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schuf. Die Bornheimer sind also gewarnt! ImMu­sterländle" gibt es neben dem Freiburger Groß­kampf noch zwei weitere Treffen. Der SV. Wald­hof hat Borussia Fulda zu Gast und der V f B. Mühlburg empfängt den Hessenmeister FC. Hanau 93. Waldhof wird sicher gewinnen und Mühlberg hat gegen die Hanauer, die bisher nicht überzeugen konnten, eine gute Chance. Württem­bergs Meister VfB. Stuttgart wird gegen Phönix Karlsruhe keinen leichten Stand haben und im Ulmer Stadion wird es zwischen SSV. Ulm und SpVgg. Fürth auch eine harte Auseinandersetzung mit ungewissem Ausgang geben. Badens Meister, der VfR. Mannheim muß ins Rheinland zu Blau- Weiß Köln reisen. In der Kölner Gegend wird ein guter Fußball gespielt, das wird man auch im Lager der Rasenspieler wissenl In Bayern hat es der starke Gauliga-Neuling Neumeyer Nürnberg mit den Stuttgarter Kickers zu tun und Bayern München trifft auf Union Böckinge'n.

Von den Spielen im Reich seien genannt: Victoria Hamburg Schalke 04, Beuthen 09 Berliner SV. 92, 1. SV. Jena Hertha-BSC. Berlin, VfB. Peine Hamburger SV., Arminia Bielefeld gegen Holstein Kiel, TV. Lübeck Fortuna Düsseldorf, Dessau 05 Bewag Berlin und Preußen Greppin gegen Dresdner SC. Eine besonders schwere Auf­gabe steht dem Pokalinhaber Schalke in Hamburg bevor!

Handball:

Brigade -147Standarte 445 42:2

Die Mannschaft des Stabes der SA.-Brigade 147 setzte am gestrigen Mittwoch die Reihe ihrer Spiele fort. Gestern in den Abendstunden trat man nun im Handballspiel gegen eine Mannschaft des Stabes der Standarte 145 (Büdingen-Nidda) in Nidda an und landete einen sicheren und eindrucksvollen Sieg. Das Spiel wurde auf dem iyllisch gelegenen Platz unweit dem Schwimmbad und vor einer stattlichen Anzahl Zuschauern ausgetragen. Die Mannschaften traten sich in folgenden Aufstellungen gegenüber: Stab Brigade 14 7:

Heuser Eisenbach Gebauer Schreier Küthe Roth Schwarz Jakob Vogt Adler Baumstieger Bechtold Wolf Vetter Schädlich Hechler Kaltenschnee Richardt Geist Gernandt Jäger

Spengler

Stab Standarte 14 5.

Das Spiel begann mit einer Ueberraschung in­sofern, als die Gastgeber bereits in der ersten Mi­nute in Führung gingen. Aber rasch änderte sich das Bild. Die Gießener Elf ließ sich nicht bluffen und griff ihrerseits sofort energisch an. Es dauerte

nur Minuten, bis der Ausgleich gefallen war. Dann wurde auf 2:1 erhöht und schließlich fiel in kur­zem Abstand'ein dritter Treffer. Schon jetzt war klar zu erkennen, daß die Gießener Mannschaft die einheitlichere Leistung zeigte und vor dem Tor ent­schlossener und sicherer war, als die Mannschaft der Standarte. Die Büdinger kamen noch auf 3:2 t)er= an, aber dabei sollte es für die Folge für sie auch bleiben. Mit 5:2 für Gießen wurden die Seiten gewechselt.

Trotz aller Anstrengungen der Gastgeber, und nachdem nun die Gäste gegen die Sonne zu spie­len hatten, änderte sich am Bild des Kampfes nichts. Die Elf der Brigade blieb weiterhin eindeutig über­legen. Die Zusammenarbeit bei dem Gegner ließ zu wünschen übrig, auch waren einzelne Spieler in der Fangtechnik nicht so sicher. Die Gießener pfleg­ten ein taktisch kluges Spiel, einzelne Spieler stell­ten sich immer wieder geschickt frei, rasch wurden die Angriffe vorgetragen und so blieb es nicht aus, daß Tore fielen. Dabei wurde mancher Ball vom gegnerischen Torwart in großartiger Manier gehal­ten. Auf der anderen Seite hatten die Männer der Standarte 147 mit ihren Torschüssen reichlich viel Pech. Das an interessanten Kampjmomenten reiche Spiel endete mit dem Ergebnis von 12:2 Toren für den Brigadestab.

