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Paris, 24. Slug. (DNB.) Es bestätigt sich, daß r Streik in Marseille sich jetzt aus dre

be-

Zlucht vor dem grausigen Strafjystem.

Be-

Ha-

tragen könne. * habe er eine 20tögige ......

nach den sowjetischen Bestimmungen eine sich an» schließende achttägige Kerkerstrafe zur Folge hätte. Dieser Maßregelung habe er sich hurch bte Flucht nach Polen entziehen wollen.

Behörden hoben vor den Emigranten es mürben auch den

Auch in Aussig ein sudetendeutscher Bürgermeister.

Aussig, 25. Aug. (DNB.) Nach Erledigung der Berufungen gegen die Wahl für die Stadtoertretung in Aussig wurde von der Bezirksbehörde für den 24. August die konstituierende Sitzung einberufen. Zum Bürgermeister wurde Dr. Rich. Tauche von der SudetendeutschenPartei aewählt. Derselben Partei wurde auch der erste Bürger- Meisterstellvertreter zugesprochen.

London, 24. Aug. (DNB.) Das Mitglied der Runciman-Mission,Ashton-Gwatkin, traf am Mittwochabend im Flugzeug in London ein. Noch im Laufe des Abends suchte er Außen­minister Lord Halifax auf und erstattete ihm über die Lage in der Tschecho-Slowakei Bericht.

Wie der Londoner Vertreter desM a t i n" be­richtet, lasse man in unterrichteten britischen Kreisen durchblicken, daß Ashton-Gwatkin sich bereits am Donnerstag nach Prag zurückbegeben werde.

Paris,!. v .

blätter vom Mittwoch verfolgen mit ei Interesse die unruhige Geschäftigkeit in den Gewerkschaftskreisen und auf der äußersten Linken, die sich in Anbetracht der inner- politischen Lage und der noch nicht feststehenden Absichten der Regierung zum Gesetz der 40-Sttmden- Woche immer mehr abzuzeichnen beginnt.

Das Dolksfrontblatt Ce Soir" ist der An­sicht, daß sich die politische Lage von Stunde zu Stunde mehr kläre. Wie man in gewissen Kreisen der Linken behaupte, seien die Absichten Da­ta d i e r s in der Frage der 40-Stunden-Woche nicht mehr die gleichen, die man ihm zu­erst zugeschrieben habe. Die kommenden drei Tage würden jedenfalls größte innerpolitische

Japan ehrt den Duce.

Rom, 24. Aug. (DNB.) Benito Mussolini wurde nm Mittwoch vorn japanischen Botschafter H o t t a im Auftrage des Mikado die h ö ch st e japanische Auszeichnung, der Chrysan- thernen-Orden, überreicht. Der Duce hat Botschaf­ter Hotta gebeten, dem japanischen Herrscher seinen aufrichtigen Dank für die hohe Auszeichnung zu übermitteln.

Ein Dementi.

L o n ö o n , 25. Aug. (Europapreß.) Am Mittwoch veröffentlichte Meldungen in den englischen Blättern über einen Plan der A r b e i t e r p a r t e i, mit Un» terstützuna der Gewerkschaften von der Re­gierung dieEinberufungdesParlaments zu verlangen, find von feiten der Gewerkschaften so­wohl als auch von der Arbeiterpartei selbst d e - m e n t i e r t worden. Die Arbeiterpartei bezeichnet die Meldungen alsreine Spekulationen".

Warnung an das italienische Soll.

Rom, 24. Aug. (DNB.) Eine entschiedene W a r - n u n g richtetResto del Carlino" an die italie­nische Bevölkerung, sich vor den jüdischen T u r - nungsmanÖDern in Acht zu nehmen. Der Jude habe einen ganz hervorragenden opuqmn. Er wittere den Sturm und versuche, sich noch vor seinem Ausbruch in Sicherheit zu bringen. Kem Wunder also, daß bereits viele reiche Juden in Italien nach Mitteln und Wegen sinnen, um jede Regierungsmaßnahme zur Beschränkung ihres wirtschaftlichen oder finanziellen Ueberaewichtes zu umgehen und damit im voraus unwirksam zu ma­chen. Die Italiener sollten daher ihren Namen nicht als Aushängeschild für jüdische Pro­fitmacher mißbrauchen lassen. Der Faschismus wolle überall klar sehen.

