Fahrzeugführer wurden 3 zur Anzeige gebracht und einer gebührenpflichtig verwarnt. Gegen Radfahrer wurden 8 gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. Fußgänger wurden 2 zur Anzeige gebracht und 7 verwarnt.
Vezirksschöffengericht Gießen.
Der W. St. von Nieder-Rosbach hatte vom Herbst 1936 bis Oktober 1938 als Rohrmeister der Gemeinde Nieder-Rosbach Wassergelder und Kanal- gebühren, die er einziehen und mit dem Gemeinde- rechnet abrechnen sollte, im Betrage von 3600 Mark unterschlagen und für sich verbraucht. Der An- aeklaate war als Rohrmeister gemäß § 359 StGB, als Beamter im strafrechtlichen Sinne anzusprechen. Er erhielt wegen fortgesetzter Amtsunterschlagung zehn Monate Gefängnis.
Betrunken am Steuer.
Auf der Stelle verhaftet.
LPD. Worms, 22. Dez. Am Sonntag, 11. Dezember, fuhr der 30jährige Gustav B e t h e durch die Alzeyer Straße. Wegen seiner Trunkenheit war er nicht mehr in der Lage, die Herrschaft über sein Kraftfahrzeug auszuüben und fuhr einen anderen Personenkraftwagen an, wobei erheblicher Sachschaden entstand. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, daß durch das unverantwortliche Verhalten des Betrunkenen in der stark belebten Straße kein schlimmeres Unheil geschah. Bethe wurde gemäß Nunderlaß des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei in Haft genommen. Er wurde mit vier Wochen Haft bestraft.
Aus der engeren Heimat.
Jubilar-Ehrung bei 5tinn & Moos.
♦ Heuchelheim, 22. Dez. Wie es in allen vergangenen Jahren üblich war, so wurden auch diesmal vor dem Weihnachtsfest diejenigen treuen Mitarbeiter, die seit 25 Jahren bei der Firma Rinn & Cloos tätig sind, durch die lieber« reichung einer Ehrenurkunde und einer Geldspende ausgezeichnet. In diesem Jahre wurden 35 Mitarbeiter geehrt. Da 22 Jubilars aus dem Gießener Bezirk stammten, wurde die Ehrung in der Turnhalle zu Heuchelheim abgehalten. Die Feier ver- hef in schönster Weise. Neben verschiedenen Ansprachen, die das gute Einvernehmen zwischen Betriebsführung und Gefolgschaft bestätigten, trugen turnerische Vorführungen aus dem Kreise der Gefolgschaft und die gute Musik der Kreiskapelle der NSDAP. (Kreis Wetterau) zur schönen Ausgestaltung der Feier bei.
Beigeordneter Kiffet Ehrenbürger Bad-Nauheims.
LPD. Bad-Nauheim, 22. Dez. Der langjährige Beigeordnete der Stadt Bad-Nauheim, Franz Kissel, der noch mit 78 Jahren sein Amt versah, ist von seinem Posten zurückgetreten. Die Stadt hat ihn in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger ernannt und eine Straße in der neuen Siedlung Franz-Kissel-Straße benannt.
Ratsherrensitzung in Lich.
8 L i ch, 22. Dez. In der jüngsten Sitzung der Ratsherren waren zwölf Punkte zu besprechen. Zu Beginn der Sitzung erläuterte der Leiter des hiesigen Forstamtes, Forstrat Zimmer, den Waldwirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr 1939. Aus den Ausführungen war zu entnehmen, daß etwa 5300 Festmeter Nutzholz und 3400 Festmeter Brennholz zum Einschlag kommen werden, für den, wie im letzten Jahr, eine größere Anzahl Holzhauer aus dem Vogelsberg verpflichtet werden muß. An Reineinnahmen rechnet man mit 45 000 Mark. Auf der Ausgabenseite erscheinen u. a. 25 000 Mark für Holzhauer- und sonstige Löhne, 7000 Mark für Holzanbau (Kulturkosten) und 8700 Mark für Wegebau, davon 6000 Mark für Neubau und 2700 Mark für Unterhaltung der Wege. Der Plan fand die Zustimmung der Ratsherren.
