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penkräfte zu sichern. So konnte die japanische oberste Heeresleitung nicht die erforderlichen Divi- sionen in die Schantung-Schlacht werfen, während anderseits Tschiangkaifchek, um des Zeitgewinns willen, den japanischen Kerntruppen überall Kräfte entgegenwarf. Die Schlachten um Sütschau entwickelten sich zu einer chinesischen Gegen­offensive, die die Stadt befreite und auch wei­ter nördlich der Bahn Erfolge davontrua. Die Kämpfe um Taientschuang, Lingyi und Whsien spielten sich rd. 60, 180 und 90 Kilometer nördlich von Sütschau ab. Das ganze Gebiet ist also in den letzten vier Monaten von den Truppen Tschiang- ka'ischeks und des Generals Li genommen und be­hauptet worden. Erst in den letzten Tagen scheinen von der Küste her bedeutende japanische D e r st ä r k u n g en in den Kampf eingegriffen und die chinesische Gegenoffensive zum Stehen gebracht zu haben.

Erfolge derjapanischen Gegenoffensive.

H a n k a u, 24. April. (Ostasiendienst des DNB.) Die am Samstag von den japanischen Truppen auf einer 70 Kilometer breiten Front von der Straße I i e h s i e n L i y i u n mit der Marschrichtung auf die Lunghai-Bahn etwa 100 Kilometer südöstlich von Sutschau eröffnete Offensive dauerte am Sonntag unvermindert heftig an. Dem Druck der japanischen Truppen, die über starke motorisierte Einheiten verfügen, in der Frontmitte nachgebend, legten die Chinesen die Front erneut bis Sge- Huchen, 20 Kilometer nordöstlich von Taier- htschuang, zurück. In Jiehsien sind weitere erheb­liche japanische Verstärkungen eingetroffen.

Oer britisch-irische Ausgleich.

Verzicht auf die Landannuitaten, aber Ausbau der Landesverteidigung. London, 25. April. (DNB. Funkspruch.) Der irische Ministerpräsident de Valera, der am Sonntag in London ein traf, hat mit Dominien- Minister Macdonald sieben Stunden verhandelt. Aus den Blättern kann man schließen, daß es zu folgendem Abschluß zwischen England und Irland gekommen ist: England und Irland neben die seit 1931, dem Beginn des englisch-irischen Zoll­krieges, gegenseitig angewandten Methoden auf, Irland erfährt die gleiche Behandlung wie die Dominien des britischen Weltreiches entsprechend des Ottawa-Abkommens, England wird insbesondere irische Landwirtserzeugnisse erhalten, während Irland britische Fertigfabrikate und industrielle Erzeugnisse einführt. Außerdem soll England auf d i e Landannuitäten ganz verzichtet haben, um derentwillen der Streit zwischen England und Irland ausgebrochen war, nachdem sich de Valera seit 1931 geweigert hat, die Entschädigungssumme von 5 Millionen Pfund für den seinerzeit von Irland enteigneten englischen Grundbesitz zu zahlen. Da aber Irland andererseits mit dem Verschwinden des Zollkrieges größere Summen man spricht von 2 Millionen Pfund jährlich frei bekommt, die bisher als Aus­fuhrprämien verausgabt würben, soll Irland diese Summe zum Ausbau der strategisch wichtigen Punkte des Landes verwen­den. England wird als Gegenleistung drei militä­rische Stützpunkte in Irland, in denen bisher britische Garnisonen standen, auf geben und die Garnisonen zurückziehen. Irland soll die Verteidi­gung des Landes allein übernehmen, dafür aber auch die entsprechenden Unkosten tragen. Die Blätter versprechen sich von dem Abschluß des englisch- irischen Abkommens einen Erfolg, auf den man in England seit gewisser Zeit besonderen Wert legt, nämlich einen guten Eindruck in den Ber­einigten Staaten, wo 20 Millionen Irländer leben.

Oer englische Kriegsminister bei Mussolini.

