Ausgabe 
23.11.1938
 
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Das wahre Gesicht des Weltsreimaurertums

M

Vortragsabend der Aießener DolksbildungSstaite.

statt.

Hitler-Jugend Bann 116.

ir, o /o big gen, die bolschewistische 'J . Klosse und systematisch vorzubereiten.

,ve n OA Wit be anderem Intere

Deutlichkeit erkennen, daß eine Fichte im Inneren Elastizität. Der

richtig

Das ist in

keit.

Um nun zu verstehen, was für ein Baukünstler die Pflanze ist, betrachte man setzt den feinen Schnitt durchs Fichtenholz unter dem Kergrofte- rungsglas. Man kann an ihm mit prachtvoller

verfolgt habe.

In seinen weiteren Darlegungen wandte sich der Redner der politischen Betätigung der Freimaurerei zu erinnerte an die verbrecherische Tätigkeit der Ho'chgradfreimaurer B e n e s ch und Stalin, an die verhängnisvolle Arbeit von Stresemann und vieler anderer Politiker. Er betonte, daß der Gedanke an ein Pan-Europa chochgradfrelmaurer als geistige Urheber habe, und erinnerte schließlich an den Satz von Walter Rathenau, der sagte, daß 300 Männer, die sich untereinander kennen, die Ge­schicke der Welt -in politischer und wirtschaftlicher Einsicht bestimmen. Im Hinblick auf die weltum­spannende politische Tätigkeit der Freimaurerei er- klarte der Redner, die Freimaurerei habe um der Verfolgung und der Erreichung ihrer Ziele willen auch vor dem Verbrechen des Mordes nicht zuruck- qescheut. Interessant sei die Tatsache, daß in Ruß­land die Freimaurerei zwar 100 Jahre lang ver­boten gewesen sei, nichtsdestoweniger sei es gefun­den die bolschewistische Revolution im Jahre 1917

Mit besonderem Interesse hörte man die Mittei­lung des Redners über die Tatsache, daß es wah­rend des Weltkrieges hinter der deutschen Front sogFeldlogen" gegeben habe, in denen sich, wie der Redner betonte, deutsche Freimaurer im deut­

gedacht.

Holz ist eine Erfindung, die unvergleichlich bezug auf Druck- und Zugfestigkeit sowie

truppredner Fritz Madel sprechen. Damit findet zum ersten Male im Gau Hessen-Rassau eine Kund- gebung statt, in der die Reichspropagandaleitung einen Redner ausschließlich zur Jugend sprechen läßt.

gewesen seien. , ,

Der Redner forderte schließlich auf, sich als deutsche Volksgenossen jederzeit der völkischen Aus­gaben bewußt zu sein, jedem Feind im eigenen Volke entgegenzutreten und alles dafür einzusetzen, daß die großen Aufgaben, die der Führer ge­stellt habe, erfüllt würden und Deutschland den Platz an der Sonne erringe, der ihm gebühre.

Anhaltender Beifall, Worte des Dankes des Kreisreferenten an den Redner und das Gedenken an den Führer beschlossen den Vortragsabend.

locker geschichtete und doch unbedingt schützende Reihen von leichten Polstern. Auch das Pflanzenei, ( höchst verletzbar wie alle Lebenskeime, fordert für . feinen Schutz ganz besonders schwierige Konstruktiv- , neu. Und sie sind in allen Blüten in höchster Voll- I kommenheit geleistet. Ueberall sind gerade die Samenknospen in die dichtesten und besonders ge- , schützt angelegten Teile der Blumen eingebettet. Die Lärche z. B. macht das in der Weise, daß sie in den weiblichen Blütenzapfen hohle, kreisrunde und_wohl- behütete Rischen anlegt, in die sie die reifende Frucht bettet. Sie ist da so wohlverpackt, daß eher der Baum leidet, als daß die versehrt werden könnte. Die Kiefer hat ihren Blütenstaub nicht nur wohlge­schützt, sondern sie stattet ihn dann, wenn er reif ist, mit einer geradezu genialen Flugeinrichtung aus, damit er, wie es sein Beruf ist, in die Welt hinausreisen kann. Sie bindet nämlich an ihn zwei Ballvnkugeln aus ganz feiner Haut an, in denen sich die Luft unter Dem Einfluß des Sonnenscheins erwärmt, worauf das ganze wie eine Montgolfiere emporsteigt und im Winde treibt. Das sind nun drei verschiedene Lösungen, alle ebenso originell wie er­staunlich zweckmäßig, aber es gibt 150 000 Arten von Blütenpflanzen auf Erden, und jede hat eine besondere und praktische Art hervorgebracht, wie man am besten blüht und fruchtet.

