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Rr.19 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Montag, Z4-Januar 1938

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Verwirrungen zu zerstreuen, möchten wir noch einmal betonen, dah in Berlin an Jugoslawien keine Aufforderung erging, irgend­welchen Fronten beizutreten. Das Verhält­nis Jugoslawiens zu Genf wurde seiner eige­nen Initiative überlassen, ohne dah die Frage eines Austrittes auch nur erwähnt worden wäre, auch wurde keinerlei Druck ausgeübl, um eine Anerkennung der Regierung General Francos zu erreichen. Ferner wurde die Frage des Beitritts Jugoslawiens zum Antikomintern­pakt nicht berührt, denn man weiß, daß Jugo­slawien seine ablehnende Haltung -gegenüber dem kommunistischen Sowjetrußland feit 1921

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zahlreiche Menschenmenge einen stürmischen fang. Besonders herzlich war die Begrüßung die parteijugend.

Ministerpräsident Stojadinowitsch hatte

daran zu erinnern, daß im Deutschland der Vor­kriegszeit die Ersparnisse in der Hauptsache irnIn - lande produktiv angelegt wurden, also zum Auf­bau und zur Ausweitung des industriellen Appa­rates dienten. (Im Gegensatz zu 'England und Frankreich, die die Ersparnisse vielfach international anlegten, also ausländische Werte schufen.) Wir sind heute wieder so weit, wir sind wieder in der Lage, einen neuen industriellen Apparat aufzuziehen, ohne daß in der Kapitalanlage im Verhältnis zur Vorkriegszeit eine grundsätzliche Wandlung eingetreten scheint. Aber der Unterschied ist insofern gegeben, als heute das Reich ent­wicklungsgeschichtlich bedingt sowie im Sinne der nationalsozialistischen Grundsätze an dem indu­striellen Neuaufbau beteiligt ist. Aber der Kapitalbedarf, der dafür gebraucht wird, läßt sich, wie die Erfahrung gezeigt hat, sehr wohl im Jn- lande ohne Schwierigkeiten sogar aus den Erspar­nissen des Volkseinkommens aufbringen. Diese Er­sparnisse stehen für die Kapitalbildung und für die Kapitalanlage zur Verfügung. Es hat wenig Zweck, wenn die ausländischen Sachverständigen . immer wieder an diesem Zusammenhang vorbeisehen. Auch die Sachverständigen vom anderen Ufer müssen sich damit abfinden, daß das Dritte Reich finanziell ge­waltig erstarkt ist.

unter allen Regimen beibehalten hat. Weder ' Deutschland", so schließt das Blatt,noch Jugo­slawien denke an irgendwelchen Angriff gegen einen anderen. Der gemeinsame Wunsch ist der Ausbau ihrer Staaten, wozu der Friede eine unerläßliche Voraussetzung ist. Man kann es Jugoslawien nicht verdenken, daß es die ihm gereichte Freundschaftshand ergriffen hat. Als Dr. Stojadinowitsch seine Deutschlandreise an­trat, war er sich bewußt, dah er mit seinen Berliner Besprechungen nicht nur für die Inter­essen seines eigenen Landes wirke, sondern auch dem allgemeinen Frieden dient."

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London, 24. Jan. (DRV. Funkspruch.) Das englische KanonenbootSandwich" (1045 Tonnen) hat ein Landungskorps in Weihaiwei gelandet, um britisches Eigentum vor Plünderun­gen zu schützen. Nachdem ein großer Teil der chinesischen Ordnungstruppe desertiert ist, sollen die Plünderungen in Weihaiwei so zugenommen haben, daß man sich zu Schutzmaßnahmen für das britische Eigentum entschloß. Außerdem soll eine japa­nische Abteilung in Lankau, 100 Meilen westlich von Weihaiwei gelandet sein, die offenbar versuchen wird, zu den Streitkräften in Tsingtau zu stoßen.

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Die halbamtliche23 r e m e" schreibt in einem Sonderbericht aus München, Stojadinowitsch habe seinen Aufenthalt noch um einen Tag verlängert, um seine Eindrücke im Dritten Reich abzurunden und jenes Gebiet kennenzulernen, von dem Europa noch wenig wisse, auf das aber der Führer selbst großen Wert lege, nämlich den architek-- tonischen Aufbau Deutschlands. Was der Führer einst auf dem Papier erträumt habe, verwirkliche er jetzt auf der deutschen Erde.Der Mann", schreibt das Blatt,den das Schicksal zum Führer seines Volkes bestimmte, wird mit Recht der grö ß te A rchitekt Deutschlands genannt. Er gab Deutschland einen neuen Geist und ein neues Gesicht. Unter seiner Führung ent­stehen großartige Bauten von riesenhaftem' Aus­maß, um Jahrhunderte hindurch der Sitz einer ewigen (Erneuerung zu sein. In vier Jahren schuf er ein neues deutsches Dorf, eine neue Schule, einen neuen Stil und drückt dem allem seine eigene künst­lerische Note auf."

