Zreitag, 25. Zebruar 1938
Nr. 47 Lrftes Blatt
188. Jahrgang
n Mi- blem der deutschen Hochschule nicht in erster Linie würde, | eine Frage geeigneter Fachkräfte, als vielmehr
München, 24. Febr. (DNB.) Zum 18. Male jährt sich heute der geschichtliche Tag, an dem Adolf Hitler inmitten einer lärmdurchtobten Versammlung im Münchener Hofbräusaal zum erstenmal die 25 Programmpunkte der NSDAP, verkündete. In der achten Abendstunde versammelten sich die Männer, die das Goldene Ehrenzeichen der Partei und der Blutordsn als die Alte Garde Adolf Hitlers kennzeichnen, in demselben Hosbräuhaussaal, in dem damals die Programmverkündung erfolgte. Wer von den alten Kämpfern aus dem ganzen Reiche im Hofbräuhaussaal nicht Platz fand, nahm die Parallelkundgebung im Bürgerbräukeller auf. Im Hofbräuhaus sieht man die Rsichsleiter Fiehler und Amann, Korpsführer Hühnlein, Reichsleiter Rosenberg und Stabschef Lutze. Auch viele Frauen nehmen teil. Neben der Sternecker Gruppe fehlt nicht der Stoßtrupp Hitler mit seinem Führer Berchtold-. Weiter sieht man die Parteigenossen Kriebel, Hermann Esser, die Reichsleiter Schwarz, Bouhler, Grimm, Bormann, Dr. Ley und Dr. Frick, die Gauleiter, Ministerpräsident Siebert, den Kommandierenden General des VII. Armeekorps General der Infanterie Schobert und den Befehlshaber der Luftwaffengruppe III General der Flieger Sperrte. Weiter die Rsichsminister von Ribbentrop, Lammers und Rust sowie die Reichsleiter Dr. Dietrich, von Schirach und Frank. Kurz nach 20 Uhr trägt der alte Kämpe Grimminger, geleitet von zwei --- Führern, die B l u t f a h n e in den Saal. Ein Trompetensignal. Der Führer kommt. Ein Jubel- sturm bricht los. Leuchtenden Auges schreitet Adolf Hitler zur Saalmitte, nach allen Seiten grüßend und dankend. Hinter dem Führer Rudolf Heß, der Gauleiter des Traditionsgaues Adolf Wagner, Obergruppenführer Brückner, Gruppenführer Schaub, Reichsführer ff Himmler und Ulrich Graf.
Adolf Wagner eröffnet die Feierstunde. Und dann tritt der Führer an das Podium. In kurzen Strichen läßt er vor dem geistigen Auge der Teilnehmer dieser Stunde das Bild jener ersten heroischen Tage der jungen nationalsozialistischen Bewegung erstehen, er spricht zu ihnen in packenden Worten über die entscheidenden Grundsätze und revolutionären Auffassungen von Führertum und
Japan verteidigen kann. Hand in Hand hiermit geht das Bemühen, die Differenzen mit Japan nicht auf die Spitze zu treiben und sich bezüglich der amerikanischen Interessen auf dem asiatischen Festland auf ein Mindestmaß zu beschränken.
Wie verträgt sich diese gegenwärtige Außenpolitik mit der Quarantäne-R:de Roosevelts im Oktober, mit der gleich darauf folgenden Brandmarkung Japans durch Hüll als Angreiferstaat und mit der anschließenden Beteiligung Amerikas an der Brusse- ler Konferenz? Diese beiden Phasen vertragen sich eben nicht miteinander, sondern stellen eine nach außen noch nicht erkennbare, aber nichtsdestoweniger erfolgte Änderung der amerikanischen Außenpolitik dar Im September und Oktober vorigen Jahres sah man hier in Washington weiter nichts als d i e Verträge aus der guten alten Zeit, die Amerika zum Schutz Chinas unterzeichnet und die Japan nach der hiesigen Auffassung gebrochm hatte. M^n tehte noch in der Erinnerung an die Zeit, als man solche Verträge noch durchsetzen konnte. In-
Volkes stehend angesehen habe, eine revolutionäre Forderung. Die sogenannte Objektivität, die ihre Begründung geradezu im Kampfe gegen das Volk suche, hätte die Hochschulen in eine schwere Krisis geführt. Wir brauchten Männer, die v o n der politischen Haltung aus ihr Handeln bestimmen würden. Somit sei das Grundgro-
die Durchdringung mit der nationalsozialistischen Weltanschauung. Hier liege die große Aufgabe des NSD.-Dozentenbundes. — Dann sprachen Prof. Dr. Hoppe über „Deutsches Volkwerden im ge«
neue Stellung ein, es habe auch eine neue Haltung bekommen, eine neue Zuversicht und Gläubigkeit, und das fei vielleicht der entscheidendste Wandel, der sich feit den letzten fünf Jahren in Deutschland vollzogen habe.
