Ausgabe 
25.4.1938
 
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schulen in den letzten Jahren.

Gegen Zahnstein-Ansatz

die Qualitäts - Zahnpaste

schen Studenten geworden. Eine Ausstellung$) o ch- schule im 0 st e n" soll als Wanderausstellung in alle deutschen Universitäten gehen. Die Ausstellung ist gemeinsam von Dozenten und Studenten aller deutschen Hochschulen geschaffen worden und gibt einen Ueberblick über die Arbeit der deutschen Hoch-

Mit dem Rücken gegen die Wand..." |

Der Großen Schlacht in Frankreich zweiter Teil.

Von Johannes Moeller.

und machte 1300 Gefangene. Am 11. schnellte die Offensive jenseits des Flusses vorwärts. Der Geg­ner gab das auf den Seiten vom Angreifer um­klammerte Armentieres auf, dabei fielen weitere 3000 Mann in deutsche Hand. Am 12. trugen beide Armeen in der Mitte des Kampfabschnittes den An­griff weitem nach Nordwesten vor, die 6. Armee bis zur Linie MervilleBailleul, die 4. bis an den Kemmelberg.

Aber die beiden Flügel des Angreifers waren stark zurückgeblieben, der nördliche im Süden von Sperrt, der südliche bei La Bassöe, und die Opera­tion, die sich anfänglich so erfolgreich angelassen hatte, begann schon vom fünften Tage ab erheblich schwieriger zu werden, obwohl schließlich nicht weniger als 3 6 Divisionen an den Kämpfen beteiligt wurden. Die Ungunst des Geländes er­schwerte immer mehr die Heranbringung der Artillerie, des nötigen Brückengeräts und des Nach­schubs durch das verschlammte Stellungsgelände. Die Stoßkraft der Truppe, die ja aus den März­kämpfen fast unmittelbar in die Aprilschlacht über­gegangen war, erlahmte. Mit äußerster Anstrengung gelangte die Mitte noch bis Bailleul-Meteren-Merris.

So mußte sich die Führung entschließen, am 20. April den Angriff im großen und ganzen ein- z u st e l l e n. Und hier lag hinter der feindlichen Front ein nahes Ziel, das vollen Einsatz lohnte. Lloyd George erzählt in seinen Kriegs­memoiren, wieganz England in Bestürzung ge­riet, als die Deutschen mit einer schier unwider­stehlichen Gewalt vorstießen und wohlbekannte Städte eine nach der anderen in ihre Hände fielen." Die Besetzung der Kanalhäfen durch die Deut­schen würde nicht nur unsere Transports von Trup­pen und Material nach Frankreich sowie die Be­kämpfung der U-Boot-Gefahr aufs stärkste beein­trächtigt haben, sondern mußte auch in England selbst Angst und Wirrnis Hervorrufen. Eine Be­setzung von Calais und Cap Gris Nez würde zum erstenmal England in die Reichweite der deutschen Geschütze gebracht haben. Schiffsgeschütze hätten über den Kanal Hinwegfeuern können. Die Deut­schen in Amiens, das wäre schlimm genug gewesen, sie aber im Besitz des uns gegenüberliegenden Küstenstrichs zu wissen, das wäre eine unendlich viel schwerere Bedrohung gewesen. Damals war es, daß H a i g seinen berühmten Aufruf an seine Trup­pen erließ, in dem es hieß, ,datz wir nun mit dem Rücken gegen die Wand ständen^. Gegen den 12. April war er über die Lage aufs höchste beunruhigt, und seine Besorgnisse wurden dem Kabinett in London übermittelt. Darauf er­folgten dann unsere dringenden Hilferufe an die französische Regierung."

