Ausgabe 
26.9.1938
 
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Ur. 225 (Erftes Blatt

188. Jahrgang

Montag, 2b. September 1958

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Heute spricht der Führer zum deutschen Volke.

Große Volkskundgebung im Berliner Sportpalast. Llm acht Llhr abends Lleberiragung auf alle deutschen Gender.

Prager Zweigleisigkeit.

lieber die unverständliche Politik Prags schreibt die Deutsche Diplomatische Korrespondenz:

Trotz der rasenden Entwicklung, die die tschechische Staatskrise mit allen ihren inneren und äußeren Auswirkungen nimmt, zeigt sich in der tschechischen Politik nach wie vor ein feststehendes Symp» to m: Eine Zweigleisigkeit, in der sich der Gegensatz zwischen der Propaganda und dem eigent« lichen praktischen Vorgehen der Prager Regierung klar abzeichnet. Auf der einen Seite erklärt die tschechische Propaganda, den Blick nach dem A u s l a n d e gerichtet, daß sie nach wie vor a u f dem Boden ihrer Erklärungen stehe, laut denen sie sich England und Frankreich gegenüber prinzipiell m i.t der Abtrennung des sude-- tendeutschen Gebietes abgefunden hatte. Dies tat die tschechische Propaganda auch dann noch, als sie ermutigt durch die Sprache Moskaus und gewisse Maßnahmen anderer Länder, voneiner neuen Lage" sprach.

Während diese Erklärungen offensichtlich auf die Wirkung im Auslande berechnet waren, um eine unentwegte Verständigungsbereitschaft der Pra­ger Regierung darzutun, sind anderseits alle jene Maßnahmen, die die Tschechen gegenwärtig treffen, dem Sinne dieser Erklärungen stracks zuwiderlaufend. Nicht nur ist bis heute tschechischerseits in keiner Weise etwas geschehen, was einen Schluß zuließe, daß es den Tschechen mit ihrem Verzicht auf Imperialis­mus und Chauvinismus den bisher unterdrückten Volksgruppen gegenüber ernst und ehrlich fei. Dm Gegenteil, die jüngsten Verordnungen und Gewalt st reiche, die sich auch auf die von den Tschechen besetzten sudetendeutschen Gebiete erstrecken, zeigen, daß man sich in Prag nach w i e vor als der unumschränkte Gebieter der volksfremden Lande fühlt, obwohl man diesen Anspruch an sich bereits offenkundig aufgegeben hatte.

Diese Verzichterklärung aber, die den Tschechen auch von den beiden West möchten nicht zuletzt auf Grund eines 20jäbrigen krassen Versa­gens auf dem Gebiete der Beherrschung anderer Nationalitäten zugemutet worden war, hat indes einen durchaus verpflichtenden Cha­rakter und darf deshalb in ihren Auswirkungen unter keinen Umständen etwa übersehen oder baga­tellisiert werden. Ganz im Gegenteil; die sich immer mehr verschärfende Lage im ganzen cksgebiet und ferner die Zweideutigkeit, mit der Prag im­mer wieder auf allen Gebieten vorgeht, erheischt heute mehr denn je das unverzügliche I n - kraftsetzen dessen, worüber sich ja die ganze Welt ohnedies einig ist. Rechtlich ist nämlich die Lage heute so, daß die sudetendeutsche Bevölkerung sowohl nach dem Aufruf Konrad Henleins wie nach der tschechischen Regierungserklärung sich nicht mehr als Untertanen der Tschechen fühlt. Zumutungen, wie sie vielleicht gegenüber den in tschechischem Gebiet ansässigen Personen noch als möglich und legal erscheinen können, sind heute dem Sudetendeutschtum gegenüber ein glatter M i si­tz r a u ch einer Hoheit, die nicht mehr rechtlich, son­dern höchstens vorübergehend noch faktisch vorhanden ist. Sie gleicht jenen Befugnissen der deutschen Okkupationstruppen nach dem 11. November 1918 in deyi durch den Waffenstill- standsoertrag bereits abgetretenen Elsaß- Lothringen, das bekanntlich in genau vorge­zeichneten kurzen Etappen von den zu keinerlei Hoheitsakten mehr befugten Truppen und Regie­rungsorganen sofort zu räumen war. Einen anderen Rechtstitel besitzen die tschechischen Ok­kupationstruppen und -behörden im sudetendeutschen Gebiet heute nicht mehr; sie sind daher für alle Heb ergriffe heute schon voll verantwort­lich zu machen. Die Anwartschaft des Deutschen Reiches auf dieses deutsche Gebiet ist heute praktisch unbestritten, und daher ist auch das Recht Deutsch­lands anerkannt, für jede Schädigung und Ver­letzung dieses Gebietes oder feiner Bewohner ent­sprechend einzutreten.