Aus aller Wett.

400 Jahre Tiefsee-Kabel.

Am 21. August waren es 100 Jahre her, daß ein englischer Erfinder in seinem kleinen Londoner Büro mit seinem Blaustift auf einer Landkarte den alten mit dem neuen Kontinent verband und auf den weißen Rand der Landkarte schrieb:Entwurf einer Tiefseekabelverbindung im Atlantischen Ozean". Den Worten folgte erst 12 Jahre später die Tat, als im August 1850 das erste Tiefsee­kabel zwischen England und Frankreich im Aerrnelkanal gelegt wurde. Diese erste Kabellegung auf hoher See wurde nicht ohne erhebliche Schwie­rigkeiten bewerkstelligt. Nach einer Reihe weiterer Versuche und Fehlschlägen wurde 1857 mit eng­lischem und amerikanischem Kapital die erste Uebersee-Kabel-Kompanie gegründet, die mit dem Legen des ersten Tiefseekabels zwischen Irland und Neufundland begann. Nach einer Reihe von Fehlschlägen war schließlich am 21. August 1858, die erste Kabelverbindung zwischen der alten und neuen Welt hergestellt. 2172 Seemeilen Kabel, 116 Tonnen Kupfer, 250 Tonnen Guttapercha und 1687 Tonnen Stahl wurden dabei verwendet. Die erste Tiefseekabeldepesche, in der die Königin Vik­toria von England den damaligen amerikanischen Präsidenten zu dem großen Erfolge beglückwünschte,

Die Mannschaft der Brigade 147:

Kniend (von links nach rechts): Küthe, Heu­ser, Schreier, Roth, Baum­stieger.

Stehend (von links nach rechts): Adler, Eisen­bach, Schwarz, Gebauer, Jacob, Vogt.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

D

Lugend im Meisterschastskanipf.

Geleitwort des Gauleiters Sprenger

zu den Deutschen Zugendmeisterschasten 1938.

rnit dem Wunsch, daß die Deutschen Zugendmeisterschasten 1938 auf dem Gebiete der Leibesübungen ein bedeutsamer Fortschritt zu dem HochzielEin Volk in Leibes­übungen" sein werden, heiße ich die Zungen und Blödel, die sich aus diesem Anlaß in Frankfurt am Blain in hartem Wettkampf messen, in der Hauptstadt des Gaues Hessen-Nassau herzlich willkommen.

Die Austragung dieser Wettkämpfe wird wiederum unter Beweis stellen, daß im nationalsozialistischen Deutschland Adolf Hitlers alle Gebiete unseres Lebens ausschließlich von der nationalsozialistischen Bewegung ersaht werden. Als wesent­licher Faktor zur Erziehung der deutschen Zugend, als Wittel zur Erreichung natio­nalsozialistischer Hochziele mögen die Deutschen Zugendmeisterschasten 1938, die als glücklicher Auftakt des großen Appells in Nürnberg durchgeführt werden, der deutschen Geisteshaltung von der Einheit von Körper und Seele stolzen Ausdruck verleihen.

Sprenger.

war 30 Stunden unterwegs. In Neuyork wurde das denkwürdige Ereignis durch ein Riesenfeuer­werk gefeiert, wobei in die allgemeine Begeisterung ein Wermutstropfen fiel: das Neuyorker Rathaus geriet nämlich dabei in Brand.

Postkutschen in der Saarpfalz.

Das Reichspostministerium hat, wie gemeldet, die Einrichtung von 16 P o ft k u t s ch e n l i n i e n be­schlossen. Die Sacnpfalz wurde mit zwei Linien dieser Art berücksichtigt. Die erste führt über Ann- weiler nach Klingenmünster, die zweite von Mer- zig-Drausbach nach Mettlach. Durch diese beiden Linien werden außerordentlich idyllische Land­schaften erschlossen.