Aber Marschall F o ch ließ sich, wie Lloyd George weiter erzählt,nicht aus der Fassung bringen", er schickte einige Divisionen nach Norden, aber er war der Meinung, daß Hindenbura-Ludendorff keine Aussicht hätten, nach den Häfen durchzubrechen. Und er sollte leider recht behalten. Darum beschloß die OHL. wie am 4. und 5. April vor Amiens, auch hier noch einen letzten Versuch zu unter­nehmen, nicht zuletzt auch, um eine Verbesserung der Front an den beiden stark abhängenden Flügeln zu erzielen: die 6. Armee sollte im Süden noch Givenchy und Festubert nehmen, die 4. im Norden den Kemmelberg, den Kernpunkt von Eng­lands flandrischer Stellung. Der Angriff der 6. Armee scheiterte, der Sturm der 4. Armee auf den Kemmel am 25. April erzielte den erhofften Erfolg. Dieser letzte Teil der Schlacht von Armen­tieres bildet ein besonders ruhmreiches Kapitel der großen Schlacht in Frankreich.

Büchertisch.

Stadtarchivar Professor Ferdinand Dreher: Friedberg in Hessen. 2000 Jahre itt Stichworten. Ein Handbuch mit geschicht­lichem Stadtplan und acht Abbildungen. Druck und Verlag Carl Bindernagel, Friedberg in Hessen, 1938. (64.) Professor Dreher gibt als ein ausgezeich­neter Kenner des Stoffes auf 72 knappen Seiten eine gut erarbeitete und zusammenfassende Über­sicht über die rund 2000 Jahre Friedberger Ge­schichte, ein zuverlässiges Hand- und Nachschlage­büchlein, auch eitle schätzenswerte Vorarbeit und Materialssammlung für eine später zu schreibende, umfassende Geschichte von Friedberg. Man findet hier auf gedrängtem Raume das Wichtigste über Namensdeutung und römischen Ursprung, über Staütgründung, Bewohner und Mundart, über Kultur, Politik und Kriegswesen, über Verfassung, Siegel und Wappen von Friedberg, um nur die wesentlichsten Abschnitte anzuführen. Sehr dankens­wert erscheint die jedem Kapitel beigegebene Lite­raturübersicht, die allenthalben auch das neueste Schrifttum berücksichtigt, ferner die Angabe der ein­schlägigen geschichtlichen Quellen und Darstellungen. Ein geschichtlicher Stadtplan und acht Abbildungen von Friedberger Sehenswürdigkeiten ergänzen und beleben die verdienstliche, kleine Schrift auf will­kommene Weise. Hans Thyriot.

Mitteilungen d e s Wetzlarer Ge- schichtsvereins. Herausgegeben von Heinrich G l o e l und August S ch ö n w e r k. 14. Heft. Selbst­verlag des Wetzlarer Geschichtsvereins, Wetzlar, 1937. (67) Das inhaltreiche, mit zwei Bildnis- Aufnahmen geschmückte Hest wird eingeleitet mit einem Nachruf auf den 1851 in Wetzlar geborenen, 1936 in Magdeburg gestorbenen berühmten General der Infanterie Friedrich Bertram Sixt von Armin, Ehrenbürger von Wetzlar. Studiendirektor E. Becker schreibt über Johann VI., den Weiteren, Grafen von Nassau,Ken größten Regenten der Dillen­burger Lande (1536 bis 1606)". Oberpfarrer i. R. Himmelreich gibtErgänzungen zur Geschichte der Reichsstadt Wetzlar zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1627 bis 1650)". Eine vielfach auffchluß- reiche, sehr gründliche Arbeit über die Wetzlarer

Wetterbericht

lieber Mitteleuropa herrscht jetzt eine ziemlich flache Druckoerteilung. Dadurch besteht wieder die. Möglichkeit des Uebergreifens flacher Landströmun­gen auf unseren Bezirk. Die einströmenden feuchten Meeresluftmassen haben vorwiegend wolkiges Wet­ter zur Folge, wobei es vereinzelt auch-zu leichten Niederschlägen kommen dürfte. Eine wesentliche Aenderung ist zunächst nicht zu erwarten.

Aussichten für Dienstag: Wvlkig bis be­deckt, einzelne leichte Niederschläge möglich, Winde um Nord, Temperaturen wenig verändert.

Aussichten für Mittwoch: Wolkig und nicht ganz niederschlagfreies Wetter.

