Geburtstagsgrüße für GelmaLagerlSf.
Technische Begabungen an die Front
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Neues für den Büchertisch
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cm"rk"nnt daß seine Tochter aus eigener Kraft
aen gebt bie Sonn» auf. ®°hidrte 135 an^rNnn* daß seine Tochter Seiten. In Seinen 3,80 RM. Verlag Albert San-1 etwas Tüchtiges geworden ist.
heimnis, daß ein wesentlicher Teil der Rekruten seiner Vorbildung nach nur schwer den fachtechm- schen und mathematischen Anforderungen entsprechen kann, die die Spezialwaffen zu ihrer Bedie
nung verlangen.
Die Durchdringung der Jugend mit technischem Wissen, ihre systematische Schulung auf die anders gelagerten Anforderungen der Zukunft, ist eine Vo^ Aussetzung der beruflichen Neuaufteilung. Es wirb
ober jenes Berufsfach zu bestimmen, doch es hat sich immer als erfolgreich erwiesen, bei Jugendlichen bas Interesse an bestimmten Berufsrichtungen zu fördern, um auf diese Weise Veranlagungen, die sonst den normalen Entwicklungsgang zu den „Alltagsberufen" genommen hätten, auf das richtige Gleis zu lenken. Wie erfolgreich diese systematische Förderung von jungen Begabungen ist, erweist sich beispielsweise bei den Flugzeugmodellbau - Wettbewerben der Hitler-Jugend, die jedesmal eine große Anzahl talentierter Bastler bekannt werden ließen, so daß man brauchbare Unterlagen für bie weitere Berufslenkung dieser Jungen erhielt. Auch die fliegerische Vorschulung der Jugend mit dem Segel-
Urn den großen runden Tisch bei Mutter Wittich saßen sie, die Fernfahrer. Draußen vor der Tür des Wirtshauses standen die großen Wagen mit den Erkennungszeichen aus dem Rheinland, aus Westfalen, aus dem Siegerland in Regen und Sturm. Vergeblich rüttelte der Wind an gelegten Fensterladen der kleinen Stube. Im Ofen prasselte hoch bas Feuer, unb breit, mit beiden Armen auf dem Tisch, zwischen den Fäusten das Glas mit dampfendem Grog, sahen die Männer
wirkenden Filmaufnahmen das Interesse an den großen Aufgaben der.Technik geweckt werden.
. Wir haben hier aus der großen Zahl der technischen Berufe nur einige hervortretende Richtun- ten herausgegriffen und aufzuzeigen versucht, in welcher Form eine Heranziehung des notwendigen Nachwuchses erfolgen muß. Es muß die Pflicht der Schule fein, unsere Jungen neben den deutschen Klassikern auch die technischen Pionierarbeiten deut-
für Gegenwart und Zukunft näherzubringen. Nur so wird bie Jugend von vornherein auf diese Dinge aufmerksam und nur bann werden sich, schon auf der Schulbank, die besonderen Veranlagungen, und Interessen herauskristallisieren. Man darf nicht warten, bis der Heranwachsende junae Mensch sieh pflichtgemäß einen Beruf wählt, sondern man muß ihm schon als Kind, natürlich in einer dem Alter jeweils entsprechenden Form, allerlei Möglichkeiten vor Auaen führen. Auf diese Weise wird die geistige Entwickluna und das Wollen des jungen Menschen jene klare Richtung nehmen, die im entscheidenden Jahr die richtige Wahl zu treffen weiß.
sie.
