Ausgabe 
23.12.1938
 
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Gesetz des Führers neben der Versicherungspflicht ihre Existenz au gebaut hc^e beizutragen, des jüngeren Handwerkers die Versorgung .Ich bin" - so schloß der Rerchshandwerksmelster des nicht mehr v e r s i ch e r u n a s f äh i g e n .stolz darauf, daß das Dritte Reich von neuem em Handwerksoeteranen geschaffen habe, so grundlegendes Handwerksgesetz gefchaf,en hat, das werde es jeder selbständige Handwerker als feine m der Handwerksgeschlchte aller Volker ohne Bei-

n der Handwerksgeschichte

werde es jeder selbständige Handwerker als seine

Ehrenpflicht ansehen, für die Versorgung der Man- spiel dasteht/ ner, auf deren Schultern die jüngere Generation

Die Bauarbeiter der Reichskanzlei

feierten mit dem Führer Weihnachten

des der

Berlin, 22. Dez. (DNB.) In der festlich ge- schmückten Deutschlandhalle feierte am Donnerstag­abend die gesamte Belegschaft de sNeu- baues der Reichskanzlei gemeinsam mitdem Führer das Weihnachtsfest. Jeder Ar­beiter erhielt als Weihnachtsgeschenk das Buch des Führers mit Unterschrift und ein großes Lebens­mittelpaket. Die große Halle bot ein farbenfreudiges Bild. Don der Decke hingen zwei riesige Advents­kränze und leuchteten Hakenkreuzfahnen. Vier große Tannenbäume gaben mit ihrem Lichterglanz der Halle ein besonders stimmungsvolles Gepräge. An langen Reihen weiß gedeckter und mit Tannengrün geschmückter Tische hatten die 7 000 Arbeiter Platz genommen. Mit dem F ü h r e r nahmen an der Weihnachtsfeier der Schöpfer des Bauwerks, Architekt Prof. Speer, mit seinen engeren Mit­arbeitern, ferner der Chef der Reichskanzlei Reichs­minister Lammers, Reichspressechef Dr. D i e t« r i ch, die Adjutanten des Führers, ^-Obergruppen­führer Sepp Dietrich, der stellvertretende Gau­leiter Staatsrat Görlitzer und Gaupropaganda- leiter Wächter teil.

Namens der Belegschaft richtete Polier Gott­wald an den Führer tief empfundene Dantes-

Berlin, 23. Dez. (DNB.) In Anwesenheit des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, des Füh­rers und Reichskanzlers, und zahlreicher Ver­treter aus Staat, Partei und Wchrmacht, vornehm­lich der Luftwaffe, kam am Donnerstagabend im Berliner Ufa-Palast am Zoo der neue Karl» Ritter-Grotzfilm der UfaP o u r l e m d r i t e" zur Uraufführung. Das Werk hat in einer des großen Themas roürb'igen Spielhandlung die letzten zwanzig Jahre der deutschen Fliegerei, vom letzten Kriegsjahr über den Zusammenbruch bis zur Wie­derauferstehung der ruhmreichen deutschen Wehr­macht und der stolzen deutschen Luftwaffe, zum Inhalt. Träger der Handlung sind Männer der Front, erfüllt von echtem Fliegergeist, einer grenzen- losen, von allem Hurra-Patriotismus freien Vater­landsliebe und einem durch nichts zu erschütternden Glauben an Deutschland. Die neue Meisterschöpfung Karl Ritters wurde mit Stürmen des Beifalls ausgenommen.

Kurz nach 21 Uhr traf der Führer, begleitet von Generalmajor Bodenschatz sowie seinem persönlichen und militärischen Adjutanten, im Thea­ter ein, von den Anwesenden mit begeisterten Kund­gebungen empfangen/ Der Führer nahm zwischen dem Schöpfer des Films, dem Regisseur Karl

worte für die Gestaltung dieser Weihnachtsfeier, durch die, wie er unter jubelnder Zustimmung er­klärte, der heutige Tag für den Schöpfer des Bau­werkes Prof. Speer, für die gesamte Bauleitung und alle am Bau Tätigen zu einem unvergeßlichen Ehrentag geworden ist. Als Polier Gottwald dem Führer bann noch einmal dankte, daß er es den Männern ermöglicht hatte, dieses Fest als große Familie zusammen mit dem obersten Bauherren, dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches zu feiern, erklang erneut der Jubel auf, der sich zu einem Be­geisterungssturm steigerte, als nun der Führer in seiner Ansprache die tiefere Bedeutung des Baues im nationalsozialistifchen Deutschland und insbeson­dere des Aufbaues der Reichshauptstadt aufzeigte. In herzlichen Worten dankte er als Bauherr allen am Werk Beteiligten und wünschte ihnen nach schwe­ren Arbeitsmonaten ein frohes Weihnachtsfest.

