Ausgabe 
24.8.1938
 
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Washington, 23. Aug. (DNB.) Das Dies- Komitee beendete am Dienstag seine Washing­toner Vernehmungen mit der aufsehenerregenden Feststellung, daß es sich angesichts der unglaub­lichen Menge an Beweismaterial außer­stande sehe, die Untersuchungen ordnungsgemäß durchzuführen, wenn die Regierung keine größere Unterstützung gewähre.

In der Schlußsitzung in Washington zeigten drei Professoren dem Ausschuß die k o m m u n i st i s ch e Hetze auf, die in der st ä d t i s ch e n N e u y o r k e r Hochschule, dem Brooklyn College, herrsche. Ein Vertreter einer Antikominterngruppe in Los 21 n 1 geles legte gewaltige Stöße von Originalen und photokopierten Dokumenten vor, die die kommu­nistische Verseuchungder Westküste der Vereinigten Staaten hinlänglich beweisen.

Der Ausschuß schloß seine Sitzung mit der Fest­stellung, angesichts des überwältigenden, meh­rere Tonnen wiegenden Beweismate­rials gegen die Komintern sei es ihm mit den geringen, ihm bewilligten Mitteln nicht möglich, diese Untersuchung richtig durchzuführen, vor allem aber sie sachgemäß auszuwer­ten. Da die Angelegenheit aber von allerdring­lichster nationaler Bedeutung sei, habe der Aus­schuß beschlossen, Präsident Roosevelt zu bitten, dem Ausschuß aus den Ministerien eine genügende Anzahl von Untersuchungsbeamten, Rechtsberatern und Büropersonal zur Verfügung zu stellen.

Das Komitee weigerte sich, den nächsten Stand­ort, an dem es seine Untersuchungen wetterführen wird, bekanntzugeben. Man vermutet jedoch, daß das Komitee in Detroit, Milwaukee, Hollywood und Seattle Sitzungen abhalten wird.

wachsende Miß« e solche Teiähr- die gesamte titanischen

bringen. . m f _ .

Da gewisse andere Fragen im Verlaufe der Besprechungen, die den Boden für die Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen zwischen Ungarn und den Staaten der Kleinen Entente vorbereiten sollen, noch nicht gelöst werden konnten, konnten die Abmachungen noch nicht veröffentlicht werd n. Die Staaten der Kleinen Entente und Ungarn sind des­halb übereingekommen, daß gleichzeitig in Veldes vom Ständigen Rat der Kleinen Entente und in Budapest von der ungarischen Regierung ein gleich­lautendes Kommunique veröffentlicht werden soll, das über den gegenwärtigen Stand der in Frage stehenden Verhandlungen berichtet.

Der Ständige Rat gibt der Hoffnung Ausdruck, daß dank dem Geiste gegenseitigen Ver­stehens, der nicht nur die Interessen des eigenen Landes, sondern auch die des gesamten Donau­raumes berücksichtigt, eine vollständige Ueberein- stimmung nicht ausbletben wird." .

Der dritte Punkt des Kommuniques enthält eine Kritik der Genfer Liga, die die ihr von ihrem Schöpfer gestellten Ausgaben nicht ganz erfüllen könne. Trotzdem würden die drei Staaten der Klei­nen Entente ,,in den Grenzen der bestehenden Mög­lichkeiten" weiter mit Genf Zusammenarbeiten. Es wird dabei erwähnt, daß Jugoslawien in der näch­sten Periode die Kleine Entente in Genf vertreten

einflussen könnte, ebenfalls Gegenstand eingehender und wohlwollender Erwägungen. Die auf das Ver­hältnis der obenerwähnten Staaten in diesen Fra­gen bezüglichen Erklärungen sind vorbereitet wor­den, konnten jedoch bisher noch nicht in endgültige Form gefaßt werden. Es steht zu hoffen, daß, so­bald die vorhandenen Schwierigkeiten überbrückt sein werden, die auf diese Fragen bezüglichen 23er» Handlungen einen günstigen Abschluß finden werden. Die zustandegekommenen Vereinbarungen, sowie die in Rede stehenden Erklärungen werden gleich­zeitig veröffentlicht werden."

vermutlich in dieser Woche nach London be­geben. Es wird erklärt, daß er diese Reise aus pri­vaten Gründen unternimmt

Ministerpräsident Hodza war am Dienstagabend Gast Lord Runcimans. Staatspräsident B e - nesch empfing am Dienstagvormittag Lord Run- ciman zu einer Aussprache.