Donnerstag in erster Linie mit den gestrigen prechungen zwischen Chamberlain,

l i f a x und dem Berater der britischen Regierung in Industriefragen Wilson, über die am Mitt­wochabend keinerlei amtliche Verlautbarungen her- ausgegeben worden sind. Sie sind dabei einstimmig der Ansicht, daß die t s ch e ch o - s l o w a k i s ch e Frage das Hauptthema der Besprechungen ge­bildet habe. Ein Teil der Blätter verzeichnet in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß auch der diplomatische Hauptberater der britischen Regierung, Sir Robert Vansittart, an der Besprechung teilgenommen habe. Das plötzliche Eintreffen Ashton-Gwatkins in London wird von einem Teil der Blätter dahin ausgelegt, daß sich in Prag neue Schwierigkeiten ergeben hät­ten und die Aufgabe Lord Runcimans jetzt vor ihrem Höhepunkt ft ehe. Durch­weg haben die Blätter die Stirn, einen heftigen Ton gegen die Haltung der deutschen Presse anzu- schlagen(l). Verschiedene Blätter kündigen weiter eine Erklärung d e r britischen Regie­rung über die Tschecho-Slowakei für die nächsten

ändern.

Neue Getreidepreiserhöhung in Frankreich.

Paris, 25. Aug. (DNB. Funkspruch.) Das fron- zösische Getreideamt hat den © e t r e t b e p r e i s auf 20 4 Franken erhöht. Demzufolge rechnet man in Frankreich mit einer Erhöhung d e s Brotpreises; denn jedesmal, wenn der Getreide­preis um 10 Franken steigt, wird der Preis für ein Kilo Brot um fünf Centimes erhöht. Wenn also die Bestimmungen des Getreidamtes diesmal zur An­wendung kommen ,muß man damit rechnen, daß der Brotpreis von 2,95 Franken auf 3,05 Franken erhöht wird.

Prag, 24. Aug. (Europapreß.) Wie nun fannt wird, hatte Lord R u n c i m a n vor der Be­sprechung mit Ministerpräsident Dr. Hodza, die gelegentlich eines von ihm gegebenen Abendessens stattfand, eine eingehende Aussprache mit dem Füh­rer der Abordnung der Sudetendeutschen Partei, Abgeordneten Kundt. Weder vom Sekretariat Lord Runcimans, noch von Seiten der Sudeten­deutschen Partei wurde über diese Unterredung ein Bericht ausgegeben. Ueber den Inhalt des Gesprächs wird vielmehr wie über alle Gespräche der letz­ten Tage strengstes Stillschweigen bewahrt.

Dalädier soll Stalins Macht fühlen »Die Würde und Unabhängigkeit der französischen Regierung ist der Kampfeinsatz/'

Runeimans Mitarbeiter bei Halifax

Ueberraschender Flug nach London. Lor einer neuen Erklärung der englischen Regierung?

Die französischen nicht nur ihre Grenzen ftreng geschlossen,------

Grenzabschnitten im Elsaß etwa 150 neue Grenz­inspektoren zugeteilt.

der Streik in Marseille sich setzt aus Die algerischen, tunesischen und marokka­nischen Hafen st ädte ausgedehnt hat, wo man ausSolidarität" mit den Marseiller Strei­kenden beschlossen hat, am Sonntag und in der Nacht nicht mehr zu arbeiten sowie keine Ueber» stunden zu leisten. Die französische Schiffahrtsge­sellschaftCompagnie transatlantique" beabsichtigt, ihren Fahrplan im Mittelmeer vollkommen zu

Kampftage werden.

DieLiberte" weiß zu berichten, in Abwesen­heit Johaux' habe der Kommunist Racamonb die Leitung der marxistischen Gewerkschaft über»

Racamond habe die Oflfensive gegen die Re­gierung begonnen mit dem Ziele, D a l a d i e r z u einem Rückzug zu zwingen. Rach den Plänen der Stalin-Anhänger solle der Rückzug des Ulinifterpräfibenfen bann den Beweis dafür liefern, daß kein französischer Regierungschef mehr in der Lage sei, ohne die Erlaubnis Herrn Stalins per­sönlich eine Rede zu halten oder eine Geste zu machen. Auf jeden Fall bilde heute in dieser Schlacht zwischen Racamond und Daladier die würde und Unabhängigkeit der französischen Regierung den kampfeinsah.