Nach seiner Ansprache weilte der Führer noch einige Zeit bei seinen Arbeitern und nahm mit ihnen gemeinsam das Abendessen ein. Als der Füh­rer sich dann verabschiedete, brachte Polier Gott­wald ein dreifaches Sieg-Heil auf ihn aus, das be­geistert ausgenommen wurde.

Amerikanische Manöver

an ter brasilianischen Küste?

Rio de Janeiro, 22. Dej. (EWS.) Berichte aus Neuyork, nach denen die amerikanische Flotte im Südatlantik vor der Küste Nordbrasiliens Manöver abhalten soll, haben in Brasilien ft a r t e Verstimmung ausgelöft. Eine derartige De- monftration der nordamerikanischen Seemacht würde eine Verletzung des brasilianischen Nationalgesühltz bedeuten, die man mit dem Gedanken einer alten Freundschaft nicht in Einklang bringen könne. Gazeta de Noticias" meint, als ein in jeder Hin­sicht souveränes Land könne Brasilien keines­falls dulden, daß irgendeine ausländische Kriegsflotte unter irgendwelchem Vorwand straflos vor den brasilianischen Küsten den Wert ihrer Kanonen erprobe. Was würden wohl die Ameri­kaner dazu sagen, wenn beispielsweise die englische Flotte vor der Küste Floridas Manöver abhielte? Das würde sicherlich zu einem Skandal führen.

Kriegsmuseum umgewandelt. Zu dem Ge­bäudekomplex gehört auch der eigentliche Dom, in dem 1840 die sterblichen Ueberrefte Napoleons bei­gefetzt wurden.

Der Brand konnte in den frühen Morgenstunden des Freitags als vollkommen gelöscht angefehsn werden. Bald nach Mitternacht zog sich der Haupt­teil der Feuerwehr wieder zurück und ließ nur eine Brandwache an Ort und Stelle, die die letzten Brandherde erstickte. Im Laufe der Nacht hatten sich saft sämtliche Minister mit dem Ministerpräsidenten an der Spitze zum Jnvalidendom begeben, wo noch trotz der Kälte und der vorgerückten Nachtstunde Marschall Petain eingetroffen war.

Die Untersuchung über die U r s ach e des Bran­des hat noch zu keinem Ergebnis geführt. Man weist jedoch die Annahme vorsätzlicher Brandstiftung zu­rück. Es wird vermutet, daß, da infolge der großen Kälte besonders stark geheizt wurde, durch einen beschädigten Kamin Feuer an die Holzver­schalung durchgedrungen ist. Angestellte des Jnva- lidendomes wollen sich daran erinnern, daß sie schon am Vormittag einen leichten Rauchgeruch verspür­ten. Der Sachschaden läßt sich im Augenblick noch nicht beziffern. Am meisten hat der sogenannte Ehrensaal, der unmittelbar unter dem Brandherd liegt und vollkommen unter Wasser steht, gelitten. Darüber hinaus dürfte es sich aber nur um bauliche Schäden handeln, denn die Archive des Museums befinden sich in den unteren Stockwerken.

Paris, 23. Dez. (DNB.) In den Abendstunden' des Donnerstag brach im Jnvalidendom Feuer aus, das sich sehr rasch auf einen der Flügel des Gebäudes ausdehnte, das teilweise als Museum für Kriegserinnerungen, zum anderen Teil zur Unterkunft von Schwerkriegsverletzten dient. Die Feuerwehr begegnete sehr großen Schwierig­keiten, da die Wasserleitungen zum größten Teil eingefroren sind. Aus diesem Grunde dehnte sich der Brand immer weiter aus. Der Brand brach in den Dachstuben des Mittelgebäudes über dem Haupteingang, wo sich die Wohnung des Direktors des Jnvalidendomes befindet, aus, und erstreckte sich nach und nach auf den rechten und den linken Flü­gel. Gegen Mitternacht stand der Dachstuhl des Gebäudes in etwa 100 Meter Breite in Flammen. Die Feuerwehr, der es trotz der ein­gefrorenen Wasserleitungen gelang, aus mehr als 15 Rohren Wasser zu geben, arbeitete mit Hilfe von Scheinwerfern an der Bekämpfung des Brandes.

