Ausgabe 
25.11.1938
 
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scheinenden Stellen in der Regierung, Verwaltung und Wirtschaft Juden anzutreffen waren. In Bayern trat ein Jude (Kurt Eisner) als Mini­sterpräsident an die Spitze des Staates, in Preu­ßen ebenfalls ein Jude (Paul Hirsch). In der R e i ch s r e g i e r u n g" der sechs Dolksbeauftrag- ten faßen zwei Juden (Hugo Haase und Otto Landsberg). Auch die Leitung der Ministerien wurde von den Juden oder Halbjuden stark mit

lieber die Lage in den Streikbezirken ist zu mel­den, daß am Donerstagmittag auch in den meisten Fabriken der Metallindustrie von Paris und Um­gebung eine Streikbewegung mit Besetzung der Werke ausgebrochen ist, so in den Renault-Auto­mobilwerken, den Caudron-Flugzeugwerken und der Flugzeugmotorenfabrik Bloch. Vor den bestreik­ten Werken zog sofort Polizeiordnungsdienst auf. Laut Mitteilung des Ministers für öffentliche Ar­beiten ist die Eisenbahnlinie Somain DenainAnzin requiriert worden durch einen Erlaß, der vom Mini st er für Landes­verteidigung gegengezeichnet wurde. Im Ge­biet von Dalenciennes hatte sich die Streikbewegung auch auf die Eisenbahnlinie ausgedehnt, so daß der Verkehr von Somain bis zur belgischen Grenze unterbrochen wurde.

DerWalin" meldet, daß 2000 Alaun 2Uo- bilgarde angesichts der drohenden Haltung der Streikenden und des Widerstandes der Wenge auf die Räumung der befehlen Stahlwerke von Denain verzichten mußten. Die Streiken­den hätten die vor dem Fabrikgelände gelege­nen Eisenbahnschranken geschlof­fen, auf die Gleise 20 Waggons geschoben und Hunderte von Tonnen kohle aufgeschüttel. Diese Barrikade sei noch mit Eisenbahnschwel­len und schweren Eisenträgern befestigt worden. Die 200 bis 300 Streikenden, die die Barrika­den beseht hielten, seien von einer großen Menschenmenge zum äußersten Widerstand ge­gen die Wobilgarde angefeuerl worden. 3n Sprechchören seien Schmährufe gegen die Re­gierung ausgebracht worden. Die Wobilgarde habe vor der geschlossenen Eisenbahnschranke Aufstellung genommen. Ein Lastkraftwagen mit Wobilgarde sei von den Streikenden und der tobenden Wenschenmenge umzingelt wor­den. Die Beamten hätten sich über eine Viertel­stunde lang mit ihren Gewehrkolben verteidigen und sich so die Durchfahrt verschaffen müssen.

Inzwischen habe der Unterpräfekt von Dalenciennes mit dem kommunistischen Bürgermeister und den Abgeordneten sowie mit den Vertretern der Metall-

Goslar, 24. Nov. (DNB.) In der Stadthalle der Reichsbauernstadt Goslar wurde der 6. Reichs- bcmerntag eröffnet, der fein besonderes Kennzeichen als Großdeutscher Reichsbauerntag durch die Eingliederung der ostmärkischen und su­detendeutschen Bauern in das Führerkorps des Reichsnährstandes erhält. Zahlreiche führende Per­sönlichkeiten aus Partei und Staat nehmen an die­ser großen Führertagung des deutschen Bauern­tums teil. Die Stadt Goslar hat sich schon seit An­fang der Woche, seit dem Beginn der geschlossenen Sondertagungen, festlich geschmückt. Die geräumige Stadthalle ist mit Tannengrün verkleidet und trägt die Ehrenzeichen des Reichsnährstandes mit Aehre und Schwert und die Odalsrune des ewig sich er­neuernden völkischen Lebens.

Rach einem musikalischen Vorspiel ruft der Spre­cher des Reichsbauernrates, Landesbauernführer B l o e d o r n - Pommern, die Einleitungsworte in die weite Halle. Dann sprechen Oberbürgermeister D r o st e und stellvertretender Gauleiter Schmalz als die Gastgeber der Stadt und des Gaues.