Unter dem begeisterten Beifall der alten Kämpfer gedenkt der Führer hierbei noch einmal des Verdienstes der nationalsozialistischen Bewegung, die das deutsche Volk geeint und zusammengeschlossen, zusammengefügt und zusammengejchweißt habe. Die nationalsozialistische Bewegung habe damit eine neue Zeitepoche in der jahrtausendalten Geschichte des deutschen Volkes begonnen. Bei den Schlußworten des Führers löst sich die atemlose Spannung und begeisterte Zustimmung, mit der die Männer der Alten Garde die Rede des Führers aufnehmen, in minutenlangen tosenden Kundgebungen und Heilrufen. Dankbar strecken die 2000 dem Führer die Rechte entgegen und danken ihm immer wieder aufs neue mit jubelnden Heilrufen. Im Deutschland- und Horst-Wessel-Lied löst sich dieses tiefe ergreifende Gefühl der Dankbarkeit.
Die deutsche Antwort
zur Freiwilligenfrage überreicht.
London, 24. Febr. (DNB.) Der deutsche Geschäftsträger in London, Dr. Woermann, übermittelte dem Vorsitzenden des Nichteinmifchungs- ausschufses, Lord Plymouth, die deutsche Antwort zu dem britischen Vorschlag auf Annahme einer Formel, die geeignet sein soll, gewisse in den Beratungen des Nichteinmischunqsausschüsses auf- gedeckte Schwierigkeiten zu überbrücken. Die deutsche Antwort ist im wesentlichen zustimmend. Die britische Formel bezieht sich nur auf eine Einzel« frone des zur Zeit zur Beratung stehenden Planes für die Zurückziehung der Freiwilligen, die Anerkennung der Kriegsrechte für die beiden spanischen Parteien und die Wieder- Herstellung der Kontrolle.
Amerikas Außenpolitik.
23on unterem K G S.-Berichtersiatter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Washington, Februar 1938.
In Amerika beschäftigt man sich nach sehr langer Pause wieder einmal mit dem Problem, welche Politik die Vereinigten Staaten gegenüber anderen Mächten verfolgen sollen. Zwar ist nach der Verfassung der Präsident allein und ausschließlich mit der Führung der Außenpolitik beauftragt, und er kann, wie ihm erst kürzlich wieder vom Obersten Bundesgericht bestätigt worden ist, Verhandlungen jeder Art mit dem Ausland führen und, soweit nicht ein ausdrückliches Verbot in der Verfassung dem widerspricht, ziemlich weitreichende Maßnahmen treffen. Aber dem Bundesparlament sind trotzdem starke Möglichkeiten geblieben, in diese Selbständigkeit des Präsidenten hemmend einzugreifen. So hat im vorigen Jahr der Bundeskongreß durch ein dem Weißen Haus gar nicht paffendes Gesetz das Verhalten der Regierung in den Fällen amerikanischer Neutralität weitgehend festgelegt, und nur der Tatsache, daß weder Japan noch China bisher formell Krieg erttärt haben, war es zu verdanken, daß der Prä
anders als lügen, verleumden und hetzen, wobei wir genau wissen, daß kein Krieg von diesen jüdischen Hetzern jemals mitgekämpft werdens daß sie aber die einzigen Verdiener an diesen Kriegen sind."
schichllichen Wandel", Professor Dr. von zur Mühlen über „Die geologischen Grundlagen des deutschen Lebensraumes", Professor Dr. Burg- d ö r f e r über „Die bevölkerungspolitische Lage und Aufgabe im Dritten Reich" und Dozent Dr. habiL Abel über „Rassengeschichte und ihre Bedeutung für die Entwicklung des deutschen Volkes".