Der Sachschaden ist bedeutend, da große Wasser­mengen die Decken sämtliche^ Stockwerke durch­drungen haben. Die Front des Gebäudes hat glück­licherweise bisher keinen Schaden genommen. Dor dem Gebäude hat sich trotz der Kälte eine große Menschenmenge angesammelt. Der Jnvaliden­dom, auch Jnoalidenhotel aenannt, gebt auf Lud­wig XV. zurück, der das Gebäude 1670 für die Unterbringung von verwundeten Of­fizieren und Soldaten errichten ließ. Spä­ter wurde ein großer Teil des Gebäudes in ein

Neuerung geht über alle Teile Chinas und die Be­geisterung für einen Neuaufbau steigt ständig.

Japan. China und Mandschukuo werden vereinigt werden in dem gemein­samen Ziel, eine Neuordnung in Offafien durch» zuführen, die nachbarliche Freundschaft zu ver­wirklichen. gemeinsam gegen den Kom­munismus sich zu verteidigen und wirt» sch aftlich zusa mmenz narb eiten. Da­her ist es notwendig, daß China vor allem alle veralteten Vorurteile und be»

S y d n e y, 22. Dez. (Europapreß.) Wegen der Auf­forderung zum Boykott japanischer Waren ließ der Generalpostmeister Australiens Cameron die R u n d- funfftation2 K Y" in Sydney mitten in der Sendezeit schließen. Die Zulassung des Senders ist gelöscht worden. Der Sender soll auch die Werft-

mehr ange stellt werden. Sie dürfen keine leitenden Stellen in der Presse, im Theater und Film bekleiden. Die Der» h ä l t n i s Z a h l der Juden wird bei allen kul­turellen und geistigen Berufsgruppen mit 6 v. H. festgesetzt, und zwar ist diese Verhältniszahl nicht nur auf die Zahl der Angestellten, sondern auch auf den gesamten Lohnhaushalt des Be­triebes zu beziehen. Mitglieder von Kammern der freien Berufe (Aerzte, Anwälte usw.) können gegebe­nenfalls nur 6 v. H. sein, wozu allerdings ein Plus von 3 v. H. für Kriegsteilnehmer kommen kann. Füh­rende Posten in Gewerkschaftsverbänden können Juden nicht bekleiden. Die Juden wählen ge­trennt 30 Tage nach den allgemeinen Wahlen zu den gesetzgebenden Körperschaften mit ihren eigenen Stimmen ihre eigenen jüdischen Vertreter. Die Be­stimmungen müssen bis zum 1. Januar 1942 durch­geführt sein.

Verbot deutschfeindlicher Hehltteratur in der Tschecho-Slowakei.

Prag, 22. Dez. (DNB.) Wie derPrager Zeitungsdienst" erfährt, dürfte mit einem all­gemeinen Verbot der Einfuhr und Ver­breitung aller deutschfeindlichen Emigranten­zeitungen und sonstiger antideutscher Hetzliteratur in der Tschecho-Slowakei zu rechnen sein. Das Verbot soll verhindern, daß durch verlogene und unwahre Nachrichten und Hetzartikel das Verhältnis zwischen der Tschecho-Slowakei und dem Deutschen Reich vergiftet wird. Auch soll ver­mieden werden, daß das Ansehen der Nelchsregie- rung und ihrer führenden Männer durch Druck­schriften gefährdet wird, die in der Tschecho-Slowa­kei von unverantwortlichen Elementen heraus- gegeben oder verbreitet werden. Die in Paris oder sonst im Ausland herausgegebenen Emi- arantenblätter sollen ebenfalls unter dieses Verbreitungsverbot fallen.

Segen den Boykott japanischer Waren in Australien.

FeWcheürausMrungdesMspourlemsnie" 3n Anwesenheit des Führers begeistert ausgenommen. - Eine Meisterleistung Karl Ritters und des deutschen Films.

