Ausgabe 
25.3.1938
 
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Nr.N Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

5reitag,25.MrzM8

Aus der Stadt (Ziehen.

Tüten sind nur aus Papier.

Es sollte eigentlich keine Neuigkeit sein, daß Tüten nur aus Papier sind. Dennoch scheint es fast so, als ob manche Hausfrau diese Tatsache manch­mal vergäße. Und nach dem altbekannten Sprich­wort: Gebranntes Kind scheut das Feuer, wird erst nach erheblichen Verlusten im Haushalt die Tüten­wirtschaft abgestellt.

Aber wozu erst diese Verluste? Warum lassen wir den Zucker in der Tüte, bis die Tüte bei einem schnellen Griff, noch dazu vielleicht mit nassen Hän­den, reißt und sich der schöne Inhalt auf den Fuß­boden ergießt? Mit lautem Weh und Ach wird dann der noch brauchbare Zucker wiedereingesam­melt". Je nach Temperament wird sogar die arme, unschuldige Tüte mit Schimpfworten überhäuft. Aber was kann sie dafür, daß sie nur aus Papier ist? Die einsichtsvolle Hausfrau wird durch Schaden klug und schüttet das nächste Mal den Zucker gleich in die Dose. Aber auch sonstige Lebensmittel sollten nicht in Tüten aufbewahrt werden. Wenn wir am Kaffee oder Tee dasAroma" lieben jeder Ge­nießer spürt bei diesem Wort schon einen köstlichen Duft in der Nase, so müssen wir schmerzlich feststellen, daß beim Aufbewahren in Tüten dieses Aroma sich verflüchtigt hat. Tüten sind nun einmal nur aus Papier und lassen den Duft entweichen. Wir verlieren nicht nur mengen-, sondern auch gütemäßig. Es gibt aber noch andereduftende" Lebensmittel, deren Aufbewahrung in Tüten eben­falls Schaden anrichtet. Auch hier läßt das Papier denDuft" heraus. Denken wir nur an Käse, Räu­cherfisch, Hering usw. Wenn diese Lebensmittel nicht sauber unter Verschluß liegen,stecken" sie die übri­gen Lebensmittel förmlich an. Das Ergebnis ist, daß wir nachher nach Käse schmeckende Marmelade essen müssen, oder nach Hering duftenden Kuchen, oder auch überhaupt nicht mehr essen, sondern die Lebensmittel fortwerfen! Wenn wir solche, durch fremde Gerüche ungenießbar gewordenen Erzeug­nisse vernichten, ist der Verlust wieder groß. Wir verlieren also in jedem Falle, wenn wir für unsere Vorräte in der Speisekammer Tüten benutzen.

Dabei ist Abhilfe gar nicht so schwer. Hand auf's Herz! Meist ist es doch nur unbegreifliche Bequem­lichkeit, wenn mir. die wertvollen Nahrungsmittel in der Tüte lassen. Wir brauchen sie ja doch gleich wieder, so meinen wir wenigstens. Aus dem Gleich" wird eine Woche, und die armen Lebens­rnittel führen ihr trauriges Dasein in den Tüten, allerdings auch nicht, ohne sich zu rächen. Tüten sind nun einmal aus Papier, und Papier ist weder unbegrenzt haltbar, noch völlig abschließend. Die Käseglocke dagegen schützt die Mitbewohner der Speisekammer vor den Gerüchen ihres Inhalts, und Dosen werden nicht reißen, auch wenn wir sie eilig herauszunehmen haben. Wer nicht genügend Aus­bewahrungsbehälter hat, kann für wenig Geld beim Kaufmann alte Vorrqtsdosen erstehen. Auch Weck­gläser mit einem Sprung lassen sich noch gut ver­wenden. Für das Mehl sollte eine Mehlkiste nicht zu viel sein. Die saubere und abgedichtete Aufbe­wahrung wird es lohnen. Unsere Vorräte aber, die nicht mehr unter schlechten Lebensverhältnissen, wie sie die Papiertüte bietet, zu leiden haben, werden uns dann auch weniger Verluste bereiten. Durch sorgfältige Aufbewahrung sparen wir am Wirt­schaftsgeld..