Es erscheint notwendig, daß man sich m Prag, wo man offenbar immer noch glaubt, diese Tatsache übersehen und ignorieren zu können, der Tra g - weite seiner Handlungen bewußt wird. Im Interesse einer friedlichen Ause in and er setzung und Teilung ist es bei der bekannten Mentalität der Tschechen jedenfalls geboten, daß die Frist, in der praktisch Uebergriffe in dem sudetendeutschen Okkupa­tionsgebiet noch möglich sind, auf die aller­kürzeste Zeit beschränkt wird. Dies liegt nur im allgemeinen Interesse der Beteiligten stlb>. sowie auch derer, die sich mittelbar oder unmittelbar an der friedlichen Lösung des Problems interessiert fühlen.

Generalfeldmarschall Göring vollständig wiederhergestellt.

B e r l i n , 24. Sept. (DNB.) Wie der behandelnde Arzt Dr. Morell mitteilt, ist die Gesundheit des Generalfeldmarschalls Göring vollständig wiederhergestellt.

DNB. Berlin, 25. Sept. Oer Reichspropagandaleiier der national­sozialistischen Bewegung, Reichsminister Or.Goebbels, gibt bekannt:

Am Montag, dem 26. September, abends 8 Uhr, findet im Sportpalast in Berlin eine große Volkskundgebung statt:

Oer Führer spricht.

Diese Kundgebung wird auf alle deutschen Sender über­tragen. Sie wird in allen Städten und Dörfern des Reiches von denjenigen, die selbst nicht im Besitz eines Rundfunkapparates sind, im Gemeinschaftsempfang ausgenommen.Die Ortsgruppen­leiter der Partei haben sofort mit den Vorbereitungen zu diesem Ge- meinschastsempfang zu beginnen. Es darf im ganzen Reich niemanden geben, der nicht über den Rundfunk Zeuge dieser historischen Kundgebung würde.

Führer befiehl, wir folgen!

Das deutsche Volk wird mit größter Genugtuung die Botschaft vernehmen, daß der Führer wie in allen Schicksalsstunden des Reiches auch in diesem Augenblick nach einer Woche höchster Spannung selbst das Wort ergreifen wird, um dem deutschen Volk ein Bild der politischen Lage zu geben. Von der allen nationalsozialistischen Kampfstätte, dem Berliner Sportpalast aus, wird er vor dem ganzen deutschen Volk das am Rundfunk daheim und zum Gemeinschaftsempfang versammelt ist, eineft Rechen­schaftsbericht über feine Verhandlungen mit Cham­berlain zur Lösung des sudetendeutschen Problems und das Ergebnis feiner Bemühungen um die Er­haltung und Sicherung des europäischen Friedens geben. Das deutsche Volk, das heute abend mit größter Einmütigkeit sich um den Mann scharen wird, dem es feine Zukunft anoerttaüt hat, steht in unwandelbarer Treue und selbstbewußter Entschlos­

