Aus der engeren Heimat
Schützt die Zugtiere vor Frost!
Enkelkinder feierten mit ihr.
Am Freitag,
mußte.
Landkreis Gießen
23. Dezember, kann die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, Frau Anna Elise Vorbach Wwe., geb. Sames, in aller geistiaen Frische ihren 8 7. Geburtstag feiern. Vier Kinder, acht Enkel und neun Urenkel werden mit der Hochbetagten den Geburtstag feiern. (Wir gratulieren!)
gfs. Laubach, 21. Dez. Die Mitglieder der N S. - F r a u e n s ch a f t fanden sich in der festlich geschmückten Aula au einer Feier zusammen. Gleichzeitig waren die für die sudetendeutschen Volksgenossen angefertigen Kleidungsstücke ausgestellt. Mit viel Liebe und Sorgfalt war alles, hauptsächlich warme Kinderkleidung, angefertigt. Gemeinsame Lieder, ein Dorspruch, eine vierhändig gesvielte Romanze von K. M v. Weber, eine kleine Weihnachts- musrk mit zwei Blockflöten, wechselten ab mit zwei von Kindern gespielten Theaterstücken. Drtsfrauen» schaftsleiterin Irl. Fritsch bearüßte die Erschienenen und verlas dann die Ansprache des weaen Krankheit verhinderten Pg. S c r i b a (Wetterfeld). Im „Schützenbof fand in Anwesenheit der Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W r e d e (Gießen) und der Kreiskassenwalterin Frl R o s e n s ch o n , eine
* T r e i s a. d. L d a., 22. Dez. Sein 80. Lebens- j a h r vollendet am heutigen Donnerstag Johann Philipp Muhl von hier. Er ist geistig und körperlich sehr rüstig und arbeitet noch im Garten und im Feld.
Kreis Wetzlar.
(D Krofdorf, 21. Dez. Eine der ältesten Einwohnerinnen unseres Ortes, Frau Elisabeth Schube ck e r Wwe., geb. Feiling, kann am zweiten Weihnachtsfeiertag in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 5. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau vermag noch manche Arbeit in Hous und Garten zu verrichten.
3 Krofdorf, 21. Dez. Der hiesige 34jährige verheiratete Hilfsarbeiter Gustav E k a r i u s, der an_ seiner Arbeitsstelle in Gießen schwer verunglückte, ist den erheblichen inneren Verletzungen erlegen. Der bedauernswerte Mann war, wie wir schon berichteten, zwischen die Puffer zweier Eisenbahnwaggons geraten.
* Fellingshausen, 21. Dez. Der hiesige Landwirt und Holzhauer Christian G e r l a ch , der im 40. Lebensjahre steht, erlitt bei der Arbeit im Walde einen schweren Unglücksfall. Von einem schweren Ast wurde er so unglücklich am Kopf getroffen, daß er einen Schädelbruch erlitt und nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. Wie wir auf Anfrage hören, ist sein Befinden, den Umständen entsprechend, gut.
Rundfunkprogramm
Freilag, 23. Dezember.