üornofüen.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr,Die Weiber von Redditz". Gloria-Palast (Seltersweg):Die ver- fchwundene Frau". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Maienzeit". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand.

Stadttheater Gießen.

Heute um 20 Uhr findet die Erstaufführung des Lustspiels von Friedrich ForsterDie Weiber von Redditz" statt. Dieses Lustspiel hat sich in kurzer Zeit fast alle Bühnen des Reiches erobert. Spiel­leitung Anton Neuhaus. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 25. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Ende 22.15 Uhr.

Spielptanänderung im Stadttheater.

Infolge anhaltender Erkrankungen im Personal kann eine Aufführung der OperetteClivia" nicht stattfinden. Dafür gelangt arti Samstag, 26. März, 20 Uhr,Wilhelm Teil", Schauspiel in 14 Bildern, von Schiller, zur Wiederholung. Spielleitung: Her­mann Schultze-Griesheim. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.-Miete Gruppe II (12. Vor­stellung) statt. Ende 22.45 Uhr.

Ortsverein Gießen der Deutschen Stenographenschaft.

Am kommenden Sonntag, 27. März, 8.30 Uhr, veranstaltet der Ortsverein Gießen der Deutschen Stenographenschaft in den Räumen der Oeffentlichen Handelslehranstalt das Frühjahrs-Leistungsschreiben.

Das hauswirschastliche Jahr geht zu Ende.

Eine Abschlußfeier fand am Mittwoch imBurg­hof" für die Hausjahrmädchen des Jahrgangs 1937 aus dem Kreise Wetterau statt, die zu Ostern ihren Anlernhaushalt verlassen. An drei langen, festlich mit bunten Papierbändern und Frühlingsblumen geschmückten Tischen saßen die jungen Mädchen in Begleitung ihrer Hausjahrmütter. Auch die eigenen Mütter waren eingelaöei^ und hatten sich zahlreich eingefunden.

Nach kurzer Begrüßung durch die Leiterin der Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft sprach die Sachbearbeiterin Frau H i tz über die Bedeutung des hauswirtschaftlichen Jahres. Sie wandte sich zu­nächst an die jungen Mädchen, die nun froh und stolz sind auf das, was sie in diesem Jahr gelernt haben, die gesund und gekräftigt an Geist und Kör­per sich jetzt für einen Lebensberuf entscheiden kön­nen. Die Arbeit der Hausfrau und Mutter steht heute im Mittelpunkt der Volkswirtschaft, wie das Können und Wissen in der Hauswirtschaft die

Wahlkundgebung.

Am Sonntag, 27. Wärz, 20 Uhr, spricht in Gießen in der Vokshalle

Reichserziehungsminifier pg. Rufi

Gauleiter von Eüdhannover-Braunschweig.

Es wird erwartet, daß die Bevölkerung des Kreises Wetterau an dieser Kund­gebung teilnimmt.

Für die Parteigenossen in Gießen und in den unmittelbar benachbarten Orts­gruppen ist die Teilnahme Pflicht.

Eintritt frei.

Saalöffnung 18.30 Uhr.

Die Plätze müssen bis 19.45 Uhr eingenommen sein.

Kreisleitung Wetterau der NSDAP.

Grundlage bildet für jeden weiblichen Beruf. Frau H i tz dankte dann den Hausjahrmüttern für ihre Mühe und Sorgfalt, mit der sie die jungen Mäd­chen durch dieses Jahr geführt und damit eine Auf­gabe von bleibendem Wert geleistet haben.

Eins der Mädchen erzählte dann aus seiner Lern­zeit und gab dem Dank für ihre Hausjahrmutter lebhaften Ausdruck.

Die Spielschar der Jungmädel vom Untergau 116 brachte dann reiche Abwechselung durch lustige Ak- kordionmusik und fröhlichen Chorgesang, beides fand lebhaften Beifall. Zum Abschluß erhielten die Mäd­chen ihre Bescheinigungen über die Ableistung des hauswirtschaftlichen Jahres, und die Hausjahr­frauen ein Anerkennungsschreiben. Bei Kaffee und Kuchen verging die Zeit in fröhlicher Kamerad­schaft. F. K.

