Einzelbild herunterladen

A

Das Berliner Diplomatische Korps bei der großen TVehrmachlsparade.

Unser Bild gibt einen Ausschnitt von der großen Diplomatenloge, die der Ehrentribüne der beiden Staatsoberhäupter gegenüberlag. Man erkennt daraus (links) Englands Botschafter Henderson, in der Mitte den polnischen Botschafter Lipski, rechts den französischen Botschafter Francois-Poncet sowie den Doyen des Diplomatischen Korps, den päpst­lichen Nuntius O r s e n i g o. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Wenige Minuten vor 12 Uhr hatte die große Parade ihr Ende erreicht. Das einzigartige Schau­spiel dieser größten Wehrmachtschau des Dritten Reiches hinterläßt einen nachhaltigen Eindruck von der Stärke und Haltung der jungen deutschen Wehr­macht. Man ficht, wie Reichsverweser Admiral von Horthy, der nun nach der großen Flottenschau auch das deutsche Heer kennengelernt hat, den Führer nach diesem Vorbeimarsch beglückwünscht.

Unter anhaltenden Kundgebungen der begeisterten Massen, Heil- und Cljen-Rufen, besteigen Admiral von Horthy und der Führer den Wagen und fahren über die Charlottenburger Chaussee, durch das Brandenburger Tor zur Wilhelmstraße zurück. Ihnen folgt die lange Wagenkolonne mit den Ministern, den hohen Offizieren, den Diplo­maten und den sonstigen Ehrengästen.

Die größte militärische Sensation seit Zähren."

Starker Eindruck in England.

London, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die große Truppenparade in Berlin wird von der Londoner Presse eingehend geschildert. Die Berichte geben den äußer st nachhaltigen Eindruck des militärischen Schauspiels wieder. Das besondere Interesse haben die schweren Geschütze erregt.

' Der Berliner Korrespondent derTime s" schreibt, die Parade sei ein eindrucksvoller Aus­schnitt aus der Armee gewesen, die Deutschland in weniger als vier Jahren aufgebaut habe. Die straffe Haltung, der Schneid und die Exaktheit der an der Parade teilnehmenden Truppen stünden nicht hinter der alten kaiserlichen Ar­mee zurück. Diese Tatsache sei um so bemerkens­werter, wenn man berücksichtige, daß die Truppen nicht mehr als zwei Jahre Dienst hinter sich hätten, viele von ihnen sogar noch weniger. Die Artillerie- Waffen hätten Ueberraschung hervorgerufen.

Der Berliner Korrespondent desDaily Te­legraph" schreibf ebenfalls, die Präzision und die Disziplin der Truppen sei in Anbetracht ihrer kurzen Dienstzeit einfach erstaunlich. Die großen Geschütze hätten die helle Begeisterung der Zuschauer hervorgerufen.

Daily Herold^ spricht in diesem Zusammen­hang von der größten militärischen Sen­sation seit Jahren. Hitler habe sämtliche Militärattaches in Berlin in Erstaunen gesetzt.

Daily Expreß" berichtet, sie hätten den ganzen Abend von nichts anderem gesprochen. Horthy habe mit aufmerksamem Interesse besonders der Parade der Artillerie zugesehen.

Daily Mail" sagt, die ganze Parade sei mit tadelloser Präzision und Geschicklichkeit durchgeführt worden.

Auch die Tanks haben einen großartigen Eindruck auf die Berichterstatter der englischen Blätter ge­macht.

Großartigste Entfaltung einer Wehrmacht."

N e u y o r k, 26. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Neuyorker Morgenzeitungen widmen der Pa­rade in Berlin anläßlich des Deutschlandbesuches des ungarischen Reichsverwesers ausführliche Berichte. Das Erscheinen einiger Geschütze wird hierbei als eine Sensation erstenRanges heraus­gestellt. Die United Preß schreibt u. a., die Berliner Parade sei zweifellos die großartigste Ent­faltung einer Wehrmacht in der gesamten Waffengeschichte gewesen. Alle Blätter sprechen von einem verblüffenden Eindruck der deutschen Artillerie auf die ausländischen Militärattaches.

polnische Eindrücke.

Warschau, 25. Aug. (DNB.) Die Parade in der Reichshauptstadt vor dem ungarischen Reichs­verweser von Horthy nennt die Polnische Tele­graphenagentur die größte deutsche militä­rische Truppenschau seit dem Weltkrieg. In dem Bericht der Polnischen Telegraphenagentur heißt es weiter, daß die Truppenschau völlig im Zeichen der Artillerie und der motorisier- tenAbteilungen stand. Weiter seien außer den schweren Motorhaubitzen die Abteilungen der Flugabwehr ausgefallen.