Lufttemperaturen am 24. April: mittags 10,9 (Sraif Celsius, abends 5,6 Grad; am 25. April: morgens 6 Grad. Maximum 11,5 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. April: abends 9,1 Grad; am 25. April: morgens 6,3 Grad. Sonnenscheindauer 2,6 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937

Kunst und Wissenschaft.

Maler Kari Fries t-

Am Samstagnachmittag starb nach kurzer Krankheit in Ortenberg der oberhessische Maler Karl Fries an den Folgen einer ©rippe tm 63. Lebensjahre. Er war Bezirksobmann der ober- hessischen Maler und versah seit 1913 einen Lehr­auftrag der Universität Gießen für Malen.

Karl Fries ist einer der bekanntesten Vertreter des künstlerischen Lebens unserer engeren Heimat dahingegangen. Den oberhesstschen und be­sonders den Gießener Kunstfreunden war sein Werk seit vielen Jahren vertraut. In zahlreichen Aus­stellungen des Oberheffifchen Kunstoereins ist sein Werk der Oeffenttichkeit nahegebrächt worden. Noch im vergangenen Jahre gab eine Kollektivschau im Rahmen der Gau-Ausstellung der Reichskammer der bildenden Künste in der Gießener Volkchalle aus Anlaß seines 60. Geburtstages einen schonen, lebendigen Ausschnitt aus dem ^Lebenswerk von Fries, das ganz m der oberhessischen wurzelte. Fries war, wie gerabe an dieser Kollektiv' Ausstellung zu erkennen war, in erster ßime Land­schafter. Mit einem Farbensinn und einem aus­geprägten Gefühl für Weite, Raumgliederung und ©harafter der Landschaft begabt, ist Fries nicht müde geworden, dem Beschauer den Reichtum und die Reize, hie oft versteckte Schönheit der oberhessi- schen Heimat vor Augen zu führen. Und gerade im breiteren Ausschnitt jener Jubilaumsschau fpie- gelte sich nicht nur der für den Außenstehenden vielleicht überraschende Formenreichtum unserer heimattichen Landschaft, sondern auch die ganze Spannweite des künstterischen Gestaltungswillens und Ausdrucksvermögens, über die Fries verfugte. Intimere und persönlichere Wirkungen gingen von ten Stilleben und besonders von dem sehr leben- frieren und charaktervollen Selbstbildnis der letzten Lebenssabre aus, das als eine der reifsten unb sympathischen Arbeiten von Fries gelten barf. Man- cher wird sich vielleicht auch erinnern, Mit welchem

Altäre im Mittelalter liefert Heinrich Gloel, ber als Goetheforfcher und unfern Lesern auch als Mit­arbeiter an berHeimat im Bild" wohlbekannt ist. Die kleine Wetzlarer Chronik 1934 bis 1937, eine Uebersicht über neue Heimatliteratur und ber Ver­einsbericht 1934 bis 1937 runden das Heft ab. hth.

La Efpana Heroica. Langenscheidts fremdsprachliche Lektüre, Band 43. Preis 1,50 Mark. Langenscheidtsche Verlagsbuchhandlung, Berlin- Schöneberg. (80) Das Bändchen gibt moder­nes Spanisch zur Auffrischung und Erweiterung früher erworbener Kenntnisse, und zwar in Form von anregender und lehrreicher Lektüre mit beige­druckten Uebersetzungshülfen und Erläuterungen. Schilderungen, Anekdoten und Dichtungen, die sich mit Höhepunkten und Wendezeiten spanischer Ge­schichte befassen, machen den Inhalt aus.