Rom, 23. April. (DNB.) Mussolini empfing den englischen Kriegsminister, Hore-Belisha. Vormittags besuchte der Minister die Kasernen des 2. Grenadier-Regiments, wo er von Staatssekretär General Pariani empfangen wurde. Nach Abnahme der Parade begab sich der Minister in das Histo­rische Museum und nahm anschließend an einem vom Außenminister, Graf Ciano, im Offizierskasino veranstalteten Essen teil. Nachmittags wohnte Hore- Belisha sportlichen Bernnftaltunaen im Campo Polo bei. Den Abschluß bildete ein Esten in der englischen Botschaft, zu dem zahlreiche hohe italienische Per­sönlichkeiten erschienen waren.

Hore-Belisha hat auf seinem Rückflug von Rom am Sonntagabend in Paris Station gemacht. Am Abend sand in der englischen Botschaft ein Essen statt, an dem lediglich noch Ministerpräsi- dent Da lädier und der britische Botschafter in Paris teilnahmen.

Moskau'legi einetote Zone" zwischen sich und den Westens

Wilna, 23. April. (DNB.) Reisende, die die Grenze Sowjetrußlands nach Westen passiert haben, berichten, daß längs der ganzen Grenze vom Fin­nischen Meerbusen bis zum Schwarzen Meer eine sog. tote Zone geschaffen worden sei, aus der die, gesamte Zivilbevölkerung zwangsweise aus­gesiedelt worden sei. In ihr seien in mehreren Reihen gestaffelt Minenfelder angelegt wor­den. Wege seien durch Eisenbeton-Unterstände blockiert, von denen aus elektrische Kabel zu den Minenfeldern gehen. Bei dem Ausbau seien Straf­gefangene unter strenger Bewachung der GPU. be­schäftigt. In 1% Meter tiefen Gräben und Trichtern habe man Gegenstände angebracht, die deutlich das Aussehen von Sprengkörpern, die mit Kabel ver- Hunden gewesen seien, gehabt hätten. Die Brücken im Grenzgebiet seien durchweg aus Holz, um sie gegebenenfalls leichter zerstören zu können. Hinter der Minenfelder-Grenzzone soll eine Befestigungs- linie in der Art der französstchen Maginot-Linie liegen.

800 Verhaftungen in der Sowjetunion wegen Abhörens des Anti-Stalin-Genders.

London, 24. April. (DNB.) Wie der War- schauer Korrespondent desSunday Expreß" mel- bet, sind in der Sowjetunion 800 Personen verhaftet worden, weil sie die Sendungen des geheimen Anti- Stalin-Senders mitgehört hatten. Der Chef der GPU. Jeschow habe eine Anordnung veröffentlicht,

Die Ehrenpromotionen deutscher Hochschulen.

Richlinien des Reichserziehungsministers.

Der Reichserziehungsminister hat alle Bestimmun­gen in den Satzungen der deutschen Hochschulen und in ihren Promotionsordnungen aufgehoben, die über Ehrenpromotionen oder über die Verleihung der akademischen Würde eines Ehrensenators, Ehren­bürgers oder Ehrenmitgliedes erlassen worden sind, und hat neue Richtlinien erlassen. Als Voraussetzung für die Verleihung des Grades und der Würde eines Doktors oder ßicentiaten ehrenhalber gelten h e r - vorragende eigene wissenschaftliche Leistungen. Stiftungen oder andere För­derungen durch Wirtschaftsführer, Beamte, Ange­stellte oder sonstige Persönlichkeiten der öffentlichen Verwaltung, durch Angehörige der NSDAP, und ihrer Gliederungen sollen künftig nicht mehr als Grundlage für die Verleihung der Ehrendoktor­würde angesehen werden. Auch ausgezeichnete Erfolge in hervorragender öffentlicher Stellung um das Ge­meinwohl dürfen eine Verleihung der Ehrendoktor­würde nicht mehr rechtfertigen. Im übrigen aber kön­nen entgegen den bisherigen Bestimmungen Ehren- Promotionen auch an Mitgliedern der NSDAP, oder Angehörigen ihrer Gliederungen vorgenommen wer­den unter der Voraussetzung, daß hervorra­gende eigene wissensch aftli che Lei­stungen die Ehrung rechtfertigen. Ehrenpromo­tionen von Hochschullehrern, die noch im Amte sind, sollen nicht vorgenommen werden. Die Entscheidung über die Verleihung einer akademischen Würde soll der Dekan der Fakultät nach Anhörung des Fakul­tätsausschusses und Genehmigung des Rektors fäl­len. Der Reichserziehungsminister hat sich ein Ein­spruchsrecht vorbehalten.