Die Grühe der Reichshauptstadt.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Am Donnerstag­nachmittag empfing der Reichsverweser des König­reiches Ungarn, Admiral von Horthy, Ober­bürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert in Audienz imHaus des Reichspräsidenten". In Gegenwart des ungarischen Gesandten Exz. Szto- j a y überbrachte der Stadtpräsident die Grüße der Reichshauptstadt, die stolz darauf ist, den hohen Gast in ihren Mauern willkommen heißen zu kön­nen. Dr. Lippert bat Admiral von Horthy dann, der Reichshauptstadt die Ehre zu erweisen, sich in das Goldene Buch einzutragen. Nach­dem die Eintragung vollzogen war, unterhielt sich der Reichsoerweser noch längere Zeit sehr angeregt mit dem Stadtpräsidenten.

Besichtigungen.

Berlin, 25. August. (DNB.) Der ungarische Reichsoerweser und Frau von Horthy statteten am Donnerstagnachmittag dem Ungarischen Institut und dem Collegium H u n g a r i = cum einen Besuch ab, wo ihnen von den zahl­

reich versammelten Angehörigen der ungarischen Kolonie ein begeisterter Empfang bereitet wurde.

Anschließend begaben sich die hohen Gäste zum R e i ch s sp o r t f e l d, wo sie vom Reichssportfüh­rer und Frau von Tschammer und Osten empfangen und durch die ausgedehnten Anlagen des Reichssportfeldes, des Sportforums und Der Dietrich-Eckhart-Bühne geführt wurden. Die mit der Olympischen Goldmedaille ausgezeichnete Anlage, insbesondere das Olympische Stadion und die Diet- rich-Eckart-Bühne, machten auf die hohen Gäste einen tiefen Eindruck.

Festlicher Abend in der Staatsoper.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hatte am Donnerstagabend zu Ehren S. D. des Reichsoerwefers des Königreiches

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Nach Beendigung der Hebungen der Kriegsmarine hielt S. D. der Reichs- oerweser des Königreichs Ungarn, Admiral von Horthy, als ehemaliger Flottenchef der k. u. k. österreichisch-ungarischen Kriegsmarine in Anwesen­heit des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht in der Admiralsmesse des AvisoGrille" eine überaus herzliche Ansprache, in der er sich an seine Kameraden von der deutschen Kriegs­marine wandte.

Admiral von Horthy

gab seinen Eindrücken von den Vorführungen der deutschen WehrzurSee und den kame- radschastlichen Gefühlen, die den bewährten Flot­tenführer und Seehelden mit der deutschen Kriegs­marine verbinden, mit folgenden Worten Ausdruck:

Herr Führer und Reichskanzler! Kameraden zur See! Vor allem möchte ich herzlich für die zwei schönen Tage danken, die ich wieder ein­mal zur See, und diesmal im Kreise der ein­stigen Kameraden und Kampfgenossen erleben darf.

Das Walten eines seltsamen Schicksals offenbart sich hier bei der neuerstandenen deutschen Kriegs­marine. Gleich der ehemaligen österreichisch-unga­rischen Flotte, deren im Kampf nie gestrichene Flagge unbesiegt von den Meeren entschwunden ist, erfüllte sich auch an der ruhmreichen deutschen Flotte ein bitteres Schicksal. Von Coronel bis Skagerrak, von den Falklandinseln bis Scapa-Flow, wieviel Heldentum und namenlos treues Be­kennen zurPflicht liegen Zwischen diesen Mark­steinen der deutschen Seekriegführung, die ein gro­ßesX" über den Atlantischen Ozean legen. In dem ehrlichen Ringen gegen einen seegewohnten tapfe­ren Gegner reihen sich auf den Meeren sagenhafte Heldentaten aneinander, wie sie so zahlreich die Welt noch nie gesehen.

Da eine ganze Welt gegen uns war, zerbrach end­lich das Schwert der Mittelmächte, die stolzen Schiffe des Reiches mußten versinken, und jeder Hoffnung bar schien der Horizont.