6 Uhr: Gymnasttk. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnasttk. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt Und spielt mit dem Kind: „Morgen, Kinder, wird's was geben". 10: Schulfunk. Das deutsche Wunder. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Morgen,
Und welcher Soldat vergißt die herrlichen Stunden, die er abends nach mühevollen Märschen und harten Gefechten im Quartier verleben konnte! Alle vergangene Mühe, Hitze und Durst, Tornister und Fußbeschwerden waren vergessen! Nicht selten wurde für manchen „Landser" ein kleines Manäveraben- teuer mit der „Schönsten des Dorfes" zur großen Liebe. Und während ich diese Zeilen schreibe, singt gerade eine Rekrutenstube über mir in der Putz- und Flickstunde die alte, schwere Soldatenweise: „3 m Feldquartier auf hartem Stein ..." Wieviel deutsche Menschen haben das Lied vor uns gesungen, im Kriege im Unterstand bei Kerzenschein zum leisen Klingen einer Mundharmonika oder im Frieden am glimmenden Feuer eines Biwaks! Keiner, auch der härteste und rauheste Krieger kann sich dieser eigenartigen, sentimental anmutenben Stimmung des Lagerfeuers und der lustigen oder schwermütigen Lieder verschließen; man denkt an daheim und an sich und an die Kameradschaft, und man bildet für wenige, leise Stunden eine kleine Welt für sich, die mit dem Erlöschen des Feuers und mit dem Hornruf des Zapfenstreiches wieder in die große Welt der Wirklichkeit des Lebens zurückkehrt... Wer einmal solche Stunden mit seiner Kompanie verleben durfte, der wird verstehen, mit welcher Liebe und mit welchem Stolz man an seiner Waffe hängt, der „schlichten, tapferen, anspruchslosen Infanterie". —
Die Infanterie braucht harte Gesellen und Kerle mit Charakter, Gemüt und Humor und vor allen Dingen solche, die gewillt sind, mit Idealismus und Pflichterfüllung das Vermächtnis der Infanterie des großen Krieges zu übernehmen. Es ist dies eine große Aufgabe, fast zu groß, als daß sie vollendet werden könnte, weil der Soldat des Weltkrieges Leistungen vollbracht hat, die zu wiederholen schwer sein wird. Jeder, der bei der Infanterie eintritt, sollte sich überlegen, daß er im übertragenen Sinne das Gewehr und den Spaten eines toten Soldaten übernimmt, er soll sich der Ehre und der Verpflichtung bewußt sein, Träger einer großen, heiligen Tradition zu sein. Die Begeisterung allein genügt nicht, die verflackert meist schon nach den ersten Wochen? Aber danach kommt die Pflicht, und wir kennen kein größeres und schöneres Beispiel deutscher Pflichterfüllung als den Infanteristen des großen Krieges.
Wer sich zu einer anderen Waffe meldet mit dem Glauben, es dort „besser" zu haben, der soll sich erst gar nicht freiwillig melden, denn 1. legt auch die Schwesterwaffe keinen Wert auf junge Leute mit solchen Auffassungen, und 2. bat er überhaupt nicht erfaßt, worum es geht. Alle Waffen der deutschen Wehrmacht dienen dem gleichen Ideal: der Wehrhaftmachung des deutschen Vol- k e 5.
Zum Schluß ein Wort Friedrichs des Großen:
„Es wird das Jahr hart und scharf hergehen, Aber wir müssen die Ohren steif halten. Und jeder, der Lieb und Ehre zum Vaterland hat, Wird alles daran setzen."
Unser altes Gießener Hausregiment, das Infanterie-Regiment 116, blickt auf eine ruhmreiche Tradition zurück. Es hat sich be« währt im Frieden und im Kriege, und es kann non zahlreichen großen Kämpfen und von unvergeßlichen Heldentaten einzelner berichten. Tausende von Mannern des Hessenlandes haben in feinen Reihen gestritten und viele sind auf dem Schlachtfelde geblieben. Der Heranwachsenden Generation! bietet sich durch ihren Eintritt in das herrliche Regiment wieder Gelegenheit, ihre „Liebe und Ehre zum Vaterland" zu beweisen.
gfs. Wieseck, 21. Dez. Die diesjährige Weihnachtsarbeit der NS.-Frauenschaft und des Frauenwerkes stand unter dem Motto „Prak- ttfche Resteverwertung". Am Sonntagabend fand in dem schön geschmückten Saal des Parteilokals Braun die Ausstellung und Besichtigung der für die bedürftigen Sudetendeutschen gespendeten Sachen statt. Frau Hahn, in Vertretung der Frauenschaftsleiterin, begrüßte die Anwesenden nut einem Wort des Führers und brachte interessante Aus- führungen über germanische Sitten und Brauchtum in der Weihnachtszeit. Einige Gedichte, Musik und Gesang verschönten die Feier.