Reichsbauernführer Darr6 richtet sodann herz­liche Grußvorte an die Bauernführer aus der Ost­mark und dem Sudetengau, die zum ersten Male als Angehörige des Reichsnährstandes und nicht mehr alsausländische Gäste" am Reichsbauerntag teilnehmen. Mit der Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlondes, so führte der Reichsbauernführer aus, erwächst dem Reichsnährstand eine neue Aufgabe. Wir stehen hier vor ähnlichen Verhält­nissen wie wir sie 1933 im Altreich oorfanden. Mußte damals das deutsche Landvolk vor dem Untergang gerettet werden, so gilt dies in verstärk­tem Maße für das ostmärkische und sudetendeutsche Bauerntum. Dank rechtzeitig begonnener Vorberei­tungen ging die Eingliederung in den nationalsozia­listischen Staat und die großdeutsche Volksgemein­schaft reibungslos vor sich. In Zukunft wer- den die Bauern der Ostmark und des Sudetenlan­des Schulter an Schulter mit den Bauern aus dem Altreich die Ernährungsfrecheit eines größeren Deutschlands sichern und damit die besonderen Auf­gaben des Dierjahresplanes vollenden helfen.

Rur auf der Grundlage eines in feinen wirt«

doner Nichteinmischungsausschusses zu holten, das die Zurückziehung sämtlicher in Spanien kämp­fenden Freiwilligen vorsieht, bevor General Franco die Anerkennung als kriegführende Macht zuerkannt werden soll. Weiter habe man d i e La g e im Fernen Osten und die Möglichkeit, die Inter­essen der beiden Regierungen vielleicht in Zusam­menarbeit mit Amerika zu wahren, eingehend er­örtert.

Paris, 24. Nov. (DNB.) Der Präsident d e r R e p u b l i k hat ein Dekret unterzeichnet, wonach das Innenministerium interi- mistisch dem Winisterp räsid enten Da­ta d i e r übertragen wird. Die Winisterpräsi- dentschaft erklärt dazu:Streikbewegungen mit Besetzungen von Fabriken sind in den Departements Nord, Seine und Seine-Jnferieure ausgebrochen; die von der Regierung vorgesehenen Waßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung sind sofort angewandt worden. In dem Departement Nord sind 25 Fabriken, die 12000 Wann beschäftigen, geräumt worden. 3n dem Departement Seine-3nferieure sind 19 Fabri­ken oder Werkstätten ebensalts geräumt worden. 3n diesem Departement ist keine Fabrik mehr beseht. 3m Departement Seine sind 10 Fa­briken mit im ganzen 5000 Beschäftigten sofort geräumt worden. Räumungsmaßnahmen im Re- nautt-Werk sind im Gange."

Der erste Großdeutsche Vauerntag eröffnet. Tlur ein in seinen wirtschaftlichen Bedingungen gesichertes Landvolk kann seine Aufgaben erfüllen."

Bedrohliche Zuspitzung der kommunistischen Streikbewegung. Oaladier erzwingt Räumung der Fabriken in Varis und Nordfrankreich.

Oer Feind im eigenen Land

Cohn & Co. am Staatssteuer.

schaftlichen Bedingungen gesicherten Landvolkes können die volkswirtschaftlichen, sozialen und biologischen Aufgaben erfüllt werden. Unsere bisherigen Erfolge sind von unserem Führer mit ganz besonderem Dank anerkannt worden. Wenn wir in diesem Jahre eine Rekordernte einbringen konnten, ist das nicht zuletzt das Ver­dienst aller Angehörigen des deutschen Landvolkes gewesen, die wieder in unermüdlicher, harter und oft opferreicher Arbeit Außerordentliches geleistet haben. Diese Leistungen sind um so höher zu be­werten, als der Mangel an Arbeitskräf­ten im vergangenen Jahr die weitere Durchfüh­rung der Erzeugungsschlacht besonders erschwerte. Wenn unsere Maßnahmen von so großem Erfolg begleitet waren, ist das der Tatsache zu verdanken, daß wir auf dem einmal als richtig erkannten Wege unbeirrbar weitermarschiert sind. Eine gesicherte Ernährungswirtschaft wird immer die Voraussetzung bleiben für ein freies und unab­hängiges Volk. Wie eine starke Wehrmacht das Volk nach außen schützt, wird die Ernährungswirt- schaft im Innern das Fundament bleiben müssen, auf dem ein Volk sich lebensgesetzlich und wirtschaft­lich unabhängig aufbaut.