3m letzten Teil seiner immer wieder von begeiferten Kundgebungen unterbrochenen Rede lenkl der Führer die Erinnerung feiner ollen Kampfgenossen noch einmal zurück auf jenen 24. Februar 1920, als er zum erstenmal das Programm der R a l i o n a l f o z i a l i- siifchen Deutschen Arbeiterparkei verkündete. Er rüst die alten Parteigenoffen als Zeugen dafür auf, daß Punkt um Punkt des Programms erfüllt fei, ur.b begeisterter, lange anhaltender Jubel folgt feinen Dorten, als er feststellt, daß ein neues Deutschland heute entstanden fei. Der unerbittliche und unerschütterliche Wille der nationalsozialistischen Bewegung, Deutschland groß und stark und damit reich und glücklich zu machen, sei von i;m vor 18 Jahren an dieser Stufte zum ersten Male ausgesprochen worden, und heutebekenne er sich ebenso wie damals zu diesem Programm. Minutenlange begeisterte Kundgebungen brausen durch den Saal, als der Führer davon spricht, daß die nationalsozialistische Bewegung und das ganze deutsche Volk ihn nie verlassen werden. Das deutsche Volk nehme heute nicht nur eine
Oie Hochschule im deutschen Lebensraum. Sernesterschlutz-Kundgebung der Berliner Universität.
Berlin, 24. Febr. (DNB.) In der Berlmer Universität wurde die zwei Tage umfassende S e. mesterschluß - Kundgebung des NSD.- Dozentenbundes Gau Berlin eröffnet durch den Gau-Dozentenführer Prof. Dr. Willing. Anstelle des erkrankten Reichs-Dozentenführers Prof. Walter Schultze sprach anschließend ff-Hauptsturmführer Dozent Dr. Borger über „Die Hochschule im deutschen Lebensraum". Er bezeichnete es als Aufgabe des Dozentenbundes, die Hochschulen zu lebendigen Gliedern des deutschen Volkes zu machen. Diese Forderung sei im Gegensatz zum Liberalismus, der die Wissenschaft als außerhalb des
Annahme von Anzeigen füi öie Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags
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Ser Führer spricht zu seiner Alten Garde am Jahrestage der Gründung der nationalsozialistischen Partei. „Aus einem Lande der Ohnmacht und Schwäche wurde ein Reich der E nheit und ter Kraft."
Gegen die neue Lügenhetze in drrAnslandspresse
Wir werden gegen die jüdischen Giftmischer energisch vorgehen.
einem anderen Staat in irgendwelchen Gewässern energisch abgestritten. Man kann hieraus d^n Schluß ziehen, daß Amerika mit Derwick ungen auf der atlantischen Seite nicht rechnet. Auf d.r andern Seite aber liegen die 111 P P>e n bie bis auf weiteres, ja fast noch zehn ^ahre lang, zum Schutzgebiet der Vereinigten S.aaten gehören. Diese Inseln sind außerordentlich schwer zu schützen. Nach Ansicht der amerikamschen Marine können sie nur indirekt, d. h. dadurch verteldlgt werben, daß man die japanische Herrschaft mrf)t über das asiatische Festland und das ostchinesyche Meer hinaus sich ausdehnen läßt. Wenn Amerika ar.da-> Bündnissystem glauben würde, so konnte es nmur ch den gewünschten Zweck am einfachsten und blll.gsten durch ein Bützdnis mit England, Frankreich und Holland erreichen. Da das aber nicht m Frage kommt, so verlangt die amerikanische Mannelei ung eine Flotte, die so stark ist, daß sie die ganze Lime von Alaska nach Hawai mb über die ^il’ppnvm bis zur Südsee, also fern vom Heimatland gegen
stdent trotz des großen Druckes gewisser Kreise in Amerika sich bisher von der Anwendung d-es Gesetzes auf den Konflikt im Fernen Osten^drücken konnte. Die zweite unb# erheblich gewichtigere Möglichkeit ist jetzt gekommen, da der Präsident zu der von ihm gewünschten Aufrüstung insofern der Zullimmuiia beider Kammern bedarf, als diese d i e Mittel hierfür zu bewilligen haben oder verweigern fönnen. Diese Budget-Hoheit des Parlaments ist praktisch gleichzeitig ein wesentliches Mit- bestimmungsrecht bezüglich der Grundlinien der amerikanischen Außenpolitik und so ist das Thema Außenpolitik jetzt auf einmal in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion gerückt.