„Ich fahre doch nun immer die Strecke Berlin- Hamburg, hin und zurück, dreimal in der Woche. Unb vor'n Monat etwa, ba hatten mir 'ne Panne gehabt, und alles ging verquer. Da mußten wir gleich wieder retour, und da war et gar nischt mit dem Schlafen gewesen. Wie ick nu so fahre, da muß ick denn doch richttg ingepennt fein. Det war gleich hinter Bergedorf, und wie ick wieder ufwache, da bin ick gleich bei Wittenberge. Ich habe euch ja
— Stefan ©türm: Der Mooxgänger. Ostdeutsches Schicksal. 181 Seiten. Mit sechs Zeichnungen von Wilhelm M e n n i n g. Geb. 3,50 Mark. Schwarzhaupter-Derlag, Leipzig. — (295). — Bon Stefan Sturm erschienen früher, mit dem Schlesi- chen Literaturpreise 1936 ausgezeichnet, die Jugend- Chronik „Mensch auf dem Amboß" unb die Geschichten aus dem Riesengebirge „Das verwandelte Herz'. Die sieben Erzählungen des vorliegenden Bandes tnb ebenfalls alle „irgendwo im Osten" angesiedelt dergestalt, daß die Schicksale, von denen hier berichtet wird, durch die eigentümliche Landschaft mitbestimmt scheinen; so verschieden die Geschichten ihrem Thema nach sein mögen, — sie wirken alle auf eine melancholisch-lastende Weise bedruckend, düster oder schaurig. Die Titelnovelle erzählt von einem grausamen Bauernschicksal an der deutschen Grenze, „Der Acker" vom harten Kampf um Scholle und Ernte, „Kamerad Torrweggen" von Opfer und Hingabe „um der Ewigkeit des Reiches willen": auch vom Verräter, der sich selbst richtet, und von der Mutter Attna Katharina Rhode, die gegen ihr Schicksal kämpft und den Krieg besiegt, ist die Rede in diesen Geschichten, denen die holzschnittmaßig-herben Bilder von Menning eine schwerblütige Begleitung geben. Hans Thynot.
__ Joachim von der Goltz: Der Stein« bruch. Roman. 237 Seiten. In Leinen 5,— Mark. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, 1938, — (394) — Im Grunde ist es bei aller seelischen Schwere und tief menschlichen Verstrickung eine einfache Geschichte, wie das Mädchen Nanna den Weg zu Valtin findet, um feine Frau zu werben und fortan ihr Leben mit ihm zu teilen. Sie ist sich dessen kaum bewußt, daß von ihr eine Macht ausgeht, vor der nichts Falsches noch Unreines bestehen kann, auch die ungesühnte Schuld des Mannes gegenüber dem Bruder nicht, bie ihn der Frau entfremdet und fast zu zerbrechen droht, bis Nanna ihn wieder auf den rechten Weg zurückbringt unb damit zugleich ihrer aller Leben aus der Gefährdung rettet. Ihr Tun schlägt ihnen allen, die nahe daran sind, sich in Schuld, Unrecht und Leidenschaft zu verlieren, schließlich zum Segen aus. Wie sie diese tiefgreifende Wandlung vollbringt, wie sie dem Manne zum Weib, dem Bruder zum verstehenden Freund wird, unb wie sie burch ihre rechtschaffene
unb erzählten sich eins.
„Und als wir nun bald hinter Hannover zum ersten Male Haltmachen, ging der Karl Schmittchen, was mein Beifahrer mar, noch mal zum Anhänger, ob alles in Ordnung ist. Es mar ne Hundekälte in dieser Nacht damals vor zwei Jahren Es fror Stein und Bein, und das Kribbeln im großen Zeh habe ich auch noch von diesem Winter.
Da schreit der Karl mit einemmal von hinten:
„Heinrich, komm doch mal schnell her."
Ich also hin, unb mas ist? Muß doch so ein Laufejunge gleich in Berlin in den Bock vom Anhänger- gekrochen fein, damals hatten wir noch so ’nen altmodischen Kasten, unb war mit uns bei der Kälte die ganze Nacht gefahren. Als wir uns das Stückchen Schaden näher besehen, da mar der Junge steif gefroren wie eine Latte, tot, glatt erfroren.
Na, da hatten mir keinen kleinen Schreck! Was nun?
Also erst mal runter mit dem Jungen und rin in die marme Stube von Vater Mefserten, mo mir uns ja foroiefo ein bißchen aufroärmen moUten. Der Karl, der sich auf fo mas versteht, hält dem Jungen noch ’nen Spiegel vor'n Mund Aber nischt, kein Atem mehr, gar nischt, der Junae mar tot.