Budapest, 22. Dez. (DNB.) Der Entwurf neuen Judengesetzes wurde in einer Konferenz Regierungspartei bekanntgegeben. Danach gelten alle Juden und Judenmischlinge als Juden, aus­genommen jene Halbjuden (ein jüdisches Groß­elternpaar), deren jüdischer Elternteil sich vor der Ehe hat taufen lassen. Ausgenommen sind Kinder aus judengemischten Ehen, wenn sich der jüdische Elternteil zwar vor der Ehe, jedoch nach dem 1.1. 38 hat taufen taffen. Gewisse Erleichterungen sind für Kriegsteilnehmer vorgesehen. Juden dürfen a l s Beamte ober Angestellte bei staatlichen, städti­schen ober Komitatsbehörben überhaupt nicht

Japans plan der Neuordnung Ostafiens

Tokio wünscht einen Antikominternpakt mit China, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Wiederherstellung der Unabhängigkeit Chinas.

Die Altersversorgung des deutschen Handwerks.

Eingliederung in die Reichsversicherungsanstatt für Angestellte. Kapital- oder Rentenversicherung. - Versorgung nicht mehr versicherungsfähiger Handwerksveteranen

Der pariser Jnvalidendom stand in Flammen

Das Feuer unter großen Schwierigkeiten gelöscht.

Tokio, 22. Dez. (DNB.) Der japanische Mini- sterpräsident Fürst Konoy e gab eine Erklärung über die Leitgedanken zur Gestaltung der Beziehun­gen zwischen Japan und dem neuen China ab. Es heißt darin: Die japanische Regierung ist entschlos­sen, die militärischen Operationen mit dem Ziel der völligen Beseitigung der japanfeind­lichen Kuomintang-Regierung durchzu­führen. Gleichzeitig will Japan fortschreiten im Auf­bau einer Neuordnung in Oftafien mit denjenigen weitblickenden Chinesen, die Japans Ideale und Hoffnungen teilen. Ein Geist der Er-

arbeiter japanfeindlich beeinflußt haben. Der Sen­der war seit 1923 in marxistischem Besitz. Im Zuge der Bekämpfung der antijapanischen Boykottbewegung richtete der Generalstaats-anwalt des australischen Bundes, Menzies, ferner eine Warnung an die australischen Schauertente, sich zum Boykott japanischer Dampfer verleiten zu lassen. Er erklärte, daß die Weigerung der Marxisten, Roh­eisen für Japan zu verladen, einenicht zu recht­fertigende Provokation" darstellen würde, die zu internationalen Verwicklungen führen könnte.

Verhaftungen in Tlordirland

B e I f a ft, 22. Dez. (Europapreß.) Das nord­irische Ministerium für innere Angelegenheiten er­klärt:Die Regierung hat sich entschlossen, zur Ver­hinderung von Ausschreitungen und des Friedens­bruchs die bekannten führenden Männer der illegalen Organisation der Iri­schen Republikanischen Armee zu ver­haften und zu internieren. Gemäß diesem Beschluß wurden bisher 34 Führer und Mitglieder der Or­ganisation verhaftet." Als Begründung für diese Verhaftungen wird von einer Verschwörung gespro­chen, die es sich zum Ziel gesetzt haben soll, in den Weihnachts- und Neujahrstagen Anschläge auf Regierungsgebäude, Regierungsbeamte und öffentliche Einrichtungen auszuführen. Es stehen noch weitere Verhaftungen bevor, nachdem die polizeilichen Nachforschungen und Verhöre den gan­zen Donnerstag über angedauert haben. Nach den Sondervollmachten ist die Regierung Nordirlands befugt, politisch verdächtige Personen zu internieren, ohne sie vorher einem ordentlichen Gericht vorzu­führen.

Kinder Palästinas von den Roheiten trer' Engländer zu befreien."