Der Deutschlandbesuch und die Berliner Be­sprechungen", so heißt es bann weiter", fielen in eine Zeit, in der das Dritte Reich ruhig der Zu­kunft entgegensieht und der ganzen Welt das im­posante Bild einer friedlichen Insel inmitten des aufgewühlten europäischen Meeres bietet. Zu gleicher Zeit stand nicht nur das D o - nauproblem, das unsere Lebensinteressen di­rekt berührt, auf der Tagesordnung, sondern es zeigte sich auch, daß die Grundfragen der mensch­lichen Gemeinschaft nicht ohne Deutschland gelöst werden können. Außerdem sind gerade jetzt gewisse Nationen, die sich seither diesem gro­ßen Volk fast vollkommen verschlossen gezeigt hat­ten, zu einer Politik der guten Beziehungen und ehrlichen Aussprache mit Deutschland übergegangen. Schließlich entstand während der Reise auch in Frankreich eine Bewegung, um die eigene Außenpolitik zu revidieren."

Jugoslawien wurde in Berlin als ein jun­ger, starker und allen anderen gleichbe­rechtigter Staat behandelt. Dr. Stojadi­nowitsch konnte mit seinem Partner auf glei­chem Fuße verkehren. Um gewisse Intrigen und

Verlassen Deutschlands dem Führer und Reichs­kanzler nachfolgendes Telegramm übersandt: Mein Aufenthalt in Ihrem schönen Lande ermög­lichte es mir, das neue Deutschland näher kennen zu lernen und seine Errungenschaften zu bewundern. Bei Verlassen des deutschen Territo­riums halte ich es für meine erste und ange­nehmste Pflicht, Ew. Exzellenz zu bitten, den Ausdruck me-iner tiefsten Dankbar­keit für den herzlichen Empfang, den Sie mir an­gedeihen ließen, und für die Sympathie, die Sie für Jugoslawien zeigten, entgegennehmen zu wol­len."

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ständigen, daß die Spitzen der internationalen Hoch­finanz, diese Träger und Nutznießer des kapitali­stischen Systems schlechthin, zu keiner Zeit erkann­ten, daß sowohl der Dawes- wie der Young-Tribut, daß diese ganze Finanztechnik mit dem kapitali­stischen System in W i d e r s p r u ch stand. Dies System beruht auf Ceiftung und Gegen- lei st u n g , während die Tributlasten einseitig eine Leistung vorsahen, ohne sich viel darum zu kümmern, daß diese einseitige Leistung den Ver­pflichteten in verhältnismäßig kurzer Zeit zugrunde richten müßte. In der Julikrise von 1931 war Deutschland soweit, mußte es, um den in jeder Hin­sicht unfaßbaren Rechenfehler der Urheber der Tributpläne wieder gutzusnachen, alle greifbaren internationalen Werte, leider auch fast den ganzen Goldbestand der Reichsbank in Höhe von über zwei Milliarden Mark dem Ausland überlassen. Diese Wiedergutmachung hätte eigentlich auf Kosten der internationalen Hochfinanz vor sich gehen müssen, aber auch auf Kosten der Urheber der, Tributpläne. Wie andere internationale Sachverständige von Rang im Herbst 1931 in Basel ausklügelten und als monumentale Erkenntnis verkündeten, war die Ursache der internationalen Wirtschaftskrise mit ihren besonderen Auswirkungen für Deutschland in der Unruhe und Unsicherheit gegeben, die durch die

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«Enbischen Kreditgebern hohe Zinsen förmlich auibr ängten. Die Gemeinden. usw. wiesen daraus tylin, daß ihre Zahlungsfähigkeit erstklassig sei, denn en» künde ihnen ja das Recht zur Seite, die Steuerzahler durch Umlagen und Erhöhung non steuern zu belasten. Die erhebliche Verschul- Hing vieler Städte ist auf diese« Finanzwirtschast Zpriiikzuführen, so daß Zusammenbrüche unvermeid- lüh gewesen wären, wenn nicht nach der Macht- eigrr.fung die finanzielle Gesundung der Gemeinden oi5 vordringlich angesehen und durchgeführt wor- dhn märe.

Wieder in Belgrad.

Herzlicher Dank an den Führer für die Eindrücke in Deutschland.