an die Küste zu drängen, sie ins Meer zu jagen oder auf die Schiffe zu treiben, so stand Deutsch­lands Westheer in Sicht der englischen Küste. Die umfangreichen Vorbereitungen hatten zur Folge, daß immerhin gute elf Tage vergehen mußten, be­vor die Angriffsarmee sprungbereit stand. Der An­griff wurde auf den 9. April angesetzt, und zwar ollte die 6. Armee auf ihrem Frontabschnitt in nordwestlicher Richtung über die Linie Armentieres La BassteKanal mit dem Schwerpunkt auf Hazebrouck vorgehen und ihren linken Flügel on das Kanalsystem La Basste Bethune St. Omer anlehnen. Einen Tag darauf sollte der nördlich an die 6. Armee anschließende linke Flügel der 4. Ar­mee in die Operation eintreten und aus der Gegend beiderseits von Warneton, an der Lys, in westlicher Richtung vorstoßen, um den Angriff der 6. Armee au unterstützen. Das Kampfgelände war überaus schwierig, die Lys war ein bedeutendes Hindernis; außerdem war bie weite Niederung von zahlreichen wasserführenben Gräben burchzogen. Im Norden und Süden war ber Angriffsabschnitt burch Höhen­züge umrahmt, nordwestlich, in der Gegend von Cassel und Hazebrouck lagen jenseits ber Niederung ebenfalls nicht unbeträchtliche Höhen. Aber die Ge­winnung des flandrischen Höhenrückens war für den angestrebten Erfolg entscheidend, sein Besitz machte die englische Stellung zwischen Nieu- port und Ypern unhaltbar, er bildete zugleich das Sprungbrett nach Dünkirchen und Calais. Hinter diesen Städten aber winkte die Nordsee und Eng­lands Kreideküste...

Sprung auf Ealais.-panik in England.

Generalfelbrnarschall v. Hindenburg schreibt in seinen Kriegserinnerungen:Die Aussichten der Operation beiderseits Armentiöres im Falle günsti­gen Vorschreitens waren sehr verlockend, aber ber Durchführung bes Angriffes ftanben sehr erhebliche Bedenken gegenüber. Zunächst war es klar, baß wir es hier mit ber stärksten englischen Kampf­gruppe zu tun bekamen. Diese, auf verhältnis­mäßig engem Raum zusammengefaßt, war wohl in ber Lage, unfern Ansturm nach kurzem Vor­schreiten zum Festrennen zu bringen. Wir begaben uns mit einer solchen Unternehmung gerabe in bie Gefahr, bie wir vermeiden wollten. Dazu kamen die Schwierigkeiten des Angriffsgeländes." Dennoch mußte bie deutsche Oberste Führung sich zu dieser Operation entschließen; denn sie hatte, nach einem Wort Lloyd Georges, in diesem Frühjahrkeine Woche Zeit übrig", der Krieg mußte jetzt entschieden werden.

Am 9. April um 8.45 Uhr morgens trat die In­fanterie der 6. Armee südlich von Armentiöres zum Angriff an. Vorher hatten 4 8 6 Batterien die feindlichen Stellungen sturmreif geschossen. Die 17 Divisionen des Generals v. Quast rannten gegen einen Teil der Front an, auf dem die 2. englische Armee stand, überdies ein Teil der portugiesischen Streitkräfte ber Westfront in Stärke von zwei Di­visionen. Sie zerbrachen unter ber über sie hin- gehenben Angriffswelle, auch die Stellungen der Engländer wurden überrannt, der Angreifer er­reichte in der Gegend von Estaires die Lys und überschritt sie sogar, 6 0 0 0 Gefangene fielen ihm in die Hände. Auf dem linken Flügel in Rich­tung von Bethune nahm die Schlacht von vornher­ein einen weniger günstigen Verlauf. Die Angriffe scheiterten an den besonders starken Befestigungen von Festubert und Givenchy. Am zweiten Kampf­tag überschritt die stürmende Truppe die Lys in der Mitte des Angriffraumes, allerdings unter schweren Kämpfen, gleichzeitig ergriff die 4. Armee des Gene­rals Sixt v. Armin mit fünf Divisionen und 148 Batterien die Offensive gegen die 1. eng­lische Armee im Raume nördlich von Armentiöres. Sie stieß auf Meffines und auf Wytfchaete vor

Festsitzung zum 80. Geburtstage Max Plancks.