Beratungen der Kleinen Entente. Militärische Gleichberechtigung Ungarn? anerkannt.

angedroht. v .

Als jüdische Dorn amen sind in dem Rund­erlaß des Reichsministers des Innern bekanntge- geben:

a) Männliche Vornamen: Abel, Abieser, Abi- eAelech, Abner, Absalom, Ahab, Ahasja, Ahasver, Akiba, Amon, Amschel, Aron, Asahel, Asaria, Ascher, Asriel Assur, Athalja, Awigdor, Awrum: Bachra, Barak, Baruch, Benaja, Berek. Berl, Roas, Bud: Chaggai, Chajin, Chamor, Chananja, Chanoch, Chaskel, Chawa, Cheil: Dan, Denny: Efim, Efraim, Ehud, Eisig, Eli, Elias, Elihu, Eliser, Eljatim, Elkan, Enoch, Esau, Esra, Echzechiel: Faleg, Feibisch, Feirel, Feitel, Feiwel, Feleg: ©ab, Gdaleo, Gedalja, Gerson, Gideon: Habakuk, Hagai, Hemor, Henoch, Herodes, Hesekiel, Hillel, Hiob, Hosea; Isaac, Jsai, Isachar, Jsboseth, Isidor, Ismael, Israel Jtzlg; Jachiel, Jaffe, Jakar, Jakusiel, Jecheskel, Jechiel, Jehu, Jehuda, Jehusiel, Jeremia, Jerobeam, Jesa,a, Jethro, Jiftach, Jizchak, Joab, Jochanan, Joel, Jom- leb, Jona, Jonatan, Sofia, Juda: Kainan, Kaiphas, Kaleb, Korach: Laban, Lazarus, Leew, Leiser, Levi, Lewek, Lot, Lupu; Machol, Maim, Malchisua, Maleachi, Malusse, Mardochai, Mechel, Menachem, Moab Mochain, Mordeschaj, Mosche< Moses: Nach- schon, Rachum, Raftali, Nathan, Raum, Nazary, Nehab, Nehemia, Nissim, Noa, Nochem; Dbabja, Drem, Oscher, Osias; Peisach, Pinchas, Pinkus; Rachmiel, Ruben: Sabbatai, Sacher, Sallmn, Sally, Salo, Salomon, Salusch, Samaja, Sami, Samuel, Sandel, Saudik, Saul, Schalom, Schaul, Schinul, Schmul, Schneur, Schoachana, Schalem, Sebulon, Semi Sered, Sichem, Sirach, Simson: Teit, Tewele; Uri, Üria, Uriel; Zadek, Zedekia, Zephanja, Zeruia,

Weibliche Vornamen: Abigail; Balchewa, Beile, Bela, Bescha, Bihri, Bilba, Breine, Bnewe, Brocha; Etzana, Chawa, Cheiche, Cheile, Ehinke; Deiche, Dewaara, Driefel; Egele; Faugel, Feigle, Feile, Fradchen, Fradel, Frommet; Geilchen, Gelea, Ginendel, Gittel, Gole; Hadasse, Hale, Hannacha, Hitzel; Jachel, Jachewad, Jedidja, Jente, Jezabel, Judis, Jyske, Jyttel; Keile, Kreindel; Lane, Leie, Libsche, Lide, Liwie; Machle, Mathel, Milkele, Mm- del; Nacha, Nachme; Peirche, Peßchen, Pesse, Pessel, Pirle; Rachel, Raufe, Rebekka, Rechel, Reha, Reichel, Reifel, Reitzge, Reitzsche, Riwki; Sara, Scharne, Scheindel, Scheine, Schema, Schlamche, Semche, Simche, Slawe, Sprinze; Tana, Telze, Tirze, Trei­chel; Zerel, Zilla, Zimle, Zine, Zipora, Zirel, Zarthel.