Bei Ehrenpromotionen deutscher Staatsangehöri­ger soll geprüft werden, ob die zu Ehrenden deut­schen oder artverwandten Blutes sind und unter

Berücksichtigung der früheren politischen Einstellung die Gewähr dafür bieten, daß sie sich jederzeit rück­haltlos für den Nationalsozialismus einsetzen. Die Bestimmungen über die Beurteilung von Beamten, die Mitglied in Freimaurerlogen waren, sollen sinngemäß angewendet werden. Die Ehrenpromo­tion eines Ausländers ist nur nach Genehmigung des Reichserziehungsministers möglich. Für die Zeit eines Ueberganges von zwei Jahren soll jede ein­zelne Hochschule insgesamt nur ei n e Ehrenpromo­tion vornehmen dürfen, um zu verhindern, daß nach der nun aufgehobenen Sperre eine allzu große An­zahl von Ehrungen ausgesprochen wird. Für Ehren­promotionen aus Anlaß von Hochschuljubiläen soll diese Einschränkung nicht gelten.

Für die Verleihung der akademischen Würde eines Ehrensenators, Ehrenbürgers oder Ehrenmitgliedes gelten die Bestimmungen über die Ehrenpromotionen, jedoch ist hier die Be­rücksichtigung mittelbarer Verdienste um die Wissenschaft möglich. Die für die Verleihung dieser Würden in den Satzungen der Universitäten vorgesehenen Voraussetzungen bleiben auch in Zu­kunft bestehen. Die Entscheidungen soll der Rektor nach Anhörung des Senats treffen, eine Genehmi­gung des Ministers ist nicht mehr erforderlich. Die Entziehung der verliehenen akademischen Würde eines Ehrensenators, Ehrenbürgers oder Ehrenmit­gliedes wird einem Ausschuß übertragen, der aus Dem Rektor und den Dekanen besteht. Die Mitwir­kung des NS.-Dozentenbundes ist vorgesehen, auch der Gauleiter soll von der Einleitung eines Ver­fahrens in Kenntnis gesetzt werden. Gegen eine Entscheidung ist Beschwerde an den Reichserziehungs- minifter möglich. y

wonach jeder, der Sendungen dieses geheimen Rundfunksenders mjthöre, für 10 Jahre nach Sibirien verbannt würde. Der Geheimsender habe am Freitagabend bekanntgegeben, daß Stalin General D y b i e n k o im Lubljanka-Gefängnis habe erfchießen lassen. Dybienko mar früher Kom­mandierender der Leningrader Gar­nison.

192 orthodoxe Priester die neuesten Opfer Stalins.

London, 25. April. (DNB. Funkspruch.) Mos­kauer Meldungen über die Hinrichtung zahl­reicher Geistlicher sämtlicherBekennt- nisse, so u. d. des Metropoliten von N-ischny Nowgorod, haben die öffentliche Meinung Englands in starkem Maße in Aufregung gehalten.Daily Expreß" schreibt, die GPU., die in den letzten Mo­naten nacheinander die Rote Armee, die Flotte und die Verwaltunggereinigt" habe, weil sie angeblich Anhänger Trotzkis gewesen seien, werfe sich jetzt auf die Orthodoxe Kirche. Mit den zuletzt verhafteten Erzbischöfen und Bischöfen sei die Zahl der Priester, die in den letzten Wochen ins Gefäng­nis geworfen worden feien, auf 192 gestiegen.