i gfs. Annerod, 21. Dez. Der Abschluß des Lehrganges über allgemeine Gesundheit und häusliche Krankenpflege wurde mit dem vierstimmigen Kanon „Grüßet die Fahnen", von den Kursteilnehmerinnen gelungen, eröffnet. Nach den Begrüßungsworten der Ortsfrauenschaftsleit-rin sprach die Lehrgangsleiterin Schwester Dorothea Reuter über die Arbeit des Reichsmütterdienstes. Danach wurden die Lehrgangsbescheinigungen an die Kursteilnehmerinnen verteilt. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied '„Uns ward das Los gegeben" sprach Ortsgruppenleiter Schäfer über die Verpflichtung jedes einzelnen Deutschen, sich gesund zu erhalten, und rief besonders die Jugend auf, sich durch Sport zu stählen. Nach dem Gedicht „Das neue Deutschland braucht neue Frauen" wurde gemeinsam das Lied „Heilig Vaterland" gesungen. Daran schloß sich ein gemütliches Beisammensein. In den Schlußworten legte Bürgermeister Groh allen Frauen die Pflicht der Volksgemeinschaft ans Herz.
OO Eberstadt, 22. Dez. Am gestrigen Mittwoch konnte Frau M. Holler Wwe., geb. Neusel, in aller geistigen und körperlichen Frische ihren 7 3. Geburtstag feiern. Drei Kinder und fünf
Zum Herbst 1939 können wieder Freiwillige zur Ableistung ihrer Dienstzeit bei allen Truppenteilen der Wehrmacht, so auch beim Gießener Regiment 116 eingestellt werden. Meldeschluß am 5. Januar 1939.
Bei vielen jungen Leuten, die sich verpflichten wollen, entsteht nun die Frage: Bei welchem Truppenteil bewerbe ich mich? Die angestellten lieber» legunaen sind verschieden. Es wird im Bekannten- und Verwandtenkreis herumgefragt, und besonders solche werden gern zu Rate gezogen, die bereits auf eine abgeschlossene Dienstzeit zurückblicken können. Leuten mit einer ausgesprochenen technischen Begabung fällt die Wahl nicht schwer. Sie melden sich bei einer Nachrichten-Truppe, bei Panzer- ober Artillerieverbänden. Vielfach zur Wahl entscheidend ist der Wunsch des Vaters, daß sein Sohn bei derselben Truppe eintritt, bei der er im Frieden gedient, oder im Kriege gestanden hat. Der Vater des einen war vielleicht Marburger Jäger ober Potsdamer Gardist, meistens ist es für ihn selbstverständlich, daß sein Sohn bei dem gleichen Truppenteil eintritt. Der Onkel des anberen erzählt be, geistert von seiner Dienstzeit als Pionier oder als Kavallerist. Der Neffe entscheidet sich für gine dieser Waffen. Neu und reizvoll für besonders Interessierte ist die Panzerabwehr oder Flakartillerie. Und schließlich wird es vielen als der größte Wunsch vorschweben, ihre Dienstzeit bei der Kriegsmarine ober der mobernen Luftwaffe ableisten zu dürfen.
Erfreulich ist jebenfalls, baß bei der Heranwachsenden Jugend von Jahr zu Jahr steigende soldatische Begeisterung festzustellen ist. Eine Zurückstellung ober gar Ablehnung durch bie militärischen Dienststellen würbe für bie meisten eine schmerzliche Enttäuschung bebeuten. Von entscheidendem Einfluß ist, wie erst roieber bei den kürzlich eingetretenen Rekruten festgestellt werden konnte, zweifellos bie vormilitärische Erziehung burch die NS.° Jugendorganisationen, bie, Parteigliederungen und besonders durch den Reichsarbeitsdienst. Der deutsche Staat ist in der Erziehung seiner jungen Mannschaft und des ganzen deutschen Volkes zum Wehrwillen und zum Soldatentum schon beachtlich vor- angekommen. Es gibt heute tatsächlich nur noch ganz wenige Militärpflichtige, bie miberftrebenb oder gar mit Angst zur Truppe kommen, und auch diese Ausnahmen werden, wenn sie" einmal den grauen Rock anhaben, eines Besseren belehrt. Gewiß, für manchen ist die Dienstzeit eine einschneidende Unterbrechung seines bisherigen Lebens, sie bedeutet für viele persönliche Opfer. Nach dem Willen des Führers jedoch soll der Dienst bei der Wehrmacht die Erziehung des jungen deutschen Menschen zum Staat krönen, nach dessen Ableistung dieser erst als vollwertiges Mitglied der deutschen Schicksalsgemeinschaft zu gelten hat. Gottseidank hat die Heranwachsende Jugend wieder gelernt, Opfer für den Staat begeistert auf sich zu nehmen. Das Bild von dem „schwarzen Gespenst der Kaserne", das noch hier und da in überängstlichen und unselbständigen Gemütern herumspukte, ist einer freudigen Erwartung auf die militärische Dienstzeit gewichen, und jeder, der einmal bei den „Preußen" mar, wird später gern an die harte, aber auch herrliche und für viele schönste Zeit seines Lebens zurückdenken, in der er mit gesundem Körper bei seiner Waffe dienen durfte.