Zwecks Errichtung eines Raumes für die Abfälle der hiesigen Metzgereien wird Bürgermeister Geil nochmals mit dem Kreisveterinär-^ amt Rücksprache nehmen, um die Angelegenheit beschleunigt zum Abschluß zu bringen. Die Anschaffung der vor einer Woche gelieferten zweiten Motorspritze, sowie die Unterbringung der beiden Motorspritzen und des Feuerwehrautos in dem erweiterten Garagenraum des Kindergartens, wurde ebenfalls gutgeheißen. Die Geräte des Sani- tätshalbzuges, die seither in diesem Raum untergebracht waren, werden in Zukunft im gegenüberliegenden Gerätebaus der Feuerwehr aufbewahrt. Ueber die Umbenennung der Bahri
tz o f st r a ß e vom Schloßplatz bis zum Jhringschen Acker wird in einer der nächsten Sitzungen Beschluß gefaßt. Da die seitherige Lautsprecheranlage für Uebertragungen im Freien in keiner Weise mehr den Erfordernissen entspricht, wird die Stadt die alte Anlage verkaufen und dafür ein neuzeitliches Gerät anschaffen. Dem Antrag des Pächters der Gastwirtschaft „Zum kühlen Grund" auf Erteilung der Konzession konnte zugestimmt werden, da der Pächter eine schon Jahrzehnte betriebene Wirtschaft übernommen hat.
Nach Erledigung verschiedener kleinerer Angelegenheiten konnte Bürgermeister Geil die etwa dreistündige Sitzung in der üblichen Weise schließen.
Kreis Alsfeld
«A Deckenbach, 23. Dez. Am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, feiert unsere Einwohnerin Anna Katharina Maus Wwe., geb. Reuter, in aller Frische ihren 8 4. Geburtstag. Wir beglückwünschen.
Darmstadt senkt die Hundesteuer.
LPD. Darmstadt, 22. Dez. Angesichts der zurückgegangenen Beträge für Steuern aus der Hundehaltung wird mit Beginn des neuen Jahres die Hundesteuer von bisher 42 Mark auf 2 4 Mark, wie früher, gesenkt, um die Hundehaltung zu erleichtern und dem Stadtsäckel eine erhöhte Einnahme zu verschaffen.
Sieben Krastfahrzeuqdiebe dingfest gemacht.
Lpd. Darmstadt, 19. Dez. In der letzten Zeit wurden in Darmstadt und Umgebung mehrfach Autos und Motorräder gestohlen. Die Diebe unternahmen mit den gestohlenen Fahrzeugen Schwarzfahrten und ließen sie in teilweise beschädigtem Zustand irgendwo stehen. Den Ermittlungen der Kriminialpolizei Darmstadt ist es jetzt gelungen, sieben Täter, Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren, dingfest zu machen. Sie wurden in Untersuchungshaft eingeliefert und haben hohe Strafen zu erwarten; daneben sind die Erziehungsberechtigten für den erheblichen Schaden haftbar.
Sie will »billig einkaufeu"!
Lpd. Frank f u r t a. M., 21. Dez. In letzter Zeit hat eine Frau in mehreren hiesigen und auswärtigen Geschäften, z. B. in Offenbach a. M., billige Weihnachtseinkäufe machen wollen. Sie gab alte, außer Kurs gefetzte 50 - und 10 0« Mark-Scheine (die alten „Blauen") in Zahlung. Aus naheliegenden Gründen ließ sie sich vorwiegend von jüngerem Personal bedienen. Es ist ihr immer gelungen, die Geldscheine abzustoßen und Wechselgeld dafür in Empfang zu nehmen. Die Schwindlerin, die noch nicht gefaßt ist, ist ungefähr 40 Jahre alt, mittelgroß, untersetzt, hat ovales Gesicht und trug in einem Falle grünen Lodenmantel und grünen Hut ein anderes Mal schwarzen Mantel mit gleichem Pelzkragen und dunklen Hut.
