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Unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Rosel Müller, geb. Wiestner

wurde von ihrem langen, schweren Leiden durch den Tod erlöst

Gießen (Landgrafenstr. 6), den 23. September 1938.

6155D

D4379

Leihgestern, Gießen, den 25. September 1938.

Von der Reise zurück

Kl 50V

Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er» mäßigten Grund' orci» von 5 Pf. für die Millimeter» «eile veröffentlicht

Prag, 26. Sept. (DNB.) Die Prager Bevölke­rung lebt in einer wahren Panik st immun g. Die Polizei, die Behörden und besonders der Rund­funk versuchen dauernd, durch Aufrufe, nationale Gedichte und Erzählungen aus der nationalen Ge­schichte der Tschecho-Slowakei die Bevölkerung zu beruhigen und die Stimmung zu heben. Im Rund­funk jagt eine Verordnung die andere. Fast stünd­lich werden Aufrufe der einzelnen Organisatio­nen bekanntgegeben von denen der eine dem ande­ren widerspricht. Immer wieder muß gemahnt werden, den Anordnungen der Behörden zu folgen, woraus zu schließen ist, daß dazu offenbar wenig Neigung besteht. Die Zensur der Presse ist noch verschärft worden. Auch die Vertreter der ausländi­schen Presse sind im Gegensatz zu denen im Reich unter Zensur gestellt worden und müssen ihre Be­richte dem Zensor vorlegen.

Jede Lichtreklame in den Straßen ist verboten. Mit Eintritt der Dunkelheit wird das Licht in den Schaufenstern gelöscht und Läden und Wohnungen müssen verdunkelt werden. Die Straßen­beleuchtung ist ausgeschaltet. Das einst so lebens­lustige Prag ist mit Einbruch der Dunkelheit wie

Der rumänische Außenminister C o m n e n hatte adf der Durchreise nach Bukarest in Subotica (Ma- ria-Theresianopel) eine Zusammenkunft mit dem jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenmini­ster Dr. S t o j a d i n o w i t s ch.

abzuliefern. Die Aufgeforderten erkennen jedoch überall die Falle und leisten der Aufforderung keine Folge,

Kleine politische Nachrichten.

Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. Brauchit sch, hat sich am 23. September in Bad Salzbrunn mit Frau Charlotte Schmidt, Tochter des Amtsgerichtsdirektors a. D. Rüffer in Bolkenhain (Schlesien), vermählt.

Seine Majestät König Boris III. von Bul­garien, der sich auf der Durchreise durch Deutsch­land befindet, stattete dem Führer und Reichs­kanzler einen Besuch ab. König Boris hat Sonntag abend mit dem fahrplanmäßigen Zug Berlin ver­lassen, um sich nach Sofia zu begeben. Zur Verab­schiedung waren auf dem Bahnhof anwesend der bulgarische Gesandte in Berlin, Exzellenz Drago» noff, Staatsminister Dr. Meißner sowie Ge­sandter Freiherr v. Dörnberg.

ausgestorben. Zahlreiche Lokale haben deshalb ge­schlossen. Die Bevölkerung steht täglich vor den Ab­gabestellen für Gasmasken an, um ja eine Gasmaske zu ergattern. Die Versorgung mit Gas­masken ist außerordentlich mangelhaft. Teilweise ist in den Betrieben das Geld für die Gasmasken schon vor Monaten kassiert worden, ohne daß die Gas­masken geliefert worden sind.

Wer die wahre Volks st immung in Prag erfahren will, braucht sich nur vor den Abgabe­stellen unter die Wartenden zu mischen und ihre Gespräche zu hören. Man kann alles hören, nur keine lobenden Bemerkungen über die politische Ent­wicklung und über die Regierung Benesch- Si­ro v y. Die Stimmung ist ausgesprochen depri­miert, weil man der Auffassung ist, daß die Tschecho-Slowakei, wenn sie wirklich einen Angriff provozieren sollte, innerhalb einer Woche zu be­stehen aufgehört haben würde. Man gibt sich kei­nerlei Illusionen darüber hin, man fürchtet die mächtige deutsche Luftwaffe und spricht von der Gefahr, die sie für Prag und die anderen Städte der Tschecho-Slowakei bedeutet, zumal die tschechische Abwehr völlig ungenügend sei.

3n Budapest wurden sieben Donauschleppzüge angehalten und durchsucht. Die Ladung enthielt nach der Deklaration Getreide für Preßburg. Die Schleppzüge kamen aus Sowjetrußland. Die Untersuchung hatte ein überraschendes Ergebnis. Die Schleppkähne bargen 200 Waggons Flu g - zeugteile und A r t i 11 e r i e m u n i t i o n. Sie wurden von den ungarischen Behörden beschlag­nahmt.

Der italienische Außenminister G r a f C i a n o hat den jugoslawischen Gesandten empfangen, mit hem er einen längeren Meinungsaustausch über die internationale Lage hatte.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. September, nachmittags 3V2 Uhr, vom Trauerhause aus statt

|J.B. Häuser

3 Gießen,a.Oswaldsgarten

Wetterbericht

Noch immer ist das osteuropäische Hochdruckgebiet für den weitaus größten Teil Mitteleuropas wetter- bestimmend. Bei seinem Abbau läßt es jedoch die unverändert über Westeuropa anhaltende Störungs­tätigkeit immer weiter ostwärts ausgreisen, so daß am Moytagmorgen bereits Westdeutschland strich­weise Regenfälle hatte.»

Aussichten für Dienstag: Morgens vielfach diesig, sonst meist wolkig, strichweise Regen, im Ganzen jedoch nicht unfreundlich. Ausgegliche­nere Temperaturen, Winde meist um Süd.