W a f f e n st o l z ! Jeder liebt seine Waffe, und je länger er bei ihr ist, um so mehr. Ich bin Infanterist, also sprechen wir von der Infanterie, der „Königin aller Waffen". Waffenstolz bedingt keinen Neid und keine Herabsetzung des Wertes anderer Truppen, lieber eine solche Auffassung ist der Soldat erhaben, weil er ihre Auf-
Betrunkener Kraftfahrer als öffentliche Gefahr.
Der Lastkrastwagensührer W. F. aus Griedel hielt sich am Dienstagabend in einer Gastwirtschaft in Langd bei Hungen auf, wo er dem Alkohol kräftig zu sprach. Als er in diesem Zustande mit seinem Lastauto abfahren wollte, wurde er vom Bürgermeister von Langd eindringlich vor dieser Fahrt gewarnt. Dennoch fuhr der Mann los und rannte dabei mit seinem Auto gegen das Haus des Bürgermeisters, das einigen Sachschaden erlitt. F. fuhr trotzdem weiter und beachtete auch in Hungen ein von dem dortigen Gendarmeriebeamten, der mittlerweile benachrichtigt worden war, gegebenes Haltesignal nicht. Er fuhr weiter, wurde aber chließlich von dem Gendarmeriebeamten, der auf den fahrenden Lastkraftwagen aufgesprungen war, zum Halten gezwungen. Erst jetzt kam der „illuminierte" Kraftfahrer einigermaßen zur Besinnung. Er wurde fest genommen und bis nach dem Ausschlafen seines Rausches in Verwahrung behalten. Die Blutprobe zur Feststellung des Alkoholgehalts wurde natürlich sofort vorgenommen. Das dicke Ende für den leichtfertigen Mann dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
Beide Beine abgefahren.
Beim Ausspringen auf den fahrenden Zug.
Lpd. Marburg, 21. Dez. Die Unsitte, auf einen bereits in Fahrt befindlichen Eisenbahnzug aufzuspringen, hatte im Bahnhof Biedenkopf einen schweren Unglücksfall zur Folge. Ein dort zu Besuch weilender Student kam bei dem Versuch, im letzten Moment noch auf einen a n g e - fahrenen Zug a u f 3 u f p r i n g e n , zu Fall und geriet mit den Beinen unter bie R ä - der. Schwer verletzt brachte man den Verunglückten in die Marburger Klinik, wo man sich zur Amputation beider Beine entschließen
Zugunfall im Bahnhof Frankfurt-West.
LPD. Frankfurt a. M, 21. Dez. Die Reichsbahndirektton teilt mit: Mittwoch gegen 15.30 Uhr fuhr ein den Bahnhof Frankfurt-West durchfahrender G Ü t e r 3 u g einer Rangierabteilung in die Flanke. Hierbei fiel ein Wagen des Güter- Zuges um und mehrere entgleisten. Verletzte gab es nicht. Sämtliche Hauptgleise find vorübergehend gesperrt. Die Züge aus Kronberg, Bad Homburg und aus Richtung Friedberg fahren nur bis Frankfurt- West. Zwischen Bahnhof West und dem Hauptbahnhof wurde ein Pendelverkehr eingerichtet.
