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Nr. 48 Erste? Blatt
Samstag, 26./$onntag,27. Zebruar 1958
188. Zahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Zranlfurt am Main 11688
Die Jriedenschance. i£or() Aatifar zum britischen Außenminister ernannt
Mit einem Schlag ist die internationale Politik I 1 i • e
wieder in Bewegung geraten, und wenn auch die
London, 25. Febr. (DJIB.) Wie am Freitag-
aachmittag amtlich bekanntgegeben wurde, ist L o r d
ein
jüngeren gemäßigten Konservativen.
st vorgenom
men sehen und nun ihrem Unmut über den britischen Premierminister durch zweckbedingte Ueber-
haus gesprochen hatte.
Heber das Wie, nicht über die Notwendigkeit, gehen die Ansichten noch auseinander. Lord Halifax ist für aktivere Schritte, um, wie er im Oberhaus sagte, die internationalen Beziehungen zu verbessern.' Seine Persönlichkeit ist fest umrissen. Er stammt aus jenen hochkirchlichen Oxfordkreisen, die sich der römisch-katholischen Kirche nähern, und ist durch Familienbeziehungen mit allen politisch und gesellschaftlich maßgebenden Familien der englischen Society verbunden Edward Wood, töte er bis zum 1934 erfolgten Tode seines Vaters, des Discount Halifax hieß, wurde in Eton erzogen und studierte in Oxford. Seine politische Laufbahn begann er 1910 als konservativer Abgeordneter für Ripon. Im ! Kriege führte er das hervorragende Regiment der Porkfhire-Dragoner. Erst als Bonar Law nach Lloüyd Georges Sturz sein konservatives Kabinett bildetet, begann er 1921 als Unterstaatssekretar für
die Kolonien seine ministerielle Laufbahn. Im Oktober 1922 wurde er Unterrichtsminister, 1924 Landwirtschaftsminister und 1925 zur allgemeinen lieber« raschung Dizekönig von Indien. In fünf Jahren gelang es ihm, den „Ungehorsamkeitsfeld- zug" der Gandhi-Anhänger beizulegen: am 4. März 1931 unterzeichnete Gandhi das Friedensprvtokoll gegen die Genehmigung der Salzgewinnung aus dem Meerwasser und die Amnestierung der politi
schen Gefangenen Indiens. Er hatte seine staatsmännischen Fähigkeiten aufs glänzendste bewiesen und erhielt dafür den Titel eines Lord Irwin of Kirby Underdale und erhielt den höchsten britischen Orden, den Hosenbandorden, den er als einziges Kabinettsmitglied trägt. Seine Freundschaft mit Baldwin ließ ihn 1935 das Kriegsministerium übernehmen. Nach den Neuwahlen im November 1935 wurde er Lordsiegelbewahrer, im Mai 1937 Lordpräsident des Geheimen Staatsrates. In dieser Stellung figurierte er zuweilen als stellvertretender
fekretär Richard Austen Butler hat bereits einmal mit Lord Halifax zusammengearbeitet, und zwar war er parlamentarischer Unterstaatssekretär für Indien zur Zeit der Durchführung der indischen Verfassungsreform. Er ist erst 36 Jahre alt und wurde in Indien geboren. Nach seiner Er» ziehuna in Cambridge schlug Butler die politische
Führer und Reichskanzler auf dem Berghof.
Lord Halifax, der jetzt im 58. Lebensjahre steht, zahlt zu den geschicktesten Unterhändlern der briti
schen Krone. Er ist ein Engländer, der Geduld, Liebenswürdigkeit und auch Verständnis für sachliche Gegensätze besitzt. Er ist als solcher ein Antipode seines erheblich jüngeren Vorgängers, aber vielleicht gerade deshalb der Mann, der England aus dem verhängnisvollen Zirkel lösen und dem europäischen Friedensideal der jungen Nationen näher bringen kann. Da der neue Außenminister Mitglied des Oberhauses ist und als solcher nicht im Unterhaus sprechen kann, wird der Premierminister ihn in wichtigen Angelegenheiten im Unterhaus künftig persönlich vertreten.
Der neuernannte parlamentarische Unterstaats-
fterium Butlers Nachfolger im Arbeitsministerium, Allan Tindal Lennor-Boyd, ist einer der
Die briWepreise zum Wech'el im Foreign Office
Oie Opposition kündigt scharfe Kritik an der Ernennung eines Peers an.