Wie vieles hat sich in zwei Dezennien geän­dert! Ein Schiss, ein Schwert, ein Segel! Deutschland hat sie wieder! 3m Kielwasser un­vergänglichen Ruhmes und reicher Erfahrung befahren deutsche Kriegsschiffe wieder die See, jederzeit bereit zur Tat, und mit Freude sehe ich, wie dieser geistige Rachlaß der Hochseeflotte sorgsam verwertet worden ist.

Mächtiger denn je ist ein schlagfertiges Heer und eine Luftwaffe wieder erstanden, fest verwurzelt in den Traditionen jener großen Armee, deren Wieder­erstehung in gleichex Vollkommenheit man mit Recht

Ungarn und I. D. Frau von Horthy £U einer Fe st Vorstellung der Oper ,Lohengnn" von Richard Wagner in die S t a a t s o p e r eingeladen. Die ersten Vertreter des Staates, der Partei unter ihnen sämtliche Reichsminister und Reichs­leiter fast das gesamte Diplomatische Korps, namhaste Persönlichkeiten des kulturellen und wirt­schaftlichen Lebens mit ihren Damen waren in fest- kicher Stimmung versammelt.

Als der Führer mit seinem hohen Gast, dem Reichsverweser und Frau von Horthy, geleitet von Generalfeldmarschall Göring und Frau, in der Mittelloge erschien, wurden sie von der festlichen Gemeinde stehend mit dem Deutschen Gruß empfan­gen. Nach den Klängen der ungarischen und der deutschen Nattonalhymne.n begann eine Aufführung, wie sie dieses an großartiger künstlerischer Trabi- tion so reiche Haus selten erlebt hat.

Die musikalische Leitung und Inszenierung hatte Heinz T i e t j e n. Heinrich der Vogler, deutscher König, wurde von Joseph von Manowarda gesungen. Lohengrin mar Franz Völker, Elsa von Brabant Maria Müller, Ortrud war Mar- garethe Klose und Friedrich von Telramund, bra- bantischer Graf, Jaro Prohaska. Die Staats-, opernchöre von Berlin und Wien wirkten mit. Die Bühnenbilder und Trachten waren Originale der Bayreuther Festspiele und stammten von Entwür­fen vvn Professor Emil P r e t o r i u s.

Der Beifall nach den Aktschlüssen steigerte sich zum Schluß zu einer starken Kundgebung des Dankes an die Künstler, des Dankes auch an den Mann, der zu diesem würdigen Fest deutscher Kunst ge­laden hatte.

Dieser letzte Abend» den der Reichsverweser und Frau von Horthy mit ihrer Begleitung in der Reichshauptstadt verbrachten, vermittelte den un­garischen Gästen den tiefen Eindruck eines der ty­pischen Werke deutscher Kunst und Kultur und bot ihnen zugleich in den Pausen Gelegenheit zu leb­haftem Gedankenaustausch mit den führenden Per­sönlichkeiten des öffenttichen Lebens.

Als um Mitternacht die Gäste die Staatsoper verließen, wartete immer noch eine dichtgedrängte Menschenmenge, die die Fahrt vvn der Oper über die Straße Unter den Linden mit lebhaften Kund­gebungen begleitete.

für unmöglich gehalten hätte. Und der Geist, der diese mächtige Wehr erfüllt, verleiht ihr, durch ihre innige Volksverbundenheit, die höchsten moralischen Kräfte, die jemals ihre Krieger ausgezeichnet haben.

Deutschland hat aber auch sein Se­gel wieder! Ich sehe darin mehr als die Hoff­nung auf gute Fahrt, das es versinnbildlicht. Ich sehe im Segel vielmehr die treibende Kraft der Vorsehung und das Vertrauen in seine Lenkung.

Vielleicht ist das der Sinn jener'Vision, die Ihr heldischer Dichter Gorch F o ck in den drei Worten festgehalten hat: Ein Schiff, ein Schwert, ein Segel! Und der großartige Wandel, den die Geschichte des deutschen Volkes genommen hatte, läßt den Kurs auf eine glücklichere Zukunft erhof­fen. Dies ist vielleicht die Antwort der Vorsehung auf das großeX", von dem ich gesprochen habe.