An einer Wurmet erstickt.

Beim Spielen mit anderen Kindern nahm das achtjährige Söhnchen der Familie Siegel in Seligenstadt am Main eine Murmel in den Mund und verschluckte sie. Der Junge wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, doch starb er bereits auf dem Transport den Erstickungstod.

Rassenschänder zu Zuchthaus verurteilt.

Die Koblenzer Strafkammer befaßte sich mit einem üblen Burschen, der, obwohl deutschblütig, ein Verhältnis mit einer Jüdin unterhielt. Es han­delt sich um den 34jährigen Friedrich E. aus Aren- berg, der vor einiger Zeit wegen Rassen- schände in Haft genommen wurde. Vor Gericht wollte er sich mit der Lüge herausreden, daß ihm die Jüdin ihre Rassezugehörigkeit verschwiegen habe. Die Beweisaufnahme ergab jedoch einwand­frei, daß der Angeklagte genau gewußt hat, mit wem er es zu tun hatte. Die Jüdin hatte ihm u. a. Einblick in ihren Briefwechsel mit ihren Angehöri­gen gegeben, aus dem die Rasse^ugehörigkeit klar heroorging. Der Angeklagte wurde wegen fortge­setzten Verbrechens gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre zu einem Jahr und vier Monaten Zuchthaus ver­urteilt. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren abge­sprochen.

Die Oder führt Hochwasser.

Der in Oberschlesien seit Sonntag ununterbrochen niedergehende Regen hat der Oder Hochwasser gebracht. Während in Ratibor noch am Sonntag der Wasserstand knapp über 2 Meter betrug, mürben am Mittwoch früh 5,75 Meter gemessen, und in den Abendstunden überschritt der Wasserstand die 6-Meter-Grenze.

Hochwassergefahr in Polen.

Durch anhaltende Regenfälle sind die Flüsse in vielen Kreisen Westgaliziens über die Ufer ge­treten. Der Schaden auf den Feldern ist groß. Der Eisenbahnverkehr ist stellenweise lahmaeleat. Da die Regenfälle anhalten, ist ein Hilfsausschutz ins Le­ben gerufen worden. Durch Einsatz von Militär soll weiterer Ausdehnung der Gefahr entgegenge­treten werden.

Line französische Erstbesteigung.

Wie sich derTemps" aus Grenoble melden läßt, gelang es zwei französischen Bergsteigern, den Rateau en Oisans (3092 Meter) im Massiv der Meije auf der Nordseite erstmalig zu ersteigen. Das Unternehmen wurde durchgeführt von zwei Klei« terern aus dem Oisans, Fourastier und Ma« dier de Champvermeil. DerTemps" oer* gleicht diese Erstbesteigung mit der der Eiger-Nord* wand.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 25. August.

12 Uhr: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15k Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittags* konzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeit­geschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19:' . Allerlei vom Sport der Woche. 19.10:Mozart in Frankfurt". Hörspiel. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien. Die Kokospalme in Neu- Guinea. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24: Nacht­konzert. 2 bis 3: Nachtmusik.

Freitag, 26. August.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym­nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nachrichten. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Steh­aufmännchen. 10: Schulfunk. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Kleines Konzert. Goethelieder von Joh. Friedr. Reichardt. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unter­wegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.30: Leier und Schwert. Zum Ge­denken des Freiheitsdichters Theobor Körner an­läßlich seines 125. Tobestages. 20: Nachrichten. 20.15: Spanisch-Ungarisches Konzert. 22: Nachrich­ten. 22.30: Tanz unb Unterhaltung. 24: Nacht­konzert. Nachtmusik.

Oie Geburi ihres Töchterchens Marianne zeigen hocherfreut an

Hilde Lust

Dr. med. Ernst Ludwig Lust

Somberg (Oberhessen), 20. August 1938

_____________________________________________________________5467D

STADTTHEATER GIESSEN

Montag, den 29. August 20 Uhr:

Einmaliges Gastspiel mit Berliner Ensemble

Hilde Hildebrand

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Städtisches Volksbad Giefien

Die

Schwimmhalle des Volksbades ist ab Freitag, den 26. August 1938, von vorm. 9 Uhr an wieder geöffnet!