Wir legen ihn nun sachte auf die Ofenbank, unb dann pellen mir uns aus und setzen uns ein bißchen abseits an den Tisch, und Vater Meffert bringt erst mal ordentlich mas zu präpeln. Es mar marme
Ein Schnappschuß von der Feier der Schwedischen Akademie zum 80. Geburtstag der großen schwedi- schen Dichterin Selma Lagerlöf. Ein kleines Mädchen überreichte in ihrer schmecken Landestracht der Dichterin den Geburtstagsgruß der Jugend Schwedens. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
gen/Georg Müller, München 1938. — (296) — Claudius besingt das Leben in feiner Fülle des Jahres mechfelnden Lauf, der Zeiten Lust unb Leid und des Menschen Wandel zmischen Geburt und Tod. Hinter den kleinen, oft unscheinbaren Erlebnissen des Alltags sieht Claudius den Schern des Emigen. Unruhig und sehrfüchtig sinnt er den Wundern der nüchtern gemorbenen Welt nach, unb so wird ihm der Gesang eines Vogels der Duft einer Blume, das Rauschen des Windes und bas stürmische Fluten des Meeres zu einem Lied des Dankes auf die Herrlichkeiten der Schöpfung. Unb alles weiß er beschlossen in Gott und geborgen in feiner Gnade. Er, in dem ,Gott unb Erbe streiten", wird still und zufrieden mit der Gewißheit, „daß über Menschenleib unb Zwist bas Eine sei, das ewig ist". •
— Der Sohn des Manitu Von Fritz Steuben. 342 S. Mit 8 Tafelbildern, 2 Ueber- sichtskarten und zwei Stammbaumtafeln. In Leimn 6.80 Mark. 1938. Franckh'fche Verlagsbandlung, Stuttgart. — (414) — Tecumfeh, der historische Held der Abenteurererzählungen Steubens aus den Freiheitskriegen der Indianer, ersteht vor dem Leser als der großeRuser zum Bunde aller indianischen Stämme von Kanada bis Florida Spannend, lebendig im Dialog, in den dramatisch gestalteten Höhepunkten des umfassend angelegten Bildes, das Lcind und Leute, Geschichte unb Kultur, Geist und Sitten und Gebräuche der Indianer umschließt und lebendig macht — so zwingt diese Erzählung den Leser in ihren Bann.
— Mark Twain: „Huckleberry Finn" und „Lorn Sawyers Abenteuer". Neu bearbeitet von Julie Mathieu. Mit vielen Zeichnungen von Alexander Harder. Preis feder Band fort. 2 Mark, Ganzleinen 2,85 Mark. Deutscher Verlag, Berlin. — (429'30) — Mit feinen beiden im milden Westen spielenden Lausbubenaeschichten fand der große amerikanische Humorist Mark Tmain Eingang in die Weltliteratur. Tom Samyer. der Schrecken feiner ängstlich besorgten Tante, unb Huckleberry Finn, ber Sohn bes Drtsfrunfenbnfhcs, bringen mit ihren Streichen bie gerub'fam°n Bürger, ihre Lehrer, b?n Pfarrer aus einer Aufregung in bie andere. Die aanie Romantik eines Jungenttbens kosten sie aus als Seeräuber auf einer verlassenen In lei des (Stromes ober bei nächtlichen Entbeckungsfabr- ten nach vergrabenen Schätzen. Den zu seiner Zeit in Amerika überbanbnebmenben Aberglauben m^cht Mark Tmain in gruseligen und unwahrscheinlichen Erlebnissen ber beiden Jungens lächerlich Es steckt viel Humor unb Romantik in bieten Lausbuben- , geschichten, so baß sie auch beute noch für jung und alt eine amüfante Lektüre sind
— Haabis Hollriede: Tavs unb T u - : del. Erzählung für Kinder Mit Bildern non Ma-
Güte, durch ihre Liebe und Treue unb ihren nim- mermüben Glauben Valtin, biefen verstörten unb innerlich vermirrten Menschen, bem Leben zurück- geminnt, daß er an ber Wiege seines Kinbes sich mieber bes Daseins freuen und ber Zukunft vertrauen kann: bas ist mit ber männlichen Eindringlichkeit erzählt, deren mir uns aus von ber Goltzens Kriegsbuch „Der Baum von Clöry" erinnern
— Hanna Kiel: Aller Tage Abenb. Roman Brosch 3 Mark, Garnleinen 4 Mark. Propyläen-Verlag, Berlin. — (411) — Aus ber Begegnung zmeier Menschen in der leuchtenden Land- fchaft Sübttankreichs unb aus einer Liebe, bie ihnen selber kaum bemußt mirb, ermöchst ein Schicksal, bas stärker ist als ber Richterspruch irdischer Justiz. Die Geschichte ist mit schlichten Worten erzählt Sie ist ohne Tendenz. ohne Vormurf unb ohne Anklage. Ausgezeichnet ist die Landschaft geschilbert. Der Leier mirb von bem Schicksal ber einfachen Menschen
Soeben mürbe das erste Rasthaus für die Fahrer ber Fernlastmagen auf den Reichsautobahnen in Betrieb genommen. Unser Bild zeigt den Jnnenhos des Rasthauses „Magdeburger Boxde . Im Obergeschoß befindet sich eine gemütliche Gaststätte. Nach der ruhigeren Innenseite liegen die Schlafzimmer für die Fernlastfahrer. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Gustav aus Berlin kniff beide Augen zu. Nun konnte der mit dem Erfrorenen und der andere mit seinem Nebelhirsch einpacken, Berlin hatte mal mieber ein paar Nasenlängen voraus!