Dom Auto an die Wand gedrückt.
Zwei Arbeiter getötet.
LPD. Gelnhausen. 21. Dez. Am Mittwoch, kurz vor 6 Uhr, ereignete sich in Wirt heim ein Unfall, dem zwei Menschen zum Opfer fielen. Als sich zwei Arbeiter zum Bahnhof begaben, um nach ihrer Arbeitsstelle zu fahren, wurden sie von einem aus Richtung Fulda kommenden L a st z u g über» holt. Als der Lastzug über eine Glatteisstelle sichre geriet er ins Schleudern. Der Anhänger schlug dabei gegen die Mauer einer Scheune. Dio beiden Arbeiter, die das Auto im gleichen Augenblick überholte, wurden gegen bie Scheunenmauer gedrückt und so schwer Dcri:'J, sie nach fur^t "Zett starben.
Kinder, wird's was geben!" 15: Kleines Konzert. Aus Werken des Fürst!. Fürstenberg. Museums. 15.30: Wir halten für die Weihnachtszeit der Wunderdinge viel bereit! 16: Nachmittagskonzert. Heitere und ernste Klänge aus aller Welt. Einlage 17 bis 17.10: „Der Stern der Christa Weber." Weihnachtserzählung. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher von denen man spricht. 18.30: Volk singt, spielt und plaudert. Wenn's draußen recht kalt ist. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: „Hänsel und Gretel." Märchenspiel. 22: Nachrichten. 22.20: Bücher für den Gabentisch. 22.30: Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert.
Samstag, 21 Dezember.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnasttk. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. Die unerfüllbaren Wünsche. 11.45: Ruf ins Land. 12 und 13.15: Mittagskonzert. Weihnachtsgrüße der Ostmark. 13: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.10: Weihnacht — ew'ges Wunder. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: . .. und drunten liegt die weihnachtliche Stadt. 15.30: Noch immer geht die Tür nicht auf..." 16: Nachmittagskonzert. 18: Der Blindenchor singt Weihnachtslieder. 18.30: „Bunter Weihnachtsteller in Wort und Musik." 19.15: „Hohe Nacht der klaren Sterne." Musik, Lieber und Worte um die deutsche Weihe-Nacht. 19.45: Glocken unserer Heimat läuten die Christnacht ein. Reichssendung: Ansprache des Stellvertreters des Führers, Neichsminister Rudolf Heß. 21.20: Festliches Konzert. 22.20: „An die Einsamen." Don Hermann Stehr. 22.30: Frohe Spende für den Gabentisch. 24 bis 3: Nachtkonzert. Weihnachtsglocken unserer Heimat grüßen euch, Deutsche im Ausland!
und Mauerreste bis an den freien Platz unterhalb der riesigen Mauer des Pallas. Nachdem dort Auf- stellung genommen war, rückten jene Fackelträger der ff an, welche die Kienfackeln entzündet hatten, die mit ihrem hellflackernden Feuer den Schauplatz der Feier beleuchteten.
Der Vorspruch eines Hitlerjungen eröffnete die besinnliche Stunde. Das gemeinsam gesungene Lied „Flamme empor" klang zusammen mit dem Geprassel des Holzstoßes, an den Feuer gelegt worden war. Dann hielt der Führer des Sturmbannes 1/83, ^-Untersturmführer Stastny-Hain, die Feuerrede. Er sprach davon, wie sich der Kreis der Käme- raben wieder einmal in großer Stunde um das Feuer der Sonnenwende schare und in Gedanken sich zurückversetze über Tausende von Jahren, da germanische Menschen um die Sonnwendfeuer standen und ihre Sinne sich erhoben über das Bewußtsein der Wiederkehr des Lichts in solcher weihevollen Nacht. Diel Leid sei feit dieser Zeit über das deutsche Volk hinweggegangen, aber es habe sich nun erhöhen, sei wieder stark und gewappnet gegen- jeden feindlichen Angriff. Das Volk habe zurückgefunden zu dem Wissen um die Ströme und Kräfte des eigenen Blutes. Sodann widmete der Redner am Sonnwendfeuer Worte des Gedenkens den Gefallenen der Bewegung um die Erneuerung Deutschlands, den Gefallenen des Weltkrieges und allen jenen, die im Kampf um Deutschlands Freiheit und Einheit ihr Leben ließen.
