dafür haben, daß bisher über den Umfang der militäri­schen Aktion, die zur Befreiung des Sudeten­landes führte, von der Wehrmacht keine Einzel­heiten bekanntgegeben wurden. So lange auch nur die entfernteste Möglichkeit bestand, daß es zu krie­gerischen Handlungen käme, konnte das Oberkom­mando der Wehrmacht solche Einzelheiten nicht ver­öffentlichen, ohne gleichzeitig dem Feind gegenüber dis Karten aufzudecken. Der Führer hat am 20. Ok­tober die militärische Aktion öffentlich als abge­schlossen bezeichnet. Damit besteht/nunmehr die Möglichkeit, der Oeffentlichkeit gegenüber den Schleier über die Aktion zu lüften. Aus den Ver­öffentlichungen des Oberkommandos der Wehrmacht geht bereits hervor, daß fünf H e e r e s gr ap­pen von den verschiedenen Seiten aus konzentrisch einrückten. Insgesamt gehörten hierzu 1J) 21 r_ = meekorps mit 30 Divisionen. Fast die Hälfte dieser Divisionen waren motorisiert oder Panzerdivisionen. Es muß aber fest­stellen, daß außerdem nicht geringere Kräfte vo t* sdrglich bereitgestellt waren für den Fall, daß der friedensmäßige Einmarsch durch offenen Widerstand der Tschechen in eine krieasmaßlge Ite­ration übergeleitet werden mußte. Am eigenlltdjen friedensmäßigen Einmarsch war die L u f t n? aff mit etwa 500 Flugzeugen beteiligt Diese Zahl stellt aber nur einen kleinen Bruchteil dessen dar, was an Luftstreitkräften für die 6°^ Aktion be­reitgestellt war und bei kriegerischen Verwick­lungen sofort hätte eingesetzt werden können.

Auf die Frage nach der Sicherung des Luftraumes antwortete Major von Wedel Zunächst wissen wir alle daß dank der Tatigkei d«. R°ich--uft!chudbund-^d°. r

Luftangriffe eingeftellt ift. Luftschutzkeller, Fliegeralarm, Gasmasken ufro. sind a u $ l" entlegensten Orten heute felbfoer- stündlich e Begriffe. Der bis ms einzelne vorbildlich organisierte L u f t meld e - und L^u f t Warndienst gewährleistet, daß in allen Städten und lebenswichtigen Betrieb der Angriff fein ch Xt*»ÄS;??

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werden, dah es tschechischen oder ^"^russi­schen Bombern aus der Tsch-cho-Slowakei wohl toum gelungen wäre, ins deulsche Heimatland norins,°bm> um hier ihr Zerslornng-werk durch,usühren. Das gleiche g>» lm °°en Umfang für die anderen möglichen Anflug richtungen.

Auf die Frage nach der Möglichkeit des i-i ' g re ifens anberer TO ä d) te tn den Konflikt Antwortete Major von Wedel: Sie wissen wie das ganze Volk, daß die Möglichkeit eims Eingreifen anderer Machte gegen uns erörtert wurde und erst

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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schen, die schöner und liebenswerter wird, als sie jemals in der deutschen Geschichte war. Für dies alles, das ja noch von so viel Unverständnis und wohl auch Mißgunst umbrandet ist, ist nach unser aller Gefühl Die deutsche Wehrmacht der e i n z i g e s i ch e r e S ch u tz, der Garant für Dauer­haftigkeit.

Der Führer

im Gebiet von Engerau.

Besichtigung des Pretzburger Brückenkopfes

E n g e r a u, 25. Okt. (DNB.) Der Führer stattete dem Gebiet von Engerau einen Besuch ab. Er be­sichtigte den Preßburger Brückenkopf, tschechische Befestigungsanlagen und Teile der der Heeresgruppe V angehörenden Besatzungstruppen. An der Fahrt des Führers nahmen u. a. teil: der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe V, General der Infanterie List, der Kommandierende General des XVII. Armeekorps, General der Infanterie Kie­nitz, und der Chef des Generalstabes des XVII. Armeekorps, Generalleutnant Ruoff, ferner Gauleiter B ü r ck e l, Reichskommissar Henlein und Reichsstatthalter Dr. S e y ß - I n q u a r t.

Der Führer besichtigte auch einige Elends­viertel der deutschen Bevölkerung von Engerau, die zum Teil unter geradezu unvorstell­baren Verhältnissen in baufälligen und halbzerfallenen Baracken wohnten. Aus den ver­härmten Gesichtern der deutschen Menschen, die hier lange Jahre unter den unwürdigsten Bedin­gungen ein kümmerliches Dasein fristen mußten, sprach neue Hoffnung und Freude darüber, daß der Führer nun auch zu ihnen gekommen war, um auch sie aufzunehmen in die Gemeinschaft des Groß- deutschen Reiches. In nächster Nähe dieser Elends­guartiere der deutschen Bevölkerung befand sich eine von den Tschechen bei ihrem Abzug vollständig zerstörte tschechische P i o n i e r f a f e r n e, die der Führer ebenfalls in Augenschein nahm. Nach dem Aufenthalt in Engerau traf der Führer auf der Durchreise zu einem kurzen Besuch in Wien ein, wo er das Kunsthistorische Museum und die Wiener Hofburg besichtigte. Die Wiener Bevölkerung be­reitete dem Führer bei seiner Fahrt durch die Straßen überall begeisterte Kundgebungen.

Italienreise des Heichsanßenministers

B e r l i n , 26. Oft (DRB.) Der Reichsmiuister des Auswärligen, von Ribbentrop, trifft am Don nerstagabenb zu einem kurzen Aufenthalt in Rom ein.

Oie,KdF.- -Schiffe »Wilhelm Sustloff- und »Stuttgart- in Tripolis.

R o m , 25. Oft (Europapreß.) Die Reihe der dies­jährigen KdF.-Fahrten nach Italien und Libyen, an denen bis März 1939 50 000 deutsche Arbeiter teil- nehmen werden, wurde mit der Ankunft der beiden aus Hamburg kommenden DampferW i l h e l m G u ft I o f f" undStuttgart" in Tripolis er­öffnet. An Bord der beiden KdF.-Schiffe reifen über 2500 Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront. Nach einem festlichen Empfang durch Behörden und Fa­schistische Partei besuchten die deutschen Gäste die Eingeborenenviertel, die Moscheen und die sonstigen Sehenswürdigkeiten der Stadt Tripolis und machten bann in Kraftwagen Ausflüge in die Oasen der Um­gebung. Weiter fuhren die KdF.-Urlauber in drei Sonderzügen nach S a b r a t h a, um die dortigen Ausgrabungen zu besichtigen.