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Prager Regierung mit Runcimansehr zufrieden"?

Besprechungen beim französischen Außenminister

Gchlichtungsvorschläge von Paris

und London? Prager Zugeständnisse?

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Meinunl

und

aus

hieß im Namen der Reichsregierung die Gäste will­kommen und überbrachte zugleich die Grüße des Schirmherrn der Tagung, des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschall Göring, und des Reichs- w'irtschaftsministers Funk. Der Minister führte dann weiter aus, daß die Wiedervereinigung- mit dem Reiche für das kleine Oesterreich große Ver­änderungen, auch auf wirtschaftlichem und auf dem Verkehrsgebiet, mit sich gebracht habe, die auch für die Männer der Elektrizitätswirtschaft von großer Bedeutung seien. Es ist selbstverständlich, daß nun­mehr sofort andieAusnutzungderWas- s e r k r a f t herangegangen wird. Die Stromschnellen und Untiefen der Donau sollen verschwinden und nicht nur den so dringend benötigten elektri­schen Strom liefern, sondern auch der Schiffahrt verbesserte Wege bieten. Die Bäche der Alpen sollen, statt Wiesen und Dörfer zu überschweminen, Kraft st ationen treiben und die Arbeitslosigkeit dannen helfen, die über den un­glücklichen Bewohnern ihre furchtbare Geißel schwang. Diese Bauten bedeuten die Freigabe un­erschöpflicher Kräfte zum Nutzen und Segen von Hunderttausenden von Menschen.

So werden wir durch den planmäßigen Aus­bau der Alpenwasserkräfle diese deutschen Lande

Krieges der Tschecho-Slowakei auf bestimmte Richt­linien binden würden. Chamberlain würde kaum

wehrmann wurde dabei ernstlich verletzt. Der Wien­fluß und zahlreiche andere Flüsse im Gebiete des Gaues Niederdonau sind stark gestiegen, doch sind bisher nirgends Hochwasserschäden zu verzeichnen.

Hochwasser im Glatzer Bergland.

Trotz des in ganz Schlesien anhaltenden Regen­wetters sind Befürchtungen über ein katastrophales Hochwasser für den Oderlauf vorerst nicht begründet. Anders steht es dagegen bei den Gebirgsflüssen, die, wie z. B. die Glatzer Neiße, schon erheblichen Flurschaden angerichtet haben. Die Glatzer Neiße und ihre Nebenflüsse traten aus ihren Ufern. Das Hochwasser erreichte einen Stand, wie ihn die Grafschaft Glatz seit Jahrzehnten nicht mehr erlebte. Wehrmacht, Arbeitsdienst, Feuerwehr, Polizei und Technische Nothilfe sind eingesetzt, um Menschen aus bedrohten Häusern zu retten, das Vieh zu bergen und den Verkehr umzuleiten. Der Schaden ist sehr groß. Aus Rengersdorf oberhalb Glatz wird ein ununterbrochenes Steigen der Neiße, der Biele und der Duhne gemeldet. Sämtliche Glatzer Brücken sind schwer gefährdet. Die Neiße, die zu einem reißen­den Strom ausufert, trägt die Ernte in den Graf- sch< - r Tälern mit sich zu Tal.

Der nationalspanische Heeresbericht.

Salamanca, 26. Aug. (Europapreß.) Das na­tionale Hauptquartier teilt im Heeresbericht von Donnerstagnacht mit:

An der Castellon-Front haben die natio­nalen Truppen an verschiedenen Stellen ihre Stel­lungen verbessert.

An der Ebro front dauern die Kämpfe an. Mehrere stark befestigte Stellungen wurden dem Feind abgenommen. Es wurden 500 Gefangene ge­macht. Insgesamt beträgt die Zahl der an der Ebrofront gefangengenommenen Milizsoldaten mehr als 10 000.

An der Estremadura-Front wurden meh-

Wissenschaft sowie von über 1000 Vertretern 46 Staaten.

Reichsverkehrsminister Or. Oorpmüller

Ministerberatungen in Prag.