Don zwei Kameraden der ff wurde nun ein großer Kranz, den gefallenen Helden zum Gedächtnis, den. Flammen übergeben. Dann entzündete ff-Unter- sturmführer Stastny-Hain eine Kienfackel, die er nach der seit einigen Jahren gepflegten Tradition dem HI.-Stammführer Dr. S ch n e i d e r mit der Aufforderung zur Bewahrung des heiligen Feuers überreichte.
Stmmführer Dr. Schneider übernahm die Fackel mit Worten zu einem kraftvollen Bekenntnis zu Führer, Volk und Vaterland.
Nachdem die Hitler-Jugend das Lied der Jugend sowie die Kameraden der ff und der Polizei das Treue-Lied gesungen hatten, schloß der Standort- fuhrer der ff die feierliche Stunde mit dem Gruß an den Führer. Während noch das Licht des erlöschenden Feuers über die alten Mauern geisterte, begab man sich über die Mauertrümmer zurück zur Burg.
Kameradschastsabend.
Im Kaisersaal des Nassauerbaues fand man sich bann zu kameradschaftlichem Beisammensein ein. ^-Untersturmführer S t a st n y - H a i n begrüßte die Kameraden der Polizei (insbesondere Hauptmann H e i n a ck e r, Leutnant Fischer und Leutnant Radon), von der Gendarmerie in Gießen den Gendarmerieobermeister S ch u • macher, ferner die Kameraden der HI. und die Angehörigen, die sich zahlreich zu Feier und Kameradschaftsabend eingefunden hatten. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied wurde der Lichterbaum der Weihenacht entzündet, dessen einzelne Kerzen unter würdigen Gedenkworten aufflammten. In ernstem Vortrag der Einzelsprecher und in von tiefem Sinn erfüllten Worten wurden die Flammen der Kerzen der Bewegung, den Toten des Weltkrieges, den Ahnen, der Sippe, der Familie, den Kindern und Enkeln, dem Mann und Kameraden, der Treue und der Opferbereitfchast der ff, der Wiedergeburt des deutschen Volkes, dem deutschen Menschen und dem Führer gewidmet.
Im weiteren Verlaufe des Abends wurden einige Kameraden ausgezeichnet. Die Kameraden Spazier und Kirsch erhielten für besonderen Einsatz im Dienste an Volk und Vaterland das Bild des Reichsführers ff mit eigenhändiger Unterschrift. Die Kameraden Bayer, Sessous, Pfann- kuch und Baum wurden für ihren 2. ©ieg im 1500-Meter-Mannschaftslauf des ^-Oberabschnitts Fulda-Werra geehrt. Schließlich wurde noch an alle verheirateten Kameraden des Standorts Gießen der Julleuchter überreicht, durch den mit kleinem Lichte das vergehende Jahr und mit großer Kerze das neue Jahr symbolisch zum Ausdruck gebracht werden soll.
Die restliche Stunde des Tages war dem kameradschaftlichen Beisammensein und der ftöhlichen Unterhaltung gewidmet.