Bekannt ist die stimmungsmäßige Einteilung des amerikanischen Volkes in Pazifisten, in Isolationisten (die durchaus aber nicht pazifistisch zu sein brauchen), in eine große Masse von Amerikanern, die den Frieden wünschen, aber bereit sind, der außenpolitischen Führung des Weißen Hauses, ohne zu viel Zögern zu folgen, sowie in eine Mine Gruvpe von Moralisten, die die Welt verbessern möchten. Präsident Roosevelt hat zeitweise zu letzterer Gruppe gehört und dies besonders in feiner bekannten Rede vom 5. Oktober in Chikago als das neue Leitmotiv der amerikanischen Außenpolitik proklamiert. Ob er inzwischen aus dieser' Gruppe ausgetreten ist, weiß man nicht. Es gibt kaum jemand, der die Entschlüsse Roosevelts voraussagen kann. Er hat sicherlich eine große Lime, die er bekanntlich bei seinem Amtsantritt am 4. Marz 1933 als die Politik des guten Nachbarn m großen Umriffen (fixiert hat. Aber es ist ebenso bekannt, daß er plötzlichen Stimmunasänberungen unter, morsen unb bann geneigt ist, bi-fen ober jenen Punkt der Linie schärfer zu betonen ober zu ignorieren. Berftünb'ich ist boher die Unsichertzeit hier sowohl wie im Auslanb über bas. was Roosevelt außenpolitisch zu tun gebenkt unb gegen wen er die erweiterte Rottenrisitunq verlangt
Am besten laßt sich ein Schluß auf feine Plane ziehen, wenn man zunächst bie konkreten Ta schen registriert. Es ft-ht fest, baß die Bereinigten Staaten durch bas bekannte P-utro itatsgesetz die weit- gehenbe Isolierung Amerikas im Fa le tem- der Kriege zum Ziel erhoben haben. Es steht ferner feft bah in dem Gesetz sogar der Anspruch aus die sogenannte ..Freiheit der Meere» au gegeben worden ist. Es steht fest daß die °m°r,k°- nifche Kriegsflotte schon m .^«„SWr gen '^ufammenfehuna stark genug tft, den Zlnann einer seiubsichen Flotte auf bie Wttüfteb« Beretmg en Staaten ersolmeich ab,zuwehren. Aus der °n°-r-n (äpif» st-ht fest daß Roosevelt das Neutrauiars-
gIe^rIautenb"t^nH^^"ie6llnVaufben^bemotraH^^^en Parteitag 1924 unter Vorsitz des leigen Amzen Ministers' fiuH in bas offiziell« demokrot sch-Wohl- Programm ausgenommen worden war E5 m T steÄ'BÄ'Sr Ileibet unb in ärmlichen D-Hau^neen W er oegetiert. Trvädem werden neue
z-ug- angefordert und die B^tz^g^ flanai Ozean, von Ala oka ube -beteiligt und Guam werden in großzu lger ^We 9Hann,.
und erhalten erhebliche Vers . 1 ^rden
schaff und Kriegswer^zeuaen. Kteichz 0^^ die Beziehungen zu den Plnlippme niKf)
peknuvft und amerikanisch^ K.euztt^wo Sidney, sondern auch nactz ntben einem
britische und ftanzoMe Krteqsfch sind,
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Frankreich in gleichzeitigen un Darlegung der unter Fristsebung kategorisch
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Druck und Verlag: vrühlsche Unlverstlätzdrukkerei R.Lange in Sietzen. Lchristlestung und Scschästrftelle: Schulstratze 7
zwischen hat man lernen müssen, daß weder Amerika noch England das Chinesische Reich gegen Japan verteidigen können, und die Chikagoer Rede Roosevelts ist jetzt ein Teil der Geschichte, nicht aber der gegenwärtigen Politik. Amerika und England haben keine schriftlichen oder mündlichen Bündnisse und Abmachungen. Das kann man Herrn Hüll gewiß glauben, aber sicher ist, daß weder England noch Amerika die Ausdehnung japanischer Eroberungen über 'das chinesische Festland hinaus oder eine Verletzung der Monroedoktrin dulden werden. Die Bande, die Amerika und England zusammen« h-alten, sind nicht Bündnisse, sondere geographische und historische Tatsachen. Es besteht an vielen Stellen der Erde, besonders natürlich im Stillen Ozean, eine Gemeinsamkeit der Interessen, und es besteht ferner das gegenseitige Angewiesensein auf im Kriege sowohl wie im Frieden unbedingt erforderliche Rohstoffe, die man nur voneinander erhalten kann.