Belgrad, 23. Jan. (DNB.) Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitfch traf Sonntag abend nach zehntägiger Abwesenheit wie­der in der jugoslawischen Hauptstadt ein. Zu seinem Empfang hatten sich sämtliche Regierungs­milglieder und Vertreter der Regierungspartei ein­gefunden. Deutscherseits begrüßte den Ministerpräsi­denten der Geschäftsträger von Janson. Dr. Stojadinowitsch sagte:Es waren angenehme und wunderbare Tage." Auf dem Bahn­steig und vor dem Bahnhof bereitete ihm eine

Jugoslawien Hai die Kreundschastshand ergriffen.

DieBelgraderpreffezumAbschlußderNeuischlandreifedesjugoflawischenMinisterprasidenten

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Weihaiwei, ein 738 Quadratkilometer großer Küstenstreifen in der nord chinesischen Provinz Schan- tung mit 200 000 Einwohnern, besitzt den strategisch wichtigen Hafen P o r t E d w a r d , den die Japaner im chinesisch-japanischen Krieg 1895 erobert hatten, aber 1898 an Großbritannien hatten übergeben müssen, bas ihn solange pachtete, wie die Russen Port Arthur besetzt halten würden. Im Flottenver- trag von Washington 1922 hatte England die Rück­gabe an China versprochen und 1930 Weihaiwei auch gerpumt, es sollte jedoch noch zehn Jahre lang Sommerhafen des britischen China-Geschwaders bleiben.

LondonhofstausZusammenarkeit mit Japan.

Das Echo der Reichstagsrede Hirotas.

London, 24. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Erklärungen des Außenministers H i r o t a vor dem japanischen Parlament finden in der Presse starke Beachtung. Besonders selne Ausführungen über die englisch-japanischen Beziehungen lösten großen Widerhall aus. DieTimes" schreibt, man fasse die Zusicherung Hirotas in London als Bestätigung von Anzeichen auf, daß die japanische Regierung Zwi­schenfälle zu verrneiden suche, die für die japanisch-britischen Beziehungen nur abträglich sein könnten. Obwohl noch Fragen von größter Be­deutung für die britischen Interessen geregelt wer­den müßten, bestärke die Versicherung Hirotas in London die Ansicht, daß man auf eine japanische Zusammenarbeit bei der Behebung gegen­wärtiger und der Verhinderung künftiger Zwischen­fälle hoffen dürfe. Allerdings habe die britische Re­gierung nicht die Absicht, in ihrer Wachsamkeit zum Schutz wichtiger und schon alter bri­tischer Interessen, die jetzt in China auf dem Spiel stünden, nachzulassen. DerDaily Tele­graph" schreibt, England warte jetzt mit Interesse auf Anzeichen, daß die antibritische Kam­pagne in Japan absterbe.Sunday Chronicle"

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ihlekcnreicht. Hier sei noch erwähnt, daß die unver- )Z7 mit tins Wtnsmäßig hohe Zinsbelastung in der Hauptsache 411 ttitarauf zurückzusühren war, daß vor allem die m*1 entließe Hand, also die Gemeinden und embere Körperschaften des öffentlichen Rechts, den

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erklärt, führende japanische Staatsmänner hätten klar gemacht, daß Japan einen Zusammenprall mit England und den Vereinigten Staaten vermei­den wolle. In amtlichen Kreisen Londons habe mandementsprechend eine Würdigung der Aus­führungen Hirotas zum Ausdruck gebracht". Aehnlich urteilt auchSunday Referee".

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Eine englische Anfrage in Tokio.

London, 22. Jan. (DNB.) Der britische Bot­schafter in Tokio ist beauftragt worden, bei der japanischen Regierung anzufragen, ob Japan 43 000-Tonnen-Schl acht schiffe mit 18 Zoll (= 45,8 cm) Bestückung auf Kiel zu legen be­absichtige.Daily Expreß" will erfahren haben, baß, wenn Japan bies tatsächlich beabsichtige, England mit Frankreich und den Vereinigten Staaten in Beratungen eintreten werde. <Die drei Mächte wür­den den Beschluß fassen, mit Japan Schritt zu halten. Es sei gut möglich, baß die neuen britischen Schlachtschiffe bie augenblickliche Höchst­grenze von 35 000 Tonnen überschreiten würben. DieDaily Mail" meß)et, es sei fast sicher, baß bas britische Flottenbauprogramm, bas 1941 ab­geschlossen sein sollte, zwecks. Baues größerer Schlachtschiffe einer neu.en Prüfung ^unter­zogen würde. In den letzten Tagen hätte bereits eine Fühlungnahme zwischen den Regierungen Englands, Frankreichs und der USA. stattgefunden. Ieuerin der Sowjetbotschast in Hankau