gäbe und Bedeutung kennt. Jeder Infanterist soll aber stolz auf seine Waffe fein! Er soll wissen, wie herrlich sie ist! Der Infanterist läßt sich ruhig im Scherz „Sandhase" nennen, weil das für ihn ein Ehrenwort ift Gewiß hat die Schützenkompanie keine komplizierten Kommandogeräte oder motorisierte Fahrzeuge. Sie hat andere Aufgaben. Aber etwas hat sie, worauf sie stolz sein kann, und das mit Recht! Wo gibt es eine Truppe, die so wie diese in harten und staubigen Märschen auf heißen Straßen ober eisgefrorenen Wegen, durch lange Wälder und Dörfer, bergauf und beraub zusammen- geschweißt wird zu einer Mannschaft, m der Kameradschaft gls oberstes Gesetz gilt? Wo einer auf den anderen angewiesen ist! Wo sich jeder einzelne als Soldat und Kerl beweisen muß! Wo sich der von selbst unmöglich macht, der versucht, seine vom Bauern am Straßenrande geschenkten Aepfel allein zu verzehren! Gibt es etwas Schöneres als ein Zusammenhalten auf Biegen und Brechen in einer Gruppe Fußsoldaten, die den letzten Tropfen in der Feldflasche unter sich verteilt? Wenn auch die Zunge am Gaumen klebt? Es gibt keine Truppe, die solche gemeinsamen Leistungen an Selbstüberwindung und Kameradschaft, an Zusammenhalten und Erleben, an Freud und Leid aufzuweisen hätte! Gibt es einen herrlicheren Beweis für eine Soldatentugend, wenn in einem MG.-Trupp der Schütze 3 zusätzlich zu feinem Gerät dem Schützen 4 das schwere Fliegerdreibein ab nimmt, trotz dessen anfänglichen Sträubens — weil dieser sich aus irgendeinem Grunde die Zehen blutig gelaufen hat? Der junge Soldat will härter werden. Er will Entbehrungen auf sich nehmen, er will stark sein, er will Kamerad fein! Ja, er fordert Proben an Charakter und Kraft geradezu heraus, um sich zu beweisen! Und solche Gelegenheiten gibt es im täglichen Dienst des Qnfanteriften unzählige, angefangen bei der kleinsten, unscheinbarsten Dienstverrichtung in der Kaserne bis zur Einteilung als Feldposten nahe am Feind oder als Spähtrupp in den Feind. Gibt es ein verantwortungsvolleres Amt als in einsamer Nacht auf Posten gestellt zu werden und zu wissen: hinter mir ruhen meine Kameraden, für deren Schlaf und Sicherheit bin ich verantwortlich? Oder gibt es etwas, bei der ich mich mehr als Soldat beweisen könnte: als Mann vom Spähtrupp im Dämmerlicht an den Feind heranzupirschen, um einen mir gegebenen Auftrag für meine Kompanie auszu- füyren? Oder wenn ich als Schütze in meinem Zuge mit der blanken Waffe in der Hand beim Feind einbreche und ihn mit „Hurra" aus der Stellung herauswerfe? Schon als Schütze ist der Infanterist Führer. Schon vom jüngsten Soldaten werden im Gefecht selbständige Entschlüsse gefordert. Er tft nicht irgendeine Zahl unter Vielen, sondern jeder ist als Einzelkämpfer auch Führer, von dem ohne Einwirkung seiner Vorgesetzten selbst- tätiges Handeln, rücksichtsloser Einsatz seiner Person und höchstes Verantwortungsbewußtsein gefor- bert wird. Jeder ist sein eigener Führer, der Meter um Meter Gelände gewinnt, die feindlichen Reihen durchbricht und so den enbgültigen Sieg erringt. — Wieviel Mühe macht die Einübung des E x e r • ziermarsches! Aber der altgebiente Soldat weiß, wie herrlich es ist, nach den schneidigen Klängen der Regimentsmusik an seinen höchsten Vorgesetzten im Paradeschritt vorbekzurücken, und heute noch zuckt es den alten Kriegern in den Knochen, wenn irgenroo von einer Militärkapelle der Parademarsch seines Regiments, nach dem er so oft marschiert ist, erklingt. Solche Freuden und solche Höhepunkte im militärischen Leben knnt nur der brave Infanterist!
Znsanien'e — oder eine andere Waffe?
Von Leutnant (Siebeier, Infanterie-Regiment 116, Gießen.
Zusammenkunft der Leiterinnen und Blockfrauen mit Zelle Wetterfeld, Gonterskirchen und Ruppertsburg statt. Durch bie Zugehörigkeit der Laubacher Ecke zum Kreise Gießen kommen die genannten Frauenschaften zum Kreis Wetterau. Frau W r e d e sprach über die neue gemeinsame Arbeit und gab Richtlinien bekannt, auf Grund derer ein gutes Zu?
1 fammenarbetten zu hoffen ift