Reichsbauernführer Darre schloß mit seinem Dank an den Führer, dem wir alle unsere Erfolge zu ver­danken haben, und mit dem Gelöbnis, sich noch fa­natischer als bisher für ihn und unser Volk einzu­setzen. Nach dem Verklingen der Lieder der Nation schloß sich ein Konzert der Wehrmacht zum Besten der Winterhilfe an.

Landvolk und Schule.

Auf dem Reichsbauerntag hielt der Reichsnähr­stand in Verbindung mit dem NS.-Lehrerbund in Goslar eine TagungLandvolk und Schule" ab. Der Reichshauptabteilungsleiter des Reichsnährstan­des van Swinderen stellte hierbei fest, daß eine andere Einstellung des deutschen Menschen zum Boden und zur Landarbeit erforderlich ist. Eine solche andere Einstellung lasse sich jedoch nicht er­zwingen, sondern hier liege eine wichtige E r - ziehungsausgabe vor. Der Reichsnährstand

arbeitergewerkschast Verhandlungen eingeleitet. Ver­einbarungsgemäß zogen die Streitkräfte der Mobilgarde aus Denain ab, worauf die Streikenden die besetzten Stahlwerke räumten und in einem Umzug, der etwa drei- bis viertausend Menschen umfaßte, sich zur Bürger­meisterei begaben. Hier hielten die Kommunisten­häuptlinge Ansprachen, worauf sich die Streikenden verstreuten.

In Paris geht die Räumungsaktion in den bestreikten Metallfabriken und Automobilwerken in den jpäten Abendstunden des Donnerstag ebenfalls weiter. Nach Verhandlungen zwischen den Strei­kenden und Vertretern des polizeilichen Ordnungs­dienstes verlassen die. Arbeiter in kleinen Gruppen die Fabriken. Nach wie vor treffen jedoch vor den Werken in Boulogne und Jssy-les- Moulineaux Verstärkungen der Mobilgarde ein, da sich unter den auf den Straßen angesam­melten Arbeitern eine außergewöhnliche Verhetzung bemerkbar macht.

3n ben Renaullwerken ging die Wobil- garbe in ber Rächt zum Freitag mit Trä­nengas gegen bie Streifcnben vor. Um jeben Schraubstock unb jebe Werkzeugmaschine mußte gekämpft werben, ba bie Streikenben sich ber Schrauben unb sonstigen Eisenftücke a l s Wurfgeschosse bedienten. Rach Witter­nacht gelang es, auch bie letzten Streikenben aus ben Betrieben zu verjagen ober zu ver­haften. 3nsgefamt würben 450 Wann abgeführt. Auf Seiten ber Polizei find über 20 Verletzte zu beklagen, von benen brei einer Schäbel- operation unterzogen werben muhten.

