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Donnerstag, 25.2luguftiv38

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für OberWen)

Nr.198 Zweites Blatt

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Großbaustelle Kirchenplatz

Aus der Stadt Gießen

hohen Aufwendung^ spannung wegen b:

während er selbst der Bedeckung den Rückweg ab= chneiden wollte. Die Wagen wurden bald eingeholt; die französischen Infanteristen aber warfen sich in die Gräben zur Seite der Straße und feuerten auf die Husaren. Es war sehr schwierig, die aus dem Gehölz und den Gräben schießenden Franzosen unschädlich zu machen, die den ihnen gebotenen Pardon scheinbar annahmen und, wenn ein Husar heranritt, das Gewehr abzunehmen, es auf ihn ab-

Freund auf Stroh gebettet lag. Ich bat kniend im Gebet, daß sein Geist meinem Herzen Beruhigung sende und mir den alten Mut wiedergeben möge. Die Freunde, die hereintraten, erinnerten daran, daß ich für die Eltern die Brieftasche aufbewahren möge. In ihr fanden wir mit Bleistift geschrieben das ,Schwertlied', dasselbe, von welchem wir noch bei der letzten Nachtwache gesprochen. Außerdem nahm ich von seinem Halse eine Schnur mit einem österreichischen, durchborten Zwanziger, welchem ihm die Braut (Antonie Adamberger) einst als schützen­des Amulett umgebunden hatte.

Das Haupt mit einem Eichenkranze geschmückt, ein ernster Friede lag über die edlen Züge des Gesichtes ausgebreitet, volikräftig in jugendlicher Schöne lag er da, dem'Anscheine nach mehr noch dem Leben, als dem Tode angehörig: keine Leichenblässe, keine

soll, und doch besitzt die Vorstellung geradezu magische Kraft. Namentlich in den ersten Tagen der Ziehung. Man wird sich selbstverständlich ein hüb­sches Haus bauen, das ist ganz sicher. Garage dabei für einen erstklassigen Wagen, versteht sich. Und dann wird man erst einmal auf Reisen gehen. Kleine Weltreise vielleicht, Gott, man kann es sich ja leisten ...

Unterdessen vergehen die ersten Tage der Ziehung ziemlich schnell. Das hat keineswegs was auf sich.

25. August. . , .

Am 26. August wurde bei Tagesanbruch von den Wachtposten die Ankunft eines beladenen feindlichen Wagenzuqes unter einer starken Jnfanteriebedeckung gemeldet. Major Lützow ließ sofort Kosaken aufsitzen, um anzugreifen und den Transport auszuhalten^

Das Gesicht des Kirchen- Platzes erfährt in diesen Wochen und Monaten entscheidende Wandlun­gen. Nach dem Abbruch wurden die Neubauarbei­ten mit großer Energie in Angriff genommen. Die Neubauten sind weit gediehen. Jetzt sind schon die Säulen zu sehen, die Rundbogen sind im Bau, die Mauern der Häuser wachsen herauf. Unser Bild zeigt den augen­blicklichen Stand der Ar­beiten.

(Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Unser Bild gibt ein Bildnis des Dichters von Dora Stock aus der Berliner National-Galerie wieder.

(Scherl-Bilderdienst-M.)

Und bringst du mir", fragte ich,heute kein neues Lied mit für unsere Feldkapelle?"Das Ding ist nicht fertig zu Papier gebracht, aber schon zurecht gelegt; auch etwas Melodie dazu summt mir im Kopfe herum; sobald der Tag graut, werd ich's aufschreiben, dann sollst du's haben." Jetzt mahnte er sich selbst, daß es Zeit sei, aufzubrechen, da ihm Lützow gesagt, sich in aller Frühe fertig zu halten; es 'wird was los sein, meinte er und wir werden

Nun begab ich mich zum letzten Abschiede noch einmal in das Kämmerlein, in welchem der entseelte

Hochschulnachrichten.