Die Physikalische Gesellschaft Berlin veranstaltete zu Ehren vom Max Planck eine Festsitzung. Prof. Dr. ©rüneif en überreichte als ©eburtstagsgabe eine von Schülern und Mitarbeitern zusammen­gestellte Denkschrift. Prof. Debyebat Prof. Planck, die Verleihung der Planck-Medaille an den fran­zösischen Botschafter Francois-Poncet für den großen französischen Physiker Louis be Boglie vornehmen zu wollen. Prof. Planck würdigte die großen Verdienste be Boglies. Er habe aus feinen Erfahrungen bie UeberAeugung gewonnen, baß bas französische Volk ebenso wie das deutsche einen wahrhaften Frieden wünsche, ber beiden Teilen eine ungestörte produktive Arbeit ermögliche. Es sei ihm eine große Ehre, dem französischen Bot­schafter bie Medaille für seinen bedeutenden Lands­mann überreichen zu können. Botschafter Fran- ? o i s - P o n c e t sprach ber Gesellschaft wärmsten Dank aus. Die Auszeichnung werde in Frankreich dankbar empfunden werden.In Planck erkennen und begrüßen wir", so schloß ber Botschafter,nicht nur einen genialen Wissenschaftler, sondern auch eine jener vollendeten Menschentypen, auf die em ßartb und bie ganze Menschheit ein Recht haben, stolz zu sein."

Ausstellung deutscher Plastik in Warschau.

Staatspräsident Moscicki eröffnete in War­schau dieAusstellung deutscher P l a st l k ber Gegenwart". Der Eröffnungsfeier wohn­ten u. a. bei ber polnische Außenminister Oberst Beck und Kultusminister Swietoslawski. Gleichsam als symbolischer Mittelpunkt der Aus­stellung haben bevorzugte Plätze erhalten eine Büste des Führers von Amo Bre ter und eine Büste Pilsudstis von T h o r a k.

Die ftutfudagung der Reichsstudentenfuhrung in Königsberg.

Auf der ersten KulturtagungderReichs- ftubentenführungin Königsberg legte Reichs- stubentenführer /--Oberführer Scheel ein Bekennt­nis der deutschen Studentenschaft zum deutschen Osten ab. Jahr um Jahr zögen Tausende von Stu- bierenben aller deutschen Hochschulen in den Se- mefterferien in die Grenzgebiete des Ostens, die bie Aufgabe hätten, dem Bauern bei feiner schweren Arbeit während der Erntezeit zu Helsen. Dieser

eingetroffene Feuerwehr verhinderte jede weitere Gefahr.

Deutsche Walfänger mit reicher Deute heimgekehrt.

Nachdem vor einiaen Wochen bereits Transporter der deutschen Walfangexpedition mit einem Teil des Walöles aus ber diesjährigen Fangzeit beirngekehrt waren, sind jetzt verschiedene Walfang- flotten in ihre Ausgangs- oder Heimathäfen zurück- gekehrt. Die Walfangflotten des Hamburger Wal­fangkontors konnten bereits durch Transporter etwa 18 000 Tonnen Wal öl landen. Die heimgekehrten Mutterschiffe bringen weitere 22 000 Tonnen mit, so daß das Walfangkontor gls größtes deutsches Walfangunternehmen der deutschen Volksernährung 40000 Tonnen Walöl zuführen konnte. Die Besatzungen ber Walfangflotten werden zunächst in Urlaub gehen, um bann mit ben Dorbereitungs­arbeiten für bie nächste Fangzeit beschäftigt zu werden.

Der deutsche kunstftugmeister Gras Hagenburg siegt in St. Germain.

Aus einer von ber französischen Vereinigung der Luftpropaganda ausgeschriebenen internationalen Veranstaltung in St. Germain wurde der Deutsche Meister im Kunstfliegen und Olympiasieger Graf Hagenburg vor dem tschechischen Meister N o» vak und dem französischen Meister C a v a l l i in dem Wettbewerb um den internationalen Meister­schaftspokal zum Sieger erklärt. Graf Hagenburg siegte auf einer Maschine vom Typ Bücker-Jung- meifter mit 785 Punkten vor Novak (776) und Ca- valli (556 Punkten).

Zusammenstoß am Bahnübergang.