Das Blatt der Labour-Opposttion, der „Daily Herald" behauptet, daß die Berufung von Lord Halifax äußerste Unzufriedenheit unter den Labour- und liberalen Abgeordneten, bis zu einem gewissen Grade sogar unter Konservativen hervorgerufen habe. Die Labour-Partei werde einen Höllenlärm schlagen. Auch die Ernennung von Lennox-Boyd zum Unterstaatssekretär wird im Labour-Blatt kritisiert, weil er zur äußersten Rechten der Konservativen Partei gehöre und seit Ausbruch der Wirren in Spanien kür General Franco gewesen sei. . Seine Wahl werde dahin ausgelegt, daß die Konservative Partei die nationale Regierung immer mehr in ihre Hand bekomme und beabsichtige sie oon fortschrittlichen Ideen abzubringen. In ein ähnliches Horn stößt natürlich auch das liberale „News Chronicle", das eine scharte Sprache gegen die Ernennung von Lord Halifax im Unterhaus an- kündigt. Auch dies Blatt behauptet, das der Groll über die Ernennung sich keineswegs auf die Oppositionsbänke beschränke.
Oe- britische 2Wf*offer in 2Rom bei Lord Halifax unt E'-amberla'N.
London, 25. Febr. (DNB.) Der britische Botschafter in Rom, Earl o f Perth, der zur Zeit in London weilt, suchte LordHalifar und dann den Premierminister Chamberlain auf Man nimmt an. daß Lord Perth beide über die letzte Unterhaltung mit dem italienischen Außenminister, Gras Ciano, unterrichtete.
Das voln'sche Echo.
„Neue Niederlage
der Moskauer Intriaanten."
Warschau, 26 Febr. (DNB. Funkspruth) Der regierungsfreundliche „Expreß Poranny" weist auf die Stellungnahme Polens gegen jede Art von Blockpolitik hin. Don größtem Schade^
Zeit für endgültige Urteile noch nicht gekommen ist. so hat doch unzweifelhaft ein neuer Entwick - ............
luNgs ° dich n i t t begonnen der vollste Mufmert-1 h au'Ux ^umbritifcheii Außenminister et-
°»d>en, und über dessen bestimmende und nann, rooröen gn feinem parlamentarischen Hn- nach Gestaltung drängende Strafte wir uns Älar= n
heit schaffen müssen. Zweierlei hat sich in dem c r ft a a t 9 f e f r ef ä r wurde R A. B u ler e - schnellen Ablauf der Ereignisse der letzten Woche nann*’ bisher Unterstaatssekretar im Arbeits- vor allem aufgedrängt: die Klarheit,und Folge-ministerium war. Nachfolger Butlers im Arbeits- richtigkeit der Ziele und Methoden der o e u t s ch e n Ministerium ist Lennox-Boyd geworden.
P o l i t i k auf der einen, die Gärung, das Unsichere, *
Tastende in der englischen und sranzö- Nach Geburt und einer in langer politischer Tä- sischen Politik aus der anderen Seite. Nunltlgkeit erworbenen Ueberzeugung ist Lord Halifax bestand gewiß kein unmittelbarer ursächlicher Zu- im Gegensatz zu Eden kein Doktrinär, sondern sarnrnenhang zwischen der Rede des Führers mit ihrer erneuten Klarstellung und Abgrenzung I f 4
des deutschen Lebens- und Selbstbehauptungs-1 z |
willens und dem Abgang Herrn Edens. Be-1 L Hauptungen, es sei der bisherige Leiter des Foreign Office oon Herrn Chamberlain „geopfert" worden, I gehören ins Reich der Fabel Sie enthüllen nur die I k merkwürdige Geistesverfassung all jener internatio- Mfe
naler Volksfrontkreise, die ihre Felle fortschwim- j
London, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Bei der Ernennung oon Lord Halifax zum Außenminister wird in der gesamten Londoner Morgenpresse der Umstand stark beachtet, daß Lord Halifax Präsident des Geheimen Staatsrates ist. Hieraus folgert man zum Teil, daß Lord Halifax nicht beabsichtige, unbegrenzt im Foreign Office zu bleiben. „Times" stellt fest, die Ernennung von Lord Halifax zum Außenminister habe keine Ueb.erraschungen in parlamentarischen Kreisen hervorgerufen Abgesehen von denen, die aus dem Standpunkt ständen, daß ein Außenminister im Unterhaus sitzen müsse, habe man seiner (Ernennung allgemein zugestimmt. Die