Es besteht kein Zweifel darüber, daß diese Streik­bewegung, die zunächst in keinem unmittelbaren Zu­sammenhang mit dem von dem Gewerkschaftsver­band geplanten 24ftünbigen Generalstreik steht, einen rein politischen Charakter hat. Am Sitz der Gewerkschaftsleitung behauptet man natürlich, daß vom Gewercksthaftsverband keine Anweisungen ausgegeben worden seien. Gewiße radikale Gewerk­schaftssekretäre hätten in eigener Machtvollkommen­heit diese Streikbewegung angezettelt, um den CGT.-Verband so vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Der Verwaltungsausschuß des marxistischen Gewerkschaftsverbandes EGT. wird heute zusam­mentreten, um den genauen Zeitpunkt für den grundsätzlich beschloßenen 24stündigen Gene­ralstreik zu bestimmen. Während der kommu­nistische Gewerkschastssekretär Frachon in Rouen angekündigt hatte, daß der Generalstreik in der nächsten Woche stattfinden werde, verlautet aus ge­mäßigten Gewerkschaftskreisen, daß der CGT.-Ver­band ursprünglich diesen Generalstreik e r ft nach dem 13. Dezember, also nach dem voraussicht­lichen Wiederzusammentritt des Parlaments, durch­führen wollte. Wenn dies zutrifft, wird das Ma­növer der Kommunisten, die vor allem in der Me- tallarbeitergewerkschaft die Oberhand haben, ein­deutig klar.

Ministerpräsident D a l a d i e r hatte noch am Donnerstagabend Besprechungen m i t b e m Mili­tärgouverneur von Paris, General Bil­lotte, und dem Oberkommandierenden des Militär­bezirks von Paris und Umgebung, was darauf hinzUd-euten scheint, daß er notfalls Militär einsetzen wird, um die kommunistischen Hetzer zur Raison zu bringen.

und der NS.-Lehrerbund haben in Uebereinstim- mung mit dem Reichserziehungsministerium zur Ver­tiefung der Arbeit zunächst in jeder Landesbauern­schaft eine Kreisbauernschaft ausgewählt, in der auf gemeinschaftlichen Kundgebungen Lehrerschaft und Bauernführer in kameradschaftlicher Weise zusam­mengebracht werden. Anschließend sollen Ar­beitsgemeinschaften gebildet werden, die der Erhaltung unb Förberung ber Lanb- schule bienen sollen.

Professor Dr. h. c. Ernst Krieck (Heibelberg) stellte 14 Leitsätze für bie Neugestaltung ber Lanb- schule auf, bie davon ausgehen, baß bie Lanbschule nach Form unb Inhalt Heimatschule sein unb ben Nachwuchs zur charakterlichen unb weltan­schaulichen Reife unb zur bestmöglichen Leistungs­fähigkeit in ber bäuerlichen Lebensgemeinschaft emporführen soll. Die L a n b sch u l r e f o r m sei überhaupt ber Erstling ber nationalsozialistischen Schulreform. Das entspreche ber Grunbtatsache, daß die nattonalfozialistische Bewegung bas Bauerntum als Stamm - unb Lebensquell bes beutfchen Volkes roieberertannt hat.

Besetzung

der endgültigen Grenzen.

Einmarsch von Ordnungspolizei und Grenzaufsichtsdienst reibungslos verlaufen

R e i d) e n b e r g , 24. Nov. (DNB.) Nach ber Einigung zwischen ber deutschen unb ber tschecho­slowakischen Regierung über die Festsetzung ber Grenze wurden am Donnerstag, um 9 Uhr, auf beiden Seiten bie Behörden zurückgezogen; um 10 Uhr marschierten an den bereinigten Grenz- abschnitten bie jeweils eingesetzten Formationen zur Uebernahme des Gebietes ein. Auf deutscher Seite wurde bie Besetzung von ber deutschen Ord­nungspolizei unter dem Kommando des Befehls­habers der Ordnungspolizei in den sudetendeutschen Gebieten, Generalmajor von Pfeffer-Wil­de n b r u ch, burchgeführt. Bis auf einen Zipfel in Nordmähren, in dem bie Besatzung am Freitag­abend zum Abschluß kommt, ist der Einmarsch voll­zogen. Der verstärkte Grenzaufsichtsdienst hat sofort an ber endgültigen Grenze Posten be­zogen. Wo es sich um kleinere Dörfer ober un­wesentliche Regulierungen handelte, wurde die Ver­legung ber Grenzlinie auch allein von biesem Grenz- aufsichtsbienst vorgenommen. Die National- sozialistische Volkswohlfahrt begab sich nach der Besetzung ber Ortschaften sofort zu ben Ortsbehörben, um an Hand ber Unterlagen bie be­dürftige Bevölkerung festzustellen. Der Vormarsch auf bie endgültige Grenze hat sich reidungs - l o s vollzogen.