Wie die Reichsbahndirektton Wuppertal ntttteilt, fuhr ein Lastkraftwagen mit Anhänger auf dem unbeschrankten Bahnübergang der Strecke Unna Frömern einem Personenzug aus noch nicht genau festgestellter Urfache in die Flanke. Der Lastwagen mit Anhänger sowie ein Wagen des Zuges verbrannten. Der Fahrer des Kraftwagens verunglückte tödlich durch Verbrennung, der Beifahrer wurde schwer, fünf Reisende des Zuges wurden leicht verletzt.

Line ganze Familie mit dem Auto verunglückt.

Ein schweres Unglück, bei dem fünf Personen ben Tod fanden, ereignete sich bei Melun in der Nähe von Paris. Ein Privatkraftwagen, in dem sich eine sechsköpfige Familie befand, fuhr in voller Fahrt gegen einen Lastkraftwagen und ging völlig in Trümmer. 5 Insassen waren auf der Stelle tot, die Mutter des Fahrers wurde mit lebensge- gefährlichen Verletzungen ins Kranken­haus eingeliefert.

Berühmte Kunstwerke aus einem englischen Schloß gestohlen.

Ein aufsehenerregender Einbruchsdieb st ahl ist im Schloß Chilharn in Canterbury verübt wor­den. Auf dem Scyloß wurden vier berühmte Gemälde gestohlen, die einen Gesamtwert von über 100 000 Pfund (etwa 1,2 Millionen RM.) Haden. Es handelt sich um das weltberühmte Ge­mäldeSaskia vor ihrem Spiegel" von Rem­brandt, das allein einen Wert von 50 OOO Pfund hat, ein Gemälde van DycksMann mit Hund" und zwei Gemälde des größten englischen Porträt­malers Gainsborough, darunter ein Porträt des jüngeren Pitt. Der Gemäldediebstahl, der außer­ordentliches Aufsehen erregt hat, ist anscheinend von Spezialisten" verübt worden. Die Verbrecher haben keinerlei Spüren hinterlassen, da sie anschei­nend mit Gummihandschuhengearbeitet" haben. Sämtliche Gemälde wurden aus den Rahmen ge­schnitten.

Dreister Juwelenraub in Paris.

Ein dreister Einbruch wurde von einer Pariser Bande mit einem gestohlenen Kraftwagen verübt. In einer sehr belebten Pariser Straße fuhren sie vor einem Juwelengeschäft vor, wo einer der Ein­brecher mit einem Hammer die Schaufensterscheibe des Geschäfts einschlug und vier Schmuckstücke im Werte von über 300 000 Franken an sich nahm. Währenddessen hielt ein anderer die hinzueilenden Straßenpassanten in Schach. Obwohl die Polizei so­fort alarmiert wurde, konnten die Einbrecher mit ihrer Beute ungehindert die Flucht ergreifen.

40 Todesopfer einer Grubenexplosion in USA.

Bei Grundy (Westvirgina) erfolgte in einer Kohlengrube eine K o h le n st a u b e x p l o s i o n, durch die die ganze Umgebung heftig erschüttert wurde. Durch die Gewalt der Explosion wurden mehrere Stollen zerstört und über 60 Bergleute verschüttet. Bisher wurden 21 Opfer der bereits ge­meldeten Kohlenstaubexplosion geborgen. 19 Ar­beiter sind noch verschüttet. Es muß mit Sicherheit angenommen werden, daß auch diese in den bren­nenden Stollen ums Leben gekommen sind. Die Rettungsarbtzttev schreiten wegen des Feuers nur langsam vorwärts.

»Michael"(St. Georg I. und II/ und.Georgette".