Opposition meine alleroings, daß die Außenpolitik jetzt so lebendig geworden sei und so häufig im Unterhaus erörtert werde, daß d i e Tage vorbei seien, wo ein Peer Außenminister sein könne. Die Opposition habe daher sofort einen Prozeß angekündigt. In andern Teilen des Unterhauses vertrete man die Ansicht, daß die Opposition keinen wirklichen Grund zur Beschwerde habe, da der Premierminister selbst mit Unter- ftüfcung des neuen Unterstaatsfekretärs Butler Fragen im Unterhaus beantworten wolle. „Times" meint, daß man keine bessere W a h l hätte treffen können. Die Sympathie, derer sich Lord Halifax dank seines zähen Handelns und seiner Unantastbarkeit erfreue, sei im Ausland ebenso groß wie im Inland. Lord Halifax, der in den letzten Monaten ungewöhnliche Möglichkeiten gehabt habe, außenpolitisch mit Eden und Chamberlain zu arbeiten, könne sich weiter auf Erfahrungen in einer anbereji und fast ebenso schwierigen Aufgabe berufen. Er werde in das Foreign Office eingehen als patriotischer und grundsatztreuer Engländer wie sein Verwandter Lord Edward Grey. Im Augenblick seien es diese Qualitäten, die man am meisten im englischen Außenamt brauche. Gegenüber den Angriffen der Linken verweist die „Times" darauf, daß a u ch i n f r Ü h e r e n Z e i t e n M i t g l i e d e r des Oberhauses das englische Autzenamt mit Erfolg geleitet hätten.
hältnis zu betrachten haben. Was Chamberlmns „realistischer Politik" und seinem Gegensatz zu Eden zugrunde liegt, ist die nachdrücklich bekundete Absicht, sich tatsächlich von b r i t i s ch e n ^nter.e^cn leiten zu lassen, genauer noch, angesichts der ideologischen Unduldsamkeit und der wirklichkeitsfremden Genfer Dogmatik seines bisherigen Außenministers erst einmal das Feld f Ü r e i n e w l r k l i ch e eng - lische Interessenpolitik frei zu wachen. Gewiß lautet die einzig mögliche europäische Losung dieser verwirrten Zeit: Ausgleich im Schnittpunkt der nationalen Lebensmteressen, und insofern kann man englischen Blattern folgen, wenn te oon einer „r e a l i st i f ch e n Friedenspolitik sprechen, die S)errn Chamberlain oorfchwebe und . \ * ..v '— SRofnrorhimnPn mit
europa zu gewinnen, erst den Auftakt gebildet hat. An dem Schicksal, das diesem Projekt in London widerfahren ist, hat man den Wandel ermessen können, der mit dem Abgang Edens eingetreten ist. Im übrigen sollte man sich m Frankreich doch allmählich Darüber klar werden, daß man mit der Errichtung von diplomatischen Widerstandslinien nur Mißerfolge geerntet, das Rad der natürlichen Entwicklung aber durchaus nicht aufgehalten hat. Ein Beharren auf solchem Standpunkt kann heute nur noch eine Wirkung haben: den Spannungszustand in Europa unnöfigerweise zu erhöhen, indem allen Elementen der Unverträglichkeit — siehe Tschechoslowakei — der Rücken gestärkt wird.
Im Unterhaus ist oon der Ministerbank das Wort gefallen, die englische Politik habe den sinnlosen Kreislauf durchbrochen. Es kann nur im wohlverstandenen Interesse.Frankreichs liegen, wenn die englische Politik den von ihr jetzt proklamierten realistischen Kurs durchhält und damit der französischen Politik den Weg erleichtert. Die andere Voraussetzung, die erfüllt sein muß, wenn ein eurovä- ischer Fortschritt erzielt werden soll, ist die Pflicht Frankreichs, sich ebenfalls zu einer Beschränkung auf seine natürlichen Interessen zu verstehen. Das wird nicht oon heute auf morgen möglich sein. Aber eines dürfte wohl klar sein: Nur durch die Rückkehr zur „nackten" Interessenpolitik, fern von allen ideologischen Leidenschaften und falschen Solidaritäten nach unseliger Genfer Art, hat Europa eine wirkliche Friedenschance. Da^ bedeutet, daß das Gesetz des Handelns, aber auck die Verantwortung, bei den vier Großmächten liegt.