„Gustav, Mensch, dein Wagen haut schon wieder von alleine ab", rief da ber Hemer von ber Türe her. Tatsächlich, draußen brummte mas, und man konnte gerade noch seihen, wie I A 999 999 langsam abschaukelte. Schön gemütlich, immer nur fünfzig Sachen, damit es nicht zuviel wurde.
Gustav musterte bie Runde. UeberaQ sah er lachende Gesichter, nur der Willem fehlte, fein Bei- ~ eine Viertelstunde bei bem
rianne Schneeaans Halbleinen 2.40 Mark K. Thienomanns Verlag. Stuttgart. — (398) — Tavs unb Tubel find Geschwister, bie fest auf ber Erde stehen, gefunb unb beileibe nicht musterhaft: frhon deshalb find fie ber Zuneigung ber iunaen Leser g»wiß. Auch die vielen B'lder von Marianne Schme- nans roerbm durch ihre reizvolle Eigenart n-'-i Freude machen. Hagdis Hollriede weiß, wie man r;d) in dem Alter, das noch keine Sora-n kennt mf leben Tag freut unb gar auf einen Festtag, vor bem es heitzt: „S-chsmal müssen mir noch schlafen "
— Mariluise Larkge: Ich m ä rht e fliegen Eine Jungmädelerzählung. 102 Seiten Mit 8 Zeichnungen von Joch-m B a r t f ch. Halbleinen 2,20 Mark. Verlag Kösel-Pust-t. München. — (337) — Ein junges Hamburger Möbel gebt, allem zum Trotz, unbeirrt feinen Weg. Käte möchte Fliegerin werben Ihre Tätigkeit im Kontor vertauscht He mit bem Flieger-Ausbilbungslager, unb nach Wochen eisernen Fleißes erringt sie sich ben Flugsch"in. Es erfüllt fie mit stolzer Freube. als auch ihr Vater, der mit ihrem Plan nie einverstanden gewesen mar,
garantiert mausetot gewesen war.
So ’ne Kälte mar das damals vor zwei Jahren. Den Jungen haben wir bann noch ’ne ordentliche Strecke mitgenommen. Schade, daß der Schmittchen heute nicht mit dabei ist, der könnte euch das be- schmören. Ader fragt mal Vater Meffert nach, wenn ihr da langkommt."
Der Fahrer nahm einen tiefen Schluck unb dachte sich seins, unb bie anderen nahmen auch ihre Gläser und dachten sich ihrs.
„Ja, ja, mit der Kälte, das mag ja fo gewesen fein", nahm dann der Hemer das Wort, der immer die Wagen mit den Margarinekisten fuhr. „Aber schlimmer noch als mit der Kälte ist das mit dem Nebel. Da fuhr ich mal —" fragend blickte er in die Runde, und als alle näherrückten, packte er aus. „Ich fuhr also mal in fo ’ner tollen Nebelnacht da oben im Pommerschen, nach Stettin zu. Nicht die Hand konnt'ste vor den Augen sehen, so dick stand die Wand. Ich hatte alle Lampen an unb die Scheinwerfer drin und zuckelte im Schritt, man immer ganz langsam Und gleich hinter Zollbikow ober wie bas Nest hieß, war ’ne Umleitung wegen Bauarbeiten. Ich also mit 'nem tiefen Seufzer
angerührt unb nachdenklich gestimmt.