Die Tiere aber sind nicht weniger große Bau- künftler. In jedem/Knochen sind die Gesetze des Eisenhochbaus verwirklicht, jedes Auge ist eine wunderbare, komplizierte Kamera, das Ohr ein Saiteninstrument. Sogar die winzigen Infusorien sind wahre Baukünstler. Sie machen sich Gehäuse, oftmals verwickelte Gitterbauten und sitzen darin i beschützt und wohlbehütet. Hat die Pflanze eine - Viertelmillion technischer Lösungen, so hat das Tier > eine halbe Million technischer Einfälle hervorge- - bracht, und je tiefer wir bringen, auf desto Erstaun­licheres und Scharfsinnigeres stößt man. Schon das erste Dutzend Beispiele, das hier vorgeführt wurde, brauchte ein Buch, um wirklich verständlich gemacht zu werden das wahre Buch der ganzen lebendi­gen Natur aber ist erst im Beginn seiner Bearbei­tung, und wer weiß, ob wir je mit diesem Wunder­werk' zu Ende kommen werden.

VDM.'Werk.Grvppe 4.

Die Karten für die Theaterringvorstellung am Montag, 28.11., sind ab 23.11 bei Anneliese Dietz, Alicenstraße 32, abzuholen.

Höchstpreise für Weihnachtsbäume.

Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen. Landes- rcaierung, Stelle für Preisbildung veröffentlicht eine Anordnung über die Festsetzung der Prei.e für Weihnachtsbäume im Jahre 1938, die mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt. Für den Absatz von Fichten- Weihnachtsbäumen vom Großhandel an den Klein­handel und vom Kleinhandel an den Verbraucher, gelten folgende Höchstpreise: Klasse und Große 1 (0 70 bis 1,30 Meter) bei Abgabe vom Großhandel an den Kleinhandel bis 0,57 RM., bei Abgabe vom Kleinhandel an den Verbraucher bis 1. RM.; Klasse und Größe 2 (1,30 bis 2 Meter) bis 085 bzw. bis 1,50 RM.. Klasse und Großes (2 bis 3 Meter) bis 1,67 bzw. bis 2,50 RM.;

G'-öße 4 (3 bis 4 Meter) bis 2,54 bzw. b,s 3,80 RM Bei der Größe der Weihnachtsbäume sind Stumpflängen über 20 Zentimeter und astlose Spitzen über 30 Zentimeter nicht mitzuberechnen.

Tiere in Ferien.

Wie im Sommer bei uns die Völkerwanderung aus der Stadt aufs Land, ins Gebirge und ans Meer einsetzt, so gibt es auch Tiere, die zu einer bestimm­ten Jahreszeitin Ferien" gehen. Dabei handelt es ich nicht um die großen Wanderungen, die von man­chen Tieren zur Vollziehung ihres Brutgeschäftes angetreten werden oder die die Vögel alljährlich nach dem Süden führen. Es scheint sich vielmehr um eine Klimaveränderung zu handeln, die dem menschlichen Bedürfnis auffällig entspricht. So verlassen ganze Heere von Ratten gegen Ende des Sommers die Städte und verbringen einige Wochen auf dem Lande. Es ist nicht Mangel an Nahrung, was sie zur Reise veranlaßt, sondern augenscheinlich das unbe­zwingliche Verlangen nach anderer Nahrung. Sie wissen, daß alle wilden Früchte jetzt reif sind, daß sie sich an Nüssen und Eiern den Leib recht voll schlagen können, und so nehmen sie denn ihren Landaufenthalt für einige Zeit. Auch die Otter, die überhaupt ein großer Wanderer ist, unternimmt gegen Sommers- enbe ihre längsten Reisen. Weil es ihr im unteren Strom zu heiß wird, geht sie flußaufwärts zu den kühleren Quellwassern und geht erst gegen den Win­ter hin zu dem alten Wohnort zurück.

liehen Erziehung abgelegt. Die Meldung zur Prü­fung ist vvn dem Bewerber schriftlich an den Leiter des Hochschulinstituts für Leibesübungen der Um- versität Gießen zu richten. Die Prüfung Zerfallt tn eine schriftliche, eine mündliche und eine praktische Prüfung. Eine Lehrprobe schließt sie ab.