Abgesehen van diesen Sandervarschriften über die Vornamen der Juden sollen nach dem sonstigen In­halt des Runderlasses Kinder deutscher Staatsangehöriger in Zukunft grundsätzlich nurdeutsche Vornamen erhalten. Namen ur- : sprünglich ausländischer Herkunft, die seit Jahrhun- : berten in Deutschland als Vornamen verwendet wer- i den und völlig eingedeutscht sind (wie Hans, Joachim, , Peter, Julius, Elisabeth, Maria, Sofie, Charlotte) : gelten als deutsche Vornamen. Nichtdeutsche Vor- , harnen sollen nur dann zugelassen werden, wenn ein > besonderer Grund dies rechtfertigt, so z. B. Zuge- : Hörigkeit zu einem nichtdeutschen Volkstum, Fami- i lienüderlieferung, verwandtschaftliche Beziehungen.

Veldes, 23. Aug. (DNB.) Zum Abschluß Tagung der Kleinen Entente wurde am Dienstagmittag ein umfangreiches Kommunique von Ministerpräsident S t o j ad i n o w i t s ch be­kanntgegeben. Einleitend wird darin erklärt, daß die Staaten der Kleinen Entente weiterhin eine Politik des Friedens betreiben wollten. Ausdrücklich wird das Saloniki-Abkommen zwischen Bulgarien und dem Balkanbund als wertvoller Beitrag zum Frieden begrüßt.

Im zweiten und wichtigsten Punkt des Kommu­niques heißt es bann über Ungarn:Der Stän­dige Rat hat mit Befriedigung festgestellt, daß die feit einem Jahr dauernden Verhandlungen mit Ungarn zu gewissen Abmachungen geführt haben, die den gegenseitigen Verzicht auf jede Gewalt- anwendung zwischen Ungarn und den Staaten der Kleinen Entente, sowie die Zuerkennung der Gleichberechtigung auf dem Rüstungs- gebiet an Ungarn seitens der drei Staaten

konnte. Die Verluste, die die Roten bei diesen Ope­rationen erlitten, betragen 385 Tote und 600 Ge­fangene. Außer umfangreichen Waffenvorräten wurden 34 Maschinengewehre erbeutet.

Im Südabschnitt der E st r e m a d u r a ° Front wies die Armee des Generals Queipo de Llano An­griffe roter Formationen ab, wobei sie dem Feinde starke Verluste zufügte und u. a. drei sowjetrussische

Wettfeind Bolschewismus.

Tonnen von Beweismaterial über die kommunistische Verseuchung Amerikas.

P r a g , 24. Aug. (DNB.) Mr. Ashton G aus dem Stabe Lord Runcimans

-mer $eit ge­lesen ist schon W Pvllssrvnt- en. Unb immer e, seine Ernten liegen auch jetzt i Hasen, die oer» lern, die Schiffe g energisch wer- ' Bemühungen ge- 1 nenden und den ; ) dafür sorgen, ; er Hasenarbeiter !

Truppen den Vormarsch weiter fort, eroberten Puerto San Vicente und befreiten die Straße Tala- veraPuente del Arzobispo von feindlichen Trup­penresten. In den letzten drei Tagen wurden insge­samt an diesem Abschnitt der Front 758 Quadrat­kilometer erobert. Der Vormarsch wurde durch eine Hitzewelle wesentlich erschwert. Der Feind verlor über 500 Tote und 1500 Gefangene.

Die nationalspanische Luftwaffe hat einen be­sonders großen Erfolg zu verzeichnen. In vier Luft­schlachten wurden insgesamt 17 rotspanische Jagdflugzeuge und dreigroßeBomber a b ge sch o s se n.

Nationalspanische Bomber griffen mit Erfolg mi­litärische Anlagen im Hafen von Tarragona und in der Stadt Reu 5 an.