Wirtschaft.
Mein Mainische Börse.
Mttagsbörfe befestigt.
Frankfurt a. M., 22. Dez. Zwar blieb das Geschäft infolge der anhaltend geringen Kundschaftsbeteiligung sehr ruhig, doch zeigte die Haltung des Aktienmarktes eine bemerkenswert feste Haltung. Da Abgaben fast nicht Vorlagen, genügten schon kleinste Aufträge, die zudem vielfach „bestens" limitiert waren, um die Kurse stärker ansteigen zu lassen. Man hat auch den Eindruck, daß im Hinblick aus den Jahresschluß eine gewisse Erhöhung des Kursstandes seitens der Banken angestrebt wird. Im Durchschnitt traten Steigerungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. Ausgesprochen fest lagen Betula mit 160,40 (155,50), die somit einen weiteren Teil ihres kürzlichen Dividendenabschlags aufholten. Ziemlich fest waren ferner Reichsbank mit 188,13 (186,25), 2G. Farben mit 151,50 (150), Gesfürel mit 132 (129,50), AEG. mit 114,50 (113,25) und Contt Gummi mit 207 (205,75). Don Montanwerten be- festigten sich Vereinigte Stahl auf 105,50 (104,75), Hoesch auf 108,25 (108) und Mannesmann unter Schwankungen auf 108,13 bis 108,50 (107,90). Schwächer lagen dagegen Gebr. Junghans mit 98,90 (100) und Demag mit 145 (145,50).
Der Rentenmarkt lag nach wie vor sehr sttll und kursmäßig wenig verändert. Reichsanleihe- Altbesitz nur knapp geyalten mit 128 (128,15). Industrie-Obligationen gingen teilweise bis 0,50 v. H. zurück, fester lagen Hoesch mit 100,50 (99,90) und 6 v. H. IG. Farben mit 120 (119,50). Liquidationspfandbriefe zogen verschiedentlich bis zu 0,20 v. H. an. Nass. Goldpfandbriefe wurden auf 99,50 (100) und do. Kommunal-Obligationen auf 99 (99,25) herabgesetzt. Stadtanleihen blieben vorwiegend unverändert, teilweise ergaben sich Besserungen um 0,25 bis 0,50 v. H. Kommunal-Umschuldung halbamtlich 92,05.
Im Verlaufe wurde das Geschäft nach einer vorübergehenden geringen Belebung wieder äußerst still, teilweise gaben die Kurse wieder nach. Am stärksten bei IG. Farben auf 150,90 bis 151,13 nach 151,50 bis 152,13. Außerdem ermäßigten sich u. a. Rheinstahl auf 132 nach 132,75, AEG. auf 114 nach 114,50, Mannesmann auf 108,25 nach 108,50, andererseits Reichsbank 188,50 nach 188,13. Die erst später notierten Werte lagen uneinheitlich, über- wiegend jedoch 0,50 bis 1 v. H. höher. Holzmann gewannen 2 v. H. auf 146, Felten nach Pause 4,50 v. H. auf 135,25, andererseits Th. Goldschmidt 128 (129,50). Am Einheitsmarkt stiegen Niederrh. Leder Sxier weiter erheblich auf 190 (183),
Der Freiverkehr lag ruhig. Höher waren Rastatter Waggon mit 54 (53,50) und Ufa mit 83,13 (82). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Abendbörse sttll.