Alte Kämpfer sprechen zur S3."

Das Leben als Baukünstler

Lwn Dr. 3t. France.

Menschenhand zustande gebracht wurde. Noch aus- schlußreicher hierfür ist ein dünner Querschnitt dura) einen Palmenstamm, der für jeden Techniker em . Wunderwerk ist, ausgeführt mit kleinsten Mitteln. 1 Es ist ja auch eine Leistung, eine unerhörte. Nicht nur, baß die Palmen den elastischsten Stamm unter allen Bäumen haben. Sie tragen eine im Verhält­nis zu ihrem bünnen Stamm gigantische Krone von Blätterwedeln, die ihr Gewicht durch das Schaukeln im Wind vervielfacht. Aber bei heftigen Stürmen und gerade in der palmenreichen Zone gibt es die furchtbarsten Tornados, Zyklone und Taifune wird oft und oft dieser Wedel bis auf den Boden niedergedrückt und der Stamm splittert nicht. Würde er der Gewalt dieser Orkane nicht gewach­sen sein, es gäbe schon längst keine Palmen mehr. Die zweite Wunderleistung des Palmenstammes ist seine Wasserleitung. Es gibt kletternde Palmen der indische Totang, dessen dünne Stämme jeder als spanisches Rohr" tennengelernt hat, gehört zu ihnen die auf die Baumwipfel steigen und deren Stamm durch die vielen Windungen bis zu 260 Meter Länge erreichen kann. Aber dieses dünne Stammrohr ist auch eine Wasserleitung. Vis zur Triebspitze leitet es das Bodenwasser 260 Meter weit durch Mittel, die uns unbekannt sind. Wir können das nicht nachmachen, und wenn wir in einem Bergwerk Wasser so hoch heben, gehören dazu Pumpen von außerordentlicher Leistung und vielen Pferdekräften.

Eine andere wunderbare Bauleistung der Pflan- ; zen sind die Blätter und die Nadeln der immer- i grünen Bäume. Eine Kiefernnadel braucht man nur , genügend vergrößert zu betrachten, um sich davon zu überzeugen, baß sie in Wahrheit aus lauter . Hohlziegeln zusammengesetzt, die aber zur besseren Verfestigung obendrein noch sorgfältig ineinander verzahnt sind. Man versuche nur so ein schwaches Ding, wie eine Kieiernnadel zu sein scheint, aus- einanberzureißen und man wirb gleich merken, welch zähen Widerstand sie infolge dieses raffinier­ten Baues jeder Verletzung entgegensetzt. Wir haben eigentlich an solche Verzahnungsziegel noch gar nicht

Brand.

UraufführungDas Weib des Andern .

Auch in dieser Spielzeit bringt das Stadttheater Gießen wieder ein Werk des großen -Spaniers Lope de Vega. Es gelangt heute abend, in Anwe­senheit des 'Ueberfetzers,Das Weib des Andern , Schauspiel in drei Akten von Lope de Vega, zur Uraufführung. Die deutsche Bearbeitung .st von Hans Schlegel. Bühnenbild. Karl Löffler. Spiel­leitung-. Dr. Hannes Razum. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 9. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Anfang 19.30 Uhr, Ende gegen 22 Uhr.

Landfchaflsbund Volkstum und Heimat.

Heute abend findet für die Mitglieder des Land­schaftsbundes Volkstum und Heimat eine Sonder- fuhrung durch die Bau-AusstellungDas alte und das neue Gießen" im Turmhaus am Brand unter Leitung von Stadtbaudirektor G r a v e r t statt. Gäste sind willkommen.

Prüfungsordnung für Schwimmeister und Gchwimmeisterinn-n in Hessen.