Frohe Menschen'

Es war ein wunderbares Erlebnis: Führt mich da die Spätnachmittagsfvnne eines dieser goldenen Märzentage hinaus in die Häuser- und Gartenreihe einer Siedlung. Blitzblank stehen die kleinen Häuser. Mit zufriedenen, glücklichen, luftgebräunten Ge­sichtern schaffen Mann und Frau im Garten. Um sich herum spielen frohe, gesunde Kinder, denen die Wohltat von Luft und Sonne aus den lachenden Augen und von den runden Bäcklein leuchtet.

Eigenes Heim auf eigener Scholle! Wie lange hat man doch vergebens gerufen: Heraus aus der grauen Trostlosigkeit städtischer Mietskasernen! Zurück zur Natur! Hinaus in Luft und Sonne, in ein eigenes kleines Heim, auf ein eigenes Stückchen Land! Hier ist der Ruf zu schöner Wirklichkeit geworden. Und man braucht sich nur umzuschauen, braucht nur mit Eltern und Kindern zu reden, um das Glück bestätigt zu finden, das das Siedlungswerk ihnen gegeben hat.

Rund 700 0 Heimstättensiedlungen sind allein im Gau Hessen-Nassau seit der Machtüber­nahme durch den Nationalsozialismus erstanden!

Ich gehe wie beschenkt meines Weges weiter. Denn ich weiß, der nationalsozialistische Staat wird immer noch mehr Menschen durch solche Sied­lungen Gesundheit und Zufriedenheit, Familien- qlück und frohes Ernten auf eigenem Grund be­scheren!

157 Freiplätze für Kinder.

Der Aufruf der NSV. zur Bereitstellung von Freiplätzen für österreichische Kinder zu einem mehr­wöchigen Erholungsaufenthalt hat im Kreis Wet­terau ein sehr erfreuliches Ergebnis gebracht. In­nerhalb 24 Stunden sind der NSV.-Kreisamsleitung Gießen 157 Freiplätze zur Aufnahme von Kindern hilfsbedürftiger österreichischer Familien zur Verfü­gung gestellt worden. Von diesen in vorbildlicher Be­geisterung angemeldeten Freiplätzen werden 120 Kin­der aus Oesterreich von der NSV. in Anspruch genom­men werden. Im Einvernehmen mit den hochherzigen Spendern werden die restlichen 37 Freiplätze für hilfsbedürftige Kinder der Kinderlandverschickung der NSV. bereitgefteüt, damit der Wunsch der Spender, ein Kind zur Erholung für einige Zeit aufzunehmen, erfüllt wird, zum andern auch eine Reihe von Kindern die Möglichkeit einer guten Er­holung geboten werden kann. Die spontane Bereit­stellung der Erholungsplätze für die hilfsbedürftigen Kinder aus Oesterreich verdient alle Anerkennung, und sie löst auch den Wunsch aus, daß ebenso bei den weiteren Beschaffungen von Freiplätzen in der Kanderlandverschickung der NSV. die gleiche freudige Bereitschaft zur Mithilfe überall vorhanden fein möge. ö1' .

70000 WHW-Abzeichen im Kreis Wetterau

Bei der letzten Reichsstraßensammlung für das WHW., die am morgigen Samstag und am Sonn­tag von der Deutschen Arbeitsfront und allen ihren Helfern durchgeführt wird, stehen zum Verkauf im Kreise Wetterau 70 000 WHW.-Abzeichen zur Ver­fügung. Es handelt sich dabei um schöne Abzeichen (Frühlingsboten), die zweifellos'gern gekauft wer­den dürften Da die Aufgaben des WHW. durch die große Hilfstätigkeit in Oesterreich jetzt eine we­sentliche Erweiterung erfahren haben, also größere Mittel zum Kampf gegen materielle Notstände er­forderlich sind, darf man wohl die Hoffnung hegen, daß auch die Opferfreudigkeit aller Volksgenossen noch eine weitere Steigerung erfährt. In dieser Er­wartung sei hier dem Wunsch und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß auch bei dieser letzten Reichs­straßensammlung ebenso wie bei den früheren Sammlungen die WHW.-Abzeichen restlos ver­kauft werden mögen!

Zum 10. April.

Stimmabgabe der Geschäftsreisenden und Touristen.