Prag, 25. Aug. (DNB.) Der politische Ministerausschuß beriet am Donnerstag­vormittag über den weiteren Gang der Verhand­lungen über die Nationalitätenfragen. Nachmittags wurde die Aussprache bei Präsident B e n e s ch fortgesetzt.

14 Sudetendeutsche verhastet.

Prag, 25.Aug. (DNB.) Wie aus Mährisch- Schönberg bekannt wird, wurden in Frei­wal d a u und Umgebung in den letzten 14 Tagen 14 Verhaftungen von Sudetendeut­schen auf Grund des Republikschutzgesetzes vorge­nommen. Die Verhaftungen, unter denen skch einige Amtswalter der SDP. befinden, wurden ins Polizei­gefängnis von Mährisch-Ostrau eingeliefert. Der Be­völkerung der Stadt Freiwalüa hat sich nach den ersten Verhaftungen eine allgemeine Erregung be­mächtigt.

Anklang im Lande finden, wenn er über seine Erklärungen vom 24. März hinausgehe. Der eng­lische Grundsatz müsse jetzt und immer derjenige bleiben, England müsse sich aus jedem Kriege der europäischen oder deren Großmächte heraushalten.

Ausbau der deutschen Alpemvasserkräste

Reichsverkehrsminister Oorpmüller erklärt: Nutzbar machen für die gesamte deutsche Wirtschaft.

rere feindliche Angriffe gegen die zuletzt eroberten Stellungen mit schweren Verlusten für den Feind zurückgeschlagen.

Japanischer Durchbruch vor Hankau.

S ch a n g h a i, 25. August. (DNB.) Das wichtigste Ereignis an der H a n k a u - F r o n t ist die E r- o b e r u n g I u i s ch a n g s , das von den japanischen Truppen am Mittwochnachmittag zum Teil und am Donnerstagoormittag vollständig besetzt wurde. Die Einnahme der Stadt erfolgte nach kräftiger Artillerie­vorbereitung und heftigen Luftangriffen.

Die Japaner messen der Eroberung Juischangs große Bedeutung bei, weil damit das Zentrum der chinesischen Hankau-Front durch­brochen worden ist, so daß jetzt keine Verbindung mehr zwischen den nördlich und den südlich des Jangtseflusses operierenden chinesischen Verbänden besteht. Juischang liegt westsüdwestlich von Kiukiang.

Meinung in England nicht täuschen. Die große Mehrheit des englischen Volkes ver­folge die Schwierigkeiten hinsichtlich der Lösung der tschecho-slowakischen Frage ohne jede Aufregung. Die Engländer seien nicht davon überzeugt, daß die Lösung des Problems unmöglich sei, und sie seien dagegen, daß England irgendwelche neuen bedingungslosen Verpflich­tungen eingehe, die England im Falle eines

Kunst und Wissenschaft.

Internationale Zilmtunstjchau.

Die Internationale Filmkunst schau in Venedig brachte in den letzten Tagen einige ame­rikanische Filme, von denen der Walt-Disney-Film Schneewittchen und die sieben Zwerge" mit Spannung erwartet wurde. Man wurde nicht ent­täuscht, denn dieser Trickfilm bietet so viele ent­zückende Einfälle, daß er gefallen mußte. Für diese Art von Filmen kann auch die Farbigkeit als ein gelöstes Problem betrachtet werden. Am besten ge­lungen sind die reizenden Tierszenen und die Dar­stellungen der sieben Zwerge. Ganz ausgezeichnet war die Musik. Mit dem FilmGoldwyn Fol» lies" brachte Amerika wieder eine der dort so be­liebten Filmrevuen. In den Farben erreichte dieser Film im ganzen gesehen die übrigen diesjährigen Farbenfilme nicht, doch waren einige Szenen sehr gut gelungen. Der Film entnimmt seine Handlung dem Milieu des Filmateliers und schildert das Le- den in Hollywood nicht ohne parodistischen Ein­schlag. Adolphe Menjou, Andrea Leeds und Kenny Baker machten sich um die Hauptrollen verdient.