Die Abendbörfe nahm einen sehr ruhigen Verlauf, da Kundschaftsaufträge fast völlig fehlten und auch die Kulisse vor den Feiertagen kaum noch Interesse bekundet. In den meisten Fällen lag daher den Notierungen kein Umsatz zugrunde. Die Haltung war im allgemeinen wenig verändert, vereinzelte Abweichungen betrugen nur Bruchteile eines Prozentes. Von den führenden Werten lagen JG.-Far- ben mit 151 (151,13), Verein. Stahl mit 105,40 (105,50) nahezu unverändert. Im übrigen notierten u. a. Buderus 106, Rheinstahl 131,75 (132), Adlerwerke 104,50, 25emberq, 135, Demag 144,25 (145), Scheideanstalt 193,50, (Sesfürel 131,50 (132), Lah- meyer 113,40, Metallgesellschaft 118, Moenus 122,50, Rheinmetall 130,50, Westdeutsche Kaufhof 103,50 (103,25), Reichsbank 188,25 (188 50). Von Einheitswerten Andreae-Noris Zahn 160 (159,50), Lindes Eis 167, Schriftgießerei Stempel 91,50, Commerzbank 110,90, Deutsche Bank 115,25, Dresdner Bank 108. Am Rentenmarkt bröckelten 6proz. IG.-Farben 0,13 v. H. ab auf 119,90, Reichsbahn-VA. uno. 123,90.
Frankfurter Schlachtviehmarkt
Fran kfurt a. M., 22. Dez. Auftrieb: 1535 Rinder (gegen 1349 am 15. 12.), darunter 335 Ochsen (269), 134 (129) Bullen, 728 (685) Kühe, 338 (266) Färsen; 1163 Kälber, 456 Hämmel und Schafe, 5011 Schweine. Notiert wurden je 50 kß Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43,50 bis 46,50 (43,50 bis 46,50), b) 40 bis 42,50 (41 bis 42,50), c) 35 bis 37,50 (34 bis 37,50); Bullen a) 43 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 40 dis 40,50 (40,50), c) 35,50 (—); Kühe a) 42,50 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 38 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 29 bis 34,50 (28 bis 34,50), d) 16 bis 25 (18 bis 25); Färsen a) 42,50 bis 45,50 (43 bis 45,50), b) 39.50 bis 41.50 (40 bis 41.50), c) 36 bis 36,50 (36,50); Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 54 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 28 bis 40 (30 bis 40); Hämmel b2) 48 bis 52 (50 bis 52), c) 40 bis 45 (40 bis 45); Schafe a) 38 bis 42 (38 bis 42), b) 33 bis 36 (33 bis 36), c) 24 bis 32 (28 bis 32); Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b?) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50); Sauen tfl) 58 (58). — Marktverlauf: Rinder^ Kalber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel- mC£er' nächste Schlachtviehmarkt findet am Dom nerstag, 29. Dezember, für alle Gattungen statt»
SJL-tfpoit
26. Dezember:
Opfertag der Schiläufer.
Der Reichsfachamtsleiter für den Schisport, Gustav R a e t h e r, erläßt folgenden Aufruf: „Zum Abschluß des geschichtlich so bedeutsamen Jahres, das uns durch die Tat des Führers das Werden Großdeutschlands erleben ließ, treten auch die Schiläufer an, um mit ihrem Opfer für das WHW. des Deutschen Volkes bescheidenen Dank zu sagen. Wir Skiläufer haben allen Grund, dankbar zu sein, da uns ja mit der Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes ein ganz besonderes Geschenk zuteil wurde. Alle schisportlichen Veranstaltungen am zweiten Weihnachtsfeiertage, am 26. Dezember, stehen daher im Dienst des Kampfes gegen Not und Kälte. Ich richte an alle deutschen Schiläufer und Schiläuferinnen die kameradschaftliche Bitte, auch in diesem Jahre in erhöhtem Maße mitzuhelsen, daß der Opfertag unseres Sports ein voller Erfolg wird."
*
Die Gießener Schiläufer können für den 2. Feiertag noch nicht mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit treten. Die Zeit der Vorbereitung eines sportlichen Wettbewerbs war zu kurz. Außerdem befindet sich eine Anzahl von Schiläufern bereits auf der Reife nach Damüls. Die Gießener Schiläufer werden ihre Spende für das Winterhilfswerk bei einer späteren Veranstaltung, voraussichtlich während der Kreisrennen aufbringen und damit ihren Beitrag zur großen Sache geben.