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Die in Algier erscheinendeOpinion libre" schreibt, daß jeder unbefangene Beobachter in Fran- zösisch-Nordafrika den Eindruck gewinnen müßte, daß sich dort unter dem Schutz der Behörden eine jüdisch - kommuni st ische Front von eini­gen Tausenden gegen die Millionen derAra - der und gegen die Interessen Frankreichs bilde; wenn die Dinge so weiter trieben, so sei eine Kata­strophe unvermeidlich. Es würden antifaschi­stische Fronten gebildet. An der Spitze ständen in Konstantine nur Juden, die den Eingeborenen als rücksichtslose Wucherer bekannt sind. In Oran zähle die probolschewi st ische Liga etwa 3 5 0 0 Mitglieder, davon seien 1750 Juden und der Rest spanische Bolschewiken. Die einflußreichen Ulemas, d. h. die geistlichen Führer, lehnen sich gegen eine Zusammenarbeit mit Frank-

Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. 23.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeiaenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. 2). 21. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.' 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelvertaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Das Anhängsel Moskaus.

Tschechische Offiziere Schulter an Schulter mi$ Kommunisten.

Prag, 24. Aug. (DNB.) Die augenblickliche Stockung in den Gesprächen Hodzas mit den Volks­gruppen wird von der Kommunistischen Partei zu einem neuerlichen 23 orstoß ausgenützt. In einer Reihe von Ortschaften wurden Kundgebungen veranstaltet, an denen sich fast überall auch Anhänger tschechischer Linksparteien beteiligten, die auch bei dieser Gelegenheit ihre Sympathie für Moskau in aller Öffent­lichkeit bekundeten. Die Redner wandten sich ein- heitlich gegen die Suche nach einer neuen Verhand- lungsgrünolage und agitierten für die Durchfüh­rung der bisherigen Regierungsvorschläge und deren Vorlage im Parlament.

Ein charakteristisches Zeichen für die immer engere Verbindung zwischen Tschechen und Kommuni st en 'ist die Tatsache, daß bei einem von den Kommunisten veranstalteten, Vor­tragsabend über Wehrerziehung (!) Stabs­kapitän Stankovfky aus Reichenberg und der aktive Offizier Stabskapitän Malik sprachen. Beide Offiziere wurden, wie dieRote Fahne" frohlockend betont, von den Versammelten b e g e i» fiert gefeiert. Dem Staatspräsidenten B e - nesch und der Prager Regierung wurden gleich­lautende Entschließungen zugesandt.

Mitarbeiter Runcimans fährt nach London.

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einen großen Brand zu entzünden.

Der Panislamismus der Vorkriegszeit versagte feines vorwiegend religiösen Eharakters wegen. Er hat nun seit Dem Ende des Ottomanischen Kaiser­reiches andere Formen angenommen, aus dem Panislamismus wurde ein P a n a r a b i s m u s. Die arabische Sprache hat eine ungeahnte Wiedergeburt erlebt. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Völker arabischer Zunge, besonders in Syrien und in Palästina, auf ihre Mundarten angewiesen, die sich stark untereinander unterschieden und eine all­gemeine Verständigung unmöglich machten. Durch die Bemühungen leitender arabischer Männer in Kairo, Damaskus, Bagdad, Haifa uf.tp. wurde eine modernisierte klassische Sprache geschaffen, die heute von etwa 70 Millionen Arabern gesprochen wird. Die einzelnen Mundarten verschwinden. Amtliche Statistiken im Irak, in Syrien und in Aegypten zeigen, daß sich die Schülerzahlen in diesen Staaten vervierfacht und verfünffacht haben. Die wohlhaben­den Familien senden heute nicht mehr ihre Söhne zum Studium, wie das früher Sitte war, nach Frankreich, sondern in die arabischen Staaten, von wo sie dis Apostel einer arabischen Wiedergeburt heimkehren.

Wir wissen, daß sich z. B. Frankreich gezwungen sieht, mit wachsender Besorgnis die Entwick­lung der Dinge in Tunis, in Algier und in Marokko zu verfolgen, denn es handelt sich dort schon lange nicht mehr um rein lokale Störungen und um eine durch die Wirtschaftskrise bedingte vorübergehende Mißstimmung, sondern dieL o s» Ivon-Frankreich-Bewegung" Hut dort

greß wurde beschlosten, sollte England auf seiner projüdischen Politik in Palästina beharren, so sollte England in allen Ländern arabischer Zunge boykot­tiert werden bis zum offenen Kampf.

