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DETEKTIV

ganze Gesellschaft setzte sich aus Juden zusammen, lieber eine Zentrale in Paris schmuggelte die Bande große Mengen Rauschgift nach Amerika und Pa­lästina. Die Pariser Polizei konnte am Samsiag zum Schlage ausholen: die ganze Gesellschaft wurde in dem Augenblick festgenommen, als sie eine große Menge kostbar eingebundener Gebetbücher, d'e als Versteck für das Rauschgift dienten, auf dem Post­wege nach Amerika versenden wollte.

Meuchelmörder für den eigenen Vater gedungen.

Das Kreisgericht Wels verurteilte den 38jäh- rigen Raimund Hobl aus Großkufhaus wegen Meuchelmordes zum Tode und die 39- jährige Therese sowie den 43jährigen Josef Winkler jun. zu 20 Jahren schweren Kerkers. Die beiden Winkler hatten den Entschluß gefaßt, den Vater des Mannes, Josef Winkler sen. aus Großkufhaus, der Geldforderungen gegen das Ehe­paar zu stellen hatte, umzubringen. Vier Gift­mordversuche mißlangen. Zweimal nahm sich die Ehefrau Winkler auch vor, chren Schwiegervater mit einem Hammer niederzuschlagen, fand jedoch nicht den Mut zur Ausführung. Darauf beschlossen die beiden Winkler, einen Mörder zu din­gen. Sie fanden ihn in der Person des als ge­walttätig bekannten Raimund Hohl. Am 28. Dez. v. I. lauerten die Eheleute zusammen mit dem ge­dungenen Mörder dem alten Winkler auf. Hobl erschlug ihn von rückwärts mit einem Steinhammer und warf die Leiche in den Aurachfluß.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Unter Leitung von Gaukulturwalter Stöhr fand am Sonntag die erste Sitzung zur Vorbereitung der Gaukulturwoche, die in der Zeit vom 22. bis 29. Oktober im Gau Hessen-Nassau durchgefuhrt werden soll, im Palmengarten der Gauhauptstadt statt. In ihr sprach Gaukulturwart Konrad über die Bedeutung der Gaukulturwoche und über ihre Durchführung in diesem Jahr.

NSG. Am Sonntagnachmittag sprach im Alzeyer Schloßhof Landesbauernführer Dr. Wagner 835 Landarbeits- und ländliche Haushaltslehrlinge des Gaues Hessen-Nassau frei. Die Feierstunde, bei der neben Landesbauernführer Dr. Wagner auch Ge­bietsführer Brandt sprach, und die von einer Bauern-Kantate eingeleitet wurde, schloß mit der Ueberreichung der Gehilfenbriefe.

Der Führer und Reichskanzler hat Sei­ner Exzellenz dem königlich-jugoslawischen Minister­präsidenten Herrn Dr. S o j a d i n o w i t s ch in Bel­grad anläßlich seines 50. Geburtstages telegraphisch seinen herzlichen Glückwunsch ausgesprochen.

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Der Führer und Reichskanzler hat auf Vorschlag des Ministerpräsidenten Generalfeldmar­

schall Göring den Ministerialdirektor Staatsrat Neumann zum Staatssekretär ernannt. Staatssekretär Neumann wird nach Staatssekretär Körner, dem ständigen Vertreter des Beauftragten für den Vierjahresplan, als Zweiter Staatssekretär weiterhin die Bearbeitung von Aufgaben wahrneh­men, die auf bestimmten Gebieten des V i e r j a h - resplanes liegen.

In Venedig traf ein Geschwader der eng­lischen Mitte lme er fl.o tte, bestehend aus dem SchlachtschiffMalaya" und den beiden Kreu­zernPenelope" undArethusa", ein. Während das Schlachtschiff außerhalb der Lagune vor Anker ging, fuhren die beiden Kreuzer in das Hafenbecken von San Marco ein, wo dieArethusa" mit den Batte­rien des Hafens den Begrüßungssalut von 18 Schüs­sen austauschte.

Wegen der Wiedergabe der Rede des Abgeordne­ten Bingau im Memellandtag verbot die Zensur das Erscheinen der Freitag-Ausgabe desMeme- l e r Dampfboots".

Eine gute Jahresbilanz der Jugend­herbergen des Hhein-Main-Gebietes.

NSG. Der Reichsverband für Deutsche Jugend­herbergen, Landesverband Rhein-Main schloß in diesen Tagen seinen Jahresbericht 1 9 3 7 ab. Der Ueberblick ergab, daß die Uebernachtungszahl gegenüber 1936 um 7 3 91 3 a u f 4 0 8 9 5 2 g e - stiegen ist. Jrn besonderen Maße wurden 1937 Aus- und Umbauten sowie Instandsetzungen der Jugendherbergen vorgenommen. Ferner wurden er­hebliche Geldbeträge für die Erneuerung von Ge­räten aufgewendet. Die meisten Uebernachtungen hatten folgende Jugendherbergen im Landesverband Rhein-Main: Frankfurt 66 237, Rüdesheim 44 581, Wiesbaden 41421, Mainz 21 744, Gersfeld 15 223, Lorch 12 213, Limburg 11 686, Bad Homburg 11380, Zwingenberg 11342, Schloßborn 10 982. lieber 5000 Uebernachtungen wurden gezählt in den Jugendherbergen Herchenhain, Heppenheim-Eulen­burg, Miltenberg, Bad Ems, Hachenburg, Kamp, Weilburg, Worms, Schlitz und Gießen.

Vereinigung der polizeiämier Bad-Nauheim und Friedberg.