Mit Roderich Menzel gegen Schweden.
Deutschland tritt von 6. bis 8. Januar in der Vorschlußrunde um den von Schwedens König gestifteten ^hallentennispokal in der Stockholmer Al- oikshalle gegen Schweden mit folgender Mannschaft an: Henner Henkel, Roderich Menzel, Hans Redl und Werner Menzel. Damit wird der Sudetendeutfche Roderich Menzel, der einer der tüchtigsten Tennisspieler der Welt ist, zum ersten Male für sein großdeutsches Vaterland kämpfen. Menzel, der durchaus kein Hallenspezialist ist, hat die vergangenen Wochen in Berlin zu einem eifrigen Hallentraining benutzt und wird für die deutsche Vertretung ohne Zweifel auch in der Halle eine wertvolle Verstärkung bedeuten.
Die Deutschen treffen am 2. Januar in Stockholm
ein, um noch einige Tage auf Holz trainieren zu können. An den skandinavischen Meisterschaften, die sich an das Pokalspiel anschließen, kann sich die veutsche Mannschaft infolge unüberwindlicher Ur- laubsschwierigkeiten nicht beteiligen.
Herber-Baier gegen die »poufinef*.
Meisterschaften im Eiskunstläufen.
Wenige Tage nach den großen Weihnachts- und Neujahrsoeranstaltungen bringt der Berliner Sportpalast die Meisterschaftskämpfe der Männer und Paare im Eiskunsttaufen. In der stattlichen Teilnehmerliste dieser deutschen Titelkämpfe sind zum ersten Male auch die Ostmark und das Sudetenland vertreten. Das Paarlaufen bringt am 6. Januar das Zusammentreffen der berühmtesten europäischen Paare, Herber-Baier und Geschwister P a u s i n, zu denen die Berliner Meister K o ch - N o a ck sowie einige weitere Paare hinzukommen.
Der 7. Januar ist den Männern vorbehalten. Hoffentlich ist Weltmeister Felix Kaspar bis bah in von. seiner Australienreise zurück. Hier treten auch noch die Wiener Rada, May, Ratzendorfer und der hervorragende Münchener Faber an. Der 8. Januar bringt einen ausgezeichnet besetzten nationalen Tanzwettbewerb und das nationale Junioren-Kunst- laufen. Ein Schaulaufen der Meister und Plazierten vervollständigt das Programm. An allen drei Tagen tritt Göta Stockholm zu Eishockeyspielen gegen Berliner Mannschaften an.
WienerFußball auf dem Waldsportplatz
Die Wiener Gäste, die am zweiten Weihnachts- feiertag auf dem Waldsportplatz gegen die 1. Mannschaft des VfB.-Reichsbahn antreten, werden, wie zu erwarten steht, echte, rechte Wiener Fußballschule zeigen. Man wird von ihnen eine meisterhafte Ballbehandlung, ein trickreiches Umgehungsspiel und einen wohlerwogenen Angriffsaufbau verlangen dürfen. Das Spiel sollte nicht nur ein Kampf, sondern auch ein Lehrspiel sein, aus dem mancher unserer heimischen Fußballspieler etwas lernen kann. Im übrigen sind die Fußballspieler des Brigittenauer A. K. im Altreich nicht unbekannt. Aus einer Pfingstreise spielten sie zum Beispiel in Sachsen und Thüringen und hinterließen dort einen vorzüglichen Eindruck. Die Gießener Fußball- gemeinde wird sicherlich nicht undankbar für die Mühewaltung fein.
Adols-Wer-Ehrenpreise für Motor- und Segelflug vergeben.
Der Führer und Reichskanzler stiftet alljährlich zwei Preise für den deutschen Luftsport, mit denen verdienstvolle Piloten für besondere Leistungen im Motor- und Segelflug ausgezeichnet werden. Die Preise bestehen aus je einem kostbaren Pokal sowie einem Geldbetrag von 10 000 Mark im Motorflug dzw. 4000 Mark im motorlosen Flug. Die Vergebung erfolgte jetzt für das Jahr 1937. Generaloberst Milch überreichte in Berlin die Preise an die ausgezeichneten Motorflieger in Vertretung des Korpsführers Generalleutnant Christiansen.