In der Welt sehen wir endlich die Läuterung der Anschauungen und die Revision der Auffassungen sicher vorwärts schreiten. In den alten Kurs schwenkt man aber durch die Verschleierung der klaren Tat­sachen immer noch gern zurück. So werden heute Schlachten geschlagen, und doch ist dies kein Krieg: das zweite Jahr blutet Spanien schon im Bürger­krieg, und doch gibt es dort keine Kriegführenden. Wenn man einem heranziehenden Taifun dadurch begegnen wollte, daß man ihn nicht als solchen, Umbern nur als eine abnorme atmosphäre Depres­sion anerkennt, der Wirbelsturm wird wohl feine alles verheerende Bahn dahinziehen, gleichgültig, wie man ihn bezeichnet.

will die Wett den Frieden, so muh sie der Gerechtigkeit offen ins Auge sehen und die freie Dahn der Aufrichtigkeit beschreiten können. Sie muh bekennen, dah es unter den Völkern auf dem Gebiete des Rechtes keine Bevorzugten geben kann.

Für die liebe Aufmerksamkeit, daß ich im Kreise so vieler lieber Kameraden der neuerstandenen stol­zen deutschen Marine erleben konnte, danke ich nochmals auf das herzlichste. Ich erhebe mein Glas auf das Wohl Ihres Führers und Reichs­kanzlers und das Gedeihen der Kriegs­marine mit dem aus alter Waffenbrüderschaft Fomtnenben innigen Wunsch, daß der prächtigen deutschen Flotte aus allen ihren Fahrten stetes Seemannsglück beschieben sei."

Generaladmiral Dr. h. c. Raeder

der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, antwortete dem hohen Gast:

Mit Genehmigung des Führers und Obersten Be- fehlshabers der Wehrmacht bitte ich E. D. im Na-

>?<<;

Reichsverweser Admiral von horthy ehrt die deutschen Gefallenen.

Eine Stunde vor Beginn der glanzvollen Parade der deutschen Wehrmacht ehrte Admiral von Horthy durch eine Kranzniederlegung im Berliner Ehrenmal Unter den Linden, von der unser Bild berichtet, die deutschen Gefallenen des Weltkrieges. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Deutschland Hal seine Wehr zur See wieder.

Hohe Anerkennung des Admirals von Horthy für unsere Kriegsmarine.

Mahnung an die Welt:Auf dem Gebiete des Rechts keine Bevorzugten."

men der Kriegsmarine herzlichen und auf« richtigen Dank sagen zu dürfen für die güti­gen anerkennenden, von so kameradschaftlichem Geist getragenen Worte, die Sie an uns gerichtet haben. Am heutigen Tage hat die deutsche Marine die große Ehre, in Gegenwart des kriegsbewährten ehemaligen Flottenchefs der k. u. k. österreichisch- ungarischen Marine eines ihrer Schisse mit dem ruhmvollen Namen eines der besten Schisse der österreichisch-ungarischen Marine geschmückt zu sehen.

Ich möchte E. D. die Versicherung aussprechen, dah die Kriegsmarine stolz ist auf die ihr nun übertragene Ausgabe, in Zukunft die grohe Aeberlieferung auch der öslerreichisch-ungarischen Marine zu wahren und fortzusehen. 3ch kann E. D. versichern, dah sie allezeit und mit allen Kräften bestrebt sein wird, diese hohe Aufgabe zu erfüllen im Geiste unserer gefallenen Kame­raden und Mitkämpfer von der österreichisch­ungarischen Marine, sie aber auch zu erfüllen im Sinne E.D der Sie den deutschen Marine­offizieren stets als leuchtendes Vorbild eines wagemutigen Kreuzerführers, eines im Kriege erprobten und aufs höchste bewährten Flotten­führers vor Augen stehen werden."

Japanischer Gruh an die HI.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Der japanische Er­ziehungsminister General A r a k i, der Hofminister Botschafter Mus ha ko ji, General Suzuki, oroie der japanische Jugendführer, Graf Fukara, richteten gemeinschaftlich ein Telegramm an den Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von S ch i r a ch, in dem es heißt:

Die Austauschgruppe unter Führung von Ge­bietsführer Schulze hinterließ in der japanischen Oeffentlichkeit den tiefften Eindruck. Wir danken ür die Bemühungen Eurer Exzellenz um die Der tiefung der Freundschaft unserer Völker."

In feiner Dienststelle in Berlin wurde dem Reichs­jugendführer eine Ehrengabe von dem obersten Pro­tektor der japanischen Jugend, Admiral Take­lt a , eine Nachbildung eines alten japanischen Marschallstabes aus dem 5. Jahrhundert, überreicht.