DNB. Stimmberechtigte, die ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt im Re chsgebiet haben und sich am Wahltag vvrübergehei d als Geschäftsreisende oder Touristen im Auslance aufhalten, müssen sich ihren Stimmschein vor ihrer Abreise ins Ausland in ihrem inländischen Wohn- ober Aufenthaltsort

ausstellen lassen, um an Bord eines deutschen Schif­fes, ober in einem Grenzort an ber Reichstagswahl und Volksabstimmung teilnehmen zu können. Wer sich also am Wahltag nicht in seinem Wohn- und Aufenthaltsort aufzuhalten beabsichtigt, besorge sich rechtzeitig vor seiner Abreise seinen Stimmschein!

Bunter Abend im Etadttheater.

Zugunsten des Winterhilfswerkes.

Mit einem unterhaltsamen Abend TitelEine Fahrt ins Blaue" wartete gestern abend das -stadttheater auf. Der Ertrag des Abends wurde dem Winterhilfswerk überwiesen. Die Besucher wur­den auf bas angenehmste in Anspruch genommen. Ausgezeichnete gesangliche Darbietungen, Schnur­ren und spannende Zwiegespräche gab es zu hören, das Ballett kam mehrmals mit viel Schwung auf die Bühne, dem Solotanz kam fein Recht zu, und eine wohlgelungene Parodie auf das Lied vom Herz in Heidelberg verloren" wurde von den Zu­hörern mit anhaltendem Schmunzeln aufgenommen. Hin und wieder ging es auf der Bühne ganz inter-

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ZIMM

Die Bauarbeiten an der Teißtalbrücke.

NSG. Groß und erhaben ziehen sich die hellen, breiten Bänder der Reichsautobahnen durch die deutschen Gaue. Immer werden sie Künder sein für die Taten des Nationalsozialismus, der seinen Kamps gegen die Arbeitslosigkeit mit dem Bau die­ser in ihrer Planung und Arbeitsleistung einzig­artigen Autostraßen begann. Die Autobahnen wer­den nicht nur ein für die Jahrhunderte lebendiger Rechenschaftsbericht sein, sondern auch der typische Ausdruck einer neuen Baugesinnung. Einer gran­diosen Planung tritt eine ebenso monumentale Aus­führung zur Seite, eine Baukultur, die das gesamte moderne Bauen aufs stärkste beeinflußt! Geschwin­digkeiten, die noch vor wenigen Jahren nur auf

national zu, so daß sich die Teilnehmer an dieser Fahrt ins Blaue" in alle Erdteile versetzt fühlten. Den stürmisch beklatschten Abschluß bildete der Auf­tritt des Gladiatoren-Balletts. Die Veranstaltung, deren Darbietungen schon bei einer früheren Ge­legenheit gewürdigt wurden, entließ die Besucher in bester Stimmung.

HZ., Unterbann IV/116.

Die Führerschulung des Unterbannes IV/116 am Sonntag, 27. März, fällt wegen der Waldlaufmei- sterschaften aus.

BDM- u. IM.-llntergau 116, Gießen.

Betr.: Tanzveranstaltung am 27. War;.

Die zur Tanzveranstaltung mit Irmgard Zenner vom Stadttheater aufgeforderten Jungmädelgrup­pen treten am Sonntagmorgen um 8.50 Uhr im Horst-Wessel-Wall (Selterstor) an. Die Ordnung für die Ausstellung der JM.-Gruppen übernimmt die IM.-Gruppenführerin von 1/116.

Die .Mädelgruppen treten amGloria-Palast" an. (Um 9 Uhr.) Für den Anmarsch ist die Mädel­ringführerin von Gießen verantwortlich.

Bdr.: Arbeitstagung am 28. Wär;.

Am 28. März um 20 Uhr, findet auf der Dienst­stelle des Untergaues eine Arbeitstagung mit der Obergauführerin für alle M.- und IM.-Gruppen­führerinnen statt.

LM.-llntergau 116, Gießen.

Betr.: Woche der Pimpfe und Iungrnädel.

Die Eröffnung der Woche der Pimpfe und Jung­mädel findet am 25. März in allen Jungmädel- Standorten statt. Wir tragen alle bis zum 31. März unsere Kluft anläßlich der Woche der Pimpfe und Jungmädel.

Betr.: 1. Dienst der Neuaufnahmen.