Durch das Telegramm des arabischen Palästina­ausschusses über die brutaler] britischen Unter- drückungsmethoden werden weitere erschütternde Einzelheiten bekannt. Geradezu unglaublich sind da­nach die Grausamkeiten der Engländer, Die sich keineswegs darauf beschränken, bewaffneten Frei- scharen entgegenzutreten, sondern vor allem die unbeteiligte Zivilbevölkerung mit Quälereien und Roheitsakten verfolgen. Bei dem Angriff auf das arabische Dorf Attil wurden fünf Personen willkürlich ausgewählt und mißhandelt. Man versetzte ihnen Hiebe über den Kopf und stach ihnen die Augen aus. Nachdem man sie so in der scheußlich st en Weise ver- stümmelt hatte, gab man ihnen endlich den Gnadenschuß. Auch Raub und Plünderun- g e n sind bei den in Palästina gegen die Araber eingesetzten Engländern an der Tagesordnung. Wie aus dem Telegramm des Palästinaausschusses her­vorgeht, wurde bei den Durchsuchungen der verschie­densten Orte gestohlen und geplü n d er t. In Hebron wurden die Läden vor dem^ Nieder- brennen der Häuser völlig ausge p I u n b e r t und in Attil den Arabern Geld und Wertgegen- stände entwendet. Ein beliebtes Mittel, die Ein­wohner willfährig zu machen, bildet auch in Pa­lästina die Peitsche, die fast jeder Engländer mit ührt. Die Beiruter ZeitungAlyom meldet, daß anläßlich der kürzlichen Durchsuchung des Dör­fel 2111 i l durch englische Truppen drei Araber von Soldaten ineinenHolzschuppengesperrt wurden. Der Holzschuppen sei daraufhin in Brand g e ft e cf t worden, so daß die drei Araber bei lebendigem Leibe verbrannten.

Berlin, 22. Dez. (DNB.) Am 21. Dezember hat der Führer und Reichskanzler feine Zustimmung zu dem Gesetz über die Altersversor­gung für das deutsche Handwerk ge­geben. Aus diesem Anlaß fand eine Kundgebung im Hause des deutschen Handwerks in Berlin statt, bei der Reichsarbeitsminister Seldte den Inhalt des Gesetzes bekannt gab. Das neue Gesetz, so sagte er, spricht den Grundsatz aus, daß der Handwerker für fein Alter und feine Hinter­bliebenen Vorsorge treffen muß. Man- eher junge Handwerker hegte seinerzeit die Hoff­nung, sich in gesunden Tagen so viele Ersparnisse sammeln zu können, daß feine Familie auch bei Nachlassen seiner Erwerbsfähigkeit und im Falle feines Todes vor Not geschützt fein werde. Aber diese Hoffnung erwies sich sehr oft als trügerisch. Anderen, deren Verdienst nur gering war, wurde der Entschluß schwer, die zur Altersversorgung er­forderlichen Mittel aufzubringen. Es mußte also ein gewisser Zwang angewendet werden, um zur Sicherung des Lebensabends der Hand­werker beizutragen.

Die Art dervorforge bleibk im welken Umfange dem eigenen Entschluß des Handwerkers überlassen. Er kann entweder eine Renkenversicherung abfchlietzen oder eine kapitalversicherung elugehen. Lr kann aber auch einen Mittelweg wählen und bei halben Beiträgen zur Renten­versicherung eine mindestens ebenso hohe Prä­mie für eine Lebensversicherung bezahlen. Er erhält in diesem Falle neben dem Kapi­tal aus der Lebensversicherung die halbe Rente. Auf diese Welse kann er dle Vorzüge der Renken- und der Kaplkalversicherung mlk- einander verblnden, ohne dabei seine Kräfte zu überanstrengen.

Die Handwerker sollen vom 1. Januar 1939 an bei der Reichsversicherungsanstalt für Angeste 1 lte versichert werden. Ihre Selbständigkeit wird dadurch natürlich nicht berührt. Die Versicherung umfaßt das gesamte Jahreseinkommen, wie es in dem letzten Einkommensteuerbescheid festgestellt worden ist. Die Handwerker sind,'ohne Rücksicht auf die Höhe ihres Jahreseinkommens, versicherungspflichtig. Diejenigen von ihnen, die während ihrer Beschäf­tigung als Lehrlinge oder Gesellen Versicherungsanwartschaften erwarben, sie dann aber wieder verfallen liehen, erhalten die Möglich- keit, durch Nachzahlung der Beträge Lücken zu schließen, sofern diese nicht über den 1. Januar 1924 zurückreichen.