Professor Dr. Karl Bohnenberger, der seit 1930 im Ruhestand lebende Ordinarius der beut« schen Sprache und Literatur an der Universität Tübingen, vollendet am 26. d. M. sein 75. Le­bensjahr. 1888 wurde ihm eine Bibliothekar« stelle an der Universitätsbibliothek Tübingen über­tragen, sechs Jahre später habilitierte er sich. 1912 wurde er zum o. Honorarprofessor, 1921 zum Or­dinarius ernannt. Bohnenbergers Hauptarbeit^ gebiet war die Mundartenforschung

Der nb. ao. Professor Dr. med. Rudolf Thiele in Greifswald ist unter Berufung in das Be- amtenverhältnis zum ordentlichen Professor auf Lebenszeit ernannt worden: ihm wurde der Lehr­stuhl für Psychiatrie und Neurologie an der Um- oerfität Greifswald übertragen; Prof. Thiele wurde zum Direktor der Greifswalder Psychiatrischen und Neroenklinik ernannt.

Das Große Los.

Im Vertrauen gesagt: ich spiele natürlich auch. Nur ganz im stillen, gewissermaßen als Unbe­teiligter mit Rückversicherung. Es ist ein schönes Gefühl, bei Erörterungen über das Große Los mit reservierter Miene dabeizusitzen und den Rede­schwall anzuhören. Plötzlich sagt man bann mit gähnenbem Munbe:Wovon ist eigentlich die Rede? Ach so, vom Großen Los. Kinder, wißt ihr euch denn wirklich nichts anderes zu erzählen als diese .ollen Kamellen? Ober, noch ein Helles." Und während der Ober eilfertig das leere Glas ergreift, wird man mit mißbilligenden Redewendung über­schüttet:Du hast es nötig, dich aufzuspielen." Sei bloß still, es verlangt ja keiner von dir, daß du zuhörst."Wenn es dich nicht interessiert, uns interessiert es jchon."

Und ob es mich interessiert. Daß ich es nur ge­stehe: Ich sehe mir die Ziehungslisten immer sehr genau an. Man kann nie wissen, ob einem nicht mal die Dame Fortuna zublinzeln will. Und bann ist es auf alle Fälle besser, ich bin schon unter­richtet, wenn ber Einnehmer seine Nachricht schickt. So ein Lotterieeinnehmer hat es überhaupt ganz ausgezeichnet, er braucht feinen Schützlingen nur freubige Mitteilungen zu geben, die weniger freudi­gen verstehen sich ohnehin am Rande.

Natürlich ist es vor allen Dingen das Große Los, um das die Erwartungen kreisen wie Bienen um süßen Honig. Eigentlich läßt es sich kaum vor­stellen, was man mit einer solchen Summe anstellen

Weltlicher Wunsch im Heiligtum.

Im Oberbayrischen treffe ich eine kleine Kapelle, Schlicht und einfach, wie aus der Spielzeugschachtel eines Riesenkindes genommen. Da steht sie am Wege, hat sich einen kleinen offenen Glockenturm aufgesetzt und schweigt dahin zwischen Vergangen­heit und Gegenwart. Drinnen ist sie kalkweiß. Der Altar wirkt wie ein leuchtendes, schimmerndes Ra­senstück mit Blumen durchsprenkelt.

Ich sehe zur Seite. Die rechte Kirchenwand ist bekritzelt. Namen und wieder Namen. Diese Wand­kritzeleien ziehen mich an mit einer lächerlichen Ge­walt. Ich habe auf einmal die Empfindung, als ser ich nicht mehr allein in dem kleinen, schmucklosen Raum. Und da kichert mich ein richtig geschriebener Satz an:Wir wünschen eine herrliche Zukunft nebst Heirat. Mia und Gunda".

Wie aus Herzenseinfalt niedergeschrieben, der weißen Kirchenwand fromm anvertraut, so wirkt dieser Wunsch.