— „Johann Gottfrieb Seume, ber deutsche Wanderer" Auswahl aus seinen Schriften und Briefen von Walter Bauer. Nr 218 ber „Kleinen Bücherei" bes Verlages Lanaen-Müller in München. Preis geb. 80 Pf — (331) — Der Dichter des „Spaziergangs nach Syrakus" kommt inwiefern Bändchen mit einer Auswahl aus seinen Schriften unb Briefen zu Wort. Sie gewähren Einblick in bas abenteuerliche Leben eines Mannes, ber in feiner ehrlichen, aeroben und unerschrockenen Männlichkeit für immer ein Vorbild sein wirb
— Hermann CHaubius: Ieben Mor -
fliegen dient der systematischen Förderung und Auslese fliegerisch begabten Nachwuchses unb hat in den letzten Jahren zu erfreulichen Ergebnissen geführt. So hat in der Luftfahrt die Erschließung ber Jugend für diesen wichtigen technischen Beruf bereits begonnen, ohne daß damit allein die kommenden Anforderungen, die die Fliegerei und die mit ihr verbundenen industriemäßigen Einrichtungen an ben Nachwuchs stellen, erfüllt werden
können. t .
,tl — Viel zu wenig beachtet wird die Vielseitigkeit der erfvr- modernen technischen Berufe. Die Kr.aftfahr- i n d u st r i e wird z. B. mit der fortschreitenden Motorisierung, wie sie u. a. der Volkswagen bringt,
Münchhausen im Kernlastwagen.
Geschichten, am Stammtisch der Fernfahrer erlauscht und wiedererzählt von Jod. von Kunowski
Mettwurst mit Grünkohl, ich weiß bas noch heute, und dann erzählen wir uns so bei kleinern mas, aber ganz leise, von wegen dem Toten.
Und auf einmal, da ist so ein ganz komisches Geräusch in der Stube. Plafschplatsch, so, als schütte jemand immer Wasser auf die Dielen. Na, und wir
sehen nach, bei den Fenstern, und der alte Meffert geht zu seinem Bierhahn und nimmt schon die Lampe und will in den Keller zu den Fässern gehen, da gibt es plötzlich einen gewaltigen Krach von der Ofenbank her, und unser „Toter" ist runtergefallen. Liegt in einer großen Lache von Wasser und rudert ganz lebendig drin herum. Er war nämlich inzwischen einfach am heißen Ofen wieder aufgetaut und nun quicklebendig, wo er doch vorher
Mit dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands sind nicht nur der Alpdruck der Arbeitslosigkeit und die Sorgen um die Berufsaussichten der Heranwachsenden Jugend völlig verschwunden, sondern es haben sich Zukunftsmöglichkeiten für die neue Generation eröffnet, die so meitgreifenö und vielseitig sind, daß der Nachfrage nach geschulten Kräften schon heute nicht mehr ausreichend entsprochen werden kann. Charakteristisch in der Art dieser Nachfrage ist, daß darunter — wir berücksichtigen hier nur den männlichen Stellenmarkt — die Berufe, die technische Kenntnis erfor-
runter von ber guten Straße unb auf eine Art besseren ßanbmeg. Das. stuckerte und warf, und immer noch ber dicke Nebel. Es war einfach ganz groß. Von dem Weg hatte ich nun keinen blassen Schimmer mehr, links rum. rechts rum, und mit einemmal find keine Umleitungsschilder mehr ba Ich habe mich verfahren, an ben Seiten platte Felder, soweit mein Sucher reicht, unb vor nur eine Art Straße, ein paar Schritt, so weit bie Werfer langen. Na, was halfs. Ich fahre weiter, irgendwohin mußte ich ja schließlich kommen.