Aber nicht alle seht tätigen Handwerker können infolge ihres vorgeschrittenen Alters mit Hilfe der Renten- oder Lebens­versicherung noch zu einer einigermaßen aus­reichenden Attersversorgung gelangen. Weil auch ihnen geholfen werden soll, damit sie im Atter vor Rot geschützt sind, sollen beim Deut­schen Handwerks- und Gewerbekammertag für sie Unter st ühungsmitlel angesammelt werden.

Reichshandwerksmeister Schramm brachte in herzlichen Worten den Dank des Handwerks auf den Führer und dessen Mitarbeiter zum Ausdruck. Er betonte, daß man früher wohl eine Fülle von Sterbekassen, Hilfskassen, Unterstützungsvereinen und ähnlichen Einrichtungen hatte, die zwar viel Gutes leisteten, aber gegenüber dem, was wirklich nottat, durchaus unzulänglich waren. Wenn das

Ritter, und Staatssekretär Hanke Platz. Dann rollte das gewaltige Heldenlied der deutschen Flie­gerei und des Pour - le - merite - Geistes ab. Schon während der herrlichen Aufnahmen von den ßuft- kämpfen gegen eine erdrückende feindliche Heber« macht, bei den erschütternden Szenen aus der Zeit des Niederganges, des an bitteren Enttäuschungen überreichen Kampfes gegen den Schandfriedens­vertrag und seine entehrenden Bestimmungen und endlich bei dem opfer- und mühevollen Wieder­ausstieg aus den kleinsten Anfängen setzten die Kundgebungen ein, um nach dem grandiosen Aus­klang des stolzen Wiederaufstieges unter den sieg­reichen Fahnen des Nationalsozialismus bisher nicht erlebte Ausmaße anzunehmen.

Immer und immer wieder dankten die Besucher begeistert und erschüttert dem Spielleiter dieses Meisterwerkes, Karl Ritter, und den Hauptdar­stellern. Zugleich aber galt der Dank dem anwesen­den Schöpfer der neuen deutschen Wehrmacht, ihrem Obersten Befehlshaber Adolf Hitler. Die Kund­gebungen wiederholten und verstärkten sich, als der Führer Karl Ritter zu diesem großen Wurf, dem bisher besten Film der Zeitgeschichte, beglück­wünschte.

Oie kroatische Frage.

Belgrad, 22. Dez. (Europapreß.) Der neu er­nannte Innenminister Atjimovitsch erklärte Pressevertretern, er werde mit aller Entschiedenheit dafür sorgen, daß überall die öffentliche Ordnung, insbesondere die persönliche und wirtschaftliche Sicherheit, gewahrt bleibe. In politischen Kreisen wird diese Erklärung dahin gedeutet, daß der neue Innenminister energische Maßnahmen au ergreifen gedenke, um gewisse Mißstände, die sich in Kro­atien gezeigt hätten, abzustellen. Dazu gehöre vor allem die Bedrohung von Personen, die nicht zu Len Anhängern Matscheks, des Führers der kroatt- schen Oppositionellen, gehören, sowie die Beschädi­gung des Eigentums von Regkerungsanhängern. Es scheine auch, als ob der neue Innenminister die Absicht habe, die vor kurzem in Kroatien gebildete halbmilitärische Organisation der kroatischen Bauern­partei, die sogenannte Bauernwehr, aufzu­lösen. Trotzdem erwartet man nach der Regierungs­umbildung eine neue Einstellung des Kabinetts in der kroatischen Frage. Darauf deute der Austritt Les bisherigen jugoslawischen Innenministers Ko­ro s ch e tz aus dem Kabinett hin, der gegen Zuge- ständnisse an dis Kroaten gewesen sei. Man glaubt, daß Stojadinowitsch die Absicht habe, direkte Verhandlungen mit Matschek aufzuneh­men, obwohl kein einziger kroatischer Politiker in die neue jugoslawische Regierung eingetreten sei.

- Das Sprachrohr des ungarischen Außenministe­riums, derPester Lloyd", meint, daß, wenn auch die allgemeine Politik der Regierung durch die Um­bildung vermutlich keine Aenderung erfahren werde, so doch eine Aenderung in iI) r en Metho­den eintreten werde. Insbesondere sei dem geschlos­sen hinter Matschek stehenden Kroatentum gegenüber ein Wandel zu erwarten.

Oie Stellung der Luden in Ungarn.