Lpd. Durch bas Bestehen der Prüfung als Schwimmeister und als Schwimmeistenn wird die Befähigung zur Erteilung von Schwimmunterricht an Schwimmanfänger bis zur Erlangung des Frei- bzw. Fahrtenschwimmerzeugnisses erworben, sowie die Befähigung zur Beaufsichtigung des schwlmm- unb Badebetttebes in öffentlichen und privaten Schwimm- und Badeanstalten nachgewiesen. Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung veröffentlicht hierzu eine Prüfungsordnung, m der die Einzelheiten über die Bestimmungen nieder- qeiegt werden. Die Prüfung wird vor dem Pru- fungsamt für Lehrer und Lehrerinnen der körper-

fchen Waffenrock mit Freimaurern, die in den be­setzten Gebieten verblieben waren, zusommenfinben und beraten konnten. Durch diese Feldlogen sei viel verraten worden. Kaiser Wilhelm IL, der zu einem großen Teil von Juden beraten war, habe diese Feldlogen geduldet. , . m .

In ausführlichen Schilderungen gab der Vortra­gende dann von dem Aufbau der Logen Kenntnis, er sprach von der international gleichgearteten Ar­beit der unteren Grade, die nach außen hin ins­besondere darin bestanden habe, im öffentlichen Le­ben an allen hervorragenden Stellen Freimaurern zur Führung zu verhelfen. Das jüdische Bestreben sei dabei darauf hinausgegangen, die Gemeinschaft deutscher Menschen so vielfältig wie möglich in Vereine und Verbände auhuspalten und zu zer- reißen. Unter dem Einfluß der Juden fei die Wis- senschaft zum Selbstzweck gemacht, die Kunst ihrem eigentlichen Sinne entfremdet worden, so daß sie vom Volke nicht mehr habe verstanden werden

Thcalerring der Httler-Jugend.

Die nächste Vorstellung für den Theaterring der - ' - * 28. November,

schritte gemacht. .. , .

An der Behandlung der Wunde erläuterte dann Dr. Ma 1 ech bespielsweise das Wesen des Natur­heilverfahrens. Die Natur des Körpers sorge schon selbst dafür, daß alle Giftstoffe von dem gesunden Körperteil abgeschlossen und aus dem Körper ab­transportiert würden. Dem Arzt bleibe die größte Aufgabe, bufen Abwehrprozeß des Körpers zu er­kennen und durch die Stärkung des Körpers und die Entgiftung des Blutes mit naturgegebenen Mit­teln diesen Prozeß zu fördern. Dabei fielen per Diät, der Hautfunktion und dem Blutkreislauf wich­tige Aufgaben zu. Selbstverständlich werde auch vom Naturheilarzt in unumgänglichen Füllen die Ope­ration empfohlen, aber wo sich der Körper seivst helfen könne, werde erst alles versucht, diesen bei. seiner Funktion zu fördern und zu stärken. Dies machte der Vortragende an weiteren Beispielen (Fiebererscheinungen, Herzkrankheiten, Magenkrank- beiten u. a.) verständlich, und er stellte fest, daß Licht, Luft, Wasser, Massagen und Sonnenbestra^ lungen die wichtigsten Faktoren dabei seien, durch eine gesunde Lebensführung schon rechtzeitig vorher den Körper gegen alle Anfälligkeiten zu ftarfen und mit Unterstützung einer geeigneten Naturkost Vorsorge zu pflegen,, die die praktischste Verhütung von Krankheiten darstelle.

Nach den mit Beifall aufgenommenen Aus sich- nm gen hielt Hans Haubo 1 d einen Lichtbiwer- Dortrag überLeistungssteigerung durch gesunde Lebensführung".

Große Strafkammer Giehen.

Der K. V. aus Ober-Seibertenrod hatte sich ge=

Vortragsabend derArbeiisgemeinschast her Berufskrankenkaffen.

Im Rahmen ihrer Aufklärungsarbeit veranstal­tete die Arbeitsgemeinschaft der Berufskrankenkapen für Kaufmannsgehilfen und weibliche Angestellte am gestrigen Dienstag imBayrischen Hof ihren ersten Vortragsabend. Der Leiter der Verwaltungs­stelle Gießen, Geitz, sprach eingangs über die neue Auffassung im' Krankenkassenwesen, die zu der Fürsorge die Vorbeugung treten lasse. Den Not­wendigkeiten der Gegenwart entsprechend werde dabei die Fürsorge und die Erholung für die Kin­der in den Vordergrund der Kassenarbeit gestellt.