Drei Preisträger im Motorflug.
Der Geldpreis für besondere Leistungen im Motorflug wurde für 1937 geteilt, da mehrere einer Auszeichnung würdige Bewerbungen vorlagen. NSFK.-Obersturmführer Schmidt von der NSFK.-Gr. 15 (Württemberg) erhielt für seinen Sieg im Weinstraßenflug, den zweiten Platz im Jtalien-Rundslug sowie als Flugzeugführer im Siegeroerband beim Deutschlandflug 5000 Mark zu- gefprochen. Der 30000-Kilometer-Streckenflug des Majors Ha er le (Luftkriegsschule Wildpatk-Wer- der) nach Batavia wurde mit 3000 Mark ausgezeichnet. Als dritter Bewerber erhielt Helmut Taxis (Eltingen) 2000 Mark für feine Siege im Handicaprennen in York, beim Deutschlandslug im Sonderwettbewerb für Prioatflugzeugbesitzer und in der Wertungsgruppe IV beim Zugspitzflug. Die drei
Piloten, die auf ihren Flügen sämtlich Klemmstug- zeuge der Muster Kl. 25 bzw. Kl. 35 mit Hirth- Motor HM 60 R benutzten, sind die ersten, die im Motorflug mit dem Ädolf-Hitler-Ehrenpreis ausgezeichnet wurden, da dieser Preis vorher nur für Bewerber im motorlosen Flug ausgeschrieben war.
Ehrung für einen toten Segelflieger.
Der Ehrenpreis im Segelflug wurde dem in diesem Jahre während der „Rhön" bei einem Gewitterflug tödlich abgestürzten NSFK.-Truppführer Werner Blech von der NSFK.-Gruppe 6 Schlesien zu- gesprochen. Gruppenführer Sporleder nahm den wertvollen Pokal für seinen erfolgreichen «Segelflug« zeugführer in Empfang. Blech, der sich feit Jahren planmäßig mit Höhen-Segelflügen durch Ausnützung thermischer Aufwinde in Wolken und Wärmegewit- tern unter bewundernswertem persönlichen Einsatz beschäftigte, erhielt die Auszeichnung für seine beiden Höhenflüge von 4090 bzw. 4490 Meter während der Rhön 1937, nachdem er mit einem Zielsegelflug von 251 Kilometer die Mindestbedingungen erfüllt hatte. Mit Werner Blech hat der Segelflugsport einen seiner Besten verloren, der auch im Ziel- und Streckenflug Großes leistete und noch wenige Tage vor seinem Absturz mehrere Höhenflüge bis zu 7000 Meter ausführte. Mit dieser Ehrung übers Grab hinaus wurde dem Können des großen Segelfliegers höchste Anerkennung zuteil.
NSG. Fünf Jahre find in diesen Wochen vergangen, daß die SA. im Sinne des Sportabzeichens an der Erziehung des deutschen Menschen arbeitet. Die Gedanken des Führers über die Erziehung des deutschen Menschen, die in den verschiedensten Kapiteln des Buches „Mein Kampf" niebergelegt find, finden Ende 1933 in der Schaffung des SA.-Sportabzeichens ihre sichtbare Verkörperung. In der Stiftungsurkunde des Führers heißt es:
„Ilm der Verantwortung der $21. als Garant des neuen Staates, für die Pflege wehrhaften Geistes der Jugend in allen Teilen des deutschen Volkes bewußten Ausdruck zu verleihen, bestimme ich, daß dieses Abzeichen auch von Nichtangehörigen der $21. erworben und getragen werden darf, sofern sie rassisch und weltanschaulich den $A.-mäßigen Voraussetzungen entsprechen."