Nachdem bie endgültige Grenze gegenüber der Tschechei festgesetzt worden ist, hat bie Reichsregie­rung durch Gesetz vom 21. November b. I. bie staatsrechtliche Vereinigung der sude- tendeutschen Gebiete mit dem Deutschen Reich aus­gesprochen. Die sudetendeutschen Gebiete sind damit endgültig Bestandteil des Reichs, die alt­eingesessenen Bewohner d's Subetenlandes brut­sche Staatsangehörige geworben. Die

ber stets auf großes Verständnis stießen unb sich diese Männer durch Bestechungen vollkommen hörig zu machen verstanden.

Die Takttk des Judentums ging in ben zwanziger Jahren vor allem auch bar auf hinaus, bie für ihre Politik maßgebenden Stellen draußen im Lande mit ihren Leuten 3U besetzen, unb das waren' in erster Linie bie Ober- und Regierungs­präsidenten, die Polizeipräsidenten (ber Kampf ber Berliner Nationalsozialisten gegen ben jüdischen Polizeipräsidenten Isidor Weiß ist noch in aller Er­innerung), sowie sämtliche entscheidenden Stellen i n den Stadtverwaltungen. Gerade hier er­gab sich die beste Möglichkeit, eine schrankenlose Herrschaft auszuüben, ohne daß diese nach außen allzu sichtbar in Erscheinung zu treten brauchte.

Wir dürfen auch nicht Die Universitäten vergessen, auf bie das Jubentum, das sie alsHort der Reaktion" zu bezeichnen pflegte, stets ein be­sonders wachsames Auge geworfen hatte. Ein Pro­fessor Theodor Lessing, ber an ber Technischen Hochschule in Hannover wirkte, konnte ungestraft in seinen 1929 erschienenenKriegserinnerungen" fol­gendes schreiben:Es gelang mir, mich zu drücken. Durch vier Kriegsjahre mußte ich alle Monate zur Musterung. Die Ausmusterungen wurden immer strenger. Ich verwandte immer neue Listen, um ber Front zu entgehen." Und ein Professor Emil Julius G u m d e l, der an der Universität Heidel­berglehrte", schrieb in einer BroschüreVier Jahre politischer Mord" über das Diktat von Versailles unter anderem folgendes:... Endlich hat die Entente so ziemlich in allen Punkten nachgegeben, wo sie hätte nicht nachgeben sollen. Als Beispiel diene die Auslieferungsfrage. Die Entente hätte diese Forderung niemals stellen sollen. Wenn sie aber schon gestellt war, so hätte sie auch burchgeführt werben müssen, ba sonst alle nationalen Instinkte erweckt wurden, ohne daß dem verletzten Recht Ge­nüge geworben ist. Auch in ber Entwaffnungsfrage hätte bie Entente schärfer vorgehen bürfen ..." Und eine weitere Aeußerung:... das Kriegerbenkmal des beutfchen Soldaten ist für mich nicht eine leicht bekleidete Jungfrau mit ber Siegespalme in ber Hand, sondern eine einzige große Kohlrübe!"

Diesen schamlosen Aeußerungen stand in den gan­zen Jahren würdig zur Seite bie Haltung jener führenben Juden, die in ber gesamten marxistischen und demokratischen Presse die erste Geige spielten. Ehre, Treue und Liebe zum Vaterland wurden in den Schmutz gezogen, Pazifismus unb Landesver­rat bagegen hochgehalten. Bis zur Machtübernahme hat sich das deutsche Volk diese schamlosen Angriffe auf seine nationale Würde und Ehre gefallen las­sen müssen. Erst der Nationalsozialismus Adolf Hitlers hat mit diesen Verrätern, deren verderbliches Wirken wir niemals vergeßen dürfen, gründlich aufgeräumt unb dafür Sorge getragen, baß nur Deutsche die Interessen des deutschen Volkes ver­treten dürfen D. S.

nähere Regelung des Erwerbs der deutschen Staats­angehörigkeit ergibt sich aus dem deutsch-tschechischen Staatsangehörigkeitsabkommen. Das Gesetz ist im Reichsgesetzblatt verkündet worden.