Nun gehe ich wieder hinaus in den sonnigen Tag. Die Kapelle bleibt schweigend hinter mir. Ein verwaistes Gebet. In das helle, flimmernde Berg­licht denke ich mir die Gesichter von Mia und Gunda hinein. Kaum habe ich das fertiggebracht, da fängt wahrhastig die Kapelle an zu läuten. Scheppernd, lauter kindliche Glockentöne, die den Berg hinauf­schweben und für die Krüppelkiefern, für die Blu­men und Gräser des Berges allein weiterläutem Max Jungnickel.

euerten. (

Da sprengte Theodor Körner heran und wurde ( Zeuge, wie die Franzosen verräterisch vorgingen. In höchster Entrüstung rief Körner:Die Halunken! Wer ein braver Kamerad ist, folgt mir!" So sprengte er auf seinem Schimmel mutig vorauf, über den Graben dahin, woher die Schüsse gefallen. Ihm zur Seite folgte der Oberjäger Helfritz, von Herz und Faust ein Pommer, wie es keinen tüchtigeren geben konnte, einige andere schlossen sich an, es wurden mehrere Gefangene gemacht, allein die Reiter waren in dem Gehölz zu sehr im Nachteil gegen die feind- ; lichen Tirailleurs, welche im Gebüsch und hinter Baumstämmen sich verbergen konnten. Mehrmals 1 ließ ber Rittmeister Appell blasen, ohne daß die Freiwilligen dem Zurückrufe Gehör leisteten. Auf den kühnen Reiter, der mit lautem Zuruf auf leuch­tendem Schimmel den anderen voraufritt, wurden vornehmlich die feindlichen Schüsse gerichtet; dies hielt ihn nicht zurück, die Feinde aus ihrem Der- , steck aufzujagen. Da fällt aus dem Dickicht ein Schuß, trifft in das Herz, und der für Freiheit und Vaterland begeisterte Sänger und Kämpfer finkt zum Tode verwundet vom Pferde und färbt mit seinem Herzblute die grüne Heide von Rosenhagen.

Die Freunde sprangen herbei, und während Hel­fritz sich um den Verwundeten bemüht, rächen die anderen seinen Tod, so daß keiner der Feinde ent­rinnt. Noch einmal schlägt Theodor die blitzenden, blauen Augen auf:Wird wohl nicht viel zu be­deuten haben", so sucht er die Kameraden zu be­ruhigen; bald darauf mit einem letztenLebt wohl! haucht er seine Heldenseele aus.

Unterdessen war es heller Tag geworden", er­zählt der von der' Feldwache zurückkehrende Freund weiter,ich sah aus dem Gehölz eine Anzahl Wa­gen unter Bedeckung unserer schwarzen Husaren und Kosaken kommen, dazwischen gefangene, verwundete Franzosen; kein Schuß fiel mehr, aber nicht allzu fern von mir galoppierte lautwiehernd Theodors Schimmel in der Heide umher, ohne seinen Reiter, und nun wußte ich alles ... Sie brachten ihn aus dem Gehölz getragen nach der Landstraße, alles sprachlos, bleich vor Schmerz, uns gebrach es an Worten und an Tränen. Seine Hand war schon er­kaltet, aber das Herz bewahrte noch Lebenswärme, die Augen waren geschlossen. Wir hoben den Leich­nam auf einen Wagen, auf welchem man ein Stroh­lager bereitet hatte, ich wich nicht von seiner Seite.

'Wir brachten den Leichnam in ein der Landstraße zunächst gelegenes Bauernhaus in dem Dorf Wöb­belin Die Aerzte untersuchten die Wunde und gaben uns den Trost wenigstens, daß die Kugel ihn auf der Stelle getötet haben müsse, da sie unter der Herz­grube bis in das Rückenmark gedrungen sei. Von seinen vertrauteren Freunden und Landsleuten schlossen sich Ackermann, v. Nostiz und v. Tummel an mich an, um eine Grabstätte auszuwählen und eine angemessene Leichenfeier anzuordnen. Zwei Schreiner von der Kompanie, bei welcher Theodor eingetreten, gingen sogleich daran, einen Sarg für ihren Leutnant zu zimmern. Unterdessen hatten wir ganz in der Nähe auf der Feldflur zwei einzelne hohe Eichen bemerkt und unter ihrem Schatten die Stätte ausgewählt für das Grab unseres geliebten Waffenbruders. In dem Bauernhöfe waren andere Freunde beschäftigt gewesen, Kränze von Eichen­laub zu winden und ein Paradebett aufzubauen, auf welches der Sarg gestellt werden sollte.

einen Hauptcoup ausführen.