Recht witzig und unterhaltsam war der italienische Juventus-FilmEin Mann wurde ent­führ t", in dem dieSica die Hauptrolle spielt. Die flotte Handlung ist reich an komischen Szenen und guten Einfällen. Es wurde viel gelacht und Beifall geklatscht. Gut war der tschechische Film2) ie Gut­tenberger Jungfer ngild e". Nicht nur, daß diese Ritterkomödie von Trunk und Liebe voll von Witz und oft derber Komik ist, sie bietet auch vom photographischen und regietechnischen Standpunkt aus sehr viel Gutes. Der historische Rahmen zeigt Anklänge an dieNeugierigen Frauen" von Feyder.

In eine Welt grauen und düsteren Alltags führt der französische FilmQuai de Brumes, dessen Handlung in der licht- und freudlosen Atmosphäre einer Hafenstadt spielt. Der Film ist vom schau­spielerischen und photographischen Standpunkt eine sehr beachtliche Leistung. Die Stimmung, von der das Werk beherrscht wird, ist als solche sehr gut getroffen, aber Menschen, die dem Leben zuversicht­lich entgegentreten, müssen eine unwillkürliche Ab- neigung gegenüber dieser von Pessimismus erfüll­ten, dekadenten, dem Untergange verfallenen Welt empfinden. Die Hauptdarstellerin, Michele Mor­gan, fesselt ungemein durch ihr auf jeden äußer­lichen Effekt verzichtendes, ganz auf Innerlichkeit abgestelltes Spiel. DKK.

Der italienische Minister für Volkskultur, A l - f i eri, hat die Schirmherrschaft über die Vor­führung der O l y m p i a f i Ijn e auf der Inter­nationalen Filmkunstausstellung in Venedig über­nommen.

Anhaltende Regengüsse verursachen schwere Hochwasserschäden

Paris, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Außen­minister Bonnet empfing am Donnerstag den sowjetrussischen Botschafter in Paris. Wie dasJournal" erklärt, feien besonders die Lage im F e r n e n O st e n und die f o w j e t r u s - fisch-japanischen Beziehungen bespro- chen worden,, die sich seit der Regelung des Zwischen- falls von Schangfeng wieder normalisierten.

Anschließend hatte der Außenminister eine Unter­redung mit dem tschecho - slowakischen Ge­sa n d t e n O s u s k y , die sich auf die Veehandlun- gen der Prager Regierung und den Sudetendeut- schen, sowie auf das Problem der deutsch- tsch echo-slowakischen Beziehungen be­zogen. DasI o u r n a will wissen, daß der tschecho-slowakische Gesandte erklärt habe, seine Re­gierung sei mit den Ergebnissen der Mission Lord Runcimans, über die Paris und Lon­don in diesen Tagen einen ersten amtlichen Bericht erwarteten,sehr z u f r i e b e n". Man versichere, so schreibt das Blatt weiter, daß dieser Bericht Run- cimans zwar nur ein einfacher Jnformattonsbericht fein werde, doch gehe die Arbeit Lord Runcimans noch weiter. Nach gegenseitiger Fühlungnahme soll­ten der Quai d'Orsay und das Foreign Office ihrer­seits Schlichtungsoorschläge unterbreiten, die der Mission Runcimans als Richtlinien an den vorgeschrittenen Phasen seiner Verständigungsarbeit dienen würden.

Zugeständnisse Prags?

Noch nichts Bestimmtes bekannt.

London, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Mel- düngen aus Prag über angebliche tschechische Zugeständnisse an die Sudetendeutschen fin­den in der Londoner Freitagmorgenpresse ostentative Beachtung. Obwohl noch nichts Bestimmtes bekannt ist, glauben die Blätter zum Teil bereits feststellen zu können, daß vier der Karlsbader Forde­rungen Henleins erfüllt würden.

Der Prager Korrespondent derTime s" mißt den beiden gestrigen Sondersitzungen des inneren Kabinettsrats größte Bedeutung bei und schreibt, diese beiden Sitzungen hätten in enger Ver­bindung mit den Besprechungen Ashton-Gwat- k i n s in London gestanden. Am späten Donnerstag­abend habe mau erfahren, daß die tschechische Regierung einer neuen Grundlage für Sie Verhandlungen zugestimmt habe.