Die heimliche Reise des britischen Kolo­nialministers nach Palästina beweist, daß London diese Drohung ernst nimmt, es sieht, daß der Terror, den es in Palästina entwickelt, einen Gegenterror ausgelöst hat. Ueberall an den Hei­ligen Stätten flieht Blut und platzen Bomben. Der Drahtverhau, der 60 Meilen weit gegen die syrische Grenze gezogen ist, ist nicht stark genug, den Zu- trom arabischer Patrioten nach Palästina aufzu­halten. Die Lage würde für England unhaltbar werden, sollten erst die A r a b e r f ö n i g e, die wiederholt ihre Sympathien für die Sache der Ara- Her in Palästina offen ausgesprochen haben, sich in den Streit mischen. Schließlich ist König Georg VI. auch der Herrscher über ungefähr 80 Millionen Mo­hammedaner in Indien. Aus dem Problem Palä- tina kann nur allzu leicht ein 2B eit pro bl em entstehen. U. St.

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speist werden, doch dieselben Effekte haben. Der Scheit Tayeb el Okbi in Algerien, dessen Ein­fluß ein ungeheurer ist, und der die Massen mit seiner Beredsamkeit fortreißt, ist ein europafeind­licher Wahabit. Auch die mächtige Vereinigüngel Jslahia" in Oran, die von den Behörden geschloffen wurde, ist wahabitisch. So geschieht es denn, daß heute nur 53 junge Araber aus Algerien in Paris studieren, aber auch sie haben sich Verbänden wie z. B. derel Duma" angeschlossen, die sich für die Emanzipierung der mohammedani- schenLänder von europäi s ch erBevor­mundung einsetzt. Die Zeitungen, die unter den gebildeten Arabern am meisten Absatz finden, sind der sozialistischeMaghreb", der gegen die franzö­sische Kolonialherrschaft kämpft, und die von Ehekib Arslan, der in Lausanne wohnt, ist ein geschwore­ner Feind Frankreichs. Die BewegungLos von Frankreich" hat so große Fortschritte gemacht, daß es notwendig wurde, einige Züge der eingeborenen algerischen Schützenregimenter durch Senegalesen zu

lehnen sich gegen eine Zusammenarbeit mit Fr reich auf. Ihr Hauptführer, der Scheik den B der sich weigert, französisch zu sprechen, solange die Franzosen im Lande sind, erklärt öffentlich: Unser Volk gehört nicht zu Frankreich, wir wollen ein freies Algerien! Ein äußeres Zeichen die­ser Gärung ist die Ermordung des Großmuphti von

werde.

In Punkt vier wird zur Donaufrage aus­geführt, daß sich demnächst die Sachverständigen der drei Länder in Belgrad treffen würden, um das Problem in allen Einzelheiten durchzusprechen, um so eine Lösung zu finden, die eine Zusammenarbeit mit allen interessierten Staaten erlaube.

Im sechsten Punkt wird eine Steigerung her wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwi­schen den Staaten der Kleinen Entente begrüßt.

Die nächste Sitzung des Ständigen Rates der Kleinen Entente soll im September in Genf statt- finben.

Budapester Mitteilung.

Budapest, 23. Aug. (DNB.) In VAdes und in Budapest wurde am Dienstagabend das ange­kündigte gleichlautende Kommunique, das über den gegenwärtigen Stand der in Frage stehenden Ver­handlungen berichtet, veröffentlicht. Es hat folgen­den Wortlaut:

Zwischen Ungarn einerseits und Rumä­nien, Jugoslawien und der Tschecho­slowakei anderseits waren seit dem Vorjahre Verhandlungen im Gange, da der gemeinschaftliche Wunsch bestand, jene Faktoren aus dem Wege zu räumen, die die Entwicklung eines gut nachbarlichen Verhältnisses zwischen Ungarn und den vorerwähn­ten drei Staaten zu stören geeignet waren. Diese Verhandlungen haben nun zu vorläufigen Verein­barungen geführt. Diese Vereinbarungen enthalten hie Anerkennung her militärischen Gleichberechtigung Ungarns von feiten ber drei obenerwähnten Staaten, sowie den Ver - ^icht auf die Anwendung jeglicher Waffengewalt zwischen Ungarn und den drei m Frage stehenden Staaten.