Ich geleitete Theodor durch das Lager zur Muhle, wo das Hauptquartier war. Beim Abschiede ergriff mich eine ganz ungewöhnliche Wehmut, ich schloß den Freund krampfhaft fest in meine Arme, als er mir gute Nacht wünschte, ich drückte ihn unter hef­tigem Schluchzen an mein Herz mit dem ahnenden Vorgefühl, daß dies unsere letzte Umarmung fei, was ich dem Freunde nicht verhehlte. Er verwies mir solche törichte Besorgnis;seit sie mich bei Kitzen gezeichnet haben, wo ich wirklich vermeinte, daß es aus mit mir sei, kommt mir nichts mehr an; seitdem bin ich stich- und kugelfest, also nichts mehr davon; hab guten Mut und lasse uns auf derglei­chen furchtsame Einbildungen nicht achten. Schlaf wohl!" So schieden wir nach Mitternacht am

Theodor Körners Tod und Bestattung

Nach den Schilderungen seiner Freunde. 3um 125. Todestage bes Dichters am 26. August.

wird, die vielfach in den Arbeitstisch der Küche em- gebaut ist. Für alle Kücheneinrichtungen wird die i weiße Farbe bevorzugt, außerdem spart man nicht am Nickel und Chrom.

Anders sieht es in Lettland aus. Auch hier besttmmt der Holzreichtum des Landes die Art der Energieversorgung des Haushalts. Daneben findet man sogar in größeren Städten sehr viel PeAoleum- kocher. Während das elektrische Kochen in Lettland nur in ganz beschränktem Umfange angewendet wird, sind in vielen Landteilen Windkraftwerke vor­handen, die die Wasserversorgung der Haushalte Übernehmen.

Ungarn ist durch den Gebietsverlust nach dem Weltkriege ein kleines Land geworden, was sich auf die Energieversorgung der Küchen besonders durch den Verlust von 85 v. H. der Waldgebiete aus­wirkt. An Stelle von Holz werden in ärmeren Gegenden vielfach landwirtschaftliche Abfalle, wie Reisig, Maisstroh und Maiskolben, verfeuert. Neben dem Holz dient in den Städten Koks oder das bei der Kokserzeugung gewonnene Gas zur Beheizung. Die starke Verbreitung von Spiritus- und Pe­troleumkochern steht auch in Ungarn Aus­breitung von Gas und Elektrizität hinderlich im Wege. In neuester Zeit ist man allerdings Buda­pest mehr und mehr zur Gasküche und zur Elektro- küche übergegangen, besonders dort, wo bei 2teu- bauten die Energieversorgung nach neuzeitlichen Gesichtspunkten erfolgen konnte.

Obwohl in den Städten Hollands das Gas in großem Umfange zum Kochen und zur Be; reitunq von Heißwasser verwendet wird, hat auch hier der Petroleumkocher noch eine große Be= deutung. Das milde Klima der Niederlande hat auch die Anwendung des Gases für die Raumheizung gefördert, weil es sich um verhältnismäßig kurze Heizperioden handelt. Neuerdings hat auch die elektrische Küche in Holland Eingang gefunden.

In der schweizerischen Küche nimmt der Elektroherd eine bevorzugte Stellung ein, die durch die ausgiebige Versorgung der Schweiz mit elek­trischer Energie aus Wasserkräften gerechtfertigt ist. Da die große Anzahl der Elektrokuchen die Ve - sorgungsnetze während der Mittagszeit stark^ be­lastet, hat sich in der Schweiz der elektrifche Speicherherd eingeführt, der wahrend ber betnebs- schwachen Stunden oder wahrend der Nacht mit billigem Strom aufgeheizt wird und die gespeicherte Wärme während der Kochzelten der Hausfrau reit hält. Der Speicherherd hat den großen Vorteil verbilligter Installation. Die Stromaufnahme dieser , Herde ist so gering, daß sie aus feder Steckdose ; gedeckt werden kann, während jur die üblichen