Und wie ich so dahintorkele, da habe ich auf einmal vor mir einen Hirsch in den Scheinwerfern. Einen Prachtkerl. Erst wollte ich schon abblenden, damit er sich verdrücken konnte, da hatte ich plötzlich eine Idee! „Mensch", sagte ich mir, wo ein Hirsch ist, da ist in der Nähe auch ein Waw. Und wenn der Bursche da vorne ttotz des Dreckwetters bloß einen Spaziergang gemach hat, dann wird der jetzt schleunigst machen, daß ey wieder in feinen Wald und zwischen die Bäume kommt. Wo aber der Wald ist, da muß auch die große Straße sein, das wußte ich noch von früher. Also laß ich jene Lampe brennen, drehe so ein bißchen auf, unb ber Hirsch vorne setzt sich treu unb brav in einen kleinen Schuckelttab. Ich immer hinterher unb fahre kerne fünf Minuten, ba merk ich auf einmal, glatt wie Butter bie Straße, einfach Zucker. Ich war wieder richig. Schnell mache ich die Lampe aus, der Hirsch haut seitwärts ab in seine Büsche, unb alles ist glatt, ich bin mieber auf der richtigen Straße. Was so'n Tier boch für einen Instinkt hat!"
Dann trank ber Hemer unb schmunzelte habet. Die andern tranken auch und dachten angestrengt nach, bis es Gustav aus Berlin hatte. Bedächtig wiegte er ben Kopf hin und her. .
„Na, ja, Kälte und Nebel, det es ja bestimmt allerhand. Am dollsten aber ist det doch mit der Müdigkeit. Wißt ihr, so richtig hundemude sein, wenn ihr so zwei- drei Tage nicht aus den Klamotten gekommen seid und bloß mal im Stehn für n halbe! Stündchen genickköppt habt."
Dem stimmten alle in ber Runbe zu, das kannten
gesagt: Dreimal bie Woche immer dieselbe Tour, fahr er. Na warte.—-- . _ tzin und zurück. Unb ba muh denn NU mein Wagen . Schwemewetter .hmtechertraben bis er vor bem o wie en ollst Pserb ben Weg ganz non allein Dorf den Wagen wieder traf, das war nun doch gemachi Hoden. Immer nur fufzig Sachen, damit es zuoiel, seihst wenn man auch schon eine halbe nicht zuville wurde, aber glatt durchgesahren, bie stunde über die Zeit war!
ganze Strecke!"
gesamte industrie-wirtschaftliche Fortschritt der fünft weiter auf technischer Basis. Unser „technisi Zeitalter", im vorigen Jahrhundert begonnen, steht noch im Anfangs st adium der Entwicklung. Die Ausweitung der technischen Ressorts und ihre Anwendung auf öffentliche Einrichtungen, die Verkehrsmittel und dergleichen wirb in immer große- , "daksich nLLerw'e Mm°n°-Nr°U-r d^fe" Art "und'Wei,-'werden nicht nur das Allge. Bedarf an Fachkräften ergibt. Eine befonbers große meinintereffe unb bie ^^geschwsfenheit ber heran- Rolle spielt diese fortschreitenbe Technisierung in wachsenben Jugenb für bas technische Problem ber militärischer Hinsicht Es besteht fein Zweifel bar- > Zeit gefordert nnb erweitert sondern es wird auch über baß die Luftwaffe ihre begonnene Enttvick-1 ein gewisser Stamm wertvoller Talente geschaffen, luna'mit erhöhtem Tempo fortsetzt,-womit sich nicht ber später eine zielsichere Lenkung zu bem pasien- nur9für bie Flugzeugbauindustrie, sondern auch für ben Arbeitsplatz m b.;r^^u^r.7f^nn^n./aß^n2^; bie Fliegertruppen erhöhte Anforderungen an über hinaus, muß mit allen Mitteln, wie es in G brauchbaren Kräften ergeben. In bem gleichen statt von gilmabenben ber HI. ober m Jugenbvor- Maße wie bie' Luftwaffe ihre fliegenben Einheiten führungen in ben gilmtbeatern — um nur Bei- üergrÖfeert, werden bie Luftabwehrformationen tech- spiele Z" nennen - leicht möglich wäre m gecig= nisch sich weiter vervollkommnen. Es ist kein Ge-1 neten auf bas kindliche und jungenhafte Gemüt . ! ' *. ' v t. • .r___if.j___ ermirPonXon ^kiinimifnahnien das Interesse an den
dem, eindeutig in Führung liegen.
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sches ' len die Motorentechnik behandelt werden. Das Ver- ' " ftänbnis, das unsere Jungen für Autos zeigen — kann durch eine zielbewußte Behandlung jene Unterstützung erfahren, durch die mancher Junge sich von vornherein für diesen Berus in irgendeiner Version entscheidet Auch hier muß das Prinzip der Begabtenförderung früh angewandt werden. Auf
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