Heue Schikanen gegen.bas Deutschtum in Osioberschlesien. Haftstrafen sollen den Besuch polnischer

Schulen erzwingen.

Kattowitz, 23.April. (DNB.) Mit dem Be- ainn des polnischen Schuljahres haben wieder um­fangreiche Schikanen der örtlichen polnischen Be­hörden gegen das Deutschtum in Ostoberschlesien eingesetzt, die jetzt durch unverständliche Urteile eines ivlnischen Gerichtes eine weitere überflüssige 93er» chärfung erhalten haben. Die Behörden Ostober» chlesiens, seit jeher wegen ihrerSonderbehand­lung" des Deutschtums entgegen ber Staats- oerfaHung und den deutsch-polnischen Freunoschafts- und Minderheiten­abkommen bekannt, haben eine neue Gelegen­heit zu Schikanen ausfindig gemacht. Zu Beginn des Schuljahres hatten zahlreiche Deutsche ihre Kinder für den Unterricht in den deut­schen Privatschulen in Emmogrube upd P s ch o w angemeldet. Ehe der Unterricht be­gann, mußten die Schulen geschlossen werden, weil die von ihnen gemieteten Räume von dem Eigentümer, einem industriellen Unternehmen, g e - kündigt worden waren. Der Deutsche Schulverein überwies die Kinder mit Einverständnis der Eltern an die deutsche Privatschule in Ryb - n i k. Der dortige polnische Schulinspektor erklärte sich damit nicht einverstanden, sondern for­derte die Entscheidung des Wojewodschaftsamtes, das die Aufnahme der Kinder in die Rybmker deutsche Schule mit der Begründung untersagte, diese Schule sei bereits überfüllt, und die deutschen Eltern aufforderte, ihre Kinder in die volnische Schule zu schicken. Der Erfolg war, daß die deutschen Eltern mit Verwaltungsgeldstra- fen belegt wurden, die für jeden Tag erhoben wur­den, an dem die Kinder der polnischen Schule fern» blieben. Der Einspruch beim Kreisgericht in Rybnik hatte zur Folge, daß die Geldstrafen über 50 und 60 Zloty gegen 13 deutsche Väter in Haftstra - fen von sechs bis zwölf Wochen ohne Bewährungs­frist umgewandelt wurden.(!) Gegen die unverständ­lichen Urteile des Rybniker Gerichts ist Nur noch Kassation beim Obersten Gericht in Warschau mög­lich. Es ist zu hoffen, daß diese höchste Instanz der volnischen Justiz, wenn sie mit der Angelegen- yeit befaßt wird, den Sonderattacken ostoberschlesi- scher Behörden gegen das Deutschtum ein Ende be­reitet, zumal noch weitere derartige Prozesse an­stehen.

Zwei deutsche Zeitungen in polen beschlagnahmt.

Posen, 23. Avril. (DNB.) Die beiden in Posen erscheinenden deutschen TageszeitungenDas Po­sener Tagebla 11" und dieDeutschen N ach richten" wurden von der polnischen Zensur­behörde beschlagnahmt wegen verschiedener Artikel, die zu der Handhabung des polni­schen Grenzzonengesetzes, das den deut­schen Privatbesitz in den westlichen Grenzgebieten Polens ernstlich gefährdet, Stellung nehmen. Durch die Beschlagnahme der beiden Zeitungen, die in allen deutschen Siedlungsgebieten Polens verbreitet sind, sind Zehntausende voltsdeutscher Leser ohne Zeitung geblieben. Die Sonntogsausgabe des Posener Tageblatts" ist in den letzten Wochen be­reits dreimal beschlagnahmt worden.

Albanien in Erwartung der Königshochzeit.