Daily Mail" stellt im übrigen fest, daß durch die Solidaritätserklärung der ungarischen Minderheit mit den Sudetendeutschen die sudeten­deutschen Forderungen von fünf Millionen Menschen, also von mehr als einem Drittel der Bevölkerung der ganze» Tschecho-Slowakei gebilligt würden.

Aus aller Welt.

Deulfchlands ältester Gardehusar gefforben.

In Andernach am Rhein starb der älteste Bürger der Stadt, der weit über die engeren Grenzen feiner Heimat bekannte älteste Gardehusar Deutsch­lands, Heinrich Scherhag, im hohen Alter von nahezu 98 Jahren. Er war Mitkämpfer von 1864, 1866 und 1870/71. Bis in fein letztes Lebensjahr zeigte er noch eine bewunderungswürdige geistige und körperliche Regsamkeit.

2Hif dem Segelflugzeug von Darmstadt zum Chiemsee.

Eine beachtliche fegelfliegerische Leistung erzielte der Fluglehrer Heinz Schubert vom Forschungs­institut für Segelflug in Darmstadt. Er startete mittags in Darmstadt mit einemFafnir 2" und landete nach fünfstündigem Fluge auf dem Flug­platz Prien am Chiemsee. Das Gelingen des Fluges wurde.durch die vorausgegangene starke Abkühlung und das nachfolgende rasche Wiederansteigen der Temperatur begünstigt.

Das Rasthaus am Khiemfee vor der Eröffnung.

Am 27. August wird an der Reichsautobahn Mün­chenBad Reichenhall das große Rasthaus am Chiemsee dem Verkehr geöffnet. Die Inbetrieb­nahme bildet einen bedeutenden Abschnitt in der Ge­schichte des Landstraßenoerkehrs und der Reichs- autobahnen. Damit erwächst eine neue Form von Gaststätten, die aus der Kameradschaft der Kraft- sahrer eine neue Art der Gastlichkeit und Gesellig­keit mit sich bringen wird. Das Rasthaus am Chiem­see wird jedem großen Betriebe gewachsen sein. In künstlerischer Gediegenheit sind ausreichende Räum­lichkeiten geschaffen worden. Das Strandbad mit Liegewiesen und Freitreppen in den See kann 4000 Personen aufnehmen. Die Betriebsführung wird in den Händen der neu gegründetenReichsautobahn- Gaststätten-Gesellschaft" liegen. Zur Zeit sind noch zwei weitere Rasthäuser im Bau. Diese sind vor­wiegend für den Güterfernverkehr bestimmt. Sie werden an der Reichsautobahn BerlinHannover (Magdeburger Börde) und an der Kreuzung der Reichsautobahn BerlinMünchen und Dresden Weimar (Hermsdorf) errichtet.

In 52 lagen allein im Segelboot über den Atlantik.

Eine neue A l l e i n - U e b e r q u e r u n g des Atlantischen Ozeans hat ein junger Deut- scher in Rekordzeit durchgeführt: der 29 Jahre alte Heinrich Garbers aus Hamburg hat mit seiner JolleWindspiel III" die Durchquerung in 52 Tagen hinter sich gebracht. Garbers landete in Brooklyn, nachdem er Europa am Kap Finisterre (Spanien) vor 52 Tagen verlassen hatte. Garbers erreichte das Ambrose-Feuerschiff fünf Tage früher als Kapitän Schlirnbach, der auf seinem Störtebecker" 57 Tage benötigt hatte. Garbers abenteuerliche Reise war eine Irrfahrt sonder­gleichen. Als er halbverhungert, aber mit strah­lendem Lächeln an Land gegangen war und sich gestärkt hatte, berichtete er deutschen Landsleuten, die die Reichsflagge am Achterschiff hatten flattern

W i e n , 25. Aug. (DNB.) Im festlich geschmückten Konzerthaus wurde am Donnerstagvormittag mit einer feierlichen Sitzung die Weltkraftkonfe­renz-Teiltagung Wien 19 3 8 im Namen der deutschen Reichsregierung und im Namen des Schirmherrn dieser Tagung, des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschall G ö r i n a, und des Reichswirt­schaftsministers Funk, von Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller eröffnet. Die Bedeutung der Tagung wurde unterstrichen durch die Anwesenheit einer Reihe hervorragender Persönlichkeiten des Staates, der Partei, Wehrmacht, Wirtschaft L..t

Presse, daß sie durch die Wiedergabe der Äus- schreitungen in der Tschecho-Slowakeidie ruhige Atmosphäre störe!" Es scheine, so schreibt das Blatt weiter, daß weder die Tschechen, noch die Su­detendeutschen bisher ihrön Anteil zu einem arbeits­mäßigen Kompromiß beigetragen hätten.