H a n f a u, 23. Jan. (Ostasiendienst des DNB.) Das sowjetrussische Generalkonsulat in Hankau, in dem seit der Räumung Nankings auch die Sowjetbotschaft untergebracht ist, brannte am Sonntag vollkommen aus. Das Feuer hatte in kurzer Zeit den gesamten Jnnenbau ver­nichtet, so daß nur die Außenmauern stehen blieben. Hohe Feuersäulen waren weithin sichtbar gewesen. Die Versicherung des Sowjet - Vizekonsuls, baß B r a n d st i f t u n g nicht vorliege, findet wenig Glauben. Man bringt den Brand vielmehr mit der am gleichen Tage erfolgten Ueberreidjung des Beglaubigungsschreibens des neuen Sowjetbotschafters in Zusammenhang, ebenso mit dem in der letzten Woche erfolgten Angriff auf eine bolschewistenfreundliche chinesische Zeitung. Alle diese Vorfälle werden als ein Zeichen der Ablehnung aufgefaßt, die ein Teil der chinesischen Oeffentlich- keit gegen den sowjetfreundlichen Kurs an den Tag legt.

England und der China-Konflikt.

Britische Truppenlandung in Weihaiwei zum Schuh britischen Eigentums vor Plünderungen.

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Cs gab also eine Zeit, sie liegt noch gar nicht so ttöeit zurück, daß nicht nur ausländische Sachver- sMd ge von Rang, sondern auch die inter - n°Qt o n a I e Hochfinanz, die doch einiges von fwn Dingen verstehen muß, es nicht nur für ntöglid), sondern für sicher hielten, Deutschland kckmls Jahr für Jahr 5 Milliarden Mark aus seiner Wirlchast aufbringen, um sie ohne jede Erschütte- rnmz der Zahlungsbilanz in das Ausland Überzu- jpei. S. Parker Gilbert, der Generalagent fitt dm Dawes-Plan, war dieser Auffassung, denn d^chr hervorragende Finanzmann, der heute in der

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ienhanbelr. uch in der bie Steige- iark lag sie i übet der jum gröh- Böhmens, rt der Ein- ise im Ae- gestiegen, mber zwar jedoch geht mfang hin- de um 161 Die Einfuhr Bereich der Mill. Mach e Wirtschaft,

Versailler Gewaltverträge in das Leben der Volker hineingetragen worden war.

Merkwürdig, ausländische Finanzsachverständige, die Deutschland für fähig hielten, 5 bis 6 Milliar­den Mark jährlich ohne Gegenleistung an das Ausland zu überführen, die trotzdem keine Er­schütterung der Zahlungsbilanz fürchteten, diese internationalen Sachverständigen sind nun heute besorgt, weil nach ihrer Auffassung die deutsche Wirtschaftskraft finanzpolitisch überlastet sei. Dabei wird übersehen, daß inzwischen eine Steigerung der deutschen Erzeugung eingetreten ist, die sich auch in einer Steigerung d e s V o l k s- einfommens und der Kapitalbildung ausgewirkt hat, wie das in den Zeiten der Tribut­last nicht annähernd gegeben war Das Volksein­kommen ist zwar ein schwer schätzbarer Begriff, aber daß es heute höher ist, als in den Jahren der Scheinkonjunktur von 1926/30, steht außer Frage. Es kann bei 70 bis 75 Milliarden Mark liegen; es muß also auch eine verhältnismäßig beträchtliche Kapitalbildung vorhanden sein, denn es steht wieder außer Frage, daß nicht das ganze Volkseinkommen verbraucht wird. Aus diesem Grunde kann Deutsch-, land seine Ersparnisse, also die nicht ver­brauchten Überschüsse seiner Gesamtwirtschaft, langfristig a n I e g e n. Vielleicht ist es nützlich

fttngen, also nicht nur die eigentlichen Tributlasten, iorDern auch den Zinsen- und Ablösung ) V n ft für die gesamte öffentliche und private $i. ch ldung an das Ausland. In einem Normaljahr olle nach dem Dawes-Plan die aufzubringende idkeslaft 2,5 Milliarden Goldmark betragen, von tefen allein 1,25 Milliarden aus Reichs steuern lujubringen waren, wobei aber nur solche Steuern bet Verstrickung in den Dawes-Plan für würdig dichtet wurden, die als besonders sicher und ent- viclungsfähig galten. Diese verpfändeten Steuern, bie sogenannten Verbrauchssteuern, waren darüber MI US mit einem Besserungsschein ausgestattet,

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-Tinian 2Wg der Morgan-Bank sitzt, brachte immer wie- i sest ge^ in seinen Jahresberichten zum Ausdruck, der , Warnte Transfer hätte sich reibungslos vollzogen.