--------------5466 A

Bekanntmachung.

Betr.r Durchführung der Hbstbaurnzähluna 1938 in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg.

In der Zeit vom 1. bis 19. September 1938 findet auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Er­nährung und Landwirtschaft eine Obstbaumzähtung statt. Die Zählung erstreckt sich auf alle Obstbäume und Beerenobststräucher, die sich auf dauerndemStand- ort befinden. Alle^ Baumbesitzer werden aufgefor­dert, die Zahl ihrer Obstbäume, getrennt nach Obst­arten, festzustellen. Das Ergebnis dieser eigenen Zäh­lung ist niederzuschreiben und dem in den nächsten Tagen vorsprechenden Zähler zu übergeben.

Dabei sind gesonderte Angaben erforderlich für:

1. noch nicht tragfähige Bäume,

2. tragfähige Bäume,

3. abgängige (absterbende) Bäume.

Außerdem ist noch anzugeben, wo die Bäume stehen, und zwar:

1. auf Baumstücken, Feldern, Wiesen oder Plan­tagen,

2. an Straßen oder Wegen,

3. in Kleinaärten, Hausgärten oder der Selbstver­sorgung oienenden bäuerlichen Obstgärten.

Auf Grund der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. 7.1923 sind alle Besitzer zur Auskunft über ihren Bestand an Obstbäumen und Obststräuchern gesetzlich verpflichtet, die Zähler find zum Betreten von Grundstücken berechtigt. Die Erhebung dient lediglich statistischen Zwecken. Die Einzelangaben der Auskunftspflichtigen unterliegen dem Amtsgeheimnis und dürfen insbesondere nicht für Zwecke der Steuer­veranlagung verwertet werden. 5464C

Gießen, den 23. August 1938.

Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus.

Bekanntmachung.

Grummetgrasversteigerung der Stadt Gießen. INontag, den 29. August 1938.

Um 8% Ahr (Zusammenkunft bei den städtischen Wiesen an der Straße RödgenGroßen-Buseck) von den Wiesen in den Gemarkungen Großen- Buseck und Rödgen sowie der Wiesen am Büge­eck und Schinderseck.

Um 9/< Uhr (Zusammenkunft an der Anneröder Straße) von den Wiesen im Utersbrunnen.

Um 10 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration Zur Stadt Lich", Licher Straße 59) von den Wiesen im Heegstrauch, Ohleberg, am Weiher, der Insel, von den Wiesen im Wiesecktal an der Eselswiese, drei Wiesen beim Schlachthof sowie zwei Wiesen am (Bleiberger Weg.

Steigliebhaber, welche die Wiesen zu besichtigen wünschen, wollen sich an den Wiesenmeister Klos, Bückingstraße 4, wenden. 5465A

Gießen, den 23. August 1938.

Der Oberbürgermeister. 3.23.; Nicolaus.

tGLORlifll

I PQLQST Giessen*

Heute Donnerstag Erstaufführung

IMPERIO ARGENTINA

NACHTE

Ein Ufa-Film nach der NovelleCarmen** von Prosper M6rim6e. - Für den Film bear­beitet von Florian Rey. - Mit: 6469a

FRIEDR. BENFER / KARL KLÜSNER

ERWIN BIEGEL / KURT SEIFERT

ERNST LEGAL / MARGIT SYMO

Wie ein süßer, schwerer Wein berauscht uns dieses Spiel der Liebe. Imperio Argentina ist so sehr der Inbegriff der Carmengestalt, daß man sich keine schönere, temperamentvollere und begabtere Frau in dieser Rolle vorstellen kann. Sie singt, tanzt und spielt mit dem über­legenen Bewußtsein ihr. unvergleichl. Scharms

SPIELLEITUNG: HERBERT MAISCH

Beiprogramm / Ufa-Ton-Woche