senheit auch in diesen spannungsreichen Tagen zum Führer. So bietet es der aufhorchenden Welt das Bild einer wahren Demokratie, die keine Geheim­diplomatie hinter den verschlossenen Türen der Mi­nisterien und Parlamentsausschüsse -kennt, in der vielmehr Führer und Gefolgschaft eine untrennbare Kraft- und Willensgemeinschaft bilden.Führer befiehl, wir folgen dir!" Dieser alte Kampfruf der Nationalsozialisten, aus dem das blinde Vertrauen zu Adolf Hitler spricht, steht als Motto auch über den denkwürdigen Stunden des heutigen Abends.

Lleberttagung der Jührerrede in den Filmtheatern.

Berlin, 25. Sept. (DNB.) Die Fachgruppe Filmtheater der Reichsfilmkammer gibt bekannt, daß die deutschen Filmtheater die Führerrede am Montag in ihren Theatern für alle Volksgenossen übertragen werden. Die Vorstellungen sind rechtzeitig zu beenden oder entsprechend zu verlegen.

Oer Friedensplan.

Entgegen den bewußt falschen Ausstreuungen ge­wisser ausländischer Kreise sind die Godesber» g e r Besprechungen zwischen dem Führer und dem englischen Ministerpräsidenten in herzlichster und freundschaftlichster Weise verlaufen. Der Füh­rer hat schließlich seinem englischen Gesprächspartner ein Memorandum übergeben. Dieses enthält u. a. praktische und vernünftige Vorschläge über die Durchführung der Abtrennung der deut­schen Gebiete von der Tscheche!. Zwischen Deutsch­land und auf der anderen Seite England, damit zu­gleich auch Frankreich, besteht volle Ueberein- stimmung darüber, daß die deutschen Gebiete aus der Tschechei ausscheiden müssen. Diese Notwendigkeit ist auch während der Godesberger Verhandlungen von der anderen Seite keinen ein­zigen Augenblick angezweifelt oder eingeschränkt worden. Daraus geht also hervor, daß England und Frankreich sich die Erkenntnis von der Notwendig­keit der Gebietsabtrennung auch für die Zukunft zu eigen gemacht haben; das ist schließlich eine Selbst­verständlichkeit für Staaten, die das Selbstbestim­mungsrecht stets in stärkster Weise betont haben.

Nun war ja die Abtretung der deutschen Gebiete auch in dem Londoner Vorschlag bereits vorgesehen. Dieser Vorschlag war von England und Frankreich angenommen und schließlich hatte ihn auch die Tschechei gutgeheißen. Wir betonen in diesem Zu­sammenhang ausdrücklich und mit aller Klarheit, daß Deutschland nichts anderes als deut­sches Gebiet dem Reich angliedern will! Die be­wußt hetzerischen Verleumdungen in gewissen Aus­landszeitungen, wonach Deutschland sich die Tsche­chei aneignen wolle, sind schon deshalb von vorn­herein als Lüge zu erkennen, weil ja Adolf Hitler wiederholt erklärt hat, daß Deutschland keinerlei Wert darauf legt, ein fremdes Volk unter feine Herrschaft zu bringen.

Erkennt Prag in letzter Stunde die Aussichtslosig- feit seiner Sabotagepolitik und stellt es sich auf den Boden des Memorandums, sv kann man den Frie­den als gesichert ansehen. Versucht Prag jedoch unter dem Einfluß Moskaus, den Friedensplan zu zer- stören, indem es feine Durchführung behindert oder einschränkt, so hat es die volle Last der Verantwor­tung und der Schuld zu tragen einschließlich dessen, was dann als notwendige Folge der bolschewistischen Querschießerei eintreten muß. Gerade die außer­ordentlich weitgehende Zurückhaltung Deutschlands gegenüber den Grenzverletzungen, dem Terror, den blutigen Opfern und den Zerstörungen sollte Prag die Durchführung des Friedensplanes ohne weiteres ermöglichen. B. R.

lifche Pflicht, im Amte z u bleiben, um den Plan zur Annahme zu bringen. Sie ist aber z u - rückgetreten. Ihr Platz wird jetzt von einem General eingenommen, dey alle als allzu großen Freund Moskaus bezeichnen.