3m Laufe der hen nunmehr unter Dach gebrach­ten Vereinbarungen vorangegangenen Besprechun­gen bildeten sämtliche übrigen Fragen, deren Lö­sung das Verhältnis der Donaustaaten künftig be-

Gesetz über die Regelung der jüdischen Bornamen.

Berlin, 23. Aug. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt I 1938 Nr. 130 ist die zweite Verordnung zur Durch- ührung des Gesetzes über die Aenderung von Fa­miliennamen und Vornamen erschienen, die die Führung von Vornamen durch Juden regelt. Sie bestimmt, daß den Juden, die deutsche Staatsangehörige ober staatenlos sink), in Zukunft nur folche Vornamen beigelegt werben bürfen, bie den vom Reichsminister des Innern herausgegebe- nen Richtlinien entsprechen. Diese Richtlinien sind in dem Runderlaß vom 23. August 1938 bekanntge­geben, der im Reichsministerialblatt für die innere Verwaltung veröffentlicht ist. Wie die unten abge» druckte Zusammenstellung ergibt, sind barm nur solche Vornamen enthalten, bie im deutschen Volk als typisch jüdisch angesehen werden. Juden, die eine fremde Staatsangehörigkeit besitzen, werden von der Vorschrift nicht betroffen..

Soweit Juden zur Zeit Vornamen führen, die nicht in den Richtlinien verzeichnet sind, müssen sie vom 1. Januar 1939 ab zusätzlich einen weiteren Vornamen annehmen, und zwar männliche Personen den Vornamen I s r a e l, weibliche Öen Vornamen Sara. Sie müssen hier­von bis zum 31. Januar 1939 den Standesbeamten, die ihre Geburt und ihre Heirat beurkundet haben, sowie der für ihren Wohnsitz ober gewöhnlichen Aufenthalt zustänbigen Ortspolizeibehörbe schriftlich Anzeige erstatten. Bei geschäftsunfähigen ober m ber Geschäftsfähigkeit beschränkten Personen trifft bie Verpflichtung zur Anzeige den gesetzlichen Vertreter. Sofern es im Rechts- ober Geschäftsverkehr üblich ist, ben Namen anzugeben, müssen 9üben stets auch wenigstens einen ihrer Vornamen führen. Sind sie zur Annahme bes zusätzlichen Vornamens Israel ober Sara verpflichtet, so haben sie auch biesen Vor­namen zu führen. Bei Zuwiderhandlungen gegen biete Vorschriften finb Gefängnis- ober Geldstrafen

12 rotspanische Jagdflugzeuge abgeschossen.

Burgos, 24. Aug. (DNB.) Der nationalspa­nische Heeresbericht erwähnt feindliche Versuche, bie Caste11on - Front im Abschnitt von T o r a x zu durchbrechen. Die Versuche blieben erfolglos, hatten aber sehr erhebliche Verluste ber roten An­greifer zur Folge.

An der Ebro- Front setzte bie nationalspaniscye Artillerie ihr Vernichtungsfeuer fort, während die Infanterie weiter vordrang und trotz heftigen Wi­derstandes weitere feindliche Stellungen erobern

vielen Jahrhunderten der Weltgeschichte die Dyna­mik aegeben. Bis zum Jahre 1698, bis zum Frieden von Earlowitz, wurde bie grüne Fahne des Prophe­ten im Angriff vorangetragen, ehe ihr vor den Toren von Wien Halt geboten wurde. Damals waren ber ganze Nahe Osten und Norhafrika rno- harnrnebanisch, bas Schwert bes Kalifen in Byzanz reichte bis nach Jnbien, bis nach ben Malaienstaa- ten und nach Zansibar. Dann, mit bem Zuge Napo­leons nach Aegypten, begann eine zweite Epoche, bie mit der politischen Zertrümmerung ber islamiti­schen Welt enbete. Das Abendlanb burchdrang bas Morgenland zivilisatorisch, wirtschaftlich und poli­tisch. Wenn man im Weben ber Geschichte von einer Ebbe und von einer Flut sprechen könnte, so dürfte man bie Behauptung aufstellen, daß sich ber Islam jetzt aus ber Starre zu erholen beginnt und sich einsatzbereit in einer Angriffsstellung sammelt. Ein orientalischer Nationalismus regt sich. Aegypten, Irak und Syrien haben bie frembe Be- oermunbung abgeworfen. In Palästina, in Tunis und in Marokko wächst der Wiberftand gegen eine europäische Herrschaft. Wollte man auch nur auf bie Hälfte von allem hören, was in ben Eafäs von Damaskus, Kairo, Jerusalem, Haifa usw. geredet wird,' so müßte man daraus schließen, daß ein Feuer arabischer Begeisterung bald zu großen Ereignissen führen wird, daß nur noch ein Funke fehlt, um