Der praktische Arzt Dr. W. M ale ch sprach Dann über ,Wesen und Zweck des Naturheilversahrens. Er ging zunächst auf die Entwicklung dieser Heil­methode ein und schilderte, wie Männer wie Prieß­nitz, Kneipp, Schroth u. a. eigene Wege gingen. Viele Entdeckungen, wie 3.23. die der Vitamine und der Hormone, hätten die Medizin der Naturheüweise schon näher gebracht. Dank der Mithilfe des Re^chs- ärzteführers habe diese Zusammenarbeit gute tfort=

Die Gießener Dolksbildungsstätte setzte am gestn- gen Dienstagabend mit einer roeiteren 23ortrag$- Veranstaltung ihre Winterarbeit fort. Zahlreich Z - Hörer fanden sich dazu ein. Die Neue Aula war f D«r Kreisreferent des Deutschen Volksbildungs­werkes, Dr. Heydt, eröffnete den Wend mit kur, zen grundsätzlichen Ausführungen über die Arbeit des Volksbildungswerkes, und er gab besonders einer Freude über die glückliche Zusammenarbeit mit dem NSD.-Dozentenbund Ausdruck

e»t>pim sprach als Miner Des Abends Pg Scherer über das ThemaDas wahre Ge­sicht des Weltfreimaurertums Er kennzeichnete zunächst die großen und grundsätzlichen Unterschiede der geistigen Hutung zwischen dem internationalen Sozialismus bzw. dem Liberalis­mus und dem Nationalsozialismus. Dann manbte er sich dem Freimaurertum zu, bei dem, so führte er ii a. aus, es sich um eine Sache handele, die dem deutschen Volke bisher fremd gewesen sei. Wer heute über Freimaurerei spreche, dem werde ent­gegengehalten, daß ihr in der Vergangenheit bedeu­tende deutsche Männer angehört hatten. Diese £at- sache sei aber für eine Beurteilung der ^reimmtrerei nicht ausschlaggebend, denn erst m den legten 30 Jahren habe sie die verhängnisvolle Entwicklung zu unbedingt internationaler Prägung angenommen.

Der Vortragende beschäftigte sich dann mit der Geschichte dieser überstaatlichen Organisation, wies darauf hin, wie die Freimaurer in den mittelalter­lichen Bauhütten ihren Ausgangspunkt fanden, daß dort Juden als getaufte Christen Eingang erhielten, alsfreie Maurer" galten und damit begannen, im Sinne Judas zu wirken. 1717 sei m England die erste Loge gegründet worden, 1733 sei in Ham­burg die erste deutsche Loge entstanden. Man habe in Deutschlandaltpreußische Logen nationaler und christlicher Präguna und sogenanntehuma- nitäre Logen" unterschieden. Immer aber habe die ; Freimaurerei im Dienste Judas gestanden, ja sie ' habe geradezu einenkünstlichen Juden" dargestellt, mit dessen Hilfe der Jude seine ureigensten Ziele

ftern, aus der Untersuchungshaft vorgeführt, wegen Unzucht mit Kindern unter 14 Jahren in zwei Fäl­len zu verantworten. Die Verhandlung sand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Angeklagta erhielt wegen Verbrechens gegen die §§ 176 Abs. 1, Ziff. 3, 73 StGB, eine ©efamtgefängms- ft r a f e von sieben Monaten. Die Große Strafkammer hatte dem Angeklagten gemäß § 176 Abs. II StGB, mildernde Umstände zugebilligt.

SezirMöffengmch! Gießen.