verbreitet. t v

In England ging die Entwicklung in den letzten Jahren nach zwei Richtungen. In raumbe­schränkten Wohnungen findet die kombinierte Bau­art den Vorzug, die einen Kamin mit offenem Feuer und den eigentlichen Kochherd mit Heißwasserbe­reiter vereinigt. In größeren Häusern herrscht das bestreben, den eingebauten Herd durch einen frei­stehenden zu ersetzen. Als Brennstoff wird m der Hauptsache die Kohle benutzt, in den städtischen Haushaltungen herrscht das Gas vor. Zahlreiche moderne Gasgeräte sind mit selbsttätigen Zündvor­richtungen und Temperaturreglern ausgerüstet, außerdem ist die Benutzung zahlreicher Hemer Gas- qeräte für die englische Küche charakteristisch. Trotz der schnellen technischen Entwicklung ist es unwahr­scheinlich, daß im englischen Hause die offenen Feuerplätze durch eine andere Heizittethode ersetzt werden. Daher richten sich die Bemühungen der Gerätehersteller darauf, die Rauchentwicklung des offenen Feuers zu vermindern und em Austreten der Abgase in Küche und Wohnraum zu verhüten. Die durch die Vereinheitlichung der Stromarten m England begonnene ausgedehnte Versorgung der Haushaltungen mit Elektrizität läßt erkennen daß sich auch die elektrische Küche allmählich emfuhrt.

Wie die Völker kochen.

Von Joachim Boehmer.

Vom 25. August bis 2. September findet in Wien eine Weltkraftkonferenz statt, auf deren Programm die Energieversorgung der Haushaltungen einen umfangreichen Raum einnimmt.

Täglich stehen in den großdeutschen Haushaltun­gen mehr als zwanzig Millionen Hausfrauen am Küchenherd. Während in vielen Haushaltungen das Feuer durch Holz und Kohle unterhalten wird, findet in den Städten in großem Umfange auch Gas und Elektrizität Anwendung. Obwohl sich aus der Art der Energiequelle verschiedenartige Hero- formen entwickelt haben, ähneln die Kochgeräte einander ziemlich stark. Die Weltkraftkonf - re nz in Wien gibt uns Gelegenheit, auch ein­mal in die Küche anderer Völker zu schauen: und zu sehen, wie man dort mit den verschiedenen Wärmequellen in der Küche umgeht. . ., ,

Wersen wir einen Blick in die schwedische Küche, so spiegelt sich in ihrer Energieversorgung nicht nur der Holzreichtum des Landes, sondern auch der hohe Kulturstand der Landesbewohner Die schwedische Küche zeichnet sich durch einen sehr gediegenen, man möchte fast sagen luxunchen Aufi bau aus und stellt die Möglichkeit der Einsparung menschlicher Arbeitskraft vor die Ersparnisse von Brennstoffen. Der Holzreichtum des Landes hat eine hohe technische Entwicklung des Holzbrand­herdes mit sich gebracht. Da wahrend des größten Teiles des Jahres auch eine ausgiebige Raum- Heizung erforderlich ist, hat man den auch> bei 'un bekannten Dauerbrandherd zu einem Speicherhero entwickelt. Die schwedischen Speicherherde sind st. t betriebsbereit, ob sie mit Holz oder Koks gehe z werden. Sie sind so eingerichtet, daß man lederz auf einet Schnellkochplatte in kürzester Zeit Speisen garkochen kann, daß eine Kochplatte non tmttlcrer Temperatur für das Fortkochen bereit steht un daß außerdem Bratrohr und Warmerohre beinig werden können, ohne daß eine Feuerung in Gang gesetzt werden müßte. In Großstädten findet d Gas in weitem Umfange für Kochzwecke An­wendung. Der Eigentümlichkeit der schwedische Küche entsprechend sind fast überall besonders - heizte Wärmeschränke vorhanden, die auch einzeln an den Wänden aufzuhängen sind. Kennzeichnend für die Wärmeschränke ist selbsttätige Temperatur­regulierung. Daneben hat sich auch der Elektroherv in den letzten fahren gut eingefuhrt, der ebenfalls durch eine besonders beheizte Wärmerohre ergänzt