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Volksgemeinschaft, von Ehre unb Freiheit, die er damals vor 18 Jahren zum ersten Male proklamiert hatte und die heute durch den Einsatz der Bewegung Allgemeingut des ganzen deutschen Volkes geworden sind. Der Kampf gegen die Gleichgültigkeit .und Indolenz, der Kampf gegen die Hetze von Lügen und Verleumdungen, der Kampf gegen den Terror und der Kampf gegen den damaligen Novemberstaat —- alle diese großen Etappen werden in der Erinnerung der alten Parteigenossen aus den Worten des Führers wieder wach.
Der Führer schildert bann die entscheidenden Jahre des legalen Kampfes um die Macht und die Etappen des Aufbaues der letzten Jahre: Die Sicherung der Macht, die Sicherung des nationalsozialistischen Reiches nach außen, die Erringung und Festigung der Souveränität über das gesamte Reichsgebiet und die Erringung der Gleichberechtigung. „Aus einem Lande der Ohnmacht und Schwäche wurde e i n Reich der Einheit und der Kraft" — fo ruft der Führer unter minutenlangen stürmischen heilrufen seinen alten Mitkämpfern zu. Als er dann die heutige Stellung des Reiches in militärischer, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht umreißt, als er insbesondere die unabwendbare Forderung Deutschlands auf Rückgabe seiner Kolonien und die Sicherstellung der deutschen Gleichberechtigung betont, da unterstreichen minutenlange Kundgebungen die Darlegungen des Führers Und wieder findet der Führer begeisterte Zustimmung, als er unter Hinweis auf die großen baulichen und kulturellen Pläne des Dritten Reiches für die nächsten Jahre und Jahrzehnte feffftet», daß gerade wegen dieser gigantischen Projekte Deutschland nichts weniger wünscht als Frieden und Verständigung, aber einen Frieden in Ehren.
Im Verlaufe seiner Ausführungen befaßte sich dann der Führer nochmals mit der Hetze b e r internationalen Presse, die nach der Rede vom 20. Februar nicht einmal die Anstands- rift von ad)t Tagen habe verstreichen lassen, ohne chon aufs neue ihre Lügen unb Ver- leumbungen gegen Deutschland fort = zu etzen. News Chronicle beispielsweise entbiete ich nicht zu behaupten, daß trotz des Berchtesgadener Abkommens 4 0 0 0 0 Mann der österreichischen Legion in Deutschland an der österreichischen Grenze zusammen gezogen seien. Die Karten, bie im Hauptquartier der Legion gezeigt würben, ließen ertennen, baß der Vormarsch nach Oesterreich von drei Richtungen durchgeführt werden solle. Die Kolonnen sollten sich kurz vor Wien treffen und dann gemeinsam a u f dieösterreichischeHauptstadt mar sch i e- r e n. Eine weitere Formation von 10 000 Mann tehe' bereit, um in die Tschechoslowakei einzufallen. Alle diese Formationen seien nach dem 4. Februar neugebilbet worben. Unter toienbem Beifall prangerte der Führer diese neuerlichen brüten Behauptungen des News Chronicle als von An - fang bis zu Ende erschwindelt und erlogen an. Hier sei au's neue zu erkennen, wie bie jüdischen internationalen Giftmischer Lugen fabrizieren unb verbreiten. „Wir können", so erklärte der Führer, „daraus eine Lehre ziehen. Wir werden bald gegen die jüdischen Hetzer in Deutschland energisch vorgehen. Wir wissen, daß sie Vertreter einer Internationale sind, und wir werden sie auch alle d e rn- entsprechend behandeln. Sie können nichts