Als das AngriffsunternehmenMichael", die am 21. März 1918 begonnene große, als Entscheidungs­schlacht des Weltkrieges gedachte Frühjahrsoffen­sive, um die Wende von März zu April vor Amiens zum Stehen gekommen war, mußte die deutsche Oberste Heeresleitung in den ersten April« tagen von 1918 eine grundsätzliche Entscheidung über den Fortgang der Operationen treffen. Sie entschloß sich zum weiteren Angriff. Bevor sich die OHL. im Dezember 17 für das UnternehmenMi­chael" entschieden hatte, waren auf ihren Befehl außer dieser großen Kampfhandlung noch zwei weitere Angriffe in den Gesamtplan der entschei­denden Unternehmungen ausgenommen worden: ein Angriff bei Armentiöres, nördlich des Abschnitts des Hauptangriffes, oben in Flandern, südlich von Ppern, an der Lys, und ein anderer gegen den Äpernbogen. Der erste hatte die BezeichnungSt. Georg I.", der zweite den NamenSt. Ge­org II." erhaltem Als dann Anfang Februar un­ter den vorbereitenden Unternehmungen die Ent- cheidung zugunsten desMichael"-Angrifts gefallen mar, rückten die OperationenSt. Georg" an die weite Stelle. Sie wurden nur für den Fall in lussicht genommen, daß das UnternehmenMi­chael" nicht zu dem geplanten großen Durchbruch führen sollte.

So waren die OperationenSt. Georg I. und II." als Angriffe der 6. und 4. Armee für alle Fälle zugleich mit dem Hauptangriff im Raume von St. Quentin vorbereitet werden, mit dem Ziele, diese beiden Angriffe für den Fall der Notwen­digkeit baldmöglichst an den AngriffMichael" an­zuschließen. Dabei lag die Schwierigkeit der Vor­bereitung in der Tatsache, daß eine besondere An­häufung von Kampfkraft in dem hierfür vorge­sehenen Kampfabschnitt gleichzeitig mit der Vorbe­reitung der Hauptoperation zwischen Arras und La Före nicht möglich war. Die Vorbereitung mußte vielmehr dahin gehen, die erforderlichen Truppen- mengen und materiellen Angriffsmittel größtenteils erst nach dem Abschluß desMichael-Unterneh­mens aus dem Abschnitt dieser Kämpfe in den nörd­lichen Kampfabschnitt zu schaffen. Dieses Verfahren ollte übrigens für den Verlauf aller noch kommen­den Angriffsunternehmungen der nächsten Monate bis zu dem großen Umschwung im Juli 1918 charak­teristisch bleiben: eht großer Generalangriff auf der Westfront, zugleich an mehreren Frontabschnitten, war der deutschen Obersten Heeresleitung nicht mög­lich. Sie mußte mit ihren immer mehr zusammen­schmelzenden Kräften und Kampfmitteln Haus hal­ten, und wenn sie sich zu einem neuen Schlage rüstete, so mußte sie die Angriffsmittel einem an» bereit Teil der Front entnehmen.

Zeitweilig hatte der gewaltige Anfangserfolg der OperationMichael" die Angliederung der Opera­tionSt. Georg" entbehrlich erscheinen lassen. Die Führung hatte nur alsletzten Druck" einen ver­kleinerten Georg-Angriff, der das Kennwort Georgette" erhielt, als Operation der 6.Ar­mee nordwestlich Lille in Richtung Hazebrouck ins Auge gefaßt. Als dann aber der Verlauf der März­schlacht die gehegten Erwartungen nicht erfüllt, und als der letzte Versuch vom 4. April, auf Amiens durchzustoßen, die Unmöglichkeit erwiesen hatte, in diesem Abschnitt noch zum Endersolg au kommen, mußte die OHL. auf ihreSt.-Georg'-Pläne zu­rückgreifen. So entschloß sie sich, alle im Raum Awischen Arras und La Före entbehrlich zu machen­den Kräfte der 6. Armee zuzuführen, um so schnell wie möglich in Flandern zu neuem Schlage auszuholen.

Das operattve Ziel bildete die Küste des Aermel- kanals mit Calais. Gelang es, die Engländer

künstterischen Temperament und welcher Großzügig-1 Landdienst sei zum Ehrendienst jedes tüchtigen deut- keit sich der nun Verewiate an der malerischen f*pn Studenten nemorben. Eine Ausltelluna..H o m= Ausgestaltung des letzten Künftter- unb Pressefestes beteiligt hat. hth.