Weiter gehört aber auch zu den Voraussetzungen, daß jeder Bewerber eine gewissenhaft durchgeführte Ausbildungszeit zu durchlaufen hat. Ja, diese Ausbildungszeit bildet den Schwerpunkt jeder Sportabzeichenarbeit. Während ihrer Dauer soll der deutsche Mann beweisen, daß er gewillt ist, rnitzu- marschieren, ausgerichtet mit dem Denken und Fühlen der vom Nationalsozialismus getragenen Nation, und daß er in sich die Pflicht fühlt, für den Bestand dieser Nation zu kämpfen, indem er sich in dauernder körperlicher und geistiger Frische hält. Er soll zeigen, daß er, wenn er auch selbst der SA., ff, dem NSKK. oder NSFK. nicht angehört, doch gewillt ist, den Gedanken des politischen Soldatentums in sich aufzunehmen, indem er sich freiwillig einer Ausbildungszeit von einem halben Jahr unterwirft, einer Ausbildungszeit, die getragen ist vorn Geist des politischen Soldatentums der Bewegung. Die Bewährung während dieser Zeit, ver- bunden mit den abschließend verlangten Leistungen auf körperlichem und geistigem Gebiet, machen aus dem Sportabzeichenbewerber den SA.-Sportabzei- chenträger. Mit Stolz soll der deutsche Mann die- es Abzeichen traaen und nicht als Dekoration.
So waren die Grundgedanken, als mit dieser Sir- beit vor fünf Jahren begonnen wurde, und so find sie noch heute, wenn auch ausgebaut und gesteigert.
Ws Wre SA.-Sporiabzeichen in der Gruppe Hessen.
Denn als der Führer am 18. März 1937 das Sei- stungsbuch zu einer Urkunde erhob und den dauernden Besitz des SA.-Sportabzeichens von der Ableistung bestimmter Wiederholungsübungen abhängig machte, erweiterte er damit die Verpflichtung des SA.-Sportabzeichenträgers.
Die während der Ausbildungszeit gezeigte hat- tung und die am Abschluß erreichte Leistungsfähigkeit muß sein Träger nunmehr Jahr für
Jahr erneut beweisen.
Er muß zeigen, daß er gewillt ist, neben feinen beruflichen Verpflichtungen zusätzliche Pflichten für Erhaltung und Mehrung eines gesunden, starken, wehrhaften und nationalsozialistisch erzogenen Volkes auf sich zu nehmen. Jeder, der guten Willens ist und fühlt, daß auch er sein persönliches Ich in den Dienst dieses großen Erziehungsgedankens stellen muß, hat darum die Pflicht, seinem Willen die Tat folgen zu lassen und sich zum SA.-Sportabzeichenerwerl' zu melden.
Wenn bis 1936 rund 600 000 $A.-Sportabzei- chen verliehen wurden und wir uns heute der Zahl von 1,5 Million nähern, fo beweist dies, daß der Befehl des Führers überall verstanden worden ist. Rund 55 000 SA.-Sportabzeichen- träger werden heute im Bereich der Gruppe Hessen betreut. 300 SA.-Führer als Prüfer und 1500 $A.-Führer als Lehrberechtigte für das SA.-Sportabzeichen stehen zur Zeit der Gruppe zur Verfügung.
Sie erfassen den sich freiwillig meldenden SA- Sportabzeichenbewerber in den Sportabzeichengemeinschaften, die den S2l.-Sttirmen angegliedert sind, und setzen sich so als Beauftragte der SA. für die Vergrößerung ves Kreises von Menschen ein, die den Führer verstanden haben, wenn er auf dem Reichsparteitag 1938 sagte:
„Stärkster Geist des Glaubens und des Willens, der Zuversicht und der Beharrlichkeit, über allem die Verantwortung und die Tatkraft, verbunden mit starkem Körper, gesund und schön; so wollen wir unser Volk für die Zukunft a-'ff^Opn. so wollen wik es erziehen und diese 2tufgnbe n’.c aus dem AugL verlieren."