Gestern hatte sich das Bezirksschöffengericht mit dem Rudolf Swoboda aus Gießen zu be- schäfügen. Wie aus der Schilderung des Lebens­laufes hervorging, hat der Angeklagte eine harte Jugend durchgemacht. Schon früh kam er in Er­ziehungsheime. Früh kam er auch schon mit* dem Gesetz in Konflikt und wurde zu einer Freiheits­strafe verurteilt. Nach seiner Strafverbüßung war S. zunächst auf dem Lande tätig. Er hielt dort aber nicht lange aus, sondern begann bald von neuem mit seinem Lotterleben. 1936 wurde der Angeklagte vom Schöffengericht Gießen zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Aus der Strafhaft schrieb er ein Gnadengesuch und beteuerte hoch und heilig, ein neues Leden begin­nen zu wollen, jedoch lehnte damals der Reichs- fustizminister das Gesuch ab.

Nach der Verbüßung dieser Strafe besserte der Angeklagte sich keineswegs, sondern er begann wieder fein altes Lotterleben. 1937 kam er nach Gießen. Hier fand er bei einer Familie, die mit ihm ganz weitläufig verwandt ist, Aufnahme. Ob-

jetzt eine Ausgabe, braucht es dann aber später nicht zu tun. Ausschlaggebend allein jedoch ist die Tatsache, daß Tretstrahler °m Rad die Verkehrs­sicherheit erhöhen, und das sollte für leben Rad­fahrer Grund genug sein, recht bald an ihre An­schaffung zu denken. (KA5>)

Lornotizen

lagestalenber für Mittwoch

etaSttljeater: 19.30 bis 22 UhrDas Weib des Andern". Gloria-Palast, Seltersweg:Konzert in Tirol". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Op­timist". LB.Volkstum und Heimat": 20 Uhr Führung durch die BauausstellungDas alte und neue Gießen" im Turmhaus am Brand. Ober- hessischer Kunstverein: 16 bis 18 Uhr Ausstellung Das alte und neue Gießen" im Turmhaus am

Sehr lange haben sich die Menschen für die ein­igen Baukünstler gehalten und waren gebührend stolz darostf. Mit großer Ueberminbung gestand man bann einzelnen Tieren zu, baß auch siebauen können. Dann fand man, daß die Pflanzen nn Auf­bau ihrer Stämme, Blätter und Samen geradezu Unübertreffliches leisten. Und kam zuletzt dazu, daß man sich überzeugte, baßbauen", etwas konstruie­ren eben eine Leistung sei, die zum Leben dazu gehört, weil alles ßebenbige aus Teilen aufaebaut ist und der Sicherung und des Schutzes bedarf. Und daß dabei alle statischen und sonstigen Baugesetze ihre Anwendung finden, und zwar eine so muster­gültige, baß bie in sich begrenzten Leistungen unse­rer Techniker manchmal sogar übertroffen werden.

Das ist z.B. bas Holz. Dasselbe gemeine Holz, das man seit Urzeiten her verbrennt, zerhackt, zer­sägt, schnitzt und hobelt. In Wahrheit ist dieses Holz, wenn man es nur mit der nötigen Vergröße­rung betrachtet und dem allerdings ebenso notwen­digen Verständnis, ein technisches Wunderwerk. Man überlege sich nur, was es alles leistet. Jeder Stamm muß ein riesiges Gewicht, nämlich bie Aeste mit ber Laubkrone tragen. Unb muß au Berbern den Anforderungen gewachsen sein, die der Wind an ihn stellt der doch immer mit Bruch und Ausreißen droht. Allen Schub- und Zugkräften muß er Wider­stand leisten. Und außerdem muß aber Holz auch chemische Leistungen vollbringen. Es muß burd)- lässig sein für die einen Stoffe, aber undurchlässig für die anderen. Es muß bas Wasser leiten können, an anderem Ort aber muß es Wasser zurückhalten. Es dient als Säfteleitung und als Speicher zu­gleich. Alles mögliche ist in ihm aufbewahrt. Da sind Farbstoffe, dort Stärkemehl, da Del, dort Gifte, Kristalle ober mineralische Substanzen.

Das eine Mal muß es sie verschließen, das an­dere Mal sie in Fluß bringen. Und bas alles muß mit ber denkbar größten Materialersparnis gelei­tet werden. Denn das ist bas eiserne Gesetz der Pflanzen und Tiere und auch unseres eigenen Kör­pers: alles muß zweckmäßig sein durch Sparsam-

Hitler-Jugend findet am Montag, 28. November, um 20 Uhr, statt. Es gelangt zur AufführunaEm Sommernachtstraum" von Shakespeare. Ende der Vorstellung gegen 23 Uhr. Die nächste Vorstel­lung für die Mittwoch-Zusatzkarten des Theater­ringes findet am Mittwoch, 7. Dezember statt. Es gelangt zur AufführungDichter und Bauer .