Aussichten für Mittwoch: Unbeftanbi. ges, aber teilweise auch freundliches Wetter.

Dr. Gros

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Am Samstagabend entschlief sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel

Herr Philipp Jung XII.

Landwirt

im Alter von 86 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Jung XX.

Klein-Linden, den 25. September 1938.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. September, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehaus,Wetzlarer Straße 52, aus statt.

zum Oberkommandierenden der tschecho- slowakischen Armee bestellt.

Wie Europapreß aus Teschen meldet, haben die tschechischen Behörden dort die Ablieferung der Rundfunkgeräte auf den Polizei­revieren angeordnet. Tschechische Gendarmen durchziehen von Polen bewohnte Ortschaften und beschlagnahmen alle erreichbaren Rundfunkempfän­ger. Denjenigen, die der Abliefernngsverordnung für Rundfunkempfänger nicht nachkommen, sind schwere Strafen angedroht worden.

präg sucht, seine Mobilmachung zuerklären".

Nochmalige Bekräftigung derAnnahme des britischen Planes.

Gens, 24. Sept. (DNB.) Das hiesige Tschecho- Slowakische Preßbüro gab der Presse für die Mo­bilmachung eine Erklärung, der wir folgendes ent­nehmen:

Die Tschecho-Slowakei ist zu diesen außerordent­lichen Maßnahmen gezwungen worden durch die Nachrichten aus Godesberg, die den Ab­bruch der Besprechungen zwischen Hitler und Chamberlain meldeten. Prag hatte aus zu- verlässiger(l) Quelle erfahren, daß st a r k e deutsche Streitkräfte rasch und in bedroh­licher Weise in der Nähe der tschecho-slowakischen Grenze /zusammengezogen worden waren. Die drohende Haltung des Reiches hat sich in den letz­ten Stunden in der auffälligsten Weise verstärkt. In Anbetracht dieser beunruhigenden Tatsachen und Nachrichten hat sich die tschechö-slowakische Regierung gezwungen gesehen, die allgemeine Mobilma­chung für den 25. September anzuordnen. Die Annahme des britischen Planes über die Abtretung gewisser Teile des tschecho­slowakischen Staatsgebietes beweist vor der ganzen Welt, daß dos tschecho-slowakische Volk immer noch bereit ist, die äußersten Anstren­gungen zur Aufrechterhaltung des Friedens in Eu­ropa zu machen."

Sudetendeutsche geben ihre Pässe nicht ab!

Berlin, 26.Sept. (DNB.) Eine Reihe tschecho-slowa- kischer Konsuln hat im Reichsgebiet ansässige Sudeten­deutsche aufgefordert, ihre tschecho-slowakischenJßoffe

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriflleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigenTeil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theoder Kümmel. 2).21. VIII. 38: 8916. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufsprels 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. 'Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937

Aus aller Welt.

Graf Zeppelin" über Nürnberg.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist am Sonntag zu einer mehrstündigen Fahrt unter Füh. runq von Kapitän von Schiller gestartet. An Bord befanden sich 80 Personen. Das Luftschiff er­schien um 13.30 Uhr über der Stadt der Reichs­parteitage, die es in etma 500 Meter Höhe überflog. Dann nahm das Luftschiff Kurs nach Osten und bog über der Fränkischen 'Schweiz nach dem Süden abf Das Luftschiff ist am Sonntagabend, von Landshut kommend, auf dem Flugplatz Löwenthal um 18.24 Uhr glatt gelandet.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Am 24. September ist der 1899 geborene Martin Scherer hingerichtet worden. Er war vom Schwurgericht in Salzburg wegen Meuchelmordes zum Tode verurteilt worden. Scherer hat 1936 den Josef R o h r m o s s e r durch Gift getötet.

Wachsende Panikstimmung in Prag.

Verordnungen über Verordnungen. - Verschärfte Zensur und Verdunkelung.

Am Samstagnachmittag 3 Uhr entschlief infolge eines Schlaganfalles meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Ur­großmutter, Schwägerin und Tante

Frau Margarethe Menges geb. Geißler

im 75. Lebensjahre.

In tiefer Trauer:

Ludwig Menges nebst allen Angehörigen

Heuchelheim, Klein-Linden, den 26. September 1938.

Die Beerdigung findet Montag, den 26. September, nach­mittags um 3 Uhr, in Heuchelheim, vom Trauerhause Bachstraße 16 aus statt.

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Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief sanft mein lieber

Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager

und Onkel

Vetzberg. Krofdorf, den 24. September 1938.

Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. September, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause aus statt.

Hausen. Albach. Garbenteich, den 25. September 1938.

Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 27. September, nach­

mittags 2% Uhr, vom Trauerhause aus statt

Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 27. September, nachm. 2 Uhr, in der

Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Marie Dern, geb. Pauli.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen>

Lieselotte Müller

Margrit Müller

Georg Dern

Metzgermeister und Wirt

im 78. Lebensjahre.

Heute nacht Uhr verschied sanft nach einem arbeitsreichen, an Freude und Leid reich gesegneten Leben unser guter Vater,

Großvater, Urgroßvater, Pate und Onkel

Georg Müller IV.

Landwirt und Wagnermeister LR.

im 88. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Heute entschlief nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe gute Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante

Frau Margarete Becker, geb. Schmidt

im 75. Lebensjahr.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Wilhelm Becker, Gastwirt

Ludwig Steinmüller und Frau, geb. Becker

Otto Becker und Frau

Karl Becker und Frau

Helmut und Hugo Steinmüller (Enkelkinder)

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VIV99