Leider lasse Daladier den Marxisten Zeit und Ruhe,, ihre Maßnahmen zu treffen. Die Gefahr liege nahe, baß die Gewerkschaften dem Appell der Kommunisten Folge leisten, wenn diese in ihren Versammlungen glauben machen könnten, daß dem ersten Angriff auf die 40-Stunden-Woche bald ein zweiter folgen werbe. Im Augenblick aber ver­suchten die marxistischen Parteien unb Organisa­tionen bie Pläne unb Absichten Daladiers als um­fangreicher hinzustellen, als sie in Wirklichkeit fein dürften, um im Lande den Eindruck zu erwecken, daß es nur ihrer Wachsamkeit zu verdanken sei, wenn bie Maßnahmen Dalabiers weniger emschnei- benb fein würben, als man sie ursprünglich erwartet ^Auch am heutigen Donnerstag beschäftigt sich bie Pariser Morgenpresse noch sehr ausführlich mit Mt Haltung, bie die Regierung künftig m ft>Mlpoli- tischer Hinsicht einnehmen wird. An bte Stelle der

Rotspanischer Flieger mit Flugzeug übergelaufen.

Der nationale Heeresbericht.

Burgos, 25.Aug. (DNB.) Nach bem natio­nalen Heeresbericht setzten die Truppen an der Ebro- Front auch am Mittwoch ihre Operationen fort, verbesserten ihre Stellungen und fügten dem Feind erneut erhebliche Verluste zu. Es konnten wieder einige wichtige Stellungen er­obert werden. Der Feind ließ sehr zahlreiche Tote und 700 Gefangene zurück. Unter der Beute des Tages befinden sich 14 Maschinengewehre und ein Mörser. ,

An der Castellon - Front unternahmen die Roten Angriffe, um andere Teile der Front zu ent- losten. Die Angriffe blieben im Versuch stecken, die Angreifer mußten auch hier zahlreiche Tote zuruck­lassen.

An der Estremadura-Front setzten die na­tionalspanischen Truppen die Säuberung des er­oberten Gebietes fort. Bei Zujar wurden femb- liche Angriffe abgewiesen. Die nationalspanische Luftwaffe hatte wieder einen großen Tag: In meh­reren Luftkämpfen schossen nationale Flieger ins­gesamt zwölf rotspanische Jagdflug­zeuge unb eineKatiuska" a b, währenb die nationale Flak eine weitereKatiuska" herunter­holte. Am Dienstag hatten nationale Bomber die militärischen Anlagen in Blanes, Magral unb Oliva mit Bomben belegt, währenb am Mittwoch Saaunt das Ziel erfolgreicher Angriffe war.

Auf einem n a ti on a l s p a n i f ch e n Flug­hafen landete am Mittwoch ein rotspani - fches Flugzeug, dessen Pilot zum Dienst in roten Formationen gepreßt worden war, unb ber diesen Flug als bie erste Gelegenheit zum Ueber» laufen benutzte.

Am Mittwoch säuberte die Zentralarmee General Saliquets das in den letzten Tagen eroberte Ge­biet an der Toledo- Front. Dabei machten bie Nationalen über 300 Gefangene. In den letzten Tagen mürben bort, wie jetzt feststeht, vier rote Bataillone völlig aufgerieben. Eine Division ber Roten mußte völlig geschlagen sich zu- rückziehen.

Javanische Offensive gegen Hankau.

Schwere Kämpfe im Gange.

Mulkorv-Srlaß.

So glaubt man die Sudetendeutschen zwingen zu können.

Prag, 24. Aug. (DNB.) Der Politische Ans­chuß der Leitung ber SDP. beschäftigte sich in sei­ner Sitzung am Mittwoch u. a. auch mit bem Er­laß, den bie Staatspolizei st elle in Warnsbors am 23. August im Einvernehmen mit der zustänbigen Bezirksbehörbe herausgegeben hat. In biefem Erlaß werben mit sofortiger Wirk- amfeit für ben ganzen politischen Bezirk Warns- borf fünf Verbote ausgesprochen. So wird all­gemein untersagt, in Werkstätten ober Fabrik­räumen politische Gespräche zu führen, politische Grüße auszutauschen, Fabrik­räume für politische Zwecke zur Verfügung zu stel­len unb schließlich in Fabrikräumen politische Abzeichen oder Silber aufzuhängen. Der Parlamentarische Klub ber SDP. hat sofort bei ben zuständigen Stellen interveniert unb bie schnellste Zurücknahme bes Erlasses verlangt. Die Antwort wird ber SDP. erst nach der Rückkehr des Innen­ministers, ber sich auf einer Reise burch bas sudeten- beutsche Gebiet befinbet, morgen übermittelt.