Ke dieser reibungslose Vollzug nur dadurch mög= ^mreis wurde, daß gleichzeitig ausländische Kredite

m-wM' ^f'tfamen, daß also eine Abgeltung im inter- , Tdroben0 len Clearingverkehr durch Verschuldung ioö)1 f 2Wd)lanbs vor sich ging, war Gilbert entgangen, nd M»!ß, der Dawes-Plan erwies sich trotz S. Parker in, de jn b- (Mbert als untragbar, um dann durch den Poung- ersetzt zu werden, der in der Währungs- und jen "JlaH ^FiMmztechnik ebenso unbeholfen und nachteilig war schf^ ' wm der Dawes-Plan selbst.

M Merkwürdig, daß diese internationalen Sachver-

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Deutschlands finanzielle Starke.

Von Dr. Jan Eyffen.

Von Zeit zu Zeit machen sich ausländische Volks­wirte oder Finanzleute auf den Weg, um die wirt­schaftlichen und finanziellen Verhältnisse des neuen Deutschlands zu untersuchen. Im allgemeinen be­steht wohl eine begründete Abneigung gegen die so­genannten ausländischenSachverständigen". Denn wir erinnern uns, welche Rolle sie in den ersten Nnchkriegsjahren bei d e r Festsetzung der Tributlasten gespielt haben. Sowohl die Mit­glieder des Ausschusses, die den Dawes-Plan ausarbeiteten, wie auch die Mitglieder des Aus­schusses, denen der Young-Plan von 1929 zur Last zu legen ist, galten international als Sachver­ständige ersten Ranges. Als ein Sachverständiger vch Rang wurde auch jener S. Parker Gilbert bezeichnet, der von 1924 bis 1930 als Generalagent : den Dawes-Plan in Deutschland tätig war. Dllse Tätigkeit schloß Gilbert damit ab, daß er in ehern Bericht vom 21. März 1930 die Zahlungs- aigteit Deutschlands als unzweifelhaft und ge­ifert hinstellte. Ein Jahr später, im Juni 1931, OKI- es der Präsident der Vereinigten Staaten, Hchver, der sich dazu entschließen mußte, um einen Zmammenbruch der öffentlichen Finanzen im inter- luiionalen Ausmaß zu verhindern, ein Feierjahr jüj die unmittelbaren und mittelbaren finanziellen Laten aus dem Kriege zu erklären. Wir erinnern auch noch, was die internationalen Sachoer­sti idigen von Rang für tragbar hielten, um das D utfchland und der deutschen Wirtschaft aufzu-

)ern die Sachverständigen hatten ohne weiteres incenommen, daß trotz oder gerade wegen dieser Beaftung die Wirtschafts- und Erzeugungskraft )si.ischlands beträchtlich zunehmen würde. Im ölt^e dieser Zunahme sollte auch die Tributlast auf Brtnb des Besserungsscheines erhöht werden; es st Tatsache, daß die ausländischen Sachverständigen irr: de auf die Erfindung dieses Besserungsscheines ich sehr viel eingebildet hatten.

as hatte die Annahme des Dawes-Plans über« Knot möglich gemacht? Daß sich eine Reichstags- sittrheit fand, hing damit zusammen, daß erwartet .'.Dufte, nach der Annahme des Dawes-Plans und .iberAusräumung aller Streitfragen über die Tribut- ifajt käme ein reicher Segen ausländischer Kredite "rtii Anleihen nach Deutschland. Das geschah auch, 7 joiei dahingestellt sein mag, ob die Jagd nach aus- 1: Näschen Krediten nicht noch viel weniger würdig iürftas Ansehen Deutschlands war als die Unter- n »er ung unter den Dawes-Plan. Es wurde dann i n wenigen Jahren eine erhebliche Auslands- 1 chu Id ausgenommen, deren Gesamtbetrag vor der ^aikenkrise im Juli 1931 aus rund 25 Milliarden W t geschätzt wurde. Was weiter zu beachten war imö ist: diese erhebliche Auslandsverschuldung war nit unverhältnismäßig hohen Zinsen ausge- s"al!-t, deren Durchschnittssatz bei 9 v. H. lag. Rech- r en wir einmal, was die deutsche Wirtschaft auf Gwnd dieser Zinsbelastung Jahr für Jahr ohne tüe Ablösung hätte aufbringen müssen, so kommen wir -auf eine Summe, die an die Daweslast fast