Algier.

Hat Frankreich Schwierigkeiten und Sorgen in seinen arabischen Besitzungen, so sind bie Sorgen Englanbs nicht geringer. Der Schlag Eng- lanbs gegen bas Arabertum in Palästina hat bas Gegenteil einer Beruhigung gebracht. Vie­les deutet darauf hin, daß wir erst am An­fang einer großarabifchen Widerstands- b e m e g u n a stehen. Schon bald nach ber Veröffent­lichung bes Peelplanes im September bes Vorjah­res versammelten sich Araberführer auf einem Kon­greß in Bluben, an bem nicht nur bie Führer aus Vorberasien unb Afrika, fonbern auch aus Jnbien unb ben Malayenstaaten teilnahmen. Auf dem Kon-

nifterpräfibent Dafahler hat am Dienstagvor- mittaq seinerfeits ben Dorfitzenben ber radikal-sozla- fPn Kammergruppe empfangen und mit ihm Die besprochen. Der Vorsitzenbe ber rabikal-sozialen Kammergruppe hat sich bei die- fcr Besprechung nicht gegen eine Einberufung Des Linksausschusses ber Kammer für Freitag nachmlt- tag ausgesprochen. Vor dieser Sitzung der parla-

"03n4rl".Trb e r I b.toäfligl fl* b e 3ou d e n e l noch einmal mit der energischen Haltung des Ministerpräsidenten Dalabier während der ver- gangenen Krise. Er schreibt dazu, leider laste auf den Schultern des Ministerpräsidenten em gewisses Milieu, das ihn ständig in seinen Maßnahmen hin­dere. Diese Umgebung versuche ihn zu warnen, sich nicht mit ben Kommunisten zu über­werfen, sowie mit der marxlstlschen Gewerkschaft eine versöhnliche Sprache Zu .fuhren. Um Dalabier herum würden P a n i k g e r u ch t e von einer par­lamentarischen Opposition von ernsten fodialen^on- flikten und Generalstreiks verbreitet. Das Blatt glaubt, dem Ministerpräsidenten die Versicherung geben zu können, daß es einen solchen Generalstreik nicht geben werde. Der Kommunist R a c a mond fei Arnar in Abwesenheit Jouchaux augenblicklich her Khef ber marxistischen Gewerkschaft EGT. und bcdrohe heute bie Regierung. Immerhin aber könne sich Dalabier barauf verlassen, baß auf Grund her Tausende von Zellen, bie bie Dolkspartei Doriots in ben Betrieben habe und auf Grund der engen Fühlungnahme dieser Partei mit der Ar­beiterklasse jeder Versuch eines Generalstreiks für die Kommunisten den Schiffbruch zur Folge haben würde.

General Vuillemin s zur Berichterstattung bei Dalabier.

P a r i s , 23. Aug. (DNB.) Ministerpräsident D a - lädier empfing am Dienstagmorgen ben Ehef bes Generalstabes bes Luftheeres, General 23uil(e- m i n, ber ihm Bericht über feine Reise nach Deutsch- ianb erstattete.

Der Kampf zwischen Abenh- unb Morgenlanb hat I tiefe Wurzeln geschlagen. Es gibt bort verschobene eien Bahrh'unberten ber Weltaelchickte die Dnna- Strömungen und Unterströmungen, bie sich kreuzen unb die, obwohl sie aus verschiedenen Quellen ge-