Zn Prag neue Schwierigkeiten."

London, 25. Aua. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenpresse beschäftigt sich am heutigen

nen hervorgerufen, daß die Parlamentsgruppe wohl ben Rücktritt ber beiden Minister Frost färb unb Ramadier gebilligt, als auch den beiden neuen Ministern ihr Vertrauen aus- gesprochen hat. *.

Außerdem trat, ber ftänbige Derwaltungsausschuh der Sozialistischen Partei am Mittwoch- abenb zusammen, um die Richtlinien für die kom­mende Sitzung der Linksabordnung ber Kammer, in ber sämtliche Volksfront-Parteien vertreten sind, festzusetzen. Die sozialistischen Vertreter haben ben Auftrag erhalten, vor allem bie Einberufung des Parlaments zu einer außerordentlichen Tagung zu fordern. Da jeboch bie Rabikalsozialisten gegen eine berartige Einberufung sinb, wirb biefer Antrag nicht durchgehen.

Schließlich trat auch der Vollzugsausschuß der Volksfront des Pariser Bezirks, in dem die Kommunisten tonangebend find, zu- sammen. Es wurde eine Tagesordnung angenom» men, in der sehr scharf gegen bie Rebe Dalabiers und bie Derwenbung von Truppen im Marseiller Hasen protestiert unb die Arbeiterklasse aufgefordert wirb, sich gegebenenfalls zu einer Gegenaktion bereitzuhalten.

Marseille macht Schule.

Tage an.

Der diplomatische Korrespondent berTime s" stellt fest, baß keine Rebe bavon sein könne, baß bie britische Regierung Ashton-Gwatkin nach London gerufen habe. Die Erneuerung ber Bespre­chungen zwischen ber Prager Regierung unb ben Subetenbeutschen werbe in London begrüßt, könne aber nicht das allgemeine Gefühl beschwichtigen, daß man vor großenSchwie- r i g f c i t e n stehe.

Wie der politische Korrespondent desDaily Expreß" sagt, seien bei der gestrigen Besprechung zwischen Chamberlain, Halifax, Wilson und Ashton- Gwatkin die Möglichkeiten einer Entspannung besprochen worben, und zwar durch eine neue Er­klärung über die britische Politik gegenüber der Tschecho-Slowakei. Endgültige Beschlüsse seien nicht gefaßt worden. Man erwarte, daß in den nächsten Tagen eine größere M i n i st e r b e s p r e ch u n g stattfinden werde. In Whitehall (Amtssitz des Mini­sterpräsidenten) sei man der Ansicht, daß die Lage in Prag jetzt ein entschiedenes Vorge­hen Runcimans erforderlich mache. Die bri­tische Regierung sei darauf bedacht, zu verhindern, daß sich die Lage zu einer Krise entwickle".

DieDaily Mail" spricht aus diesen Gründen von der Möglichkeit einer Vollsitzung des Kabinetts' vor der Abreise des Ministerpräsi­denten nach Schottland Anfang nächster Woche. Di.e Regierung vertrete die Ansicht, so betont das Blatt, daß unbedingt in ber tschecho-slowakischen Frage etwas getan werden müsse.

Prag legt den Staatshaushalt nicht vor

Warschau, 25. August. (DNB. Funkspruch.) Expreß P o r a n n y" macht in einer Meldung aus Prag darauf aufmerksam, daß in diesem Jahre der tschecho-slowakisch e'Haushaltsvor­anschlag, im Gegensatz zu den bisherigen Ge­pflogenheiten, bem Parlament nicht vorgelegt werben wirb, unb zwar mit Rücksicht auf bie r i e - senhaften Ausgaben für bas Militär. Sämtliche Ressorts hatten im Zusammenhang bamit größte Sparmaßnahmen durchführen müssen. Die Nichtvorlage des Haushaltsvoranschlages sei weiter­hin darauf zurückzuführen, daß bisher die Frage der Reorganisierung des Staates, der Minderheitenfrage unb bes Minberheitenstatuts nicht besprochen werben konnte.

Juden unerwünscht.