Ungeflorfe politische Lage in Ungarn.

Budapest, 24. Nov. (Europapreh.) Das un­garische Abgeordnetenhaus, das nach der von der Opposition erzwungenen Tagesordnung mit ber Aussprache über bie Regierungserklärung beginnen sollte, würbe sofort nach Eröffnung ber Sitzung burch ein Hanbschreiben des Reichsverwesers auf eine Woche vertagt. Das RegierungsblattEstt Ujsag" weist auf bie unnatürliche Lage hin, daß Politiker, bie stets ben rechtsnationalen Gebauten Der treten hätten, sich jetzt plötzlich auf ber linken Seite befänden in der Gesellschaft ber Vertreter bes liberalen Großkapitals und ber Sozialdemo­kraten. Wie sich die Zukunft auch immer gestalten möge, Ungarn könne auch weiterhinnur im Zei­chen einer klaren christlich-nationalen unb völkischen Politik" regiert werden. Der endgültige Sieg des rechtsnationalen Gedankens könne durch nichts mehr aufgehalten werben. Weiter meint das Blatt, daß die in der Regierungspartei eingetretene Spaltung nicht von langer Dauer sein werde, um so mehr, als die Zusammenarbeit ber ausgeschiedenen Abge­ordneten ber Regierungspartei mit linksgerichteten Kräften von b'er öffentlichen Meinung verurteilt werbe. Bei ber kritischen Abstimmung im Abge- crdnetenhaus hätten sämtliche 13 nichtari­schen Mitglieder des Hauses gegen bie Regierung gestimmt, währenb sich unter ben für die Regierung ftimmenben Abgeordneten kein einziger Jude ober Halbjube befunden habe.

Polen löst die Freimaurerlogen auf.

Warschau, 24. Nov. (DNB.) Der polnische Staatspräsident hat ein Gesetz erlassen, das Frei­heitsstrafen, in besonderen Fällen sogar dieTodes- strafe vorsieht für Vergehen gegen bie Interessen des Staates, Arbeitsstörungen in ber Rüstungsin­dustrie, öffentliche Verbreitung von Falschmewun- gen, bie das Vertrauen in bie polnische Währung und in ben öffentlichen Kredit erschüttern, Auf­wiegelung zum Generalstreik, Einstellung ber Le­bensmittellieferung in bie Städte u. a. Ein weiteres Gesetz verfügt die Auflösung aller frei- mauerischen Organisationen. Das Ver­mögen soll der öffentlichen Wohlfahrt zugute kom­men. Ihre Archive und Urkunden werden dem Staate zur Verfügung gestellt. Das Gesetz sieht Freiheitsstrafen für die Zugehörigkeit zu freimaue- rischen Verbänden und die Unterstützung solcher Verbände vor.

Zudenleindliche Kundgebungen in Johannesburg.

Johannesburg, 25. Nov. (Europapreß.) Hefttge judenfeindliche Kundgebungen brachen nach einer nationalistischen Kundgebung in Johannes­burg, ber Hauptstadt ber Südafrikanischen Union, aus. Eine Menschenmenge rannte burch die Straßen,

Beschlag belegt. Staatssekretär für Reichsernäh­rung war ber unabhängige sozialbemokratische Ema­nuel Wurm, im Reichsschatzamt saß als Staatssekre­tär Dr. Schiffer, im Reichsjustizamt als Staatssekre­tär Dr. Oscar Cohn. Das maßgebendste Ministe­rium, bas Reichsamt des Innern, wurde Hugo Preuß übertragen. Auch als bas erste parlamenta­rische Kabinett am 13. Februar 1919 gebilbet mürbe, saßen darin fünf Nichtarier: Eugen Schiffer, Hugo Preuß, Otto Landsberg, Georg Gothein unb Dr. Bernhard Dernburg. In den meisten Regierun­gen ber beutfchen Länder sah es nicht viel anders uns, in Preußen und Bayern waren die Juden höchstens noch stärker vertreten. Am bezeichnend­sten aber war, daß überall da, wo ber Rabikalis- mus mit bem Erreichten noch nicht zufrieben war, Juben bas große Wort führten.