Theodor Körner war schon Mitte März in das Lützowsche Freikorps eingetreten. Bei dem ersten Gefecht, das er mitmachte, bei Kitzen, war er am 17. Juni schwer verwundet worden, aber sofort nach seiner Wiederherstellung zu seiner Truppe zuruck- gekehrt. Am 25. August hatten d.e Lutzowschen Ja­ger ein Biwak bei Wöbbelin, unweit Gadebusch in Mecklenburg, bezogen. In der Nacht suchte Körner vom Lager aus einen Freund auf, der auf Wache kommandiert war.Unser Gespräch war so traulich und gemütlich", so schreibt der Freund m einem »riefe an die Seinen unmittelbar nach ben Ereig­nissen daß wir uns vollkommen befriedigt fühlten. So saßen wir bis nach.Mitternacht beisammen."

denn es kommt ja nicht auf die kleinen Gewinne an. Bis sich schließlich doch die Ueberlegung ein- stellt: wenn es nun nicht das Große Los wäre? Das Schlimmste würde das immerhin auch noch nicht sein, es gibt ja so nette mittlere Gewinne. Einige Tausender ließen sich zur Auffrischung prächtig gebrauchen. Da sind so einige notwendige Anschaffungen, zu einem schönen Haus wird man vielleicht auch später mal kommen. Aber die Dame Fortuna vergißt das Blinzeln. Und deshalb werden notwendigerweise die kleineren Gewinne in den

blauen Lippen, keine eingefallenen Augen länger man ihn ansah, desto mehr belebte er sich, mir war's, als ob er wieder atme. Die Maler Olivier und Schmidt haben ihn gezeichnet, der erstere hat mir die Zeichnung geschenkt, die ich mit anderem Nachlaß den tiefbetrübten Eltern nach Dresden schicken werde.

Unter gedämpftem Trvmmelschag trugen wir un­seren geliebten Theodor zur Ruhestätte, die wir ihm mit eigenen Händen, von unseren Tränen benetzt, gegraben. Daneben waren größere Gruben zur Auf­nahme der anderen Kameraden gegraben. Wegen der Nähe des Feindes hatte Wallmoden eine Ehren­salve aus Geschütz und Gewehr untersagt; so senk­ten wir ihn unter Anstimmung des Gebetes: .Vater, ich rufe dich' in die Gruft und schieden nach der Einsenkung mit dem Abschiedsgruße: .Das war Lützows wilde verwegene Jagd!'" C. K.

Elektroherde verstärkte Anschlußleitungen erforder­lich sind. Eine Bequemlichkeit bringen diese Herde insofern, als sie selbsttätig auf bestimmten Tem­peraturen gehalten werden und mit einer aus­giebigen Warmwasserversorgung verbunden sind.

Während sich die vorwiegend mit Kohle- und Gasfeuerung ausgestattete dänische Küche nicht wesentlich von den uns bekannten Anlagen unter­scheidet, scheint sich für die dänische Elektrokuche eine völlig neuartige Bauweise einzuführen. Die Anwendung schwerer Kochplatten, für die Spezial- geschirre mit flachem Boden erforderlich sind, hat man in Dänemark zugunsten von Glühkochplatten verlassen. Um zu verhüten, daß der Benutzer die offenen Heizdrähte mit der gefährlichen Netzspan­nung berührt, werden die Glühplatten mit Nieder­spannung betrieben, die sich zwischen 5 und 13 Volt regeln läßt. Die Niederspannung wird einem Trans­formator entnommen, der über dem Herb ange­bracht ist und wegen seiner Anschaffungskosten vom Elektrizitätswerk gemietet werden kann. Auf den Niederspannungsherden kann die Hausfrau mit ge= wöhnlichen Kochtöpfen arbeiten und braucht auch für die Anschafiung des Herdes keine besonders hohen Aufwendungen zu machen, da der Nieder- pannung wegen die Ausführung sehr leicht ge­halten werden kann. Seit der Einführung der Klem- spannungsherde im Jahre 1935 hat sich die elek­trische Küche in Dänemark verhältnismäßig schnell

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