Basel, 23. Aug. (DNB.) Die jüdischen Emigranten bereiten den schweizerischen Be­hörden beträchtliche Sorge. Diese «orge drückt sich u. a. in dem von behördlicher Seite aus­gesprochenen Wunsche aus, daß bie Emigranten nicht irgendwie in den Straßen auffallen oder sich m Gaststätten bemerkbar machen. Die Besuche von Weinstuben, Kabaretts ober Bars würbe ihnen Den boten, ebenso jegliches Betteln, Hausieren unb auch sonst jede Erwerbstätigkeit sowie jebes auffallende Benehmen, teilweise sogar bas Ansprechen ihnen fremder Personen auf ber Straße. Zur Unter­bringung ber Emigranten sinb im Kanton öt. Gallen u. a. M a s s e n l a g e r " eingerichtet war- ben.

Attentat in Palästina.

EnglischerBeamter lebensgefährlich verletzt

Jerusalem, 24. Aug. (DNB.) Der eng- lisch e Stellvertreter bes Distriktskommls- sars in ber Stabt Jenin mürbe am Mittwoch von einem unbekannten Täter angegriffen unb durch Revolverschüsse lebensgefährlich ver­letzt. Er wurde ins Krankenhaus von Haifa ge­bracht. . ..

Den Berichten zufolge drangen fünf M a n n e r in Polizeiuniform in bas Polizeigebaube ein, wo sich auch bie Büros bes Distriktskommissars befinben. Sie gaben bort auf ben fteUoertrctenbcn Kommissar Sibney Moffatt fünf Reoolverschusse ab. Die Kugeln burchdohrten ben Kopf unb ben Magen bes Kommissars, ber lebensgefährlich verletzt würbe. Den Tätern gelang es, zu entkommen.

Der Anschlag hat noch in ben späten Nachtstun­den des Mittwoch zur Verhaftung eines angeblichen Täters geführt. Die Verhaftung konnte vorgenommen werden, nachdem Militär ganz Jenin umstellt und eine eingehende Suchaktion eingeleitet hatte. Moffatt wurde von fünf Schüssen ernstlich verletzt unb befindet sich noch in kritischem Zustand. Das Attentat ist das zweite, das innerhalb kurzer Zeit auf ihn verübt wurde.

Im Zusammenhang mit dem Anschlag in Jenin wurde über die Stadt ein 22stündiges Aus- gehoerbot verhängt. Die gesamte Stadt wirb von Militär unb Polizei durchsucht. Auch die gesamte Umgebung ist militärisch abge» sperrt.

Die Polizeistation der Stadt Lydda wurde von Freischärlern überfallen. Den Polizisten wurden sechs Gewehre fortgenommen. Die Täter entkamen.

H a n t a u , 24. Aug. (Ostasiendienst des DNB.) Die japanischen Truppen eröffneten am Dienstagnachmittag nördlich des Iangtseflusies bie Offensive gegen Hankau und unternahmen auf zwei Parallelstraßen einen Vorstoß in west­licher Richtung. Ausgangspunkt des Vormarsches ist S h u ch e n g. Dort haben bie Japaner bedeu­te n b e Streitkräfte konzentriert, nach­dem sie infolge ber Überschwemmung ihre Ope­rationen am Nordufer bes Jangtse gegenüber Kiu- kiang aufgaben. Die Japaner drangen westwärts in Richtung auf Sinan unb Hwoschan etwa zehn Kilo­meter vor.

Der Schwerpunkt ber japanischen Operationen liegt weiterhin süblich bes Jangtse an ber Küste des Pojangsees. Dort tauchten am Mittwochmorgen fast 30 japanische Kriegsfahrzeuge unweit bes etwa 30 Kilometer südlich von Singtze gelegenen Wuchang auf unb nahmen mehrere chine­sische Küstenbefestigungen unter Feuer. Eine Lan­dung würbe bisher noch nicht durchgeführt. West­lich unb südlich von Singtze sind schwere Kämpfe im ©ange.

General Luillemin bei Bonnet.

Paris, 24.Aug. (DNB.) Außenmini er B o n- n e t hat am Mittwochnachmittag den ©eneralstabs- chef der französischen Luftwaffe, General Vuille- m i n, empfangen, der ihm über seine Berliner Reise Bericht erstattete.

Französische Manöver bei Besan^on.