LPD. Bat».Nauheim, 24. Juli. Mit Wir- kung vorn 1. August tritt eine Verordnung des Reichsstatthalters in Hessen Landesregierung in Kraft, nach der die staatlichen Polizeiämter Bad- Nauheim und Friedberg zu einer gemeinschaft­lichen staatlichen P o l i z e i v e r w a l t u n g vereinigt werden. Die neugebildete staatliche Poli­zeiverwaltung umfaßt das Gebiet und die Zustän­digkeiten der bisherigen Polizeiämter Bad-Nau­

heim und Friedberg. Sie führt die Bezeichnung Polizeiamt Bad-Nauheim-Friedberg" und hat ihren Sitz in Bad-Nauheim.

Rhein-Mainische Börse.

Still.

F r a n k f u r t a. M., 23. Juli. Der schwache Auf­tragseingang hat die Zurückhaltung der Berufs­kreise weiter verstärkt, so daß an der Wochenschluß­börse aus nahezu allen Gebieten starke Geschäfts­stille herrschte. Die Grundstimmung war nicht un­freundlich. Kleine Kaufaufträge waren zumeist niedriger limitiert, anderseits erfolgten kaum nen­nenswerte Abgaben.

Am Aktienmarkt war die Kursbildung nicht ganz einheitlich, im allgemeinen ergaben sich nur aeringprozentige Abweichungen, stärkere Ausschläge beruhten zumeist auf Zufall. So gingen Holzmann um 2 v. H. auf 148, Laurahütte um 1,75 v. H. auf 15,75'und Deutscher Eisenhandel um 1,75 v. H. auf 142 zurück. Maschinenaktien waren z. T. noch eher etwas angeboten, Rheinmetall 129 (130), Demag 142,50 (143); Daimler mit 133,50 und Adlerwerke mit 111 blieben behauptet. Montanaktien lagen fast unverändert, so Mannesmann mit 109,50, Verein. Stahl mit 105, Hoesch 0,25 v. H. erhöht auf 110. IG. Farben kamen bei kleinem Umsatz mit 151,25 (150,75) zum Kurs, Metallgesellschaft ließen nach unverändert 128 auf 127,50 nach. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Schwankungen bei 0,25 bis 0,50 v. H.

Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an, so daß kaum noch weitere Notierungen erfolgten. Es ergaben sich nur geringste Verände­rungen, wobei IG. Farben auf 151 nach 151,25 und RWE auf 121,50 nach 121,90 zurückgingen. Die später notierten Werte wiesen ebenfalls nur geringe und zumeist nominelle Veränderungen auf. Vorwiegend bis 1 v. H. höher lagen Elektrowerte, Akkumulatoren jedoch schwächer mit 203,50 (207,75). Mansfelder Bergbau notierten nach Pause mit 139 (135,50). Auch am Einheitsmarkt war das Geschäft klein.

Der Rentenmarkt zeigte ebenfalls keine be­sondere Umsatztätigkeit. Stadtanleihen und Liqui­dationspfandbriefe bei Schwankungen bis 0,25 v. H. gingen etwas lebhafter um. Von Industrie-Obli­gationen fielen 5 v. H. Eisenbank-Obl. um 1 v. H. zurück auf 81, auch IG. Farben-Bonds 0,65 v. H. niedriger mit 121,90. Goldpfandbriefe Wieben still. Don Reichsanleihen gingen 1934er auf 99,40 (99,50) zurück. Im variablen Verkehr ermäßigten sich Reichsaltbesitz auf 130,65, erholten sich aber zum Schluß auf 131 (130,75) und Kommunal-Umschul- dung auf 94,75 (94,85).

Am Markt der unnotierten Werte ging es sehr ruhig zu, die Kurse lagen zumeist unver­ändert, etwas niedriger Elfäss. Bad. Wolle mit 84,50 (85,50). Tagesgeld ermäßigte sich auf 2,50 (2,75) v. H.

Rundfunkprogramm

Dienstag. 26. Juli.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6:Mor- genlied; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Frühkon- zert 7- Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäder- konzeri. 9.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Volk und Wirtschaft. Die Reichsbahn das größte Un­ternehmen der Welt. 12: Werkskonzert. 13: Nach­richten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Operetten-Wirbel. 15: Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert. Zeitgenössische Unterhaltungs­musik. Das Mikrophon unterwegs. 18: Die Moral der spitzen Zunge. AllerleiSpitzfindigkeiten" rund um den Kaffeetisch. 18.25: Der fröhliche Lautspre­cher. 19: Deutsches Turn- und Sportfest Breslau 1938. Die Fußballvorrunde begann. 19.30: Musik für Violine und Klavier. 20: Nachrichten. 20.15: Frankfurter Würstchen II. Heitere Hörbilder. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert.

Wetterbericht

Bei unverändert schwacher Lustbewegung liegt Mitteleuropa im Bereiche feuchter Luftmassen, die meist zu stärkerer Bewölkung, Schwüle und ört­lichen Schauern führen. Wenn sich auch vorüber­gehend wieder Aufheiterung durchsetzen wird, so ist jedoch mit einer länger anhaltenden Aenderung des bestehenden Wetters nicht zu rechnen.

Vorhersage für Dienstag: Vielfach stark aufgeheitert, vereinzelt jedoch auch noch gewittrige ScWiuer, mäßig warm, schwül, schwache Winde.

Vorhersage für Mittwoch: Mäßig warm, schwül, Gewitterneigung.

Lufttemperaturen am 24. Juli: mittags 26,1 Grad Celsius, abends 21,2 Grad; am 25. Juli: morgens 17,4 Grad. Maximum 26,8 Grad. Minimum 14,5 (3rab. r Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Juli: abends 24,3 Grad; am 25. Juli: morgens 19,8 Grad. Sonnenscheindauer 6,3 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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