Einheitliches Ausländerpolizeirecht im ganzen Reich.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt vom 25. August wird eineAusländerpolizeiverord- nung" veröffentlicht. Sie schafft em einheit­liches Ausländerpolizeirecht für das Gesamtreich und befeiHgt alle bisher noch be­stehenden ausländerpolizeilichen Sonderregelungen Der deutschen Länder. Nach Den einleitenden Para­graphen der Verordnung wird der Aufenthalt im Reichsgebiet Ausländern erlaubt, die nach ihrer Per­sönlichkeit und dem Zweck ihres Aufenchaltes im Reichsgebiet die Gewähr dafür bieten, daß sie der ihnen gewährten Gastfreundschaft würdig find. Die Neuregelung, die am 1. Oktober 1938 in Kraft tritt, soll die Ausländerpolizeibehörden instandseZen, gegen solche Ausländer, die diese Voraussetzungen nicht er­füllen, unter Berücksichtigung der Belange des All­gemeinwohls mit den erforderlichen ausländerpoli­zeilichen Maßnahmen vorzugehen. Eine besondere Aufenthaltserlaubnis der zuständigen Ausländer­polizeibehörde ist grundsätzlich erforderlich für Aus­länder, die sich länger als drei Monate im Reichs­gebiet aufhalten und ferner ohne Rücksicht auf die Dauer des Aufenthaltes für Ausländer, die im Reichsgebiet bestimmte Tätigkeiten ausüben wollen.

Deutschlands Krafffahrzeugbestand.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) Am 1. Juli 1938 waren im Deutschen Reich insgesamt 3 364 503 Kraftfahrzeuge zum Verkehr auf öffentlichen Stra­ßen zugelassen. Davon entfielen 3 241852 auf das Altreich und 122 651 auf das Land Oesterreich Im Altreich hat der Bestand an Kraftfahrzeugen im letzten Jahre um 413 982, oder um 14,6 v. H zu­genommen. Seit dem Jahre der Machtübernahme ist hier die Zahl der Fahrzeuge damit im Ganzen um mehr als 1,5 Millionen ober auf fast das Dop­pelte gestiegen.

Der Gesamtbestand umfaßt 1 582 872 Krafträder, 1305 608 Personenkraftwagen, 20 792 Kraftomni­busse, 382 837 Lastkraftwagen, 17 451 Sonderfahr­zeuge und 54 943 zulaffungsfähige Zugmaschinen.

Oie Engländer zerstören ...

Englische Methoden."

Jerusalem, 26. Aug. (DNB.) Eine offizielle Verlautbarung der Regierung besagt, daß angesichts der Tatsache, daß die Stadt Jenin Terroristen Unterstützung gewähre, angeordnet worden sei wie es die Engländer bekanntlich auch schon in an­deren Städten getan haben, eine Anzahl Gebäude ausSicherheitsgründen"z u zerstören. Die Zerstörungsarbeit habe bereits am Donnerstag begonnen.

In Akko wurde wieder ein Araber, den das Kriegsgericht zum Tode verurteilt hatte, h i n ge­richtet.

Der stellvertretende englische Distriktkommissar Walter Sidney M o f f o t, der bei dem gestrigen Ueberfaö in Jenin schwer verwundet wurde, ist am Donnerstag im Krankenhaus von Haifa g e - ft o r b e n.

Mehrere bei dem kürzlichen Gefecht unweit von Haifa gefangen genommene arabische Frei­schärler wurden vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt.

Die Zensur für die Presse Palästinas ist er­neut verschärft worden. Alle Zeitungen dürfen künftig nur noch die offiziell ausgegebenen Berichte über Zusammenstöße des Militärs bzw. der Polizei mit Freischärlern bringen. Kommentare ober eigene Berichte über berartige Vorfälle, vor allem auch über Truppenbewegungen, sind verboten.

Jüdisches Attentat.

Jerusalem, 26. August. (DNB. Funkspruch.) Auf dem arabischen Gemüsemarkt in Jaffa explo­dierte am Freitagmorgen eine offenbar von Ju­den ausgelegte Mine, die gewaltige Zerstörun­gen anrichtete. Soweit bisher feftgefteUt werben konnte, wurden wenigstens 30 Personen ge­tötetoderverwundet. Die über die gemeine Tat aufs äußerste empörte Bevölkerung versuchte mehrfach gegen die jüdische Anglo-Palästina-Bank vorzugehen, konnte aber zunächst von der Polizei zurückgehalten werden. Die Lage ist außerordent­lich gespannt. Sämtliche Läden sind geschlossen. Die Polizei hat dringend Hilfe angefordert.