Der erste Akt dieser neuen Revierung ist die Ausrufung der allgemeinen Mobilisie­rung gewesen. Gegenüber dieser Talsache, die zu dem Terrorregime hinzukomml, das die Tschechen im sudelendeulschen Gebiet zur An- . wendung bringen, Hal Deutschland den außer st en Beweis der Mäßigung gegeben. Es hat Forderungen an Prag gestellt und hat für ihre Beantwortung Zeit bis zum 1. Oktober gegeben. Es sind also genau sechs Tage, in denen die Prager Regierung den

Weg zur Einsicht wiederfinden kann, da'es wirklich widersinnig, und ich füge»hinzu, ver- brecherisch wäre, daß Millionen Europäer sich nur deswegen aufeinanderstürzen sollen, um die Herr­schaft des Herrn Benesch aufrechtzuerhalten. Aber es wäre ein schwerer, ja außerordentlich schwerer Fehler, wenn man dieser geduldigen Haltung Deutschlands eine falsche Auslegung geben wollte. Denn in den demokratischen Regimen ist die Unverantwortlichkeit an der Tagesordnung, weil jeder daran denkt, die Verantwortung auf den an­deren. auf den Nachbarn abzuwälzen. In den sog. totalitären Regimen ist eine solche Verschiebung der Verantwortlichkeit nicht möglich.

Das Problem, das jetzt vor dos Gewissen der Dotter gestellt worden ist, muh in integra­ler und endgültiger weise gelöst wer­den. Es ist Zeit für eine solche Lösung. Faein Konflikt dennoch ausbrechen sollte, so ist die Möglichkeit gegeben, ihn zu lokalisieren. Aber es ereignet sich in diesen Tagen, daß die Parteien die Tendenz in den Westländern an- nehmen, daß jetzt der gegbene Augenblick ge­kommen sei, um sich mit den totalitären Staaten auseinanderzusehen und mit ihnen abzurechnen. 3n diesem Falle wer­den sie sich nicht zwei Ländern gegen­über befinden, sondern zwei Ländern in einem einzigen Block. (Stärkster Bei­fall.)

Falls es in Italien einen Prozentsatz von Leuten geben sollte, die sich immer hinter den Fensterläden verstecken, jene Leute, die ich moralisch alsBom»

Italien zeigt das Gesicht eines starken Volkes.

Das Imperium wird durch die militärischen Maßnahmen der Demokratien zu gleichem gezwungen.

Fehler muß man wieder gutmachen!

Mussolini spricht in Vicenza.

Vicenza, 25. Sept. (DNB.) Mussolini, der Sonntag vormittag in der Umgebung von Vi­cenza eine Reihe von Anlagen und Werken oesich- tigte, hat am Sonntagnachmittag in Vicenza vor vielen Tausenden folgendes erklärt:

Seit gestern hat das begonnen, was man Pas­sionswoche des harrenden Europas nennen kann. Es ist heute allgemein anerkannt, daß in den Friedensverträgen von 1919 Fehler g e - macht worden sind. Ich habe das seit 1921 er­kannt. Ich bitte euch aber, mir keine prophetischen Eigenschaften beizulegen, denn die Propheten ge­hören nicht zu unserer Rasse. Es war schon damals leicht vorauszusehen, wcktz in diesen Tagen vor sich gehen wird.