Tirana, 24. April. (DNB.) Die albanische Hauptstadt Tirana steht bereits im Zeichen der bevorstehenden Hochzeit des Königs Zogu mit der unaarischen Gräfin Geraldine A p p o n y i. Die Stadt hat reichen Flaggenschmuck angelegt und Triumphbogen errichtet. Die Festlickkeiten werden am Montagmorgen durch eine Ansprache des Bürgermeisters an die auf dem Skanderbeb-Platz versammelte Bevölkerung eingeleitet, an die sich Volkstänze sowie ein großer Festzug anschließen werden. Dann wird ein Flugplatz sowie eine neue Straße, die Tirana mit der Hafenstadt Durazzo verbindet, feiernd) ein gemeint werden. Die Trau­ung des königlichen Paares findet am 27. April statt. Anschließend begibt sich das Königspaar nach Durazzo, wo es in einer am Meeresftrand errichte­ten Villa Wohnung nehmen wird. Der italienische Außenminister G r a f C i a n o roirf) sich Montag vormittag im Flugzeug nach Tirana begeben, um als Vertreter der italienischen Regierung an der Hochzeit teilzunehmen. Der Herzog von Ber­gamo wird als Vertreter des Königs von Italien und Kaisers von Aethiopien der Hochzeit beiwohnen.

Die deutschen Schulen in Brasilien.

Rio de Janeiro, 23.2fpril. (DNB.) Der Prä­sident der Evangelischen Kirche im Staate Rio Grande do Sul nimmt imDiario da Noite" zu den Angriffen gegen die dortigen deutschsprachi­gen Schulen, deren Zahl 1000 und nicht 3000 sei, Stellung. In diesem Zusammenhang von reichs- deutschen Schulen zu sprechen, so erklärte der Kirchenpräsident, eine absichtliche Irre­führung der Oeffentlichkeit. Es handle sich um Unterrichtsanstalten im Rahmen der brasi­lianischen Gesetze, die den Nachkommen der deutschbrasilianischen Kolonisten eine christliche Er­ziehung und fachliche Bildung vermittelten und somit einen Damm gegen zersetzende soziale und politische Einflüsse darstellten.

Sicherstellung der Rolhschildschen Güter in Oesterreich.

Wien, 23. April. (DNB.) Die amtlicheWiener Zeitung" veröffentlicht einen Beschluß des Bezirks­gerichts in Gaming, durch den der Rechtsanwalt Dr. Albrecht Alberti zum Abwesenheitskurator für den zur Zeit nicht auffindbaren jüdischen Finanzmann Dr. Alfons Rothschild bestellt wird, um die Zu­stellung eines Beschlusses in Grundbuchsachen zu er­möglichen. Nach einem Beschluß der zuständigen Gerichte ist das Eigentumsrecht an den Gütern der Familie Alfons Rothschild in den niederösterreichi- schen Gebieten Waidhofen an der Pbbs, in Stein­bach, im Vbbstal und in Landau bei Neuhaus auf das Deutsche Reich zu übertragen. Die Güter sollen zum Ersatz jener Schäden, die aus den Vermögens­transaktionen Rothschilds mit der Creditanstalt und mit dem früheren österreichischen Bundesschatz ent­standen sind, sichergestellt werden. Alfons Rothschild hatte im Herbst 1929 bei der Uebernahme der Bo­denkreditbank und 1931 beim Zusammenbruch der Creditanstalt in der Oeffentlichkeit scharfe Angriffe erfahren, weil ihm die erwähnten Vermögenstrans­aktionen, durch die dem österreichischen Bundesstaat beträchtlicher Schaden erwachsen ist, zur Last gelegt wurden. Auch gegen den ehemaligen Generaldirek­tor der Hirtenberger Patronenfabrik, die inzwischen in die Wilbelm-Gustloff-Stiftung ein» gebracht wurde, Fritz Mandl, ist wegen einer Forderung des österreichischen Bundesschatzes in Höhe von 345 000 Schilling Exekutionsbeschluß er­gangen. Da der Aufenthalt von Fritz Mandl eben- falls nicht bekannt ist, wurde ein Kurator bestellt.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Mit Zustimmung des Führers und Reichs­kanzlers hat zum 20. April der Präsident des Deut- schon Roten Kreuzes StaatssekretärReiner, D a r m st a d t, die 1. Klasse des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes verliehen, eine Anerkennung der großen Verdienste, die sich Staatssekretär Reiner als bisheriger Präsident des Hessischen Landesmännervereines und als jetziger Landesführer der Landesstelle 12 des Deutschen Roten Kreuzes um den Neuaufbau des Deutschen Roten Kreuzes erworben hat.