Dr. Hans v. Malottki.
Chamberlains neuen Bemühungen bestenfalls eine < Episode sehen wollen, nach deren Ablauf alles . wieder in die „bewährten Bahnen" zurückkehren i rogßie so oft in der Nachkriegsgeschichte scheint sich ! auch jetzt wieder Frankreich als das hemmende, i jeder Auflockerung der Verhältnisse sich entgegen- । stemmende Element erweisen zu wollen. Immerhin i ist Paris gegenwärtig der Schauplatz außerordent- । licher Richtungskämpfe, wie sie mit derartiger Hef- ' tigkeit, aber auch Ernsthaftigkeit kaum je zuvor zu beobachten waren. Fand Frankreich bei allen Aktiv- nen im alten Versailler und Genfer Stil in Eng- । land bisher stets einen mehr oder weniger geneigten Partner, so fällt nun, wie F l^i n d i n es feinen Landsleuten mit Recht vorhielt, die Möglichkeit der Berufung auf die Linientreue mit der britischen Politik fort. Und gleichzeitig erweist sich angesichts der Entwicklung der letzten Tage immer deutlicher die Unmöglichkeit, so wie bisher neben ö er e ng- lischen Bin'dung, und gleichzeitig mit ihr die Linie der M i l i t ä r a l l i a n z mit Moskau fortzuführen. Die innere Uno er et n bar k et t dieser beiden Elemente der französischen Bundnis- politik treibt auf die Dauer, auch das hat Flandin richtig gesehen, zur Wohl, zum Gntn>eber=Ober. d h Anschluß an den Chamberlamschen Kurs oder 2Un* nfhfturA in das Sowjetbündnis, dann aber ^abrfcheinlich um Öen Preis der 2UsWlief|Ii(f»fcit'
Alle beiderseitige Unterstreichung der Freundschaft und der engen Solidarität wird nicht verhindern können daß zwischen den beiden Westrnachten eine ernste 'wenn auch diskret geführte Auseinandersetzung anhebt, eine Diplomatische Kraft- vrobe für die der jüngste französische Versuch,, fionbon'füt eine antibeut(4e A'ü-m »
Ministerpräsident. Am 17 November 1937 war er Laufbahn ein und wurde konservativer Abgeordneter zum Besuch der Internationalen Iagdausstellung I ;ür Saf'ron-Walden, roo er im 3ahre 1929 zum in Berlin und batte Besprechungen mit dem Reichs- ersten Male gewählt wurde. 1932 wurde er pana= i
außenminister Freiherrn v. Neurath und am 18. No-1 mentarischer Unterstaatssekretar für Andren, 1937 oember eine fünfstündige Unterredung mit dem I parlamentarischer Staatssekretär im Arbeitsminl-
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kühl rechnender Brite. Für ihn gelten die nüchternen Bilanzen des politischen Geschäfts mehr als haltlose Phantasien. Mit jener Eindringlichkeit, die jeder Mann in der Straße drüben versteht, hat Lord Halifax am Donnerstag im Oberhaus erklärt, man könne nicht von vornherein sagen, ob die Verhandlungen mit Italien Erfolg hätten. Er fügte hinzu, „daß das, was unsere Politik in den letzten Wochen war, auch heute unsere Politik bleibt" — der Ton lag hierbei auf der politischen Entwicklung in den letzten Wochen — und von da aus ging Lord Halifax zu einer Kennzeichnung des abessinischen Experiments über, das man nicht noch einmal wiederholen wolle. Mit anderen Worten: Die englische Regierung ist bereit, die Folgerungen aus dem Fehlschlag oon Genf zu ziehen, und da Premierminister Chamberlain im Unterhaus erklärte, die kollektiven Friedensideale seien gegenwärtig nicht !zu verwirklichen, muß England irgendwie aus dem I „sinnlosen Kreislauf" herauskommen, von dem Minister Morrison jn seinem Schlußwort im Unter
treibungen Lust machen.