Daß bies auf keinen reinen Zufall zurückzuführen ist, zeigt zur Genüge die Rolle, die die Juden in den Jahren.von 1914 bis 1918 gespielt haben. A l s Träger des Defaitismus traten sie überall in Erscheinung, die von ihnen ins Leben gerufenen Organisationen, wie der besonders einflußreiche BundNeues Vaterland" (späterDeutsche Liga für Menschenrechte") trugen dafür Sorge, daß das Gift der Zersetzung in immer weitere Kreise ber Bevölkerung getragen würbe. Ein Gipfelpunkt bie- ser planmäßigen Zersetzung bildete jener Satz des Vorwärts" am 20. Oktober 1918 (Hauptschrift­leiter war ber Jude Friedrich Stampfer), ber wie folgt lautet:Deutschlanb soll das ist unser fester Wille als Sozialisten seine Kriegsflagge für im­mer streichen, ohne sie das letzte Mal siegreich heim­gebracht zu haben." Als es darum ging, ob das Versailler Friebensbiktat unterschrieben werben sollte ober nicht, ba standen an der Spitze der Männer, die sich für eine bedingungslose Abnahme dieser Deutschlanb auf ewig knechtenden Forderun­gen einsetzten, Juden, Juden unb nochmals Juben. Hilferbing, Stein, Haase und andere mehr waren es, die in Zeitungen und Zeitschriften der Linken dafür eintraten, dieses Dokument ohne weitere Vor­behalte zu unterzeichnen.

Wir haben eingangs auf eine Anzahl von Juden hingewiesen, bie 1918 unb 1919 sofort leitende Aemter für sich mit Beschlag belegten. Wer sich ber Verhältnisse erinnert, wie sie im Anfang und im Verlauf ber zwanziger Ihre herrschten, der weiß, daß bas Judentum auf einmal in ber Besetzung ber maßgebenben Ministerposten eine gewisse Zurück­haltung zu üben begann. Gewiß traf man noch ge­nug Juden hingewiesen fei nur auf Rathenau und Hilferbing aber bie Tatsache, baß selbst weite Kreise ber sozialbemokratischen Arbeiterschaft die Besetzung aller Spitzenstellen durch Juden zu kritisieren begann, gab Veranlassung zu einer ge­wissen Kursschwenkung, bie jedoch nur äußerer Natur war. Denn wir wissen, bah alle bie Männer ber marxistischen Parteien, bes Zentrums usw., die

ment ber Zusammenarbeit ber beiden Staaten in ihrer Politik der Befriedung unb Ent­spannung. Auf dem Gebiet der Landesver­teidigung seien die großen Linien einer neuen Angleichung aufgestellt worden. Es werde je­doch in erster Linie Aufgabe ber Sachverständigen sein, bie praktischen Schlußfolgerungen daraus zu ziehen. In der spanischen Frage habe es ben Anschein, als ob beibe Regierungen beschlossen hätten, sich vorläufig cm bas Abkommen des Lon-

Es war kein Zufall, baß in ben Novembertagen I bem Jubentum nicht jederzeit zu Willen gewesen des Jahres 1918 mit einem Schlag an allen ent- waren, sofort gestürzt und durch dem Judentum - - - - -- " -' Hörige ersetzt worden waren. Besonders stark trat

das bei den engen Verbindungen zutage, bie jeweils zwischen ben Männern der Regierung und den neuenGrößen" der Wirtschaft, sprich: Schieber, offensichtlich wurden. Barmat, Kutisker, Sklarek unb andere mehr waren es, bie mit ihren Wünschen an ben leitenben Stellen des Reiches und der Län-