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Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat heute dem Admiral a. D. von Sans anläßlich des 60jährigen Gedenktages feines Dienfteintrittes telegraphisch feine Glückwünsche aus­gesprochen.

Reichspostminister Dr. Ohnesorge hat dem Führer zu seinem Geburtstag einen Betrag von 500 000 Mark für den Kulturfonds d e s Führers zur Verfügung gestellt und ein Album mit allen feit Kriegsende erschienenen österreichischen Postwertzeichen überreicht.

Reichsleiter Amann hat anläßlich der am 14. und 15. Mai stattfindenden Sammlung für das Ju- gendherbergswerk dem Reichsverband der deutschen Jugendherbergen zum Bau einer Jugend­herberge in Bayern den Betrag von 100000 Mark gestiftet. Die Jugendherberge soll am le­ge r n f e e im Stil der bayerischen Bauten errichtet werden.

Der Botschafter der Vereinigten Staaten, Hugh Wilson, stattete dem Reichsarbeitsführer in der Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes im Grünewald einen Besuch ab. Auf besonderen Wunsch des amerikanischen Bundespräsidenten Roosevelt un­terrichtete sich der Botschafter über die vorbildlichen Einrichtungen des Reichsarbeitsdienstes. In Den Vereinigten Staaten besteht für den Reichsarbeits­dienst besonderes Interesse, da auch die Vereinigten Staaten einen freiwilligen Arbeitsdienst besitzen.

Der bisherige Staatsälteste Konstantin P a e t s wurde am Sonntag mit 219 gegen 19 Stimmen für sechs Jahre zum Präsidenten der Repu­blik Estland gewählt.

Aus aller Wett.

OerKührer an GeneraladmiralRaeder.

Berlin, 23. April. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine anläßlich seines Geburtstages heute folgendes Tele­gramm übermittelt:Mein lieber Generaladmiral Raeder! Anläßlich Ihres Geburtstages übermittle ich Ihnen meine herzlichsten Glück­wünsche für Ihr persönliches weiteres Wohler­gehen. Bei dieser Gelegenheit ist es mir ein Be­dürfnis, Ihnen meinen Dank u n d meine Anerkennung auszusprechen für die mir stets erwiesene treue, rastlose und erfolgreiche Arbeit "beim Aufbau der Kriegsmarine, die unter Ihrer be­währten Führung die ihr übertragenen Aufgaben hervorragend erfüllt hat. Ich hoffe, daß Ihre wert­volle Mitarbeit mir noch lange Jahre erhalten bleibt. Adolf Hitler."

Gauleiter Sprenger eröffnet die Welt­kriegsausstellungOie lebende $ronP.

Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger er­öffnete am Sonntag die unter seiner Schirmherr^ schäft stehende Weltkriegsausstellung Die lebende Front" der Nationalsozialisti­schen Kriegsopferversoraung in Frankfurt. Brigade­führer Dippel begrüßte im Namen der National­sozialistischen Kriegsopferversorgung den Gauleiter und die Ehrengäste. Als Vertreter des Reichskriegs­opferführers erinnerte Standartenführer Span- genmacher an die gewaltige Zeit des Weltkrieges und das Sterben der zwei Millionen. An der Front waren Sozialisten der Tat und unter ihnen lag als einfacher Soldat, mit dem glühenden Glauben an Deutschland, Adolf Hitler. Er war es, der nach dem Zerfall an die Spitze trat und dem deut­schen Volk den Glauben wiedergab. Uns bleibt die Aufgabe zu erfüllen: diesen, unseren heiligen Glau­ben zu erhalten und dex Jugend zu übertragen und ihr immer zu predigen: Soldatsein dauernt über Krieg und Frieden.