Das schließt freilich einen gewissen Zusammenhang, wenn auch ganz anderer Art, nicht aus. Je I stärker die Unabdingbarkeit und Unerschütterlichkeit I der deutschen Politik, ihrer Ansprüche und Auf-1 sassungen, ins Bewußtsein der Uyiwelt treten, desto I stärker wird der Zwang empfunden, dieser Realität I Rechnung z u tragen, sich mit ihr ausein-1 anderzusetzen und, so oder fo, gegenüber der deut-1 schen „Dynamik" eine Stellung zu beziehen. Die I innere Kraft und die Machtfülle, die sich das natio-1 nalsozialistische Reich zu schaffen verstanden hat, mag dabei unbeguem empfunden werden und in mancher Hinsicht den Zwang zur Korrektur gegenüber den eigenen, liebgewordenen Wünschen und Ansprüchen bedeuten. Aber auch im Völkerleben heißt es, sich in das Unvermeidliche zu fügen — so wie Deutschland selbst vieles abschreiben mußte, um damit dann aber auch einen festen Ausgangspunkt für seine Politik zu finden. Dor allem aber: Niemand wird mit stichhaltigen Argumenten den Nachweis erbringen können, daß der Weg Deutschlands und seine Ziele gefährlich, für andere bedrohlich I sind, oder gar ein Unrecht gegenüber fremden Inter-1 essen und fremdem Wesen einschließen.
Eine Prüfung gerade jener Auslandsstimmen, die I sich kritisch und mit der nötigen Dosis von Uebel- wollen und Voreingenommenheit mit der Führer-1 rede auseinandersetzten, liefert in jeder Weise nur die Bestäfigung dieses Satzes. Denn ernsthaft ist gegen die Formulierung und Abgrenzung der deut- scheu Iuteresieu, wie sie am 20. gebruar erfolgte, schon deshalb nichts porzubringen meil die deutschen „Forderungen und Aniprüche" m keinem Punkt die Linie der natürlichen und legitimen Interessen überschreiten. 3m Gegensatz etwa zu Frankreich, das sich selbst oft als em Land der unbegrenzten" Interessen bezeichnet. laßt Deutschland nach den Worten des Führers weise Mäßigung walten. Dreifach war die Ausprägung dieser deutschen Interesieni erstens d,e unmißoer- ständliche Warnung v°r ieder Verschiebung des europäischen Gleichgewichts durch den expansloen Bolschewismus, em Programm, das niemanden stören kann, im Gegenteil eine der wichtigsten Voraussetzungen der Friedenssicherung und Kulturerhaltung umschließt-. Zweitens die erneute Unterstreichung der deutschen K o Ion i a Ifor be rung, die ihrem Wesen nach md)t3 »oberes als ein unabdingbarer, damit auch lede ^us^nd'ung ausschließender Rechtsanspruch ist: dritten> M Forderung nach Respektierung d er Bo I s_ tu msr echte. Dieses Krescendo der Pal'k'k des Reiches im oolksdeutschen Sektor, wie ein fudet deutiches Blatt treffend schrieb bedeutete in der Wirkung nach innen ein erlösendes Wort. Was feine Wirkung und Bedeutung nach außen betristü so stellt es bei all feiner Unmißoerstandlichkett doch keine „Drohung" dar und noch weniger^hat es. m
Ä Lung,E ?nem“ 6^bUttimmUS«t Mungen^und' Wilsonschen Punkten oerbrieft “»nVman also schon im Ausland oon einer immer deutlicher sich abzeichnenden „d e u 11 ch e n Mission" sprechen will, dann sollte man aua, ihren wahren Charakter nicht zu oersalfchen^n ^^^ ------------
Die nationalsozialistische Politik bewegt sch ' e;r mit der Anbahnung der Besprechungen mit
Linie eines gesunden Völkerrechts S b 9' J Italien bereits eingeleitet habe. Aber das isi: keine
etwas Beispielhaftes, es liegt m ^^^-elfetzungen „Kapitulation", wie eine verärgerte Volksfront- licher Führungsanspruch, weil HW" oppofition es wahrhaben will, und noch weniger ein nicht enge, egoistische Son^rQnJÄflr«e(ien bie /ursroedjjel, sondern eben die Hinwendung zu einer sondern allgemeingültige Grundsätze b l - ' nüchternen — und wie sich zeigen wird sehr zähen berufen sind, die Bausteineeinerneuen ^nden l cy^.^ J^ressenpolitik, die mit Herrn Eden Völkerordnung abzugeben. Heraus stiftende nicht zu machen war. . ......
die Anziehungskraft und die ^rtrauen । 'te Nichtsdestoweniger ist es ein Fortschntt, wenn Wirkung der deutschen Außenpolitik nicht sber^ I nun tatsächlich sich von
der abwegigen Vorstellung, daß besonders d schäften und von den unseligen kollektiven Phan-
......
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