P a r i s , 24. Aug. (DNB.) DerFigaro" meldet, die diesjährigen französischen Manöver werden nicht, wie gerüchtweise verlaute, in der Champagne, sondern in ber Gegend von Besan - fon abgehalten werben. Die Manöver sollen inso­fern eine Neuerung aufweisen, als die aus Paris kommenden Truppen mit üb er 10 0 Verkehrs- a u t o b u ff e n neuesten Modells in bie Manover- gegenb beförbert werben sollen. Die hierfür vorge­sehenen Autobusse, bie erst seit wenigen Monaten in ben Verkehr gestellt sinb unb bereits einen gro­ßen Teil des Pariser Verkehrsnetzes besorgen, sind gewissen technischen Abänderungen unterworfen worden, damit sie den Erfordernissen eines b e - schleunigten Ueberlandverkehrs ent­sprechen. Dieser erstmalige Versuch soll zeigen, welche Dienste diese Autobusse im Kriegsfälle leisten können.

Warschau, 25. Aug. (DNB. Funkspruch.) Im Kreise K r z e m i e n i c e (Wolhynien) überschritt em Soldat d e r sowjetischen Grenzwache mit voller Ausrüstung die polnische Grenze. Auf der Wache des polnischen Grenzschutzes erklärte der llebergelaufene, er sei geflohen, weil er die unm en schliche Behandlung nicht mehr er» Wegen geringer dienstlicher Vergehen lOtägige Arre st st rase erhalten, bie

Enbgültige Entscheidungen werben jedenfalls nicht vor der für Freitag einberufenen Sitzung des Linksausschusses der Kammer erfolgen. Die Stellungen werden bezogen

Paris, 25. Aug. (Europapreß.) Der Vollzugs­ausschuß der Radikalsozialistischen Par- t e i trat am Mittwochabend unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Daladier selbst zusammen unb nahm einstimmig bei einer Stimmenthaltung eine Tagesorbnung an, in ber die Rundfunkrede Dalabiers vom vergangenen Sonntag, bie zum Rücktritt zweier Minister Anlaß gegeben hatte, vollauf gebilligt wirb. Weiterhin wirb bem Tlinifterprafibenten in der Tagesorbnung bas volle Vertrauen für das Werk, das er zu vollbringen beabsichtige, ausgesprochen. In ber Ta- gesorbnung heißt es dann weiter, das französische Volk müsse eine Kraftanstrengung unternehmen. Dies sei notwendiger denn je, und bie Sozialgesetz­gebung würbe trotzdem geachtet werben. Diese Kraftanstrengung sei infolge ber internationalen Lage, in ber ein furchtbares M i ß v e r h ä 11- n i s zwischen ber französischen Erzeugung unb der­jenigen gewisser anderer Länder in Erscheinung trete, absolut notwendig. Die Anpassung des* 4 0 - Stundenwochen-Gesehes an Die Not­wendigkeiten bes nationalen unb internationalen Lebens könne nicht als sozialer Rückschritt betrachtet werben, um so weni­ger, als weber bas Internationale Arbeitsamt, noch bie Länber mit linksextremistischem Regime bisher bie 40-Stundenwoche grundsätzlich angenom­men ober burchgeführt hätten. Diese Tagesorbnung des rabikalsoziasistischen Vollzugsausschusses brückt vollkommen bie Gesichtspunkte bes Ministerpräsi­denten aus, unb ohne Zweifel wirb bie radikal- sozialistische Abordnung in der Sitzung ber Links- belegation am fommenben Freitag bie gleiche Hal­tung einnehmen.

Auch bie Sozialistische Union, ber die beiden zurückgetretenen unb bie beiben neuen Minister angehören, ist am Mittwoch zu einer Sitzung zusammengetreten. Da diese Partei aus etwa zwei Dutzend linksgerichteten 21bgeordneten zusammengesetzt ist, bie sich über eine einheitliche politische Linie bisher noch nicht haben einigen rön­nen, hat es in politischen Kreisen auch kein Erstau-

25 Aua (DNB.) Die Pariser Abend-1 ersten Erregung wie auch der ersten Begeisterung eingehendem sind jedoch allenthalben zurückhalten- - -: 1 - - dere Betrachtungen getreten, in denen das Für und Wider der von Daladier geplanten Maß­nahmen und die Haltung der verschiedenen Volks­frontparteien und eine mögliche Reaktion von Seiten der marxistischen Gewerkschaften besprochen wird.

Hodza bei Rnnciman.

Prag, 24. Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Dr. Hodza stattete am Dienstagabend Lord Run» ciman in dessen Hotel einen Besuch ab und nahm mit ihm gemeinsam das Abendessen ein. Anschlie­ßend verblieb Dr. Hobza, Blättermeldungen zu­folge, noch längere Zeit im Gespräch mit Lord Runcirnan. Der Besuch dauerte insgesamt 3% Stunden.

Runciman empfing den Abgeordneten Kundt.