Mit den Worten: ,Möge diese Ausstellung das erfüllen, wozu sie bestimmt ist: in unserer Jugend und in unserem ganzen Volk das Fronterlebnis wackzurufen und wachzuerhalten, auf daß alle werden, was fie fein sollen: So Daten des deutschen Volkes', eröffnete Reichsstatthalter Gau­leiter Sprenger die Ausstellung. Sie zeigt an einem riesigen Schaubild einen Frontabschnitt mit allen landschaftlichen und kriegstechnischen Ein­zelheiten. Geschütze feuern, Einschläge blitzen auf, Eisenbahnen und Tanks rollen, Kolonnen marschie­ren, kurz einen Ueberblid von den Geschehnissen an der Front bis in die Etappe. Modelle und Bild­material gewähren einen Einblick in das Aufgaben­gebiet der Kriegsopferversorgung, wie Siedlungs­werk, Einfak Schwerkriegsbeschädigter in der Wirt­schaft usw. Auch das Rote Kreuz und der Reichs- luftschutzbund zeigen ihre Aufgabengebiete.

Grubenunglück auf Zeche Concordia in Oberhausen.

Auf der Zeche Concordia II/III ereignete sich auf der 5. Sohle in FlözSonnenschein" in einem 130 Meter hohen Streb ein Gebirgsfchlag. Durch den Gebirgsfchlag wurden 100 Meter der Streb­länge betroffen. Die Bergungsarbeiten unter Auf­sicht der Bergbehörde find noch im Gange. Bisher wurden sechs Tote, vier Schwerverletzte und drei Leichtverletzte geborgen. Glücklicherweise sind acht Bergknappen, über deren Schicksal noch Ungewißheit bestand, sämtlich unversehrt geblieben. Durch den Tod eines der Schwerverletzten hat sich die Zahl der Toten inzwischen auf sieben erhöht. Bon den Schwerverletzten befindet sich nur noch einer in Lebensgefahr. Die Zahl der Leichtverletzten hat sich auf sechs erhöht, da sich nachträglich noch drei Bergleute mit kleineren Munden meldeten. Die Stiftung für Opfer der Arbeit hat für die Hinterbliebenen der Zechenverwaltung einen Betrag von 3 0 0 0 Mark zur Verfügung gestellt.

Die Tradition der Schuhtruppe.

In Hamburg fand die Uebergabe der Tradi­tion ber ehemaligen kaiserlichen Schutztruppe von Deutsch-Süd-We st - Afrika an bas erste Bataillon bes Infanterie-Regiments Nr. 69 statt. Die Feier erhielt ihr besonderes Gepräge durch die Teilnahme des letzten lebenden Kommandeurs von Deutsch - Südwest, Generalleutnant a. D. von E st o r f f und des ehemaligen Gouverneurs und Kolonialstaatssekretärs Exz. von Lindequist. Der Festakt, der mit einem Feldgottesbienst eröffnet worden war, schloß mit einem Vorbeimarsch der Ehrenkompanien, Verbände und Formationen. Mit dieser Traditionsübernahme hat das J.-R. Nr. 69 die gesamte Tradition der afrikanischen Schutztruppe, Deutsch-Ostafrika, Togo, Kamerun Und Deutsch- Südwest, vereinigt.

wackere Bettungstat Koblenzer Infanteristen.

Eine wackere Rettungstat vollbrachten Angehörige des Koblenzer Infanterie - Regiments. Feldwebel Köster und Schütze Wengenroth brachten drei äußerst bedrohte Kinder aus einem brennenden Hause in Sicherheit. Bald waren weitere Soldaten zur Stelle, die das Feuer bekämpften. Die inzwischen