BOM.-llntergau 116 Gießen.

Zeitschriften.

Liefern Sie umgehend 400 Volksgasmasken für die Belegschaft unseres kriegswichtigen Be­triebes!" stand in einem Schreiben, das in den kri­tischen Septembertagen beim RLB. einging. Kaum aber war das Münchner Abkommen unterzeichnet, schon traf ein zweiter Brief ein:Von den vorgestern in Auktrag gegebenen 400 Volksgasmasken für unsere Belegschaft bitten mir nunmehr nur noch 50 zu liefern." Es könnten viele Beispiele dieser Art aufgezählt werden; sie alle zeigen, wie viele die Not- wendigkeit des Luftschutzes noch nicht begriffen hoben, sondern glauben, er sei ein Artikel, den man heute kaufen und morgen wieder abbestellen konnte. Darum richtet ber Präsident des Reichsluftschutz- bundes Generalleutnant von Roques, in der neuen Sirene" ein offenes Wort an das deutsche Volk, in dem er noch einmal auf bie Bedeutung des Luft­schutzes hinweist. Das neue Heft der großen Luft- schutz-Jllustrierten enthält wieder viele interessante Bildberichte und die Mitteilungen des Präsidiums.

Ferner besprach ber Redner die Organisationen Schlaraffia", Rotaryclub, Ernste Bibelforscher, spiritistische und okkulte Vereinigungen, den Druiden­orden usw., bie sich alle in einer Abhängigkeit von den Großlogen befunden hätten. Es sei unbeftreit- bare Tatjache. daß deutsche Lagen eng mit der Pa- rifer Großloge zusammenarbeiteten. In Deutschland habe es 104000 Freimaurer gegeben. In England gebe es heute noch deren 450 000, und dieseot« jache sei die Ursache, warum uns bas rassenver­wandte englische Volk nach immer nicht verstehe. Die Verständigiing werde von der Freimaurerei mit allen Mitteln hintertrieben.

Im abschließenden Teil seines Vortrags beschaf- tiqte sich ber Redner insbesondere mit dem Willen der Freimaurerei, sich von der Volksgemeinschaft selbst gesellschaftlich abzuschließen, aber doch nie den Einfluß auf bie Oeffentlichkeit aufzugeben. Dann horte man von den Gebräuchen, die in allen Einzelheiten offensichtlich von den Juden her be­einflußt seien, denn nachweisbar entstamme eine große Reihe, ja fast alle symbolischen Zeichen und Ausdrücke der jüdischen Mystik. Die Zeichen der Kabbala seien identisch mit dem ABC. der Frei­maurerei: die symbolische Darstellung des Tem­pels sei in allen Einzelheiten jüdischen Ursprungs. Der Einfluß der Freimaurerei sei über den eige­nen Kreis hinaus soweit gegangen, deutsches Klein­geld, das nach 1918 geschaffen wurde, mit frei­maurerischen Zeichen zu versehen. In scharfen Worten geißelte der Redner die Gebräuche, die in der Loge an der Tagesordnung waren, und be­tonte, wie es einem Menschen mit gesundem Ver­

stand unfaßbar erscheinen müsse, wie allenthalben Angehörige der gebildeten Schichten in den , Städten, führende Männer im öffentlichen Leben . derart unsinnige Gebräuche mitzumachen imstande

-"Verkehrssünder. Die Polizei schritt tn ber Zeit vom 11. bis 17.Ncwenü)er ein: gegen Kraftfichrzeugführer mit 10 Anzeigen und 2 ge­bührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonsttge Fahrzeugführer mit einer Anzeige uiib einer gc= 0 -------------; gegen Radfahrer

Die im Sommer durchgeführte AktionAlte

KümvI-r sprechen zur 5)3." soll, wie der NS.-Guu- F-hrz-ugMrer mit einer nnz

G i e ß e n wird am 8. Dezember der Reichsstoß- Warnungen.____