England muß sich hetaushatten"

Gegen Bindungen an die Tschechen

London, 25. Aug. (DNB.) Die amtlich demen­tierte Meldung zweier Londoner Morgenblätter, wonach die britische Regierung in den nächsten Tagen eine Erklärung ab geben würde über weit­gehende Beistandsbereitschaft Englands gegenüber Frankreich und der Tschecho-Slowakei im Falle eines Krieges, nimmtEvening Standard" zum Anlaß, um in aller Deutlichkeit die britische Regie­rung davor zu warnen, sich auf - neue Ver­pflichtungen einzulassen.

Chamberlain solle sich über die öffentliche

hier anschließen an die große kraflwirkschaft des übrigen Reiches und damit Kräfte, die in­folge der unglücklichen staatlichen Verkleinerung bisher brach lagen, nutzbar machen für die ge­samte deutsche Wirtschaft.

Wetter betonte der Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller, daß dafür gesorgt sei, durch aufschluß­reiche Besichtigungen die Tagungsteilnehmer über alle unsere Arbeiten zu unterrichten. Sie könnten sich selbst davon überzeugen, was wir in Vor­arlberg, am Inn und an der Donau planen und bauen. Darüber hinaus aber werde diese internationale Tagung, wie alle bisherigen, ihren großen Wert dadurch gewinnen, daß die Fachleute aller Länder ihre Erfahrungen und ihr Wissen funlbtun und so durch den gegenseitigen Aus­tausch diese Tagung und Zusammenkunft befruchten.

Oer Wiener Gauleiter Globocnik

gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß eine so wichtige internationale Tagung in seinem Gau stattfinde. Die Schaffung des großdeutschen Wirt- sch astsraumes habe alle Möglichkeiten zur vollen Entfaltung eröffnet. Im großen Rahmen zur Dek- kung des Energiebedarfs des Reiches würden die Wasserkräfte der Ostmark besonders wertvolle Dienste leisten.

Der Vorsitzende des Internationalen Hauptaus­schusses der Weltkraftkonferenz,

Sir Harold Hartley (England)

bedauerte, daß Generalfeldmarschall Goring, dessen Name mit dem Vierjahresplan eng verbunden sei, nicht anwesend sein könne. Das Ziel der Weltkraft­konferenz sei es, die Energiefragen wissenschaftlich durch internationale Zusammenarbeit zu fordern. Den früheren Tagungen verdankten die Engländer viele Freundschaften im Auslande, die sie sowohl um ihres menschlichen, als auch um ihres praktischen Wertes willen hochschätzen.

An den Führer und Reichskanzler, sowie an Ministerpräsident Generalfeldmarschall Goring wurden Grußtelegramme übermittelt.

Völlig unbegründete und absurde Gerüchte."

Eine amtliche englische Erklärung.

London, 25. Ang. (DNB.) Von amtlicher Sette werden Meldungen desDaily Expreß" und desDaily Mail", wonach die britische Regie­rung demnächst erklären wolle, Großbritan­nien werde unzweifelhaft eingreifen, falls Frank­reich in seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Tschecho-Slowakei in einen Krieg verwickelt würde, als völlig unbegrün­dete und absurde Gerüchte bezeichnet, lieber den Verlauf der Besprechungen zwischen Chamberlain, Halifax und Simon am Mittwoch könne keinerlei Mitteilung gemacht werden, doch sei in erster Linie die mitteleuropäische Lage erörtert worden.

Englische Erklärung.

London, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der politische Korrespondent desDaily Tele- araph" sagt, bei den Besprechungen zwischen Chamberlain, Halifax und Sir Simon sei beschlossen worden, daß Simon am Samstag in Lanark in Schottland eine wichtige Erklä­rung über die Haltung der englischen Re­gierung zur Lage in Mitteleuropa abgeben solle.

Ashton-Gwatkin erneut im Foreign Office.

London, 25. Aug. (DNB.) Ashton-Gwat- k i n vom Stabe Lord Runcimans, der sich seit Mittwoch in London befindet, stattete heute wieder­um dem A u ß e n a m t einen Besuch ab. Wie man hort, hatte er eine weitere Unterredung mit Außen­minister Lord Halifax. Auch Schatzkanzler Sir John Simon suchte vormittags das Außenamt auf. Man nimmt an, daß er an der Unterredung zwischen dem Außenminister und Ashton-Gwatkin teilgenommen hat. Gestern bereits hatte eine zwel- stündige Unterredung zwischen dem Ministerpräsi­denten, dem Außenminister und dem Schatzkanzler stattgefunden, die sich in erster Linie um die t s ch e - chifche Frage gedreht haben soll.

Englische Pharisäer.

London, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Ein Teil der Freitagmorgenpresse beschäftigt sich aus­schließlich mit dem Lagebericht, Öen Ashton- Gwatkin, der am Samstag nach Prag zuruck- sliegen werde, Lord Halifax gegeben hat.

Der diplomatische Korrespondenz derTimes schreibt, daß Ashton-Gwatkin seinen Eindruck dahm wiedergegeben habe, daß ein Abkommen möglich sei, wenn auf beiden Seiten ein ver­söhnlicher Geist vorherrsche. Die Haltung der d e u t f chenPressemit ihrer Festnagelung jeden tschechischen Uebergriffes, nicht etwa die schmach­volle Verfolgung der Sudetendeutschen durch die losgelassenen Tschechen, habe lautTimes" er- neut zu Zweifeln an dem Versöhnungswillen auf deutscher Seite Anlaß gegeben. (!!) AuchDaily Telegraph" ftndet es unrecht von der deutschen

Alarm im Gau Oberdonau.

Während in den Bergen Oberdonaus Schnee fällt, steigen die Flüsse infolge der ständigen star­ken Regenfälle überaus rasch an und verursachten stellenweise bereits schwere Hochwasserschä­den. Traun, Enns, Donau sind bis zu drei Meter gestiegen, aber auch die kleinen Flüsse des Mühl­viertels sind über Nacht zu reißenden Strömen an- gewachsen. Die gesamte Bevölkerung ist an der Ar­beit, um das bewegliche Gut und die Haustiere aus dem Bereich der Fluten zu retten. Die Höhe des Schadens ist noch nicht abzusehen. Auch aus anderen Gegenden des Gaues werden beträchtliche Hoch-' Wasserschäden berichtet. In Steyr ist die Enns 2,70 Meter gestiegen, und die Wassermassen haben die Ufer vielfach überschwemmt. Für die Ortschaft Klein-Raming besteht größte Gefahr. Durch einen Erdrutsch ist die Straße nach Steyr unpassierbar geworden.

In Steiermark.

Das durch drei Tage ununterbrochen andauernde Regenwetter hat in fast allen Kreisen der Steier­mark abermals zu beträchtlichem Anschwellen der Flüsse und Bäche geführt. Katastrophenwirkungen werden aus dem Gebiet zwischen Mariazell und Mürzzuschlag gemeldet. Gebäude, Wiesen und Fel­der stehen überall tief unter Wasser. Durch Maria­zell braust die Salza als reißender Strom. Der Schaden ist beträchtlich.

Sturm, KäUe und Regen in Wien.

Der bereits einige Tage anhaltende Schlecht­wettereinbruch hat für diese Jahreszeit ganz ungeahnte Ausmaße angenommen. Bei einer Tem­peratur von nur 10 Grad Celsius fegte ein orkan­artiger Sturm durch die Straßen Wiens, während ununterbrochen heftige Regenschauer niedergingen. Die Feuerwehr mußte in etwa 50 Fällen von Sturm- und Wasserschäden eingreifen. Ein Feuer-