Was muh mqn aber nach einem Fehler tun? Ihn wieder gutmachen. (Stürmische Zu­stimmung und Heil-Hitler-Rufe.) Rach der Weisheit unserer Vorfahren ist irren mensch­lich, aber auf dem Fehler beharren, teufUf . Run will man aber jene Fehler nicht nur nicht wieder gulmachen, die man z. V. mit der Aufblähung der T s ch echo-Slowa- k e i begann, sondern man will diesen Fehler beibehalten und deshalb sollen sich die Volker Europas bekriegen. B's zum Beweis des Gegenteils glaube ich nicht, dah es zu dem kommen wird, was einer der tra­gischsten und widersinnig st en Irr­tümer der Geschichte wäre. Die ihrer Verantwortung bemühten Männer müssen aber auch das, was man als die widersinnig- st e n Hypothesen bezeichnen konnte, in Betracht ziehen. Bis jetzt hat Italien keinerlei mi- lilärischeMaßnahmen getroffen, wenn aber die Demokratien fortfahren, Reservisten einzuberufen, die Grenzen zu verstärken und ihre Flotte zusammenzuziehen, so ist es klar und niemand von uns wird sich wundern, dah auch Italien solche Maßnahmen ergreifen wird.

Die Welt hat bereits einen Beweis unserer Ent­schlossenheit und unseres Willens erhalten. Wir haben Abessinien erobert, nicht nur, indem

wir gegen die abessinischen Heere, die von Euro­päern ausgebildet und geführt wurden, in den Kampf zogen, sondern zugleich auch der wirt­schaftlichen Belagerung standhielten, die von 52 Staaten über uns verhängt worden war. Je mehr damals auf den Genfer Tischen die Karten gemischt wurden, um so sicherer wurde ich, daß das italienische Volk niemals auch nur im geringsten schwanken würde.

Heute sind alle Verfechter der Sanktionen von der Bildfläche verschwunden; die einen sind in Ver­gessenheit geraten, die anderen mit Schimpf und Schande abgetreten. Das italienische Volk, das in den letzten vier Jahren h ö ch st e Kraftproben bestanden hat, ist wie zuvor bereit, auch künftig Kraftproben auf sich zu nehmen. Das italienische Volk hat in diesen Tagen ein einziges Antlitz gezeigt, das Antlitz der Ruhe und der Entschlossenheit. Das ift das Gesicht eines st a r k e n Volke s."

Der Ansprache des Duce folgten tosende Oöa- tionen.

Zttm' Länder in einem Block.

Mussolini spricht in Padua.

Padua, 24. Sept. (DNB.) Nach einer kurzen Unterbrechung seiner oberitalienischen Reise zur Einweihung des altrömischen Friedensaltars in Rom kehrte der Duce auf schnellstem Wege' wieder nach Dberitalien zurück, um zunächst die Stadt Padua zu besuchen. Nach einer Rundfahrt zu verschiedenen Schöpfungen des Faschismus traf der Duce gegen Mittag auf dem Prato-Platz ein, wo ihm die Schlüssel der 301 neuen Bauernhäuser über­reicht wurden, worauf mit einer symbolischen Handlung die Einweihung dieser Häuser und der übrigen Ar­beiten des Faschismus vorgenommen wurde. Dann hielt Mussolini eine mit ungeheuerem Jubel ausge­nommene Rede. Er führte aus: In Goerz sagte ich, daß, wenn auch am Horizont eine Aufklärung sich abzeichne, jeder Optimismus in bezug auf die europäische Lage als voreilig betrachtet werden müsse. In Treviso kündigte ich an, daß der englische Premierminister im Begriff sei, das Schiff­lein in den Hafen zu steuern. Ader ich sagte nicht, daß er ankommen werde. Heute sage ich, daß die Lage der Witterung des heutigen Tages entspricht. Heute morgen war der Himmel sehr grau, binnen kurzem konnte die Sonne hervortreten. Es schien, daß man mit der von Prag erfolgten Annahme des sogenannten französisch-englischen Planes vor dem Epilog stehe. Aber es ist das eingetreten. Die Re­gierung, die jenen Plan annahm, hatte die mora»