Am Mittwoch, 30. Marz, melden sich alle Neu­aufnahmen zum 1. Dienst bei ihrer betreffenden Standortführerin. In Gießen kommen alle Jung­mädelanwärterinnen um 14.30 Uhr auf den Brand­platz, um den einzelnen Gruppen zugeteilt werden zu können.

Rekordstrecken gefahren wurden, werden auf den Autobahnen zur Durchschnittsgeschwindigkeit. Die große Schnelligkeit läßt die einzelnen Eindrücke zu­sammenrücken und verschmelzen, so daß sich schon allein aus der Berücksichtigung der Fahrtgeschwin­digkeit eine viel großzügigere Linienführung ergibt. An die Gestaltung der Strecke werden damit ganz andere Anforderungen als bei gewöhnlichen Stra­ßen gestellt. Die Autobahnen eröffnen die Schön­heiten der Natur von neuen Seiten, sie sind Ktmst- werke, die die Natur nicht verletzen, sondern heben und neu erschließen.

An den Autobahnen haben die Techniker erst wie­der Sehen und'Bauen gelernt. Wie die Linienfüh­rung Ausdruck einer monumentalen Baugesinnung ist, so sind es auch die einzelnen Bauwerke selbst. Tausende von Brücken, Ueber- und Unterführungen sind in die nunmehr fertiggestellten 2000 Kilometer Reichsautobahnen eingeflochten. Bis 1933 baute man aus Eisen und Beton, heute dient wieder der Naturstein, der aus den Jahrhunderten als bester und haltbarster Baustoff bekannt ist.

Auch der Gau Hesfen-Nasfau, der ja die Wiege der Reichsautobahnen ist, erhält auf der Strecke Frankfurt Köln zwei Bauwerke von ge­waltigsten Ausmaßen und erhabenster Schönheit. Zwei breite Täler sind auf dieser Strecke zu über­winden: das Teißtal und die Lahn. Schon ragen die mächtigen Pfeiler der Brücken auf, schon hat man ein Bild von der Höhe, und schon ahnt man die Kraft und die Wucht, die einmal von diesen Bauwerken ausgehen wird. Machtvoll heben sich im Teißtal die 15 Pfeiler aus Melaphyr zu den sech­zehn schmalen Durchlässen empor. Breit wird sich das Band der Autobahnen auf der 510 Meter lan­gen Brücke darüber hinziehen und die deutschen Gaue einander näherbringen. Auch oberhalb von Limburg ragen schon drei Pfeiler aus der Lahn auf. 60 Meter über dem Wasserspiegel wird hier die Autobahn auf einer Breite von 19 Meter über die Lahn geführt. Ein Pfeiler steht schon frei, wuchtig sind feine Blöcke aus grauem Trachit, Phonolit und Granit aufeinandergetürmt. Auf 524 Meter tragen sie die Bahn, die hier das Lahntal überwindet.

So wie die Autobahn bei Frankfurt die Main­linie überwunden hat, werden nunmehr ähnliche Brücken über die Grenze nach Oesterreich ge­schlagen. Sie werden unsere Brüder, die der Führer befreite, ins Reich führen, damit die alte deutsche Ostmark mit dem jungen kraftvollen Deutschland auf ewig ver­bunden ist. Die hochra­genden, schweren romani­schen Bögen werden weit­hin das Tal und die Stadt beherrschen, und sie werden damit Künder des Nationalsozialismus sein. Nie waren Bauwerke mehr Sinnbild eines politischen Kampfes, wie die Auto­bahnen. des nationalsozia­listischen Reiches! Macht­voll wie der Führer das deutsche Schicksal gestaltet, durchziehen die Autobah­nen das Land. In ihrer Kraft und Größe sind sie das immerwährende Sym­bol des wiedererstandenen Reiches von den Alpen bis zur See und vom Westen zum Osten. Sie binden die Stämme und Landschaften im ewigen Deutschen Reich.

E. K.

Hach ragen drei Pfeiler aus der Lahn und lassen die künftige mächtige Brücke erkennen. (Ausnahmen: Ernst Kratz jNSG.j.)

M

W.

Großartige Linienführung monumentale Bauwerke

5 Stuck'ßS^

PALMOLIVE

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